Die drei Stasis im archaischen Athen zur Zeit des Peisistratos


Seminararbeit, 2004

12 Seiten, Note: 3


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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Situation in Athen vor und bei Peisistratos’ erster Machtergreifung

3. Der Begriff der Stasis

4. Die drei Stasis in Athen
4.1. Die Leute aus der Ebene (Pediakoi) und die Küstenbewohner (Paraloi)
4.2. Die Bewohner der Gebiete jenseits des Gebirges (Hyperakrioi)

5. Schlussbetrachtung

1. Einleitung

Peisistratos wird das erste Mal in der Geschichtsschreibung von Herodot erwähnt. Herodot wiederum wird von Cicero als „Vater der Geschichtsschreibung“ bezeichnet. Herodot lebte ca. 485 bis 425 v. Chr., Peisistratos ein Jahrhundert vorher. Seine Lebensdaten sind nicht genau bekannt, es ist nur sicher, dass er im Regierungsjahr 528 / 527 v. Chr. starb.

Warum also hat sich Herodot mit ihm beschäftigt, was war gerade das besondere an Peisistratos? Wahrscheinlich seine drei Anläufe, die er gebraucht hat, um sich die Macht in Athen zu sichern. Hierbei konnte sich Peisistratos auf die Unterstützung seiner Stasis, der Hyperakrioi, verlassen, die ihn bei allen seinen drei Anläufen unterstützt hat. Auch seine beiden Gegenspieler Lykurgos und Megakles waren Anführer einer Stasis. Lykurgos war der Anführer der Pediakoi und Megakles der der Paraloi.

Was sind überhaupt Stasis, was ist das besondere an diesen Gruppierungen und wodurch werden sie geprägt? Das sollen die zentralen Fragen dieser Seminararbeit sein neben der Frage nach den drei schon erwähnten Stasisgruppierungen und ihren Gemeinsamkeiten und Unterschieden.

Dazu wird erst die Situation in Athen vor der ersten Machtergreifung Peisistratos’ und während dieser dargestellt. Eine Erläuterung des Begriffes der Stasis ist auch kurz notwenig um die hier verwendete Bedeutung von anderen abzugrenzen. Der ausführlichste und längste Teil dieser Seminararbeit wird sich den der Stasis selber widmen, sie getrennt beschreiben und Vergleiche anstellen. Wobei hier der Schwerpunkt auf den Hyperakrioi von Peisistratos liegen wird weil diese Gruppierung in den Quellen und somit auch in der Forschungsliteratur die meiste Beachtung findet.

Die Quellenlage zu dem Thema ist eindeutig. Peisistratos findet erstmals Erwähnung in Herodots „Neun Büchern der Geschichte“. Diese Quelle berichtet über ihn ein Jahrhundert nach seiner Lebzeit und die Ereignisse werden nach mündlicher Überlieferung erstmalig niedergeschrieben. Herodot findet auch in dieser Seminararbeit Berücksichtigung. Anders ist es mit Aristoteles und seiner „Athenaion politeia“. Diese Quelle wird nicht direkt berücksichtigt weil Aristoteles sich hauptsächlich auf Herodot beruft aber auch Aspekte hinzufügt bzw. verfremdet. Wo ein Autor der Forschungsliteratur direkt auf Aristoteles zu sprechen kommt, soll dieses aber trotzdem nicht unberücksichtigt bleiben.

Die Forschungsliteratur zu der zeit des Peisistratos ist als gut zu bewerten. Es sind viele vorzügliche Werke erschienen aber kaum ein Werk hat sich auch nur teilweise mit dem Thema dieser Seminararbeit direkt beschäftigt. Am ausführlichsten sind Helmut Berve Michael, Stahl und Loretana de Libero in ihren hier verwendeten Werken auf die Stasis eingegangen, wobei Berve und de Libero oft anderen Autoren widersprechen. Wo dieser Widerspruch gravierend ist, wird er natürlich auch hervorgehoben.

