Programmanalyse VISIO


Referat (Ausarbeitung), 2005
17 Seiten, Note: 1,3

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Inhaltsverzeichnis

1. Allgemeines
a) Geschichte
b) VISIO != Malprogramm
c) Grundlegende Veränderungen am Tool

2. Anwendungsbereich von VISIO
a) Wo wird VISIO eingesetzt?
b) Welche Methoden werden unterstützt?

3. Arbeiten mit VISIO
a) Allgemeines zur Modellierung
b) Unified Modelling Language (UML)
1. Sequenzdiagramm
2. Kommunikationsdiagramm (ehemals Kollaborationsdiagramm)
3. Anwendungsfalldiagramm (Use-case diagram)
4. Klassendiagramm (hier: Statische Struktur)
c) Strukturierte Analyse (SA)
1. Datenflussdiagramm

4. Ausblick in die Zukunft von VISIO
a) Wie kann VISIO erweitert werden?
b) Welche Verbesserungen haben die bisherigen Produktupdates gebracht?
c) Konkurrenzprodukte mit ähnlichem Funktionsumfang
d) Welche Verbesserungen sind wünschenswert?

5. Systemvoraussetzungen und Kosten
a) Systemanforderungen
b) Kosten
c) Kosten-Nutzen-Betrachtung

6. Zusammenfassung
a) Zusammenfassung
b) Probleme mit VISIO

7. Literaturverzeichnis:

ANLAGE

Schrittweises Anlegen eines Klassendiagramms

1. Allgemeines

a) Geschichte

Im Jahre 1990 entschlossen sich die zwei ehemaligen Gründer der Aldus Corporation (Jeremy Jaech, Dave Walter), sowie der Hauptentwickler des Aldus-Tools „PageMaker“ Ted Johnson, die Firma „Shapeware“ zu gründen.

Die Gründungsidee bestand darin, eine Grafiksoftware für standardisierte Geschäftsgrafiken zu entwickeln.

Im Jahre 1992 wurde die Software VISIO 1.0 fertig gestellt und zum Erwerb angeboten.

Nach der raschen Verbreitung des Tools nannte sich die Firma „Shapeware“ im Jahr 1995 in „Visio“ um. Es folgten weitere Versionen des Tools mit einer immer größer werdenden Anzahl von Symbolen.

Microsoft führte im Jahr 2000 ihre bis dahin größte Übernahme durch und kaufte die Firma Visio für $1.500.000.000 auf.

b) VISIO != Malprogramm

Auch wenn VISIO eine Grafiksoftware ist, soll und kann es nicht mit einem Malprogramm verglichen werden.

Das Tool dient dazu, Zeichnungen schnell und einfach mit (in der Geschäftswelt) allgemein gültigen Zeichenkomponenten (im Folgenden Shapes[1] genannt) erstellen zu können. Diese Zeichnungen sind gewiss nicht auf Präzision ausgelegt, sondern verfolgen die Idee, möglichst effizient (Unternehmens-)Informationen zu visualisieren.

Genau darin unterscheidet sich VISIO zu anderen Produkten, wie Microsoft PowerPoint. VISIO verfolgt den Grundsatz, möglichst keine unnötigen Features, wie z. B. eine 3D-Darstellung einzubauen, um die Komplexität der Darstellung möglichst gering zu halten (Versionen bis VISIO 2000). Außerdem wurden zu Beginn des Programms (VISIO 1.0 – 3.0) Individualitäten in der Darstellung vermieden, damit die Diagramme möglichst schnell von vielen Personen verstanden werden konnten.

Damit das Programm übersichtlich blieb, wurden Gruppen (Schablonen) eingeführt, welche die für das zu zeichnende Modell richtigen Symbole/Shapes bereitstellten. Es wurden Hauptgruppen und auch teilweise Untergruppen gebildet.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Hier sieht man einen Auszug aus der aktuellen VISIO-Software, in der man sehr gut die Unterteilung sehen kann. Die Hauptgruppe trägt in diesem Beispiel den Namen Software und besitzt die rechts daneben aufgeklappten Untergruppen. Klickt man jetzt auf UML-Modelldiagramm so erhält man alle für eine UML-Modellierung relevanten Shapes aufgelistet und kann diese sofort für die Zeichnung verwenden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

VISIO-Gruppenunterteilung

Firmen, welche vorher ihre Grafiken mit Powerpoint, Corel Draw oder ähnlichen Zeichentools gemacht haben, wechselten schnell zu VISIO und sahen innerhalb kürzester Zeit die Vorteile dieser Software gegenüber ihren bisher dafür eingesetzten Programmen, welche dafür sicherlich nicht geeignet waren.

c) Grundlegende Veränderungen am Tool

Nach der Übernahme durch Microsoft vollzog sich die Software einem Wandel, ohne allerdings die Grundidee zu verändern.

Durch die ansteigende Anzahl von Standardformen/-shapes musste eine Lösung gefunden werden, damit VISIO nicht über kurz oder lang in einem unübersichtlichem Tool enden würde.

Somit wurde VISIO in Produktsparten aufgeteilt: VISIO Standard (für allgemeine Geschäftsprogramme), VISIO Professional (Grundaufbau wie Standard-Version, jedoch mit branchenspezifischen Standardformen erweitert) und ein Teil der VISIO-Komponenten fließt in das neue Visual Studio.NET ein (dient unter anderem zur Netzwerkdokumentation).

2. Anwendungsbereich von VISIO

a) Wo wird VISIO eingesetzt?

