Niklas Luhmann, Begriff der Kommunikation am Beispiel Watzlawicks 'Die Geschichte mit dem Hammer'


Seminararbeit, 2005
17 Seiten, Note: 1

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Zitate sind stets kenntlich gemacht, der Einfachheit halber wurden bei einzelnen Begriffen wie sie Luhmann häufig benutzt auf Quellenverweise verzichtet, und dort wo Luhmann selbst zitiert wird, wird auf die Angabe seines Namens verzichtet. Lag ein Originaltext nicht vor und ist ein Zitat aus Margot Berghaus Luhmann leicht gemacht verwendet ist dies auch vereinfacht kenntlich gemacht.

Das Literaturverzeichnis am Ende dieser Arbeit ist davon natürlich nicht betroffen.

Niklas Luhmann, Begriff der Kommunikation am Beispiel Watzlawicks „Die Geschichte mit dem Hammer“

Aus der intensiven Beschäftigung mit der Systemtheorie von Niklas Luhmann im Rahmen des Seminars zur „Einführung in die Soziologie Theorien“ möchte ich einen kleinen Part aus seiner Theorie herausgreifen und ihn anhand des Beispiels „Die Geschichte mit dem Hammer“ aus Paul Watzlawick Anleitung zum Unglücklichsein (ebd. 1983 S.37f) aufarbeiten. Es wird hauptsächlich darum gehen den Begriff der Kommunikation wie ihn Luhmann gebraucht fassbar zu machen und praktisch anzuwenden, Stärken und Schwächen herauszuarbeiten.

Für das Verständnis der Luhmannschen Theorie haben mir das Buch von Margot Berghaus, „Luhmann leicht gemacht“ und die Texte aus dem Reader sehr geholfen. Die Zündende Idee zum Vergleich mit Watzlawick kommt erst durch Alexandra Radau und indirekt aus einem Seminar zu Alfred Schütz.

Beginnen möchte ich mit einem kurzen Abriss[1] über Luhmanns Kommunikationsbegriff um zu der Geschichte von Watzlawick zu kommen.

Kommunikation

Paul Watzlawick, „Man kann nicht nicht kommunizieren“ 1. Metakommunikatives Axiom (Watzlawick u.a.1969,S.53)

Niklas Luhmann, „nur die Kommunikation kommuniziert“

„Kommunikation ist Prozessieren von Selektionen“ (1984 S.194)

„Kommunikation ist Differenz“

Kommunikation ist „extrem unwahrscheinlich“ (1997 S.193)

aus dem einbändigem Brockhaus 1998,Kommunikation die, Mitteilung, Verständigung, Übermittlung von Information, z.B. durch Massenmedien“

aus dem Lexikon zur Soziologie (1994), „...Prozess der Informationsübertragung...[4]...sie wird definiert als dreistellige Selektion aus Information, Mitteilung und Verstehen. ...“

Die Umschreibungen was Kommunikation alles sein kann und soll sei hiermit nur kurz angerissen, es genügt sich in Erinnerung zu rufen das es eine Vielzahl unterschiedlichster Definitionsversuche gibt, brauchbare und weniger brauchbare.

Bevor wir zu Luhmann kommen schauen wir uns doch noch Watzlawick erwähntes 1. Axiom an, „Man kann nicht nicht Kommunizieren“ (Watzlawick u.a. 1969 S.53). Dieses Axiom, bzw. diese Regel leitet Watzlawick von daher ab das man nicht nicht Handeln kann, also nicht Nichtstun kann. Oder einfacher – wenn man die doppelte Verneinung auflöst – der Mensch handelt. Jede Handlung kann als potentieller Akt der Mitteilung verstanden werden, so dass quasi jede Handlung Mitteilung ist. Der Mensch handelt, kann nicht nicht kommunizieren. Das klingt banal und scheint keinen nennenswerten Informationsgehalt zu haben. (vgl. Girgensohn-Marchand 1994 S.36) Dennoch ermöglicht das 1. Axiom, etwas Inhaltsleer wie es scheint, eine vielversprechende Perspektive auf all die kleinen Nebensächlichkeiten in der Interaktion zwischen Menschen die sonst gerne vergessen oder übersehen werden. Gemeint ist hier, das jedes willkürliche Nicken, Zucken, Runzeln, Lächeln usw. mit dem 1. Axiom wieder an Bedeutung gewinnt, und dies berechtigterweise. Dies gilt vornehmlich für die Interaktion zwischen Menschen, nicht – wenn der Begriff denn überhaupt etwas bedeuten soll - für Kommunikation. Die Regel „man kann nicht nicht Kommunizieren“ (Watzlawick u.a. 1969 S.53) íst für eine Theorie zur Kommunikation einfach ungeeignet, in Luhmanns Worten „Die Regel, es sei nicht möglich, nicht zu kommunizieren, gilt nur innerhalb von Interaktionssystemen unter Anwesenden, und selbst hier regelt sie nur, dass, nicht was kommuniziert wird.“ (1981 S.6)

Kommen wir nun dazu was und wie Luhmann Kommunikation versteht und gebraucht.

