Behindertenhilfeorganisation - Praxisbericht


Praktikumsbericht / -arbeit, 2004

63 Seiten


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Inhaltsangabe

Personalien des Praktikanten

Angaben zur Fachhochschule und zum Studium

Angaben zum Praktikum

Caritas Mecklenburg e. V.

Gestaltete Urlaubsfreizeit

Finanzierung der gestalteten Urlaubsfreizeit

Entwicklung der gestalteten Urlaubsfreizeiten in Mecklenburg Vorpommern bei der Caritas Mecklenburg e.V.

Gestaltete Urlaubsfreizeit geistig Behinderte in Lobbe auf Rügen

Gestaltete Urlaubsfreizeit körperlich Behinderter in Parchim im Juli

Gestaltete Urlaubsfreizeit körperlich Behinderter in Parchim im August

Allgemeines zur Evaluation

Methoden der Evaluation

Methodenwahl

Die Entwicklung der Evaluationsfragebögen

Evaluationsfragebogen an die Angehörigen von Menschen mit Behinderung

Auswertung des ersten Evaluationsdurchgangs
1. Ergebnisse des Frageblockes „vor der Reise“
2. Ergebnisse des Frageblockes „zu Reisebeginn“
3. Ergebnisse des Frageblockes „Meine Erwartungen vor Beginn der Freizeit“
4. Ergebnisse des Frageblockes „Allgemeines zur Freizeit“
5. Ergebnisse des Frageblockes „Zu den professionellen Betreuern der Freizeit“
6. Ergebnisse des Frageblockes „Zu meiner Person in der Freizeit“
7. Ergebnisse des Frageblockes „Zu meinem Angehörigen mit Behinderung in der Freizeit“
8. Ergebnisse des Frageblockes „nach Reiseende“
9. Ergebnisse der „Anmerkungen/ kritische Würdigung“

Evaluationsfragebogen an die HelferInnen von Menschen mit Behinderung

Auswertung des zweiten Evaluationsdurchgangs
1. Ergebnisse des Frageblocks „zu Reisebeginn“
2. Ergebnisse des Frageblocks „Allgemeines zur Freizeit“
3. Ergebnisse des Frageblocks „Zu meiner Person in der Freizeit“
4. Ergebnisse des Frageblocks „Zu den Menschen mit Behinderung in der Freizeit“
5. Ergebnisse des Frageblocks „nach Reiseende“
6. Ergebnisse der „Anmerkungen/ kritische Würdigung“

Evaluationsfragebogen an die Menschen mit Behinderung zur Freizeit

Auswertung des dritten Evaluationsdurchgangs

Evaluation der Menschen mit Behinderung
1. Ergebnisse des Frageblocks „vor der Reise“
2. Ergebnisse des Frageblocks „zu Reisebeginn“
3. Ergebnisse des Frageblocks „Meine Erwartungen vor Beginn der Freizeit“
4. Ergebnisse des Frageblocks „Allgemeines zur Freizeit“
5. Ergebnisse des Frageblocks „Zu den professionellen Betreuern der Freizeit“
6. Ergebnisse des Frageblocks „Zu meiner Person in der Freizeit“
7. Ergebnisse des Frageblocks „nach Reiseende“
8. Ergebnisse der „Anmerkungen/ kritische Würdigung“

Evaluationsfragebogen der HelferInnen

Evaluation der HelferInnen
1. Ergebnisse des Frageblocks „vor der Reise“
2. Ergebnisse des Frageblocks „zu Reisebeginn“
3. Ergebnisse des Frageblocks „Allgemeines zur Freizeit“
4. Ergebnisse des Frageblocks „Zu meiner Person in der Freizeit“
5. Ergebnisse des Frageblocks „Zu den Menschen mit Behinderung in der Freizeit“
6. Ergebnisse des Frageblocks „nach Reiseende“
7. Ergebnisse der „Anmerkungen/ kritische Würdigung“

Fazit der Evaluationen

Personalien des Praktikanten

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Angaben zur Fachhochschule und zum Studium

Fachhochschule Evangelische Fachhochschule Berlin

Postanschrift Postfach 37 02 55 14132 Berlin

Studiengang Sozialpädagogik

Schwerpunkt Hilfe und Beratung

Studiendauer vom SS 2001 bis zum WS 2004/ 2005

Angaben zum Praktikum

Praktikumsdauer vom 01.06.2004 bis zum 16.09.2004

Semester des Praktikums 7

Ort des Praktikums Caritas Mecklenburg e.V. Kreisverband Rostock

Praktikumsanleiter Herr Kakowski

Caritas Mecklenburg e. V.

Die Caritas Mecklenburg e. V., die ein eigenständig wirtschaftender Kreisverband ist und zum Bistum Hamburg gehört, bietet u.a. Ambulante Behindertenhilfe an.

Die Dienstleistung der Caritas Mecklenburg e. V. besteht aus:

1. Familienentlastender Dienst

(flexible ambulante Hilfe zur Bewältigung von Alltagsproblemen bei der Betreuung eines Kindes, Jugendlichen oder jungen Erwachsenen mit Behinderung wozu Betreuung, Beratung, Freizeit- und Feriengestaltung gehören)

2. Ambulante Behindertenhilfe

(Hilfen für körperbehinderte & geistig behinderte Menschen und deren Angehörige wozu Beratung, Hilfsmittelberatung, Freizeitmaßnahmen und Treffen von Behinderten-Gruppen gehören)

etc.

Diese Dienstleistungen lassen sich zudem in Aufgabengebiete aufteilen. Zu den Aufgaben gehören. :

- tägliche Gruppenarbeit (Integrationshilfe),
- individuelle Betreuung,
- Beratung/ Begleitung Angehöriger behinderter Menschen und
- Gestaltete Urlaubsfreizeit.

Die gestaltete Urlaubsfreizeit, die eine meiner Hauptaufgaben war, werde ich im folgenden näher beschreiben.

Gestaltete Urlaubsfreizeit

Ziel einer gestalteten Urlaubsfreizeit ist es, Familienangehörigen die Möglichkeit zu geben Zeit für sich zu nehmen & Kraft zu schöpfen. Menschen mit Behinderung hingegen sollen einen abwechslungsreichen Gruppenurlaub erleben.

Die sozialpädagogischen Aufgaben sind hierbei:

- Organisation der Freizeitgestaltung (für die kulturelle und gesellschaftliche Teilnahme),
- Einzelfallarbeit und
- Soziale Gruppenarbeit.

Neben den sozialpädagogischen Aufgaben sind solche einer Heilerzieherin bzw. eines Heilerziehers ebenfalls wahrzunehmen.

Zu diesen Aufgaben zählen:

- Hilfe und Unterstützung für den Behinderten in allen Anforderungen des Alltages, die er selbst nicht erledigen kann, Erziehen zur Selbständigkeit,
- Sorgen für Hygiene und Bekleidung des Behinderten,
- Registrierung, Verwaltung, Bestellung und Ausgabe von Medikamenten nach Verordnung und
- Zusammenarbeit mit den Angehörigen Behinderter

Finanzierung der gestalteten Urlaubsfreizeit

Aufwendungen der Pflegekasse (max. 432,- EUR/ Jahr bzw. 4 Wochen/ Jahr gem. § 39 SGB XI) ein Zuschuss vom Bistum Hamburg sowie Selbstkostenbeiträge decken Kosten der:

- Unterkunft
- Fahrt
- Verpflegung
- Freizeitgestaltung
- Helferaufwandsentschädigung &
- der Verwaltungsumlage (zur Finanzierung des Landesverbands)

ab.

Entwicklung der gestalteten Urlaubsfreizeiten in Mecklenburg Vorpommern bei der Caritas Mecklenburg e.V.

