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Bündnis 90/Die Grünen - eine gesamtdeutsche Partei?

Title: Bündnis 90/Die Grünen - eine gesamtdeutsche Partei?

Thesis (M.A.) , 2001 , 109 Pages , Grade: 1,1

Autor:in: Rauke Grimm (Author)

Politics - Political Systems - Germany
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Summary Excerpt Details

[...] Hat dieser Sonderweg von Bündnis 90 und den Grünen nun zu einer gesamtdeutschen Partei geführt? Sind die ost- und westdeutschen Parteifreunde gleichberechtigt? Wie steht es mit dem Parteiaufbau im Osten der Republik? Werden die ehemaligen Bürgerrechtler aus dem Osten und die Grünen aus dem Westen auch von der ostdeutschen Bevölkerung als Vertreter ihrer speziellen Interessen wahrgenommen, und schlägt sich dies dann auch in Wählerstimmen nieder? Das sind Fragen mit denen sich die Arbeit beschäfitgt.
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Grünen 1980 bis 1992

2.1 Ein bunter Haufen wird Partei

2.2 Innerparteiliche Strömungen

2.3 Die Bundestagswahl 1990

3 Die Bürgerbewegungen der DDR 1989 bis 1992

3.1 Die Bürgerbewegungen bis zum Sturz des SED-Regimes

3.2 Die Bürgerbewegungen als Interessenvertreter der DDR-Bürger?

3.3 Die Gründung des Bündnis 90

4 Zwischenfazit

5 Der Zusammenschluß von Bündnis 90 und den Grünen

5.1 Die Verhandlungen

5.1.1 Verhandlungsvoraussetzungen

5.1.2 Verhandlungspositionen

5.2 Der Assoziationsvertrag

5.2.1 Die Rechtsform

5.2.2 Der Grundkonsens

5.2.3 Die Satzung

5.3 Bewertung der Verhandlungsergebnisse

6 Wahlen, Wähler und Mitglieder in den neuen Bundesländern

6.1 Wahlen

6.2 Wählerschaft und Anhänger von Bündnis 90/Die Grünen im Osten

6.3 Mitglieder

7 Parlaments- und Parteiarbeit

7.1 Die Wahlprogramme zu den Bundestagswahlen 1994 und 1998

7.1.1 Nur mit uns (1994)

7.1.2 Grün ist der Wechsel (1998)

7.2 Wahlkampf

7.3 Personalien

7.4 Das Ost-West-Verhältnis in Partei und Fraktion

8 Schlußbetrachtung

Zielsetzung der Arbeit

Die Arbeit untersucht die Entwicklungsgeschichte der Partei Bündnis 90/Die Grünen mit Fokus auf den Fusionsprozess zwischen den westdeutschen Grünen und den ostdeutschen Bürgerbewegungen, um zu klären, ob daraus eine gleichberechtigte gesamtdeutsche Partei hervorgegangen ist.

  • Analyse der historischen Entwicklung beider Organisationen vor der Vereinigung
  • Bewertung des Assoziationsvertrags als Basis für den Zusammenschluss
  • Untersuchung der Wählerstrukturen und Wahlergebnisse in Ostdeutschland
  • Analyse der innerparteilichen Machtverhältnisse und der Repräsentation ostdeutscher Mitglieder

Auszug aus dem Buch

2.1 Ein bunter Haufen wird Partei

„Die Grünen begannen ihren Weg 1980 als Sammlungspartei, die unterschiedlichste Gruppierungen verschiedener politischer Spektren miteinander verband.“ Als parlamentarische Vertretung der neuen sozialen Bewegungen umfaßte die neue Partei dabei ein ideologisches Spektrum von wertkonservativen im einen Extrem bis zu marxistischen Gruppen aus der Studentenbewegung im anderen Extrem:

„Die [...] sammelten fast alles an Protest ein, was jenseits von Rechtspopulismus/Rechtsradikalismus [...] und Faschismus sowie jenseits des orthodoxen DDR-Sozialismus (DKP) lag.“

Gemeinsam war ihnen dabei der Protest sowie das Streben nach Umsetzung postmaterialistischer Werte, die Inglehart als das Bedürfnis nach Zugehörigkeit und Achtung sowie intellektueller und ästhetischer Befriedigung definierte. Dazu gehörten gesellschaftspolitische Ziele wie freie Meinungsäußerung und Partizipationsmöglichkeiten im politischen Entscheidungsprozeß, weniger wichtig waren dagegen Zielsetzungen einer stabilen Wirtschaft oder ‚Ruhe und Ordnung‘. Treibende Faktoren im Protest waren die Anti-Atom- und die Ökologie-Bewegung, die vor unbegrenztem Wachstum mahnten und die Gesellschaft unter ökologischer Fragestellung neu durchdenken wollten. Sie repräsentierten die Farbe Grün im Spektrum der Grünen und brachten sowohl linke als auch wertkonservative Ideale ein. „Aber der Protest war auch ‚bunt‘. Das Kürzel stand für die Vielfalt alternativer Ansätze, denen gemeinsam war, daß sie auf ganz unterschiedlichen Praxisfeldern die gesellschaftlichen Bedürfnisse nach kultureller Pluralisierung ausdrückten.“ Dazu gehörten unter anderem die Sponti-Szene, die einflußreiche Friedensbewegung und die Dritte-Welt-Bewegung.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung formuliert die zentrale Fragestellung, ob Bündnis 90/Die Grünen eine tatsächlich gleichberechtigte gesamtdeutsche Partei geworden ist, und skizziert den Aufbau der Untersuchung.