2. Die Situation in Athen vor und bei Peisistratos’ erster Machtergreifung

Durch das Bevölkerungswachstum in Athen und der dadurch bedingten Wertsteigerung des Grund und Bodens in Athen kam es um 700 v. Chr. zu einer Vergrößerung der Schere zwischen Adel und Demos. „Die Ursachen der Not der kleinen Bauern lagen zweifellos vor allem in er aus dem erbrecht resultierenden Parzellierung des Bodens sowie im Schuldrecht.“[1] Durch das Reformwerk des Archonten Solon im Regierungsjahr 594 / 93 wurde die Polis Athen wieder konsolidiert aber die politischen und gesellschaftlichen Strukturen wurden nicht radikal verändert.[2] „Gravierende Missstände wurden beseitigt, doch blieb die Parzellierung größerer Teile des anbaufähigen Bodens bestehen, so dass die kleinen Bauern sich weiterhin großen wirtschaftlichen Schwierigkeiten ausgesetzt sahen.“[3]

Nach Solon war das Amt des Archonten wieder heftig umkämpft. Aus unbekannten Gründen wurde mehrfach keine Wahl durchgeführt. Der im Jahr 582/81 gewählte Archont Damasis trat nach Ablauf seiner Amtszeit nicht zurück und wieder daraufhin im Jahr 580/79 gestürzt.[4]

Durch diese Umstände war „die Gefahr, dass die Polis unter die Gewaltherrschaft eines einzelnen Mannes gerate, [...] im letzten Drittel des 6. Jahrhunderts größer geworden als je.“[5] „Die Situation in Athen [...] [war] von Rivalitäten führender Aristokraten gekennzeichnet.“[6] Zur Machtvergrößerung gründeten die Adeligen Gruppierungen, so genannte Stasis. Es schlossen sich ihnen vor allem lokal ansässige Bauern an, die den generellen Wunsch nach einer Steigerung der Lebensbedingungen hatten.[7]

Über Peisistratos Kindheit und Jugend ist nichts bekannt. Sein Vater Hippokrates erhielt vor seiner Geburt von einem Seher den Rat kein Kind zu zeugen „und hätte er einen Sohn, so solle er ihn verstoßen.“[8] Sein politisches Wirken begann in den sechziger Jahren mit der Bekleidung des Amtes des Polemarchos. Im Kampf gegen Megara zeichnete er sich durch die Eroberung des Hafens der Stadt Nisaia aus. Auch fiel er positiv durch andere Kriegstaten auf, vor allem eroberte er die Insel Salamis von den Megarern zurück.[9] „Jedenfalls aber trug der Ruhm, den Peisistratos durch seine militärischen Erfolge gewann, zur Stärkung seiner Stellung in der Heimat bei.“[10]

Noch vor dem Jahr 560 hatten sich in Athen zwei Stasis gebildet, die Pediakoi, Leute aus der Ebene, und die Paraloi, Küstenbewohner, die miteinander um die Vorherrschaft in Athen im Streit lagen. Herodot schreibt durch den Verlauf der Geschichte beeinflusst, dass Peisistratos „es darauf absah, sich zum Tyrannen des Landes zu machen, und darum eine dritte Partei unter sich sammelte.“[11] Um die Macht in Athen an sich zu reißen, täuschte er einen Angriff durch seine Gegner vor und ließ vor der Volksversammlung eine Leibwache beantragen. Mit dieser Leibwache und seinen Anhängern besetzte er die Akropolis und erlangte so die Macht in Athen. Weil ihm die Mittel fehlten regierte er gemäß der Verfassung und nicht tyrannisch, wurde aber trotzdem kurz nach seiner Machtübernahme von Megakles und Lykurgos, die sich zusammengetan hatten, gestürzt.[12]

3. Der Begriff der Stasis

Der Begriff der Stasis findet bei Stahl nähere Erläuterung und soll auch hier nicht fehlen. Bei Herodot und in der archaischen Lyrik gibt es für den Begriff zwei Bedeutungen. Ursprünglich wird damit die „Auseinandersetzung zweier oder mehrerer sozialer Gruppierungen in der Gemeinde verstanden.“[13]. Allerdings werden in den Quellen auch die in Konflikt stehenden Gruppen selber so bezeichnet. In dieser Seminararbeit ist mit dem Begriff aber immer die Gruppe gemeint.[14]

Die Stasis haben sich vor allem aus Initiative ihrer Führer her gegründet. Besonders deutlich wird das an den Hyperakrioi von Peisistratos. Dessen Ziel es war „sich zum Tyrannen des Landes zu machen, und darum eine dritte Partei unter sich sammelte.“[15]. Peisistratos gründete die Stasis und traf alle Entscheidungen aufgrund seiner persönlichen Interessen. Auch für die beiden anderen Stasis ist nichts anderes herauszufinden. Sie werden zwar alle drei bei Herodot zuerst namentlich genannt, später ist dann aber nur noch die Sprache von ihren Führern.[16]

