Zur Typologie neuzeitlicher bewaffneter Konflikte und der historischen Rolle Österreichs


Seminararbeit, 2002
23 Seiten, Note: Sehr gut

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INHALT

Einleitung

Die Türkenkriege

Der Dreißigjährige Krieg

Französische Angriffskriege unter Ludwig XIV.

Erbfolgekriege des 18.Jahrhunderts

Der Siebenjährige Krieg

Die Kriege der Französischen Revolution und Napoleons

Nationale Befreiungs- und Einigungskriege des 19. Jahrhunderts

Der Krimkrieg

Der Erste Weltkrieg

Bibliographie

Einleitung

Es werden in dieser Arbeit nur jene bewaffneten Konflikte im Europa der Neuzeit behandelt, in die Österreich involviert war; das waren allerdings die meisten. Die Typologie der Konflikte richtet sich nach den Interessen und Zielen der beteiligten Mächte. Immer waren machtpolitische Interessen im Spiel, manchmal auch ideelle: Religiöse Motive wie in den Religionskriegen zwischen Katholiken und Protestanten und in den Türkenkriegen oder die Idee der nationalen Freiheit und Einheit in der Zeit von der Französischen Revolution bis zum Ersten Weltkrieg. In den Kriegen zwischen dem Westfälischen Frieden und der Französischen Revolution fehlte ein ideologisches Motiv. Auch wirtschaftliche Interessen spielten eine Rolle, allerdings vorwiegend für höher entwickelte Staaten wie Großbritannien und Frankreich. In der österreichischen Außenpolitik waren sie nur von marginaler Bedeutung.

Die Türkenkriege

Die Türkenkriege standen unter dem starken religiösen Vorzeichen der Auseinandersetzung zwischen Christentum und Islam. Die Zeitgenossen stilisierten sie als Kampf um die Christlichkeit des Abendlandes und als Kreuzzüge, denen sie in den Epitheta (Heilige Ligen) eine besondere Qualität zuerkannten. Die Osmanen sahen sich ebenfalls als Kämpfer für den Glauben, ihre Eroberungskriege waren für sie auch Kriege zur Ausdehnung des islamischen Herrschaftsgebiets.[1]

Die Türkenkriege der Habsburger waren im 16. Jahrhundert und in geringerem Maß auch im 17. und zu Beginn des 18. Jahrhunderts Konflikte auf zwei Ebenen. Die eine Ebene war der Kampf der habsburgischen Dynastie um ihre Anerkennung als Könige von Ungarn gegen die Ansprüche einheimischer Fürsten, die andere Ebene war die Auseinandersetzung der habsburgischen Macht mit den Osmanen.[2]

Die österreichischen Habsburger waren seit 1526 der europäische, christliche Hauptgegner des Osmanischen Reiches. Der Einfall der Türken nach Ungarn hinterließ durch den Tod König Ludwigs II. in der Schlacht von Mohacs ein Machtvakuum, in das der habsburgische Erzherzog Ferdinand und der Woiwode von Siebenbürgen, Janos Zapolya, einzudringen versuchten (doppelte Königswahl 1526). Für Ferdinand ging es darum, seinen Erbanspruch in Ungarn durchzusetzen, der Konflikt mit Zapolya war also gewissermaßen ein Erbfolgekrieg. Die Osmanen wollten die Beherrschung Ungarns durch die Habsburger und den Aufstieg einer großen habsburgischen Macht im Osten verhindern. In diesem Zusammenhang war die erste Belagerung Wiens 1529 nicht mehr als ein begrenzter Vorstoß. Die erste Phase dieser Türkenkriege endete 1547 mit der Dreiteilung Ungarns in einen habsburgisch und einen osmanisch beherrschten Teil und in das unter osmanischer Oberhoheit stehende Fürstentum Siebenbürgen. 1551-1562 kam es zu einem neuen Krieg, in dem Ferdinand gegen den Widerstand der Türken erfolglos versuchte, Siebenbürgen zu erwerben.[3] Die Habsburger verfolgten in dieser Zeit also durchaus auch offensive Zielsetzungen. Auf einen kurzen Konflikt 1566-68 folgte der Lange Türkenkrieg 1593-1606, an dessen Ende der Kaiser vom Sultan erstmals als gleichberechtigte Macht anerkannt wurde. In den Rahmen der Türkenkriege fügen sich auch die Auseinandersetzungen mit den osmanischen Vasallenfürsten von Siebenbürgen.[4]

Nachdem die Osmanen mehr als ein halbes Jahrhundert lang Frieden gehalten hatten, was vor allem während des Dreißigjährigen Krieges für die Habsburger von Vorteil war, führte ein Streit um die Thronfolge in Siebenbürgen zu einem neuen Türkenkrieg 1663/64. Das kaiserliche Heer siegte zwar bei Mogersdorf, der türkische Kandidat Apafi wurde aber Fürst von Siebenbürgen.[5] Mit diesem Konflikt begann eine neue Phase osmanischer Angriffskriege gegen die habsburgischen Länder, die aber nicht den gleichen imperialistischen Absichten entsprangen wie die Kriege Sultan Süleymans im 16. Jahrhundert. Die Osmanen zielten jetzt nicht primär auf weitere Eroberungen im Westen, sondern auf die Sicherung ihrer Position in Ungarn und Siebenbürgen.[6] Nichtsdestotrotz war der türkische Angriff auf Wien 1683 eine ernste Gefahr für die habsburgische Macht, es stellte sich die Frage nach der Erhaltung eines politisch selbstständigen Mittel- und Ostmitteleuropas.[7] Die erfolgreiche Abwehr änderte das Kräfteverhältnis aber grundlegend und ließ das Jahr 1683 zur großen Zäsur in den habsburgisch-osmanischen Beziehungen werden. Bis dahin waren die Habsburger der schwächere der beiden Rivalen, sie agierten daher prinzipiell aus einer defensiven Position gegenüber dem übermächtigen Osmanischen Reich heraus, von nun an wurden sie zur stärkeren der beiden Mächte. Die Gegenoffensive in den Donauraum, die seit dem Sieg vor Wien aussichtsreich erschien, endete mit dem Frieden von Karlowitz 1699, der das Habsburgerreich zur Großmacht erhob und den Niedergang der osmanischen Macht einleitete.

Der Türkenkrieg 1716-18 entsprang nicht Expansionsabsichten Österreichs, sondern sollte Venedig Hilfe gegen die Osmanen, die es auf der Peloponnes angegriffen hatten, bringen. In Wien wollte man dadurch eine Stärkung der türkischen Macht verhindern und durch neue Eroberungen an der unteren Donau einen Ausgleich für die aus Wiener Sicht zu geringen Anteile an der spanischen Erbmasse schaffen, ein Vorhaben, das auch gelang. Insofern war dieser Krieg zwar nicht in seinen Ursprüngen, aber von den Zielen her ein Eroberungskrieg der Habsburger.[8] Während, wie erwähnt, seit 1526 die Habsburger der europäische Hauptgegner des Osmanischen Reiches waren, übernahm im Verlauf des 18. Jahrhunderts Russland diese Rolle. Österreich nahm auf Grund von Bündnisverpflichtungen gegenüber dem Zarenreich noch an zwei Kriegen gegen die Türkei teil (1737-39, 1788-91), deren Ausgang aber jedes Mal unbefriedigend war. In beiden Fällen wurden in Wien Expansionspläne entwickelt (1737 auch als Kompensation für die Verluste im Polnischen Thronfolgekrieg), die sich als nicht realisierbar erwiesen.[9]

Der Dreißigjährige Krieg

Der Dreißigjährige Krieg lässt sich verschiedenen Typen von Kriegen zuordnen. Zum einen war er der letzte Religionskrieg zwischen Katholiken und Protestanten in Europa, genauer gesagt zwischen dem Kaiser und den katholischen Reichsständen einerseits und den protestantischen Reichsständen andererseits um den Konfessionsstand im Reich. Zum anderen war der Dreißigjährige Krieg ein Konflikt um die zukünftige Gestaltung der Reichsverfassung, das heißt um die Machtstellung des Kaisers bzw. die „Libertät“ der Reichsstände. Dieser Konflikt fügte sich in den größeren europäischen Rahmen der Auseinandersetzung zwischen den Habsburgern und ihren Gegnern um den Vormachtanspruch dieser Dynastie in Europa.[10]

