Kernenergiewirtschaft der DDR. Von den Anfängen bis zur Abschaltung der Reaktoren im Kernkraftwerk Nord


Forschungsarbeit, 1993

85 Seiten


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Die Kernenergiewirtschaft der DDR: von ihren Anfängen bis zur Abschaltung der Reaktoren im Kernkraftwerk Nord

0. Einleitende Bemerkungen

1. Zur Vorgeschichte der Kernenergiewirt­schaft der DDR
1.1. Vorleistungen deutscher Wissenschaftler für die Nutzung der kontrol­lierten Kern­spaltung zur Energie­gewinnung
1.2. Das Verbot der deutschen Kernforschung und die Interessen der Alliierten

2. Entwicklungsabschnitte in der Kernener­giewirtschaft der DDR
2.1. Der Einstieg in die Atomforschung und Iso­topenanwendung
2.2. Rheinsberg - Lubmin - Stendal: Anfang und Ende der Kernenergiewirt­schaft der DDR

Verzeichnis der Abkürzungen

Verzeichnis der Abbildungen und Tabellen

Biblographie

Personenregister

Anlagen

Autor

Der Beitrag bringt die Auffassungen des Autors zum Ausdruck.

Dr. oec. et Dr. sc. phil. Wolfgang Horlamus

Die Kernenergiewirtschaft der DDR: von ihren Anfängen bis zur Abschaltung der Reaktoren im Kernkraftwerk Nord

0. Einleitende Bemerkungen

Die Studie ist als ein Beitrag zur Aufarbeitung der Wirtschafts-, Wissen­schafts- und Technikgeschichte der DDR auf dem Gebiet der Kernener­giewirtschaft zu verstehen. Risiken, die mit dem Betreiben von Kern­kraftwerken zusammenhängen, waren für den normalen DDR-Bürger eine weitestgehend undurchsichtige Angelegenheit. Öffentliche Aus­einandersetzungen über Probleme und Gefahren bei der zivilen Nut­zung (im damaligen Sprachgebrauch: "friedlichen" Nutzung) der Kern­energie fanden lange Zeit nicht statt oder galten als nicht zeitge­mäß.XE "Wolf, Christa (geb. 1929)"§1 Wenn Havarien oder atomare Unfälle in westlichen Ländern Kernkraft­werks­gegner auf die Tagesordnung riefen, so war man in der DDR bis zu dem Zeitpunkt, als es zum Super-GAU von Tschernobyl kam, allen­falls bereit, diese Dinge als Außenstehender, Unbeteiligter zu werten. Analysen, Berichte und Fach­diskussionen in engsten Kreise von Fach­leuten unterlagen der Geheimhaltung. Lediglich opposi­tionelle Öko-Gruppen und Arbeitskrei­sen der Kirche - wie die Umweltbi­bliothek - ver­suchten, die Öffentlichkeit für diese Probleme zu sensibilisieren.

Die Kernenergiewirtschaft der DDR fiel nicht nur als wirtschaftlicher Faktor ins Ge­wicht. Technische, wissenschaftliche, soziale, ökolo­gische und politische Momente bildeten in ihrer historischen Konkretheit ein Bedingungsgefüge, das Gegenstand dieser Betrachtungen sein soll. Auch entstand die Kernenergiewirtschaft der DDR nicht voraussetzungs­los. Insofern sei die Vielfalt der Fragestellungen umrissen, die für den Untersuchungsgegenstand von Interesse sind:

Auf welche Vorleistungen deutscher Atomwissenschaftler, Ingenieure und Techniker konnte die Kernenergiewirtschaft der DDR zurückgreifen? Wann und warum wurde die Entwicklung der Kernenergiewirtschaft in der DDR betrieben? Worin bestehen die qualitativen und quantitativen Merkmale dieser Entwicklung? Konnten Technikwis­senschaftler und Ingenieure der DDR einen eigenständigen Beitrag zur Entwicklung der Kernenergiewirtschaft leisten? Diese Fragestellungen haben wiederum aktuelle Bezüge zu solchen Fragen wie: Hat die Kernenergiewirtschaft auf ostdeutschem Boden überhaupt eine Zukunft? Was wird aus den ehemaligen Standorten der Kern­energiewirtschaft in den neuen Bun­desländern?

Aber auch aus internationaler Sicht verdient die Problemstellung Beach­tung. Insge­samt 76 Kernkraftwerks-Blöcke waren 1988 in der Wirt­schaftsgemeinschaft des RGW in Betrieb. Kernkraftwerke der zerfal­lenen RGW-Region sind in Zusammen­arbeit mit der Sowjetunion pro­jektiert und gebaut worden. Wirtschaftshistorische und technologische Zusammenhänge in diesem einstigen Wirtschaftsverbund sind signifi­kant. Es werden Szenarien und Lösungen für die brisante Konstellation ge­braucht:

Tabelle 1:2 Kernkraftwerke in den RGWStaaten 1988Inhalt "Tabelle 1: Kernkraftwerke in den RGW-Staaten 1988" \f tab§

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

* angegebene MW-Zahlen beziehen sich auf Bruttoleistung der KKW

In Rußland und einem Teil der übrigen GUS-Staaten scheint die Kern­kraft trotz Tschernobyl, trotz der Verseuchungen der einstig sowjetischen Atomtestgelände Semipalatinsk und Nowaja Semelja, trotz des Katastro­phengebietes rund um die Plutoniumfabrik in Tscheljabinsk-40 sowie trotz der unglaublichen Menge radioaktiver Abfälle in den eisigen Gewässern2 um Nowaja Semelja eine der wenigen Wachstumsbranchen zu bleiben. Die Verantwort­lichen begründen das mit schwindenden Vorräten fossiler Brennstoffe sowie mit den erkannten Schäden übertrieben groß angeleg­ter Wasser­kraftwerke. Der Anteil der Kernenergie am Gesamtenergie­aufkommen beträgt gegenwärtig im zentraleuropäischen Teil Rußlands immerhin 25 Prozent, im Leningrader Raum und in Litauen 60 Prozent und auf der Halbinsel Kola sogar 75 Prozent. Bis zum Jahre 2010 sollen nach rus­sischen Vorstellungen noch 26 Reaktorblöcke errichtet werden. Drei Blöcke sind derzeit bereits in der Fertigstellungsphase.

Welche potentiellen und realen Gefahren ergeben sich aus dem mangel­haften Sicher­heitsstandard der Kernkraftwerke sowjetischer Bauart für die Europäer und wie kann man ihnen begegnen? Welche Zukunft hat die Kernenergiewirtschaft Osteuropas? Lassen sich die noch arbeiten­den Kernkraftwerke Osteuropas auf einen modernen Sicherheitsstan­dard bringen?

