Pazifismus im ersten Weltkrieg


Hausarbeit, 2004
25 Seiten

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Inhaltsverzeichnis:

I. Einleitung

II. Die Deutsche Friedensgesellschaft vor dem Ersten Weltkrieg
a. Die Gründungsgeschichte
b. Ideologische Grundlagen der DFG
c. Politische Ziele

III. Die Entwicklung der Deutschen Friedensgesellschaft während des Ersten Weltkriegs
a. Die Anfangsjahre 1914 / 1915
1. Reaktion auf die Julikrise und den Kriegsausbruch
2. Die Aktivitäten der DFG vom Ende der Marneschlacht bis zur ihrer Generalversammlung
3. Zensur und Verbotsmaßnahmen bis zum Herbst 1915
b. Die Kriegsjahre 1916 – 1918
1. Die Reaktion der Pazifisten auf die Verbotsmaßnahmen ab 1916 bis zu ihrer Aufhebung im Oktober 1918
2. Das Krisenjahr 1917

IV. Zusammenfassung

V. Literaturverzeichnis

I. Einleitung

Baronin Bertha von Suttner, Alfred H. Fried, Ludwig Quidde, Carl von Ossietzky und Albert Schweitzer – allesamt Friedensnobelpreisträger – und alle waren Mitglieder der Deutschen Friedensgesellschaft.[1] Baroness Bertha von Suttner war vor dem 1914 eine treibende Kraft der Friedensbewegung und des pazifistischen Gedankenguts. Fried und Quidde waren die Sprachrohre der deutschen Pazifisten während des Ersten Weltkriegs.

Inwieweit die pazifistische Bewegung und ganz speziell die Deutsche Friedensgesellschaft, Einfluss auf Politik und Gesellschaft vor und während des Ersten Weltkrieg hatte, ist Bestandteil dieser Hausarbeit.

Einleitend wird die Geschichte der Deutschen Friedensgesellschaft vor dem Ersten Weltkrieg geschildert. Die Gründung wird neben den ideologischen Grundlagen und politischen Zielen dargestellt.

Den größten Teil dieser Arbeit umfasst die unmittelbare Kriegszeit. Aufgeteilt ist dieser Themenblock in den Anfangsjahren 1914/1915 und den restlichen Kriegsjahren. Das letzte Jahr ist wegen mangelnder Öffentlichkeitsarbeit aus der Hausarbeit verschwunden. Die Reaktionen der Pazifisten und der Friedensgesellschaft auf einzelne Ereignisse wird in diesem Themenblock skizziert. Die Probleme, Hindernisse und Gegner der pazifistischen Bewegung sollen ebenso, wie die Aktivitäten der Deutschen Friedensgesellschaft offenbart werden.

Die Frage nach Erfolg oder Misserfolg der Deutschen Friedensgesellschaft während des Ersten Weltkriegs, wird als Fazit, am Ende der Auflistung der wichtigsten Erkenntnisse, in der Zusammenfassung stehen.

II. Die Deutsche Friedensgesellschaft vor dem Ersten Weltkrieg

a. Die Gründungsgeschichte

Die Deutsche Friedensgesellschaft[2] wurde am 21. Dezember 1892 in Berlin von dem österreichischen Verleger und Publizisten Alfred Hermann Fried kooperativ mit dem Pforzheimer Chemiker und Industriellen Adolf Richter, dem Astronom Wilhelm Förster und einigen anderen Pazifisten gegründet. Unterstützt wurden sie durch die Schriftstellerin und spätere Friedensnobelpreisträgerin von 1905, Baronin Bertha von Suttner.[3] Diese gründete ein Jahr zuvor in Wien die österreichische „Gesellschaft der Friedensfreunde“, die zum Vorbild der Deutschen Friedensgesellschaft wurde.[4]

Als 1892 die Deutsche Friedensgesellschaft gegründet wurde, war dies nicht der erste Versuch, in Deutschland eine organisierte Friedensbewegung aufzubauen. Ansätze einer organisatorischen Zusammenfassung gab es schon nach der erfolglosen bürgerlichen Revolution 1848. Jedoch kann keine Vereinigung eine lange Organisationsgeschichte oder politische Einflüsse nachweisen. Eine dauerhafte Präsenz erlangte erst dem 1886 von Franz Wirth gegründeten Frankfurter Friedensverein; wenngleich sich der Verein auch nur auf regionaler Ebene behaupten konnte.[5] Somit ist die DFG die älteste überregionale pazifistische Organisation in Deutschland.[6]

In anderen Staaten existierten schon seit längeren pazifistische Bewegungen bzw. Organisationen – Avantgardist waren die Vereinigten Staaten, die schon auf eine 50jährige pazifistische Organisationshistorie zurückblicken konnten; angefangen in New York, Ohio und Boston.[7]

Aus dem geschichtlichem Kontext heraus lässt sich der deutsche Rückstand erklären. Eine überregionale Friedensbewegung, wie es die Deutsche Friedensgesellschaft ab 1892 war, setzte eine nationalstaatliche Einigung Deutschland voraus. Die Theorie, welche die deutschen Pazifisten vertraten – einer demokratischen Teilnahme der Bürger an der staatlichen Politik – war zu Zeiten Bismarcks nicht anwendbar. Bismarcks Autorität hin zu einer teilweisen politischen Entmündigung der Bürger ließ die Partizipation an der Politik nicht realistisch erscheinen. Nach der Entlassung Bismarck am 20. März 1890 und der nachfolgenden schwachen Politik, wurde eine Mitbestimmung des deutschen Volkes an der staatlichen Politik wahrscheinlicher und eine Gründung einer überregionalen Friedensbewegung, die an der Politik mitwirkte, konkreter.[8]

Die Gründung der DFG erfolgte nicht kurzweg als Motiv eines historischen Ereignisses heraus, sondern stand im Zusammenhang mit der Entwicklung des internationalen Pazifismus. Bis 1900 entstand in Mitteleuropa ein Netz von Friedensgesellschaften, die untereinander kommunizierten. Wichtige Impulse gingen von den Weltfriedens- und Interparlamentarischen Konferenzen aus.

Die Notwendigkeit einer deutschen Friedensgesellschaft lässt sich an zwei Kerngedanken festmachen. Zum einen ist die Deutsche Friedensgesellschaft bedeutsam zum Zweck der Verbreitung des Friedensgedanken und der Sammlung pazifistischer Kräfte in Deutschland und zum anderen aus international psychologischem Kalkül. Seit 1889 organisierten benachbarte Länder, die auf eine lange Friedensorganisationshistorie zurückgreifen konnten, internationale Konferenzen. Würde sich das deutsche Volk gegen die Entwicklung des internationalen Pazifismus stellen und keine überregionale Friedensorganisation gründen, hätte dies den Anschein, weniger friedliebender zu sein als andere Völker.[9]

b. Ideologische Grundlagen der DFG

Die ideologischen Grundlagen sind seit 1900 fest mit zwei Namen, die für die Deutsche Friedensgesellschaft eine große Rolle spielten, verbunden. Zum einen ist es Alfred H. Fried und zum anderen Ludwig Quidde. Beide sind später mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden. Fried entwarf das Leitbild des organisatorischen Pazifismus (auch als wissenschaftlicher Pazifismus bekannt) und Quidde entwickelte den demokratischen Pazifismus.[10]

„Organisiert die Welt!“ war die Parole einer neuen pazifistischen Bewegung.[11] Fried war der Gestalter des organisatorischen Pazifismus. Er verstand die Funktion des Pazifismus in dem Auf- und Ausbau internationaler Organisationen, die gemeinsame Interessen von Staaten in Form institutionalisierter Zusammenarbeit vertreten und koordinieren, mit dem Ziel, ein rechtlich geordnetes internationales Nebeneinanderleben zu kreieren.[12]

Die Quintessenz des Friedschen Leitbildes liegt nicht – entgegengesetzt früherer pazifistischer Leitbilder – in einem utopischen Konzept eines universalen Friedens, sondern in dem sukzessiven Ausbau der internationalen Rechtsordnung und der damit einhergehenden Vertiefung der zwischenstaatlichen Beziehungen.

