Die Herausbildung des Freimaurertums in Kassel im 18. Jahrhundert


Facharbeit (Schule), 2004

18 Seiten, Note: 13 Punkte


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Inhaltsverzeichnis

1.) Einleitung

2.) Die Ursprünge der Freimaurerei
2.1.) Die Steinmetzbruderschaften
2.2.) Die ersten Logen Deutschlands
2.3.) Entstehung der Kasseler Logen

3.) Schlusswort

Anhang I: Bibliographie
Anhang II: Hinweise zur verwendeten Literatur

1. Einleitung

"Die Freimaurerei ist nichts Willkürliches, nichts Entbehrliches: sondern etwas Notwendiges, das in dem Wesen des Menschen und der bürgerlichen Gesellschaft gegründet ist. Folglich muss man auch durcheignes Nachdenken ebensowohl darauf verfallen können, als man durchAnleitung darauf geführet wird." 1

Dies schreibt Lessing in den ersten drei Gespräche von «Ernst und Falk - Gespräche für Freymäurer», die 1778 anonym erschienen. Dabei fasst Lessing den Begriff der Freimaurerei weit. Für ihn ist sie nichts Willkürliches, sondern im Wesen des Menschen und der bürgerlichen Gesellschaft gegründet. Mit der Aussage "Freimaurerei war immer" 2 meint Lessing nicht, dass die Freimaurerei schon seit je her existiert, sondern vielmehr, dass ihr Wesen, ihr geistiger Charakter schon seit Urzeiten herrührt.3 Damit ist schon ein Hauptmerkmal der Freimaurer offengelegt. Bei dieser Art von „Bruderschaft“ geht es nämlich nicht um materielle Belange, sondern vielmehr um das geistig Spirituelle, wo durch rituelle Handlungen, geistige Vertiefung und sittliche Vervollkommnung erreicht werden soll; ganz im Sinne der Aufklärung.4

Die Freimaurer bilden heutzutage eine Gemeinschaft von etwa sechs bis sieben Millionen weltweit brüderlich verbundener Menschen. Sie treten unter der Achtung der Würde des Menschen für die gegenseitige Toleranz, die Brüderlichkeit, allgemeine Menschenliebe, das Bestreben nach Hebung der allgemeinen Bildung und vor allem für die freie Entwicklung der eigenen Persönlichkeit ein. Dabei werden keineswegs irgendwelche Lehren oder sittliche Normen vermittelt. Jeder hat sich mit seinem eigenen „Ich“ zu beschäftigen, es zu erkunden und es mit sich selber in Einklang zu bringen. So heißt einer der wichtigsten Grundsätze auf diesem Weg: "Niemand kann am rauen Stein des Anderen arbeiten, immer nur an dem eigenen. " 5 Auf diesem Weg zur Selbstfindung helfen festgelegte traditionelle Rituale, Symbole und hauptsächlich die Verbindung der Mitglieder untereinander, die aus einem einmaligen Vertrauensverhältnis zwischen den Menschen verschiedener Überzeugungen, Religionen, Abstammungen und Länder resultiert.6 Darüber hinaus wird davon ausgegangen, dass menschliche Konflikte ohne zerstörerische Folgen (wie z.B. Kriege) ausgetragen werden können.7

Die Mitglieder der Freimaurer - von Tradition her nur Männer; erst in neuerer Zeit auch Frauen - etablieren sich in ihren einzelnen Logen (engl. Lodge, frz. Loge), was soviel wie „Hütte“, bzw. „Laube“ bedeutet. Dort finden in eigenen „Tempeln“ die Treffen und Versammlungen, wie auch die gesamten rituellen Zeremonien der Freimaurer statt. Die einzelnen Logen entsprechen den Niederlassungen der früheren Maurer- und Steinmetzgilden am jeweiligem Ort, welche heutzutage im Vereinsregister als reguläre Vereine eingetragen sind. Diese regionalen Logen innerhalb eines Staates sind dann wiederum national in Großlogen oder Landeslogen zusammengeschlossen. An der Spitze einer jeden Loge steht der Logenmeister ("Meister vom Stuhl") und an der Spitze einer Großlogen steht leitend der Großmeister. Eine weltweite Organisation aller Großlogen gibt es allerdings nicht, jedoch findet heutzutage eine gewisse Kommunikation zwischen den Großlogen statt, wovon sich einige mittlerweile im Weltfreimaurerbund vereinigt haben. Trotz der nationalen Zusammenschlüsse wird aber immer die Selbstständigkeit und relative Unabhängigkeit der vielen regionalen Logen gewahrt.8

Wie hinreichend bekannt sein sollte, gibt die Freimaurerei sich nicht als Religion aus, sondern versucht nur, sich gewissen Prinzipien oder „Wahrheiten“ zu widmen, denen manche vielleicht „religiösen“ oder „geistlichen“ Charakter zuweisen. Freimaurerei ist aber weit mehr als das. Sie ist offen für jede Religion, schließt somit auch niemanden anderer religiöser Abstammung aus, oder richtet sich auch nicht gezielt gegen andere religiöse Gruppen. Dennoch war im Verlaufe der Jahrhunderte eine immer wiederkehrend negative Grundhaltung vieler Menschen gegenüber den Freimaurern zu verzeichnen, die auch heute noch teils aktuell ist. Durch die Verschwiegenheit des Ordens und „Geheimnistuerei“ vermuten oft Menschen, die Freimaurer würden etwas verbergen. Ja sogar die verschiedensten Verschwörungstheorien warf man, begründet auf die Verschwiegenheit der Bruderschaft, den Freimaurern vor. So beschäftigten sich immer wieder Wissenschaftler und Forscher mit diesem brisanten Thema, kamen aber letztendlich einheitlich zu dem Schluss, dass Verschwörungstheorien und Ähnliches in diesem Sinne nicht bei den Freimaurern zu finden seien. Unter den Brüdern selbst, stellt die Verschwiegenheit lediglich die Voraussetzung für das Vertrauen untereinander dar und keine Verheimlichung von irgendwelchen bedeutenden „Geheimnissen“. Somit ist das eigentliche Geheimnis der Freimaurerei äußerlich, nicht materieller Natur. Es besteht im Erleben ritueller Arbeit, einem Vorgang, der genauso wenig Außenstehenden überzeugend erklärbar ist, wie etwa das Heilige Abendmahl.9

Im Folgenden wird sich diesbezüglich zuerst mit der Herausbildung des Freimaurertums im Allgemeinen beschäftigt, um dann gründlich auf die Herausbildung des Freimaurertums in näherer Umgebung einzugehen. Es soll aufgezeigt werden, wie es überhaupt zu einer Gruppierung von Menschen in Kassel kam, die sich den Freimaurern anschlossen - was waren ihre Beweggründe dazu und was versprachen sie sich davon? Darüber hinaus ist das Ziel dieser Arbeit, durch sachliche Schilderung der Entstehungsgeschichte der Kasseler Freimaurerei, ein wenig „Licht in das Dunkel“ zu bringen, sodass man, wenn demnächst wieder die Rede von Freimaurern ist, nicht das Bild des großen dunklen Mysteriums vor Augen hat. Allerdings ist es schade, dass in diesem Rahmen der Facharbeit nur auf die Herausbildung der Freimaurer in Kassel näher eingegangen werden kann. Eine weitere Ausdehnung des Themengebiets würde jedoch ansonsten diesen Rahmen grundlegend sprengen. Deshalb kann einem das Literaturverzeichnis am Ende dieser Arbeit weiterhelfen, sich bei Interesse tiefergehend mit den Freimaurern, in Bezug auf weitere Themengebiete, zu beschäftigen.