Üblicherweise geht man davon aus das ein Sender eine Kommunikation initiiert und eine Information dem Empfänger überträgt, dies durchaus auch nonverbal über verschiedenste Medien. (siehe Abb.)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten Abb. 1 Kommunikationsmodell nach Shannon und Weaver

Alleine die Wortwahl das eine Information übertragen wird kann schon zu Problemen führen, Luhmann würde seiner Art entsprechend sicher Fragen, ob das jetzt heißt das der Sender diese Information nicht mehr hat, oder, ob sie hier ominös kopiert wird und eins zu eins weitergereicht wird.

Mit einer solchen Beschreibung wird man weiter stets mit dem Problem konfrontiert das der Sender eine bestimmende Position im Kommunikationsgeschehen bekommt. Eine Kommunikation käme nur dann zustande wenn der Sender seine Information möglichst störungsfrei dem Empfänger übermitteln kann, das Kommunikationsgeschehen überhaupt erst initiiert. Erfolgreich ist die Kommunikation dann, wenn Sender und Empfänger Konsens über den Inhalt der Information haben. Eine Ideale Kommunikation wäre demnach der Konsens beider Akteure bei störungsfreier Informationsübermittlung. Konsens als Leitmotiv der Kommunikation, oder anders formuliert, Kommunikation zum bestätigen, „Ja“ sagen durch den Empfänger zur Sender-Information. Nur dann fragt Luhmann “wozu haben wir denn das Nein in der Sprache?“ (2002 S.303 zit. Nach Berghaus 2004 S.90) Wozu , wenn die ‚ideale’ Kommunikation auf ein „Ja“, auf Konsens ausgelegt wäre? Es kommt „weder auf Konsens noch auf Dissens, weder auf Annahme noch auf Ablehnung des zugemuteten Sinnes [~Sender-Information: J.R.]“(1997 S.90) an.

Grundlegend gilt auch für Luhmann „dass mindestens zwei informationsverarbeitende Prozessoren[2] vorhanden sind, die sich aufeinander und übereinander auf sich selbst beziehen können.“ (1984 S.191) Das Sender/ Empfänger Schema findet sich in der Beschreibung von Alter und Ego[3] und den drei Selektionen wieder.

Alter und Ego entsprechen dem Sender und dem Empfänger, die drei Selektionen sind

1. Selektion der Information, Alter wählt aus dem ihm zu Verfügung stehenden Informationen[4] aus, lehnt also eine Vielzahl von anderen Möglichen Informationen ab.
2. Selektion der Mitteilung, Alter entscheidet sich für die eine und damit gegen viele andere Möglichkeiten der Mitteilung.
3. Selektion der Annahme/ des (Miß)Verstehen, Ego entscheidet was er von den ersten beiden Selektionen annimmt/versteht, oder auch nicht

Nach Luhmann ist mit dem Zustandekommen der dritten Selektion, der des Verstehens Kommunikation überhaupt erst zustande gekommen. Das heißt auch das mit dem Nichtverstehen das Alter etwas mitteilen möchte keine Kommunikation stattfindet. Verstehen meint nicht einer Meinung/ im Konsens sein, es meint einzig und allein Verstehen das „Alter“ etwas mitteilen möchte. Es geht auf in keinem Fall um inhaltliches verstehen, Verstehen bedeutet für „Ego“ das er erkennt das eine Differenz zwischen ihm und „Alter“ existiert, er erkennt das „Alter“/ der andere über viele Informationen verfügt, daraus nur einige zur Mitteilung auswählt (1. und 2. Selektion) und damit viele andere Informationen nicht mitgeteilt bekommt. (vgl. Berghaus 2004 S.83)