In ihrer Zusammensetzung sind die Stasis nicht fest. Ihre Mitstreiter variieren vor allem in der Teilnehmerzahl und sicher auch in den Personen., so dass gerade die Stasis am mächtigsten ist, die die meisten und mächtigsten Personen hinter sich vereinigen kann. So kommt es auch zu den drei Machtergreifungen Peisistratos’, bedingt durch die wechselnde Stärke seiner Stasis. Zwischen den Machtergreifungen geht Peisistratos mindestens einmal ins Exil, seine Stasis löst sich aber nicht auf, so „dass die Auflösung einer [...] Stasis im Grunde mit der Ausschaltung ihrer führenden Persönlichkeit identisch ist.“[17] Es lässt sich also festhalten, dass die Stasis allein zu dem Zweck des Machterwerbs und Machterhalts ihrer Führer dienen.[18]

4. Die drei Stasis in Athen

4.1. Die Leute aus der Ebene (Pediakoi) und die Küstenbewohner (Paraloi)

Herodot unterscheidet die Stasis nur durch ihre Führer und durch die Gegend aus der sie kommen und nach der sie ihren Namen bekommen haben. Führer der Pediakoi ist Lykurgos und der Paraloi Megakles.[19] Bei Aristoteles wird dann den Gruppen noch das Streben nach einer bestimmten Staatsform zugeordnet. Die Pediakoi streben laut Aristoteles nach einer Oligarchie und die Paraloi nach einer mittleren Verfassungsform.[20]

Die Abgrenzungen der regionalen Aufteilungen der Gruppierungen sind „strittig, doch lassen die geographischen Bezeichnungen nicht auf tiefgreifende Unterschiede in der Bevölkerungs- und Wirtschaftsstruktur dieser Zonen schließen. Es gab in allen Regionen nicht nur gute und schlechte Böden sowie große Küstenstreifen, sondern auch Landbesitz in der unterschiedlichsten Größenordnung.“[21]

Die Pediakoi stammen ihrem Namen nach aus der Kephissosebene rund um Athen. Sie stellen den alten Eupatridenadel dar, der durch die Reformen Solons Teile seiner Macht eingebüßt hat und jetzt versucht die neu dafür zugelassen Schichten wieder aus dem Amt des Archonten zu drängen. Man kann sie als Konservative betrachten , die den alten zustand vor Solon wiederherstellen wollen und sie wirtschaftlich als Getreide produzierende Grundbesitzer beschreiben. Die Paraloi sind die Bevölkerung der Küste, dadurch waren sie vor allem mit Seefahrt, Handel und Fischfang beschäftigt. Auch gehörten städtische Gewerbetreibende der Gruppierung an. Als Vertreter der mittleren Verfassungsform wurden sie bezeichnet, da sie die Profiteure von den Reformen des Solons waren und so auch seine Änderungen in der Polis beibehalten wollten.[22]

4.2. Die Bewohner der Gebiete jenseits des Gebirges (Hyperakrioi)

Peisistratos wird von Herodot als „Führer des Bergvolkes“[23] bezeichnet. In diesen ostattischen Gebirgsland lebten vor allem Bauern, arme Hirten und Tagelöhner. Aber auch Zugezogene, in der Stadt Handel und Gewerbe Treibende, städtische Besitzlose und Aristokraten gehörten zu den Hyperakrioi. Peisistratos soll einer Verfassung zu Gunsten des einfachen Volkes zugestrebt haben also eher einer Frühform der Demokratie.[24]

Um die verschiedene Stasis voneinander abzutrennen und zu qualifizieren hat Aristoteles die Angaben des Herodot noch um den Punkt der angestrebten Verfassung erweitert. Dieser Punkt wird in der Forschung eindeutig als Konstrukt der im 4. Jahrhundert aktuellen politischen Diskussion gewertet. Aristoteles hat vor seinem Hintergrund eine Wertung der Stasis vorgenommen. Es ist zu bezweifeln, ob die Gesellschaft des 6. Jahrhunderts nach einem Bild der idealen Verfassung gestrebt hat, d.h. ob sie überhaupt schon gesehen hat, dass so etwas möglich ist.[25]