Die österreichischen Habsburger agierten im Dreißigjährigen Krieg in erster Linie als Kaiser des Heiligen Römischen Reiches und erst in zweiter Linie als Herrscher ihrer Länder. Der Krieg begann als Konflikt innerhalb des habsburgischen Länderkomplexes und weitete sich bald zu einer innerdeutschen Auseinandersetzung aus. Der rasche Sieg über die rebellischen Stände in Böhmen, als dessen Folge die Habsburger dort den Absolutismus und die Gegenreformation durchsetzen konnten, scheint Kaiser Ferdinand II. und seine Berater zu dem Ziel verleitet zu haben, auch die Reichsstände stärker der kaiserlichen Macht zu unterwerfen und alle nach 1552 evangelisch gewordenen Gebiete zu rekatholisieren. Ein erster Akt, der darauf hindeutete, war die Übertragung der Pfälzer Kurwürde durch Ferdinand II. auf seinen Verbündeten Herzog Maximilian von Bayern 1623, ein Vorgehen, das eigentlich mit der Reichsverfassung unvereinbar war.[11]

Mit dem Eingreifen König Christians IV. von Dänemark, der nach der Vorherrschaft in Norddeutschland strebte, nahm der Krieg eine europäische Dimension an. Nachdem er besiegt war, stand der Kaiser auf dem Höhepunkt seiner Macht im Reich. Ferdinand II. und sein Verbündeter Maximilian von Bayern kontrollierten, gestützt auf die Heere Wallensteins und der katholischen Liga, fast ganz Deutschland von den Alpen bis zur Nord- und zur Ostsee. Ferdinand demonstrierte diese neue kaiserliche Machtvollkommenheit durch die Verhängung der Reichsacht über die Herzöge von Mecklenburg und die Übertragung des Landes auf seinen Generalissimus Wallenstein, ganz besonders aber durch den Erlass des Restitutionsedikts 1629. Die darin enthaltene Anordnung der Rückgabe aller nach 1552 säkularisierten Kirchengüter und die Feststellung, der Augsburger Religionsfriede gelte nur für die Lutheraner, nicht für die Calvinisten, denen damit als Ketzer die Reichsacht und der Verlust ihres gesamten Besitzes drohte, bedrohte den Protestantismus in weiten Teilen Deutschlands. Über die Rekatholisierung ehemals geistlicher Territorien hinaus wollte Ferdinand II. mit der katholischen Auslegung des Religionsfriedens auch seine Stellung im Reich ausbauen. Dagegen sahen die evangelischen Reichsstände in der Rückkehr zu den politischen und konfessionellen Verhältnissen des späten 16. Jahrhunderts die Voraussetzung für einen dauerhaften Frieden im Reich. So sehr die katholischen Reichsstände die Restitution an sich wünschten, so sehr waren auch sie über die Form, in der das geschah, besorgt. Das Restitutionsedikt wurde von den Ständen beider Konfessionen als ein Angriff auf ihre „Libertät“ und als ein erster Schritt hin zu einem kaiserlichen Absolutismus betrachtet. Diese Sorge verband nun die Reichsstände über die Konfessionsgrenzen hinweg gegen den Kaiser, der ihrem Druck nachgeben musste. Wallenstein wurde entlassen und seine Armee zu drei Vierteln aufgelöst (das restliche Viertel wurde in das Heer der katholischen Liga eingegliedert), denn diese Armee galt als die Basis für alle Pläne zur Umgestaltung des Reiches in Richtung eines Einheitsstaates unter der Herrschaft des Kaisers. Solche Pläne schwebten Ferdinand II. zweifellos vor.[12]

Das Eingreifen Schwedens in den Krieg 1630 leitete eine neue Phase ein. Gustav II. Adolf führte in erster Linie einen Eroberungskrieg, um die Herrschaft über den Ostseeraum zu erringen. Nach Kriegen gegen Russland und Polen mit Gebietsgewinnen Schwedens im Baltikum bildete die Intervention in Deutschland eine weitere Stufe in diesem imperialistischen Expansionsprogramm. Daneben ist auch ein religiöses Motiv im Sinne der Verteidigung des protestantischen Glaubens anzunehmen. Bis zu einem gewissen Grad führte Gustav Adolf auch einen Präventivkrieg. Das Vordringen der kaiserlichen Macht an die Ostsee-Küste durch den Sieg über Dänemark und die maritimen Pläne des Kaisers, wie sie sich mit der Ernennung Wallensteins zum „General des ozeanischen und baltischen Meeres“ und den Vorbereitungen zum Bau einer Flotte abzeichneten, drohten die schwedischen Hegemoniebestrebungen in der Region zu durchkreuzen.[13]

Der Sieg von Nördlingen 1634 und der Friede von Prag mit Sachsen im Jahr darauf brachten die kaiserliche Macht im Reich auf einen neuen Höhepunkt. Der Prager Friede legte den kaiserlichen Oberbefehl über die vereinigten Armeen des Kaisers, Bayerns und Sachsens fest und untersagte den Reichsständen den Abschluss von Bündnissen. Als Zugeständnis Ferdinands II. wurde das Restitutionsedikt für 40 Jahre außer Kraft gesetzt und als Stichtag für den Konfessionsstand im Reich der 12.11.1627 bestimmt.[14]

Der Prager Friede wurde zwar von fast allen Reichsständen ratifiziert, es wurde aber verabsäumt, die ausländischen Mächte einzubinden. Kardinal Richelieu zimmerte nun eine neue Koalition gegen die Habsburger, nachdem er deren Gegner schon vorher finanziell unterstützt hatte. Nach einem Bündnis mit den Niederlanden erklärte Frankreich im Mai 1635 Spanien und im März 1636 dem Kaiser den Krieg. Frankreich führte indirekt einen Verteidigungskrieg. Es wurde zwar von den Habsburgern nicht direkt bedroht, aber eine Umgestaltung des Reiches in Richtung eines Einheitsstaates mit einem voll handlungsfähigen Kaiser an der Spitze und eine Unterwerfung der nördlichen Niederlande durch Spanien hätten die habsburgische Umklammerung Frankreichs gefestigt. Über die Sprengung dieser Umklammerung hinaus zielte Richelieus Politik auf die Schaffung einer europäischen Friedensordnung unter französischer Dominanz, so dass man auch von einem Hegemonialkrieg Frankreichs sprechen kann. So begannen Frankreich und Schweden den Krieg von neuem, um die deutsche „Libertät“ zu retten. Die beiden außerhalb des Reiches stehenden Mächte wurden die Kristallisationspunkte der reichsständisch-antikaiserlichen Opposition. Die zweite Phase, in der die Macht des Kaisers im Zenit stand, blieb damit ebenso kurz wie die erste 1629/30.[15]

Sowohl das militärische Ringen bis 1648 als auch das diplomatische Tauziehen in den seit 1644 stattfindenden Friedensverhandlungen drehte sich um die Alternative Rekatholisierung und „absolutes Dominat“ des Kaisers oder „Status quo ante bellum“ in konfessioneller Hinsicht und „deutsche Libertät“. Im Westfälischen Frieden setzte sich die zweite Alternative durch.[16] Als Ergebnis des Krieges ist festzuhalten, dass die Politik der Habsburger in ihren eigenen Ländern erfolgreich und ihre Stellung dort gestärkt war, im Reich jedoch ohne Erfolg blieb. Hier erfuhr die Macht der Reichsstände durch das Recht, Bündnisse untereinander und mit auswärtigen Mächten zu schließen, eine Stärkung.[17]

Französische Angriffskriege unter Ludwig XIV.