Die dritte Selektion beinhaltet die ersten Beiden schon als Prämissen, ist selbst nicht eigenständig zu denken. So kommt es, das es in Luhmanns Modell tatsächlich eine Synthese ist. Eine Synthese statt einer Aufsummierung von „kommunikativen Handlungen“, und darin liegt ein möglicher Fortschritt. Es ist so , „dass wir Kommunikation nicht vom Mitteilungshandeln, sondern vom Verstehen her begreifen.“ (1997 S.291). Diese Synthese der Selektionen wird dadurch ermöglicht das Luhmann die übliche Reihenfolge, nach der erst der Sender kommt der etwas initiiert, auflöst. In Luhmanns Modell ist es eben die dritte Selektion, das Verstehen das darüber entscheidet ob Kommunikation stattfindet, oder auch nicht. Deswegen ist sie auch dem Ego zugeordnet und deswegen auch mit Alter vertauscht. So sagt zwar der andere/Alter in der zeitlichen Abfolge zuerst etwas, das wird bei Luhmann aber aus der Ich/Ego Perspektive erst verstanden. Der Andere teilt etwas mit (oder auch nicht) und ich verstehe das er etwas mitteilen will.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

“Kommunikation wird sozusagen von hinten her ermöglicht“ (1984 S.198) Die Senderdominanz ist damit überwunden und (Miß)Verstehen kann Kommunikation so auch nachträglich generieren (vgl. 1997 S.72).

Bisher habe ich davon gesprochen das Sender/Empfänger ein äquivalent zu Alter/Ego sei. Als kurze Anmerkung soll hier der Hinweis auf Luhmanns tautologisches “nur Kommunikation kommuniziert“ und die System/Umwelt Differenz, nach der der leibhaftige Mensch stets nur in der Umwelt der Systeme (so auch Kommunikation, psychisches System) zu denken ist, reichen.

Ein weiteres Element des Modells von Luhmann ist die Möglichkeit der Anschlusskommunikation. „Jemand muss verstanden haben, sonst kommt die Kommunikation nicht zustande, unter Ausklammerung der Frage, was er daraufhin tut. Ob er einverstanden ist oder nicht, das ist seine Sache. Darüber kann er eine neue Kommunikation anfangen“ (2002 S.260 zit. nach Berghaus 2004 S.100), die „geschieht ‚außerhalb’ der Einheit ...[der] elementaren Kommunikation und setzt sie voraus. Das gilt besonders für eine vierte Art von Selektion: für die Annahme bzw. Ablehnung einer mitgeteilten Sinnreduktion.“ (1984 S.203) „Schon die Kommunikation des Annehmens oder Ablehnens des Sinnvorschlags einer Kommunikation ist eine andere Kommunikation“.(1997 S.83)

Die gerade erwähnte 4. Selektion, die der Annahme eines Reduktionsvorschlags von Sinn, wäre dann nichts weiter wie die erste Selektion der neuen Kommunikationseinheit, Alter und Ego tauschen die Rollen. Nach Luhmann ist Kommunikation immer dann erfolgreich wenn sie eine Anschlusskommunikation ermöglicht. „Als Einzelereignis kann sie [Kommunikation] nicht vorkommen. Jede Kommunikation setzt andere Operationen gleichen Typs voraus, auf die sie reagieren und die sie stimulieren kann. Ohne rekursive Bezugname dieser Art fände sie überhaupt keinen Anlass, sich zu ereignen. (1997 S.190)

Luhmann führt dieses Kommunikationsmodell noch weiter und kommt so zu dem Schluss das Kommunikation als Einzelereignis „extrem unwahrscheinlich“ ist (1997 S.97)[5]. Eine erfolgreiche Kommunikation aber durch den sehr wahrscheinlichen Fall des Missverstehens, oder des Dissens aber stets Anschluss-kommunikation provoziert, d.h. auch ermöglicht, und sei das Missverständnis Inhalt der neuen Kommunikation. „Kommunikativer Erfolg aber ist der Mechanismus evolutionärer Selektion.“ (1975 S.199 zit. Nach Berghaus 2004 S.105)

So ist Konsens sehr unwahrscheinlich und Luhmann zieht den Schluss das Konsens nicht Ziel von Kommunikation sein kann. Mit Konsens würde Kommunikation enden.[6]

Damit Kommunikation wieder wahrscheinlicher wird beschreibt Luhmann die evolutionär bedingten, symbolisch generierten Erfolgsmedien wie Geld, Liebe, Macht etc. Die Erfolgsmedien sind eine Selektion, oder „Reduktion von Komplexität“, und ermöglichen erst eine Kommunikation über die „ausdifferenzierten“ „Medien“ hinaus.[7]

Soweit zu Luhmanns Kommunikation, kommen wir zu Watzlawick.