2. Die Ursprünge der Freimaurerei

2.1. Die Steinmetzbruderschaften

Die Entstehung der Freimaurerei ist heutzutage nicht mehr eindeutig nachvollziehbar. Im Laufe der Zeit haben sich die verschiedensten Theorien, Mythen und Legenden über die Entstehung des Freimaurertums entwickelt. Diese reichen von den westeuropäischen Gilden-, Maurer- und Steinmetzzünften, Kathedralenbauern, Wandergesellen, Tempelrittern und Johannitern bis hin zur frühen Akademiebewegung und den aufgeklärten Sozietäten.10 Auch Wurzeln des Freimaurertums im alten Ägypten meinte man schon gefunden zu haben.11 Mit wissenschaftlicher Gewissheit lassen sich heutzutage solche Entwicklungslinien aber nur noch schwer festmachen.

Mit Sicherheit kann man sagen, dass der Freimaurerbund aus der Tradition der spätmittelalterlichen Maurer- und Steinmetzgilden entstanden ist, deren Symbolik er sich auch heute noch bedient (Winkelmaß, Zirkel, Hammer, Kelle).12 Die Gilden setzten sich aus Mitgliedern des Steinmetzstandes (erstmalige Nennung 1376 in einer Londoner Urkunde)13 zusammen, umfassten aber auch Maurer und Decker. Diese mittelalterlichen Bauleute mussten frei geboren sein, d.h. frei von Leibeigenschaft und feudaler Abhängigkeit. Um Dome und Kathedralen errichten zu können, genossen sie eine für das Mittelalter außerordentlich seltene Freizügigkeit. Geschützt durch päpstliche Bulle und zahlreiche Privilegien, gaben sie sich schon früh eine eigene Berufsordnung. Die Werkstätten der Baumeister - urkundlich erstmals 1278 als „lodge“ erwähnt - bildeten sich in unmittelbarer Nähe zu entstehenden Steinbauten (z.B. Dome, Kathedralen) und waren von den lokalen Zünften der Städte und den Herrschern der Region unabhängig. Dort verwahrten die Bauhandwerker ihre Werkzeuge auf, die Lehrlinge und Gesellen wurden hier in die Geheimnisse der Baukunst eingeweiht und Versammlungen wurden abgehalten. Darüber hinaus genossen die Maurer im Schutze der Bauhütten einen hohen Standard schöpferischen Könnens, geregelten und gepflegten Zusammenlebens, der freien Diskussion und die Unabhängigkeit von landeshoheitlichen Reglementierungen. Somit verstanden sich die Bauhandwerker als „Bruderschaft“, die sich eine klare Ordnung gab, welche das Gemeinschaftsleben auf christlich geprägtem Niveau regeln half.

Allerdings wurde schon bald den Freimaurern der Vorwurf gemacht, sie würden in ihren Bauhütten geheime Zusammenkünfte abhalten und die Gesetze des Staates und der Kirche missachten. Des Weiteren fanden allmählich die großen Dombauten ein Ende. Somit verloren die Bauhütten im Laufe der Zeit immer mehr an Bedeutung, bis sie sich schließlich innerhalb des 17. Jahrhunderts größtenteils auflösten. Für die weitere Entwicklung der Freimaurerei wurde dann später der Umstand bedeutsam, dass eine immer stärkere Entwicklung von der „Werkmaurerei“ hin zur „spekulativen Freimaurerei“ zu verzeichnen war.14 Das bedeutet: Man begann in den Bauhütten der Baumeister auch geistig zu arbeiten, sich Gedanken über „Gott und die Welt“ zu machen und sich mit Sinnfragen des Lebens zu beschäftigen. Die Bauhütten bzw. Logen wurden erstaunlicherweise bald auch zum Treffpunkt für Nicht-Maurer. Dies waren vorerst Lieferanten, Söhne von Maurern, Ortsgeistlichen, Bauhandwerkern verwandter Berufe, Zimmerleute, Glasmaler, usw., die einen äußeren Ring um die innere Gilde der Steinmetzen bildeten und sich dann irgendwann in diesen integrierten. Später wurden noch weitere Mitglieder, wie z.B. Ärzte, Schriftsteller, Adelige und Theologen in die Logen aufgenommen. Durch diese nun neu hinzukommenden Gesellschafsschichten und Berufsgruppen wandelten sich die Logen allmählich zu einer mehr geistigen, d.h. symbolisch bauenden Gemeinschaft. So kam es, durch diese neue Formierung, am 24. Juni 1717 durch fünf Londoner Logen zur Gründung einer Großloge. Dieses Datum besteht bis heute als Anfang der modernen Freimaurerei, obwohl die Theorie der ersten Londoner Großloge durch kein Gründungsprotokoll belegt werden kann.15

Anfang des 18. Jahrhunderts breitete sich die Freimaurerei von England her weiter über ganz Europa aus. Sie fand bald Eingang in die höchsten sozialen Kreise und dadurch einen starken gesellschaftlichen Rückhalt. Obwohl sie eigentlich den Idealen des aufstrebenden Bürgertums diente und dementsprechend unter den Vätern der Amerikanischen und der Französischen Revolution ihre wichtigsten Vertreter hatte, gehörten viele höherrangige bekannte Persönlichkeiten der damaligen Zeit, u.a. Künstler, Philosophen und Politiker, den Freimaurern an. So z.B. Goethe, Herder, Lessing, Mozart, Friedrich der Große und Voltaire;16 um nur einige der vielen berühmten Personen zu nennen. Diese Berühmtheit der Genannten gibt bereits einen Eindruck von der gesellschaftlichen und geistigen Bedeutung der Freimaurerei in jener Zeit. Auch Könige, Fürsten und sonstige Landesherren wurden hier und da in die Freimaurerlogen aufgenommen, was dann natürlich an diesem Ort zu einem erhöhten Anstieg der Mitgliederzahlen führte. So wurde 1737 der Prinz of Wales17 in den Freimaurerorden mit aufgenommen, wodurch natürlich das Ansehen der englischen Freimaurerei stark gesteigert wurde.

Grund für die nun immer größeren Zuläufe war der neue Geist der Aufklärungsgesellschaften in dieser Zeit. Im Bürgertum bildeten sich neue Interessen und Bedürfnisse heraus, die nicht mehr nur auf ihr engeres Standes- bzw. Berufsleben bezogen waren. Ein gewisser „Wissensdurst“ wollte nun gestillt werden, menschliche Bindungen sollten gefestigt, das Gemeinwohl sollte gefördert werden. Dazu schloss man sich in freier Geselligkeit zusammen, belehrte sich gegenseitig und versuchte das zu erreichen, was im 18. Jahrhundert als „Glückseligkeit“ bezeichnet wurde. Diese Emanzipation des Bürgertums in Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft fand besondere Förderung innerhalb des Freimaurerordens, der dadurch nun immer mehr Mitglieder erlangte.18

Mit zunehmender Mitgliederzahl kam es allerdings auch zu einer Ausuferung der Freimaurerei, bedingt durch die jetzt große Anzahl verschiedenster Interessen. Andersorientierte weitere Bünde spalteten sich in dieser Zeit von den Freimaurern ab, wie die Bruderschaft der Gold- und Rosenkreuzer, oder der Geheimbund der Illuminaten, welcher 1776 in Ingolstadt gegründet wurde. Aufgrund dieser weiteren Abspaltungsversuche und Legitimationsprobleme der Freimaurerei tagte von Juli bis September 1782 in Wilhelmsbad bei Hanau ein internationaler Freimaurerkonvent. Dieser brachte die schon lange notwendige Neuordnung hervor, die vorsah, dass nur noch die drei Johannisgrade (Lehrlings-, Gesellen-, und Meistergrad) anerkannt werden sollten.19

