Internationale Standortoptimierung und Direktinvestitionen im Zeitalter der Globalisierung


Seminararbeit, 2004
22 Seiten, Note: 1,7

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Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Terminologische Grundlagen

2. Wirtschaftspolitische Zielkonzepte
2.1 Elemente und Phasen des wirtschaftspolitischen Entscheidungsprozesses
2.2 Allgemeine wirtschaftspolitische Ziele

3. Ursachen und Symptome von Standortverlagerungen
3.1 Qualität der Standortfaktoren und der Wirtschaftspolitik
3.2 Länderspezifische Push-Faktoren
3.3 Unternehmensspezifische Pull-Faktoren
3.4 Eklektische Theorie der Direktinvestitionen: das „OLI-Paradigma“ (Ownership, Location, International advantages)

4. Auswirkungen von Direktinvestitionen auf wirtschaftspolitische Ziele
4.1 Auswirkungen auf wirtschaftspolitische Einflussfaktoren
4.2 Zusammenfassende Darstellung der Auswirkungen auf wirtschaftspolitische Ziele

5. Mittel und Maßnahmen der Wirtschaftspolitik

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Terminologische Grundlagen

Bedeutende Entwicklungen in den Bereichen Transport, Kommunikationswesen oder Informationstechnologie wie auch internationale Handelsabkommen in Form des GATT, als nur ein Beispiel, haben die Welt zu einem multikulturellen und zunehmend wirtschaftlich engerem Spielfeld voller globaler Märkte transformiert. Die weltweite Verbreitung von technischem Wissen und Können in Verbindung mit der Mobilität von Unternehmen, Kapital und Arbeitgeber schaffen ein enorm dynamisches Umfeld, welches langfristig zu einem Dahinschwinden traditioneller Wettbewerbsvorteile der Industriestaaten führt.[1]

Eine Form der Einflussnahme auf die Erstellung von Gütern und Dienstleistungen in anderen Ländern ist das Tätigen von Direktinvestitionen (FDI). „Unter einer ausländischen Direktinvestition versteht man eine Investition eines inländischen Unternehmens oder Investors (Direktinvestors), die auf das Ziel gerichtet ist, nachhaltigen, d.h. langfristigen und signifikanten Einfluss auf die Geschäftsführung eines ausländischen Unternehmens auszuüben.“[2] Direktinvestitionskapital besteht dabei aus den Komponenten Kapitalanteile, konzerninterne Kredite und reinvestierte Gewinne.[3] Weiter Charakteristika sind die Langfristigkeit der Investition, das aktive Auftreten des Investors im Gastland, die intensive Handelsverflechtung mit der Muttergesellschaft der Unternehmung und die Übertragung von unternehmerischem Wissen in Form von Technologie- oder Management-Know-how in Verbindung mit der Kapitalinvestition.[4]

Eine andere Form der grenzüberschreitenden Investition ist die Portfolioinvestition in Beteiligungskapital, welche darauf abzielt, einen Anteil am wirtschaftlichen Erfolg einer fremden Unternehmung zu erlangen.[5] Sie sind im Allgemeinen zeitflexibler als Direktinvestitionen, jedoch auch mit langfristigen Investitionszielen kompatibel.[6] Der monetäre Gegenstrom erfolgt hauptsächlich über Zinsen, Dividenden und Tilgungen.[7]

2. Wirtschaftspolitische Zielkonzepte

2.1 Elemente und Phasen des wirtschaftspolitischen Entscheidungsprozesses

Das Konzept der Wirtschaftspolitik beruht auf ökonomischem Wissen, eingebettet in einen auf lange Frist ausgelegten Katalog aus zielkonformen Ordnungsprinzipien, die das Handeln des Staates in Politik und Wirtschaft bestimmen. Hieraus lässt sich feststellen, ob eingeleitete Maßnahmen zur Zielerreichung beitragen und mit dem Wirtschaftsystem übereinstimmen.[8]

Die Elemente und Phasen des wirtschaftspolitischen Entscheidungsprozesses werden in folgendem Schaubild aufgezeigt. Dieser Prozess soll als Grundlage für die weitere Ausarbeitung dienen, um ein strukturiertes Vorgehen bei der Erarbeitung der wirtschaftspolitischen Auswirkungen auf Standortverlagerungen sicherzustellen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Ausgangspunkt des Entscheidungsprozesses ist die Lageanalyse. Hier werden Abweichungen des wirtschaftlichen Ist-Zustandes vom Zielsystem diagnostiziert, die Ursachen dafür ermittelt sowie Prognosen über die weitere Entwicklung bei Eingriffen bzw. Nichthandeln des Staates angefertigt. Im Rahmen der Lageanalyse werden unter Gliederungspunkt 3 die Ursachen von Direktinvestitionen und unter Gliederungspunkt 4 deren Auswirkungen auf wirtschaftspolitische Ziele erörtert. Die Phasen Maßnahmenplanung und Programmrealisierung zielen darauf ab, Programme zu erstellen, deren Wirkung zu analysieren und diese im Anschluss bei positiven Entwicklungsaussichten umzusetzen. Zusammengefasst ergeben sie die Mittel der Wirtschaftspolitik, welche unter 5. Mittel und Maßnahmen der Wirtschaftspolitik näher ausgeführt werden. Auf den abschließenden Prozess der Ergebniskontrollen soll aufgrund der hohen Spezifität und Abhängigkeit von der jeweiligen eingeleiteten Maßnahme nicht näher eingegangen werden.[9]

Den Rahmen der wirtschaftspolitischen Entscheidungsprozesse bilden die Ziele (siehe Gliederungspunkt 2.2) sowie die Träger der Wirtschaftspolitik. „Entscheidungsträger der Wirtschaftspolitik sind jene Institutionen und Personen, denen die Gesellschaft die Befugnis zuerkannt hat, wirtschaftspolitische Entscheidungen zu treffen, und die über das Monopol der legalen und legitimen Zwangsgewalt zur verbindlichen Durchsetzung ihrer Entscheidungen verfügen.“[10] Beispielhaft sollen hier Regierung, Europäischer Rat und Parlament, Tarifvertragsparteien oder auch internationale Organisationen wie der IWF, die Weltbank, das GATT oder die WTO angeführt werden.[11]