Im Jahre 1977 arbeiteten Verantwortliche der Caritas Mecklenburg e.V. daran, Urlaub für Menschen mit Behinderung, anzubieten. Dies war ein schwieriges Unterfangen, da die DDR- Regierung wusste Menschen mit Behinderung zu benachteiligen. Abgesehen davon, dass Menschen mit Behinderung kaum in die Arbeitswelt integriert wurden, in üblen Altenheimen leben mussten und Hilfsmittel kaum vorhanden waren, gab es zu der Zeit noch keine gestaltete Urlaubsfreizeit für Menschen mit Behinderung. Ebenso beschwerlich war es eine geeignete Unterkunft für die erste Freizeit zu finden. Zudem galt es genügend HelferInnen, die den Menschen mit Behinderung während der Freizeit behilflich sein sollten, zu mobilisieren. Letztendlich fand die aller erste Freizeit im Sommer in Sternberg statt. Obgleich die Unterkunft nicht behindertengerecht war, empfanden die TeilnehmerInnen trotz erschwerter Bedingungen das Angebot attraktiv. Die Attraktivität des Angebots lag hauptsächlich an der menschlichen Vergnügtheit im Miteinander, sowie dem Erleben diverser Ausflüge und Gruppenaktivitäten. Aufgrund der positiven Resonanz fand im folgenden Jahr im Herbst eine weitere Freizeit in Rerik statt. Fünf Jahre später bot es sich an, eine Freizeit im Karmeliterkloster in Birkenwerder erfolgen zu lassen. 1991 wurde dann, aufgrund reger Teilnahme der gestalteten Urlausfreizeit für Behinderte, eine zweite gestaltete Urlaubsfreizeit in Sternberg angeboten. Aufgrund der veränderten politischen Gegebenheiten fand zudem eine Freizeit in Holland statt. Ferner veränderten sich die gegebenen Örtlichkeiten der Freizeiten. Anstelle von Sternberg und Rerik wurde Dranse/ Kuhlmühle angepeilt. An diesem Ort war es möglich einer größeren Gruppe die Gelegenheit zu bieten Urlaub zu nehmen. Des weiteren fanden einige TeilnehmerInnen Geschmack an Freizeiten außerhalb Deutschlands. So bot die Caritas Mecklenburg e.V. Freizeiten z.B. nach Grenaa in Dänemark, Lohhorst in Holland und Schillig an der Nordseewaren an. 1997 fand ein erneuter Ortswechsel statt. Anstelle von Dranse/ Kuhlmühle trat bis dato Parchim als behindertengerechter Urlaubsort.[1]

Gestaltete Urlaubsfreizeit geistig Behinderte in Lobbe auf Rügen

An meiner ersten gestalteten Urlaubsfreizeit u.a. mit geistig Behinderten in Lobbe auf Rügen nahmen im Juni insgesamt 16 geistig behinderte Menschen, drei Angehörige geistig behinderter Menschen sowie acht HelferInnen teil.

Viele geistig behinderte Menschen hatten das Down Syndrom, welches mit einer auf 650 Geburten die häufigste durch eine Chromosomenstörung verursachte Erkrankung ist. Bei Menschen mit dem Down-Syndrom ist das Chromosom Nr. 21 oder ein Teil davon dreifach statt üblicherweise zweifach in jeder Zelle vorhanden (Trisomie 21). Neben dem charakteristischen äußeren Erscheinungsbild, einer Verzögerung der motorischen Entwicklung und einer sehr variabel ausgeprägten Intelligenzminderung, haben Menschen mit Down-Syndrom gehäuft Herzfehler, Fehlbildungen im Magen-Darm-Trakt, Seh- und Hörstörungen oder auch Leukämie.[2]

Einige von den TeilnehmerInnen erlitten einen frühkindlichen Hirnschaden. Als frühkindlicher Hirnschaden wird eine Schädigung des Zentralnervensystems zwischen dem sechsten Schwangerschaftsmonat und dem dritten bis sechsten Lebensjahr bezeichnet. Häufigste Ursache ist Sauerstoffmangel während oder unmittelbar nach der Geburt. Als Folge können verschiedene Hirnfunktionen dauerhaft beeinträchtigt sein. Die Folgen reichen von Verhaltensauffälligkeiten über eine so genannte "minimale zerebrale Dysfunktion" bis hin zu schweren spastischen Lähmungen und Krampfleiden.[3]

Andere Menschen wiederum sind leicht geistig behindert gewesen. Hierunter versteht man eine leichte Intelligenzminderung, F70, auch "Debilität" genannt. Der IQ eines leicht geistig behinderten Menschen liegt zwischen 50-69, wobei das maximal erreichbare Intelligenzalter 15 Jahre beträgt. Intelligenzminderung geringer Ausprägung führt zu Schwierigkeiten im Aneignen von Kenntnissen sowie beim Handeln und Denken (bedingt durch Konzentrationsstörungen oder Gedächtnisschwäche), beschränktes Interesse und eine verzögerte intellektuelle Reife. Betroffene sind schulbildungsfähig, meist allerdings nur in Sonderschulen.[4]

Zudem leiden ein paar geistig Behinderte an spastischer Lähmung. Ursachen spastischer Lähmungen sind vor allem angeborene oder frühkindlich erworbene Hirnschädigungen. Hauptanzeichen sind Geh- u. a. Bewegungsstörungen sowie Sprach-, Seh- und Hörschäden.[5]

Eine der TeilnehmerInnen litt an Epilepsie. Die Teilnehmerin hatte wiederholte, zumeist unprovozierte, epileptische Anfälle, wobei ein epileptischer Anfall durch die plötzliche, zeitlich begrenzte, rhythmische und synchrone Entladung eines neuronalen Zellverbandes, maximal des gesamten Gehirnes charakterisiert ist.[6]

Die Ferienanlage Lobbe beherbergte unsere Gruppe in einem Landhaus in Doppeltbettzimmern mit Halbpension.

Nachdem dafür Sorge getragen wurde, dass sich die Schutzbefohlenen, also die geistig behinderten Menschen, in ihren Zimmern einrichteten, fand eine Kennenlernrunde statt. Die Runde erstreckte sich weitgehend in der Vorstellung der eigenen Person. Gemeinschaftlich wurde sodann beschlossen, welche Aktivitäten in den nächstfolgenden Tagen unternommen werden sollten. Es wurde beschlossen, dass bei gutem Wetter Ausflüge in die nähere Umgebung unternommen werden sollten und zuweilen ein Eis gegessen werden konnte. Diese Pläne wurden in den folgenden Tagen weitgehend in die Tat umgesetzt. Abschluss der Freizeit bildete neben einem Tanzabend ein Sportfest zur körperlichen Ertüchtigung.

Neben all den Gruppenaktivitäten, und damit einhergehend den Eindrücken der Insel Rügen, lernte ich vor allen Dingen den Umgang mit den geistig behinderten Menschen, deren Angehörigen und das gepflegte Miteinander der HelferInnen kennen.

Die Menschen mit geistiger Behinderung haben mir das Gefühl vermittelt, vorbehaltlos akzeptiert zu werden. Sie lebten ohnehin eher mit dem Herzen als mit dem Verstand, was den Umgang mit ihnen im Schnitt, durch offene Freundlichkeit, leicht gemacht hat. Zuweilen war, meinen Erfahrungen zufolge, eine besondere Sensibilität der HelferInnen gefordert, da es nicht ausblieb, dass einige TeilnehmerInnen, so wie sie freundlich waren, auch ungeniert ihre Wut oder Trauer zum Ausdruck brachten.

Bei den Angehörigen war auffallend, das der Schrecken über die Geringschätzung bzw. Ablehnung der DDR- Regierung in Bezug auf die geistig Behinderten offene Wunden hinterlassen hatte und eine Kampfeshaltung der Angehörigen heraufbeschwor. Nach Aussagen einer Angehörigen, nahm lediglich die Kirche ihre soziale Verantwortung dergestalt war, als dass sie den Menschen mit Behinderung sowie den Angehörigen Seelsorge anbot. Ferner erfuhr ich von einem Heim für behinderte Menschen, das sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart für Unzufriedenheit und Unmut bei den Angehörigen, wie auch den HeimbewohnerInnen, sorgte bzw. sorgt.

Zwischen den HelferInnen herrschte gepflegter Umgang.

Gestaltete Urlaubsfreizeit körperlich Behinderter in Parchim im Juli

An meiner zweiten gestalteten Urlaubsfreizeit u.a. mit körperlich Behinderten in Parchim nahmen im Juli insgesamt 16 körperlich behinderte Menschen, und 14 HelferInnen teil.

Einige der körperlich Behinderten sind Spastiker (Krankheitsbeschreibung s.o.), andere wiederum haben einen offenen Rücken respektive Spina bifida. Jemand mit offenem Rücken fällt nach der Geburt dadurch auf, dass er am Rücken über der Wirbelsäule eine offene, manchmal sich vorgewölbte Stelle hat, an der das Rückenmark zutage tritt. Durch das Austreten der Nerven des Rückenmarks werden diese schwer geschädigt. In der Folge ist häufig die Bewegungsfähigkeit der unteren Gliedmaßen bis hin zur Querschnittslähmung in Mitleidenschaft gezogen. Die Folge davon sind meist schlaffe Lähmungen in den zu versorgenden Körperregionen. Empfindungen wie Berührungen, Wärme, Schmerzen etc. werden in den gelähmten Segmenten nicht mehr zum Gehirn fortgeleitet. Auch die Entleerung von Blase und Mastdarm ist dann in der Regel in Mitleidenschaft gezogen.[7]

Andere wiederum haben eine Nervenschädigung, wodurch die Koordinierung der Gliedmaßen nicht oder kaum möglich war.