2.2. Die ersten Logen Deutschlands

Von England und Frankreich aus gelangte die moderne Freimaurerei im Jahre 1737 nach Deutschland. Die Hansestadt Hamburg war der erste Ort auf deutschem Boden, an dem eine Loge nach englischem Vorbild gegründet wurde. Dies war die Loge „Loge d’Hambourg“ - heute noch existierend als „Absalom zu den drei Nesseln“ - welche im Jahre 1740 ihr Gründungspatent durch die englische Großloge in London erhielt.20 Handwerker waren an dieser Gründung jedoch kaum beteiligt, vielmehr war es das Bürgertum, das sich die neue Idee zu eigen machte. Den eigentlichen Anstoß für eine weitere Verbreitung der Freimaurerei in Deutschland begründete sich allerdings erst durch die Aufnahme des Kronprinzen Friedrichs II. in die Hamburger Loge. Dieser schien so angetan von der Freimaurerei zu sein, dass er wenige Zeit nach seiner Aufnahme eine eigene Loge gründete. Nach seiner Krönung 1740 zum König von Preußen,21 begann er als Schutzherr der Freimaurerei im ganzen preußischen Reich die Entstehung neuer Logen sowie die Aufnahme vieler Adeligen, Militärs und Landesherren in die Logen zu fördern. Somit stellte er für viele deutsche Fürsten der Epoche des „aufgeklärten Absolutismus“ ein Vorbild dar, die es ihm gleichermaßen nachmachten und weitere Logen gründeten bzw. sich in Logen aufnehmen ließen.

Grund für das neue Bestreben nun auch in Deutschland den Freimaurern angehören zu wollen war, dass es sich gegen Ende des 18. Jahrhunderts für einen Adligen zum guten Ton gehörte, einer Loge beizuwohnen, wobei Neugier nach Mysterien, Prestige, Architekturinteresse und die Suche nach Geselligkeit auch eine nicht unbedeutende Rolle spielten. Die Freimaurerei zog somit in Deutschland immer mehr Intellektuelle, Schriftsteller, Philosophen, und solche die meinten welche zu sein, in ihren Bann. Die Aufklärung erreichte in diesen Gruppen ihren Höhepunkt. Staatsphilosophen fanden eine große und starke Lobby innerhalb der Logen, sofern sie diese überzeugen konnten. Allerdings dadurch begründet, dass das damalige Deutschland des 18. Jahrhunderts noch in viele kleine Länder und in die verschiedensten Herrschaftsgebiete aufgeteilt war, wurde die Ausbreitung und Entwicklung der Freimaurerei in Deutschland maßgeblich beeinflusst. Somit gab es keine einheitliche Entwicklung der deutschen Freimaurerei und so entstanden verschiedene freimaurerische Logen mit ihren verschiedensten Lehrarten. Diese stimmten zwar zuzeiten mit den Logen in England noch in gewissermaßen überein, dann aber wiederum überwog teilweise das christliche, teilweise das humanitäre Gedankengut. Einige Großlogen - insbesondere die preußischen - waren betont national orientiert, die süd- südwestdeutschen Logen propagierten in erster Linie ihre humanitäre Ausrichtung und die norddeutschen Großlogen waren andererseits protestantisch-christlich orientiert.22 Aufgrund dieser vielen regionalen Unterschiede der Logen in Deutschland in Entstehung, Verlaufsgeschichte und Orientierungen, wird es nun interessanter, den Entstehungsverlauf der Freimaurerei einmal in einer der deutschen Städte zu betrachten, zu der man selber direkteren Bezug hat, nämlich Kassel.

2.3. Entstehung der Kasseler Logen

Bis zum Ende des Sieben Jährigen Krieges (1756 - 1763) waren in Kassel keine Aktivitäten der Freimaurer zu verzeichnen. Dies hätte aber durchaus gut möglich sein können, weil seit zwanzig Jahren hessische Truppen an Feldzügen in Fladen, Schottland und Norddeutschland teilgenommen hatten und die somit leicht die Freimaurerei mit nach Kassel hätten bringen können. Auch eine erwähnte französische Feldloge des Vicomte de Grave in Hessen23 hatte anscheinend keinen Anstoß für die Freimaurerei in Kassel liefern können. Der eigentliche Anfang kam erst ein wenig später.

Nach starker Belagerung Kassels durch Teile der preußischen Armee, kapitulierten im Jahre 1762 die Franzosen, die zuvor Kassel im Verlaufe des Sieben Jährigen Krieges besetzt hielten.24 Für die Kasseler begann ein neues Zeitalter anzubrechen. Landgraf Friedrich II. erhob sich zum Landesherrn über Kassel und begann einige Umstrukturierungen vorzunehmen. Festungsanlagen wurden durch den nun wiederhergestellten Frieden niedergerissen; die beiden Kasseler Stadtteile wurden durch den Königs- und den Friedrichsplatz miteinander verbunden. Es entstanden neue Gebäude und neue Bildungsstätten wurde eröffnet. So wandelte sich das zuvor ruhige und besinnliche Städtchen Kassel zu einer glänzenden und lebhaften Residenz.25

Nun fand auch die Freimaurerei einen Eingang nach Kassel, wenn auch zuerst nur sehr zurückhaltend. Der erste Anstoß zur Maurerei ging von Marburg aus. Dort bestand schon seit einiger Zeit die Loge „Zu den drei Löwen“, welche unter der Obhut der Frankfurter Provinzialloge „Zur Eintracht“ stand. Am 2. Oktober 1766 erteilte der damalige Meister vom Stuhl, somit der Vorsitzende der Loge in Marburg, der gleichzeitig auch noch Großaufseher der Frankfurter Provinzialloge war, Georg Wagner und Samuel Müller die Vollmacht, eine neue Loge „Zum Tale Josaphat“ in Kassel zu gründen.26 Von London aus ließ man allerdings kein Patent für diese Loge ausstellen, was zur Legitimation nötig gewesen wäre. Begründung dafür war, dass man es angeblich nicht duldete „einfach mal so“ eine Einzelloge zu gründen. Somit stößt diese erste Kasseler Loge auf massive Anlaufschwierigkeiten. Des Weiteren waren die eigentlichen Gründer der Loge Bürgerliche gewesen. Es kamen allerdings mit der Zeit immer mehr Menschen hinzu, die den höheren Gesellschaftsklassen angehörten. Das bürgerliche Element wurde allmählich verdrängt. Von den 32 Mitgliedern waren es fast nur höhere Offiziere und Beamte, die zur Loge dieser Zeit zählten. Diese waren allerdings von der einfachen Maurerei wenig befriedigt, sodass man sich schon bald über mangelnde Teilnahme und einen Zerfall der Loge zu beklagen hatte.

Am 13. Oktober 1771 wurde in Kassel eine neue Loge „Zum gekrönten Löwen“ im Anschluss an das Ordensdirektorium in Braunschweig eröffnet.27 Ob die Loge Josaphat mittlerweile umgewandelt wurde, oder neben dieser nun neu gegründeten Loge eine Zeit lang noch weiter fortbestand, bleibt ungeklärt. Jedenfalls kam es nun zu einem regelrechten Aufschwung der Freimaurerei in Kassel. Viele Aufnahmen fanden jetzt statt, jedoch nur aus höheren Gesellschaftskreisen. Zur Blütezeit der Loge 1778 zählte sie insgesamt 75 Mitglieder, darunter sogar auch vier Domherren in Köln.

