Deutschland und Amerika - eine schwierige Freundschaft


Facharbeit (Schule), 2005
21 Seiten, Note: 1

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Inhaltsverzeichnis

1.0 Einleitung/Vorwort

2.0 Beziehungen Amerika – Deutschland politischer Basis

3.0 Beziehungen Amerika – Deutschland kultureller Basis

4.0 Beziehungen Amerika – Deutschland wirtschaftlicher Basis

5.0 Beziehungen Amerika – Deutschland menschliche Ebene

6.0 Amerika im Bild der Jugend - Auswertung der Umfrage zu „Amerika“

7.0 Persönliche Schlussbemerkung

8.0 Anhang
8.1 Literaturverzeichnis
8.2 Erklärung des Verfassers
8.3 Abbildungen, Material, Umfrage

1.0 Einleitung

Amerika ist für die BRD seit dem Ende des 2. Weltkrieges der wichtigste Verbündete und Partner, schließlich findet man auch kein zweites Beispiel für eine derartige Zusammenarbeit in der Geschichte. Nach der Potsdamer Konferenz im Juli 1945 waren die USA die Hauptbesetzungsmacht und gaben so maßgeblich den Ton in der BRD an. Die USA bemühten sich intensiv die BRD wieder aufzubauen, was wir nicht zuletzt dem damaligen amerikanischen Präsidenten Harry S. Truman zu verdanken haben, welcher den Deutschen überaus wohl gesinnt war. Die Vereinigten Staaten bauten in der BRD die Industrie wieder auf und „belebten“ das Land. Später wurde Deutschland dann ein Haupthandlungsort des Kalten Krieges – welcher Ort symbolisierte das Aufeinandertreffen von West und Ost so sehr wie Deutschland? Die DDR und die BRD, zwei Regierungen in einem Land die unterschiedlicher kaum sein konnten. Allerdings handelte Amerika eher für sich selbst, ohne die deutsche Regierung in ihre Entscheidungen mit einzubeziehen.

Amerika zog somit einen steten Nutzen aus ihrer Präsenz in Deutschland, bis dann 1989 die Wende kam – ein “Status Quo“ war erreicht.

Auf die Geschichte und Gegenwart in Politik, Wirtschaft und Kultur werde ich nun näher eingehen und die Krise somit näher definieren. Auch was die Menschen der beiden Länder davon halten, wie sie damit umgehen und was sie über die „fernen Verwandten“ denken, soll Bestandteil dieser Arbeit sein.

2.0 Politik

Die gesamte Partnerschaft war, ohne voreingenommen zu sein, fast vollständig zum Vorteil Amerikas. Man richtete sich in Deutschland sehr nach Amerika und hatte immer ein Auge darauf „ob in bestimmten Washingtoner Büros jemand die Stirn kräuselt“ [Willi Brandt – Quelle 9], wie Willy Brandt Jahre nach seiner Amtszeit sagte. Die BRD war Amerika in jeden Krieg gefolgt, von Vietnam bis Afghanistan. Von Deutschland erwartete man das es mitzieht.

Dann kam der Irakkrieg, der 2. Golfkrieg und Bundeskanzler Schröder bewies wahre Größe als er dem Präsidenten Bush eine eindeutige Absage erteilte. Während andere große Länder sich mit den Amerikaner verbündeten, blieb Deutschland standhaft. Man drohte sogar indirekt und provozierte bewusst Deutschland und andere Staaten, die keinen Krieg wollten. Deutschland war kein gespaltenes Land mehr und auch kein zwergenhafter Partner. Deutschland war eine politische Macht geworden und brauchte niemanden mehr, der ihm den Weg wies. Die Bevölkerung und die Regierung, die schon seit längerem einen Groll auf die amerikanische Vormundschaft und auf die amerikanische Führung selbst hegt, fand in George W. Bush eine Präsidenten, der genau diese Möglichkeit der Vormundschaft ohne jeden Skrupel nutzte obwohl die Bundesrepublik schon längst nicht mehr abhängig von den USA war. So kam es, dass der Bundeskanzler selbstbewusst verkündete, dass „die existenziellen Fragen der deutschen Nation in Berlin entschieden“ werden „und nirgendwo anders“ [Gerhard Schröder – Quelle 9].