Auch in diese gestaltete Urlaubsfreizeit verlief nach o.a. Muster und bestand ebenso aus Ausflügen und Gruppenaktivitäten, wobei die Tatsache das die Hälfte der Gruppe mit dem Rollstuhl unterwegs war, lediglich für die Zeitplanung für das Fahren mit einem Verkehrsmittel relevant war und hin und wieder bedacht werden musste, ob der Zielort behindertengerecht ist.

Die Menschen mit körperlicher Behinderung waren meist junge Erwachsene, wie auch die HelferInnen. Der Umgang wirkte dadurch entkrampft auf mich.

Die Menschen mit körperlicher Behinderung sind offen und locker mit ihrer Behinderung umgegangen und haben sich bemüht unerfahrenen HelferInnen nicht nur Informationen zuteil werden zu lassen, sondern haben ihnen auch beigebracht, ebenso unbeschwert mit den Handycaps umzugehen. Es darf nicht angenommen werden, dass hierbei schwerpunktmäßig körperliche Behinderungen thematisiert wurden, denn der Austausch erstreckte sich vielmehr in diversen Interessensgebieten, wie Musik, Kultur und Sport. Viele TeilnehmerInnen pflegten einen geselligen Umgang miteinander. Einige von ihnen zeigten gar in einer ungezwungenen Atmosphäre, über Gebühr, ihre Sympathien.

Schwer gefallen ist mir, aufgrund meiner kulturellen Prägung aus Asien, das Füttern eines mir unbekannten Menschen, da das Füttern für mich ein hoher Respekts- und Liebesbeweis ist.

Der Kontakt unter den HelferInnen war freundschaftlicher Natur.

Gestaltete Urlaubsfreizeit körperlich Behinderter in Parchim im August

An meiner dritten gestalteten Urlaubsfreizeit u.a. mit körperlich Behinderten in Parchim nahmen im August insgesamt 18 körperlich behinderte Menschen, zwei Angehörige und 14 HelferInnen teil.

Neben den, auch hier vertretenen Spastikern, haben einige der TeilnehmerInnen eine halbseitige Lähmung z.B. durch Schlaganfall. Ein Schlaganfall ist Folge einer plötzlichen Durchblutungsstörung des Gehirns. Diese kann verursacht sein durch: eine Mangeldurchblutung (Ischämie), weil ein zum Gehirn führendes Blutgefäß plötzlich verstopft wird, oder eine Blutung durch den plötzlichen Riss eines Blutgefäßes. Durch diese Vorgänge erhalten die Nervenzellen im Gehirn zu wenig Sauerstoff und Nährstoffe, so dass sie zugrunde gehen.[8]

Auch Menschen mit Kinderlähmung bzw. Poliomyelitis waren anwesend. Die Kinderlähmung ist eine hochansteckende, durch Viren übertragene Infektionskrankheit, die häufig zu bleibenden Lähmungen oder gar zum Tod führt.[9]

Hierunter befand sich auch ein Mensch, der an Muskelschwund leidet. Der Muskelschwund ist eine erblich bedingte Erkrankung. Charakteristisch für Betroffene sind zunehmend schwache Muskeln, die sich im Laufe der Jahre immer mehr verkürzen. Der Grund liegt darin, dass der Körper das Muskelprotein Dystrophin nicht mehr bildet. Erste Symptome zeigen sich bei der Duchenne- Form schon im Alter von drei Jahren, bei der Becker- Kiene- Form im Alter von etwa zehn Jahren. Ungeschickte Bewegungen und verkürzte Muskeln – sogenannte Kontrakturen – fallen auf. Schließlich können die Gelenke nicht mehr voll gestreckt werden: Der Rollstuhl ist dann schon im Alter von zehn (Duchenne) oder 16 Jahren (Becker- Kiene) nötig. Die Lebenserwartung liegt für Duchenne- Kranke bei 20 Jahren und für Becker- Kiene- Kranke bei etwa 50 Jahren.[10] Aufgrund der starken Beeinträchtigung durch die Krankheit bedurfte der Teilnehmer intensiver Führsorge.

Viele der körperlich behinderten Menschen sind Erwachsene im Rentenalter im Gegensatz zu den HelferInnen die im Schnitt junge Erwachsene sind.

Abgesehen davon, dass die Kennenlernrunde dieses Mal in der Vorstellung eines neben sich sitzenden Nachbarn bestand, verlief auch diese Freizeit nach dem gleichen Muster wie zuvor beschrieben.

Einige der teilnehmenden Menschen mit körperlicher Behinderung machten auf mich einen abgebrühten und dennoch verbitterten Eindruck, was mir wiederum den Umgang mit ihnen erschwert hat. Hängen geblieben sind bei mir von daher negative Eindrücke, da ich das Gefühl hatte, dass die Menschen mit körperlicher Behinderung dieser gestalteten Urlaubsfreizeit häufig unzufrieden waren und dies auch gerne der Umwelt mitteilten. Zudem besteht ein enger Kontakt unter einigen älteren körperlich behinderten Menschen, was die Integration Außenstehender erschwert haben mag. Vor allem sehe ich eine Divergenz zwischen den älteren körperlich behinderten Menschen und den HelferInnen die durch die Mentalität bedingt ist. Lediglich mit dem jüngeren Jahrgang der körperlich behinderten Menschen war mir ein angenehmer Umgang möglich.

Der Umgang der HelferInnen wirkte insgesamt gesehen in der ersten Hälfte der Freizeit disharmonisch auf mich und nach einigen Anstrengungen auskömmlich.

Allgemeines zur Evaluation

Zu meinem Aufgabengebiet gehörte u.a. eine[11] Evaluation durchzuführen. Die Evaluation sollte als Chance für die Verbesserung von Maßnahmen verstanden werden, denn mit ihr kann überprüft werden, wie das Konzept der Freizeit und dessen Durchführung von Menschen mit Behinderung, Angehörigen und/ oder HelferInnen wahrgenommen wird.

Die Erhebung bei den o.a. Zielpersonen dient der Auskunft über die Qualität. Dadurch ist die Evaluation ein Optimierungsinstrument. Mit der Evaluation wird erhoben, wie und ob eine Freizeit bei den Zielpersonen ankommt und wo sich Optimierungspotentiale befinden. Die Evaluationsergebnisse bieten insofern die Möglichkeit, Ziele zu erreichen und eine Qualitätssteigerung der Freizeiten zu erlangen. Daher ist die Evaluation eine Qualitätsbewertung.

Evaluationen sind natürlich nicht kostenlos. Es gibt Möglichkeiten, die Kosten gering zu halten – und dennoch verwertbare Ergebnisse zu erzielen. Aufwändige Erhebungen mit hohen Fallzahlen sind nicht immer notwendig. Wissenschaftliche Akribie ist nicht unbedingt gefragt, auch wenn damit detaillierte Ergebnisse erzielt werden können. Die Spannbreite der Möglichkeiten für eine Evaluation ist groß. Der Aufwand für eine Evaluation sollte immer im Verhältnis zu den Ergebnissen stehen. Davon abgesehen sind umfangreiche Umfragen aus Kostengründen oft nicht umsetzbar: Um repräsentative Ergebnisse zu erhalten, sind hohe Fallzahlen notwendig. Zudem sollten diese Erhebungen nicht in einem kurzen Zeitfenster, sondern über das Jahr verteilt erfolgen. Ein solches Vorgehen bringt einen entsprechenden Zeit- und Personalbedarf mit sich.

Um für die Praxis verwertbare Ergebnisse zu erlangen, genügen jedoch oft schon kleinere Erhebungen. In diesem Zusammenhang bieten sich qualitative Erhebungsformen an. Neben der Begrenzung der Fallzahlen gibt es noch weitere Möglichkeiten, den Finanzbedarf für eine Evaluation gering zu halten. Es gibt oft Studierende, die im Rahmen einer Haus- oder Examensarbeit, bzw. wie in meinem Fall, eines Praktikums auf der Suche nach einem anwendungsbezogenen Thema sind. Darüber hinaus ist festzuhalten, dass es meist günstiger ist, Evaluationen selbst durchzuführen, als sie extern zu vergeben.