Beflügelt durch den Aufschwung, den die Freimaurerei jetzt erlebte, öffnete am 13. August 1773 eine weitere Loge „Friedrich von der Freundschaft“ in Kassel ihre Pforten. Sie war die erste Tochterloge der Großloge Royal York in Berlin. Bis zum Jahre 1788 waren einem Mitgliederverzeichnis zufolge 106 Mitglieder aufgenommen worden. Fern von den Interessen der Schwesterloge „Zum gekrönten Löwen“ suchte man hier einfache Geistes- und Herzensbildung und heitere Geselligkeit. Besonders die Musik wurde ausgiebig gepflegt und die Loge gewann nun immer mehr an Bedeutung.28

Mit der Zeit traten allerdings immer heftigere Diskussionen außerhalb, wie auch innerhalb der Logen auf, inwieweit diese etwas mit Geheimbünden wie der Rosenkreuzler oder Illuminaten zutun hätten. Umstrukturierungen und Verdrossenheit bei den Mitgliedern führten zu einem Rückgang der Mitgliederzahlen.29 Diese Diskussionen führten letztendlich soweit, dass im Jahre 1794 durch den Beschluss des Reichstages zu Regensburg alle Geheimgesellschaften, insbesondere die Freimaurerei, im gesamten Heiligen Römischen Reich verboten wurden.30 Alle Logen wurden geschlossen und jede freimaurerische Aktivität bei strenger Ahndung verboten. Ob diese Auflösung bei den Freimaurern auf großen Wiederstand stieß, oder eher stillschweigend begrüßt wurde, weil man sich gern zum Aufgeben einer lästig gewordenen Sache überreden ließ, ist heute unklar. Für Hessen war augenscheinlich jede Aussicht auf Wiederbelebung verschwunden, denn nach dem Tode des Landgrafen Friedrich II. trat sein Erbprinz Wilhelm IX. an seine Stelle. Er war in allem das Gegenteil seines Vaters. Der neue Fürst, erzogen in den Anschauungen einer vergangenen Zeit, war ein Feind alles französischen Wesen, weshalb auch alle Franzosen, welche zuvor sein Vater so zahlreich um sich versammelt hatte, das Land verlassen mussten. Kein Fürst dieser Zeit sah mit solcher Besorgnis auf das revolutionäre Frankreich. Durch neue Verordnungen in seinem Land wollte er sich vor möglichen Aufständen hierzulande schützen. Die Ausgaben wurden gekürzt, die Armee stark vergrößert und eine geistige Weiterentwicklung der Bevölkerung größtmöglich unterdrückt.31 Damit stand auch die Freimaurerei in seinem kritischen Blickfeld. Sie stellte eine arge Bedrohung des existierenden Systems dar. Man hatte Angst, aus ihrem Schutze heraus würde eine neue Gruppierung von revolutionären Kräften entstehen. So unterband man einfach in Kassel die Freimaurerei ganz und glaubte, somit das Problem beseitigt zu haben.

Einen unerwarteten Neuaufschwung erlebte die Freimaurerei erst wieder, als 1806 die Franzosen in Kassel einfielen. Kurz zuvor erreicht der Landgraf jedoch noch sein lang ersehntes Ziel: Kurfürst des Römischen Reiches zu werden. Damit war er der Letzte gewesen, dem diese Würde zu Teil wurde, bevor das Heilige Römische Reich durch den von Frankreich aus wirkenden Druck sich auflöste.32 Nach dieser Auflösung gelang es dem Kurfürst nicht seine Machtposition zu festigen. Es wiederstrebte ihm, dem verhassten Parvenu Napoleon durch Geschenke oder Ähnlichem entgegenzukommen, so wie es all die anderen deutschen Fürsten taten, um in Paris die Königswürde und Landvergrößerung zu erreichen. Am 1. November 1806 trafen unerwartet zwei französische Korps unter Mortier und dem König von Holland in Kassel ein, lösten die hessischen Truppen auf und nahmen das Land in Besitz. Dem Kurfürsten blieb somit nichts anderes übrig, als nach Prag zu fliehen.33 Das Land erhielt den General Lagrange zum Gouverneur, bis durch den Tilsiter Frieden aus hessischen, preußischen, hannoverischen und braunschweigerischen Landesteilen das Königreich Westfalen gebildet wurde. Kassel wurde nun die Hauptstadt eines nicht unbedeutenden Staates, welcher bald unter die Herrschaft des Königs Jérôme, dem jüngsten Bruder Napoleons, gestellt wurde. Die französischen Gesetze wurden eingeführt und eine Menge Oberbehörden in Kassel errichtet.34

Nun waren auch mit der neuen Gesetzgebung die Schranken für ein Wiederaufleben der Kasseler Maurerei aufgehoben. Viele frühere Mitglieder der Loge „Friedrich von der Freundschaft“ formierten sich wieder neu und führten voll Erinnerungen an ihre friderizianische Zeit am 8. Juli 1807 die Loge fort, als wäre nichts gewesen. Die Loge nahm sofort Aufnahmen und Beförderungen vor und dachte durch eine Anzeige bei der Großloge Royal York wieder als älteste Tochter legalisiert zu werden. Diese erklärte aber, dass nach dem längeren Stillstand der Freimaurerei nun die Großloge ganz anders organisiert sei und sich nach neuen Grundlagen richtete. In Kassel hatte man das Versprechen zu geben die neuen Rituale anzunehmen und sich dem neuen Grundvertrag und den neuen Gesetzten zu unterwerfen. Am 30. Oktober 1807 wurde durch diese Vereinbarung das Konstitutionspatent erneuert.35

Seitens der Regierung fand die Freimaurerei zu dieser Zeit nun regelrechte Unterstützung. Allerdings wurde damit natürlich auch ein gewisses Ziel verfolgt. Die Freimaurerei sollte, wie auch schon in Frankreich, zum staatlichen Instrument werden.

Siméon (1749 - 1842), der provisorische Regent des Königreiches, später auch Justizminister, war für die Organisation des neuen Staates verantwortlich und beherrschte somit auch leicht die Freimaurerei. Er gestattete das Existieren der neuen Loge, verpflichtete sie gleichzeitig aber auch den Namen „Royale Jérôme de la fidélité“ zu tragen und verlangte, dass die Unterordnung der Loge, in Bezug zu ihrer übergeordneten Instanz Royal York in Berlin, aufhöre. Eine westfälische Großloge im französischem Stil sollte entstehen. Am 10. Februar 1806 fand eine solche Einrichtung der Großloge statt, welche im Jahre 1811 erst den Affiliationsvertrag des Großorient von Frankreich - die Großloge in diesem Land - im Zuge der vollen Gleichberechtigung überreicht bekam. Großlogenmeister wurde von Anfang an natürlich Siméon, der jetzt leichtes Spiel in Sachen Machtausübung über die Logen hatte. Angehörige Logen waren die Loge „Royale Jérôme de la fidélité“ zu Kassel, „Pythagoras zu den drei Strömen“ in Münden, „Luise Auguste zu den drei Sternen“ in Alsfeld, „Pforte zur Ewigkeit“ in Hildesheim, „Georg zu den drei Säulen“ in Einbeck und später noch einige andere.36 Eine weitere Kommunikation zur der alten Goßloge Royal York bestand weiterhin.