2.2 Allgemeine wirtschaftspolitische Ziele

Kern dieser Seminararbeit sind die Auswirkungen von Direktinvestitionen auf die Wirtschaftspolitik der Geber- und Nehmerländer von Investitionen. Hierbei liegt der Fokus bei den Effekten auf die Erreichung von wirtschaftspolitischen Zielen. Im Folgenden werden deshalb kurz die für diese Ausarbeitung relevanten Ziele einer Volkwirtschaft erläutert.[12]

An oberster Stelle der Zielpyramide einer Volkswirtschaft steht die Maximierung der gesellschaftlichen Wohlfahrt bzw. des Gemeinwohls. Im Detail ist damit die Sicherstellung der Primärziele Freiheit, Gerechtigkeit und Sicherheit für die Bewohner eines Landes gemeint. Auf der nächsten Stufe angesiedelt sind die Stabilitäts-, Wachstums-, Struktur- und Verteilungsziele; alles Sekundärziele, die zusammengenommen zur Maximierung der ökonomischen Wohlfahrt bzw. des ökonomischen Wohlstandes beitragen.[13]

Stabilitätsziele, wie ein hoher Beschäftigungsstand oder eine ausgeglichene Zahlungsbilanz, versuchen, Ungleichgewichte in der Volkswirtschaft von Anfang an zu vermeiden oder zumindest in Ausmaß und Dauer einzugrenzen. Wachstumsziele sind darauf ausgerichtet, über industrie-, bildungs-, forschungs- und außenwirtschaftspolitische Instrumente eine gewisse Zuwachsrate des realen Bruttoinlandsproduktes zu erreichen, auch wenn hierbei ein möglicher Zielkonflikt zum Grundsatz der Marktwirtschaft besteht. Unter Strukturzielen versteht man alle Intentionen eines Staates, Anpassungsprozesse an den permanenten Wandel bei Nachfrage-, Wettbewerbs- und Technologiebedingungen voranzutreiben oder auch zu bremsen, sollten soziale Kriterien dies erfordern. Schließlich sind es Verteilungsziele, die versuchen, Effizienz, Dynamik und Freihandelsspielräume mit einer sozial gerechten Verteilung von Einkommen und Vermögen in Einklang zu bringen.[14]

Die Auswirkungen der Sekundärziele auf die Primärziele Freiheit, Gerechtigkeit und Sicherheit sollen in den folgenden Ausarbeitungen nicht weiter betrachtet werden. Gesellschaftliche Grundwerte beinhalten zwar durchweg ökonomische Aspekte (z.B. Interpretation der Freiheit als ein System der freien Preisbildung und des unbeschränkten Leistungswettbewerbs), jedoch interessieren in diesem Fall mehr die direkten, unmittelbaren Auswirkungen von Direktinvestitionen auf Sekundärziele, als etwaige indirekte, mittelbare Auswirkungen über komplizierte Zielbeziehungen auf Primärziele.

3. Ursachen und Symptome von Standortverlagerungen

3.1 Qualität der Standortfaktoren und der Wirtschaftspolitik

Die hohe Bedeutung von Standortfaktoren hat unter den einzelnen Staaten zu einem Wettkampf um volkswirtschaftliches Wachstum geführt. Länder mit überdurchschnittlich hoher Standortqualität gewinnen beachtlich an Attraktivität gegenüber Ländern mit kritischen Standortkriterien.[15] Unter Letztere fallen nach Ansicht von Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Arbeitnehmer in Deutschland vor allem Faktoren wie die hohen Lohn- und Lohnnebenkosten, hohe Steuern und das kompliziertes Steuerrechtssystem, umfangreiche Umweltschutzanforderungen oder auch langwierigen Genehmigungsverfahren, Bürokratie und Überregulierung. Demgegenüber stehen aber auch diverse positive Standortfaktoren wie die Qualifikation der Beschäftigten, das hohe Maß an sozialem und politischem Frieden (Länderrisiko), die Qualität der Produkte und die sehr gute Infrastruktur.[16]

Weitere Faktoren mit Auswirkungen auf die Wirtschafts- und Standortqualität eines Landes, auf die hier jedoch nicht weiter eingegangen werden soll, sind Marktgröße und Marktwachstum, externe Überschuldung und Zahlungsbilanzprobleme, Außenhandelspolitik, wirtschaftspolitische Anreize wie Steuerbefreiung oder Subventionszahlungen sowie die geographische und kulturelle Distanz des Landes.[17] Die Summe an positiven und negativen Standortfaktoren formiert die Qualität von Standort und Wirtschaftspolitik, welche gemeinsam den Rahmen für die internationalen Investitionsüberlegungen einer MNU darstellen.

Die konkreten Direktinvestitionsmotive einer MNU lassen sich unterteilen in Pull- oder länderspezifische Faktoren sowie Push- oder unternehmensspezifische Faktoren. Push-Faktoren benennen die Gründe, warum Unternehmen Direktinvestitionen in das Ausland durchführen (outward FDI). Pull-Faktoren dagegen sind die Standortfaktoren, aufgrund derer sich ein Unternehmen für ein bestimmtes Land entscheidet, in welches die Direktinvestition fließen soll (inward FDI). Streng genommen lassen sich Push- und Pull-Faktoren jedoch nicht strikt trennen; sie ergänzen sich vielmehr zu einer vorteilhaften Kombination für ein investierendes Unternehmen.[18]

Abb 2: Push- und Pull-Faktoren in Verbindung mit der Qualität des Standorts[19] und der Wirtschaftspolitik als Determinanten der Direktinvestition

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

3.2 Länderspezifische Push-Faktoren

3.2.1 Die Rate-of-Return-Hypothese

Die Entscheidung für ein Land als Direktinvestitionsempfänger hängt von der erwarteten Kapitalrendite ab. Direktinvestitionen fließen solange in Länder mit hohen Kapitalrenditen, bis sich, nach dem Prinzip der abnehmenden Grenzerträge, die Unterschiede zu Ländern mit niedrigen Kapitalrenditen aufgehoben haben.