Bei aller Reduzierung von Kosten darf nicht vergessen werden, dass Evaluationen immer im Finanzplan berücksichtigt sein müssen. In der Praxis zeigt sich, dass hierfür häufig keine Finanzmittel vorgesehen werden. Ebenso sollten für die Optimierung der Freizeiten auf der Basis der Evaluationsergebnisse Mittel eingeplant werden.

Um die Kosten zu ermitteln, sollte möglichst frühzeitig bedacht sein, welche Evaluationsform in welchem Umfang, mit welchem Personalbedarf und mit welchem Ziel durchgeführt werden soll. Die vorgesehenen Schritte sollten ebenso frühzeitig in den Zeitplan aufgenommen werden.

Bei jeder Evaluation in Interview- oder Fragebogenform gibt es das Problem der „sozialen Erwünschtheit“. Ein Beispiel: Ein Helfer wird zu seiner Empathiefähigkeit befragt. Eigentlich hat dieser Mensch gerade bei einer Freizeit gar keine Lust näher auf andere Menschen einzugehen. Da er aber meint, dass dieses Verhalten gesellschaftlich und beruflich nicht anerkannt ist, gibt er als Antwort an, empathiefähig zu sein. Dadurch kann es zu Verzerrungen zwischen Realität und Ergebnissen einer Umfrage kommen. Dieses Problem kann durch die Art der Fragestellung eingeschränkt oder sogar umgangen werden. Für unser Beispiel gibt es z.B. die Möglichkeit den Helfer zusätzlich um die Beschreibung seines mentalen Zustandes gebeten werden. Aber nicht immer ist es ein Problem der sozialen Erwünschtheit, das die Ergebnisse verzerren kann. Oft werden Antworten aus dem „Bauch“ heraus gegeben. Auch aus diesem Grund kann es zu verzerrenden Angaben kommen. Von daher bieten sich sog. Kontrollfragen an.

Methoden der Evaluation

Schriftliche Befragungen können anhand von Fragebögen durchgeführt werden, die standardisiert (das heißt mit vorgegebenen Antwortmöglichkeiten) oder teil-standardisiert (auch mit offenen Antwortmöglichkeiten) sind.

Insgesamt handelt es sich bei Fragebögen um eine Methode mit geringen Kosten und wenig Zeitaufwand. Besteht der Fragebogen jedoch zum größten Teil aus offenen Antwortmöglichkeiten, ist dies bei der Auswertung zeitintensiver, denn die Antworten müssen dann zunächst klassifiziert und zugeordnet werden. Zudem braucht der Befragte für die Beantwortung mehr Zeit, als für das Ankreuzen vorgegebener Antworten, was manchen vom Ausfüllen des Bogens abhalten kann. Vorteil ist, dass auch bisher nicht bedachte Aspekte der Befragten Eingang finden können. Dies ist bei vorgegebenen Antwortmöglichkeiten nicht der Fall. Allerdings können diese Fragebögen relativ leicht ausgewertet werden. Um die Vorteile beider Formen nutzen zu können, bietet es sich an, einen Fragebogen mit weitgehend vorgegebenen Antwortmöglichkeiten zu entwickeln, der an den entsprechenden Stellen Felder für frei formulierte Antworten enthält.

Bei der Formulierung von Fragen – und das gilt auch für Fragen, die in mündlichen Interviews gestellt werden, sind verschiedene Aspekte zu beachten, um zu realistischen Ergebnissen zu kommen. Generell gilt: Je kürzer die Befragung, desto geringer ist das Ausfallen von Befragten in ihrem Verlauf. Die sprachliche Gestaltung sollte sich immer an der untersuchten Zielgruppe orientieren. Zudem sollte der Fragebogen thematisch gegliedert sein. Persönliche oder schwierige Fragen sollten am Ende erhoben werden. Zudem kann sich der Befragte die Zeit für die Beantwortung der Fragen frei und unbeeinflusst einteilen. Nachteilig ist es, dass keine Spontanantworten möglich sind. Fragebögen können im Rahmen summativer Evaluation eingesetzt werden.

Hingegen werden formative Evaluationen (oder Gestaltungs-Evaluationen), grundsätzlich im Verlauf bspw. einer Freizeit eingesetzt. Der Zweck ist, die laufende Freizeit zu stabilisieren oder zu verbessern. Aufgrund der eigenen Einbindung in die Freizeiten, kann ich von der formativen Evaluation absehen.

Panel-Studien sind Vorher- Nachher- Studien, das heißt wiederholte Befragungen derselben Personen vor und nach der Teilnahme an einer Freizeit. Durch diese Befragungen kann der Effekt einer Freizeit auf ihre Teilnehmer verdeutlicht werden. Im Rahmen solcher Panelstudien werden meist Interviews eingesetzt. Es bietet sich aber auch an, schriftliche Befragungen durchzuführen. Diese Methode, die im Rahmen eine summativen Evaluation eingesetzt wird, ist recht aufwändig, da für die Erhebung ein gewisser Personaleinsatz notwendig ist.

Neben diesen Erhebungsmethoden sollen informelle Gespräche nicht unerwähnt bleiben, auch wenn sie keine empirischen Methoden der Evaluation darstellen. So können zum Beispiel Gespräche mit anderen Wohlfahrtsverbänden bzw. Anbietern von Behindertenfreizeiten hilfreich für die Entwicklung oder Veränderung einer Freizeit sein. Es kann auch das private Umfeld genutzt werden, in dem Freunde oder Bekannte nach ihrer Meinung zu einer Gestaltungsidee befragt werden. Dies ist eine relativ kostengünstige Methode, eine intensive Erhebung mit entsprechenden Fallzahlen wird nicht angestrebt, der Kosteneinsatz ist auch auf Grund von entsprechendem Personaleinsatz gering. Als Gedächtnisstütze sollten Gesprächsprotokolle angefertigt werden, um die Ergebnisse entsprechend zu dokumentieren und umsetzen zu können. Informelle Gespräche können die Freizeitplanung in allen Phasen unterstützen.

Methodenwahl

Da summative Evaluationen (oder Bilanz-Evaluationen) grundsätzlich nach Abschluss der zu evaluierenden Maßnahmen eingesetzt werden und der Nutzen darin liegt, Erkenntnisse für zukünftige gleiche oder ähnliche Programme zu gewinnen, entscheide ich mich für die summative Evaluation.

Die Entwicklung der Evaluationsfragebögen

Die Entwicklung der Evaluationsfragebögen ging mit den eigenen Erwartungen und den etwaigen Vorstellungen aller Teilnehmer einer solchen Freizeit einher. Zunächst teilte ich die Freizeit in „vorher“, „währenddessen“ und „nachher“ ein.

Meinen ersten Entwurf, legte ich sodann meinem Anleiter, Herrn Kakowski, vor.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Schnell gelangte ich zu der Einsicht, ein einfaches Bewertungsverfahren zu wählen, um weniger Verwirrung für den Befragten herbeizuführen.

In dem ersten Durchlauf der Freizeit sollten zunächst lediglich zwei Personengruppen befragt werden. Zum einen die HelferInnen und zum anderen die Angehörigen der Menschen mit geistiger Behinderung. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit geistiger Behinderung habe ich von vornherein aus der Befragung ausgeschlossen, da eine schriftliche Befragung nicht mit jedem Teilnehmer möglich gewesen wäre und die Auswertung in Folge dessen nicht repräsentativ genug gewesen wäre. Da die Evaluation ebenfalls den Anspruch hat, eine anonyme Befragung zu sein, sah ich beim ersten Durchgang auch von der Befragung der HelferInnen ab, da sich die Zahl auf vier Personen beschränkt hat, wovon ich meinen Anleiter, wie auch mich, auszuschließen hatte. So habe ich die Befragung an die Angehörigen der Menschen mit geistiger Behinderung gerichtet. In den folgenden Freizeiten befragte ich aus organisatorischen Gründen, im letzten Durchgang die körperlich Behinderten. HelferInnen wurden in den beiden letzten Durchgängen befragt.

Evaluationsfragebogen an die Angehörigen von Menschen mit Behinderung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Eigene Anmerkungen/ kritische Würdigung:

Auswertung des ersten Evaluationsdurchgangs

Rund acht Wochen nach der ersten Freizeit erhielt ich erste Rückläufe der, per Post versandten, Fragebögen.