Rasch vergrößerten sich die Mitgliederzahlen der Logen, auch wenn man bei den Aufnahmen gewisse Auswahlkriterien traf. So waren es nur bedeutend wenige Franzosen, die mit zu den Mitgliedern zählten und es gab keine Juden in den Logen. In ganz Deutschland war es nämlich üblich - mit Ausnahme einiger Großstädte - keine Juden in die Logen aufzunehmen. Insgesamt gab es im damaligen Volk die Tendenz, Juden nur bestimmte Berufe zu erlauben, ihnen den Kontakt mit Nicht-Juden zu untersagen, ihnen die Weiterbildung auf öffentlichen Schulen und Universitäten zu untersagen und ihnen speziell für sie eingerichtete Niederlassungen zuzuschreiben. Dieser Antisemitismus zog sich folglich bis in die Freimaurerlogen mit hinein, sodass sie dort ebenfalls ausgeschlossen wurden. Dies wiedersprach zwar einem der Prinzipien der Freimaurerei, nämlich dass keine Unterschiede zwischen den Menschen in Religion, Sprache, Abstammung, usw. gemacht werden durften. Aber das schien wohl niemanden zu interessieren.

Nun kam aber ein Umschwung, der den zuvor so hell erstrahlenden Stern am Firmament des neuen Königreiches verdunkeln ließ. Der in Bayern andauernde Krieg der Franzosen gegen Österreich schlug bald in Kassel auf das Gemüt der Leute. Durch steigende Kriegsausgaben stiegen natürlich auch die Steuern in die Höhe, der Wohlstand sank, Zwangsleihen wurden nötig. Die Unzufriedenheit bei der ohnehin schon sich durch die Franzosen bedrückt fühlende Bevölkerung wuchs von Tag zu Tag und mündete letztendlich in dem Aufstand von 1809. In Hoffnung auf einen österreichischen Sieg, sollte ein Handstreich auf Kassel und die Gefangennahme des Königs erfolgen. Der Leiter des Aufstandes war Oberst von Dörnberg, Kommandeur der Jägergarde und Liebling des Königs. Seine zusammengeraffte Schar an Bauern und ehemaligen Soldaten vom Lande wurde allerdings schnell geschlagen und er, wie auch andere Führer, flohen nach Böhmen. In Kassel kam es zu einigen wenigen Festnahmen und Verurteilungen vor dem Kriegsgericht.37

Somit warfen diese Ereignisse schlechthin auch auf die Kasseler Loge einen Schatten. Am 23. Mai 1809 wurden in einem feierlichen Akt gewisse unwürdige Bürger der Stadt aus der Loge ausgeschlossen. Eine sehr untypische Art für die Freimaurer. Das führte andererseits wiederum dazu, dass in dieser stürmischen Zeit eine zweite französische Loge neu ins Leben gerufen wurde. Dies gestattete am 1. April 1809 Siméon den Herrn Artisten des Königlichen Theaters, die nach der Genehmigung durch die Großloge am 18. ihre Loge mit dem Namen „Des Arts et de l’amitié“ gründeten. Ihr gehörten eine Menge französische Künstler der Oper, des Lustspieles, des Ballet und der Kapelle an. Auch Juden waren hier willkommen. Ein Gartenlokal in der Napoleonshöher Allee - heute Wilhelmshöher Allee - wurde schnell gemietet und es wurde allnächtlich lebhaft mit Musik und Feuerwerk gefeiert. In „Freimaurerei in Kassel“ von Kolbe heißt es: „ Unter dem Lebenslustigen Völkchen entwickelte sich ein buntes Treiben, sehr im Gegensatz zu der ernsteren deutschen Loge “. Dass das so natürlich nicht lange gut gehen konnte, war klar. Schnell kam die Loge ins Visier der Polizei, die diese kurzerhand schloss, einige Zeit später aber wieder mit einer Verwarnung gewähren ließ. Das bunte Treiben in dieser Loge führte alsbald aber zu einer Spaltung. Innerhalb der Loge kam es zu Auseinandersetzungen von Franzosen, Deutschen und Juden, die sich sowieso schon nicht allzu gut miteinander vertrugen. Die 17 französischen Gründer der Loge sahen es z.B. nicht ein, Beiträge zu zahlen. Infolgedessen traten mehrere angesehene Mitglieder aus und reorganisierten sich im November 1811 in der von ihnen neu gegründeten Loge „Catharine de la parfaite union“. Am 2. August 1813 fand die offizielle Eröffnung der Loge statt. Zu den 52 Mitgliedern zählten hauptsächlich jüngere Beamte und Kaufleute, sowie angesehene Juden. Über Probleme und Streitigkeiten zwischen den Mitgliedern wird hier nicht berichtet.38

Im Jahre 1813 ging die Zeit des Westfälischen Reiches zu Ende. Russische Truppen drangen nach Westen vor und besetzten Kassel mit der Erklärung, das Westfälische Reich sei nun aufgelöst. Kurze Zeit später kehrte der damalige Kurfürst Wilhelm I. unter dem Jubel der Bevölkerung zurück. Er übernahm nun wieder, nachdem er von Russen anerkannt wurde, die Regierung. Damit erlebte ein und dieselbe Generation nun schon zum vierten Mal einen kompletten Umsturz. Der durch Alter und Unglück verbitterte Kurfürst ließ die alten Zustände unverändert wiederherstellen, so als ob es die fremde Herrschaft der Franzosen nie gegeben hätte. Genau wie sie 1806 gewesen waren, wurden Verwaltung und Gesetze wieder in Kraft gesetzt. Beamte und Offiziere traten wieder an die Stellen, die sie auch schon damals bekleidet hatten und sogar das alte verschwundene Symbol der damaligen Zeit kam wieder auf, der Zopf.39