Erste praktische Schritte wurden unternommen, um sich dieser Proble­me anzu­nehmen. Im Frühjahr 1989 wurde die World Association of Nuklear Operators von 144 Kernkraftwerksbetreibern der Welt gegrün­det. Diese Organisation sorgte u. a. dafür, daß Manager und Chefinge­nieure aus jedem Kernkraftwerk Osteuropas west­liche Kernreaktoren und deren Sicherheitssysteme besichtigen konnten.3 Manche Experten fordern die schnellstmögliche Abschaltung der Reaktoren in den ost­euro­päischen Ländern. Dennoch importieren verschiedene westeuropäische Länder in Atomkraftwerken hergestellte Energie aus osteuropäischen Staaten. So hat das "atomfreie" Österreich langfristige Lieferverträge mit der Ukraine, an denen bislang auch die verbliebenen Blöcke von Tschernobyl beteiligt waren. Bayern bezieht Strom aus dem slowakischen KKW Bohunice. Die Betreiber der Kernkraftwerke Osteuropas argumentieren immer wieder mit dem Energie­notstand in ihren krisengeschüttelten Regionen, wenn man ihnen die Abschaltung der maroden Reaktoren empfiehlt.

Sachverständige sind sich insbesondere einig, daß alle 23 RBMK-Reak­toren (vom "Tschernobyl-Typ") der GUS sofort abgeschaltet werden müssen. Diese lassen sich nicht auf moderne Sicherheitsstandards bringen. Versuche, die Zeit für eine Notab­schaltung dieses Reak­tortyps zu verkürzen, waren vergebens. Reaktoren vom Typ WWER könnten dagegen sicherer gemacht werden. 24 mit Druckwasserreaktoren ausgerüstete Kernkraftwerke in Rußland und der Ukraine gelten als sanierungsfähig. Hinzu kommen die Reaktoren der anderen osteuropäischen Länder, die auf moderne Sicherheitsstandards gebracht werden müßten. Die westliche Nuklearindustrie ver­spricht sich davon ein 15-Milliarden-Markgeschäft. Die Internationale Atomener­gieorganisation nennt sogar 60 Mrd. DM, die erforderlich wären, um die osteuro­päischen Atomkraftwerke west­lichen Sicher­heitsstandards anzupassen. Die parla­mentarische Versammlung des Europarates forderte deshalb einen stärkeren Finan­zierungsbeitrag des Westens zur Modernisierung der 57 Atomkraftwerke in Mittel- und Ost­europa. Partnerschaften zwischen Kernkraftwerken in Ost und West sollten geschaffen werden, hieß es in einer in Strasbourg verabschiede­ten Entschließung.4 Ob die Lösung - auf politischer und vor allem wirt­schaftlicher Ebene - einer sicheren und umweltverträglichen Kernener­gieerzeugung in den Staaten Osteuropas möglich sein wird, bleibt offen. Europa lebt heute perma­nent mit dem Risiko eines atomaren GAUs. Jüngste Störfälle in Kernkraftwerken Westeuropas lassen Zweifel daran auf­leben, ob überhaupt mit einem vertretbaren Sicherheitsrisiko für die Menschheit Kernenergie erzeugt werden kann.

Abbildung1 : 5 Atomkraftwerke in OsteuropaInhalt " Abbildung1 : Atomkraftwerke in Osteuropa" \f abb§

1. Zur Vorgeschichte der Kernenergiewirt­schaft der DDR

1.1. Vorleistungen deutscher Wissenschaftler für die Nutzung der kontrol­lierten Kern­spaltung zur Energie­gewinnung

In den ersten beiden Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts, der Entstehungsphase der "modernen" Physik, hatte sich die experimentelle Forschungspraxis im Vergleich zur klassischen Physik nicht wesentlich gewandelt. Eine tiefgreifende Zäsur zog ab den 30er Jahren erst die Kernphysik nach sich. Die Initiative dazu kam hauptsächlich aus dem anglo-amerikanischen Bereich. Dort entwickelten und bauten technisch interes­sierte Physiker ab den späten 20er Jahren zur Erforschung des subatomaren Berei­ches immer kompliziertere Maschinen, mit deren Hilfe sich neue Forschungsfelder er­schließen ließen. Die hierzu erforderliche Geräteausstattung war jedoch finanziell sehr aufwendig. Während den Kernphysikern in den USA trotz Weltwirtschaftskrise ein relativ hoher Forschungsetat zur Verfügung stand, herrschte in Deutschland in jener Zeit noch die Mentalität der sparsamen experimentellen Hilfsmittel.

Es war Ernest Orlando LewerenceXE "Lewerence, Enest Orlando"§, der 1931 am Radiation Laboratory in Berkeley/USA das erste funktionsfähige Modell eines Zyklotrons baute, mit dem Pro­tonen auf 80.000Volt zu beschleunigen waren. Damit war der Startschuß für den Bau weiterer Beschleunigeranlagen gegeben, die mit Energien von mehreren MeV arbei­teten und mit denen man das Ziel der künstlichen Kernumwandlungen erreichte. Die rasche Vergrößerung der Zyklotronentypen, die sich nach der Entdeckung des Neu­trons im Jahre 1932 als ideale Neutronenquellen erwiesen, erforderte nicht nur außer­ordentlich umfassende technische Leistungen der Konstrukteure, sondern zugleich Fähigkeiten im Management, um die nötigen Gelder zu beschaffen und die Vielzahl der für die Entwicklungsarbeiten und den Betrieb der komplizierten Geräte nötigen Arbeitskräfte zu koordinieren.6

Während in den USA bereits Teamarbeit üblich war, herrschte in Deutschland noch das Ideal der "Studierstube" und des geistig in der Stille arbeitenden Gelehrten vor. Weder damit noch mit dem Standes­dünkel der Grundlagenforscher und dem patriarchalen Selbstverständnis der Institutsdirektoren war es zu vereinbaren, Inge­nieure und Wissen­schaftler so wie in amerikanischen Laboratorien gleichberechtigt in den Institutsbetrieb zu integrieren.

Als die Chemiker Otto HahnXE "Hahn, Otto (1879 - 1968)"§ und Fritz StraßmannXE "Straßmann, Fritz (1902 - 1980)"§ im Dezember 1938 die Kernspaltung des Uraniums und Thoriums entdeckten, richtete sich noch einmal die Aufmerksamkeit der internationalen Wissenschaft auf Deutschland. Lise MeitnerXE "Meitner, Lise (1878 - 1968)"§, die langjährige Mitarbeiterin Otto Hahns, die im Juli 1938 Nazideutschland illegal verlassen mußte und nach Schweden emigriert war, gab gemeinsam mit Otto Robert FrischXE "Frisch, Otto Robert (1904 - 1979)"§ auf der Grundlage dieser Ent­deckung eine erste theoretische Deutung des Spaltungsprozesses. Sie schätzten die freiwerdenden Energien ab, und Forschungs­gruppen in Frank­reich, den USA und der Sowjetunion gelang unab­hängig voneinander der Nachweis der Spaltungsneutronen. Die wissenschaftliche Leistungen Otto HahnXE "Hahn, Otto (1879 - 1968)"§s wurde 1944 mit dem Nobelpreis für Chemie gewürdigt, den er im Dezember 1946 entgegen nehmen konnte.