Ludwig Quidde verband einen ethisch fundierten Pazifismus mit dem demokratisch-republikanischen Gedanken. Pazifismus und Demokratie waren für ihn Wertvorstellungen die einander ergänzen. Quidde fokussierte sein Denken auf zwei Grundanschauungen: den demokratischen Ordnungsgedanken auf die auswärtige Politik zu übertragen und die Feststellung von einer fortschreitenden Rechtsentwicklung in der Staatenwelt. Die Metamorphose der Macht in Rechte könne sich nicht allein durch schriftliche Verträge vollziehen; diese hänge vielmehr von den Völkern ab, die den Willen zu dieser Umbildung und Anwendung letztendlich aufbringen müssen. Die Modifikation der Rechtsanschauungen der Nationen sei eine erhebliche Erziehungsarbeit und darum sei die Friedensbewegung auch eine ethische Tätigkeit, so Quiddes Hypothese.[13]

Frieds organisierter und Quiddes demokratischer Pazifismus verkörpern zwei sich ergänzende Anschauungen. Wollte Fried die zwischenstaatliche Anarchie durch die internationale Organisation ersetzen, so Quidde den innerstaatlichen Frieden auf die zwischenstaatlichen Beziehungen übertragen. Beide haben das ideologische Fundament des Pazifismus gefestigt, das Stigma des Utopischen genommen und dadurch den Pazifismus einen realpolitischen Charakter verliehen um für breitere Schichten diesen verständlich und akzeptabel zu machen. In der Motivation bestand gleichwohl ein essentieller Unterschied: Quiddes demokratischer war stärker ethisch ausgerichtet als Frieds organisatorischer Pazifismus. Durch diese zwei neuen Leitbilder kam es zu einem Ideologisierungsprozess innerhalb der deutschen Friedensbewegung.

c. Politische Ziele

Im nationalen wie auch im internationalen Betätigungsfeld konzentrierte sich die DFG Anfangs auf die drei traditionellen Hauptforderungen; diese charakterisierten zugleich auch die Schwerpunkte der wissenschaftlichen Tätigkeit auf den Weltfriedenskongressen und interparlamentarischen Konferenzen. Die drei Hauptforderungen lassen sich in den Begriffen Schiedsgericht, Staatenföderation und Abrüstung zusammenfassen.[14]

Mit Abrüstung meinte die DFG entweder eine Verminderung des Rüstungstempos oder einen Stillstand bzw. eine Herabsetzung der Rüstungen. Hinzu kamen die Zurückweisung des Gedankens der Kriegsdienstverweigerung und das Recht auf nationale Selbstverteidigung.

Jedoch verloren diese als Friedenssicherungsmittel, durch den Ideologisierungsprozess, ihre ursprüngliche Rolle und schnell wurde erkannt, dass diese nur utopische Fernziele wären. In den Vordergrund rückten dagegen Gutachten zu den politischen Problemen der Zeit, die auf einer Bewertung der internationalen Lage beruhten. Im Mittelpunkt stand die Herbeiführung einer Verständigung zwischen den europäischen Blöcken. Die Pazifisten vertraten den Standpunkt, die Wahrung des Friedens in Europa hing weitgehend von dem Verhältnis Deutschlands zur Entente ab.

Zentrale Ziele, um eine europäische Eintracht zu formen, waren zum einen die Bemühungen um eine Verständigung mit England sowie die Lösung des Problems Elsaß-Lothringen mit Frankreich. Viele Pazifisten sahen „in der Annexion Elsaß-Lothringen die entscheidende Ursache der dauernden Beunruhigung Europas“.[15]

Die intensivierte Flottenpolitik des Reiches und die anglophobe Einstellung großer Teile des deutschen Volkes haben das Verhältnis zu England schwer belastet. Ein bei den Pazifisten willkommenes Gegengewicht konträr der englandfeindlichen Propaganda entstand in der deutsch-englischen Verständigungskampagne von 1905/06.[16]

Es gab eine Reihe von Bemühungen und Ansätzen, die vielleicht auf langer Sicht gesehen einen allmählichen Bewusstseinswandel innerhalb der Bevölkerung bewirken hätte können, die aber durch den Ausbruch des Krieges direkt zerstört wurde. Einen Wandel in der Außenpolitik ihrer Länder konnte nicht herbeigeführt werden, weil es an realer Macht mangelte. Die Friedens- und Verständigungsbewegung war lediglich eine Randerscheinung im politischen Leben und deswegen sind diese Initiativen rückblickend nur als Manifestationen des guten Willens zu betrachten.

III. Die Entwicklung der Deutschen Friedensgesellschaft während des Ersten Weltkriegs

a. Die Anfangsjahre 1914 / 1915

1. Reaktion auf die Julikrise und den Kriegsausbruch

Mit einem bis dato nicht gekannten Sturm nationaler Begeisterung traten die Völker Europas in den Weltkrieg ein. Die Entente-Mächte fühlten sich von Deutschland und seinen preußischen Militarismus überrannt und angegriffen. Das deutsche Volk, dass unter einer propagandageschürten Kriegspsychose stand, fühlte sich im Glauben, dass der Krieg von der Rachsucht der Franzosen, dem Annexionsdrang der Russen und dem Wirtschaftsneid der Engländer ihnen aufgezwungen worden sei.[17]

Der Ausbruch des Krieges, von den Großmächten als befreiendes Ereignis gesehen – von einem solchen Erlebnis der Augusttage 1914 unterschied sich die Stimmung der Pazifisten ganz und gar. Die pazifistischen Protagonisten, die in den letzten Jahren für einen Ausbau der Friedenssicherungsmittel und eine Politik der gewaltfreien Konfliktlösung eingetreten sind, wurden sehr enttäuscht. Der Ausbruch und die Leidenschaft mit der der Krieg geführt wurde, erfüllten die Pazifisten mit Niedergeschlagenheit, tiefe Bestürzung und Hoffnungslosigkeit.