Darunter fallen der Devolutionskrieg 1667-68, der Niederländische Krieg 1672-78 und der Pfälzische Erbfolgekrieg 1688-97. Gemeinsam ist ihnen, dass sie vom französischen König vom Zaun gebrochen wurden, dass sie somit eindeutige Angriffskriege Frankreichs waren. Ludwig XIV. verfolgte allerdings nur begrenzte Ziele, die in ihrer Konsequenz aber doch auf eine Vormachtstellung Frankreichs zumindest in Westeuropa hinausliefen. Ein Streben nach Herrschaft über Europa wie Napoleon darf man ihm aber nicht unterstellen. Ludwig trachtete das Territorium Frankreichs auszudehnen, um dem Land Grenzen zu geben, die es vor feindlichen Invasionen soweit wie möglich schützten. Besonders konzentrierte er sich auf den Norden und Osten, wo in der Vergangenheit wiederholt habsburgische Armeen eingefallen waren. Der Hauptfeind blieb auch nach dem Pyrenäischen Frieden 1659 Spanien, weil seine Besitzungen nach wie vor Frankreich im Norden, Osten und Süden umgaben. Ludwig XIV. zielte daher in seiner Expansionspolitik zunächst vor allem auf die spanischen Niederlande und Burgund.[18]

Die Habsburger in Wien stellten sich dem Expansionsstreben des französischen Königs anfangs nicht entgegen, obwohl es gegen das Heilige Römische Reich und gegen habsburgische Besitzungen gerichtet war. Die wichtigsten Berater Kaiser Leopolds I., Fürst Lobkowitz und Graf Auersperg, waren Frankreich freundlich gesinnt. Außerdem war seit dem Krieg 1663/64 die türkische Gefahr wieder akut geworden. Generell sah man sich in Wien seit den 1660er Jahren mit einem doppelten Expansionsstreben konfrontiert, dem französischen von Westen her gegen das Reich und dem osmanischen von Südosten gegen die habsburgischen Länder, wobei Letzteres angesichts der geographischen Nähe zum Zentrum der habsburgischen Macht bedrohlicher war als die französische Politik. Österreich nahm daher am Krieg 1667/68 nicht teil. Vor dem Angriff Ludwigs XIV. auf die Niederlande 1672 schloss Kaiser Leopold I. einen Neutralitätsvertrag mit ihm. Als die politische und militärische Lage im Westen immer bedenklicher wurde, sah sich der Kaiser aber doch zum Kriegseintritt gezwungen. Es formierte sich nun zwar eine europäische Koalition gegen Frankreich, die Friedensverträge von Nimwegen 1678/79 waren für Ludwig XIV. aber doch vorteilhaft, weil er mit seinen Gegnern einzeln verhandelte und abschloss. Immerhin verhinderte das Eingreifen des Kaisers einen vollen Erfolg Ludwigs.[19] Nachdem Kaiser Leopold I. die Reunionen wegen des Türkenkriegs vorläufig anerkennen musste (1684), überspannte Ludwig XIV. mit dem Pfälzischen Erbfolgekrieg den Bogen. Die Verwüstung der Pfalz rief in Deutschland Erbitterung und Rachegefühle hervor. Auf Betreiben des neuen Königs von England, Wilhelm III. von Oranien, kam es wiederum zu einer Allianz europäischer Mächte einschließlich Österreichs gegen Frankreich, dem auch der Reichskrieg erklärt wurde. Für die Habsburger in Wien bedeutete dies einen Zwei-Fronten-Krieg, da ja im Osten noch der Kampf gegen die Osmanen im Gange war. Als Ergebnis des Krieges musste Ludwig XIV. erstmals territoriale Verluste hinnehmen, die europäische Koalition gegen ihn war erfolgreich gewesen.[20]

Die Verwicklung Österreichs in die Auseinandersetzung mit Ludwig XIV. wurde damit von Krieg zu Krieg stärker. Sie reichte von der Nichtteilnahme am Devolutionskrieg über das verspätete und zögernde Eingreifen im Niederländischen Krieg bis zu einer führenden Rolle im Pfälzer Krieg, in dem Österreich zum ersten Mal auch der „Festlandsdegen“ Englands, das heißt dessen stärkster und wichtigster kontinentaler Verbündeter, war. Zugleich wird hier auch die außenpolitische Doppelrolle deutlich, die die Habsburger vom 16. bis zum 18. Jahrhundert spielten. In den Kriegen gegen Ludwig XIV. agierten sie primär als Kaiser des Heiligen Römischen Reiches, zu dessen Verteidigung sie auf Grund ihrer Stellung berufen waren, während sie in der zeitgleich stattfindenden Auseinandersetzung mit den Osmanen als Herrscher des Habsburgerreiches auftraten.

Erbfolgekriege des 18. Jahrhunderts

Fast alle Kriege in Europa im 18. Jahrhundert waren Erbfolgekriege. Es ging dabei immer darum, die Macht einzelner Herrscher und Dynastien auf Grund von Erbschaftsansprüchen auszudehnen. Die Erbschaftsansprüche waren die beste rechtliche Legitimierung dieses Machtstrebens. Über die Frage der Thronfolge hinaus ging es in diesen Kriegen immer auch um die Kräfteverhältnisse zwischen den Großmächten in Europa.[21] Das Muster war stets das gleiche, nämlich, dass nach dem Tod eines Herrschers die Frage der Thronfolge offen war. In dieser Situation erhoben mehrere Kandidaten auf Grund verwandtschaftlicher Beziehungen zu dem Verstorbenen Ansprüche auf den Thron. Sie wurden dabei von Großmächten unterstützt, die damit machtpolitische Interessen verbanden. Die jeweiligen Thronaspiranten entstammten entweder dem Herrscherhaus einer Großmacht wie im Spanischen und im Bayerischen Erbfolgekrieg oder der Fürstenfamilie einer kleineren Macht, die die Unterstützung einer Großmacht besaß, wie im Polnischen und im Österreichischen Erbfolgekrieg. Zwischen der Großmacht-Dynastie und dem kleineren Fürstenhaus bestanden in einigen Fällen verwandtschaftliche Beziehungen (Österreich und Frankreich zu ihren Kandidaten im Polnischen Erbfolgekrieg, Österreich im Bayerischen Erbfolgekrieg), in anderen Fällen nicht (Russland im Polnischen, Frankreich im Österreichischen und Preußen im Bayerischen Erbfolgekrieg).

a) Der Spanische Erbfolgekrieg

Er unterscheidet sich von den vorhergehenden Kriegen Ludwigs XIV. insofern, als Ludwig diesmal eigentlich keinen Krieg wollte. Deshalb suchte er vor dem Tod Karls II. von Spanien eine Einigung mit Wilhelm III. von England über eine Teilung des spanischen Reiches, die Madrid und Wien zur Zustimmung vorgelegt werden sollte. Als Karl II. jedoch unter dem Einfluss seiner Umgebung in einem Testament kurz vor seinem Tod sein ganzes Reich Philipp von Anjou vermachte, akzeptierte der französische König rasch für seinen Enkel, auch weil Spanien sonst laut Testament an Karl von Habsburg übergegangen wäre. Ludwigs weiteres Vorgehen weckte den Eindruck, als griffe er nach der Hegemonie Frankreichs und nach einer Universalmonarchie der Bourbonen. Französische Truppen und Berater begleiteten Philipp von Anjou nach Madrid, französische Streitkräfte nahmen für ihn die spanischen Niederlande in Besitz, Philipp gewährte Kaufleuten seines Heimatlandes Konzessionen in Spanien und gab einer französischen Gesellschaft den Vertrag für den Sklavenhandel von Afrika nach Amerika. Zudem wahrte Ludwig XIV. auch Philipps Anspruch auf den Thron Frankreichs. Die Gefahr, die von dort für die anderen Mächte ausging, schien damit viel größer zu sein als in den früheren Kriegen des „Sonnenkönigs“, in denen er nur begrenzte territoriale Gewinne an den Grenzen seines Landes angestrebt hatte. Wilhelm III. schmiedete nun die Haager Allianz vom 7.9.1701 mit den Niederlanden und Österreich, das wieder zum „Festlandsdegen“ Englands wurde, um in einem Krieg die Teilung des spanischen Reiches zu erzwingen. Die österreichischen Habsburger verzichteten somit bald nach Kriegsausbruch auf ihren Anspruch auf das gesamte Erbe ihrer Verwandten in Madrid und begnügten sich mit den spanischen Niederlanden und den Besitzungen in Italien, während Philipp von Anjou Spanien und seine Kolonien erhalten sollte. Mit dem Kriegseintritt der beiden Seemächte erfüllte sich eine Hoffnung Kaiser Leopolds I., nachdem er dem Testament Karls II. und der Thronbesteigung Philipps die Anerkennung verweigert und im Frühjahr 1701 Truppen nach Italien geschickt hatte, um die dortigen Besitzungen Spaniens an sich zu reißen.[22]