War die Kernspaltung erst einmal entdeckt, so blieben Überlegungen über ihren praktischen Wert nicht lange fern. In Deutschland gehörte Werner Heisenberg, Nobelpreisträger des Jahres 1932 für seine Arbeiten Quan­tenmechanik,XE "Heisenberg, Werner (1901 - 1976)"§ als Leiter des Instituts für Theoretische Physik an der Universität Leipzig zu den Wissenschaftlern, die sich jetzt voller Be­geisterung mit der Theorie der Kettenreaktionen befaßten. Der Universi­tätsprofessor und wissenschaftlicher Berater am Kaiser-Wilhelm-Institut für Physik war nach der Vertreibung seiner berühmten jüdischen Kollegen der führende theoretische Physiker, der in Deutschland geblie­ben war. Bereits im Februar 1940 hatte Heisen­bergXE "Heisenbeg, Werner (1901 - 1976)"§ eine Theorie der Energiegewinnung durch Kernspaltung aufgestellt. Solange das Uran mit einer wirksamen neutronenbremsenden Substanz kombiniert wurde, konnte nach seiner Ansicht natürliches Uran für die Energiegewinnung in einer Uranmaschine verwendet werden. Wasser erschien als Brems­substanz ungeeignet, aber HeisenbergXE "Heisenberg, Werner (1901 - 1976)"§ war davon überzeugt, daß schweres Wasser und sehr reiner Kohlenstoff den ge­forderten Bedin­gungen entsprachen. Die "Anreicherung" von Uran 235, d. h. die Er­höhung des Verhältnisses von Isotop 235 zu Isotop 238 in einer be­stimmten Uranprobe, würde die Kettenreaktion und damit die Herstel­lung einer energieerzeugenden Uranmaschine ermöglichen. Die An­reicherung bot, wie HeisenbergXE "Heisenberg, Werner (1901 - 1976)"§ erkannte, noch eine weitere Anwen­dungsmöglichkeit, denn wenn nahezu reines Uran 235 hergestellt wer­den konnte, dann stellte dieses Uranisotop einen Kernsprengstoff von bisher unbekannter Zerstörungskraft dar. HeisenbergXE "Heisenberg, Werner (1901 - 1976)"§ sandte seine Ar­beitsresultate und Überlegungen an das Heereswaffenamt und an einige Kollegen, die seine Berichte mit Zustimmung und Begeisterung auf­nahmen.7

Die Möglichkeit des Baus einer Atombombe wurde auch von dem Entdecker der Kernspaltung, Otto HahnXE "Hahn, Otto (1879 - 1968)"§, vorausgesehen, obwohl dieser später mehrfach seine Genugtuung darüber zum Ausdruck brachte, daß HitlerXE "Hitler, Adolf (1889 - 1945)"§ diese Waffe nicht in die Hände bekamXE "Weizsäcker, Carl Friedrich von (geb. 1912)"§8. Die potentielle Möglichkeit zur Herstellung eines Kernsprengstoffes blieb jedoch kein deutsches Geheimnis. Mit einem Schlage wußten im März 1939 vielleicht 200 Wissenschaftler in allen großen Ländern, daß man mit der Entdeckung der Kernspaltung den ambivalenten Schlüssel sowohl für den Bau einer Bombe mit nie gekannter Zerstörungskraft aber auch für die Konstruktion von mit Atomkraft getriebene Maschinen in die Hände bekam.9

Da sich in der Beschleunigerentwicklung ab Mitte der 30er Jahre der Vorsprung des Auslands allmählich abzuzeichnen begann, sahen sich die in Hitlerdeutschland verbliebenen Kernphysiker vor völlig neuartige finanzielle und organisatorische An­forderungen gestellt, wollten sie in der Entwicklung dieser für ihre Disziplin entschei­denden Technologie nicht zurückstehen. Die Bereitschaft der Notgemeinschaft der deutschen Wissenschaft,10 besonders den jungen Zweig der Kernforschung zu för­dern, war durch die knappen finanziellen Haushaltsmittel zunächst be­schränkt und wurde schließlich 1934 durch die Gleichschaltung der Not­gemeinschaft unterbunden. Unter dem Druck der internationalen Kon­kurrenz galt es dennoch, den Einstieg in den kapi­tal- und entwicklungs­intensiven Bau der "Uranmaschine" zu finden. Deshalb suchten in dieser forschungspolitischen Situation namhafte Wissenschaftler die Koopera­tion mit der Industrie. Tatsächlich reagierte die Industrie auf die interna­tional voranschrei­tende Verwissenschaftlichung der Produktion mit der Gründung und dem Ausbau ihrer Forschungslaboratorien, so bei der AEG und Siemens. In der Siemens & Halske AG wurde speziell für phy­sikalische Aufgaben das Forschungslaboratorium II gegründet, das An­fang 1935 unter der Leitung des Nobelpreisträgers Gustav HertzXE "Hertz, Gustav (1887 - 1975)"§ zu arbeiten begann. Hertz hatte ein Jahr zuvor auf sein Lehramt an der Technischen Hochschule Berlin verzichtet, da er sich in politischer Diskrepanz zur nazistischen Hochschulpolitik befand. Man hatte ihm untersagt, Prüfungen abzuhalten, weil sein Großvater von jü­dischen Eltern abstammte. Bei Siemens war Gustav HertzXE "Hertz, Gustav (1887 - 1975)"§ fortan die wissenschaftliche Autorität in Fragen der Atom- und Kernphysik.11

Ernsthaft wurde die Entwicklung eines Zyklotrons in Deutschland ab Mitte 1937 in Erwägung gezogen. Damals mehrten sich Berichte von USA-Reisenden, die nach ihrer Rückkehr vom Radiation Laboratory und anderen Beschleunigerzentren in Cornell, Columbia, Princeton, Purdue, am Massachusetts Institute of Technology, an den Universitäten von Chicago, Illinois, Michigan, Pennsylvania und Rochester be­geistert vom Zyklotron mit einer Leistung bis 6 MeV als dem mächtigsten kernphysi­kalischen Forschungsinstrument erzählten.12

Gerhard HoffmannXE "Hoffmann, Gerhard"§ unternahm als erster den Vorstoß, die Industrie - namentlich die Firma Siemens - für das kostspielige Projekt der Entwicklung eines Zyklotrons zu gewinnen. Ihm war bei Verhandlungen über die Nachfolge Peter DebyeXE "Debye, Peter (1884 - 1966)"§s von sächsischen Kulturministerium eine "nicht unerhebliche Summe" für kernphysikalische Zwecke versprochen worden. Diese wollte er für sein Vorhaben verwenden. Darüber hinaus hatte ihm Abraham EsauXE "Esau, Abraham (1884 - 1955)"§, Leiter der Fachsparte Physik im kurz zuvor gegründeten Reichsforschungsrat, seine Unterstützung zugesagt. Bald bekundete auch das Reichskulturminsterum Interesse an der Zyklotronentwicklung. Der mächtige Ruhr­industrielle und nationalsozialistische Wirtschaftsführer Albert VöglerXE "Vögler, Albert (1877 - 1945)"§ wollte überdies die für den Magneten benötigte Eisenmenge beschaffen und als Vorsitzender der Helmholtz-Gesellschaft für finanzielle Unterstützung sorgen.13 Den Beschluß, daß Siemens das Risiko der Zyklotronenentwicklung eingehen sollte, traf letztlich Hermann von SiemensXE "Siemens, Hermann von (geb. 1885)"§ persönlich, nachdem er sich darüber mit dem Vorstandsvor­sitzenden der Siemens Schuckert Werke, Carl KöttgenXE "Köttgen, Carl"§, abgesprochen hatte.14