In den Unterscheidungen der Stasis werden auch immer die verschiedenen wirtschaftlichen Interessen angesprochen. Die Hyperakrioi seien die verarmten Bergbewohner, die Pediakoi vor allem Getreidebauern und die Paraloi Seefahrer und Händler. Solon hat zwar die Grundlagen in Athen für ein Wachstum von einer fast komplett agrarischen Gesellschaft zu einer Expansion von Handel und Gewerbe gelegt, nur ging diese Expansion langsam vonstatten, so dass dieser ökonomische Fortschritt erst in der zweiten Hälfte des 6. Jahrhunderts einsetzt und so in die Herrschaftszeit von Peisistratos und nicht in die Zeit seiner drei Machtergreifungen fällt.[26]

Die Bezeichnungen Herodots für die drei Stasis sind Bezeichnungen für Landschaften. Ist damit jetzt aber gemeint, dass die Stasis komplett aus diesen Gebieten kommen oder dass nur ihr Führer aus diesem Gebiet kommt. Am Beispiel von Peisistratos lässt sich dieses gut festmachen, denn „um die macht in Athen an sich zu reißen [...]genügte [...] nicht sein regionaler Anhang.“[27] Bei seiner ersten Machtergreifung benötigte er die Mehrheit in der Volksversammlung in Athen zur Bewilligung einer Leibwache. Die Mehrheit konnte er nicht nur durch die Hyperakrioi erlangen. Er benötigte auch Unterstützung in anderen Gebieten und in Athen selber. Deutlicher wird es bei seiner dritten Machtergreifung als er Zulauf aus den ländlichen Gebieten außerhalb des Gebietes der Hyperakrioi obwohl schon das attische Aufgebot gegen ihn mobilisiert worden war. Man kann also sagen, dass die Bezeichnungen der Stasis höchstens für den Wohnsitz ihrer Führer Bestand haben aber nicht viel damit zu tun haben welche Bevölkerungsschichten sich hinter ihren Führern versammelt haben.[28]

Würde die Anhängerschaft des Peisistratos nur oder größtenteils aus dem ärmeren Bevölkerungsschichten stammen, hätte er nach seiner endgültigen Machtergreifung seine Tyrannis auf ihre Bevorzugung ausgerichtet. So jedenfalls argumentiert Kolb[29] und versucht es an der Bau-, Religions- und Kulturpolitik nachzuweisen. Er kommt zu dem Ergebnis, dass „die Baupolitik des Tyrannen [...] nicht als Zeugnis für ein bestimmtes politisches und soziales Programm herangezogen werden [kann].“[30] Der Grund dafür ist vor allem, dass man „nicht ein einziges Bauwerk mit Sicherheit in die Regierungszeit des Peisistratos datieren“[31] kann. Die verwirrende Chronologie der Regierungsphase des Peisistratos einerseits und die nicht mögliche genaue Datierung der Bauten andererseits machen eine Einordnung seiner Baupolitik unmöglich. Durch diese Unauffälligkeit seiner Baupolitik lässt sich nur sagen, dass er weder den Adel noch das Volk bevorzugt hat, denn sonst wäre der einseitige Ausbau der Stadt aufgefallen.[32]

Einer der wichtigsten Götter für den Demos in der Archaik war Dionysos. Die Förderung des Dionysoskult wäre also für Peisistratos eine logische Konsequenz gewesen um seine Anhängerschaft zufrieden zu stellen. Allerdings war dieser Kult schon in vielen Polis zum wichtigsten Kult geworden, so dass es keine besondere Förderung bedurft hätte, damit er besonders aufgefallen wäre. Peisistratos’ Absicht in Förderung des Dionysoskultes lagen aber ganz woanders: „Nicht die Förderung einer Religion des niederen Volkes war sein Motiv, sondern – wie im Fall der Athena – die Bindung der Bevölkerung an das Tyrannenhaus mittels Förderung eines dem Herrscher besonders nahe stehenden Gottes.“[33] Er förderte den Kult also nicht für das Volk sondern für sich selber.[34]