VISIO wird in vielen Firmen eingesetzt, um Geschäftsprozesse, Datenbankstrukturen und Softwaremodelle zu modellieren.

Aber auch andere Diagramme lassen sich mit VISIO einfach erstellen. Der große Benefit von VISIO liegt auch insbesondere an der Übersichtlichkeit des Programms. Somit lassen sich sehr schnell und einfach Gantt-Diagramme, Ursache-Wirkung-Diagramme, Wegpläne, Datenflussdiagramme, Netzwerkpläne und vieles mehr erstellen. Somit ersparen sich Firmen eine Menge Zeit und haben ein Tool, welches so gut wie alle Standard-Formen beinhaltet und diese nach Gruppen (Schablonen) geordnet hat.

b) Welche Methoden werden unterstützt?

Anfangs war VISIO ein reines Zeichentool mit verschiedenen Standard-Shapes. Mit den Neuerungen der jüngsten Version (VISIO 2003) wird VISIO immer mehr zu einem CASE-Tool[2], wie beispielsweise das Programm INNOVATOR der Firma „MID“. VISIO 2003 Professional unterstützt viele verschiedene Methoden.

Dies sind beispielsweise: UML (Unified Modelling Language), COM und OLE (Component Object Model, Object Linking and Embedding), SA/SD (Structured Analysis/Structured Design), SADT (Structured Analysis and Design Technique) und viele mehr.

Diese Methoden decken allerdings nur die Methoden zur Softwareentwicklung ab. VISIO beinhaltet noch viele weitere Sparten.

Beispielsweise können Netzwerkstrukturen, Projektpläne und sogar Geschäftsprozesse modelliert werden. Es lassen sich sehr gut Parallelen zur Geschäftsprozessmodellierung ziehen. Dort geht es um die Abbildung und Optimierung von Geschäftsprozessen, welches sehr häufig mit dem Tool „ARIS“ der Firma IDS Scheer AG durchgeführt wird. Meist wird es in Form einer ereignisgesteuerten Prozesskette (ePK) modelliert. Die Symbole sind in VISIO nahezu identisch.

3. Arbeiten mit VISIO

a) Allgemeines zur Modellierung

VISIO besitzt viele Möglichkeiten, eine Vielfalt von Modellen darzustellen und ist im Grunde genommen ein universelles Modellierungstool.

Softwaresysteme sind meist sehr komplex und es würde den Rahmen dieses Referats sprengen, wenn wir hier ein kleines Softwaretool modellieren würden. Außerdem müsste man gewisse Grundkenntnisse in Sachen „Programmierung“ voraussetzen.

Deshalb wurde bei den Diagrammen ein Beispiel aus dem Alltag gewählt, welches sehr abstrakt ist und von daher für jeden leicht verständlich sein sollte. Es ist im Grunde genommen egal, ob man eine Software oder eine Aktion aus dem Alltag modelliert.

b) Unified Modelling Language (UML)

Die Unified Modelling Language ist eine vereinheitlichte Modellierungssprache, um Strukturen und Abläufe in Softwaresystemen darzustellen.

Es gibt verschiedene Diagrammtypen, um Sachverhalte darzustellen.

Um in VISIO UML-Diagramme erstellen zu können, muss man ein neues Zeichenblatt anlegen (Menüzeile: Datei à Neu) und einen Zeichnungstyp auswählen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Aus der Kategoriespalte (links) muss „Software“ ausgewählt werden und dann, aus den im rechten Frame neu erschienenen Schablonen, muss „UML-Modelldiagramm“

ausgewählt werden. Dies sieht wie folgt aus:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Man erhält eine komplette Übersicht aller in VISIO unterstützten UML-Diagrammtypen. Einige dieser Diagramme werden in diesem Referat behandelt. Die in den verschiedenen Schablonen hinterlegten Symbole stimmen mit dem UML-Standard überein und sind somit für jeden leicht verständlich

In den folgenden Beispieldiagrammen geht es um folgenden Sachverhalt:

Es soll ein Telefonverbindungsaufbau zwischen zwei Personen modelliert werden. Der Sachverhalt soll das Abheben des Hörers bis hin zum vollständigen Verbindungsaufbau enthalten.

Es ist jeweils das fertige Diagramm und eine kurze Auflistung der Symbole zu sehen.

1. Sequenzdiagramm

Ein Sequenzdiagramm beschreibt die einzelnen Abläufe in ihrer exakten Reihenfolge.

Der genaue Zeitpunkt muss dabei feststehen. Das Sequenzdiagramm ist zweidimensional. Die vertikale Linie bestimmt die Zeit und die horizontale Linie

enthält die Objekte/Klassen, welche durch Pfeile eine Nachricht an ein anderes

Objekt/Klasse senden ([Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] Operation).

[...]


[1] Die Firma „Shapeware“ bezeichnete von Beginn ihre Symbole/Grafiken als Shapes.

[2] CASE = Computer Aided Software Engineering

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Details

Titel
Programmanalyse VISIO
Hochschule
Frankfurt University of Applied Sciences, ehem. Fachhochschule Frankfurt am Main
Veranstaltung
Software Engineering
Note
1,3
Autoren
Jahr
2005
Seiten
17
Katalognummer
V109120
Dateigröße
654 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Programmanalyse VISIO zur Modellierung in UML.
Schlagworte
Programmanalyse, VISIO, Software, Engineering
Arbeit zitieren
Patrick Quirmbach (Autor)Martin Buchhold (Autor), 2005, Programmanalyse VISIO, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/109120

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