Es kann Angesicht des Kriegsausbruchs von einer pazifistischen Selbsttäuschung gesprochen werden, denn die Pazifisten hofften noch während der Julikrise auf ein erfolgreiches Krisenmanagement der Regierungen der Großmächte, wie im Falle zahlreicher Zusammenstöße zuvor.[18] Nicht nur in Deutschland waren die Pazifisten geblendet von dem bis dato immer wieder funktionierenden Krisenmanagement. Erst am 30./31. Juli wurde das Internationale Friedensbüro in Brüssel einberufen, um über friedenserhaltende Maßnahmen zu beraten. Genau wie die DFG in den ersten Kriegswochen nur papierene Maßnahmen gegen den Krieg entgegenbrachte, war das einzige Ergebnis der Beratung, den beteiligten Staatsoberhäupter Telegramme zu schicken, in denen diese, an die Verpflichtung zur Erhaltung des Friedens ermahnt wurden.[19]

Aber die gesellschaftliche Randständigkeit und der Mangel an Transparenz, der die politischen Entscheidungsstrukturen des Wilhelminischen Reiches kennzeichnete, trugen zur Desorientierung der Pazifisten bei. Viele Pazifisten überschätzten die friedensfördernden Faktoren. Fried gestand resignierend, „wir haben zu früh gejubelt. Wenn ich jetzt meinen Artikel ‚Die Überwindung des Balkankonfliktes’ […] überlese, so fühle ich, dass ich die Friedenskräfte, deren Triumph ich sah, doch überschätzt habe.“[20]

In den Wochen nach Kriegsbeginn befanden sich DFG und somit auch der deutsche Pazifismus in der Defensive. Durch die imperialistische Propaganda und der Erkenntnis, gerade keinerlei Einfluss auf die kriegsbegeisterte Masse des Volkes nehmen zu können, entstand bei den Pazifisten eine passiv-abwartende und ratlose Haltung. Die Ratlosigkeit hatte ihren Grund nicht zuletzt darin, dass die Frage „Was tun, wenn ein Krieg ausbricht?“, nie in den Vorkriegsjahren thematisiert wurde.[21] Die DFG legte in der Vorkriegszeit den Fokus ihrer Aufgaben eher auf einer Ausgestaltung der Friedenssicherungsmittel zur Verhinderung von Kriegen und Dezimierung der politischen Divergenzen; jedoch wurden niemals Möglichkeiten gesucht, um einen ausgebrochenen Krieg beenden zu können.

Die deutsche Propaganda, die die Version, das Deutsche Reich führe einen Verteidigungskrieg, verbreitete und von Anfang an mit planmäßiger Desinformation arbeitete, tat ihre Wirkung selbst innerhalb der DFG, in der die Legitimität nationaler Verteidigung nie bestritten worden war. Dies führte dazu, dass einige Pazifisten nationalistische Töne anschlugen. Während manche Pazifisten sogar dem Pazifismus und der DFG öffentlich abschworen, sah eine andere Gruppe für die Dauer des Krieges in Deutschland keinerlei Chance für pazifistische Betätigungen und entschloss sich zum Exil in der Schweiz.[22]

Die Deutsche Friedensgesellschaft ist wegen Vielerlei in ihren Grundfesten erschüttert worden. Die ohnehin schon schwache finanzielle Basis wurde durch den Wegfall der Subventionen aus dem Ausland, ab Kriegsbeginn, noch schlechter. Viele jüngere Mitglieder, die wichtige Positionen und Aufgaben in der DFG innehatten, wurden eingezogen. Wie viele Austritte die DFG zu Beginn des Krieges zu verzeichnen hatte, ist nicht registriert; nach eigenen Aussagen soll aber den Verlusten eine hohe Zahl von Neuanmeldungen gegenübergestanden haben. Jedoch entsprach dieser quantitative Aufschwung in keinster Weise den realen Aktivitäten der Friedensbewegung. Die DFG beschränkte sich auf humanitäre Hilfeleistungen in Bereichen, in denen die regierungsamtlichen Stellen wegen Überforderung oder Desinteresse versagten oder untätig blieben.[23] Gleichzeitig wird daran deutlich, dass die Pazifisten von einem schnellen Ende des Weltkrieges ausgingen.

Das Bewusstsein des Pazifismus in der kulturellen Zusammengehörigkeit mit den westeuropäischen Staaten erforderten indessen eine differenzierte Position zu den Gegnern des Reiches. Die Pazifisten und die DFG ließen von Anbeginn des Krieges keinen Zweifel an ihrer westlichen Orientierung und ihrer Ablehnung des russischen Zarismus. Der Krieg im Westen wurde als kulturelles Unglück angesehen; dagegen wurde der Krieg im Osten als eine Befreiung angesehen.[24] Damit stand auch das Kriegsziel – wenngleich auch nur vage – fest: Verständigung und Friede im Westen und Sieg im Osten. Das zweite Kriegsflugblatt der DFG brachte diese Einstellung in die breite Öffentlichkeit.

Für die Gegner der Pazifisten war der Ausbruch des Krieges eine Bestätigung ihrer kritisch-utopischen Haltung gegenüber den pazifistischen Theorien. Dem dagegenstellte Quidde das „die Pazifisten niemals behauptet haben, dass es in ihrer Macht stehe, einen Krieg zu verhindern; sie habe immer nur den Ausbau von Einrichtungen gefordert, die es ermöglichen oder erzwingen würden, internationale Konflikte friedlich zu lösen und so Kriege zu verhindern.“[25]

Schon zu Kriegsbeginn gab es Überlegungen über die Art des kommenden Friedens. Manche Pazifisten sahen ihre große Stunde am Ende des Krieges kommen. Einige glaubten, dass jetzt die Staaten das Ideal der Staatenföderation verwirklichen würden. Voraussetzung war jedoch ein Friede der Vernunft – ein Friede mit dem konventionellen Abschluss einer territorialen Veränderungen und Kriegsentschädigungen wäre die schlechteste Grundlage für eine Staatenorganisation.[26] Innerhalb der DFG ging man davon nach dem Kriegsausbruch aus, dass eine sinnvolle Tätigkeit erst in der Zeit nach dem Krieg möglich sein werde.

Die Hauptursache für das Verhalten der DFG in den ersten Kriegsmonaten ist die bewusste populistische Desinformation des deutschen Reiches. Nach den ihnen zugänglichen Informationen und der Unkenntnis der diplomatischen Vorgänge in der Julikrise, mussten die Pazifisten zunächst den offiziellen Verlautbarungen und den deutschen Presseorganen glauben, dass Deutschland sich in einem Verteidigungskrieg befinde. Das Recht eines Staates, in Notwehr und zum Schutz seiner Grenzen zu den Waffen zu greifen, war von der DFG theoretisch nie in Frage gestellt.

2. Die Aktivitäten der DFG vom Ende der Marneschlacht bis ihrer Generalversammlung

Wie oben bereits skizziert, gingen die Pazifisten davon aus, dass eine produktive Betätigung erst in der Zeit nach dem Krieg oder während Friedensverhandlungen, möglich sein wird. Diese Annahme hing von zwei Vorraussetzungen ab: vom Anwachsen der Friedensstimmung in der Bevölkerung und von der Erwartung eines schnellen Kriegsende. Da die DFG und deren Anhänger aber nicht ganz in völliger Lethargie verharren wollten setzten sie sich drei neue Aufgaben.

Erstens setzte die DFG große Kraft darin, die Verbindung mit den ausländischen Pazifisten aufrechtzuerhalten, um sie im richtungweisenden Augenblick reaktivieren zu können. Weiterhin wollte man versuchen, entschärfend auf die Kriegspropaganda einzuwirken, damit die Kluft des reziproken Hasses der europäischen Staaten nicht so groß würde, um eine Verständigung nach dem Krieg zu blockieren. Und drittens versuchte die DFG auf dem humanitären Sektor mitzuhelfen um die Kriegsfolgen für die Bevölkerung einigermaßen zu lindern.[27] Zu diesen eher unpolitischen Aufgaben gesellte sich mit wachsender Kriegsdauer eine sukzessive Rückbesinnung auf ihre politische Pflicht. Diese fanden ihren Ausdruck in der Gründung des „Bund Neues Vaterland“, dem internationalen Haager Pazifistenkongress und der Hauptversammlung der DFG im November 1915. Die Hinwendung zu der politischen Tätigkeit wurde entscheidend vom Scheitern der Idee eines kurzen Krieges nach der Marneschlacht beeinflusst.