Auch die „kulturellen Bemühungen hatten eindeutig die Mehrung des Ruhmes von Tyrannenhaus und Stadt zum Ziel.“[35] Eine Förderung des Dramas durch Peisistratos ist nicht erkennbar. Zu einer Blüte der Vasenmalerei mit Motiven des Dionysos kam es während der Herrschaftszeit der Peisistratiden. Sie kann aber „als künstlerisches Phänomen nicht auf eine ‚Kulturpolitik“ der Tyrannen zurückgeführt werden,“[36] sondern ging Hand in Hand mit einem inneren Frieden in Athen und er Intensivierung des Außenhandels wo attische Vasen ein sehr beliebtes Handelsobjekt waren. Da, wie schon erläutert, der Dionysoskult sehr beliebt war, war er auch Hauptmotiv der Töpfer um möglichst viele Kunden anzusprechen.[37] Die Politik des Peisistratos war also nicht auf die Anhängerschaft seiner Stasis ausgerichtet, sondern ganz alleine auf sich selber und auf den Erhalt seiner Macht.[38]

5. Schlussbetrachtung

Die Stasis in Athen zur Zeit des Peisistratos waren komplett auf ihrer Führer ausgerichtet. Er bestimmte das Handeln. Die Zuordnung der Stasis nach bestimmten geografischen Regionen bedeutet nicht, dass die Anhängerschaft einzig aus dieser Region stammt. Sie bedeutet vielmehr, dass der Führer der Stasis seinen Wohnsitz in dieser Region gehabt hat. Auch variierten die Stasis stark in der Zahl ihrer Anhänger, so dass immer die Stasis die Macht hatte, die die meisten Anhänger hinter sich sammeln konnte, jedenfalls solange bis es Peisistratos gelungen war seine Tyrannis durchzusetzen. Die Differenzierung der Stasis nach ihrer angestrebten Verfassung wurde von Aristoteles vorgenommen und ist wohl mehr in dem Zusammenhang mit seiner Zeit zu sehen als mit den Stasis selber. Er hatte den Stasis Begriffe zugeschrieben, die es zu ihrer Zeit noch nicht, zu seiner allerdings gab. Die Quellenlage zu den Stasis allgemein ist ziemlich dürftig, so dass hauptsächlich Aussagen zu der Stasis des Peisistratos getroffen werden konnten, die aber auch die wichtigste ist. Dass die Stasis nur allein zum Zwecke des Machterwerbs und Machterhalts ihres Führers dienen, hat man dann an der Politik des Peisistratos nach der Festigung seiner Tyrannis gesehen. Er hat keine Politik speziell zu Gunsten seiner Anhänger gemacht. Sollte seine Anhängerschaft nun nicht nur aus der armen Bevölkerung bestanden haben, muss diese Frage offen gehalten werden und allgemein festgehalten werden, dass der Tyrann vor allem Politik zu seinem eigenen Gunsten gemacht hat.

Bibliografie:

Quellen:

Herodot: Neun Bücher der Geschichte, Übersetzung von Heinrich Stein, bearbeitet und ergänzt von Wolfgang Stammler, Essen o.J.

Forschungsliteratur:

Berve, Helmut: Die Tyrannis bei den Griechen, München 1967.

Kolb, Frank: Die Bau-, Religions- und Kulturpolitik der Peisistratiden, in: JDAJ, 92, 1977, S. 99 – 138.

Libero, Loretana de: Die archaische Tyrannis, Stuttgart 1996.

Stahl, Michael: Aristokraten und Tyrannen im archaischen Athen. Untersuchungen zur Überlieferung, zur Sozialstruktur und zur Entstehung des Staates, Stuttgart 1987.

Welwei, Karl-Wilhelm: Die griechische Polis: Verfassung und Gesellschaft in archaischer und klassischer Zeit, 2., durchges. und erw. Auflage, Stuttgart 1998.

[...]


[1] Welwei, Karl-Wilhelm: Die griechische Polis: Verfassung und Gesellschaft in archaischer und klassischer Zeit, 2., durchges. und erw. Auflage, Stuttgart 1998, S.141.

[2] Vgl. ebd., S. 141 -152.

[3] Ebd., S. 152.

[4] Vgl. Welwei, Karl-Wilhelm: Die griechische Polis: Verfassung und Gesellschaft in archaischer und klassischer Zeit, 2., durchges. und erw. Auflage, Stuttgart 1998, S. 152.

[5] Berve, Helmut: Die Tyrannis bei den Griechen, München 1967, S. 43.