Als der König von Portugal sich 1703 von England für den Kriegseintritt an der Seite der Alliierten gewinnen ließ, bestand er auf der Vertreibung der Bourbonen aus Spanien. England ging darauf ein, weil es sich von einem Habsburger in Madrid große Handelskonzessionen erwartete. In Wien war man von diesem neuen Kriegsziel nicht begeistert, weil das Hauptziel die spanischen Länder in Italien waren. Auf Druck der Seemächte wurde jedoch Leopolds I. jüngerer Sohn Karl zum König von Spanien proklamiert und durch eine englisch-niederländische Expedition dorthin gebracht.[23] Die Herrschaft eines Habsburgers über das ungeteilte spanische Reich schien England und den Niederlanden weniger gefährlich als die eines Bourbonen. Angesichts der Politik Ludwigs XIV. in der Vergangenheit hatten die anderen Mächte allen Grund anzunehmen, dass er willens und imstande sein würde, die Vereinigung Frankreichs und Spaniens herbeizuführen. In Anbetracht der administrativen, wirtschaftlichen und militärischen Potenz Frankreichs hätte dies das Gleichgewicht der Mächte stärker bedroht als eine Union zwischen Spanien und dem vergleichsweise rückständigen und weniger gefestigten Habsburgerreich, wobei noch zweifelhaft war, ob Wien die Fähigkeit zu einer solchen Vereinigung besessen hätte.[24] Allerdings sicherten sich die Seemächte dadurch ab, dass auf ihr Drängen hin Leopold I. und sein älterer Sohn Joseph allen Ansprüchen auf das spanische Erbe zu Gunsten Karls entsagen mussten. Dieser Verzicht wurde aber durch die geheime Abmachung des „pactum mutuae successionis“ eingeschränkt, das ein gegenseitiges Erbrecht der Linien Karls und Josephs vorsah.[25]

In Spanien kam es nun zum Bürgerkrieg. Philipp konnte sich auf Kastilien und auf Hilfe aus Frankreich stützen, hinter Karl standen die Regionen im Osten Spaniens (Katalonien, Aragon, Valencia). Karl blieb immer in der schwächeren Position, er konnte sich nur mit britischer Hilfe halten. So erhielt der Krieg einen doppelten Charakter. Zum einen war er ein Kampf um die Hegemonie Frankreichs bzw. das Gleichgewicht der Mächte in Europa, zum anderen eine Auseinandersetzung innerhalb Spaniens um die Krone des Landes. Den ersten Kampf gewannen die Alliierten bis 1709, für den Sieg im zweiten reichten ihre Ressourcen nicht. Österreich konzentrierte sich auf die Eroberung von Mailand und Neapel und auf den Angriff auf Frankreich von den Niederlanden aus, weil nur durch Siege auf diesem Schauplatz Ludwig XIV. zur Anerkennung seiner Niederlage und zum Frieden gezwungen werden konnte. In Spanien engagierte sich Wien kaum. Ein Teil der habsburgischen Armee war zudem die meiste Zeit des Krieges hindurch durch den Aufstand der ungarischen Kurutzen gebunden, so dass Österreich sich in einer Zwei-Fronten-Situation befand. Als 1711 Kaiser Karl VI. seinem Bruder Joseph I. nachfolgte, drohte statt der bourbonischen die habsburgische Universalmonarchie. Mit Karls Thronbesteigung verfolgten die Habsburger erstmals ernsthaft das Ziel, das gesamte spanische Reich zu gewinnen. Deshalb kehrte die neue britische Tory-Regierung zu dem ursprünglichen Kriegsziel der Teilung des spanischen Reiches zurück. Großbritannien zog sich aus dem Krieg zurück und schloss den Frieden von Utrecht. Österreich kämpfte noch ein Jahr allein weiter bis zum Frieden von Rastatt.[26]

b) Der Polnische Thronfolgekrieg

Nach dem Tode Augusts des Starken wäre an sich ein männlicher Nachfolger, sein Sohn Friedrich August, vorhanden gewesen. Da Polen aber Wahlmonarchie war, blieb die Nachfolgefrage offen. Österreich unterstützte gemeinsam mit Russland und Preußen Friedrich August, der mit den Habsburgern verschwägert war, der Kandidat Frankreichs, Stanislaw Leszczynski, war der Schwiegervater Ludwigs XV. Der Konflikt wies von Anfang an über Polen hinaus. Es war der erste größere Krieg in Europa seit dem Spanischen Erbfolgekrieg. 20 Jahre nach dessen Ende wurde nun über die Rang- und Kräfteverhältnisse zwischen den Großmächten neu entschieden. Österreich erwies sich im Verlauf der Auseinandersetzung aufgrund militärischer und finanzieller Schwierigkeiten als unfähig, die anfänglichen Rückschläge gegen Frankreich, Spanien und Savoyen wettzumachen und konzentrierte sich dann nur noch auf Schadensbegrenzung. Frankreich konnte hingegen sein Gewicht im Kreis der Mächte vergrößern.[27]

c) Der Österreichische Erbfolgekrieg

Der Konflikt der Jahre 1740-48 zerfällt von seiner Typologie her in verschiedene Kriege. Von einem Erbfolgekrieg kann man für die Jahre 1741-45 sprechen. Dieser unterscheidet sich von anderen Erbfolgekriegen dadurch, dass das Objekt der Auseinandersetzung, die Habsburgermonarchie, zugleich Konfliktpartei war. Anders als in Spanien, Polen und Bayern war in Österreich eine erbberechtigte Nachfolgerin, Maria Theresia, vorhanden, die sich gegen die Aufteilung ihres Reiches zur Wehr setzte. Vakant war im Grunde nur die römisch-deutsche Kaiserkrone, weil nur ein Mann ihr Träger sein konnte. Die Habsburger kämpften also für zwei Ziele, für den Fortbestand ihres Reiches und für den Verbleib der Kaiserkrone in ihrer Familie. Der Kampf um die österreichische Erbfolge endete 1745, als nach dem Tod Karl Albrechts von Bayern sein Sohn mit Maria Theresia Frieden schloss und der Gatte der Habsburgerin, Franz Stephan von Lothringen, zum Kaiser gekrönt wurde. Eine Sonderstellung innerhalb des Österreichischen Erbfolgekrieges nehmen die ersten beiden Schlesischen Kriege 1740-42 und 1744-45 ein. Friedrich der Große war nicht Teil der antihabsburgischen Koalition, es ging ihm nur um das begrenzte Ziel Schlesien, einen europäischen Krieg oder eine Aufteilung des Habsburgerreiches wollte er nicht auslösen, vielmehr rechnete er mit der Passivität der anderen Mächte.[28]

