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Interkulturelle Wirtschaftskommunikation

Title: Interkulturelle Wirtschaftskommunikation

Term Paper (Advanced seminar) , 2000 , 26 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anonym (Author)

German Studies - Linguistics
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Begegnungen zwischen Menschen verschiedener Kulturen hat es immer schon gegeben. Durch die Entwicklung moderner Verkehrs und Kommunikationsmittel hat sich das Ausmaß der Begegnungen aber in den letzten 150 Jahren vervielfacht. Auch das Interesse an interkultureller Interaktion und Kommunikation hat stetig zugenommen. Immer mehr Menschen wollen wissen, was eigentlich vorgeht, wenn Personen, die verschiedenen Kulturen angehören, einander begegnen. Und insbesondere auf dem Welt-Wirtschaftsmarkt, der durch Konkurrenz, Leistungsdruck und internationale Verflechtungen gekennzeichnet ist, gewinnt interkulturelle Kommunikation immer mehr an Bedeutung. An dieser Stelle wird schon klar, daß das Thema interkulturelle Wirtschaftskommunikation nicht nur wissen-schaftlich, sondern auch wirtschaftlich sehr interessant ist.

Im Vordergrund dieser Arbeit steht nun die Abgrenzung kommunikativer Aspekte verschiedener Kulturen im interkulturellen wirtschaftlichen Zusammenhang. Nach einer theoretischen Hinführung zum Thema interkulturelle Kommunikation, werden zunächst verbale und nonverbale Differenzen zwischen den verschiedenen Kulturen analysiert (Kapitel 35). In einem zweiten Schritt (Kapitel 6) soll dann anhand eines konkreten Beispiels gezeigt werden, welche Auswirkungen schon kleinste sprachliche Missverständnisse (z.B. Anrede-formen) auf interkulturelle (Geschäfts-) bzw. Gesprächsbeziehung haben können. Ein vollständige Analyse aller möglichen Aspekte mündlicher Kommunikation ist im Rah-men dieser Arbeit nicht möglich. Viele mehr soll gezeigt werden, warum insbesondere (wirtschaftliche) Kommunikation zwischen Europäern und Asiaten aufgrund der großen Kulturdistanz 1 schwierig ist und welche sprachlichen Faktoren exemplarisch für diese Problematik sind.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Interkulturelle Wirtschaftskommunikation und ihre Bedeutung

2. Was ist interkulturelle Kommunikation?

2.1. Kultur

2.2. Kommunikation

2.3. Hindernisse in der Kommunikation

2.3.1. Raum

2.3.2. Zeit

2.3.3. Denkmuster

2.4. Kontextabhängigkeit in der Kommunikation

3. Verbale Kommunikation

3.1. Begrüßung

3.2. Höflichkeit

3.3. Direktheit vs. Indirektheit

3.4. Gesprächsstil

3.5. Sprechakt

4. Nonverbale Kommunikation

4.1. Probleme der nonverbalen Kommunikation im interkulturelle Kontext

4.2. Paraverbale Unterschiede

4.3. Kanäle nonverbaler Kommunikation

5. Japan: Kommunikation ohne Worte

6. Wirtschaftsbeziehungen mit sprachlichen Hindernissen

6.1. Anredeform

7. Resümee

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht kommunikative Herausforderungen in der interkulturellen Wirtschaftskommunikation und analysiert, wie verbale sowie nonverbale Unterschiede zu Missverständnissen in internationalen Geschäftsbeziehungen führen können.

  • Analyse kultureller Einflussfaktoren auf Kommunikationsprozesse
  • Differenzierung zwischen verbaler und nonverbaler Kommunikation
  • Untersuchung spezifischer Hindernisse wie Zeitverständnis und Kontextabhängigkeit
  • Fallstudien zu interkulturellen Geschäftsbeziehungen (insb. Japan-USA/Deutschland)

Auszug aus dem Buch

6.1. Anredeform

In verschiedenen Kulturen haben wirtschaftliche Beziehungen unterschiedlichen Charakter; während in Asien der formelle Rahmen eine große Rolle spielt, gehört zur amerikanischen Geschäftsbeziehung auch die persönliche Beziehung.

Der interkulturell-agierende Manager kann nicht davon ausgehen, dass sein Anredesystem in allen Ländern angemessen ist. Während in vielen englischen Kulturen Offenheit, Gleichheit und Nähe in wirtschaftlichen Beziehungen großgeschrieben werden, sind die Asiaten im Vergleich formeller und zurückhaltender orientiert.