Dieser Machtumschwung wirkte sich natürlich erneut auf die Freimaurerei aus. Durch die geflüchteten Franzosen fehlte es zum einen an Mitgliedern in den Logen. Zum anderen war die abneigende Haltung des Kurfürsten zur Freimaurerei bekannt. Die Großloge von Westfalen wurde förmlich aufgelöst und die Tochterlogen befanden sich kurz vor dem Aus. Letztendlich war es Friedrich Wilhelm von Bardeleben, der einen kleinen Lichtschimmer am Horizont hervorkommen ließ. Bardeleben, ein altschottischer Obermeister der Großloge Royal York in Berlin, kam nach Kassel um der Freimaurerei wieder Auftrieb zu geben. Sowohl seine Stellung, sein Einfluss und seine Kenntnisse wie auch sein unermüdlicher Eifer erklären sein hohes Ansehen. Vornehm in seiner Erscheinung, freundlich gegen alle, vielseitig und gründlich gebildet, hatte er in der Maurerei seine Lebensaufgabe gefunden und war einer der überzeugendsten und kenntnisreichsten Maurer seiner Zeit.40 Durch seine vieljährige Bekanntschaft mit dem Kurfürsten genoss er dessen Vertrauen, welches er letztendlich gebrauchte, um die Kasseler Freimaurerei wiederherzustellen. Alsbald folgte ein Gespräch zwischen Fürst und Bardeleben, in dem er den Fürsten um eine Wiederbelebung der Maurerei bat. Allerdings ahnte Bardeleben schon, dass der Geheime Hofrat Strieder, welcher großen Einfluss auf den Fürsten besaß und regelrecht abgeneigt zur Freimaurerei stand, ihm seine Pläne durchkreuzen könnte. Aus Angst davor, der vermutlich an der Tür lauschende Hofrat könne im falschen Moment hereintreten und Bardelebens Verhandlungen gefährden, ging Bardeleben einfach zur Tür, schloss diese und führte das Gespräch mit dem Kurfürsten in aller Ruhe fort. Der Kurfürst bewilligte letztendlich die Einrichtung einer neuen Loge „Wilhelm zur Standfestigkeit“ unter bestimmten Vereinbarungen. Es folgte am 8. April 1814 eine von Bardeleben einberufene Versammlung der Freimaurer, indem er ihnen diese Vereinbarungen vorlegte. Sie beinhalteten, sich von der französischen Maurerei ganz abzuwenden, sich wieder vollkommen dem deutschen System von Royal York anzuschließen und eine Provinzialgroßloge Kurhessen zu gründen. Verhandlungen mit Royal York folgten anschließend. Aus der Loge „Wilhelm zur Standfestigkeit“ sollte die Großloge hervorgehen, das war klar. Bloß fehlten noch zwei weitere Logen, damit sich die Großloge konstituieren konnte. Schnell fand sich die Loge Acacia in Eschwege, doch eine dritte Loge zu finden, brachte Probleme. Außer der wenig zusammenschlussbereiten Loge in Marburg ließ sich sonst keine andere Loge mehr in Nordhessen finden. Deshalb beschloss man eben eine zweite Loge in Kassel neu zu gründen. Diese sollte aus der nun rehabilitierten Loge „Catharine de la parfaite union“ und der französischen Loge „Des arts et de l’amitié“ hervorgehen. Die französische Loge war jedoch durch das Fehlen der Franzosen sehr mitgliederschwach und die Loge „Catharine de la parfaite union“ bestand größtenteils aus jüdischen Mitgliedern. Diese waren allerdings nach den Vereinbarungen nicht erlaubt und so ließ Bardeleben auch nicht lange mit sich verhandeln, da er den Kurfürsten, dem er so felsenfest versprochen hatte sich an diese zu halten, nicht verärgern wollte. Ein Versuch der Juden, eine ausschließlich jüdische Loge neu zu gründen, blieb erfolglos. Und so vereinten sich die beiden Logen „Catharine de la parfaite union“ und „Des arts et de l’amitié“ unter Ausschluss der besagten Mitglieder neu zur Loge „Zur vollkommenen Eintracht und Freundschaft“. Nachdem der Meister vom Stuhl gewählt wurde, begann man mit der baldigen Aufnahme vieler neuer Mitglieder. Bardeleben behielt jedoch die Kontrolle über die beiden Kasseler Logen.41

Am 26. April 1814 traten die Vertreter aller drei Logen zusammen und konstituierten sich vorläufig als Provinzialmutterloge von Royal York, indem sie deren Riten, Gesetze und den Grundvertrag annahmen. Bardeleben wurde provisorischer Provinzialgroßmeister. Am 14. Oktober desselben Jahres wurde dann die Genehmigung von Royal York durch Überreichen des Konstitutionspatentes erteilt.42 Die Verteilung der Ämter wurde daraufhin in Kassel eingeleitet; damit war die Großloge des Kurfürstentums Hessen vollständig organisiert. Weitere Aufnahmen von Logen in die Großloge folgten in den nächsten Jahren. Dies geschah entweder freiwillig oder auch erst durch Druck von Bardeleben bzw. des Fürsten.43 Bald waren fast alle Logen innerhalb des Kurfürstentums Angehörige der Großloge in Kassel.

Damit begann die Angliederung weiterer Logen über die Landesgrenzen hinaus, was normalerweise eher unüblich war. Bardelebens Wunsch war es, nach einem Besuch der Maurer in Darmstadt, alle Logen des Großherzogtums Hessen-Darmstadt für seinen Logenbund zu gewinnen. Am 18. April 1818 schickte er von Kassel aus ein Schreiben nach Darmstadt, indem er eine nähere Verbindung der dortigen Logen mit der Großloge Kassel wünschte. Dieser Wunsch fand natürlich keinen Anklang, da zuvor diese beiden Brüderstämme in langjähriger Feindschaft zueinander standen. Auch zwischen den beiden Fürstenhäusern herrschte wenig Sympathie füreinander, da sich beide Völker alles andere als gutgesinnt gegenüberstanden und der jeweilige Fürst seine Selbständigkeit wahren wollte.

Bardeleben fand zu seinem Lieblingswunsch erst wieder im Jahre 1820 zurück, als er erfuhr, dass man in Darmstadt auch eine Großloge gründen wolle. In voller Hochachtung und tiefster Ehrfurcht ließ er dem dortigen Landgrafen Ludwig (1749 - 1823) einen Brief zukommen, indem er noch einmal seine Bitte formulierte. Dieser fühlte sich durch den Brief so geschmeichelt und in voller Freude an seine Zeit als junger Maurer zurückerinnert, sodass er Bardeleben rasch eine Antwort zukommen ließ. In dieser führte der alte Graf noch mal alle seine Lebensfreunden auf und berichtete voller Stolz von seiner Zeit als Großmeister in der Großloge Royal York. Damit hatte Bardeleben ihn überredet und der Angliederdung der Logen an die Großloge in Kassel stand nichts mehr im Weg.44

In diesen Jahren des Aufschwungs zeigte sich in vielen Kasseler Logen auch wieder eine zunehmende Offenheit nach außen hin. Im Januar 1820 wurde z.B. eine Schule mit 60 Schülern neu eröffnet. In ihr wurde den Schülern das Lesen und Schreiben, die deutsche Sprache, Religion sowie einiges über die Naturgeschichte beigebracht. Auch Zeichnen und Singen stand auf dem Lehrplan. Die Kosten zur Unterhaltung der Schule trugen dabei ausschließlich die Logen.45

Am 27. Februar 1821 starb Kurfürst Wilhelm I. im Alter von 78 Jahren. An seine Stelle trat Kurfürst Wilhelm II. (1777 - 1847), welcher die veralteten Zustände im Land beseitigte und die Verwaltung den Bedürfnissen der Neuzeit entsprechend organisierte. Allerdings trieb er durch seine sinnlose Willkürherrschaft einen immer tieferen Keil zwischen sich und der Bevölkerung.46 Auch der Maurerei stand er nicht sehr gesonnen gegenüber. So kam ihm die Gelegenheit gerade passend, als im Juli ein Drohbrief im Schloss Wilhelmshöhe eintraf. In ihm wurde gedroht, Fürst und Fürstin umzubringen, wenn diese nicht ihre Machtansprüche reduzierten und dem Volk eine Verfassung gäben. Die Bestürzung am Hofe darüber war grenzenlos; der ohnehin schon schwache Fürst wurde in eine unsinnige Angst versetzt und zu den tollsten Vorsichtsmaßnahmen getrieben. Das Schloss wurde mit Wachen umstellt, alle Zugänge nach Wilhelmshöhe abgeriegelt und der Fürst ging nur noch im Schutze seiner Leibgarde aus.

Für die Freimaurerei bedeutete dies ein unerwartetes, sofortiges Ende aller maurerischen Aktivitäten im Kurfürstenreich. Trotz alledem, die Drohbriefe hörten nicht auf. Auch ein auf den unbekannten Täter ausgesetztes Kopfgeld führte nie zu einer Aufklärung des Falles.47 Die Freimaurerei blieb des Weiteren komplett verboten. Aber das sollte so nicht lange andauern. Schon bald gab es Anzeichen auf Wiederbelebung.