Von insgesamt 16 befragten Angehörigen von Menschen mit Behinderung, beteiligten sich zehn Angehörige an der Evaluation, was eine Rücklaufquote von 62,5% ergibt. Das Ergebnis ist hiermit repräsentativ genug.

Die HelferInnen wurde aus Wahrung der Anonymität nicht befragt. In diesem Fall ist kein Ergebnis zu verzeichnen.

1. Ergebnisse des Frageblockes „vor der Reise“

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Mehr als die Hälfte der Befragten hat von dem Angebot der Caritas Mecklenburg e.V. durch persönliche Kontakte erfahren. Viele haben sich aufgrund eigener Recherchearbeiten und Empfehlungen an die Caritas Mecklenburg e.V. gewandt. Andere wiederum entnahmen das Angebot der Caritas Mecklenburg e.V. aus Anschlägen.

2. Ergebnisse des Frageblockes „zu Reisebeginn“

In diesem Frageblock waren drei Bögen aufgrund mangelnder Antworten nicht auswertbar.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Alle Befragten gaben an, zu einem Vorgespräch, überwiegenden in einem angemessenem Zeitabstand zum Vorgespräch, eingeladen worden zu sein. Viele zogen es vor, mit ihren Angehörigen mit Behinderung an dem Vorgespräch teilzunehmen. Bei einer Befragten Person war dies lediglich telefonisch möglich. Die Mehrheit gab ferner an, dass sich der Betreuer sowohl mit dem Angehören mit Behinderung als auch mit der befragten Person angemessen befasst hat, wobei der Kontakt offen war. Einstimmig gaben die Befragten ferner an, dass sie und ihre Angehörigen mit Behinderung Vertrauen zum Betreuer fassen konnten. Einschlägige Antworten gab es auch in den Fragen in Bezug auf den Informationsgehalt u.a. in Bezug auf Zuschüsse des Vorgesprächs, in dem alle bejahten, dass ihre Fragen und Anliegen so behandelt worden waren, dass ein durchweg positives Ergebnis durch das gewichtig empfundene Vorgespräch verzeichnet werden konnte. Viele Befragte, die wahrscheinlich der Einladung nachgingen, lernten hierbei wunschgemäß andere TeilnehmerInnen kennen, wobei der Kontakt zu den anderen TeilnehmerInnen begünstigt worden war.

3. Ergebnisse des Frageblockes „Meine Erwartungen vor Beginn der Freizeit“

In diesem Frageblock waren zwei Bögen aufgrund mangelnder Antworten nicht auswertbar.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die Hälfte der Befragten hat an der gestalteten Urlaubsfreizeit teilgenommen, um selber Urlaub zu machen. Ein gewichtiger Grund war, dass es sich um einen Gruppenurlaub handelte. Lediglich eine befragte Person hat das Angebot der Caritas Mecklenburg e.V. wahrgenommen, da sich der Person ansonsten keine Gelegenheit bietet, mit dem Angehörigen mit Behinderung wegzufahren. Die restlichen Befragten scheinen hingegen Gelegenheit zu haben mit ihren Angehörigen mit Behinderung wegzufahren. Die Hälfte der Befragten nahm ferner an dem Gruppenurlaub teil, um ihren Angehörigen die Möglichkeit zu bieten, Kontakte zu anderen Menschen aufzunehmen. Zwei bzw. vier der Befragten, die andere Hälfte der Befragten also, hatten scheinbar Beweggründe, die nicht befragt wurden. Auf die Frage, ob die Freizeit genutzt worden war, um den Angehörigen mit Behinderung alleine loszuschicken, antworten drei mit „trifft zu“; drei mit „trifft nicht zu“ und zwei sahen von einer Beantwortung ab.

4. Ergebnisse des Frageblockes „Allgemeines zur Freizeit“

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

80% der Befragten hat wiederholt von dem Freizeit Angebot der Caritas Mecklenburg e.V. teilgenommen. Das Gro der Befragten fand nicht nur die Gruppengröße als angemessen, sondern hatte zudem das Gefühl das individuelle Bedürfnisse i.d.R. im Einklang mit dem Bedürfnis der gesamten Gruppe gebracht werden konnten, wobei die Reisegestaltung individuell blieb. Einschlägig wirkte die Unterkunft auf die Befragten freundlich und angenehm. Bei der Frage, ob die Unterkunft auch angemessen war, enthielten sich 40% der Befragten, 20% stimmten mit „trifft nicht zu“ und die restlichen 40% stimmten dem zu.

5. Ergebnisse des Frageblockes „Zu den professionellen Betreuern der Freizeit“

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Mehrheitlich wirken die HelferInnen auf die Befragten qualifiziert und engagiert.

6. Ergebnisse des Frageblockes „Zu meiner Person in der Freizeit“

In diesem Frageblock waren zwei Bögen aufgrund mangelnder Antworten nicht auswertbar.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Mehr als die Hälfte der Befragten hatten in der Freizeit ein angemessenes Zeitkontingent, welches sie für sich alleine beanspruchten. Jeder Befragte nahm überdies gerne an den Gruppenaktivitäten teil. Ferner diente, für die Mehrheit der Befragten die Freizeit dazu, Druck und Spannung abzubauen. 49% der Befragten hatten nicht das Bedürfnis sich einem Helfer bzw. einer Helferin mitzuteilen, wohingegen 38% dieses Bedürfnis hatten und 13% es im Nachhinein vorzogen, die Frage nicht zu beantworten, obgleich lediglich eine Person offen zugestand ein solches Gespräch geführt zu haben und 13% dies definitiv verneinten. Hingegen hat die Mehrheit der Befragten an einem Gruppengespräch mit einem Helfer respektive einer Helferin teilgenommen. Das Bedürfnis sich einem anderen Angehörigen von Menschen mit Behinderung mitzuteilen lag bei den Befragten bei 62%, wobei sich der Rest der Befragten der Beantwortung enthielt. Einstimmig waren sich die Befragten darin, dass sie sich gut aufgehoben fühlten.

7. Ergebnisse des Frageblockes „Zu meinem Angehörigen mit Behinderung in der Freizeit“

In diesem Frageblock waren ein Bogen aufgrund mangelnder Antworten nicht auswertbar.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Mehrheitlich gaben die Befragten an, dass die gestaltete Urlaubsfreizeit für ihre Angehörigen mit Behinderung die Integration, die Gesundheit und die Lebensqualität gefördert hat. Überdies sind die Befragten der Meinung, dass die Angehörigen mit Behinderung sich erholt haben, die Freizeit ein kulturelles Erlebnis und interessant sowie abwechslungsreich war. Alles in allem hatten die Befragten den Eindruck, dass die Angehörigen mit Behinderung gut aufgehoben waren.

8. Ergebnisse des Frageblockes „nach Reiseende“

In diesem Frageblock waren zwei Bögen aufgrund mangelnder Antworten nicht auswertbar.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Mit absoluter Mehrheit gaben die Befragten an, dass sich die Erwartungen, die gestaltete Urlaubsfreizeit betreffend, bestätigt haben und sie mit dem Preis- Leistungsverhältnis zufrieden waren. Bei 75% der Befragten wurden die Erwartungen gar übertroffen, was ggf. dazu führen mag, dass 84% ihren Angehörigen mit Behinderung alleine zur Freizeit schicken würden. 62% wünschen sich zum Andenken eine Fotomappe und 75% einen Reisebericht der Freizeit. Als durchweg positives Resultat ist anzusehen das jeder der Befragten sich eine erneute Teilnahme der Freizeit vorstellen könnte.

9. Ergebnisse der „Anmerkungen/ kritische Würdigung“

Bei den freien Anmerkungen bzw. der kritischen Würdigung haben drei Befragte entweder ihren Dank für die Freizeit, die Berücksichtigung individueller Bedingungen, der Übersicht bekundet. Sie führten an, dass sie mit dem Begriff der Evaluation nichts anzufangen wussten und die Fragestellungen als unklar erachtet haben. Hierbei bleibt mir anzuführen, dass die Antworten dieser Person mehrfach nicht in die Statistik mit einbezogen werden konnte, da es an Antworten mangelte.

Evaluationsfragebogen an die HelferInnen von Menschen mit Behinderung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Auswertung des zweiten Evaluationsdurchgangs

Von insgesamt 14 befragten HelferInnen, beteiligten sich 12 an der Evaluation. Abzüglich meinem Praktikumsanleiter und mir, die von der Befragung ausgeschlossen sind, macht das eine Rücklaufquote von 100%. Das Ergebnis ist hiermit uneingeschränkt repräsentativ.