3.2.2 Portfolio-Hypothese

Die Portfolio-Hypothese ergänzt die Rate-of-Return-Hypothese um den Faktor des länderspezifischen Risikos. MNU verknüpfen demnach die Investitionsentscheidung auch mit dem internationalen Unternehmerrisiko, wie zum Beispiel dem Währungsrisiko.

3.2.3 Industrial-Organization-Hypothese von Hymer/Kindleberger

Hymer und Kindleberger gehen von der Annahme aus, dass MNU beim Markteintritt im Ausland aufgrund von lückenhaftem Wissen bei Wirtschaft, Recht, Politik und Sprache sowie Wechselkursrisiken und höheren Kommunikations- oder Transportkosten einen Wettbewerbsnachteil gegenüber inländischen Unternehmen haben. Eine MNU muss deshalb über strategische Erfolgspositionen wie Skaleneffekt, Patente oder Know-how verfügen, um diese Nachteile ausgleichen zu können.

3.2.4 Oligopolistic Reaction-Hypothese

Der Zusammenhang zwischen Marktstruktur und Direktinvestitionsverhalten innerhalb einer Branche führt zu einem oligopolistischen Reaktionsverhalten der Konkurrenten, sobald ein Unternehmen international tätig wird. Die Konkurrenz wird daher auf den Auslandsmarkt nachziehen, um die Struktur des Oligopols wahren zu können (Follow-the-Leader-Hypothese). Ähnliches ist auch denkbar mit einem Zulieferunternehmen, welches seinem Schlüsselkunden ins Ausland folgt (Follow-up-Hypothese).

3.2.5 Internationalisierungshypothese

Die Unvollkommenheit mancher Märkte zwingt Unternehmen zu internationalen Investitionshandlungen mit der Absicht, Zugang zu wichtigen Inputfaktoren bzw. Rohstoffen zu erhalten. Ziel dabei ist es, durch die vertikale Integration Transaktionskosten auf der Beschaffungsseite einzusparen und gleichzeitig ein hohes Preis-Qualitäts-Verhältnis sicherstellen zu können.

3.2.6 Die Liquiditätshypothese (Reinvestitionshypothese)

Zwischen dem internen Cash-Flow der Auslandsniederlassung einer MNU und den Investitionsausgaben im jeweiligen Ausland besteht ein positiver Zusammenhang. Dieser begründet sich durch die Annahme, dass die Direktinvestitionen im Zeitverlauf steigen, da der im Ausland erwirtschaftete Gewinn direkt dort wieder investiert wird (=Reinvestition).

3.2.7 Produktionszyklushypothese von Vernon

In der Entwicklungsphase im Rahmen des Produktlebenszyklus vertreibt ein Unternehmen das Produkt nur im Inland. Hohe Nachfrage und zunehmender Wettbewerb verlangen in der Reifephase den Export des Produktes ins Ausland sowie die spätere Verlagerung der Produktion dorthin, um zusätzliche Standortvorteile nutzen zu können. In der Standardisierungsphase geht dann der Innovationsvorsprung verloren, weshalb die Produktion in Niedriglohnländern fortgeführt wird.[20]

3.3 Unternehmensspezifische Pull-Faktoren

3.3.1 Ressourcenorientierte Direktinvestition

Ressourcen, die im Inland nicht oder nur zu hohen Preisen erhältlich sind, können ein Grund für internationale Investitionstätigkeiten von MNU sein. Darunter fallen ortsspezifische Ressourcen, wie Rohstoffe und Mineralien (insbesondere im primären und sekundären Sektor) sowie ortsunspezifische Ressourcen, wie billige Arbeitskräfte (produzierendes Gewerbe) oder Humankapital in Form von technologischem Know-how, vor allem transferiert zwischen hochentwickelten Industriestaaten. Ziele durch die Investition sind der günstigere Bezug dieser Rohstoffe und die damit verbundene höhere Profitabilität und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen.

3.3.2 Marktorientierte Direktinvestitionen

Durch die Verlagerung der Produktion ins Ausland versprechen sich MNU die Sicherung und Ausweitung bestehender oder die Erschließung neuer Märkte. Die Absichten der MNU dabei sind ein höherer Absatz, die Reduzierung der Transportkosten aufgrund der Produktion im Ausland, die Adaption der Produkte an länderspezifische Bedürfnisse oder auch das Zeigen von physischer Präsenz gegenüber den Konkurrenten.

3.3.3 Effizienzorientierte und strategische Direktinvestitionen

Ein langfristiges von Direktinvestitionen kann die Ausweitung und Optimierung des Unternehmensportfolios im Sinne der Sicherung und Steigerung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit sein. Dazu zählt neben der Ergänzung des Produktspektrums auch die optimale regionale Verteilung der Auslandsniederlassungen, unter Beachtung von länderspezifischen Faktoren (vgl. Gliederungspunkt 3.1).

3.4 Eklektische Theorie der Direktinvestitionen: das „OLI-Paradigma“ (Ownership, Location, International Advantages)

Das Problem der Pull- und Push-Faktoren liegt in der strikten Trennung der einzelnen Kriterien und der dadurch zwar möglichen Beurteilung von Folge-, nicht jedoch von Erstinvestitionen in ausländische Märkte. Das „OLI-Paradigma“ versucht deshalb, beide Elemente in einem Modell mit drei Bedingungen zusammenzuführen.

Als erstes Kriterium für Direktinvestitionen sind firmenspezifische Vorteile zu nennen. Gemeint sind strategische Wettbewerbsvorteile in Bereichen wie Technologie, Marketing, Management, Skalenerträge und Marke, um Wettbewerbsnachteile auf ausländischen Märkten wie Sprache oder höhere Transportkosten kompensieren zu können. Sie sind als notwendige Voraussetzung eines Unternehmens für Aktivitäten an ausländischen Märkten anzusehen.