Neben dem wissenschaftlichen und ökonomischen Interesse gab es militärische Überlegungen, die bei dem Projekt ins Auge gefaßt wurden. So verfolgte in der Be­schleunigerentwicklung der Physiker Kurt DiebnerXE "Diebner, Kurt (1905 - 1964)"§ militärische Zwecke, als er mit seinem Lehrer Heinz PoseXE "Pose, Heinz"§ aus Halle den Bau eines großen Zyklotrons plante. DiebnerXE "Diebner, Kurt (1905 - 1964)"§, der seit 1934 Militärbe­rater in Fragen der Kernphysik an der von Erich SchumannXE "Schumann, Erich (geb. 1898)"§ geleiteten Forschungs­abteilung des Heereswaffenamtes (HWA) war, erkundigte sich erstmals Anfang 1939 bei Siemens wegen einer Zyklotronkon­struktion. DiebnerXE "Diebner, Kurt (1905 - 1964)"§s Pläne nahmen konkrete Gestalt an, nachdem im September 1939 der Uranverein mit Planungsarbeiten für den Bau einer Uranmaschine und die Nutzung der Kernenergie begonnen hatte. Neben DiebnerXE "Diebner, Kurt (1905 - 1964)"§ hatten noch HoffmannXE "Hoffmann, Gerhard"§ und BotheXE "Bothe, Walter (1891 - 1957)"§ Zyklotronprojekte. Da alle drei dem Uran­verein angehörten, waren alle drei Vorhaben von militärischem Interesse und erhielten entsprechende Unterstützung, wodurch Siemens letztlich zur Schaltstelle beim "Tauziehen" um die Reihenfolgen in der Entwicklung und Fertigung der Geräte wurde.15 Bald stellte sich heraus, daß Krupp neben den drei von Siemens bestellten noch zwei weitere, vom Reichspost­minister OhnesorgeXE "Ohnesorge, Wilhelm"§ finanzierte Zyklotronmagnete für das Privatinstitut von Manfred von ArdenneXE "Ardenne, Manfred von (geb. 1907)"§ in Berlin und das Forschungsinstitut der Deutschen Reichspost in Zeuthen herstellte.

Mehrfach wurden in den darauffolgenden Monaten Versuche unternommen, die Vielzahl der Beschleunigerprojekte zu begrenzen. Rüstungsminister Albert SpeerXE "Speer, Albert (1905 - 1981)"§ forderte beispielsweise von VöglerXE "Vögler, Albert (1877 - 1945)"§ eine Übersicht über die Zyklotronpläne in Deutschland, um sich einen Überblick zu verschaffen. Dabei versprach er, sich per­sönlich für die Förderung und Koordinierung dieses Bereiches einzusetzen, obwohl er ihm keine primär militärische Funktion zuerkannte.16 Zu dieser Überzeugung ge­langte SpeerXE "Speer, Albert (1905 - 1981)"§ vor allem, nachdem der Atomphysiker Werner HeisenbergXE "Heisenberg, Werner (1901 - 1976)"§ im Frühsom­mer 1942 vor SpeerXE "Speer, Albert (1905 - 1981)"§, MilchXE "Milch, Erhard (1892 - 1972)"§ und anderen Führern der NSDAP erklärt hatte, daß es aus wirt­schaftlichen Grün­den nicht mög­lich sei, in kürzerer Frist eine deutsche Atom­bombe herzu­stellen. Wegen der immer kom­plizierter werdenden Kriegslage und der wirtschaftlichen Situ­ation Deutschlands wurde entschieden, daß die Anstrengungen der Wissenschaftler auf den Bau einer "Uranmaschine" zu konzentrieren seien.17 Der Verzicht der Wehrmachtsführung auf die Weiterar­beit an einer Atomwaffe ersparte den am Uranpro­blem arbei­tenden deutschen Wissen­schaftlern, Ingenieu­ren und Tech­nikern eine moralische Entscheidung, vor die sie durch einen Befehl zur Herstellung einer einsatz­fähigen Atom­bombe gestellt worden wären. Einige hätten sich jedoch nicht verweigert, wenn sie vor diese Aufgabe gestellt worden wären. Am 7.Juli 1943 setzte HitlerXE "Hitler, Adolf (1889 - 1945)"§ das A4Programm an die Spitze der Dringlich­keitsstufen des deutschen Rüstungsprogramms. "Apparat4" nannten die Entwickler simpel die von der Nazipropa­ganda als "Wunderwaffe" offerierte V2.

Dennoch wurden bis zum Ende des Krieges mehrere neue Projekte auf dem Gebiet der Kernphysik in Angriff genommen. Dies ge­schah vor allem aus dem Motiv heraus, wie HeisenbergXE "Heisenberg, Werner (1901 - 1976)"§ bekundete, die Forschungs­er­gebnisse für die Zeit nach dem Kriege zu nutzen.18 Es handelte sich dabei um ein großes, vom Heereswaffenamt gefördertes Zyklotron für den Uranverein, das Walter DällenbachXE "Dällenbach, Walter"§ 1943 zu konstruieren begann. Er leitete die streng geheimgehaltenen technischen Arbeiten der Forschungsstelle D, die in Biesingen in der Nähe der nach Hechingen ausgelagerten Reaktorstation Werner HeisenbergXE "Heisenberg, Werner (1901 - 1976)"§s eingerichtet wurde. 19

Das einzige das Kriegsende überdauernde Zyklotron ging im Heidelberger Institut Walter BotheXE "Bothe, Walter (1891 - 1957)"§s im Herbst 1943 in Betrieb. Nach der Lieferung des Magneten war es dort selbständig weiterentwickelt und aufgebaut worden. Die Arbeiten, die dort bis zum Ende des Krieges durchgeführt wurden, erfolgten für den Uranverein.20 Die für Berlin bestimmten Zyklotrone hatten hingegen vor dem Einmarsch der Alliierten nicht mehr zusammengebaut werden können. Noch während des Zweiten Weltkrieges mußte der in Berlin stehende Kernreaktor wegen der zu­nehmenden angloamerika­nischen Luftan­griffe nach Haigerloch bei Stuttgart umgesetzt wer­den. Das für den Reaktor benötigte schwere Wasser ver­siegte, denn am 27.März1943 war es britischen Kom­mando­trupps und norwegischen Widerstandskämpfern gelungen, das im 1940 von Deutschland okkupier­ten Norwegen gelegene Kraftwerk Norsk Hydro zu sprengen. Das nach der Okkupation von der IG Farben übernommene Werk stellte nämlich das schwere Wasser für die deutsche Atomforschung her..21 Der im württem­bergischen Haigerloch wiederer­richtete, nie kritisch gewordene deutsche Atomreak­tor wurde Mitte April 1945 durch eine USamerika­nische Spezialeinheit demon­tiert und abtransportiert.22

Die Historikerin Maria OsietzkiXE "Osietzki, Maria"§ schätzt zusammenfassend ein, daß die Projekte der deutschen Kernphysik während der Zeit des Nationalsozialismus vielfach mit ihrer militärischen Relevanz begründet worden seien. Letztlich handelte es sich jedoch um eine konfliktreiche Allianz zwischen industriellen und wissenschaftlichen Interessen, die sich nicht nur zur Entwicklung von Zyklotronen, sondern auch zur Konstruktion von Betatronen zusammenfand. Auch deren Entwicklung wurde gegenüber staatlichen Stellen zum Teil als kriegswichtig eingestuft; für Kernphysik und Industrie hatten sie aber keinen militärischen Stellenwert. Daß die Kernphysiker und Industriellen trotz der sich zuspitzenden Kriegslage ihre spezifischen Interessen verfolgen konn­ten, lag an der Struktur der faschistischen Forschungsorganisation: "Einerseits fehlte eine straffe Lenkung rüstungsrelevanter Forschungsarbeiten; andererseits wuchs angesichts der nachhaltigen Kritik von Wissenschaftlern und Industriellen am Nie­dergang der Physik in Deutschland bei Politikern und Militärs die Bereitschaft, sie als Basis der Rüstungsproduktion verstärkt zu fördern."23.