Die körperlich behinderten Menschen wurden aus organisatorischen Gründen nicht befragt. In diesem Fall ist kein Ergebnis zu verzeichnen.

1. Ergebnisse des Frageblocks „zu Reisebeginn“

In diesem Frageblock waren drei Bögen aufgrund mangelnder Antworten nicht auswertbar.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Gut die Hälfte der Befragten gab an, zu einem Vorgespräch eingeladen worden zu sein, dessen Termin nicht im angemessenen Zeitabstand zum Vorgespräch stand. 67% der HelferInnen fand das Vorgespräch informativ. 56% der HelferInnen gaben an, dass Fragen und Anliegen in dem, als wichtig empfundenen, Gespräch beantwortet wurden und somit Klarheit geschaffen worden ist. Ferner lernten sie andere HelferInnen bei diesem Gespräch kennen, wohingegen sich 67% Kontakt zu anderen HelferInnen gewünscht hatten und 56% der Meinung waren, dass der Kontakt zu anderen HelferInnen nicht begünstigt worden ist. Lediglich 33% der HelferInnen lernten bei dem Vorgespräch die Menschen mit körperlicher Behinderung kennen und 45% wünschten sich den Kontakt zu den Menschen mit körperlicher Behinderung, wobei nur 22% das Gefühl hatten, dass der Kontakt auch begünstigt wurde.

2. Ergebnisse des Frageblocks „Allgemeines zur Freizeit“

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

58% der Befragten nahmen zum ersten Mal an einer gestalteten Urlaubsfreizeit teil und 50% gaben an, wiederholt teilgenommen zu haben. Jede befragte Person empfand die Gruppengröße als angemessen. Nur 17% der Befragten waren der Meinung, dass die Anzahl der HelferInnen nicht angemessen war. 31% stimmten dafür, dass sich mehr HelferInnen an einer gestalteten Urlaubsfreizeit beteiligen sollten, 75% sprachen sich dagegen aus, dass weniger HelferInnen mobilisiert werden sollten. Fast alle Befragten hatten das Gefühl, dass individuelle Bedürfnisse i.d.R. in Einklang mit dem Bedürfnis der gesamten Gruppe gebracht werden konnte, so dass 67% die Reisegestaltung als individuelle empfinden konnten. Auf jede befragte Person wirkte die Unterkunft freundlich und angenehm. 92% gaben ferner an, dass die Unterkunft angemessen war. In die Planung fühlten sich 75% der HelferInnen ausreichend mit einbezogen.

3. Ergebnisse des Frageblocks „Zu meiner Person in der Freizeit“

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die Mehrheit der Befragten hatte genug Zeit für sich alleine, wobei sich eine befragte Person mehr Zeit für sich selber gewünscht hat. Jede befragte Person betreute die Menschen mit körperlicher Behinderung gerne. 83% der Befragten nahm gerne an gemeinsamen Gruppenaktivitäten teil. 67% hatten das Gefühl, dass ihre Ideen und Wünsche zur Gestaltung der Freizeit gefordert wurden, doch nur 59% hatten das Gefühl, dass die Ideen und Wünsche umgesetzt werden konnten. Annähernd keiner der Befragten fühlte sich unterfordert. Nur zwei der befragten Personen empfand die Reflexionen als ausreichend respektive prima, doch alle fühlten sich wohl.

4. Ergebnisse des Frageblocks „Zu den Menschen mit Behinderung in der Freizeit“

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Mehrheitlich gaben die Befragten an, dass die gestaltete Urlaubsfreizeit für Menschen mit Behinderung die Integration, die Gesundheit und die Lebensqualität gefördert hat. Überdies sind die Befragten der Meinung, dass die Menschen mit Behinderung sich erholt haben, die Freizeit ein kulturelles Erlebnis und interessant sowie abwechslungsreich war. Alles in allem hatten die Befragten den Eindruck, dass die Angehörigen mit Behinderung gut aufgehoben waren.

5. Ergebnisse des Frageblocks „nach Reiseende“

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Mit absoluter Mehrheit gaben die Befragten an, dass sich die Erwartungen, die gestaltete Urlaubsfreizeit betreffend, bestätigt haben Bei 42% der Befragten wurden die Erwartungen übertroffen. Alle befragten HelferInnen würden erneut in einer gestalteten Urlaubsfreizeit tätig werden wollen, was als durchweg positives Resultat anzusehen ist. 59% wünschen sich zum Andenken eine Fotomappe und 50% einen Reisebericht der Freizeit.

6. Ergebnisse der „Anmerkungen/ kritische Würdigung“

Bei den freien Anmerkungen bzw. der kritischen Würdigung wurde vorgeschlagen, dass sich die HelferInnen im Vorfeld treffen sollten und das die Fragen einer Evaluation präzisier gestellt werden sollten.

Evaluationsfragebogen an die Menschen mit Behinderung zur Freizeit

vor der Reise

trifft zu

trifft nicht zu

Wie bin ich auf das Angebot aufmerksam geworden...

- Presse

- Persönlichen Kontakt

- eigene Recherche

- Empfehlung

zu Reisebeginn

trifft zu

trifft nicht zu

Vor Reiseantritt gab es Vorgespräche bzgl. der Freizeit.

Meine Fragen & Anliegen wurde in Vorgesprächen bzgl. der Freizeit beantwortet/ behandelt.

Vorgespräch haben Klarheit geschaffen.

Ich empfand das Vorgespräch/ die Vorgespräche als insgesamt wichtig.

Ich wurde darauf hingewiesen, dass ich ggf. einen Zuschuss für die Freizeit beantragen kann.

Meine Erwartungen vor Beginn der Freizeit

trifft zu

trifft nicht zu

Ich bin mitgefahren, um einen Gruppenurlaub zu erleben.

Ich bin mitgefahren, weil ich sonst keine Gelegenheit habe wegzufahren.

Bitte ergänzen Sie ggf. die nachstehenden Aussagen selber.

Ich bin mitgefahren, weil ...

Ich bin mitgefahren, weil ...

Ich bin mitgefahren, weil ...

Allgemeines zur Freizeit

trifft zu

trifft nicht zu

Ich nahm zum 1. Mal an solch einer Freizeit teil.

Ich nahm wiederholt vom Freizeit- Angebot der Caritas teil.

Die Gruppengröße empfand ich als angemessen

Individuelle Bedürfnisse konnten in der Regel in Einklang mit dem Bedürfnis der gesamten Gruppe gebracht werden.

Die Reisegestaltung empfand ich als individuell.

Die Unterkunft wirkte freundlich & angenehm auf mich.

Die Unterkunft war angemessen.

Zu den professionellen Betreuern der Freizeit

trifft zu

trifft nicht zu

Die Betreuer erschienen mir im Schnitt qualifiziert

Die Betreuer erschienen mir im Schnitt engagiert.

Zu meiner Person in der Freizeit

trifft zu

trifft nicht zu

Ich hatte Zeit für mich alleine.

Ich wünschte mir mehr Zeit für mich alleine.

Ich wollte durch die Freizeit Druck & Spannung abbauen.

Ich habe gerne an gemeinsamen Gruppenaktivitäten teilgenommen.

Ich hatte den Bedarf mich einem professionellem Betreuer mitzuteilen.

Ich hatte den Bedarf mich einem anderem Menschen mit Behinderung mitzuteilen.

Meine Gesundheit wurde gefördert.

Meine Lebensqualität wurde gefördert

Die Ferien sind für mich erholsam gewesen.

Die Ferien sind für mich ein kulturelles Erlebnis gewesen.

Die Ferien sind für mich interessante gewesen.

Die Ferien sind für mich abwechslungsreich gewesen.

Ich fühlte mich gut aufgehoben.

nach Reiseende

trifft zu

trifft nicht zu

Meine Erwartungen haben sich bestätigt.

Meine Erwartungen wurden übertroffen.

Ich bin mit dem Preis- Leistungsverhältnis zufrieden.

Ich wünsche mir als Andenken eine Fotomappe der Freizeit.

Ich wünsche mir als Andenken einen Reisebericht der Freizeit.

Ich kann mir eine erneute Teilnahme solch einer Freizeit vorstellen.

Ich wünsche mir Kontakt zu anderen TeilnehmerInnen der Freizeit.

Ich wünsche mir Kontakt zu den HelferInnen der Freizeit.