Damit war ein großer Schritt getan um der USA die Stirn zu bieten und eine gleichberechtigte Partnerschaft zu schaffen. Allerdings herrschte nach dem Irakkrieg, welcher ja bekanntlich ungerechtfertigt war, “betretenes Schweigen“ auf beiden Seiten.

Wie sollte es nun weitergehen? Deutschland war unabhängig und hatte diese Unabhängigkeit erstmals in diesem Umfang genutzt. Die US-Regierung entschloss sich den ersten Schritt zu machen, was eine hohe symbolische Bedeutung hat.

Am 23.02.05 besucht Präsident Bush Deutschland während einer „Goodwill-Tour“ (Abb. 1), wie die Medien zu sagen pflegten. Er räumte ein, das man Fehler gemacht hat und das man die Probleme im Nahen Osten ohne die Unterstützung der EU und speziell Deutschlands nicht schaffen kann. So sagte der Präsident während des Besuchs: "Wir können keine guten Beziehungen zu Europa haben, wenn wir keine gute Freundschaft zu Deutschland haben. Denn dieses großartige Land ist das Herz Europas" [Bush – Quelle 6]. Er verkündete auch Schröder gegenüber das eine neue „Ebene der transatlantischen Beziehungen“ [Bush – Quelle 8] begonnen hat, die auf mehr Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung aufbauen soll. Nun müssen Taten folgen.

Deutschland wird definitiv den transatlantischen Pakt weiterhin pflegen um in Amerika einen Partner zu haben, einen gleichberechtigten Partner, der einsehen muss dass er es nicht mit einem Kolonialstaat zu tun hat, sondern mit einem wirtschaftlich und politisch starken Land. Amerika ist ein wertvoller Partner in vielerlei Hinsicht und in einer gleichberechtigten Partnerschaft kann aus dem Pakt noch wesentlich mehr Nutzen gezogen werden als bisher – auf beiden Seiten.

3.0 Kultur

Die kulturelle Verbindung zwischen Deutschland und Amerika gab es schon seit den Gründungsjahren Amerikas, schließlich kamen viele „Übersiedler“ aus deutschen Ländern. Logischerweise brachten diese Immigranten ihre Kultur, ihre Sprache und ihren Lebensstil mit sich, die dann natürlich sofort auf das neue Land übertragen wurde. So wurde z.B. die Architektur übertragen oder auch mit anderen Stilen gemischt. Man baute in Amerika nach europäischem Stil. Der Schindelstil prägte Amerika deutlich und ist heute, vor allem im „Midwest“ noch vorzufinden. Allerdings entwickelte sich um 1900 ein neuer, amerikanischer Baustil – das Hochhaus. Und so gaben die USA etwas zurück von dem, was die Europäer ihnen gegeben hatten, denn schließlich kann man in jeder etwas größeren Stadt in Europa ein Hochhaus sichten. In den USA sucht man aber trotzdem vergebens nach monumentalen Domen, wie in Köln oder Paris (Notre-Dame), oder Kathedralen, da die Geschichte der USA so spät begann findet man wenig Backsteingotik und ähnliches.

Aber auch andere Kulturaspekte kamen von Amerika nach Deutschland und Europa. Erwähnenswert ist der Rock’n’Roll. Elvis als einer der größten Rock’n’Roller aller Zeiten war in Deutschland genauso beliebt wie in Amerika, allerdings versteckt sich noch mehr hinter der Geschichte. Elvis war, während er seinen Militärdienst ableisten musste, nach Deutschland geschickt worden, wie es bei vielen Wehrdienstleistenden 1958 der Fall war da Deutschland noch keine eigene Armee unterhalten durfte. Doch es war kein Zufall das der „KING“ nach Deutschland kam, er sollte ein besseres Amerika-Bild bei den Deutschen bewirken und das hat er wohl geschafft, denn schließlich feierte man seinen 70. Geburtstag letztes Jahr auch in Deutschland – auch wenn er längst tot ist.