Noch im Verlaufe des Krieges gewannen die Vereinigten Staaten von Amerika und Großbritannien detailliertere Erkenntnisse über den Stand des deutschen Uranpro­jektes. So wurde in den USA 1944 eine wissen­schaftlich-militärische Eliteeinheit mit den Decknamen "Alsos" gebildet, die am 9. August 1944 in Frankreich landete. Sie hatte die Aufgabe, elf Bereiche zu be­arbeiten: "Das Uran­problem; bakteriologische Waffen; Organisation der feindlichen wissenschaftlichen For­schung; Luftfahrt­forschung; Annäherungs­zünder; deutsche For­schungseinrichtungen für fernge­lenkte Geschoße; die Beteili­gung des Ministeriums SpeerXE "Speer, Albert (1905 - 1981)"§ an der Forschung; Chemische For­schung; BitumenölEnt­wicklung; ver­schie­dene Fragen."24 Nach einer zeitweiligen Unterbrechung nahm gegen Ende Februar 1945 also nach der Krimkonferenz die AlsosMission ihre Arbeit wieder auf. Dabei operierte sie nicht nur in den zu­künftigen Besatzungszonen der westlichen Alli­ierten, sondern diese Spezialein­heit wurde auch in den Gebieten Deutschlands wirksam, die im Einzugs­bereich der vorrückenden sowjetischen Truppen lagen bzw. die nach dem Sieg über den Faschismus zur sowjetischen Be­satzungszone ge­hören sollten.

Angesichts des mit hohen materiellen und finanziellen Mitteln forcierten Manhattan-Projektes25 hatten die Amerikaner und Engländer ein besonderes Interesse an der Aufklärung der Entwicklungsar­beiten zur kriegstechnischen Nutzung der Atom­energie durch Hitlerdeutschland. Abwehroffiziere, die den Atom­physiker Frédéric JoliotCurieXE "Joliot-Curie, Frédéric (1900 - 1958)"§ ausfindig machten, erfuhren von diesem, daß die Deutschen bei dem Uranproblem keine nennenswerten Fortschritte gemacht hätten und keineswegs in der Lage wären, eine Atombombe herzustellen. Am 29.August 1944 wurde JoliotCurieXE "Joliot-Curie, Frédéric (1900 - 1958)"§ nach London geflogen, um dort Näheres über die Arbeit deutscher Physiker, die in seinem Labora­torium während der Zeit der Okku­pation gearbeitet hatten es waren u. a. Prof. Erich SchumannXE "Schumann, Erich (geb. 1898)"§, Dr. Kurt DiebnerXE "Diebner, Kurt (1905 - 1964)"§, Prof. Walter BotheXE "Bothe, Walter (1891 - 1957)"§, Prof. Abraham EsauXE "Esau,, Abraham (1884 - 1955)"§, Prof. Wolfgang GentnerXE "Gentner, Wolfgang (1906 - 1980)"§ und Dr. Erich BaggeXE "Bagge, Erich (geb. 1912)"§ , zu berichten.26 All die genannten deutschen Wissen­schaftler waren mit dem Uran­projekt und der Wehr­forschung befaßt. Erich SchumannXE "Schumann, Erich (geb. 1898)"§ arbeitete beispielsweise seit 1922 als Physiker für die Reichswehr, leitete seit 1934 die For­schungsabteilung des Heeres­waffenamtes und wurde 1938 zum Chef des Abteilung Wissen­schaft im Reichskriegsmini­sterium berufen.27

1.2. Das Verbot der deutschen Kernforschung und die Interessen der Alliierten

Um den erneuten Miß­brauch deutscher Wissenschaft und Technik zu unterbinden, beschlossen die Siegermächte nach dem Kriege das Alliierte Kontrollgesetz Nr. 25 zur "Regelung und Überwachung der naturwis­senschaftlichen Forschung".28 Es wurde nach ausführlicher Beratung und Abstimmung am 29.April 1946 durch den Alliierten Kontrollrat in Deutschland erlas­sen, "um naturwissenschaftlichen For­schungen für militä­rische Zwecke und ihre praktische Anwendung für solche Zwecke zu verhin­dern, und um sie auf anderen Gebieten, wo sie ein Kriegs­potential schaffen könnten, zu überwachen und sie in fried­liche Bahnen zu lenken".29

In dem Gesetz wurden die Begriffe der "angewandten" und "grundlegenden" For­schung genau definiert. Alle Forschungen und Ausrüstungen, die rein oder wesent­lich militärischer Natur waren, verbot dieses Gesetz ausdrücklich. Andere For­schungsgebiete wur­den von der vorherigen schriftlichen Genehmigung des Zonen­be­fehlshabers abhängig gemacht. Sie wurden dann in der Wahl ihrer Mittel einge­schränkt, wenn diese eine mögliche militärische An­wendung offen ließen. Völlig verboten waren die Gebiete der angewandten Kernphysik, der Aero und Hydrody­namik im Bereich des Flugzeug und Schiff­baues, des Raketen und Düsenantriebes. Verboten waren weiterhin die Benutzung elektrischer, infraroter und akustischer Wellen zur Ausmachung von festen Gegenständen, die Ortung oder Peilung von Fahrzeugen zu Wasser, zu Lande und in der Luft sowie bestimmte Sicherungs­methoden im Nachrichtenwesen. Im Bereich der Chemie waren die Herstellungs­methoden für bestimmte, eventuell als Gift­gas dienende Stoffe, hochwertige Oxyda­tionsmittel, brand und raucherzeugende Substanzen untersagt, ebenso die For­schung über genau definierte Sprengstoffe, Giftgase, Raketentreibstoffe und hoch­giftige Bakterien oder Pflanzenstoffe.