Mit dem offiziellen Kriegseintritt Großbritanniens und Frankreichs 1744 und dem zweiten bourbonischen Familienpakt zwischen Paris und Madrid im Jahr davor gewann der Krieg eine neue Dimension. Er wurde zu einem Kampf um bzw. gegen die Hegemonie der bourbonischen Mächte in Europa und zu einer maritim-kolonialen Auseinandersetzung zwischen ihnen und Großbritannien. Die neue Dimension zeigte sich auch in der Verlagerung der Kriegsschauplätze von Mitteleuropa nach Italien und in die österreichischen Niederlande. Die Habsburgermonarchie kämpfte nun nicht mehr um ihre Existenz, sondern gegen das französisch-spanische Hegemoniestreben, und dies wiederum in ihrer alten Rolle als „Festlandsdegen“ Londons. Im Frieden von Aachen vereinbarten die Führungsmächte der beiden Lager, Großbritannien und Frankreich, die Rückkehr zum Status quo. Ihre Verbündeten Österreich und Spanien spielten in den Verhandlungen nur eine Nebenrolle.[29]

d) Der Bayerische Erbfolgekrieg

Neben vielen früheren Eheverbindungen der Habsburger mit den Wittelsbachern konnte Joseph II. durch seine zweite Ehe mit der Schwester des kinderlosen bayerischen Kurfürsten nach dessen Tod Anspruch auf das Land erheben. Dahinter stand die Suche nach territorialen Kompensationen für den Verlust Schlesiens. Nachdem man aus Wiener Sicht bei der ersten Teilung Polens relativ wenig bekommen hatte, richtete sich der Blick auf Bayern, durch dessen Erwerbung ein kompakter Landblock entstanden wäre. Angesichts der diplomatischen Isolierung durch den Preußenkönig und dessen Einmarsch in Böhmen musste Österreich auf Bayern verzichten.[30]

Der Siebenjährige Krieg

Der Siebenjährige Krieg ist der Paradefall eines Revanchekriegs. Maria Theresia und der Wiener Hof wollten Revanche an Preußen für die Niederlagen in den ersten beiden Schlesischen Kriegen üben, Schlesien zurückgewinnen und die alleinige Vormachtstellung der Habsburger in Deutschland wiederherstellen. Aus der Sicht Maria Theresias hatte Friedrich II. ihr Unrecht zugefügt und Verrat an seinen Verpflichtungen als Reichsfürst begangen. Der Verlust Schlesiens war besonders schmerzlich. Es war die wirtschaftlich am höchsten entwickelte Provinz des Habsburgerreiches gewesen und es war überwiegend deutsch besiedelt, sein Verlust änderte auch das Völkergefüge der Monarchie. Bei allen Bündnisbemühungen nach 1748 war daher der leitende Gedanke, inwieweit der mögliche Partner gegen Preußen instrumentalisiert werden konnte. Diese Überlegung lag auch dem Bündniswechsel von Großbritannien zu Frankreich zugrunde.[31] Der Angriff Friedrichs des Großen auf Sachsen im Herbst 1756, mit dem der Krieg begann, ist wiederum das klassische Beispiel eines Präventivkriegs. Es bestanden unzweifelhaft Angriffsabsichten der Gegner Preußens. Angesichts der im Gange befindlichen Einkreisung seines Landes wollte Friedrich nicht länger zuwarten, sondern seine strategische Ausgangsposition durch die rasche Niederwerfung Sachsens verbessern. Eigene Expansionsabsichten verfolgte der Hohenzoller mit diesem „Blitzkrieg“ nicht.[32] Österreich war dann der Hauptgegner Preußens, Frankreich und Russland waren Verbündete, die sich vorzeitig aus dem Krieg zurückzogen. Allein war die österreichische Armee den Preußen nicht gewachsen.

Die Kriege der Französischen Revolution und Napoleons

a) Die Kriege der Revolution

Sie waren eine ideologische und machtpolitische Auseinandersetzung zwischen dem revolutionären, republikanischen Frankreich und den monarchischen Mächten Europas. Ideologisch ging es um den „Export“ der Revolution, ihrer Prinzipien und Institutionen (Republik, Nation, Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit) bzw. die Verteidigung der alten monarchisch-feudalen Ordnung des Kontinents. Unter der Losung „Guerre aux chateaux, paix aux chaumieres“ lief dies auf einen Krieg zur Befreiung der Völker von der Herrschaft der Fürsten und auf eine soziale Revolution hinaus. Machtpolitisch war es zunächst ein Kampf Frankreichs um seine „natürlichen“ Grenzen, um die Eroberung der Gebiete westlich der Alpen und des Rheins. Mit wachsendem Erfolg der Revolutionsarmeen trat die alte Frage des europäischen Staatensystems, nämlich die nach Hegemonie (Frankreichs) oder Gleichgewicht, in den Vordergrund. Bis zu einem gewissen Grad war der von den Revolutionären in Paris 1792 begonnene Konflikt auch ein Präventivkrieg gegen die angesichts der Gefahren für die königliche Familie und das Königtum als Institution zu erwartende österreichische Intervention.[33]

Die Habsburgermonarchie zog den besonderen Hass der Revolutionäre auf sich, denn sie war die real existierende Antithese zu allem, was die Revolution hervorgebracht hatte: Republik, Nation, Nationalstaat usw. Sie stand für all das, was die Revolution überwinden wollte. Sie war eine Monarchie, ein dynastischer Staat, eine übernationale Gesellschaft, die letzte Stütze des übernationalen römisch-deutschen Kaisertums, dazu der ungeliebte Bündnispartner seit 1756, der Frankreichs Großmachtstellung in den Niedergang gerissen hatte.[34] Neben dieser ideologischen Herausforderung durch die Revolution war Österreich auch in machtpolitischer Hinsicht von dem sich entfaltenden französischen Imperialismus besonders betroffen. Im Norden standen die österreichischen Niederlande Frankreichs „Drang zum Rhein“ im Wege, im Süden waren die Besitzungen in Italien bedroht und als Kaiser waren die Habsburger auch zur Verteidigung der Westgrenze des Heiligen Römischen Reiches an erster Stelle berufen.[35]

Österreich war in den ersten beiden Koalitionskriegen neben Großbritannien sowohl politisch als auch militärisch der Hauptgegner Frankreichs. Die österreichische Armee trug daher in dieser Phase die Hauptlast des Landkrieges gegen Frankreich. Preußen zog sich 1795 aus dem Krieg zurück, Russland nahm eine Zeit lang am zweiten Koalitionskrieg teil, nur Österreich kämpfte vom Anfang bis zum Ende. Es spielte somit auch, wie schon in fast allen europäischen Kriegen seit Ende des 17. Jahrhunderts, die Rolle des „Festlandsdegens“ Großbritanniens, das die Hauptlast des Seekrieges trug. Das Ausscheiden Preußens aus dem Krieg durch den Sonderfrieden von Basel war für Wien ein schwerer Schlag, die österreichische Armee musste allein weiterkämpfen und war dem nicht mehr gewachsen. Erzherzog Karl behauptete zwar die Rheingrenze, in Italien aber siegte Napoleon. Der Friede von Campoformido, den Österreich zu schließen gezwungen war, brachte Frankreich die Vormachtstellung in Westeuropa, zudem war er auch unübersehbar ein ideeller Triumph der Revolution über das alte Europa.[36] Die Kriegsentschlossenheit der britischen Regierung Pitt ermöglichte Wien durch Finanzhilfe die Wiederaufnahme des Krieges. Nach Anfangserfolgen zusammen mit Russland erlitten nach dessen Ausscheiden die Österreicher die Niederlagen von Marengo und Hohenlinden. Der Friede von Luneville wurde auf der Basis der Bestimmungen von Campoformido geschlossen. Österreichs Niederlage war total, der Kampf gegen die Französische Revolution verloren.[37]

b) Die Kriege Napoleons

Angesichts von Napoleons weiter gehenden Expansionsabsichten und Herrschaftsplänen formierte sich 1805 die dritte Koalition gegen Frankreich. War Österreich in den beiden vorhergehenden Koalitionskriegen die führende kontinentale Macht gegen Frankreich gewesen, so musste es sich nun der politischen und militärischen Führung Russlands unterordnen. Die Kriege von 1805 und 1806/07 waren Hegemonialkriege Napoleons, deren Ergebnis seine Herrschaft über den Kontinent war. Das ideologische Moment war in diesen Auseinandersetzungen schwächer ausgeprägt, weil Napoleon Frankreich nach der Revolution wieder in stärker traditionelle Bahnen gelenkt hatte. Für das europäische Mächtesystem stellte sich in den Napoleonischen Kriegen die Frage nach Hegemonie oder Gleichgewicht in einer völlig neuen Dimension. Zum ersten Mal griff ein Land nicht nur nach der Vorherrschaft in Europa, sondern nach der totalen Beherrschung des Kontinents. Staaten wie Österreich und Preußen sahen sich angesichts dessen in ihrer Existenz als unabhängige Großmächte gefährdet und mit der Aussicht auf ein Dasein als Satellit Frankreichs konfrontiert.[38]