Der Transaktionskostenansatz bei Marktunvollkommenheiten ist die zweite Bedingung des OLI-Paradigmas. Dieser handelt von Internalisierungsvorteilen, die sich für ein Unternehmen aufgrund der Durchführung von Direktinvestitionen ergeben können. Da beim alleinigen Export Marktunvollkommenheiten in Form von ungeschütztem Eigentum bei Marke, geistigem Wissen, Lizenzen und Qualitätsstandards auftreten können, vermag es effizienter und profitabler zu sein, durch Direktinvestitionen Kontrolle über diese Fertigkeiten zu erlangen.

Letzte Bedingung ist der relative Standortvorteil als Folge der regionalen Verteilung der Direktinvestition. Hierunter fallen alle Faktoren, die den Unternehmenserfolg beeinflussen, wie die Größe des Marktvolumens, das zu erwartende Marktwachstum, Steuer- und Lohnsätze oder auch die Qualität des Humankapitals und der Infrastruktur.[21]

Das OLI-Paradigma erkennt einen wichtigen oft unbeachteten Unterschied, indem es zwischen der Konkurrenzfähigkeit der Unternehmen und der Standorte differenziert. Die grundlegende Erkenntnis des Ansatzes liegt darin, dass in der realen Wirtschaft alle drei Bedingungen bei Investitionsaktivitäten von MNU erfüllt sein müssen. Die Ströme der Direktinvestitionen determinieren sich jedoch aus der Zusammensetzung der Bedingungen.[22]

4. Auswirkungen von Direktinvestitionen auf wirtschaftspolitische Ziele

Letzter Punkt im Rahmen der Lageanalyse des wirtschaftspolitischen Entscheidungsprozesses sind die Auswirkungen von Direktinvestitionen auf das Erreichen wirtschaftspolitischer Ziele. Wie unter Gliederungspunkt 3.1 Standortfaktoren und Direktinvestitionsmotive erläutert, hängt die Durchführung von Direktinvestitionen stark von der Standort- und wirtschaftspolitischen Qualität eines Landes ab. Ist die Entscheidung von Investoren zu Gunsten von Direktinvestitionen gefallen, so haben diese wiederum starke Auswirkungen auf die wirtschaftspolitischen Ziele. Hieraus definieren sich die Qualität der Wirtschaftspolitik und die Standortattraktivität, womit sich der Kreislauf schließt.

In den folgenden Abschnitten soll eine grobe Übersicht über die wichtigsten Auswirkungen auf wirtschaftpolitische Einflussfaktoren durch Direktinvestitionen gegeben werden. Etwaige Zielkonflikte und Zielbeziehungen zwischen gleichrangigen Zielen sowie zwischen unter- und übergeordneten Zielen werden hier jedoch nicht weiter betrachtet.[23]

Abb 3: Auswirkungen auf wirtschaftspolitische Einflussfaktoren

Quelle: eigene Darstellung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

4.1 Auswirkungen auf wirtschaftspolitische Einflussfaktoren

4.1.1 Zahlungsbilanzauswirkungen

Mit dem Transfer von ausländischem Finanzkapital, zum Aufbau eines neuen oder zur Akquisition eines bestehenden Unternehmens, entstehen positive Wirkungen auf die Zahlungsbilanz des Empfängerlandes. Dies ist jedoch nicht der Fall, wenn die Finanzierung über Ressourcen des Nehmerlandes erfolgt. Weitere positive Effekte resultieren aus Exporttätigkeiten der Auslandsniederlassung nach Aufnahme der Geschäftstätigkeit. Durch die Zahlung von Steuern und Gebühren im Rahmen der internationalen Geschäftstätigkeit sowie durch die induzierten Steuerzahlungen von Arbeitnehmern oder anderen Unternehmen (z.B. Lieferanten) fördern Direktinvestitionen langfristig zudem staatliche Ersparnisse. Weiterhin erhöhen Gewinnausschüttungen und Gehälter private Ersparnisse. Negative Zahlungsbilanzwirkungen entstehen durch den Import von Investitionsgütern bzw. Vorleistungen für die Produktion am ausländischen Standort.[24]

Vor allem in Entwicklungsländern können Direktinvestitionen dazu beitragen, die Devisenlücke des Landes zu schließen, indem mit Kapitalimporten Investitionsprojekte finanziert werden. Insgesamt positive Auswirkungen hängen aber von Art und Größe der Investition sowie von Gewinnrückflüssen und Schuldenrückzahlungen ins kapitalgebende Ausland ab.[25]

4.1.2 Beschäftigungseffekt

Direktinvestitionen können direkte und indirekte Effekte auf das Ziel eines hohen Beschäftigungsstands haben. Direkte Effekte ergeben sich vor allem bei faktor- bzw. arbeitsintensiven Unternehmen durch die Akquisition von neuem Personal für die Auslandsniederlassung. Wird jedoch ein bestehendes Unternehmen samt Personal übernommen, so kann dies zu einer konstanten oder auch rückläufigen Beschäftigungszahl führen. Indirekte vertikale Effekte entstehen dann, wenn Unternehmen auf anderen Stufen der Wertschöpfungskette betroffen sind (z.B. Lieferanten oder Werbeagenturen). Indirekte horizontale Effekte zeigen sich bei Konkurrenzunternehmen durch den Markteintritt des Direktinvestors. Dies kann dann gravierende Auswirkungen auf die Höhe der Arbeitslosigkeit haben, wenn inländische Anbieter aufgrund von Ineffizienzen (z.B. personelle Überbesetzung, Veralterung, Abbau staatlicher Subventionen) zur Liquidation gezwungen werden.[26]

Auswirkungen auf den Beschäftigungsstand eines Industrielandes durch Verlagerungen von Standorten ins Ausland müssen nicht immer negativer Natur sein. Vielmehr können investive Engagements auch dazu führen, dass Arbeitsplätze im Industrieland durch die Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens bewahrt oder sogar aufgebaut werden können.[27]