Dem Ziel, die internationale Verbindung mit anderen Pazifisten zu erhalten, dienten eine Reihe von Besuchen deutscher Pazifisten ins Ausland und umgekehrt, Besuche ausländischer Pazifisten in Deutschland. A.H. Fried kam in Leipzig mit deutschen und amerikanischen Pazifisten zusammen um über eine pan-amerikanische Vermittlungsmaßnahme zu bereden. Ludwig Quidde versuchte während einer Hollandreise Kontakt zu englischen und französischen Pazifisten aufzunehmen – jedoch ohne Erfolg. Somit ist nur eine differenzierte Beurteilung zum Standpunkt der Neutralen als Gewinn dieser Reise festzuhalten.

Einen höheren Erfolg erhofften sich die Pazifisten vom Internationalen Friedensbüro (IBF) in Bern. Jedoch berief erst auf Druck des DFG-Vorsitzenden Ludwig Quidde der IBF Präsident Henri La Fontaine am 6. und 7. Januar 1915 eine Sitzung des Rates ein – obwohl ein vorsorglicher Beschluss aus der Vorkriegszeit existierte, die eine Ratsversammlung bei Kriegsausbruch verlangte. Jedoch endete die Ratsversammlung für alle Seiten äußerst unzufrieden. Viele Pazifisten anderer Länder blieben wegen den Reiseschwierigkeiten der Sitzung fern, andere, wie die französischen Vertreter, wegen den politischen Wirren. Da die deutschen Vertreter die Verletzung der belgischen und luxemburgischen Neutralität nicht verurteilten, waren an produktiver Gemeinschaftsarbeit nicht zu denken. Außer einem Katalog von Forderungen für den künftigen Frieden, die den Schritt zum dauerhaften Frieden sicher sollte, wurde nichts erarbeitet. Es war das letzte Zusammenkommen des Rates, da man sich auf unbestimmte Zeit vertagen wollte.[28] Der Präsident La Fontaine setzte sich in die USA ab und kehrte nach Kriegsende zurück und dachte über eine Wiederbelebung des Internationalen Friedensbüro nach; es bestand jedoch von französischer Seite kein Interesse an einer Wiederherstellung.[29]

Gegen nationalistische Hetzkampagnen konnte die DFG in der Praxis nur publizistisch vorgehen. Jedoch gab es in Deutschland bloß noch wenige Zeitschriften, die der nationalistischen Zeitströmung widerstanden. Nachdem die DFG Märchen über Gefangenenmisshandlung oder ähnliche Vorwürfe zu genüge in der deutschen Presse wieder fand, stellten deutsche und englische Pazifisten via Briefwechsel Zeugnisse über gute Behandlungen Kriegsgefangener aus, die in pazifistischen Zeitungen und der Tagespresse veröffentlicht wurden.[30]

Wegen dem mangelnden politischen Einfluss widmete sich die Deutsche Friedensgesellschaft humanitären Aufgaben. Infolge der bestehenden Kontakte zum feindlichen Ausland über die neutralen Staaten, diente die DFG als Vermittlungs- und Auskunftsstelle. Sie vermittelte Briefe von Gefangenen und konnte Auskunft über inhaftierte Personen erteilen. Weiterhin half die Friedensgesellschaft bei der Rückführung Deutscher aus England oder sie versorgten Gefangene und Verletzte mit Lektüre. Im Sommer 1916 wurde die humanitäre Hilfeleistung der DFG verboten und anderen Organisationen wie dem Roten Kreuz übertragen. Die Regierung vermutete, dass die humanitäre Hilfeleistung von der DFG für pazifistische Propaganda genutzt werde.[31]

Die Linderung der dringendsten Kriegsnot war zwar sinnvoll, aber im eigentlichen Sinne nicht pazifistisch. Diesen Kritik- und Standpunkt vertrat auch der namhafte Pazifist Alfred H. Fried, der öffentlich vor einer Verwechselung zwischen Pazifismus und Kriegsfürsorge warnte.[32]

In dieser Zeit, dem Schwanken zwischen passivem Abwarten und Tätigkeit auf unpolitischer Ebene, fällt das Aufkommen neuer Organisationen neben der traditionellen Friedensbewegung. Es handelt sich jedoch nicht um rein deutsches, sondern um ein internationales Phänomen. In Deutschland ging der „Bund Neues Vaterland“ (BNV) hervor, dessen Mitglieder von der Inaktivität der schon bestehenden Friedensgesellschaft enttäuscht waren.[33]

Der Anstoß zu einem internationalen Treffen, um über Prinzipien eines künftigen Friedens zu bereden, konnte nur aus dem neutralen Ausland kommen, da in den anderen Ländern, die pazifistischen Tätigkeiten wie in Deutschland nahezu zum Stillstand gekommen waren. Das Besondere an der Haager Pazifistenkonferenz war die Fokussierung auf nur erreichbare Ziele um damit eine breite öffentliche Resonanz zu erreichen.

Die vom „Anti-Oorlog-Raad“ initiierte Haager Friedenskonferenz erlangte schon vorab große Bedeutung, da sich jede wichtige internationale Friedensbewegung angekündigt hatte. Die Konferenz wollte sich nicht mit der aktuellen Kriegslage beschäftigen um nicht die Einheit der Konferenz zu belasten; wichtiger war, die Erstellung eines Minimalprogramms für einen zukünftigen Frieden. Durch die Ausklammerung der aktuellen Kriegslage wurde auch die deutsche Erklärungsnot in der „Belgien-Luxenburg-Problematik“ nichtig. Die Ergebnisse des Kongress waren unter anderem, der Ausschluss von Annexionen oder Gebietsübertragungen ohne Zustimmung der betroffenen Bevölkerung, die Liberalisierung des Kolonialhandels, eine Vereinbarung über Rüstungsabbau und der parlamentarischen Kontrolle in der Außenpolitik.[34] Die Aufgabe der Verbreiterung und Ausgestaltung dieses Programms wurde der „Zentralorganisation für dauerhaften Frieden“ (ZO) zu teil. Diese ist während des Kongresses neu gegründet worden.

Nach dem Haager Pazifistenkongress galt es auf nationaler Ebene für die beschlossenen Grundsätze zu propagieren und um Werbung von Mitgliedern für den Internationalen Rat der ZO. Doch dies stellte sich für die DFG als schwierig heraus, da viele namhafte Persönlichkeiten ein Engagement ablehnten. Die Haltung der Intellektuellen änderte sich erst, als ähnliche Ziel vom amerikanischen Präsidenten W. Wilson verkündet wurden.[35]

Die Frage der Kriegsziele erlangte ab Mitte 1915 wachsende Bedeutung für die innenpolitische Diskussion und forderte die DFG zu öffentlichen Stellungsnahmen heraus. Das von der Reichsregierung formulierte Kriegszielprogramm hätte nur unter der Voraussetzung eines damals noch für möglich gehaltenen deutschen Sieges verwirklicht werden können. Es stellt einen Gegensatz dar zum pazifistischen Mindestprogramm für einen dauerhaften Frieden, der auf einen Frieden der Verständigung basierte.[36]

Die Deutsche Friedensgesellschaft hielt am 06. und 07. November 1915, allerdings mit großer Einschränkung und unter polizeilicher Überwachung, ihre Hauptversammlung in Leipzig ab. Ein dort kontrovers diskutierter Standpunkt, war die Frage der Friedensziele. Man einigte sich schließlich darauf, dass der Friede die politischen, wirtschaftlichen und nationalen Interessen des deutschen Volkes sicherstellen sollte. Weiterhin soll der Friedensschluss die Grundlagen für eine bleibende Rechts- und Kulturgemeinschaft der Völker erneuern und sichern.[37] Kurz nach der Hauptversammlung der DFG kam es zu einer Unterredung Quiddes mit dem Reichskanzler, indem der Pazifist die Forderungen der Friedensgesellschaft erläuterte. Jedoch hielt der Reichskanzler dagegen und argumentierte, dass erstens die Westmächte noch nicht zum Frieden bereit seien, zweitens hätte auch eine neutrale Vermittlung keine Chance und drittens sprach er sich gegen eine Freigabe der Kriegszieldiskussion aus.