Mit dem spanischen Freiheitskampf gegen Napoleon ab 1808 kehrte sich die Idee der nationalen Befreiung, die von der Französischen Revolution vertreten wurde, gegen Frankreich selbst. Hatten nach 1792 die französischen Revolutionsarmeen ihrem Selbstverständnis nach auch für die Freiheit der Völker Europas gekämpft, so wandten sich diese nun gegen die Fremdherrschaft Frankreichs. Von daher erhielten die Napoleonischen Kriege ab 1808 wieder eine stärkere ideologische Prägung. Dies trifft auch auf Österreichs Krieg 1809 zu, der von der Idee der nationalen Freiheit Deutschlands getragen war. Außenminister Stadion wurde zur treibenden Kraft des Revanchekrieges, den er als deutschen Nationalkrieg konzipierte. Nach der Erhebung der Spanier sollte dies der zweite nationale Befreiungskrieg gegen Napoleon werden, durch den Österreich auch seine Führungsrolle in Deutschland zurückgewinnen wollte. Stadion plante zu diesem Zweck einen Volkskrieg, die Volksmassen sollten durch den Aufbau einer „Volkswehr“ mobilisiert werden. In der Praxis wurde dies durch die Gründung der Landwehr realisiert. Dahinter stand die aus dem spanischen Vorbild gewonnene Überzeugung, dass Napoleon nur durch die sich erhebenden Völker, nicht durch die Heere der Fürsten besiegt werden konnte. In Wien täuschte man sich aber, Deutschland war nicht zum Aufstand bereit. Es gab nur einen größeren Volksaufstand, den unter Andreas Hofer in Tirol.[39]

Am Befreiungskrieg gegen Napoleon 1813/14 nahm Österreich erst nach einigem Zögern teil. Metternich wollte einen Anschluss Wiens an den von Russland und Preußen verkündeten deutschen Nationalkrieg gegen Frankreich aus Rücksicht auf die nichtdeutschen Nationalitäten des Habsburgerreiches vermeiden. Erst nachdem Metternichs Vermittlungsversuche gescheitert waren, schloss sich Österreich dem russisch-preußischen Bündnis an. Danach aber wurde der österreichische Staatskanzler zum führenden Kopf der Allianz gegen Napoleon, zudem erwirkte er, dass der österreichische Feldmarschall Fürst Schwarzenberg den Oberbefehl über die verbündeten Armeen erhielt. Österreich hatte damit sowohl die politische als auch die militärische Führung der Allianz inne.[40]

Nationale Befreiungs- und Einigungskriege des 19. Jahrhunderts

Fast alle Kriege in Europa zwischen 1815 und 1914 können als nationale Befreiungs- und Einigungskriege charakterisiert werden. 1815-71 standen die deutsche und die italienische Frage im Vordergrund, danach der Balkan. Die Habsburgermonarchie trat in fast allen Konflikten als Verteidigerin des Status quo auf, denn jede Veränderung in Richtung nationaler Einheit gereichte ihr zum Nachteil, bedeutete einen Verlust an Territorium und Einfluss und in letzter Konsequenz eine Bedrohung ihrer Existenz. Die Erhaltung des Status quo diente daher immer auch der Sicherheit des Habsburgerstaates. Eine Ausnahme stellt die Okkupation Bosnien-Herzegowinas 1878 dar. Als sich nach dem russisch-türkischen Krieg 1877/78 der Status quo nicht aufrecht erhalten ließ, trug Wien selbst zu seiner Veränderung bei. Die Idee des Nationalstaats stand in Verbindung mit der zweiten großen politischen Strömung der Zeit, dem Liberalismus. Österreichs Kampf um die Erhaltung des Status quo war daher auch ein Kampf gegen liberale und nationale Strömungen. Er entsprang Metternichs Überzeugung, dass, wenn er die Revolution in Europa erfolgreich bekämpfte, sie auch in Österreich verhindern konnte.[41] Der Kampf Österreich um die Ordnung des Wiener Kongresses hatte somit eine außen- und eine innenpolitische Dimension. Außenpolitisch diente er der internationalen Stellung und der Sicherheit des Habsburgerreiches, innenpolitisch half er die innere Ordnung, den Absolutismus, zu bewahren. In diesem Sinne intervenierte Österreich 1821 und 1831 militärisch in Italien. Aus diesem Grund lehnte Metternich auch ein Eingreifen der europäischen Mächte zugunsten der aufständischen Griechen in den 1820er Jahren ab.[42]

a) Kriege in der Revolution 1848/49

Die Revolution 1848/49 bedeutete eine existenzielle Gefahr für die Habsburgermonarchie. Ein Sieg der Revolution in Deutschland, Italien und Ungarn hätte zum Zerfall des Reiches geführt. Die bewaffneten Konflikte, die in verschiedenen Teilen des Kaiserstaates ausbrachen, waren in gewisser Weise Bürgerkriege und im Falle Italiens und Ungarns auch nationale Befreiungskriege. In Italien kam noch ein äußerer Konflikt hinzu, nämlich der Krieg gegen Piemont. In Bezug auf Ungarn kann man sogar von einem doppelten Bürgerkrieg sprechen, einerseits kämpften die Magyaren gegen Österreich (und Russland) und andererseits erhoben sich die nicht-magyarischen Nationalitäten (voran die Kroaten) gegen den ungarischen Staat.[43]

b) Der Krieg in Italien 1859

Dieser war der erste erfolgreiche nationale Einigungskrieg gegen Österreich. Die Verdrängung der habsburgischen Macht von der Appenninen-Halbinsel war die entscheidende Voraussetzung für die Schaffung eines italienischen Nationalstaats. Napoleon III. wiederum setzte mit der Veränderung des Status quo in Italien einen weiteren Schritt nach dem Krimkrieg, um die Ordnung des Wiener Kongresses umzustürzen und Frankreichs Einfluss in Europa wieder zu verstärken.[44] Im Krieg von 1859 wird sowohl der Zusammenhang zwischen ideellen und machtpolitischen Zielen (an der Politik Napoleons III.) als auch der zwischen liberalen und nationalen Ideen deutlich. Der italienische Nationalstaat wurde 1861 als parlamentarische Monarchie gegründet, er bedeutete somit auch einen Sieg des Liberalismus. In Österreich kam es nach der außenpolitischen Niederlage innenpolitisch zu einer Abkehr vom Neoabsolutismus und zu einer Hinwendung zum Konstitutionalismus (Oktoberdiplom, Februarpatent). Hier zeigt sich die Verknüpfung der inneren Ordnung der Monarchie mit ihrer internationalen Stellung.