Mr. Richardson geht mit einem guten Gefühl aus dem Gespräch. In seinen Augen ist die persönliche Anrede mit dem Vornamen, sowie das Lächeln seines asiatischen Kollegen ein gutes Zeichen für eine erfolgreiche weitere Zusammenarbeit. Im Gegensatz zu Mr. Chu; er geht mit einer sehr distanzierten Haltung aus dem Gespräch. Seine Einschätzung über die weiteren geschäftlichen Beziehungen ist wohl eher negativ. Ausschlaggebend ist zum Einen die, von Mr. Richardson gewählte, Anredeform. Insbesondere amerikanische Manager bevorzugen schon beim ersten Business-Meeting die persönliche Anrede mit dem Vornamen (Just call me Andy). Im asiatischen Kontext ist aber eine solche Beziehung undenkbar. Hierarchie, Status und Grad der Vertrautheit spielen eine große Rolle. Mr Chu würde dementsprechend die unpersönliche Anrede (Mr. Chu/Mr. Richardson) in diesem Kontext bevorzugen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die steigende Bedeutung interkultureller Kommunikation im Kontext zunehmender Globalisierung und internationaler wirtschaftlicher Verflechtungen.

2. Was ist interkulturelle Kommunikation?: Dieses Kapitel definiert Kultur und Kommunikation als komplexe Einflussfaktoren und erörtert Hindernisse wie Raum- und Zeitwahrnehmung sowie unterschiedliche Denkmuster.

3. Verbale Kommunikation: Es wird analysiert, wie kulturspezifische Unterschiede in Begrüßung, Höflichkeit, Gesprächsstil und Sprechakt Missverständnisse in der Geschäftskommunikation verursachen.

4. Nonverbale Kommunikation: Die Bedeutung nonverbaler Signale, wie Mimik und Gestik, wird als oft unterschätzte Fehlerquelle in interkulturellen Begegnungen dargestellt.

5. Japan: Kommunikation ohne Worte: Dieses Kapitel veranschaulicht anhand der japanischen Kultur, wie stark nonverbale Codes und Höflichkeitstraditionen die Geschäftskommunikation prägen.

6. Wirtschaftsbeziehungen mit sprachlichen Hindernissen: Anhand von Fallbeispielen wird gezeigt, wie scheinbar kleine Unterschiede in der Anrede oder im Gesprächsstil den Erfolg internationaler Geschäfte gefährden können.

7. Resümee: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass bloße Fremdsprachenkenntnisse nicht ausreichen und kulturelle Sensibilität für den wirtschaftlichen Erfolg unerlässlich ist.

Schlüsselwörter

Interkulturelle Kommunikation, Wirtschaftskommunikation, Kulturdistanz, Verbale Kommunikation, Nonverbale Kommunikation, Höflichkeit, Geschäftskultur, Internationalisierung, Missverständnisse, Management, Japan, USA, Anredeform, Kulturelle Sensibilität, Globalisierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit thematisiert die Herausforderungen der Kommunikation zwischen Angehörigen verschiedener Kulturen im wirtschaftlichen Kontext und zeigt auf, wie kulturelle Unterschiede den Geschäftserfolg beeinflussen können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt schwerpunktmäßig den Einfluss von Kultur auf verbale und nonverbale Kommunikationsformen, sowie die Rolle von Hierarchie und Kontexthierarchien in Geschäftsbeziehungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, warum Kommunikation zwischen unterschiedlichen Kulturkreisen trotz Fremdsprachenkenntnissen oft scheitert und welche sprachlichen sowie kulturellen Faktoren dabei eine Rolle spielen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Hinführung sowie die Analyse von Kommunikationsmodellen (z.B. Hall, Hofstede) und illustriert diese durch konkrete Fallbeispiele.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Unterschiede zwischen Hoch- und Niedrig-Kontext-Kulturen sowie spezifische Schwierigkeiten in der verbalen und nonverbalen Kommunikation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Interkulturelle Kompetenz, Kulturdistanz, nonverbale Signale, Harmonie-Streben (in Asien) und westliche Direktheit.

Warum spielt die Anredeform im interkulturellen Kontext eine so große Rolle?

Die Anrede spiegelt soziale Hierarchien und den Grad der Vertrautheit wider; eine falsche Wahl kann in asiatischen Kulturen als respektlos oder unangemessen empfunden werden, während sie im Westen Nähe ausdrücken soll.

Welche Rolle spielt das "Gesichts-Konzept" bei Geschäften mit asiatischen Partnern?

Das Konzept des Gesichts erfordert, Konfrontationen zu vermeiden, um niemanden bloßzustellen; daher bevorzugen asiatische Geschäftspartner oft indirekte Antworten statt eines direkten "Nein".

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Details

Title
Interkulturelle Wirtschaftskommunikation
College
University of Wuppertal  (Sprach- und Literaturwissenschaft)
Course
Hauptseminar: Sprache im Sozialen Kontakt
Grade
1,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2000
Pages
26
Catalog Number
V10890
ISBN (eBook)
9783638171953
Language
German
Tags
linguistische Auseinandersertung interkulturell Wirtschaftskommunikation Kulturvergleich
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2000, Interkulturelle Wirtschaftskommunikation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/10890
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