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Olympische Spiele - Olympische Bewegung um 1900

Title: Olympische Spiele - Olympische Bewegung um 1900

Seminar Paper , 2002 , 17 Pages , Grade: gut

Autor:in: Tobias Dörfler (Author)

Sport - Sport History
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Summary Excerpt Details

Der Beginn der olympischen Spiele der Neuzeit kann, müsste man ihn genau datieren, im Jahre 1894 festgelegt werden. Auf einem internationalen Kongress in Paris war Baron Pierre de Coubertin federführend bei der Grundsteinlegung des internationalen olympischen Komitees beteiligt. Letzter orientierte sich stark an den griechischen Olympiaden und versuchte so seinen Neo-Olympismus publik zu machen. Der deutsche Carl August Willibald Gebhardt sah in dieser auflebenden olympischen Bewegung eine Art friedensbringende Wirkung, so dass er, als überzeugter Pazifist, mit allen Mitteln versuchte, dieses neue Lebensgefühl auch im Deutschen Kaiserreich zu verbreiten. Ihm stellte sich aber mit der deutschen Turnbewegung ein starker Gegner in den Weg, denn diese verabscheute jegliche Art des Wettkampfs. Doch mit wachsendem Erfolg gelang es Gebhardt das Deutsche Reich mehr und mehr an den olympischen Spielen zu beteiligen und das deutsche Volk für die olympische Bewegung zu begeistern.

Tobias Dörfler

Excerpt


Gliederung der Hausarbeit

I. Einleitung

II. Die geschichtliche Situation in Deutschland Ende des 19. Jahrhunderts

a) Die politisch-historische Lage

b) Die sportlich-historische Lage

III. Der Geburtsvater der neo-olympischen Spiele - Pierre de Coubertin

a) Pierre de Coubertin – Wer ist das?

b) Seine neo-olympische Idee

IV. Der internationale Kongress zu Paris im Juni 1894

a) Mittel zum Zweck?

b) Wo waren die Deutschen?

V. Ein deutscher Pionier des Sports - Carl August Willibald Gebhardt

a) Carl August Willibald Gebhardt – Wer ist das?

b) Sein Engagement

VI. Die ersten olympischen Spiele der Neuzeit 1896 in Athen

a) Die Zeit drängte

b) Die Spiele im April 1896

VII. Die olympischen Spiele 1900 in Paris

a) Auch weiterhin Stolpersteine auf Gebhardts Wegen

b) Die olympischen Spiele 1900 im Schatten Weltausstellung

VIII. Die weitere Entwicklung der olympischen Bewegung nach 1900

a) Gebhardt lässt Dampf ab

b) Die III. olympischen Spiele von 1904 in St. Louis (USA)

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Etablierung und Entwicklung der olympischen Bewegung in Deutschland um die Jahrhundertwende. Dabei steht insbesondere das Wirken von Carl August Willibald Gebhardt als zentralem Akteur und Vermittler zwischen dem internationalen olympischen Gedanken Pierre de Coubertins und den spezifischen gesellschaftlichen sowie sportpolitischen Verhältnissen im Deutschen Kaiserreich im Mittelpunkt.

  • Die politische und sportgeschichtliche Ausgangslage im Deutschen Kaiserreich um 1900.
  • Die Rolle von Pierre de Coubertin und die Genese des Neo-Olympismus.
  • Carl August Willibald Gebhardt als Pionier und seine Bemühungen um eine deutsche Olympiabeteiligung.
  • Die Herausforderungen und Rahmenbedingungen der frühen Olympischen Spiele (1896, 1900, 1904).

Auszug aus dem Buch

b) Sein Engagement

Bereits im gleichen Jahr wurde Gebhardt, damals im Vorstand des Deutschen Bundes für Sport, Spiel und Turnen, vom griechischen Botschafter Rhangavis, der über Umwege von den Bemühungen des Deutschen gehört hatte, darum gebeten, sich doch für eine deutsche Beteiligung an den olympischen Spielen im Folgejahr einzusetzen. Diesbezüglich erhielten auch der Zentralausschuss zur Förderung der Volks und Jugendspiele und die Deutsche Turnerschaft eine solche Einladung, doch die beiden Einrichtungen lehnten erwartungsgemäß ab. Sie konnten sich nicht mit den Zielen des Neo-Olympismus anfreunden. Ganz im Gegensatz dazu versuchte Gebhardt mit allen Kräften der Bitte des Botschafters nachzukommen. Doch weder mit seinen Kontakten aus Berlin noch mit denen aus dem neugeborenen Deutschen Bund für Sport, Spiel und Turnen kam er seinem Ziel wirklich näher. Wenig später wurde ihm klar, dass er eine Leitfigur, genauer eine Art Galionsfigur brauchte um das Interesse des Volkes zu wecken.