Die Geschichte mit dem Hammer

Ein Mann will ein Bild aufhängen. Den Nagel hat er, nicht aber den Hammer. Der Nachbar hat einen. Also beschließt unser Mann, hinüberzugehen und ihn auszuborgen. Doch da kommt ihm ein Zweifel: Was, wenn der Nachbar mir den Hammer nicht leihen will? Gestern schon grüßte er mich nur so flüchtig. Vielleicht war er in Eile. Aber vielleicht war die Eile nur vorgeschützt, und er hat etwas gegen mich. Und was? Ich habe ihm nichts angetan; der bildet sich da etwas ein. Wenn jemand von mir ein Werkzeug borgen wollte, ich gäbe es ihm sofort. Und warum er nicht? Wie kann man einem Mitmenschen einen so einfachen Gefallen abschlagen? Leute wie dieser Kerl vergiften einem das Leben. Und dann bildet er sich noch ein, ich sei auf ihn angewiesen. Bloß weil er einen Hammer hat. Jetzt reicht’s mir wirklich. – Und so stürmt er hinüber, läutet, der Nachbar öffnet, doch bevor er >Guten Tag< sagen kann, schreit ihn unser Mann an: „Behalten Sie sich Ihrem Hammer, Sie Rüpel!“ ...

(Watzlawick 1983 S.37f)

Grundlegend kann man die Annahme machen das der Nachbar und der Mann ein soziales System bilden, zu klären wäre ab wann der Mann mit dem Nachbarn, im Sinne von Niklas Luhmanns Theorie, eben ein solches Soziales System bildet. Wohl in dem Moment wo der Mann den Nachbarn aus der Umwelt heraus irritiert und bei ihm klingelt. Für den Nachbarn liest sich die obige Geschichte etwa so,

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Solange der Mann zu Hause sitzt und sich in seinem Kopf eine Möglichkeit eines Gesprächs mit dem Nachbarn ausdenkt, oder selektiert und durchspielt, sich „seine Gedanken macht“ würde Luhmann davon ausgehen das der Nachbar nur in der Umwelt des Mannes existiert. Genauer müsste es eigentlich heißen das der Mann bis zu diesem Zeitpunkt nur in der Umwelt seines Bewusstsein existiert. Schauen wir uns also den Moment an dem Kommunikation stattfindet an.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Wir sehen hier eine extrem gestreckte Selektion 1. Art, eine affektive der 2. Art und die Annahme erst vor der Tür des Nachbarn. Kommunikation ist hier, verstehen das es klingelt und jemand möchte das man die Türe öffnet und gleichsam verstehen das der wütende Mann einem etwas sagen will.

Kommunikation ist nicht verstehen was der Mann eigentlich sagen will und warum der Mann so wütend ist. Dieser Prozess gehört bereits zu der Anschlusskommunikation, ist deren 1. Selektion. Komplexität wird reduziert, ein Sinnvorschlag vorbereitet. Es ist offensichtlich das der Nachbar mit dem Sinnvorschlag von dem Mann nicht einverstanden ist, es keinen Konsens geben wird.

Nun gibt es 3 Möglichkeiten

a. der Nachbar schließt die Tür, lehnt den Sinnvorschlag ab und verzichtet auf weitere (Anschluss-) Kommunikation

b. der Nachbar reagiert auch wütend und versteht bewusst Miß, obwohl er weiß, oder wissen könnte das es sich um ein Missverständnis handelt

c. der Nachbar hinterfragt das Missverständnis und macht so die vorangegangene Kommunikation selbst zum Thema der Anschlusskommunikation

Was ist nun mit Luhmanns Theorie, brauchbar oder Tand?

Ich finde das man an dem Beispiel sehr gut erkennen kann wie brauchbar die Theorie Luhmanns ist. Eben um zu verstehen an welchem Punkt man Sinnvollerweise von Kommunikation sprechen kann, nämlich eben dem des Verstehens das jemand etwas mitteilen möchte. Damit auch an welchem Punkt eben nicht von Kommunikation gesprochen werden kann. So ist ein geschriebenes Buch noch keine Kommunikation, lediglich ein Sinnvorschlag von irgendjemandem, erst wenn es gelesen wird, jemand erkennt da wollte jemand etwas mitteilen und auch (miss-)verstanden wird findet Kommunikation statt. Alles was dem Verstehen vorangeht bereitet so also nur Kommunikation vor, ist für diese unerlässlich (sind sie doch auch Bestandteil der 3. Selektion des Verstehens). Luhmann legt ein Modell vor in dem die Intention eines möglichen Sender kein Indikator mehr für Kommunikation ist, und darin liegt eine Stärke.