Eigene Anmerkungen/ kritische Würdigung:

Auswertung des dritten Evaluationsdurchgangs

Von insgesamt 18 befragten Menschen mit körperlicher Behinderung, beteiligten sich neun an der Evaluation. Dies macht eine Rücklaufquote von 50%. Das Ergebnis ist hiermit ausreichend repräsentativ.

Evaluation der Menschen mit Behinderung

1. Ergebnisse des Frageblocks „vor der Reise“

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Dreiviertel der Befragten hat von dem Angebot der Caritas Mecklenburg e.V. durch persönliche Kontakte erfahren. Das restliche Drittel hat sich aufgrund eigener Recherchearbeiten an die Caritas Mecklenburg e.V. gewandt.

2. Ergebnisse des Frageblocks „zu Reisebeginn“

In diesem Frageblock waren zwei Bögen aufgrund mangelnder Antworten nicht auswertbar.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Von den befragten Menschen mit körperlicher Behinderung gaben 71% an, dass sie an einem wichtig empfundenen Vorgespräch über die gestaltete Urlaubsfreizeit teilnahmen und aufgrund der beantworteten Fragen und Anliegen, Klarheit geschaffen worden war. Ledigleich 43% erhielten die Information, Zuschuss für die Freizeit beantragen zu können.

3. Ergebnisse des Frageblocks „Meine Erwartungen vor Beginn der Freizeit“

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

89% der Befragten hat an der gestalteten Urlaubsfreizeit teilgenommen, um einen Gruppenurlaub zu erleben. Ferner haben 56% ansonsten keine Gelegenheit wegzufahren. Bei der offenen Frage, welche die Motivation der Teilnahme offenbaren sollte, stellte sich heraus, dass viele mitfuhren, weil die befragte Person:

- Viel alleine ist
- Erholung bedurfte
- Einer Empfehlung nachging,
- Bekannte wieder zu treffen wünschte
- Abwechslung erleben wollte
- Die Familie zu entlasten wünschte
- Ihre Freizeit genießen wollte
- In den letzten zehn Jahren gute Erfahrungen gemacht hat
- Ihre Wohnung lieber wegen Renovierungsarbeiten verließ
- Freundschaften bzw. Kontakte zu körperlich behinderten Menschen schließen wollte
- Spaß erleben wollte

4. Ergebnisse des Frageblocks „Allgemeines zur Freizeit“

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

22% der Menschen mit körperlicher Behinderung nahmen zum ersten Mal an einer Freizeit teil. 89% der Befragten hat wiederholt vom Freizeit Angebot der Caritas teilgenommen. Alle Befragten hatten das Gefühl, dass die Gruppengröße angemessen war und individuelle Bedürfnisse i.d.R. mit den Bedürfnissen der gesamten Gruppe in Einklang gebracht wurden, wobei 89% der Befragten die Reisegestaltung als individuell empfanden. Auch waren 89% der Befragten der Meinung, dass die Unterkunft freundlich und angenehm wirkte. Jeder der befragten Menschen mit körperlicher Behinderung fand die Unterkunft angemessen, obgleich eine Person anführte, dass das Bad zu klein war.

5. Ergebnisse des Frageblocks „Zu den professionellen Betreuern der Freizeit“

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Zu 78% waren sich die Befragten darüber einig, dass die HelferInnen im Schnitt qualifiziert waren. Jede befragte Person hatte ferner das Gefühl, dass die HelferInnen im Schnitt engagiert waren.

6. Ergebnisse des Frageblocks „Zu meiner Person in der Freizeit“

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die Mehrheit der Befragten hatte genug Zeit für sich alleine, wobei sich keine befragte Person mehr Zeit für sich selber gewünscht hat. 78% haben die Freizeit zum Anlass genommen, Druck und Spannung abzubauen. 89% nahmen gerne an den Gruppenaktivitäten teil und hatten das Bedürfnis, sich anderen Menschen mit Behinderung mitzuteilen, wohingegen sich 45% auch einem Helfer bzw. einer Helferin mitteilen wollten. Mehr als die Hälfte der Befragten gab an, dass ihre Gesundheit und Lebensqualität gefördert wurde. Sie empfanden ferner die gestaltete Urlaubsfreizeit als erholsam und abwechslungsreich, da kulturelle Erlebnisse erfahren oder Interessante Eindrücke gewonnen wurden. Jeder befrage Mensch mit körperlicher Behinderung fühlte sich gut aufgehoben.

7. Ergebnisse des Frageblocks „nach Reiseende“

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Mit absoluter Mehrheit gaben die Befragten an, dass sich die Erwartungen, die gestaltete Urlaubsfreizeit betreffend, bestätigt haben Bei 22% der Befragten wurden die Erwartungen übertroffen.78% waren mit dem Preis-Leistungsverhältnis zufrieden. 67% wünschen sich zum Andenken eine Fotomappe und 33% einen Reisebericht der Freizeit. Von den Befragten wünschen sich 78% Kontakt zu anderen TeilnehmerInnen und 89% Kontakt zu den HelferInnen. Jede befragte Person würde erneut an einer gestalteten Urlaubsfreizeit teilnehmen.

8. Ergebnisse der „Anmerkungen/ kritische Würdigung“

Bei den freien Anmerkungen bzw. der kritischen Würdigung wurde Dank an die HelferInnen gerichtet und bemerkt, dass das Essen verbesserungswürdig sei.

Evaluationsfragebogen der HelferInnen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Eigene Anmerkungen/ kritische Würdigung:

Evaluation der HelferInnen

Von insgesamt 14 befragten HelferInnen, beteiligten sich neun an der Evaluation. Abzüglich meinem Praktikumsanleiter und mir, die von der Befragung ausgeschlossen sind, macht das eine Rücklaufquote von 75%. Das Ergebnis ist hiermit repräsentativ.

1. Ergebnisse des Frageblocks „vor der Reise“

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Mehr als die Hälfte der Befragten hat von dem Angebot der Caritas Mecklenburg e.V. durch persönliche Kontakte erfahren. Viele haben sich aufgrund eigener Recherchearbeiten und Empfehlungen an die Caritas Mecklenburg e.V. gewandt. Andere wiederum entnahmen das Angebot der Caritas Mecklenburg e.V. aus Anschlägen.

2. Ergebnisse des Frageblocks „zu Reisebeginn“

In diesem Frageblock war ein Bogen aufgrund mangelnder Antworten nicht auswertbar.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Von den befragten HelferInnen gaben 50% an, dass sie an einem wichtig aber nicht informativ empfundenen Vorgespräch über die gestaltete Urlaubsfreizeit teilnahmen und aufgrund der beantworteten Fragen und Anliegen, Klarheit geschaffen worden war. Keiner der Befragten lernte bei diesem Vorgespräch andere HelferInnen kennen, obgleich sich 62% Kontakt zu anderen HelferInnen wünschte. 50% der HelferInnen lernten vor Reiseantritt die TeilnehmerInnen kennen, wobei sich 75% vor Reiseantritt Kontakt zu den TeilnehmerInnen wünschten.

3. Ergebnisse des Frageblocks „Allgemeines zur Freizeit“

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

33% der Befragten nahmen zum ersten Mal an einer gestalteten Urlaubsfreizeit teil und 78% gaben an, wiederholt teilgenommen zu haben. Jede befragte Person empfand die Gruppengröße als angemessen. 56% der Befragten waren der Meinung, dass die Anzahl der HelferInnen angemessen war. 33% stimmten dafür, dass sich mehr HelferInnen an einer gestalteten Urlaubsfreizeit beteiligen sollten, 89% sprachen sich dagegen aus, dass weniger HelferInnen mobilisiert werden sollten. Alle Befragten hatten das Gefühl, dass individuelle Bedürfnisse i.d.R. in Einklang mit dem Bedürfnis der gesamten Gruppe gebracht werden konnte, so dass alle die Reisegestaltung als individuelle empfinden konnten. Auf jede befragte Person wirkte die Unterkunft freundlich und angenehm, womit für sie die Unterkunft angemessen war. In die Planung fühlte sich jedeR der HelferInnen ausreichend mit einbezogen.

4. Ergebnisse des Frageblocks „Zu meiner Person in der Freizeit“

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die Mehrheit der Befragten hatte genug Zeit für sich alleine, wobei sich 45% mehr Zeit für sich selber gewünscht hatten. Jede befragte Person betreute die Menschen mit körperlicher Behinderung gerne und nahm gerne an gemeinsamen Gruppenaktivitäten teil. 78% hatten das Gefühl, dass ihre Ideen und Wünsche zur Gestaltung der Freizeit gefordert wurden, doch nur 56% hatten das Gefühl, dass die Ideen und Wünsche umgesetzt werden konnten. Annähernd keiner der Befragten fühlte sich unterfordert. Alle Befragten fühlten sich wohl.