2 Die Grünen 1980 bis 1992: Dieses Kapitel zeichnet die Entstehung der westdeutschen Grünen als Sammelbecken für verschiedene soziale Bewegungen und ihre interne Entwicklung bis zum Scheitern bei der Bundestagswahl 1990 nach.

3 Die Bürgerbewegungen der DDR 1989 bis 1992: Hier wird der Ursprung der ostdeutschen Bürgerrechtsgruppen beschrieben, die sich nach dem Mauerfall unter schwierigen Bedingungen formierten und sich schließlich im Bündnis 90 sammelten.

4 Zwischenfazit: Das Kapitel reflektiert die Ausgangslage der beiden Organisationen kurz vor der Fusion und die Notwendigkeit sowie die Schwierigkeiten eines Zusammenschlusses.

5 Der Zusammenschluß von Bündnis 90 und den Grünen: Der Abschnitt analysiert detailliert die Verhandlungen zum Assoziationsvertrag sowie die inhaltlichen Kompromisse in Bezug auf Rechtsform, Grundkonsens und Satzung.

6 Wahlen, Wähler und Mitglieder in den neuen Bundesländern: Hier werden die Wahlergebnisse, die Wählerschaft und die Mitgliederzahlen in den neuen Bundesländern statistisch ausgewertet und die strukturellen Defizite im Osten beleuchtet.

7 Parlaments- und Parteiarbeit: Dieses Kapitel befasst sich mit der inhaltlichen Programmatik, dem Wahlkampf und der Personalpolitik, wobei das ungleiche Machtverhältnis zwischen West und Ost kritisch hinterfragt wird.

8 Schlußbetrachtung: Die Zusammenfassung kommt zu dem Ergebnis, dass die Partei zum Untersuchungszeitpunkt noch nicht als gesamtdeutsch im Sinne einer Gleichberechtigung bezeichnet werden kann, da westdeutsche Strukturen dominieren.

Schlüsselwörter

Bündnis 90/Die Grünen, DDR, Bürgerbewegungen, Fusion, Assoziationsvertrag, Ostdeutschland, Bundestagswahl, Parteientwicklung, Machtverhältnisse, politische Partizipation, Programmdebatte, Wählerstruktur, Parteistruktur, innerparteiliche Strömungen, politische Transformation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Magisterarbeit befasst sich mit der Entwicklung der Partei Bündnis 90/Die Grünen nach der deutschen Wiedervereinigung und der Fusion von ostdeutschen Bürgerbewegungen und westdeutschen Grünen.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Zentrale Themen sind die Fusionsverhandlungen, die strukturelle und personelle Repräsentation der ostdeutschen Landesverbände sowie die Analyse der Wahlerfolge und Wählerstrukturen im Osten Deutschlands.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist die Beantwortung der Frage, ob der Zusammenschluss zu einer gleichberechtigten gesamtdeutschen Partei geführt hat oder ob weiterhin westdeutsche Strukturen dominieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Die Arbeit nutzt eine politikwissenschaftliche Analyse auf Basis von Parteiprogrammen, statistischen Wahldaten, Mitgliederzahlen und vorhandener Literatur zur Parteienforschung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Genese der beiden Teilorganisationen, die Verhandlungen zum Assoziationsvertrag, die Analyse der Wahlergebnisse und die Auswertung der Personal- sowie Parlamentsarbeit der gemeinsamen Partei.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Parteitransformation, Ost-West-Verhältnis, Basisdemokratie, Realos/Fundis-Konflikt und die Rolle der Bürgerbewegungen in der DDR.

Wie bewertet die Autorin die Rolle der ostdeutschen Mitglieder?

Die Autorin stellt fest, dass ostdeutsche Mitglieder trotz formaler Mitsprachemöglichkeiten, wie etwa im Parteirat, faktisch weniger Einfluss auf die Parteientwicklung haben und die Partei vorwiegend westdeutsch geprägt bleibt.

Welche Rolle spielt die PDS im Kontext der Untersuchung?

Die PDS wird als Hauptkonkurrent um die Stimmen des ostdeutschen Wählerpotenzials dargestellt, was die Schwierigkeiten der Grünen bei der Wählermobilisierung in den neuen Bundesländern maßgeblich erklärt.

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Details

Title
Bündnis 90/Die Grünen - eine gesamtdeutsche Partei?
College
University of Münster  (Institut für Politikwissenschaft)
Grade
1,1
Author
Rauke Grimm (Author)
Publication Year
2001
Pages
109
Catalog Number
V1089
ISBN (eBook)
9783638106740
Language
German
Tags
Parteiengeschichte Mitglieder- und Wählerstruktur von Bündnis90/Die Grünen Parteienstruktur
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Rauke Grimm (Author), 2001, Bündnis 90/Die Grünen - eine gesamtdeutsche Partei?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1089
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