Der Verlauf der Unterredung ließ nicht erahnen, dass die Behörden bald dazu übergingen, jegliche pazifistische Tätigkeit zu unterbinden.

3. Zensur und Verbotsmaßnahmen bis zum Herbst 1915

In den vorherigen Abschnitten wurden bereits mehrmals die Grenzen erwähnt, welche die pazifistischen Aktivitäten einschränkten. Eine verschärfte antipazifistische staatliche Haltung, die über die allgemeinen Zensurbestimmungen seit Kriegsbeginn hinausging, setzte erst im Herbst 1915 ein und führte dazu, die pazifistischen Verbände zeitweilig völlig lahm zu legen. Die mit voller Schärfe einsetzenden Überwachungsmaßnahmen der Militärbehörde im Herbst 1915, die sich jedoch schon im Sommer des gleichen Jahres abzeichnete, bereiteten viele pazifistischen Projekte ein jähes Ende. Jegliche pazifistische Tätigkeit wurde von der militärischen Führung naturgemäß als ernsthafte Störung der deutschen Kriegspropaganda betrachtet. Neu war dagegen, im Herbst 1915, der Übergang zu einer repressiven Praxis.

Bekundungen von Friedensbereitschaft schwächten das für die deutsche Kriegsführung erforderliche Hass- und Aggressionspotential und signalisierten ein Nachlassen des Kampfesgeistes auf deutscher Seite; wodurch die Kriegsgegner wiederum zur Verstärkung ihrer Kriegsanstrengungen veranlasst wurden – so das simple Begründungsmuster. Manipulierte Eingriffe in den Prozess öffentlicher Meinungsbildung und die Unterdrückung anders denkender Meinungsäußerungen erhielten somit eine Scheinlegitimation.

Die verfassungsrechtliche und gesetzliche Grundlage aller Maßnahmen gegen die Friedensbewegung während des Krieges bildete die Erklärung des Kriegszustandes nach Artikel 68 der Reichsverfassung und das Gesetz über den Belagerungszustand aus dem Jahre 1851.[38] Mit Hilfe dieser Grundlage war es möglich, „im Interesse der öffentlichen Sicherheit“, in alle Bereiche des öffentlichen Lebens einzugreifen.

Schon im August 1914 gestattete ein Gesetz die Tilgung des Rechtes, seine Meinung frei in wörtlicher, schriftlicher, gedruckter und bildlicher Darstellung zu äußern. Dies trat zwar im gesamten Kaiserreich in Kraft, jedoch waren die stellvertretenden Generalkommandos nicht darauf vorbereitet und dadurch entstand eine anfängliche Rechtsunsicherheit, die für die DFG vom Vorteil war.

Nicht nur die Pazifisten wurden überwacht, auch auf Politiker erstreckte sich das Instrumentarium repressiver Maßnahmen. Trotz zahlreicher Proteste von Sozialdemokraten und Liberalen konnte eine völlige Aufhebung der Restriktionen gegen die Pazifisten erst am Vorabend der Revolution erreicht werden.[39] Die am Anfang stehende Hoffnung, die Rivalität zwischen politischen und militärischen Führung auszunutzen, schwand, in dem die Obere Heeresleitung im Fortgang des Krieges alle wesentliche politische Entscheidungen an sich zog. Im Februar 1915 gründete die Obere Heeresleitung, die Oberzensurstelle, welche im Herbst gleichen Jahres mit dem Kriegspresseamt verbunden wurde. Die Oberzensurstelle kam, der vom preußischen Kriegsministerium empfohlene Maßnahme: dem Verbot der Veröffentlichung oder Verbreitung des pazifistischen Schrifttums, Überwachung des Briefverkehrs und Verweigerung der Auslandspässe nach. Die DFG konnte ihre Hauptversammlung zwar noch abhalten, jedoch – wie oben bereits erwähnt – nur unter vielen Einschränkungen, wie dem Ausschluss der Öffentlichkeit, der polizistischen Überwachung oder dem Untersagen der Veröffentlichung der Beschlüsse.[40]

Der „Bund Neues Vaterland“ musste sogar Anfang Februar 1916 jegliche weitere Betätigung für die Dauer des Krieges einstellen. Die Versammlungen aller DFG-Ortsgruppen unterlagen schärfsten Kontrollen bis zu ihrem häufig verhängten Verbot. Oft wurde das Mittel der Einschüchterung und der Schikane gegen einzelne Mitglieder angewendet. Verhaftungen wegen angeblichen Hoch- und Landesverrats waren Teil dieser Kampagne.

b. Die Kriegsjahre 1916 - 1918

1. Die Reaktion der Pazifisten auf die Verbotsmaßnahmen ab 1916 bis zu ihrer Aufhebung im Oktober 1918

Ab 1916 eskalierten die Verbotsmaßnahmen. Das oben beschriebene Verbot jeglicher Tätigkeit gegenüber des „Bund Neues Vaterland“, leitete eine neue Unterdrückungskampagne seitens der Obersten Heeresleitung ein. Die Verbote gegenüber der DFG folgten alsbald. Kurze Zeit nach der Hauptversammlung in Leipzig, wurde das publizistische Organ der Deutschen Friedensgesellschaft, der „Völkerfriede“ verboten, obwohl die Redaktion sich an den auferlegten Zensurvorschriften hielt.[41] Ebenso gingen die Behörden vehement gegen einzelne Ortsgruppen vor. Die Polizei sprengte einzelne pazifistische Zusammenkünfte. Versammlungen, wenn sie überhaupt abgehalten werden durften, waren genehmigungspflichtig. Andere Ortsgruppen, wie zum Beispiel in München, ließ die Behörde ausspionieren. Jedoch war die effektivste und diskriminierendste Maßname, die Forderung nach Aushändigung der Mitgliederlisten. Dieses Mittel konnte einen individuellen Druck auf die Mitglieder ausüben, in dem sie schriftlich gewarnt wurden, sich an den an Landesverrat grenzenden Tätigkeiten der Friedensbewegung zu beteiligen. Über einzelne Pazifisten wie Quidde oder Schücking wurden Publikations- und Reiseverbote verhängt.[42]

Die Behörden begannen zunächst damit, die öffentliche Werbetätigkeit der Organisation für ihre Ideen einzuschränken, unterband durch Passentzug und Briefzensur dir Kontakte mit dem Ausland, ging dann dazu über, durch Versammlungsverbote das Vereinsleben selbst zu behindern und diese Sanktionen fanden den Höhepunkt in den Versuchen, einzelne DFG-Mitglieder einzuschüchtern mit der Hoffnung, diese würden sich vom politischen Leben abwenden.