5. Ergebnisse des Frageblocks „Zu den Menschen mit Behinderung in der Freizeit“

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Einstimmig gaben die Befragten an, dass die als erholsam empfundene Urlaubsfreizeit für Menschen mit Behinderung die Integration und die Lebensqualität gefördert hat. 67% hatten das Gefühl, dass auch die Gesundheit der Menschen mit körperlicher Behinderung gefördert wurde. Überdies sind die Befragten mehrheitlich der Meinung, dass die Freizeit ein kulturelles Erlebnis und auf jeden Fall interessant war sowie kulturell etwas zu bieten hatte. Alles in allem hatten die Befragten den Eindruck, dass die Angehörigen mit Behinderung gut aufgehoben waren.

6. Ergebnisse des Frageblocks „nach Reiseende“

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Zu 89% gaben die Befragten an, dass sich die Erwartungen, die gestaltete Urlaubsfreizeit betreffend, bestätigt haben Bei 45% der Befragten wurden die Erwartungen übertroffen. Alle befragten HelferInnen würden erneut in einer gestalteten Urlaubsfreizeit tätig werden wollen, was als durchweg positives Resultat anzusehen ist. 78% wünschen sich zum Andenken eine Fotomappe und 33% einen Reisebericht der Freizeit.

7. Ergebnisse der „Anmerkungen/ kritische Würdigung“

Bei den freien Anmerkungen bzw. der kritischen Würdigung wurde vorgeschlagen, dass sich die HelferInnen im Vorfeld treffen sollten. Die Freundlichkeit wurde ferner als wichtiger Maßstab empfunden. Des weiteren wurde angemerkt, dass die HelferInnen mehr Initiative ergreifen sollten und der Teamzusammenhalt gefördert werden müsste.

Fazit der Evaluationen

Die Evaluationen haben sich von gestalteter Urlaubsfreizeit zu gestalteter Urlaubsfreizeit kontinuierlich entwickelt und scheinen zielpersonenorientierter geworden zu sein.

Als Fazit hat sich rein Evaluationstechnisch herausgestellt, dass zukünftige Befragungen sich an dem Niveau der Zielpersonen orientieren sollten. Dies bedeutet u.a. möglichst von der Alltagsprache gebrauch zu nehmen.

Insbesondere Kontrollfragen führten überdies eher zu kritischen Äußerungen bzw. zur Verwirrung. Nach Möglichkeit sollten zukünftige Evaluationen einzig in Themenfelder von besonderem Interesse Kontrollfragen enthalten. Ansonsten sind die Fragen so zu stellen, dass sie zusammenhangslos verständlich bleiben.

Es hat sich bewährt, Zielpersonen auf persönlicher Ebene anzusprechen, um sie zu motivieren, einen Fragebogen auszufüllen.

Die Evaluationen ergaben, dass ein Vorgespräch von den TeilnehmerInnen, Angehörigen und HelferInnen als wichtig empfunden wird, da u.a. Informationen ausgetauscht werden und die Möglichkeit gegeben wird bzw. werden sollte, andere TeilnehmerInnen bzw. HelferInnen im Vorfeld kennen zu lernen. Auf dieses Bedürfnis sollte zukünftig verstärkt eingegangen werden.

Des weiteren scheinen die Befragten insbesondere vom Angebot, einen Gruppenurlaub zu erlebeben sehr angetan zu sein, da Kontakte zu anderen Menschen getroffen und/ oder gepflegt werden können.

Gruppenaktivitäten und gesondert zu betrachtende Gruppengespräche sorgten für ein positives Gefühl. Aus diesem Grund sollten Gruppenaktivitäten und Gruppengespräche nicht in den Schatten gestellt werden und im Bedarfsfall provoziert werden (etwa wenn eine Spaltung der Gruppe aus unergründlichem Anlass zu bemerken ist).

Ferner ist die gestaltete Urlaubsfreizeit meist so geplant, dass die Reisenden z.B. durch Ausflüge viele neue Eindrücke gewinnen, wobei ihnen genug Zeit zur Erholung bzw. Entspannung gegönnt wird. Die Reisegestaltung befindet sich somit durch gemeinsames Planen stets im gesunden Mittelmaß.

Positiv hervorzuheben ist, dass bislang die Anzahl der zumeist qualifizierten und engagierten HelferInnen zum Wohlbefinden der TeilnehmerInnen, Angehörigen und HelferInnen beitrug.

Die Wahl der Unterkunft führt ebenso zur allgemeinen Zufriedenheit.

Ferner ergaben die Evaluationen, dass die durchgeführten Freizeiten für die Menschen mit Behinderung durchweg positiv zu werten sind, da u.a. die Lebensqualität dieser gestiegen ist. Die verlebte Zeit einer gestalteten Urlaubsfreizeit mit der Caritas Mecklenburg e.V. erweckte sowohl bei den TeilnehmerInnen und den Angehörigen als auch bei den HelferInnen den Wunsch, zukünftig erneut solch einen „Urlaub“ erleben zu dürfen.

Viele Wünschen sich zum Andenken einen Reisebericht und eine Fotomappe. Da dies bislang nicht im Leistungsangebot der Caritas Mecklenburg explizit enthalten ist, sollte dem Wunsch ggf. gegen eine Materialaufwandsentschädigung nachgegangen werden.

Die Durchführung einer Evaluation ergibt nur dann Sinn, wenn mit den Ergebnissen einer Evaluation gearbeitet wird. Ich schlage daher vor, dass die Sollangaben bedacht werden und die Gedanken hierzu zu Gunsten der TeilnehmerInnen, Angehörigen und HelferInnen in die Realität umgesetzt werden.

[...]


[1] Peitz, Bernhard. Kakowski, Ulrich. Kölzow, Brigitte. 25 Jahre Behindertenfreizeiten durch die Caritas Mecklenburg e.V. Rostock. 2004

[2] Medicine Worldwide. Online im Internet: URL: http://www.m-ww.de/krankheiten/erbkrankheiten/down-syndrom.html [19.08.2004]

[3] Asklepios Kliniken GmbH. Mensch, Medizin, Mitverantwortung. Online im Internet: URL: http://www.asklepios.com/globaleindikationen/GlobaleIndikationenNeurologie/fruehkindl_hirnschaden.htm [29.08.2004]

[4] akademie.de. Net- Lexikon. Online im Internet: URL: http://www.lexikon-definition.de/Geistige-Behinderung.html [29.08.2004]

[5] wissen.de. Online im Internet: URL: http://www.wissen.de/xt/default.do?MENUNAME=Suche&SEARCHTYPE=topic&query=spastik [29.08.2004]

[6] Epilepsie- Netz. Online im Internet: URL: http://www.epilepsie-netz.de/30/Epilepsie_kompakt/Grundlagen.htm [29.08.2004]

[7] intakt. Online im Internet: URL: http://www.intakt.info/information/spina.htm. [29.08.2004]

[8] Schlag@nfall Info. Online im Internet: URL: http://www.schlaganfall-info.de/links.htm [29.08.2004]

[9] Medicine Worldwide. Online im Internet: URL: http://www.m-ww.de/krankheiten/kinderkrankheiten/poliomyelitis.html [29.08.2004]

[10] G-Netz. Das Gesundheitsnetz. Online im Internet: URL: http://www.g-netz.de/Gesundheit_A-Z/Index_I-N/Muskelschwund/muskelschwund.shtml [29.08.2004]

[11] Informationen zur Evaluation sind aus: Bülow-Schramm, Margret: Planen- beurteilen- analysieren- anwenden. Einführung in die Evaluation der Lehre. In: Handbuch Hochschullehre. Juni 1994 o.V. entnommen.

63 von 63 Seiten

Details

Titel
Behindertenhilfeorganisation - Praxisbericht
Hochschule
Evangelische Hochschule Berlin
Veranstaltung
Praxissemester
Autor
Jahr
2004
Seiten
63
Katalognummer
V108964
Dateigröße
557 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Im Rahmen meines Praktikums habe ich u.a. Evaluationen durchgeführt - daher füllt diese Thematik gleich mehrere Seiten.
Schlagworte
Behindertenhilfeorganisation, Praxisbericht, Praxissemester
Arbeit zitieren
Yen Sandjaja (Autor), 2004, Behindertenhilfeorganisation - Praxisbericht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/108964

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