4.1.3 Beitrag zur Humankapitalbildung

Der hohe Grad an technischem und organisatorischem Know-how der MNU wird durch Diffusionseffekte, wie die Fluktuation der Mitarbeiter, in ausländische Volkswirtschaften übertragen. Die positiven Effekte auf Produktivität, Bildung und Wissenschaft schlagen sich langfristig auch in Faktoren wie die Leistungsfähigkeit der Gesellschaft, die Höhe der Krankheitszeiten oder auch die Länge des Erwerbslebens nieder. Anzumerken ist jedoch, dass diese Effekte vor allem für Unternehmen aus kapital- und technologieintensiven Branchen Gültigkeit haben. Investitionen in Form von Verlagerungen von Produktionsstandorten ins Ausland sind dagegen oft mit eher einfachen Tätigkeiten und somit geringen positiven Effekten auf die Humankapitalbildung im Ausland verbunden.

Starke positive Verbesserungen werden dahingegen über Transfers von Dienstleistungen erzielt. Die Intangibilität, mangelnde Lager- und Transportfähigkeit sowie das simultane Produzieren und Konsumieren von Dienstleistungen führen dazu, dass diese im Ausland nahezu komplett reproduziert werden müssen. Die Notwendigkeit an qualifiziertem Personal und dementsprechenden Trainingsmaßnahmen bringt hochwertiges technologisches Wissen in die ausländischen Volkswirtschaften.[28]

4.1.4 Technologietransfer

Der Zufluss von Kapitalgütern (z.B. neue Fertigungstechnologien) und dem zur effizienten Nutzung notwendigen technischem und organisatorischem Wissen durch Direktinvestitionen erbringt dem Ausland einen gekoppelten Import von Geld-, Sach- und Humankapital. Das damit verbundene Produktivitätswachstum durch die Existenz moderner Technologien ermöglicht ein zügigeres Schließen der, vor allem in weniger entwickelten Volkswirtschaften vorherrschenden, technologischen Lücke.[29] Die Effekte durch Technologietransfer gelten besonders für Hochtechnologiebranchen, da hier die Chancen auf Monopolgewinne aufgrund von Marktunvollkommenheiten relativ groß sind und der Verkauf von Lizenzen nur begrenzt möglich ist. Der Nutzen einer Volkswirtschaft hängt jedoch entscheidend von der Qualität der Wirtschaftspolitik ab, insbesondere von deren Möglichkeiten, die neuen Technologien anzunehmen (z.B. die Existenz von qualifiziertem Personal und moderner Infrastruktur).[30]

4.1.5 Außenhandelswirkungen

Direkte Importeinflüsse haben Direktinvestitionen durch den anfänglichen Kapitalzufluss vor dem internationalen Engagement der MNU sowie durch eine langfristige Beschaffungspolitik mit regelmäßigen Warenlieferungen an die Auslandsniederlassung. Indirekte Importeinflüsse ergeben sich dann, wenn auch Zulieferer, Partner- oder Konkurrenzunternehmen ein Wachstum durch die Marktpräsenz der MNU verzeichnen. Jedoch können auch importsubstituierende Wirkungen entstehen, wenn die MNU in ein Land investiert, aus dem ehemals große Mengen importiert wurden. Da MNU allgemein zu höherem Export neigen als nationale Anbieter, steigen folglich auch die Exporte einer Volkswirtschaft. Weiterhin können die verstärkten internationalen Aktivitäten der Anbieter aus dem Inland aufgrund der Marktpräsenz der MNU langfristig die Exportkraft eines Landes anheben.[31]

4.1.6 Marktstruktur- und Wettbewerbseffekte

Mit dem Eintritt von MNU in internationale Märkte und dem dadurch kontinuierlichen Zusammenwachsen von kompletten Märkten steigt die Wettbewerbsintensität und damit das wirtschaftliche Wachstum. Weitere positive Effekte sind die verbesserte Marktversorgung, die stärkere Ausrichtung der Produkte an den Bedürfnissen der Nachfrager, die höhere Reaktionsgeschwindigkeit auf sich ändernde Gegebenheiten sowie die Nutzung effizienterer Produktionsverfahren. Jedoch werden schwächere inländische Anbieter durch starke ausländische Konkurrenten aus dem Markt verdrängt, mit der Folge von Arbeitsplatzverlusten und einem Mangel an gesamtwirtschaftlicher Wachstumsdynamik.[32]

4.1.7 Aufbau von Infrastruktur

Die Qualität der Infrastruktur entscheidet über Produktivität, Wettbewerbsfähigkeit und Wachstumspotential einer Volkswirtschaft. Internationale Investitionstätigkeiten können in vielerlei Hinsicht positive Auswirkung auf die Infrastruktur des Auslandes haben. Neben technischem Know-how zur Errichtung moderner Infrastrukturnetze (Verkehrswege, Energieversorgung, Telekommunikation) bringen MNU oft umfangreiche Kapazitäten für Großprojekte mit, die von inländischen Anbietern nicht gestellt werden könnten. Der Bezug zu internationalen Kapitalgebern kann zudem eine Finanzierung ermöglichen, die für manche Staatshaushalte nicht denkbar wäre. Möglich sind auch Kooperationsformen der MNU mit ausländischen Volkswirtschaften, in denen die Errichtung und Finanzierung eines Projektes von der MNU übernommen wird, die Betreibung dann aber entweder die MNU unbefristet oder für einen vertraglich fixierten Zeitraum übernimmt bzw. von beiden Akteuren gemeinsam gestaltet wird.[33]