Indirekt beweisen diese Verbote und Repressalien aber auch, dass die Reichsleitung den Pazifismus, verbunden mit einer sukzessiv wachsenden Kriegsmüdigkeit, als eine politische Kraft ernst nahm.

Ein Großteil pazifistischer Aktivität bis 1918, war gekennzeichnet von der Bemühung um die Aufhebung der Erlasse und Beschränkungen und um die Wiederzulassung der pazifistischen Tätigkeit. Dabei muss zweifelsohne zugegeben werden, dass die außenpolitische Wandlung – das Friedensprogramm des US-Präsidenten Woodrow Wilson, die Wirkung der russischen Revolution, der Friedensappell von Papst Benedikt XV. – sowie die innenpolitische Veränderung – die offizielle Freigabe der Friedensbewegung und die Resolution der Reichstagsmehrheit – der Friedensbewegung zu Hilfe kamen.[43]

Erste Erfolge konnte die Friedensbewegung erst verzeichnen, als die Regierung im November 1916 die Kriegszieldiskussion freigab, Bethmann Hollweg in seiner Novemberrede pazifistische Forderungen aufgriff und die Mittelmächte Ende des Jahres ihr Friedensangebot unterbreiteten. Es kam um die Jahreswende 1916/1917 zu einer Liberalisierung in der Behandlung der Pazifisten, denn die Bekundung des Friedenswillen nach außen, ließ sich schlecht mit Unterdrücken des Pazifismus im Inneren vereinbaren. Ende des Jahres bekam die DFG vom Auswärtigen Amt mitgeteilt, dass es ihnen gestattet sei, die Kriegsziele zu erörtern.

Jedoch scheiterten alle positiven Ansätze zur Beendigung des Krieges an der Obersten Heeresleitung. Es folgte die Wiederaufnahme des uneingeschränkten U-Bootkrieges, die auf deutscher Seite neue trügerische Siegeserwartungen schürte; es folgte der Kriegseintritt der USA und schließlich, im Juli 1917, der Sturz Bethmann Hollwegs.

Trotz weiter bestandener Beschränkungen blieb die Friedensbewegung weiter aktiv. Man verstärkte die Initiative zugunsten eines Verständigungsfriedens. Da kein direkter Gedankenaustausch mit Pazifisten anderer Länder möglich war, nutzte die Friedensbewegung eine von der „Zentralorganisation für einen dauerhaften Frieden“ einberufene Studienkonferenz in Bern (19 – 22 November 1917) um über die Grundlagen eines Völkerbundes zu diskutieren.[44]

Eine generelle Aufhebung aller gegen die pazifistischen Verbände bestehenden Verbote war erst auf der Grundlage einer grundsätzlichen Wende in der deutschen Innenpolitik möglich. Diese Voraussetzung war erst nach der Parlamentarisierung des Reiches gegeben.

Insgesamt gesehen war die Verfügungspolitik gegenüber der DFG in den beiden letzten Kriegsjahren periodischen Schwankungen unterworfen. Die einzelnen Phasen spiegelten die jeweilige militärische und politische Lage des Reiches wieder. Während nach dem Friedensangebot der Mittelmächte vom 12. Dezember 1916 und nach der Freigabe der Kriegszieldiskussion um die Jahreswende eine teilweise Lockerung der Verfügungen erfolgte, verstärkte sich der Druck auf die DFG wieder mit dem Beginn des uneingeschränkten U-Bootkrieges. Unter dem Eindruck der Friedensresolution vom Juli 1917 und mehreren im Reichstag vorgebrachten Beschwerden sah sich das Kriegsministerium gezwungen, die Bestimmung gegen die DFG abermals zu lockern, um sie wären der militärischen Offensive im Frühjahr und Sommer 1918 wieder zu verschärfen.

2. Das Krisenjahr 1917

Die Völkerbundsidee spielte innerhalb der DFG zuerst nur eine Nebenrolle unter den Forderungen; und meist wurde nur in allgemeinen von dem Ausbau des Haager Werkes gesprochen. Dies änderte sich, nachdem der Reichskanzler und andere Politiker der Mittelmächte sich zur Teilnahme an einem solchen Projekt bekannten und US-Präsident Wilson diesen Gedanken in seiner Senatsrede vom 22. Januar 1917 hervorhob. Ab diesem Zeitpunkt, wurde der Völkerbundsidee bei allen pazifistischen Kundgebungen im In- und Ausland eine zentrale Rolle beigemessen. Das Bekenntnis zu den Grundsätzen einer Staatenorganisation der Kriegführenden Parteien gab den pazifistischen Friedenshoffnungen neuen Aufrieb. Bestärkt wurden diese durch den Sturz des Zarismus.

Am 12. Februar wurde das Zaren-Regime gestürzt, und einige Tage darauf erfolgte die Abdankung des Zaren Nikolaus. Diese politische Lage machte die Aussicht auf Friedensverhandlungen möglich. Die Deutsche Friedensgesellschaft verfasste ein Schreiben, indem sie den russischen Friedensfreunden ihre Sympathien aussprachen und ihnen versicherten, „daß sie im eignen Land mit allen ihren Kräften in der gleichen Richtung tätig sind.“[45] Die DFG forderte den Reichstag am 20. April 1917 auf, vier Grundsätze öffentlich auszusprechen. Erstens soll Deutschland mit Russland einen Frieden ohne Annexionen anstreben. Zweitens sollte die Reichsregierung ihre Bedingungen für eine Friedenskonferenz präzisieren. Weiterhin soll der Reichstag die Absicht unterstützen, einen Friedensbund der Völker zu gründen und tritt für Abrüstung ein. An letzter Stelle, soll der Reichstag einwilligen, diese Politik auf eine Erneuerung des innenpolitischen Lebens zu stützen.[46] Diese vier Forderungen der Eingabe wurden in der von Ludwig Quidde verfassten Denkschrift „Die Friedensfrage nach der russischen Revolution“ näher begründet.

Der Kriegseintritt der USA und das Scheitern der Friedenshoffnungen bedeuteten für die deutsche Friedensbewegung einen herben Rückschlag; auch weil das Vertrauen in W. Wilson als einzigen wirklichen Vorkämpfer des Pazifismus unter den Staatsmännern erschüttert wurde. Die Macht zur Friedensvermittlung fiel weg und die Chance für einen Verhandlungsfrieden, auf dem alle Programme der Pazifisten beruhten, verringerte sich. Die pazifistische Propaganda war damit in der Defensive und musste sich Rechtfertigen. Jedoch gaben Papstnote und die Friedensresolution der Reichstagsmehrheit schon bald wieder neuen Auftrieb.

Die bereits erwähnte Forderung nach einem Völkerbund war auch Bestandteil des in der Friedensnote Papst Benedikt XV. vom 1. August 1917 enthaltenen Programms, das von den deutschen Pazifisten übereinstimmend begrüßt wurde. Die Pazifisten sahen in Papst Benedikt XV. einen gewissen Ersatz für die Vermittlerrolle Wilson, da der Papst als neutrale Instanz akzeptiert wurde, auch wenn er nicht das politische Gewicht Wilsons besaß.