c) Der Deutsch-Dänische Krieg 1864

Dieser Krieg war das Vorspiel zur Einigung Deutschlands. Österreich spielte darin eine etwas paradoxe Rolle. Obwohl die Erhaltung des Status quo die Grundlage seiner Außenpolitik war, wirkte es im Konflikt um Schleswig-Holstein unbeabsichtigt an seiner Veränderung mit. Der österreichische Außenminister Rechberg wollte eigentlich verhindern, dass Preußen sich die Elbherzogtümer einverleibte. Deswegen ließ sich Österreich gemeinsam mit dem Rivalen im Norden vom Deutschen Bund mit der Eroberung Schleswig-Holsteins von Dänemark beauftragen. Das Ganze mündete in die Aufteilung der Herzogtümer zwischen Wien und Berlin. Rechbergs Politik wurzelte in der Überzeugung, in der deutschen Politik nur zusammen mit Preußen etwas erreichen und die nationale und soziale Revolution bändigen zu können. Durch ein Bündnis mit Berlin hoffte er auch Österreich aus seiner diplomatischen Isolation führen zu können, worin er sich aber täuschte. Letztlich wurde er nur von Bismarck benutzt.[45]

d) Der Krieg gegen Preußen und Italien 1866

Der Krieg Österreichs und seiner deutschen Verbündeten gegen Preußen 1866 war die erste von zwei großen Etappen auf dem Weg zur nationalstaatlichen Einigung Deutschlands. Der Krieg zwischen Österreich und Italien im selben Jahr war der erste von zwei kleinen Schritten zur Vollendung der nationalen Einheit Italiens. Gegenüber dem südlichen Nachbarn verfolgte die Donaumonarchie nach dem Verzicht auf Venetien kein eigentliches Ziel. Österreichs Kriegsziel gegenüber Preußen war die Erhaltung des Deutschen Bundes. In Wien herrschte die Überzeugung, das Recht einer Nation auf einen eigenen Nationalstaat sei nicht höher zu stellen als das Interesse der Staatengemeinschaft an einem institutionalisierten Konsens wie ihn der Deutsche Bund darstellte. Kaiser Franz Joseph und seine Regierung glaubten nicht nur die Rechte und Interessen ihres Staates zu vertreten, sondern mit einem anderen Konzept für die politische Ordnung Deutschlands auch die europäischen Bedingungen und Bedürfnisse besser zu berücksichtigen.[46]

e) Der russisch-türkische Krieg 1877/78 und die Okkupation von Bosnien-Herzegowina

1875 brach in Bosnien-Herzegowina ein Aufstand aus, der im Jahr darauf auf Bulgarien übergriff und Serbien zum Krieg gegen die Türkei veranlasste. Der allgemeine nationale Befreiungskrieg der Balkanvölker gegen die türkische Herrschaft schien gekommen. Russland entschloss sich deshalb zum Krieg gegen das Osmanische Reich, ein Krieg, der in den Augen der panslawistisch gesinnten Öffentlichkeit ein Befreiungskrieg für die Balkanslawen war. Auf dem Berliner Kongress übertrugen die europäischen Mächte Österreich-Ungarn ein Mandat zur unbefristeten Besetzung Bosnien-Herzegowinas, die in einem drei Monate dauernden Feldzug vollzogen wurde. An sich war die Wiener Politik auf die Erhaltung des Osmanischen Reiches und damit des Status quo auf dem Balkan gerichtet. Da sich dieser jedoch angesichts des sich ausbreitenden Flächenbrandes in der Region nicht aufrecht erhalten ließ, setzte sich in Wien die Überzeugung von den Vorteilen einer Okkupation durch: Diese nahm Aufständischen in den südslawischen Gebieten der Monarchie (wie z. B. 1869 in Süddalmatien) das Rückzugsgebiet, stellte eine bessere Verbindung nach Dalmatien her und sicherte dieses Kronland gegen das mögliche Eindringen einer feindlichen Macht (gemeint war Serbien) in sein Hinterland. Darüber hinaus sollte die Inbesitznahme Bosnien-Herzegowinas den ersten Schritt zur wirtschaftlichen Durchdringung Südosteuropas durch die Donaumonarchie bilden. Auch Prestigegründe spielten eine Rolle. Die Okkupation war ein außenpolitisches und militärisches Erfolgserlebnis, nachdem Kaiser Franz Joseph bis dahin nur Niederlagen und Verluste hatte hinnehmen müssen.[47]

Der Krimkrieg

Der Krimkrieg gehört als einziger Krieg in Europa im 19. Jahrhundert nicht zu den nationalen Befreiungs- und Einigungskriegen. Anders als in den Kriegen 1828/29 und 1877/78 ging ihm kein Volksaufstand auf dem Balkan voraus. Die Ursachen des Krimkriegs liegen in strategischen, wirtschaftlichen und religiösen Interessen der Großmächte.[48] Die russischen Forderungen an das Osmanische Reich und die Besetzung der Donaufürstentümer wurden von Seiten Österreichs als Versuch gewertet, das Gleichgewicht der Mächte im Orient entscheidend zu Gunsten Russlands zu verändern. Die Ansichten, was man dagegen tun sollte, waren in Wien geteilt. Einige waren dafür, auf das Angebot des Zaren zur Aufteilung Südosteuropas einzugehen und zu expandieren. Außenminister Buol-Schauenstein überredete Kaiser Franz Joseph jedoch, das Angebot zurückzuweisen, weil ein Eingehen darauf eine Veränderung des Status quo bedeutet hätte. Österreich hätte dann kein Argument mehr gegen die von Napoleon III. propagierte Änderung des Status quo in Europa durch die Bildung von Nationalstaaten gehabt. So entschloss sich die Wiener Regierung, Russlands Macht und Einfluss zurückzudrängen, ohne jedoch aktiv am Krieg teilzunehmen. Dies geschah auch deshalb, weil man in der Konsolidierungsphase nach den Erschütterungen der Revolution 1848/49 kriegerische Konflikte vermeiden wollte. Österreich okkupierte die Donaufürstentümer, um das Kriegsgeschehen präventiv von seinen Grenzen abzudrängen, schloss ein Bündnis mit den Westmächten und trat gegen Russland auf. Die Folge war der Bruch mit St. Petersburg, der nie mehr ganz gekittet wurde.[49]

Der Erste Weltkrieg

Der Erste Weltkrieg lässt sich von der Typologie her verschiedenen Kategorien zuordnen. Für die direkten militärischen Gegner Österreich-Ungarns war auch dieser Konflikt in erster Linie ein nationaler Befreiungs- und Einigungskrieg. Für Italien war er in gewisser Weise der „letzte Krieg des Risorgimento“ (Hans Kramer), für Serbien und Rumänien ein Kampf zur Befreiung und Vereinigung aller Südslawen bzw. Rumänen, für Russland ein Befreiungskrieg für alle Slawen unter deutscher und österreichisch-ungarischer Herrschaft im Zeichen des Panslawismus.

Aus der Sicht Österreich-Ungarns stand am Beginn des Krieges ein Akt der Verteidigung gegen Serbien. Wenn man auch davon ausgehen kann, dass die serbische Regierung nicht in das Attentat von Sarajevo involviert war, so duldete sie doch seit 1903 die ausgedehnte Propagandatätigkeit nationalistischer Vereine von Serbien aus in den südslawischen Gebieten der Donaumonarchie und die terroristischen Aktivitäten sowie die militärische Ausbildung von Untergrundkämpfern zur Vorbereitung eines nationalen Befreiungskrieges durch die Organisation „Schwarze Hand“. Wenn die Ermordung des Thronfolgers Franz Ferdinand auch die Existenz der Monarchie nicht direkt bedrohte, so wurde dieses Attentat in Wien doch als Herausforderung empfunden, auf die man entsprechend reagieren musste, wenn man in Zukunft noch als Großmacht ernst genommen werden wollte.[50]