Schwächen zeigen sich sicherlich darin das dieser autopoitische Begriff von Kommunikation keine Aussagen über den Inhalt der Kommunikation trifft, keine Werturteile zulässt. Das in sich würde ich noch als Vorteil sehen. Weiter gedacht heißt das aber auch das man praktisch erfolgreiches Missverstehen nicht mehr von verstehen unterscheiden kann. Es keine Maßregel gibt, es geht so weit das Luhmann selbst sagt: „Kommunikation ist praktisch immer ein Missverstehen ohne Verstehen des Miß.“ (1996 S.173 zit. nach Berghaus 2004 S.91)

Und erst in diesem sozialen System kann Kommunikation stattfinden

Was passiert aber nun vorher ?

Skizze talking at the end neighbour -> der nachbar ist Umwelt oder man kann dies als lang gestreckte selektion von Information und selektion von Mitteilung auslegen

Kommunikation findet also im Luhmanschen Sinne statt da der Mann und der Nachbar alle drei Schritte die für eine erfolgreiche kommunikation notwendig sind durchläuft. Das der Nachbar wenig davon verstehen wird spielt für das zustande kommen von Kommunikation keine Rolle.

Wie gut ist also Niklas Luhmanns Modell wenn wir uns dieses Beispiel anschauen,

schwächen

stärken

- Problem bei Kommunikation, Verständigungsproblematiken bei erfolgreichem Missverstehen (Ethnische & Interkulturelle Konflikte...)

Literaturverzeichnis,

- MARGOT BERGHAUS (2004). Luhmann leicht gemacht, (2. überarbeitete und ergänzte Auflage) ATB, Böhlau Verlag Köln Weimar Wien
- DER BROCKHAUS IN EINEM BAND, 8. vollständig überarbeitet Auflage (1998). Ulm, S.478
- WERNER FUCHS-HEINRITZ, RÜDIGER LAUTMANN, OTTHEIN RAMMSTEDT, HANS WIENOLD (Hrsg.) (1995 durchgesehner Nachdruck 1994). LEXIKON ZUR SOZIOLOGIE 3., völlig neu überarbeitete und erweiterte Auflage, Westdeutscher Verlag S.347
- BETTINA GIRGENSOHN-MARCHAND (1994). Der Mythos Watzlawick und die Folgen, Weinheim Verlag , S.36
- NIKLAS LUHMANN (1981). Kursbuch Medienkultur
- NIKLAS LUHMANN (1975) Soziologische Aufklärung 2
- NIKLAS LUHMANN (1984). Soziale Systeme. Grundriss einer allgemeinen theorie, Frankfurt a.M
- NIKLAS LUHMANN (1996) Die Realität der Massenmedien, Opladen
- NIKLAS LUHMANN (1997) Die Gesellschaft der Gesellschaft
- NIKLAS LUHMANN (2002) Einführung in die Systemtheorie. Hrsg. Von Dirk Baecker. Heidelberg
- PAUL WATZLAWICK (1983). Anleitung zum Unglücklichsein, R.Piper & Co Verlag, S.37f
- PAUL WATZLAWICK, JEANET H. BEAVIN, DON D. JACKSON (1969). Menschliche Kommunikation. Formen, Störungen, Paradoxien, Verlag Huber, Bern u.a, S.53

Bildverzeichnis

- Abb. 1 Shannon und Weaver, entnommen von http://www.stangl-taller.at/ARBEITSBLAETTER/KOMMUNIKATION/#Satir (aufgerufen zuletzt am 02.03.2004 um 21:30Uhr)