Die Friedensresolution des Reichstages vom 17. Juli 1917 wurde von der DFG als Plattform für eine deutsche Friedenspolitik angesehen. Diese Resolution erleichterte der Friedensbewegung den Zugang zur Öffentlichkeit. Die positive Wirkung der Resolution hing davon ab, inwieweit die Regierung selbst sich hinter diesen Grundsätzen zu stellen bereit war und deshalb sah es die DFG als wichtigste Aufgabe an, in Versammlungen, die nun wieder zahlreich stattfanden, die Regierung zu drängen, die Resolution zur Grundlage ihrer Außenpolitik zu machen. In der Zeit nach der Friedensresolution entstanden viele neue pazifistische Organisationen, wie der „Friedensbund der Katholiken“, „Gesellschaft für Völkerrecht“, „Volksverbund für einen Verständigungsfrieden“ und die „Deutsche Liga für Völkerbund.“ Diese Organisationen unterschieden sich von den früheren Organisationen: Die Basis der neuen Bewegungen hatte sich verbreitet und die Mehrheit des Reichstages stand hinter ihren Zielen. Außerdem waren die meisten neuen Organisationen nicht mehr rein außenpolitisch orientiert, sondern betrachteten Innen- und Außenpolitik als gleichgewichtige Teile ihres Programms.

Die politischen Ereignisse des Jahres 1917, so der Ausbruch der Russischen Revolution, die Friedensresolution des Reichstages und das päpstliche Friedensprogramm Benedikts XV., führten zu einer Wiederbelebung der internationalen Kontakte durch die Friedensbewegung. Die „Zentralorganisation für einen dauerhaften Frieden“ rief zu einem Studienkongress in Bern auf, der eine gemeinsame Friedensaktion durch die Erarbeitung konkreter Friedensbedingungen einleiten sollte. Diskutiert wurden die Grundlagen eines Völkerbundes.[47]

Seit Mitte 1917 richtete sich der Blick der DFG, in Erwartung künftiger Chancen für ihre Tätigkeit, auf die Zeit nach dem Krieg. Das ließ die zweite und letzte Generalversammlung der DFG im Krieg erkennen, die am 1. und 2. Dezember 1917 in Erfurt stattfand. Verlauf und Ergebnisse spiegelten die Stimmung des gesamten deutschen Pazifismus wider, da auch Vertreter anderer pazifistischer Organisationen teilnahmen. Die Mitglieder wurden durch Vorträge an alte Programmpositionen erinnert. Die DFG hätte nicht die Aufgabe den Krieg zu beenden, aber es sei die pazifistische Pflicht, für einen Verständigungsfrieden einzutreten. Ein Großteil der Diskussionen war der künftigen Arbeit gewidmet.

Im letzten Kriegsjahr beschränkte sich die Deutsche Friedensgesellschaft auf die Ausarbeitung der „Vierzehn Punkte“ von Wilson.

IV. Zusammenfassung

Vor dem Kriegsausbruch gab es zwar eine Reihe von Bemühungen gegen die anglophobe Propaganda anzukämpfen und vielleicht hätte es auch zu einem Bewusstseinswandel innerhalb der Gesellschaft geführt, aber alleine hätte die Friedensgesellschaft es ohne politische Macht nicht geschafft. Die Verständigungsbewegung war nur eine Randerscheinung und es mangelte ihr an realer Macht.

Immense Nachteile der DFG waren die fehlende Einsicht in die politischen Entscheidungsstrukturen des Wilhelminischen Reiches und die Randständigkeit in der Gesellschaft. Falsche politische Einschätzung, siehe Julikrise und eine Nichtmobilisierung des deutschen Volkes waren die Folgen. Diese Nachteile führten zu einer pazifistischen Selbsttäuschung – hoffen auf das, bis dato, immer funktionierenden Krisenmanagement.

Es kann auch nicht von einer pazifistischen Tätigkeit der DFG während des gesamten Ersten Weltkrieges gesprochen werden. Anfangs des Krieges bestand durch Faktoren wie Desinformation, bürgerliche Kriegseuphorie und pazifistischer Selbsttäuschung eine pazifistische Lethargie. Zudem wechselten einige Pazifisten die Lager und schlugen nationalistische Töne an, weil ein Verteidigungskrieg nie kritisiert worden war. Gefolgt durch karikative Arbeiten, die auch von DFG-Mitgliedern als nicht-pazifistisch eingestuft wurden, erwachte man aus dem Dornröschenschlaf und fand den Weg zurück zu den politischen Feldern.

Der Übergang zu einer repressiven Praxis ab Herbst 1915 schränkte zwar die DFG und die anderen pazifistischen Organisationen ein; es zeigt jedoch, dass die Oberste Heeresleitung in der Friedensbewegung einen starken Gegner sah. Durch das Verbot des „Völkerfriede“ fehlte der Friedensbewegung jedoch ein publizistisches Organ. Wiederum schätze die DFG die politische Lage falsch ein, als die Friedensgesellschaft dachte, sie könne die anfängliche Rivalität zwischen politischer und militärischer Führung ausnutzen. Die Verfolgungen pazifistischer Organisationen wurde, durch die immer weitere Übernahme aller wesentlichen politischen Entscheidungsinstanzen der Oberen Heeresleitung drastischer.

Erste Erfolge erzielte die DFG, als die Kriegszieldiskussion freigegeben wurden. 1915 sprach sich der Reichskanzler noch dagegen aus. Die Freigabe, kann als Teilerfolg bewertet, doch darf die innen- und außenpolitische Situation dabei nicht außer Acht gelassen werden.

Die Deutsche Friedensgesellschaft war auch nicht imstande sich selber zu motivieren. Erst äußere Einflüsse, wie die Neugründung des „Bund Neuen Vaterland“ oder die Senatsrede von Wilson entfachten neue Kräfte in der DFG.

Seit Mitte 1917 richtete sich der Blick der DFG auf die Zeit nach dem Krieg. Die hinzukommende Wiederbelebung der internationalen Kontakte wurde genutzt um über die Grundlagen eines Völkerbundes zu bereden. Während der letzten Generalversammlung der DFG im Krieg wurde der Standpunkt, „man müsse sich auf die Aufgaben nach dem Krieg vorbereiten“ gefestigt und dies spiegelte auch die Haltung der gesamtdeutschen Friedensbewegung wider.

Abschließend kann gesagt werden, dass man die Rolle der Deutschen Friedensgesellschaft nicht zu hoch bewerten sollte. Durch die beschriebenen Verbots- und Zensurmaßnahmen in ihrem Handlungsrahmen beschränkt, blieb ihr der gewünschte Einfluss auf die breite Masse der Bevölkerung vorenthalten. Wenn man von einer Einflussnahme auf die reichsdeutsche Politik überhaupt sprechen kann, ist das eher den Aktivitäten einzelner Pazifisten wie Fried oder Quidde zuzuschreiben. Das pazifistische Ideen eine massenmobilisierte politische Dynamik gewannen, ist eher aus der wachsenden Kriegsgegnerschaft als der pazifistischen Bewegung herzuleiten. Spätestens seit 1917 herrschte in vielen Bevölkerungsschichten Kriegsverdrossenheit und Sehnsucht nach Frieden.

Die Geschichte der Deutschen Friedensgesellschaft ist eine Geschichte des Planens, Entwerfens und Hoffens, zugleich aber auch des Scheiterns, des Misslingens und der Erfolglosigkeit.

V. Literaturverzeichnis

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der Weimarer Republik und die Gewaltfreihaltstheorie des holländischen Pazifisten Bart de Ligt (1883 – 1938). Hamburg 1991.

Borries, A.v., Art.: „Bertha von Suttner“ in: Donat, H. [Hrsg.]: Die Friedensbewegung.