4.1.8 Beitrag zum Privatisierungsprozess

Empirische Untersuchungen belegen, dass MNU hauptsächlich in Wirtschaftssektoren aktiv sind, in denen eine hohe Marktkonzentration aufgrund monopolistischer Marktstrukturen vorherrscht. Dies ist oft in Sektoren der Fall, in denen öffentliche Unternehmen den Markt dominieren. MNU können dann eine bedeutende Rolle spielen, wenn monopolisierte Strukturen aufgebrochen und Sondervergünstigungen für Staatsmonopole abgebaut werden sollen. Die Übernahme ermöglicht die Entwicklung von langfristig erfolgreichen Konzepten, verbunden mit oft hohen Devisenerlösen für den Staatshaushalt in Form von Übernahmegebühren.[34]

4.1.9 Veränderung in der Nachfragestruktur

Positive Auswirkungen auf Beschäftigung und Wirtschaftswachstum durch Direktinvestitionen führen auch zu positiven Einkommenseffekten in der Bevölkerung. Wenn bei einem niedrigen Pro-Kopf-Einkommen vor allem Güter des Grundbedarfs nachgefragt werden, so steigt mit zunehmendem Verdienst die Nachfrage nach hochwertigen Produkten und Luxusgütern (z.B. Immobilien und private Dienstleistungen).[35] Das gilt auch für den Fall der Lohnveredelungen. Diese treten auf, wenn arbeitsintensive, einfache Tätigkeiten in das Billiglohnausland transferiert werden, damit im Inland eine gewisse Anzahl an Arbeitsplätzen zu hohen Löhnen erhalten bleiben kann (z.B. Bekleidungsindustrie mit 75% ausländischem Produktionsanteil).[36]

4.2 Zusammenfassende Darstellung der Auswirkungen auf wirtschaftspolitische Ziele

Abschließend sollen kurz die eben beschriebenen Auswirkungen auf wirtschaftspolitische Einflussfaktoren in die unter 2.2. Allgemeine wirtschaftspolitische Ziele erläuterten Stabilitäts-, Wachstums-, Struktur- und Verteilungsziele eingeordnet werden. Von Vollständigkeit darf bei dieser Vorgehensweise jedoch nicht ausgegangen werden.

Zahlungsbilanzauswirkungen (4.1.1) und Beschäftigungseffekte (4.1.2) tragen zur Erreichung des Stabilitätszieles bei. Der Beitrag zur Humankapitalbildung (4.1.3), der Technologietransfer (4.1.4) sowie die Außenhandelswirkungen (4.1.5) haben Effekte auf die Wachstumsziele. Die Strukturziele werden beeinflusst durch Marktstruktur- und Wettbewerbseffekte (4.1.6), den Aufbau von Infrastruktur (4.1.7) sowie durch den Beitrag zum Privatisierungsprozess (4.1.8). Schließlich entstehen durch Veränderungen in der Nachfragestruktur (4.1.9) direkte und indirekte Einflüsse auf das Erreichen von Verteilungszielen.

5. Mittel und Maßnahmen der Wirtschaftspolitik

Nach der ausführlichen Darstellung möglicher Auswirkungen von Direktinvestitionen auf wirtschaftspolitische Ziele sollen nun kurz denkbare Maßnahmen beschrieben werden, die eine Volkswirtschaft einsetzen kann, um relativ zu anderen Wirtschaftstandorten Verbesserungen in der Qualität der eigenen Wirtschaft und des Standorts zu erreichen. Dies betrifft den Prozessbaustein Mittel der Wirtschaftspolitik im Rahmen des wirtschaftspolitischen Entscheidungsprozesses. Zu beachten sind dabei so genannte Time-Lags. Sie beschreiben Wirkungsverzögerungen, die bei der Durchführung von wirtschaftspolitischen Maßnahmen entstehen. Der Einsatz eines Instrumentes, etwa zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, gewährleistet aufgrund von Time-Lags nicht das Eintreten positiver Effekte nach kurzer Zeit, sondern eventuell nur langfristig.[37]

Für die Wirtschafspolitik existiert ein Zielkonflikt zwischen Wettbewerbs- und Industriepolitik. Sollen inländische Unternehmen eine starke Position im nationalen und internationalen Wettbewerb einnehmen um im Rückschluss positive Effekte auf die inländische Wirtschaft zu erwirken, so ist der Staat zumeist auf Protektions- oder Subventionierungsmaßnahmen im Rahmen der Industriepolitik angewiesen. Diese führen jedoch oft zu einem fehlenden Wettbewerbsdruck für nationale Unternehmen und haben daher negative Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit der geschützten Unternehmen.[38]

Derartige staatliche Eingriffe treten auch in Form von TRIMs (Trade Related Investment Measures) auf. TRIMs sind handelsrelevante Investitionsmaßnahmen oder „Bestimmungen, mit denen die Exekutive eines Empfängerlandes von Direktinvestitionen in die Leistungsverflechtung eines multinationalen Unternehmens eingreift.“[39] TRIMs können handelsverzerrend wirken, da sie in Abhängigkeit von der Nationalität des Investors diskriminierend angewendet werden und somit den Handlungsspielraum der MNU entscheidend einengen. TRIMs beinhalten input- oder outputorientierte Rege lungen (z.B. Mindestanteil der Produktion verpflichtend im Inland) sowie input- bzw. outputorientierte Fördermaßnahmen (Kapital- oder Exportsubventionen). Sie zielen auf einen Ausgleich der Handelsbilanz (z.B. Steigerung von Deviseneinnahmen), die konkrete Förderung von bestimmten Wirtschaftszweigen, die Ansiedelung ausländischer Unternehmen in wirtschaftlichen Randlagen und auf die Reduzierung von regionalen Einkommens- und Produktivitätsunterschieden ab.[40]

Derartige protektionistische Maßnahmen können jedoch eine Verschlechterung von Wettbewerbsintensität und Wachstumsdynamik nationaler Märkte, eine reduzierte Anpassungsflexibilität und Innovationsfähigkeit von Unternehmen und somit auch eine unzureichende Faktorallokation in der Volkswirtschaft bewirken.[41] Etwaige negative Auswirkungen auf nationale Märkte durch Regulierungen wie Arbeitsplatzsicherung, Versorgungssicherung, Einkommenssicherung und Preisfixierung existieren auf offenen Märkten mit hoher Wettbewerbsintensität nicht. Da dort die Unternehmen mit internationalem Kostenniveau und zu weltweit anerkannten Qualitätsstrukturen agieren, ergibt sich ein stärkeres Wachstum der Volkswirtschaft als Folge der höheren Produktivität.[42]