Nachdem der allgemeine europäische Krieg ausgebrochen war, führte Österreich-Ungarn einen Existenzkampf, da im Falle seiner Niederlage mit der Auflösung des Staates zu rechnen war. Andererseits geriet die Donaumonarchie im Verlauf des Krieges in zunehmende Abhängigkeit vom übermächtigen Verbündeten Deutschland. Je mehr sie auf die Hilfe deutscher Truppen und auf wirtschaftliche Unterstützung angewiesen war, desto mehr sank sie zum Juniorpartner, ja am Ende zum Satelliten des Deutschen Reiches herab. Das Habsburgerreich war durch den Krieg also doppelt bedroht, bei einer Niederlage in seiner Existenz, bei einem Sieg in seiner Stellung als unabhängige Großmacht. In einem deutsch beherrschten Europa nach dem Krieg wäre die Monarchie nur noch ein Vasall Berlins gewesen. Ein Ausweg hätte theoretisch ein Sonderfriede sein können, diese Hoffnung zerschlug sich aber im Frühjahr 1918 nach dem Abkommen von Spa endgültig. Als deutscher Satellit erfüllte Österreich-Ungarn keine Funktion im europäischen Gleichgewicht mehr, weshalb die anderen Großmächte das Interesse an seinem Fortbestehen verloren. Sie begannen daher die Unabhängigkeitsbestrebungen der Nationalitäten zu unterstützen, die parallel zur militärischen Niederlage im Herbst 1918 zum Zerfall des Reiches führten.[51]

Bibliographie

Baumgart, Winfried: Europäisches Konzert und nationale Bewegung. Internationale Beziehungen 1830-1878. Paderborn 1999 (= Handbuch der Geschichte der Internationalen Beziehungen in 9 Bänden, hg. von Heinz Duchhardt und Franz Knipping, Band 6)

Bridge, Francis Roy: Österreich (-Ungarn) unter den Großmächten. In: Die Habsburgermonarchie im System der Internationalen Beziehungen 1. Teilband, hg. Adam Wandruszka und Peter Urbanitsch. Wien 1989, S. 196-373 (= Die Habsburgermonarchie 1848-1918 Band VI/1)

Duchhardt, Heinz: Balance of Power und Pentarchie. Internationale Beziehungen 1700-1785. Paderborn 1997 (= Handbuch der Geschichte der Internationalen Beziehungen in 9 Bänden, hg. von Heinz Duchhardt und Franz Knipping, Band 4)

Findeisen, Jörg-Peter: Der Dreißigjährige Krieg. Eine Epoche in Lebensbildern. Graz/Wien/Köln 1998

Kann, Robert A.: Geschichte des Habsburgerreiches 1526-1918. Wien/Köln/Graz 1977 (= Forschungen zur Geschichte des Donauraumes Band 4)

McKay, Derek and Scott, H.M.: The Rise of the Great Powers 1648-1815. London/New York 1983

Rumpler, Helmut: Eine Chance für Mitteleuropa. Bürgerliche Emanzipation und Staatsverfall in der Habsburgermonarchie 1804-1914. Wien 1997 (= Österreichische Geschichte 1804-1914, hg. Herwig Wolfram)

Schmidt, Georg: Der Dreißigjährige Krieg. München 1995

Zöllner, Erich: Geschichte Österreichs. Von den Anfängen bis zur Gegenwart. Wien, 8. Aufl. 1990

[...]


[1] Duchhardt, Heinz: Balance of Power und Pentarchie. Internationale Beziehungen 1700-1785. Paderborn 1997, S.395f. (= Handbuch der Geschichte der Internationalen Beziehungen Bd. 4)

[2] Kann, Robert A.: Geschichte des Habsburgerreiches 1526-1918. Wien/Köln/Graz 1977, S.47

[3] Kann: S.47-50; Zöllner, Erich: Geschichte Österreichs. Von den Anfängen bis zur Gegenwart. Wien, 8. Aufl. 1990, S.187-91

[4] Kann: S.50-53; Zöllner: S.197 u. 202-05

[5] Kann: S.70; Zöllner: S.248f.

[6] Kann: S.68f.

[7] Kann: S.71

[8] Duchhardt: S.396f.; Zöllner: S.266f.; Kann: S.73f.

[9] Duchhardt: S.398f. u. 404f.; Zöllner: S.274f. u. 320; Kann: S.74f.

[10] Schmidt, Georg: Der Dreißigjährige Krieg. München 1995, S.27

[11] Schmidt: S.27 u. 33f. Findeisen, Jörg-Peter: Der Dreißigjährige Krieg. Eine Epoche in Lebensbildern. Graz/Wien/Köln 1998, S.34f.

[12] Schmidt: S.35-47 Findeisen: S.36-40 „Libertät“ bedeutete einerseits Autonomie im eigenen Territorium und andererseits Mitbestimmung in der Reichspolitik.

[13] Schmidt: S.49 Findeisen: S.178-80, 195 u. 198f.

[14] Schmidt: S.58f.

[15] Schmidt: S.41 u. 59-63 Findeisen: S.218-24

[16] Schmidt: S.68

[17] Kann: S.55 u. 59f.

[18] McKay, Derek/Scott, H.M.: The Rise of the Great Powers 1648-1815. London/New York 1983, S.16-18

[19] Kann: S.84; Zöllner: S.250-52

[20] Kann: S.86; Zöllner: S.256f.; McKay/Scott: S.43-45

[21] Kann: S.82

[22] McKay/Scott: S.54-57

[23] McKay/Scott: S.61

[24] Kann: S.88 u. 91

[25] Kann: S.91 Zöllner: S.265

[26] McKay/Scott: S.61-66 Kann: S.91-93

[27] Duchhardt: S.288-96

[28] Duchhardt: S.304f. Kann: S.99

[29] Duchhardt: S.305-12 Kann: S.100f.

[30] Duchhardt: S.385 Zöllner: S.318

[31] Duchhardt: S.364f.; Kann: S.153 u. 156; Zöllner: S.308-10

[32] Duchhardt: S.365; Kann: S.154

[33] Rumpler, Helmut: Eine Chance für Mitteleuropa. Bürgerliche Emanzipation und Staatsverfall in der Habsburgermonarchie 1804-1914. Wien 1997, S.37 u. 44f. (= Österreichische Geschichte 1804-1914, hg. Herwig Wolfram); Kann: S.199

[34] Rumpler: S.36

[35] Kann: S.196

[36] Rumpler: S.46-49

[37] Rumpler: S.50-53

[38] Rumpler: S.62; Kann: S.198 u. 206

[39] Rumpler: S.91 u. 99-101; Kann: S.207-09

[40] Rumpler: S.128-31; Kann: S.211-13

[41] Rumpler: S.264

[42] Rumpler: S.162f.

[43] Rumpler: S.289-92 u. 302-05 Baumgart, Winfried: Europäisches Konzert und nationale Bewegung. Internationale Beziehungen 1830-1878. Paderborn 1999, S.327-31 (=Handbuch der Geschichte der Internationalen Beziehungen in 9 Bänden, hg. Heinz Duchhardt und Franz Knipping, Bd. 6)

[44] Rumpler: S.370 Baumgart: S.352-54

[45] Rumpler: S.394f. Baumgart: S.372

[46] Rumpler: S.398f.

[47] Rumpler: S.445-50 Baumgart: S.418 Kann: S.259

[48] Zur Vorgeschichte Baumgart: S.336-43

[49] Rumpler: S.367-69; Baumgart: S. 343f.

[50] Rumpler: S.566-71

[51] Dazu ausführlich Bridge, Francis Roy: Österreich (- Ungarn) unter den Großmächten, S.339-365, besonders S.340f. In: Die Habsburgermonarchie im System der Internationalen Beziehungen 1. Teilband, hg. Adam Wandruszka und Peter Urbanitsch. Wien 1989, S.196-373 (= Die Habsburgermonarchie 1848-1918 Bd. VI/1)

23 von 23 Seiten

Details

Titel
Zur Typologie neuzeitlicher bewaffneter Konflikte und der historischen Rolle Österreichs
Hochschule
Universität Wien
Veranstaltung
Seminar für österreichische Geschichte: Krieg und Frieden in der österreichischen Geschichte
Note
Sehr gut
Autor
Jahr
2002
Seiten
23
Katalognummer
V108996
ISBN (Buch)
9783640139354
Dateigröße
477 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Typologie, Konflikte, Rolle, Seminar, Geschichte, Krieg, Frieden
Arbeit zitieren
Johann Kurzreiter (Autor), 2002, Zur Typologie neuzeitlicher bewaffneter Konflikte und der historischen Rolle Österreichs, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/108996

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