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Eisenbeiß, W.: Die bürgerliche Friedensbewegung in Deutschland während des Ersten

Weltkrieges. Organisation, Selbstverständnis und politische Praxis 1913/14 – 1919. Frankfurt am Main 1980.

Fried, A.H.: Mein Kriegs-Tagebuch. Band I. Zürich 1918 – 1920.

Gasser, A., Art.: „Alfred Hermann Fried“ in: Donat, H. [Hrsg.]: Die Friedensbewegung.

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Grünewald, G., Art.: „85 Jahre Deutsche Friedensgesellschaft“ in: Blätter für deutsche und internationale Politik 22, 3. Köln 1977.

Holl, K., Art.: „Friedensbewegung“ in: Hirschfeld, G. u.a. (Hrsg.): Enzyklopädie Erster Weltkrieg. Paderborn 2003.

Holl, K.: Pazifismus in Deutschland. Frankfurt am Main 1988.

Quidde, L.: Der deutsche Pazifismus während des Weltkrieges 1914 – 1918. Aus dem Nachlass L. Quiddes hg. von K. Holl, unter Mitarbeit von H. Donat. Boppard am Rhein 1979.

Quidde, L., Art.: „Die Geschichte des Pazifismus“ in: Fabian, W./Lenz. K.: Die Friedensbewegung. Ein Handbuch der Weltfriedensströmung der Gegenwart. Repr. d. 1922 in Berlin erschienenen Handbuchs. Köln 1985.

Riesenberger, D.: Geschichte der Friedensbewegung in Deutschland. Von den Anfängen bis 1933. Göttingen 1985.

Scheer, F.-K.: Die Deutsche Friedensgesellschaft (1892 – 1933). Organisation,

Ideologie, politische Ziele. Ein Beitrag zur Geschichte des Pazifismus in Deutschland. 2., korrigierte Auflage. Frankfurt am Main 1983.

Wehberg, H.: Ludwig Quidde. Ein deutscher Demokrat und Vorkämpfer der

Völkerverständigung. Offenbach 1948.

Die Friedens-Warte. Blätter für internationale Verständigung und zwischenstaatliche

Organisation. Hrsg. von Alfred H. Fried (seit 1925 von H. Wehberg).

Berlin/Wien/Leipzig u.a. 1-49. Jg., 1899 – 1949.

[...]


[1] Vgl. Grünewald, G. Art.: „85 Jahre Deutsche Friedensgesellschaft“ in: Blätter für deutsche und

internationale Politik. S. 1432

[2] Nachfolgend DFG abgekürzt

[3] Vgl. Holl, K.: Pazifismus in Deutschland. S. 44

[4] Vgl. Borries, A.v. Art.: „Bertha von Suttner” in: Donat, H. Die Friedensbewegung. S. 381

[5] Vgl. Eisenbeiß, W.: Die bürgerliche Friedensbewegung in Deutschland während des Ersten

Weltkrieges. S. 35

[6] Vgl. Bock, N.: Pazifismus zwischen Anpassung und „freier Ordnung“. S. 13

[7] Vgl. Quidde, L., Art.: „Die Geschichte des Pazifismus“ in: Fabian, W./Lenz. K.: Die

Friedensbewegung. S. 9

[8] Vgl. Eisenbeiß, W.: Die bürgerliche Friedensbewegung. S. 36

[9] Vgl. Friedens-Warte 26. S. 326

[10] Vgl. Gasser, A., Art.: „Alfred Hermann Fried“ in: Donat, H. Die Friedensbewegung. S. 136

[11] Friedenswarte 8. S. 1

[12] Vgl. Eisenbeiß, W.: Die bürgerliche Friedensbewegung. S. 43

[13] Vgl. Scheer, F-K.: Die Deutsche Friedensgesellschaft. S. 137f

[14] Vgl. Riesenberger, D.: Geschichte der Friedensbewegung in Deutschland. S. 48

[15] Wehberg, H.: Ludwig Quidde. S. 46

[16] Vgl. Scheer, F-K.: Die Deutsche Friedensgesellschaft. S. 192

[17] Vgl. Ebd. S. 236f

[18] Vgl. Holl, K., Art.: „Friedensbewegungen“ in: Hirschfeld, G. (Hrsg.): Enzyklopädie Erster

Weltrkrieg. S. 508

[19] Vgl. Quidde, L.: Der deutsche Pazifismus während des Weltkrieges 1914-1918. S. 45

[20] Fried, A.H.: Mein Kriegs-Tagebuch I. S. 2 (7. August 1914)

[21] Vgl. Scheer, F-K.: Die Deutsche Friedensgesellschaft. S. 239

[22] Vgl. Holl. K.: Pazifismus in Deutschland. S. 105

[23] Vgl. Ebd. S. 108

[24] Vgl. Quidde, L.: Der deutsche Pazifismus während des Weltkrieges 1914-1918. S. 242ff

[25] Ebd. S. 47

[26] Vgl. Scheer, F-K.: Die Deutsche Friedensgesellschaft. S. 245

[27] Vgl. Scheer, F-K.: Die Deutsche Friedensgesellschaft. S. 253ff

[28] Vgl. Eisenbeiß, W.: Die bürgerliche Friedensbewegung. S. 107f

[29] Vgl. Holl, K.: Pazifismus in Deutschland. S. 112

[30] Vgl. Eisenbeiß, W.: Die bürgerliche Friedensbewegung. S. 110

[31] Vgl. Scheer, F-K.: Die Deutsche Friedensgesellschaft. S. 286

[32] Vgl. Eisenbeiß, W.: Die bürgerliche Friedensbewegung. S. 112

[33] Vgl. Riesenberger, D.: Geschichte der Friedensbewegung in Deutschland. S. 100f

[34] Vgl. Scheer, F-K.: Die Deutsche Friedensgesellschaft. S. 273ff

[35] Vgl. Eisenbeiß, W.: Die bürgerliche Friedensbewegung. S. 133

[36] Vgl. Holl, K.: Pazifismus in Deutschland. S.119

[37] Vgl. Quidde, L.: Der deutsche Pazifismus während des Weltkrieges 1914-1918. S. 85ff

[38] Vgl. Scheer, F-K.: Die Deutsche Friedensgesellschaft. S. 280

[39] Vgl. Eisenbeiß, W.: Die bürgerliche Friedensbewegung. S. 138

[40] Vgl. Scheer, F-K.: Die Deutsche Friedensgesellschaft. S. 284

[41] Vgl. Riesenberger, D.: Geschichte der Friedensbewegung in Deutschland. S. 110

[42] Vgl. Eisenbeiß, W.: Die bürgerliche Friedensbewegung. S. 141

[43] Vgl. Holl, K. Art.: „Friedensbewegungen“. S. 510

[44] Vgl. Ebd. S. 510

[45] Quidde, L.: Der deutsche Pazifismus während des Weltkrieges 1914-1918. S. 137

[46] Vgl. Ebd. S. 138

[47] Vgl. Holl, K. Art.: „Friedensbewegungen“. S. 510

25 von 25 Seiten

Details

Titel
Pazifismus im ersten Weltkrieg
Hochschule
Universität Duisburg-Essen
Autor
Jahr
2004
Seiten
25
Katalognummer
V109042
Dateigröße
498 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Pazifismus, Weltkrieg
Arbeit zitieren
Markus Schlimmerei (Autor), 2004, Pazifismus im ersten Weltkrieg, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/109042

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