Entscheidend für die Wirtschaftspolitik ist deshalb die Strukturgestaltung, für welche Japan als vorbildlich gilt. „Unter Strukturgestaltung wird eine aktive Politik staatlicher Instanzen zur Förderung solcher Sektoren verstanden, von denen hohe Wachstumsimpulse, hohe Beschäftigungseffekte und eine starke Ausstrahlung auf andere Branchen (Spin-off-Effekte) erwartet werden.“[43]

Apolte, Caspers, Welfens empfehlen Deutschland verschiedene grundlegende Maßnahmen um den Anschluss an den internationalen Standortwettbewerb halten zu können. Neben einer Steuerreform und der Förderung unternehmerischer Investitionen und Leistungen sollen flexiblere Lohn- und Arbeitszeitmodelle im Rahmen der Tarifpolitik eingeführt werden. Durch die Errichtung von Eigenvorsorgemodellen wird auf eine langfristige Senkung der Lohnnebenkosten abgezielt. Weiterhin kann eine entlastende Finanzpolitik des Staates die staatliche Abgaben- und Ausgabenquote deutlich reduzieren.[44]

Eine „wirksame Wettbewerbspolitik gegenüber global konzipierten Strategischen Allianzen ist gegenwärtig kaum möglich. Die beste Form eines Schutzes vor Wettbewerbsbeschränkungen besteht hier folglich in einer Politik, die konsequent auf die Öffnung und das Offenhalten der Märkte setzt: durch möglichst weitgehende Durchsetzung des Freihandelsprinzips, durch konsequente Deregulierung der hier relevanten nationalen Beschaffungs- und Absatzmärkte sowie durch Verzicht auf Industriepolitik und Strategische Handelspolitik.“[45]

Literaturverzeichnis

APOLTE Th., CASPERS R., WELFENS P.: Standortwettbewerb, wirtschaftspolitische Rationalität und internationale Ordnungspolitik, Baden-Baden, 1999.

BENDER, Dieter: Entwicklungspolitik; in: BENDER, Dieter et al (1999): Vahlens Kompendium der Wirtschaftstheorie und Wirtschaftspolitik, Band 2, S. 593-646, München, 7.Auflage, 1999.

BERG, Hartmut; Cassel, Dieter; Hartwig, Karl-Hans: Theorie der Wirtschaftspolitik; in: BENDER, Dieter et al (1999): Vahlens Kompendium der Wirtschaftstheorie und Wirtschaftspolitik, Band 2, S. 171-298, München, 7.Auflage, 1999.

BERG, Hartmut: Wettbewerbspolitik; in: BENDER, Dieter et al (1999): Vahlens Kompendium der Wirtschaftstheorie und Wirtschaftspolitik, Band 2, S. 299-362, München, 7.Auflage, 1999.

CLUSE, Reinhard: Ausländische Direktinvestitionen in den Transformationsstaaten Mittel- und Osteuropas – Ansätze zur Verbesserung der Standortqualität, in: Schriftenreihe des Institutes für Allgemeine Wirtschaftsforschung der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Band 62, Rudolf Haufe Verlag, Freiburg i. Br., 1999.

KAUFMANN, F.; Menke, A.: Standortverlagerungen mittelständischer Unternehmen nach Mittel- und Osteuropa, Schriften zur Mittelstandsforschung, Stuttgart, 1997.

WILHELM, Markus: Auswirkungen handelsrelevanter Investitionsmaßnahmen – Eine theoretische und empirische Analyse, in: ifo Institute für Wirtschaftsforschung (Studien zur Strukturforschung 29) München, 2000.

WILLMS, Manfred: Strukturpolitik; in: BENDER, Dieter et al (1999): Vahlens Kompendium der Wirtschaftstheorie und Wirtschaftspolitik, Band 2, S. 439-476, München, 7.Auflage, 1999.

[...]


[1] Vgl. Kaufmann, F.; Menke, A.: Standortverlagerungen mittelständischer Unternehmen nach Mittel- und Osteuropa, Schriften zur Mittelstandsforschung, Stuttgart, 1997, S.9.

[2] CLUSE, Reinhard: Ausländische Direktinvestitionen in den Transformationsstaaten Mittel- und Osteuropas – Ansätze zur Verbesserung der Standortqualität, in: Schriftenreihe des Institutes für Allgemeine Wirtschaftsforschung der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Band 62, Rudolf Haufe Verlag, Freiburg i. Br., 1999, S.10f.

[3] Vgl. Wilhelm, Markus: Auswirkungen handelsrelevanter Investitionsmaßnahmen – Eine theoretische und empirische Analyse, in: ifo Institute für Wirtschaftsforschung (Studien zur Strukturforschung 29) München, 2000, S. 133.

[4] Vgl. Wilhelm, Markus: Auswirkungen handelsrelevanter Investitionsmaßnahmen, S. 8.

[5] Vgl. Wilhelm, Markus: Auswirkungen handelsrelevanter Investitionsmaßnahmen, S. 7.

[6] Vgl. Cluse, Reinhard: Ausländische Direktinvestitionen, S.52.

[7] Vgl. Wilhelm, Markus: Auswirkungen handelsrelevanter Investitionsmaßnahmen, S. 8.

[8] Vgl. Berg, Hartmut; Cassel, Dieter; Hartwig, Karl-Hans: Theorie der Wirtschaftspolitik; in: Bender, Dieter et al (1999): Vahlens Kompendium der Wirtschaftstheorie und Wirtschaftspolitik, Band 2, S. 171-298, München, (7.Auflage), 1999, S. 221f.

[9] Vgl. Berg, Hartmut; Cassel, Dieter; Hartwig, Karl-Hans: Theorie der Wirtschaftspolitik, S. 254ff.