In diesem Gesetz wurden außerdem die Forschungsgebiete ge­nannt, die nach vor­heriger Genehmigung durch die zuständigen Militärbehörden weiter erlaubt waren. Dazu gehörte die Anwendung der oben genannten Wellenarten zur zivilen Nachrich­tenüber­mitt­lung, Kugel und Rollenlager, sowie in der Chemie die moder­nen, in Deutschland lange vor dem Kriege entwickelten Methoden der Hochdrucksynthesen für Ammoniak, Methylalkohol und Treib­stoffe, für synthetisches Gummi und die Ver­wertungsmethoden für Stoffe, die an sich auch militärischen Zwecken dienen könn­ten. Die er­laubte Forschung mußte in genehmigten Forschungsinsti­tutionen betrie­ben werden. Ehemalige aktive Mit­glieder der NSDAP, die als höhere Angestellte und Wissen­schaft­ler gewirkt hatten, waren zu ent­lassen. Die Institutsleitungen hatten regel­mäßig Be­richte zu erstatten. Dem Zonenbefehlshaber war Einblick in alle Be­reiche einschließlich Geschäfts­führung, Mittel, Mate­rialien und Einrich­tungen sowie Personal zu gewähren. Die Leiter der Insti­tute waren bei Verstößen gegen das Ge­setz strafrechtlich zu belangen. Trotzdem gab es weiterhin wenn auch unter ande­ren Bedingungen für deutsche Ingenieure und Wissenschaftler Möglichkeiten und Zwänge, ihre militärischen Forschungen und Entwicklungen, die sie einst für Hitler­deutschland betrieben hatten, im Dienst der Siegermächte weiterzuführen. Dies geschah vor allem in zwei Formen. Zum einen wurden in Deutschland verschiedene Entwick­lungsarbeiten im Auftrage und unter Aufsicht der Siegermächte fortgeführt. Zum an­deren wurden die Rüstungsspezialisten von den Siegermächten selbst angeworben und an deren nationalen Projekten beteiligt. Dieses Vorgehen wurde durch Vereinba­rungen der Siegermächte gestützt.

Auf der Krimkonferenz der drei alliierten Mächte UdSSR, USA und Großbritannien vom 4. 11. Februar 1945 in Jalta waren sich z. B. StalinXE "Stalin, Josef Wissarionowitsch (1878 - 1953)"§, RooseveltXE "Roosevelt, Franklin Delano (1882 - 1945)"§ und ChurchillXE "Churchill, Sir Winston Leonard Spencer (1847 - 1965)"§ darüber einig, daß Deutschland zu verpflichten ist, den Schaden, den es den ver­bündeten Nationen im Laufe des Krieges zugefügt hatte, durch Sachleistungen wie­dergut­zumachen. Reparationen sollten dabei vorrangig jene Länder er­halten, die die Hauptlast des Krieges getragen, die größten Verluste erlitten und den Sieg über den Feind organisiert hatten. Die Entnahme der Repa­rationen erfolgte den Beschlüssen gemäß auf drei verschiedenen Ebenen:

1. Leistungen aus dem deutschen Nationaleigentum (Aus­rüstungen, Werkzeug­maschinen, Schiffe, rollendes Mate­rial, deutsche Auslands­investitionen, Aktien von deutschen Industrie, Verkehrs, Schiffahrts und anderen Betrieben...) , wobei diese Entnahmen hauptsächlich mit dem Ziel erfolgen sollten, das Kriegspotential Deutschlands zu vernich­ten. Diese einmalige Form der Reparationsleistung war innerhalb von zwei Jahren abzu­schließen;
2. mußten jährliche Waren­liefe­rungen aus der laufenden Produktion innerhalb eines Zeit­raumes, dessen Dauer später festgelegt werden sollte, erbracht werden;
3. war als weitere Reparationsform die "Nutzung deutscher Arbeit" vor­gesehen.30

Bezüglich der Nutzung des technischwissenschaftlichen Poten­tials und der deut­schen Spezialisten verfolgten die Alliierten eine andere Strate­gie als nach dem 1.Weltkrieg: Damals hatten die siegreichen Alliierten in Friedensverträgen ihre Vor­machtstellung zu verewi­gen versucht, indem sie Naturwissenschaft und Technik der Deutschen als Kriegs­beute zu übernehmen trachteten. Da Staatsbeamte und Indu­strielle jedoch unter Wissenschaft mehr eine Sammlung ma­gischer Rezepte als einen lebendigen Organismus verstanden, der die gesamte ökono­mische und soziale Struktur der Gesellschaft durchdringt, war das einzi­ge, was sie taten, sich einige geheimgehaltene Herstellungsverfahren für Farbstoffe und Sprengstoffe anzueignen, um ihren eigenen Spezialisten die Mühe zu ersparen, sie selber herauszufinden. Damit überließen sie es den deutschen Wissenschaftlern und Ingenieuren, das militärische Gleichgewicht, das mit Waffengewalt zerstört worden war, durch ihren Arbeits­eifer wieder zu verändern.31

Nach dem zweiten Weltkrieg wollten die alliierten Siegermächte jedoch nicht mehr nur die Patente, Konstruktionen und Materialien der deutschen Rüstungs­forschung und Waffen übernehmen, sondern man versuchte auf den Gebieten, auf denen die Deutschen einen Entwicklungsvor­sprung hatten, die vollständigen Strukturen der Rüstungsforschung und den Stand der Waf­fenentwicklung zu erkunden und gegebe­nen­falls samt Wissenschaft­lern und Hilfsper­sonal zu übernehmen. Zur Vorbereitung und Durchführung dieses Vorhabens beauftragten die Alliierten verschiedene Spe­zialeinheiten, die nicht mehr als Verbündete, sondern als Konkurrenten im jeweiligen Interesse der einen oder anderen Siegermacht arbeiteten.

Am 12. April 1945 zogen die amerikanischen Besatzungstruppen in Stadtilm/Thüringen ein. Hier befand sich das kernphysikalische Laboratorium des Heereswaffenamtes, das unter Leitung von Dr. Kurt DiebnerXE "Diebner, Kurt (1905 - 1964)"§ arbeitete. Die Gestapo hatte jedoch bereits am 8.April1945 Diebner und seine Forschungsgruppe samt Material und Geheim­akten evakuiert. Nur der zurückgelassene Dr. Berkei, der von Anfang an am Uranprojekt des Heereswaffenamtes mitgearbeitet hatte, konnte von den Amerikanern festgenommen und über das Projekt verhört werden. Außerdem fand man aufschlußreiche Akten, Teile des Uran­meilers, viel Ausrüstung, Zähler usw.32 Im Raum Staßfurt entdeckte eine amerikanische Spezialeinheit in einem Salzbergwerk gelagertes Uranerz aus BelgischKongo. Die 1100 Tonnen Erz wur­den unverzüglich abtransportiert. 33

Im Rahmen der AlsosMission wurden alle Atomforscher, die aufgespürt werden konnten, festgenommen und verhört. Ein Teil der Wis­sen­schaftler wurde sofort in die USA geflogen, andere, die zeit­weilig in englischer Gefangenschaft waren, kehrten ab 1946 in die westlichen Be­satzungszonen zurück. Noch vor den Atomphysikern wurden Anfang April 1945 durch ein ameri­kanisches Sonderkommando alle Raketen­experten, die am 17. Februar 1945 aus Peenemünde evakuiert worden waren, fest­genommen: Unter ihnen befanden sich der militärische Leiter der Anstalt, General Dr. DornbergerXE "Dornberger, Walter"§, und der Konstrukteur Wernher von BraunXE "Braun, Wernher von"§.34