Zusätzlich inspiriert durch folgende Quellen,

- Dem Reader aus dem Seminar mit den Texten
- G. KNEER, A. NASEHI (1994). Niklas Luhmanns Theorie sozialer Systeme. Fink Verlag München (S.33-110)
- G. KNEER, A. NOLLMANN (1997). Funktional differezierte Gesellschaft (S.75-89) in G.KNEER, A.NASSEHI, M. SCHROER (Hrsg.). Soziologische Gesellschaftsbegriffe, Fink Verlag München
- http://www.soziale-systeme.de/
- Einige Kommunikationsmodelle http://www.sw2.euv-frankfurt-o.de/VirtuLearn/LKT/Seminare/07.01.99/Modelle1.html (aufgerufen zuletzt am 02.03.2004 um 21:30Uhr)
- Eine Biographie http://de.wikipedia.org/wiki/Niklas_Luhmann (aufgerufen zuletzt am 20.02.2004 um 16:00Uhr)
- http://de.wikipedia.org/wiki/Kommunikation_(Systemtheorie) (aufgerufen zuletzt am 20.02.2004 um 16:00Uhr)
- Hans Dieter Huber (1990). Interview mit Niklas Luhmann http://www.hgb-leipzig.de/ARTNINE/huber/aufsaetze/luhmann.html (aufgerufen zuletzt am 20.02.2004 um 16:00Uhr)

[...]


[1] Der Tatsächlich ein Abriss ist, da es mir in dieser Kürze unmöglich scheint die in sich Runde und stetig auf sich selbst beziehende Theorie weit ausholend darzustellen, was eigentlich nötig wäre aufgrund der vielen Querverweise innerhalb seiner Theorie, z.B. Kommunikation -> nicht Menschen -> Sinn -> Differenz -> doppelte Kontingenz

[2] [J.R.: Das können Menschen, Maschinen, Institutionen etc sein]

[3] der Einfachheit halber verzichte ich hier auf den weitschweifigen Umstand das „nur Kommunikation kommuniziert“ und nicht einzelne Bewusstsein, Gehirne oder gar Menschen (der Mensch ist nur in der Umwelt eines Systems existent/relevant, in der Kommunikation durchaus auch als Thema der Kommunikation)

[4] Gemeint sind hier nicht tatsächliche Fakten aus der „Welt“, sondern nach Luhmann die durch „Beobachtung“/ „Differenzierung“ selbst geschaffenen „Sinnvorschläge“. Es kann als unwahrscheinlich gelten das jemand anderes für sich den exakt gleichen „Sinn“ für gleiche Beobachtung setzt. oder: „durch den Selektiven Akt der Beobachtung wird etwas zur Information“

[5] vgl. auch bei Luhmann das Problem der doppelten Kontingenz

[6] Ein System (hier das der Kommunikation) ist nach Luhmann Autopoietisch ausgelegt, also auf Selbstreferenz und Selbsterhalt – auf ständiges operieren über Sinn, ein Ende ist nicht vorgesehen – höchstens eine nicht-Aktualisierung von Sinn

[7] Es ist sicher einfacher einen angegebenen Preis zu bezahlen, als wie wenn es kein Medium Geld, damit keinen Preis gäbe und man sich erst mühsam einigen müsste was man tun müsste, bzw. was man tauschen müsste um eine bestimmte Ware zu erhalten

17 von 17 Seiten

Details

Titel
Niklas Luhmann, Begriff der Kommunikation am Beispiel Watzlawicks 'Die Geschichte mit dem Hammer'
Hochschule
Universität Augsburg
Note
1
Autor
Jahr
2005
Seiten
17
Katalognummer
V109188
Dateigröße
381 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Hier wird der Aspekt der Kommunikation aus der Theorie Niklas Luhmanns am Beispiel Watzlawicks Geschichte mit dem Hammer (aus Anleitung zum unglücklichsein) aufgerollt. Es wird erst Luhmanns Kommunikationsbegriff erarbeitet und dann auf das Beispiel angewandt, es sind viele Zitate von Luhmann benutzt, und diese auch ausführlich beschrieben.
Schlagworte
Niklas, Luhmann, Begriff, Kommunikation, Beispiel, Watzlawicks, Geschichte, Hammer
Arbeit zitieren
Jens Rieger (Autor), 2005, Niklas Luhmann, Begriff der Kommunikation am Beispiel Watzlawicks 'Die Geschichte mit dem Hammer', München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/109188

Kommentare

  • Gast am 29.9.2005

    anmerkungen.

    die arbeit als solches wurde als sehr gut mit abstrichen bewertet,
    ich selbst habe sie geschrieben,
    was leider immer etwas untergeht hier ei hausaufgaben.de sind die korrekturen und anmerkungen die von Dozenten Seite kommen ...
    manche bezogen sich auf Niklas Luhmann beziehungen in seiner Theorie, welche das genau waren, kann ich mich aufgraund der langen verarbeitungszeit kaum noch entsinnen und verbleibe mit dem hinweis, die arbeit kritisch zu prüfen
    liebe grüße, viel spass
    jens
    .,

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