Genau diesen Repräsentanten fand er schließlich in dem mit einer griechischen Prinzessin verheirateten Erbprinz Philipp Ernst von Hohenlohe-Schillingfürst (s. Abb. 4), dem Sohn des damaligen Reichspräsidenten. Mit diesem Aushängeschild kam es am 16. Januar 1896, wohlgemerkt wenige Wochen vor dem eigentlichen Beginn der olympischen Spiele, zur Gründung des Komitees für die Beteiligung Deutschlands an den olympischen Spielen zu Athen 1896. Es galt also nun innerhalb weniger Wochen eine Auswahl deutscher Sportler zu finden, die Gebhardt und seine Mannen nach Griechenland begleiteten. Bei dieser wohlweißlich nicht leichten Aufgabe erfuhr das Komitee bemerkenswerte Unterstützung durch den Kaiser, ohne die eine Realisierung des Vorhabens nahezu undenkbar gewesen wäre. Ebenfalls an der Spitze der Ehrenförderer stand die Schwester Wilhelms II., die Kronprinzessin Sophia von Griechenland, die sogar persönlich um die Beteiligung gebeten hatte. Ihr auf den ersten Blick fast selbstloser Einsatz erscheint vor der Hintergrund, dass Griechenland zu jener Zeit unmittelbar vor einem Staatsbankrott stand, und somit nahezu händeringend nach einem angesehen politisch angesehenen Erfolg lechzte, weitaus weniger heldenhaft als es anfänglich zu vermuten gewesen wäre.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Kurze Einführung in den Beginn der Olympischen Spiele der Neuzeit und die Rolle von Gebhardt im Deutschen Kaiserreich.

II. Die geschichtliche Situation in Deutschland Ende des 19. Jahrhunderts: Darstellung der politisch-historischen und sportlichen Rahmenbedingungen in Deutschland um 1900.

III. Der Geburtsvater der neo-olympischen Spiele - Pierre de Coubertin: Porträt von Pierre de Coubertin und Erläuterung seiner olympischen Ideologie.

IV. Der internationale Kongress zu Paris im Juni 1894: Analyse des Gründungskongresses des IOC und die Abwesenheit deutscher Vertreter.

V. Ein deutscher Pionier des Sports - Carl August Willibald Gebhardt: Vorstellung von Carl August Willibald Gebhardt und dessen Engagement für den Sport.

VI. Die ersten olympischen Spiele der Neuzeit 1896 in Athen: Schilderung der deutschen Beteiligung und der Schwierigkeiten bei der Entsendung der Athleten.

VII. Die olympischen Spiele 1900 in Paris: Analyse der Spiele im Rahmen der Weltausstellung und die organisatorischen Hürden.

VIII. Die weitere Entwicklung der olympischen Bewegung nach 1900: Diskussion der zunehmenden Entfremdung zwischen Gebhardt und Coubertin sowie die Spiele in St. Louis.

Schlüsselwörter

Olympische Spiele, Neuzeit, Carl August Willibald Gebhardt, Pierre de Coubertin, Deutschland, Deutsches Kaiserreich, Olympische Bewegung, Sportgeschichte, 19. Jahrhundert, Weltausstellung, Athen 1896, Paris 1900, St. Louis 1904, Sportverbände, Athleten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der historischen Entwicklung der frühen olympischen Bewegung in Deutschland am Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts, insbesondere unter dem Aspekt der schwierigen Akzeptanz durch deutsche Institutionen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen sind die Entstehung des olympischen Gedankens durch Pierre de Coubertin, die Gegnerschaft der deutschen Turnbewegung, die Rolle Carl August Willibald Gebhardts als Pionier sowie die Teilnahme deutscher Athleten an den ersten Spielen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Ziel ist es, den mühsamen Weg der deutschen Beteiligung an den Olympischen Spielen der Neuzeit aufzuzeigen und die Rolle von Gebhardt als Vermittler zwischen dem internationalen Anspruch und der deutschen Skepsis zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf der Auswertung zeitgenössischer Quellen, Protokollen, Fachberichten und der einschlägigen sportwissenschaftlichen Literatur basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der politischen und sportlichen Lage im Kaiserreich, das Wirken von Gebhardt und die detaillierte Betrachtung der Olympischen Spiele von 1896, 1900 und 1904.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Olympische Spiele, Pierre de Coubertin, Carl August Willibald Gebhardt, Deutsche Turnerschaft, Sportgeschichte und Olympische Bewegung.

Warum stand die Teilnahme an den Spielen 1900 in Paris unter keinem guten Stern?

Die Spiele 1900 wurden in das Programm der Pariser Weltausstellung integriert, was zu einer späten und unzureichenden Planung sowie zu organisatorischen Problemen führte, wodurch der olympische Charakter der Veranstaltung stark litt.

Wie gestaltete sich die Zusammenarbeit zwischen Gebhardt und Coubertin?

Anfänglich geprägt von Gebhardts Bestreben, den olympischen Gedanken in Deutschland zu verbreiten, führte die mangelnde Kommunikation und das Verhalten Coubertins später zu scharfer Kritik seitens Gebhardts und einer endgültigen Zerrüttung des Verhältnisses.

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Details

Title
Olympische Spiele - Olympische Bewegung um 1900
College
University of Münster  (Sportwissenschaften)
Grade
gut
Author
Tobias Dörfler (Author)
Publication Year
2002
Pages
17
Catalog Number
V10901
ISBN (eBook)
9783638172066
ISBN (Book)
9783638781411
Language
German
Tags
Olympische Spiele Olympische Bewegung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tobias Dörfler (Author), 2002, Olympische Spiele - Olympische Bewegung um 1900, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/10901
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