Die Bedingungen in Nachkriegsdeutschland erleichterten es den Alliier­ten, die ge­wünschten Spezialisten anzuwerben und ins Ausland zu bringen. Diese Einschät­zung deckt sich z. B. mit Beobachtungen, die ein britischer Zeitzeuge 1948 über das Verhalten von deutschen Natur und Technikwissenschaftlern machte: R.C.MurrayXE "Murray, R. C."§, damals Generalsekre­tär der Association of Scientific Workers Großbri­tanniens, machte als Mitglied einer Gewerk­schaftsdele­gation eine Infor­mationsreise durch die bri­tische Zone sowie durch den bri­tischen Sektor Berlins. Murray hielt sich einige Tage in Göttingen auf, führte dort Gespräche mit Persön­lichkeiten der MaxPlanckGesellschaft und kam mit Militärbeamten der For­schungsabteilung der Besatzungsbe­hörde zusammen. In Berlin be­suchte Murray mehrere Forschungs­abteilungen größerer Betriebe und war an der Technischen Univer­sität zu Gast. Er­gänzt wurden seine Eindrücke durch Fahrten nach Düsseldorf und Köln. Im Ergebnis seiner Erkundungen stellte er fest, daß kaum einer der von ihm befragten Wis­sen­schaftler Konse­quenzen aus der Nie­derlage des Hitlerfaschismus ge­zogen hatte: "Die meisten, die während der Kriegsjahre militärische Forschung betrieben, wünsch­ten durchaus auf dieser Linie unter alliierter Kontrolle weiter­zu­arbeiten, besonders als es klar wurde, daß sich dabei eine Mög­lichkeit bot, Deutschland zu ver­lassen."35

Eine der USamerikanischen Geheimaktionen zum "Einkauf" von Fachkräften nach der bedingungs­losen Kapitulation Deutsch­lands ist unter dem Decknamen "Paper Clip" bekannt geworden. Sie ge­stattete deutschen Wissenschaft­lern, Inge­nieuren, Kon­strukteuren und In­dustrieführern, die aktive Nazis gewesen waren, die Ein­bürge­rung in die USA. Nor­malerweise ver­boten die Einwan­derungs­gesetze in den USA die Auf­nahme von Kriegsverbrechern und aktiven National­sozialisten. Um diese Gesetze zu umgehen und führende Wissenschaftler und Inge­nieure anzuwerben, sollen Perso­nalakten, die durch eine Büroklam­mer (paper clip) gekennzeichnet waren, so frisiert worden sein, daß die Belastung des Betroffenen durch seine nazi­stische Vergan­genheit nicht mehr zu erkennen war. In den Jahren 1945 bis 1952 kamen allein unter dem Codenamen "Paper Clip" 632 Spezia­listen in die USA. Vor­rang hat­ten Wissen­schaftler, die in irgendeiner Weise kriegs­wichtige For­schung betrieben hatten. Wirksam wurde hierbei z. B. die Organi­sation "Field Intelligence Agency Technical". "FIAT" war eine Agentur, die verantwortlich "für die Koordi­nation der Inbe­triebnahme von Personal" zeichnete. Aufgabe dieser Agentur war es vornehmlich, sich der Wissenschaft­ler an­zunehmen, die von sowje­tischen Stellen Angebote zur Arbeit in der UdSSR er­hielten.36

Denn auch die Sowjets wurden aktiv. Aber bis auf die frühzeitige Anwerbung, Verhaftung oder schlichte Deportation von Atom­wissenschaftlern, die für Zuarbeiten am sowjetischen Uranprojekt vorgesehen wa­ren, gab es im ersten Jahr der sowjetischen Besatzung noch kein Konzept für die Nutzung deutscher Naturwissenschaftler bzw. Techniker in der Sowjetunion. Ver­schiedene Indizien sprechen für die Annahme, daß in den unmittelbar dem Kriegs­ende folgenden Monaten allein die 1. Hauptabteilung beim Rat der Volkskommissare für das Uranproblem einen dringenden Bedarf an qualifizierter Zuarbeit durch deutsche "Spezialisten" geltend machen konnte. Die übrigen Rüstungsprojekte - etwa der Raketen- und Flugzeugbau - genossen nach Kriegsende keine inner­sowjetische Priorität. 37

Zweige der Rüstungsforschung und Rüstungsproduktion, die für die sowjetische Lebensmittelversorgung und den Wiederaufbau von Kriegszerstörungen ohne Be­lang waren und deren Verlagerung mit einem erheblichen Zeitverzug verbunden gewesen wäre, blieben in der sowjetischen Besatzungszone. Sie unterlagen vorerst nicht der Demontage. Mit den bisherigen deutschen Mitarbeitern ließen sich Re­konstruktion und Produktion von Kriegsgerät weitaus schneller bewerkstelligen. Zugleich konnten sowjetische Wissenschaftler und Ingenieure Erfahrungen bei der Kooperation mit deutschen Fachleuten sammeln. Eine Demontage der Anlagen hätte ihre Rekonstruktion verhindert oder zumindest erheblich hinausgezögert. Um den Entmilitarisierungsgrundsatz des Potsdamer Abkommens zu umgehen, wurden deutsche Fachleute, namentlich Rüstungsforscher, vorerst in Betrieben und Tech­nischen Büros, die der sowjetischen Verwaltung unterstellt wurden, wieder oder aber weiterbeschäftigt:38

[...]


1 Es war die Schriftstellerin Christa Wolf, die mit ihrem Buch "Störfall" eine öffentlichkeitswirksame Diskussion in der DDR entfachte: Wolf, Ch.: Störfall, Nachrichten eines Tages. Aufbau-Verlag Berlin und Weimar 1987; Blumentritt, G.: Aufruf zur Sorgfaltspflicht. In: spectrum Heft 4/1988; Lohs, Kh.: Eine unliterarische Anmerkung. In: spectrum Heft 4/1988; Böhme, H.: Die Macht der Wissenschaft gebrauchen lernen. In: spectrum Heft 5/1988; Abt, H.: Aufforderung zum Mitdenken. In: spectrum Heft 5/1988

2 Horizont. Nr. 3/1989, S. 22

3 Paul, G. Fünf Jahre nach Tschernobyl. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung,
10. April 1991, Nr. 83, S. N 1

4 Berliner Zeitung, 6./7. Februar 1993, Nr. 11, S. 6

5 Berliner Zeitung. 25. März 1992, Nr. 72, S. 3

6 Eckert, M./ Osietzki: Wissenschaft für Macht und Markt. Kernforschung und Mikroelektronik in der Bundesrepublik Deutschland. München 1989, S. 40 ff.

7 Walker, M.: Die Uranmaschine. Mythos und Wirklichkeit der deutschen Atombombe. Berlin 1990, S. 34

8 Carl Friedrich von Weizsäcker berichtete im Februar 1939 über ein Gespräch, das er mit Otto Hahn führte. Diesem Gespräch zu folge hielt es Hahn für möglich, "daß wir eine Bombe konstruieren können, die geeignet ist, London zu zerstören"Hoffmann, K.: Otto Hahn, Stationen aus dem Leben eines Atomforschers. Berlin 1978, S. 217

9 Weizsäcker, C. F. v.: Die Verantwortung der Wissenschaft im Atomzeitalter, Göttingen 1957, S. 17

10 Selbstverwaltungskörperschaft der Wissenschaft zur gezielten Vergabe von Fördermitteln für die Entwickluhng aller Bereiche der Forschung.