3. Schlusswort

Die Geschichte der Kasseler Freimaurerei ist ein gutes Bespiel, um zu zeigen, dass es sich bei der Entstehung der Freimaurerei um kein einzelnes Ereignis handelt, welches sich überall, an jedem Ort, zur gleichen Zeit und in der gleichen Art und Weise vollzog. Vielmehr waren es die vielen lokalen Parallelentwicklungen an den verschiedensten Orten, die zur heutigen Maurerei führten. Des Weiteren konnte man aber auch nicht, und das kann man heute auch noch nicht, von ein und der selben Freimaurerei sprechen. So kann man dies z.B. nicht mit der katholischen Kirche vergleichen, die überall an jedem Ort dieselben Lehren vermittelt, den selben Ritus durchführt und auch sonst sich weltweit gleicht und auch schon immer größtenteils geglichen hat. Vielmehr fasst der Begriff des Freimaurers diejenigen zusammen, die gewissen freimaurerischen Leitlinien folgen, allerdings sich trotzdem nicht konkret zu den Freimaurern gesellen müssen. So gab es immer wieder auch isolierte Logen, die frei von jeder übergeordneten Instanz agierten und ihre eigenen Vorstellungen vertraten. Deshalb kann man auch nicht zugleich davon ausgehen, dass man bei Kenntnis der Geschichte der Freimaurerei in Kassel, diese auf andere Städte übertragen kann. In bestimmter Art und Weise wird man vielleicht dort auf einige Parallelen treffen, aber man wird jetzt keine großen gemeinsamen Entwicklungslinien entdecken. Auch wird man, wenn man z.B. heute die Kasseler Loge „Zur Freundschaft“ besucht und nähere Einblicke in die dortige Freimaurerei erhält, nicht dieselbe Freimaurerei in einer Pariser Loge wiederfinden. Man wird Parallelen finden, jedoch nicht unbedingt viele Gleichheiten. Das liegt, wie auch schon beschrieben, daran, dass es keine weltweit übergeordnete Organisation gibt, die, wie z.B. der Papst bei den Katholiken, fest vorgibt, was die Freimaurerlogen zu tun und zu lassen haben. Allein schon deshalb war es im Rahmen dieser Facharbeit wichtig, erst nur im Groben einen Einblick in die allgemeine Entstehungsgeschichte der Freimaurerei zu geben, um dann speziell auf Kassel einzugehen. Denn man hätte sich schnell im Unendlichen verloren, wenn man die gesamte Geschichte der Freimaurerei hätte wiedergegeben wollen.

Darüber hinaus ist es auch noch schwierig etwas über den geschichtlichen Verlauf der Freimaurerei herauszufinden, weil die Freimaurerei von Urzeiten an schon eine ziemlich verschwiegene Gesellschaft ist, die noch dazu nicht unbedingt viel Schriftliches für die Nachwelt hinterlassen hat. Somit ist es schon erforderlich, wie ein Detektiv vorzugehen, um die geschichtliche Verlaufslinien wieder aufrollen zu können. Schwierigkeiten bereitet einem da auch das ewige auf und ab der Logen. Das es immer sehr bedeutend war, wie der momentan tätige Landesherr zur Freimaurerei stand. Ob er sie nur billigte, förderte oder gar verbat. Das führte, wie schon beschrieben, auch in Kassel zu einem ewigen Wechsel der Logen.

Wer sich nun aber noch weiter mit den Freimaurern beschäftigen will und wer vielleicht durch diese Facharbeit einen kleinen Anreiz bekommen hat, mehr zum Thema der Freimaurer zu erfahren, der sollte sich vielleicht das deutsche Freimaurermuseum in Bayreuth ansehen. Dort ist mehr über die Freimaurerei im Allgemeinen und insbesondere mehr über die Geschichte der deutschen Freimaurerei zu erfahren. Und das nicht nur geschrieben schwarz auf weiß, sondern auch gut veranschaulicht an alten Freimaurerreliquien, Bildern, Präsentationen und vieles mehr.

Anhang I

A. Quellen:

- G. E. Lessing: Ernst und Falk, Frankfurt a. M. 1968.

B. Literatur:

-Baigent/Leigh: Der Tempel und die Loge. Das geheime Erbe der Templer in der Freimaurerei, Augsburg 1999.
- Biedermann, Hans: Das verlorene Meisterwort. Baustücke zu einer Kultur- und Geistesgeschichte des Freimaurertums, Wien 1986.
- Kolbe, Wilhelm: Geschichte der Freimaurerei in Kassel 1766 - 1824, Berlin 1883.
- Reinalter, Helmut: Die Freimaurer, München 2000.

C. Lexika:

- Encarta Enzyklopädie Plus, 2000.
- Meyers großes Handlexikon des gesamten Wissens, 11. Aufl., Mannheim 1972.
- Suchbegriff: Freimaurer, in Brockhaus - die Enzyklopädie: in 24 Bänden, 20. Aufl., Band 6, Leipzig - Mannheim 1996.
- Suchbegriff: Freimaurer, auf: http://www.wissen.de am 16.05.2004.

D. Internet-Literatur:

- Freimaurer informieren über Freimaurer, auf: http://www.masonica.de/ am 05.06.2004.
- Freimaurerloge Kassel, auf: http://www.loge-kassel.de/ am 05.06.2004.
- Landesloge Kassel, auf: http://www.freimaurer.org/tor-zum-osten.kassel/ am 05.06.2004.
- Große Landesloge der Freimaurer Deutschlands, auf: http://www.freimaurerorden.org/ am 05.06.2004.
- Vereinigte Großlogen Deutschlands, auf: http://www.freimaurer.org/index-neu.htm am 05.06.2004.
- Freimaurerloge in Trier, auf: http://www.freimaurerloge-trier.de/ am 06.06.2004.
- Geschichte der Freimaurer in Deutschland, auf: http://www.freimaurer.org/gl_afam/history.htm am 05.06.2004.
- Geschichte von Kassel, auf: http://www.kassel-info.de/geschichte/ am 10.06.2004.
- Informationen + Geschichte von Kassel, auf: http://www.achwir.de am 10.06.2004.
- Preußische Geschichte + Kriege, auf: http://www.preussenweb.de am 10.06.2004.
- Digitales Archiv Marburg, auf: http://www.digitales-archiv.net am 10.06.2004.

Anhang II: Hinweise zur verwendeten Literatur

An dieser Stelle möchte ich gerne noch etwas zu der von mir behandelten Literatur sagen. Allgemein hat mir das Lesen der für mein Thema notwendigen Abschnitte der Bücher keine größeren Schwierigkeiten bereitet, auch wenn die Texte auf einem etwas höherem Niveau lagen, als die Texte, die man als Schüler gewohnt ist. Andererseits gab es da aber auch zwei Ausnahmen.

Einmal Lessing: „Ernst und Falk“. Hierbei handelt es sich um einen philosophischen Text. Es sind fünf Gespräche zweier Personen dargestellt, die sich über die Freimaurerei unterhalten. Dabei ist Ernst der immer Fragende und Falk der antwortende Freimaurer. Mich hatte dieses Buch sehr neugierig gemacht, denn in ihm sind so viele gute Denkansätze enthalten, die man bestimmt richtig ausgiebig in unserer Klasse wochenlang diskutieren könnte. Besonders interessant fand ich auch schon den Gedanken, den Lessing in diesem Buch zum Ausdruck brachte, dass es keine über alle Länder und Kulturen herrschende Gewalt geben kann, denn die würde an der Vielfalt der Kulturen und Interessen scheitern. Allerdings könnte es eine übergeordnete Organisation geben, die aus dem Zusammenschluss aller Länder resultiert, die somit in Frieden und Einklang leben können, aber trotzdem noch in ihrer Individualität nicht beschnitten sind. Somit hat Lessing einfach nur das System des heutigen Europas vor Augen gehabt, bloß dass das schon 1778 war. Des Weiteren findet in dem Buch eine spannende Kontroverse zwischen den beiden Männern statt, ob denn der Staat für die Menschen geschaffen ist oder ob die Menschen für den Staat geschaffen sind. Eine ziemlich philosophische Diskussion der beiden Männer folgt, aber dennoch ließ mich der Teil ganz schön nachdenklich werden, wo doch darüber hinaus auch erst vor kurzem noch im Geschichtsunterricht über die Staatenbildung gesprochen wurde. Aber das ist nicht die einzige Thematik dieses Buches. Es folgen noch so viele andere, dass ich schon überlege, ob ich mich nicht vielleicht in den Sommerferien selber näher mit dem Buch beschäftige.