Deutschland übernimmt heutzutage fast alles was kulturell aus Amerika kommt. Von Popmusik bis hin zu Filmen. Deutsche Filme und Musiker haben keine Lobby, auch wenn momentan eine starke Nachfrage nach deutschen Produktionen aufkommt, vor allem im Musikbereich. Bisher wurden Hollywood-Filme in Deutschland und vielen anderen Länder bevorzugt, da die Qualität unbestreitbar eine bessere ist – auch wenn der Inhalt meistens so mager ist, das man ihn in 10 Minuten vollständig erklären könnte. So werden einheimische, deutsche Produktionen aber hoffnungslos ausgestochen. Allerdings geschieht zur Zeit ein bemerkenswerter Wandel. Deutsche Filme werden erfolgreich, siehe „Der Untergang“ mit 1 Oscarnomination oder „Good Bye Lenin“ mit unter anderem mit 3 Bambis, bester europäischer Film 2003, einem César, einer Golden Globe- und einer Oscarnominierung. Die Oscar- und Golden Globenominierungen zeigen deutlich das deutsche Filme mittlerweile auch im Ausland anerkannt werden. Man ist in Deutschland endlich bereit über seine Vergangenheit zu reden und sie zu verarbeiten und gewinnt somit Selbstvertrauen für sein Land. Auch deutsche Musik ist innerhalb der letzten 2 Jahre wesentlich beliebter geworden.

Die Kunst hat sich dagegen nie sehr an der amerikanischen orientiert und ist immer sehr europäisch gewesen und großteils unbeeinflusst von der stark abstrakten Kunst in den USA.

Hauptsächlich besteht der kulturelle Einfluss nur noch aus Musik und Film von Amerika aus. Kulturell hat Deutschland den Amerikanern zwar etwas zu bieten, aber dort hat man sich großteils isoliert und hält an seiner eigenen Kultur fest, was man gewissermaßen schon als arrogant bezeichnen könnte. Besonders bemerkbar macht sich das auch in der Sprachkultur. Das so genannte „Dinglisch“, also Deutsch vermischt mit Englisch, ist stark auf dem Vormarsch und wird im allgemeinen Sprachgebrauch überaus viel verwendet, Beispiele sind da „last but not least“ oder auch Wörter wie „Fashion“, „Teenies“ oder fachspezifische Wörter wie „Keyboard“ für Tastatur. Wörter werden aus dem Englischen einfach übertragen und üben mittlerweile einen großen Einfluss auf das deutsche Sprachgut aus, vor allem bei Jugendlichen. Viele meinem, es sei nur eine vorübergehende Erscheinung deutsche Wörter durch Englische zu ersetzen.

4.0 Wirtschaft

Deutschland und Amerika sind seit den neunziger Jahren immer stärker wirtschaftlich verbunden. Seit damals nahmen die Exporte bis 2001 der USA nach Deutschland um 80% zu.

Die Exporte Europas in die USA beliefen sich im Jahr 2002 auf 240 Milliarden Euro, Importe aus den USA auf 175 Milliarden Euro.

Heute beträgt der Umsatz der USA und der EU jeweils täglich 1,25 Milliarden Dollar – das sind also 456,25 Milliarden Dollar im Jahr für beide Seiten durch Handel! 10% der Waren aus Deutschland werden jährlich in die USA exportiert wobei es sich meistens um „hochwertige Industriewaren“ handelt.

Von enormer wachsender Bedeutung ist, dass man in Deutschland und Amerika gegenseitig viel Geld in Firmen und Ideen investiert oder größere Firmen, die international agieren, andere Firmen übernehmen, siehe Commerzbank®, die ihre Geschäfte mittlerweile großteils nach Amerika gelegt hat oder auch Autofirmen wie BMW® und Mercedes Benz®. Beispielsweise kommen über 60% der ausländischen Investitionen in den USA aus der EU und etwa 45% der U.S.-Auslandsinvestitionen gehen in die EU.