11 Kuczera, J.: Gustav Hertz. Leipzig 1985, S. 58 f.

12 Gentner, W.: Mitteilungen aus der Kernphysik. In Naturwissenschaften. 1937, H. 29, S. 479 ff.

13 Eckert, M./ Osietzki: Wissenschaft für Macht..., S. 46

14 Eckert, M./ Osietzki: Wissenschaft für Macht..., S. 47

15 Ebenda, S. 51

16 Speer, A.: Erinnerungen. Frankfurt a. M. 1960, S. 240

17 Franke, M.: Otto Hahn (1879 1986). In: Bekenntnisse zum Frieden. Naturwissenschaftler und Mediziner des 20. Jahrhunderts im Kampf um Frieden und Abrüstung. Hrsg. von Irene Strube, Ingrid Kästner und Sonja Brentjes. Berlin 1989. S. 300. Stolz, W.: Otto Hahn/Lise Meitner. Biogra­phien hervor­ragender Naturwissenschaftler, Techniker und Mediziner. Band 64. Leipzig 1989, S. 59.

18 Heisenberg, Werner: Der Teil und das Ganze. München 1972, 208.

19 Eckert, M./ Osietzki: Wissenschaft für Macht..., S. 53

20 Eckert, M./ Osietzki: Wissenschaft für Macht..., S. 55

21 Bergschicker, H.: Deutsche Chronik 1933 - 1945. Ein Zeitbild der faschistischen Diktatur. Berlin 1988, S. 449. Klaus, Georg/Porst, Peter: Atomkraft Atomkrieg? Berlin o. J. (4. Auflage), S.31.

22 Bergschicker, H.: Deutsche Chronik..., S. 451.

23 Eckert, M./ Osietzki: Wissenschaft für Macht..., S. 56

24 Irving, D.: Der Traum von der deutschen Atombombe. Gütersloh 1967, S. 215.

25 Geheimcode für das US-amerikanische Atombombenprojekt

26 Ebenda, S. 218.

27 Wissenschaft in Berlin. Von den Anfängen bis zum Neubeginn nach 1945. Berlin 1987, S. 538.

28 Amtsblatt des Kontrollrates in Deutschland. Berlin Nr. 6/1946, S. 138 - 143. - Die Durchführungs­bestimmungen zum Alliierten Kontrollgesetz Nr. 25 für die sowjetische Besatzungszone wurden als Anlage zum Befehl Nr. 79 des Oberkommandierenden der SMAD vom 9. April 1947 beigefügt. Zentralverordnungsblatt Nr. 3/1947, S. 33 - 37 - Vgl. auch: Die Technik. Heft 9/1948, S. 391

29 Amtsblatt des Kontrollrates in Deutschland. Berlin Nr. 6/1946, S. 141

30 Protokoll über die Verhandlungen zwischen den drei Regierungschefs auf der Krimkonferenz zur Frage der deutschen Reparationen in Form von Sachleistungen. In: Die Sowjetunion auf internationa­len Konferenzen während des Großen Vaterländischen Krieges 1941 bis 1945. Band 4. Die Krim-(Jalta)-Konferenz der höchsten Repräsentanten der drei alliierten Mächte - UdSSR, USA und Großbritannien (4. - 11. Februar 1945). Dokumentensammlung. Moskau/Berlin 1986, S. 227. - Manfred von Ardenne hatte z. B. durch Abhörung ausländischer Rundfunksendungen Kenntnis von der Festlegung im Jalta-Vertrag, "die Arbeit deutscher Spezialisten und Wissenschaftler den Sieger­staaten zur Verfügung zu stellen, um sie so durch ihre Leistungen zur Wiedergutmachung der angerichteten materiellen Schäden beitragen zu lassen." (Ardenne, Manfred von: Ein glückliches Leben für Technik und Forschung. Autobiographie. Berlin 1982, S. 153).

31 Bernal, J. D.: Die soziale Funktion der Wissenschaft. Berlin 1986, S. 186

32 Irving, D.: Der Traum..., S. 245.

33 Auf der Elften Sitzung der Potsdamer Konferenz am 31. Juli 1945 brachte Stalin im Zusammen­hang mit den Reparationen die Frage auf die Entnahmen, die die Engländer aus der russischen Besatzungszone vor deren Einnahme durch die sowjetischen Truppen vorgenommen hatten. Es handele sich um Abtransport von Waren und Ausrüstungen. Überdies gäbe es eine Niederschrift des sowjetischen Militärkommandos darüber, daß die amerikanischen Behörden vom gleichen Territo­rium 11 000 Waggons weggeschafft haben Vgl.: Das Potsdamer Abkommen. Dokumentensammlung. Berlin 1979, S. 174.

34 Bergschicker H.: Deutsche Chronik...,, S. 451

35 Murray, R. C.: Wissenschaft und Wissenschaftler im heutigen Deutschland. In: Forum. Heft 5/1949, S. 169.

36 Werner, P.: Otto Warburg. Von der Zellphysiologie zur Krebsforschung. Biographie. Berlin 1988, S. 284. Pachaly, Erhard/Pelny, Kurt: Konzentrationslager... S. 214, S. 216

37 Albrecht, U./Heinemann-Grüder, A./Wellmann, A.: Die Spezialisten. Deutsche Naturwissen­schaftler und Techniker in der Sowjetunion nach 1945. Berlin 1992, S. 34

38 Ebenda, S. 179

Ende der Leseprobe aus 85 Seiten

Details

Titel
Kernenergiewirtschaft der DDR. Von den Anfängen bis zur Abschaltung der Reaktoren im Kernkraftwerk Nord
Hochschule
Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin
Veranstaltung
Wirtschaftsforschung gGmbH Berlin
Autor
Jahr
1993
Seiten
85
Katalognummer
V109206
ISBN (eBook)
9783640073870
Dateigröße
703 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kernenergiewirtschaft, Reaktoren, Kernkraftwerk, Berlin, VDI, KDT, ALSOS-Mission, Spezialisten, Zeitgeschichte, Kernreaktoren, Hans Heinrich Franck, Walter Friedrich, Albert Einstein, Max Steenbeck, Peter Adolf Thiessen, Heinz Barwwich, Alliiertes Kontrollgesetz Nr. 25, Vereinigten Kernforschungsinstitut Dubna, Göttinger Erklärung, Gustav Hertz, Prof. Rambusch, Ringzonenreaktor Rossendorf, WWER-70-MW-Block, Atomkraftwerk Reihnsberg, Kernkraftwerk Lubmin, Kernkraftwerk Stendal, Tschernobyl, SDAG Wismut, Kernkraftwerk Nord, Erngiewirtschaft, Manfred von Ardenne, Fritz Selbmann
Arbeit zitieren
Dr. Wolfgang Horlamus (Autor), 1993, Kernenergiewirtschaft der DDR. Von den Anfängen bis zur Abschaltung der Reaktoren im Kernkraftwerk Nord, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/109206

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