[10] Berg, Hartmut; Cassel, Dieter; Hartwig, Karl-Hans: Theorie der Wirtschaftspolitik, S. 223.

[11] Vgl. Berg, Hartmut; Cassel, Dieter; Hartwig, Karl-Hans: Theorie der Wirtschaftspolitik, S. 224f.

[12] Nähere Ausführungen zu wirtschaftspolitische Zielen siehe: Berg, Hartmut; Cassel, Dieter; Hartwig, Karl-Hans: Theorie der Wirtschaftspolitik, S. 237ff.

[13] Vgl. Berg, Hartmut; Cassel, Dieter; Hartwig, Karl-Hans: Theorie der Wirtschaftspolitik, S. 237.

[14] Vgl. Berg, Hartmut; Cassel, Dieter; Hartwig, Karl-Hans: Theorie der Wirtschaftspolitik, S. 244f.

[15] Vgl. Berg, Hartmut; Cassel, Dieter; Hartwig, Karl-Hans: Theorie der Wirtschaftspolitik, S. 280.

[16] Vgl. Kaufmann, F.; Menke, A.: Standortverlagerungen mittelständischer Unternehmen nach Mittel- und Osteuropa, Schriften zur Mittelstandsforschung, Stuttgart, 1997, S.6f.

[17] Vgl. Cluse, Reinhard: Ausländische Direktinvestitionen, S.65ff.

[18] Vgl. Cluse, Reinhard: Ausländische Direktinvestitionen, S.50.

[19] Vgl. Cluse, Reinhard: Ausländische Direktinvestitionen, S.51ff.

[20] Vgl. Cluse, Reinhard: Ausländische Direktinvestitionen, S.61ff.

[21] Vgl. Wilhelm, Markus: Auswirkungen handelsrelevanter Investitionsmaßnahmen, S. 29ff.

[22] Vgl. Cluse, Reinhard: Ausländische Direktinvestitionen, S.91.

[23] Vgl. Berg, Hartmut; Cassel, Dieter; Hartwig, Karl-Hans: Theorie der Wirtschaftspolitik, S. 240ff.

[24] Vgl. Cluse, Reinhard: Ausländische Direktinvestitionen, S.94ff.

[25] Vgl. Bender, Dieter: Entwicklungspolitik; in: Bender, Dieter et al (1999): Vahlens Kompendium der Wirtschaftstheorie und Wirtschaftspolitik,Band2,S.593-646,München,7.Auflage,1999,S. 625f.

[26] Vgl. Cluse, Reinhard: Ausländische Direktinvestitionen, S.98ff.

[27] Vgl. Kaufmann, F.; Menke, A.: Standortverlagerungen mittelständischer Unternehmen nach Mittel- und Osteuropa, S.157.

[28] Vgl. Cluse, Reinhard: Ausländische Direktinvestitionen, S.42f, S.102ff, 123ff.

[29] Vgl. Bender, Dieter: Entwicklungspolitik, S. 625.

[30] Vgl. Cluse, Reinhard: Ausländische Direktinvestitionen, S.107, S.113.

[31] Vgl. Cluse, Reinhard: Ausländische Direktinvestitionen, S.115.

[32] Vgl. Berg, Hartmut; Cassel, Dieter; Hartwig, Karl-Hans: Theorie der Wirtschaftspolitik, S. 278f.

[33] Vgl. Cluse, Reinhard: Ausländische Direktinvestitionen, S.126ff.

[34] Vgl. Cluse, Reinhard: Ausländische Direktinvestitionen, S.132f.

[35] Vgl. Willms, Manfred: Strukturpolitik; in: Bender, Dieter et al (1999): Vahlens Kompendium der Wirtschaftstheorie und Wirtschaftspolitik, Band 2, S. 439-476, München, (7.Auflage), 1999, S.454.

[36] Vgl. Kaufmann, F.; Menke, A.: Standortverlagerungen mittelständischer Unternehmen nach Mittel- und Osteuropa, S.148.

[37] Vgl. Berg, Hartmut; Cassel, Dieter; Hartwig, Karl-Hans: Theorie der Wirtschaftspolitik, S. 261ff.

[38] Vgl. Berg, Hartmut: Wettbewerbspolitik; in: Bender, Dieter et al (1999): Vahlens Kompendium der Wirtschaftstheorie und Wirtschaftspolitik,Band2,S.299-362,München,7.Auflage,1999,S. 353f.

[39] Wilhelm, Markus: Auswirkungen handelsrelevanter Investitionsmaßnahmen, S. 1.

[40] Vgl. Wilhelm, Markus: Auswirkungen handelsrelevanter Investitionsmaßnahmen, S. 10ff.

[41] Vgl. Berg, Hartmut; Cassel, Dieter; Hartwig, Karl-Hans: Theorie der Wirtschaftspolitik, S. 356.

[42] Vgl. Willms, Manfred: Strukturpolitik, S.463ff.

[43] Willms, Manfred: Strukturpolitik, S.464.

[44] Vgl. Apolte Th., Caspers R., Welfens P.: Standortwettbewerb, wirtschaftspolitische Rationalität und internationale Ordnungspolitik, Baden-Baden, 1999, S.14ff.

[45] Berg, Hartmut; Cassel, Dieter; Hartwig, Karl-Hans: Theorie der Wirtschaftspolitik, S. 283.

22 von 22 Seiten

Details

Titel
Internationale Standortoptimierung und Direktinvestitionen im Zeitalter der Globalisierung
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Veranstaltung
International Business Strategies
Note
1,7
Autor
Jahr
2004
Seiten
22
Katalognummer
V109148
Dateigröße
404 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Internationale, Standortoptimierung, Direktinvestitionen, Zeitalter, Globalisierung, International, Business, Strategies
Arbeit zitieren
Florian Mertel (Autor), 2004, Internationale Standortoptimierung und Direktinvestitionen im Zeitalter der Globalisierung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/109148

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