Die Wirtschaft ist miteinander verflochten, sowohl die deutsche mit der amerikanischen, als auch die, der EU mit der, den USA. Durch die Markttransparenz wird sich diese Verbundenheit, und dadurch natürlich auch die Abhängigkeit der Staaten, verstärken. Die USA wird dabei der wohl einer der wichtigsten Partner bleiben, da dieses riesige Land einer der wichtigsten Absatzmärkte für europäische und speziell deutsche Produkte ist.

Wichtiger für beide Seiten ist aber eher die Industrieverflechtung, wie z.B. die Computerindustrie. AMD®, der größte Chiphersteller für Prozessoren aus den USA, hat vor einem Jahr ein neues Werk in Dresden eröffnet und somit die Wirtschaftsverbindung beider Länder verstärkt. Ein gutes Beispiel hierfür sind unter anderem auch solche globalen Konzerne wie Daimler Chrysler® und General Motors®, die über große Produktionsstandorte in beiden Ländern verfügen.

Allerdings tritt das Konkurrenzverhältnis zwischen den USA und der EU seit 2004 noch stärker zutage als noch vor 2000. Beispielsweise erhob die Europäische Kommission ab dem 1. März 2004 Strafzölle gegen die Vereinigten Staaten. Derartige Handelssanktionen waren etwas Neues, noch nie da gewesenes. Strafzölle hatte es zwar immer schon gegeben, aber derartige Sanktionen stellen eine neue Qualität dar.

Auch das Bußgeld der EU gegen den amerikanischen Software-Giganten Microsoft® in der Höhe von fast einer halben Milliarde Euro unterstreichen dies. Man setzt mittlerweile Grenzen, die auch von der Weltmacht USA nicht übertreten werden dürfen.

Man ist definitiv selbstbewusster geworden, und das nicht ohne Grund. Der Euro, bei seiner Einführung belächelt, ist heute stärker als der Dollar. Dies zeigt, dass die Europäische Union auf dem Weg ist eine wirtschaftlich stärkere Macht zu werden als die USA, wenn sie das nicht sogar schon ist.

5.0 menschliche Beziehungen

Die Bevölkerung der USA und Deutschlands haben eigentlich viel gemeinsam. Beispielsweise stammen viele US-Amerikaner ursprünglich aus Deutschland. Beide Bevölkerungen leben auf einem hohem Lebensstandard, in weit entwickelten Ländern. Die Lebensart ist sehr ähnlich und auch die Länder selbst haben schon in ihren Grundsätzen viele Übereinstimmungen.

Das sind aber offensichtlich Gemeinsamkeiten die man nicht sonderlich wahrnimmt. Für die deutsche Nation ist Amerika immer ein sehr interessantes Land gewesen, über das jeder bescheid weiß und in das viele Deutsche bis heute aussiedeln. Aber betrachtet man die Thematik aus der amerikanischen Perspektive decken sich fast ausschließlich Gegensätze auf. Sehr wenige Amerikaner wandern nach Deutschland aus. Deutschland ist für die meisten Amerikaner ein kaum interessantes Land. Und wenn man an das deutsche Volk denkt, dann hat man eine Horde Biertrinker mit in Lederhosen gehüllten, dicken Bäuchen vor dem geistigen Auge die sich gerade über einer Topf Sauerkraut hermachen. Austauschschüler haben mir erzählt, dass man ihnen zwar mit großem Interesse begegnet ist, aber kaum etwas über unser Land wusste.

Daher gibt es mehr Beziehungen deutscher Seite aus mit US-Amerikanern als andersherum. Viele Jugendliche gehen als Aupairmädchen/-junge oder Austauschschüler nach Amerika und lernen dort das Land kennen. Aus vielen Gesprächen habe ich erfahren, dass man in Amerika sehr begierig auf Informationen aus dem Ausland reagiert und auch sehr offen ist. Die amerikanischen Medien beschränken sich nämlich sehr auf das eigene Land und berichten kaum über international Probleme und Ereignisse.

Das Verständnis der Menschen selbst untereinander ist in allen Fällen, die ich gehört habe, überaus gut. Ob Brieffreund, Angehöriger, Bekannter oder auch Partner. Amerikaner und Deutsche haben in den meisten Fällen ein gutes Verhältnis, allerdings kommt es natürlich immer auf die eigene Einstellung an.