Das Zweite Buch, auf welches ich noch abschließend kurz eingehen will, ist das von Wilhelm Kolbe: „Geschichte der Freimaurerei in Kassel“. Bei diesem Buch fand ich die alte Rechtschreibung ziemlich amüsant. Immerhin wurde das Buch 1883 gedruckt. Jedoch war auch gut zu erkennen, dass wir momentan durch unsere „tolle“ neue Rechtschreibung eigentlich nur teilweise wieder zurück zur uralten Rechtschreibung gegangen sind. So fiel mir z.B. auf, dass es damals schon üblich war „dass“ mit „ss“ zu schreiben. Allerdings muss auch gesagt werden, dass meiner Meinung nach das Buch sehr sehr schwer zu Lesen ist. Erst mal, weil einem die damalige Rechtschreibung und Grammatik etwas verwirrt, zum Anderen, weil man, um das Buch zu lesen, sehr viele Vorkenntnisse über die Geschichte von Kassel und Umgebung, sowie der Freimaurerei besitzen muss. Mir kam das Buch vor, als wäre es für jemanden geschrieben, der sich schon gut mit diesem Thema auskennt und nur noch kleinste Details wissen will. Denn immer wieder verlor sich der Autor auch in Kleinigkeiten, sodass ich Mühe hatte, meine Augen aufzuhalten. Auch den Gedankengängen des Autors konnte ich nicht immer ganz folgen. Dennoch hat es mir aber in gewisser Weise gut geholfen, da sich speziell auf die Geschichte der Freimaurerei in Kassel nicht viel Literatur finden lässt.

[...]


1 G. E. Lessing: Ernst und Falk, Frankfurt a. M. 1968, S. 12.

2 Ebda, S. 12.

3 Ebda, S. 47-48.

4 Vgl. Felsmann, Matthias: Freimaurer, auf: http://www.wissen.de am 16.05.2004.

5 http://www.masonica.de/seiten/info_k/Was%20ist%20Freimaurerei.html am 15.05.2004.

6 Vgl. Reinalter, Helmut: Die Freimaurer, München 2000, S. 7. Und Vgl. Lessing: Ernst und Falk, S. 28.

7 Vgl. Brockhaus - die Enzyklopädie: in 24 Bänden, 20. Aufl., Band 6, Leipzig-Mannheim 1996, S. 669.

8 Vgl. Reinalter: Die Freimaurer, S. 66-68.

9 Vgl. http://www.masonica.de/seiten/info_k/Geheimnisse.html am 15.05.2004.

10 Vgl. Reinalter: Die Freimaurer, S. 10.

11 Vgl. http://www.freimaurer.org/gl_afam/history.htm am 05.06.2004.

12 Vgl. Felsmann, Matthias: Freimaurer, auf: http://www.wissen.de am 16.05.2004.

13 Vgl. Brockhaus., Band 6, S. 670.

14 Vgl. Lessing: Ernst und Falk, S. 56.

15 Vgl. Reinalter: Die Freimaurer, S. 12.

16 Vgl. Brockhaus, Band 6, S.670.

17 Vgl. Baigent/Leigh: Der Tempel und die Loge. Das geheime Erbe der Templer in der Freimaurerei, Augsburg 1999, S. 258.

18 Vgl. Reunalter: Die Freimaurer, S. 14-15.

19 Vgl. Reinalter: Die Freimaurer, S. 16-17.

20 Vgl. http://www.freimaurer.org/gl_afam/history.htm am 05.06.2004.

21 Vgl. Meyers großes Handlexikon des gesamten Wissens, 11. Aufl., Mannheim 1972, S. 284.

22 Vgl. http://www.freimaurerloge-trier.de/Freimaurerei02.html am 06.06.2004.

23 Vgl. Kolbe, Wilhelm: Geschichte der Freimaurerei in Kassel 1766 - 1824, Berlin 1883, S. 2.

24 Vgl. http://www.preussenweb.de/kriegc.htm am 10.06.2004.

25 Vgl. http://www.digam.net/data/digam/dokumente/h3/einf.html am 10.06.2004. Und Vgl. http://www.kassel-info.de/geschichte/ am 10.06.2004.

26 Vgl. Kolbe: Geschichte der Freimaurerei in Kassel, S. 3.

27 Vgl. Kolbe: Geschichte der Freimaurerei in Kassel, S. 9.

28 Vgl. Ebda, S. 18-19.

29 Vgl. Ebda, S. 11-29.

30 Vgl. Ebda, S. 30.

31 Vgl. http://www.digam.net/data/digam/dokumente/h3/eihnf.html am 10.06.2004.

32 Vgl. Suchbegriff: Heiliges Römisches Reich, Encarta Enzyklopädie Plus, 2000.

33 Vgl. Suchbegriff: Wilhelm I, Encarta Enzyklopädie Plus, 2000.

34 Vgl. Suchbegriff: Königreich Westfalen, Encarta Enzyklopädie Plus, 2000.

35 Vgl. Kolbe: Freimaurerei in Kassel, S. 34-37.

36 Vgl. Ebda, S. 38.

37 Vgl. Suchbegriff: Napoleonische Kriege, Encarta Enzyklopädie Plus, 2000.

38 Vgl. Kolbe: Geschichte der Freimaurerei in Kassel, S. 46-47.

39 Vgl. http://www.hoeckmann.de/geschichte/kassel am 10.06.2004.

40 Vgl. Kolb: Geschichte der Freimaurerei in Kassel, S. 52-53.

41 Vgl. Ebda, S. 56-58.

42 Vgl. Ebda, S. 58.

43 Vgl. Ebda, S. 58-65.

44 Vgl. Ebda, S. 65-67.

45 Vgl. Ebda, S. 67-68.

46 Vgl. Ebda, S. 68.

47 Vgl. Ebda, S. 70-73.

18 von 18 Seiten

Details

Titel
Die Herausbildung des Freimaurertums in Kassel im 18. Jahrhundert
Note
13 Punkte
Autor
Jahr
2004
Seiten
18
Katalognummer
V108858
Dateigröße
498 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Facharbeit im Rahmen des Geschichtsgrundkurses Jahrgangstufe 11 an der Georg-Christoph-Lichtenberg-Schule in Kassel: Es wird kurz erklärt was die Freimaurer sind und was die Freimaurerei ausmacht. Dann wird auf die Entstehungsgeschichte der Freimaurerei im Allgemeinen eingegangen und letztendlich, nachdem noch einmal kurz die Geschichte der deutschen Freimaurerei beleuchtet wurde, wird auf die Herausbildung der Freimaurerei in Kassel im 18. Jahrhundert eingegangen.
Schlagworte
Herausbildung, Freimaurertums, Kassel, Jahrhundert, Freimaurer, Freimaurerei
Arbeit zitieren
Stefan Helm (Autor), 2004, Die Herausbildung des Freimaurertums in Kassel im 18. Jahrhundert, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/108858

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