[6] Libero, Loretana de: Die archaische Tyrannis, Stuttgart 1996, S.54.

[7] Vgl. ebd., S. 55.

[8] Hdt. I 59.

[9] Vgl. Berve, Helmut: Die Tyrannis bei den Griechen, München 1967, S.45.

[10] Ebd.

[11] Hdt. I 59.

[12] Vgl. Welwei, Karl-Wilhelm: Die griechische Polis: Verfassung und Gesellschaft in archaischer und klassischer Zeit, 2., durchges. und erw. Auflage, Stuttgart 1998, S. 153 – 154.

[13] Stahl, Michael: Aristokraten und Tyrannen im archaischen Athen. Untersuchungen zur Überlieferung, zur Sozialstruktur und zur Entstehung des Staates, Stuttgart 1987, S.60.

[14] Vgl. ebd., S. 60 – 61.

[15] Hdt. I 59.

[16] Vgl. Stahl, Michael: Aristokraten und Tyrannen im archaischen Athen. Untersuchungen zur Überlieferung, zur Sozialstruktur und zur Entstehung des Staates, Stuttgart 1987, S.61 – 62.

[17] Stahl, Michael: Aristokraten und Tyrannen im archaischen Athen. Untersuchungen zur Überlieferung, zur Sozialstruktur und zur Entstehung des Staates, Stuttgart 1987, S. 64.

[18] Vgl. ebd., S. 61 – 64.

[19] Vgl. Hdt. I 59.

[20] Zu den angestrebten Verfassungen später mehr.

[21] Welwei, Karl-Wilhelm: Die griechische Polis: Verfassung und Gesellschaft in archaischer und klassischer Zeit, 2., durchges. und erw. Auflage, Stuttgart 1998, S. 153.

[22] Vgl. Stahl, Michael: Aristokraten und Tyrannen im archaischen Athen. Untersuchungen zur Überlieferung, zur Sozialstruktur und zur Entstehung des Staates, Stuttgart 1987, S. 70.

[23] Hdt. I 59.

[24] Vgl. Stahl, Michael: Aristokraten und Tyrannen im archaischen Athen. Untersuchungen zur Überlieferung, zur Sozialstruktur und zur Entstehung des Staates, Stuttgart 1987, S. 70 – 71.

[25] Vgl. ebd., S. 66 + 72.

[26] Vgl. Stahl, Michael: Aristokraten und Tyrannen im archaischen Athen. Untersuchungen zur Überlieferung, zur Sozialstruktur und zur Entstehung des Staates, Stuttgart 1987, S. 72 – 73.

[27] Welwei, Karl-Wilhelm: Die griechische Polis: Verfassung und Gesellschaft in archaischer und klassischer Zeit, 2., durchges. und erw. Auflage, Stuttgart 1998, S. 153.

[28] Vgl. ebd. und Stahl, Michael: Aristokraten und Tyrannen im archaischen Athen. Untersuchungen zur Überlieferung, zur Sozialstruktur und zur Entstehung des Staates, Stuttgart 1987, S. 73 – 74.

[29] Kolb, Frank: Die Bau-, Religions- und Kulturpolitik der Peisistratiden, in: JDAJ, 92, 1977, S. 99 – 138.

[30] Ebd., S. 108.

[31] Kolb, Frank: Die Bau-, Religions- und Kulturpolitik der Peisistratiden, in: JDAJ, 92, 1977, S. 108.

[32] Vgl. ebd., S. 101 – 108.

[33] Ebd., S. 130.

[34] Vgl. ebd., S. 118 - 130.

[35] Ebd., S. 134.

[36] Ebd., S. 135.

[37] Vgl. ebd., S. 133 -1 35.

[38] Vgl. ebd., S. 137 – 138.

12 von 12 Seiten

Details

Titel
Die drei Stasis im archaischen Athen zur Zeit des Peisistratos
Hochschule
Technische Universität Chemnitz
Veranstaltung
PS Die Tyrannen im archaischen Griechenland
Note
3
Autor
Jahr
2004
Seiten
12
Katalognummer
V108918
Dateigröße
422 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Stasis, Athen, Zeit, Peisistratos, Tyrannen, Griechenland
Arbeit zitieren
Björn Gieseler (Autor), 2004, Die drei Stasis im archaischen Athen zur Zeit des Peisistratos, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/108918

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