6.0 USA im Bild der Jugend (Umfrag & Auswertung)

Die Umfrage [siehe Anhang], die sich sehr interessant gestaltete, ergab kurzum, dass die jeweiligen Jugendlichen ein sehr realistisches und, meiner Meinung nach, zutreffendes Bild von Amerika haben.

Die USA ist für die meisten, wobei ich mich immer auf die Befragten beziehe, nicht das Land der unendlichen Möglichkeiten, sondern eher ein starkes Land, dass in Verruf geraten ist.

In Verruf geraten durch einen Mann, George W. Bush. Keiner der Befragten konnte Sympathie für den Präsidenten aufbringen und interessanter Weise haben die Austauschschüler eine wesentlich schlechtere Meinung von ihm, als alle anderen. Einige definierten sein Verhalten mit den Worten „Bush glaubt er müsse seine Werte/Glauben/Ansichten in die Welt hinaustragen“. Andere meinten „Bush darf sich nicht einfach in Angelegenheiten anderer Länder einmischen“. Der Irakkrieg wurde von allen gleich als „unfair“ und „unmenschlich“ bezeichnet. Man hätte sich in etwas „hineingesteigert, was ihnen dann über den Kopf gewachsen ist“ sagte einer der Befragten. Häufig wurde die momentane Situation im Irak auch mit dem Vietnamkrieg verglichen.

Alle, die Amerika zugetan waren, trennten aber fairer Weise Politik und Bevölkerung voneinander. Amerikaner wurden von allen als freundlich und patriotisch eingeschätzt, von einigen als offen und ehrgeizig und von wenigen als „fett“ und arrogant. Die Kultur wurde sehr unterschiedlich beschrieben und eingeschätzt, beispielsweise ging einer auf Musik und Film ein und betrachtete dabei Hollywood als amerikanisches Kultur-Mekka. Ein weiterer war der Meinung, dass Amerikas einzige und wahre Kultur die indianischen Kulturen sind und das diese kaum noch vorhanden seien. Einer bemerkte aber auch die große Zahl an Kirchen und Museen im Land und leitete davon eine starke Kultur ab. Die Austauschschüler konnten bestätigen, dass es tatsächlich sehr viele Museen gibt, deren Eintritt Bemerkenswerterweise kostenlos ist, um so die Amerikaner zu bewegen in ein Museum zu gehen. Diese Möglichkeit wird genutzt und trägt somit zur kulturellen Bildung bei. Festtage, wie der Independence Day, werden bekanntlich groß gefeiert und haben einen hohen Stellenwert in der amerikanischen Kultur inne. Ansonsten wurden Theater, Kinos, Philamonyen oder auch Stadien genannt, die Kulturzentren darstellen.

Leider konnte Niemand auf die These „Melthingpot“ eingehen. Sie wurde von allen bestätigt, aber genaueres kann man wohl erst sagen, wenn man die USA besucht hat, aber auch die Austauschschüler konnten hierzu wenig beitragen.

Man war sich auch einig darüber, dass die USA eher auf seine eigene Geschichte achtete und in den Schulen Geschichte „Amerika-bezogen“ beigebracht wird. Die vorherrschende Meinung wurde sogar bestätigt durch die Austauschschüler. Sie sagten das man beispielsweise bei der Thematik 2. Weltkrieg erst 1943 einsteigt, als die USA aktiv im Krieg mitzuwirken begann. Allen Ereignissen vorher schenkte man kaum Beachtung. Sarkastisch sagte ein Austauschschüler „Stalingrad war ein Absatz – Pearl Harbour 3 Seiten“ oder „Das Buch für den Kurs „Amerikanische Geschichte“ war 7 cm dick - das Buch für den Kurs „Weltgeschichte“ knappe 3 cm“ - amüsant aber wahr. Erstaunlicherweise äußerte auch die Gruppe derjenigen, die noch nicht in den USA waren ähnliche Ansichten.

Die Befragten waren sich ebenfalls einig darin, dass die USA eine Weltmacht aufgrund von wirtschaftlicher und militärischer Stärke sind. Eine Austauschschülerin meinte optional man würde sich selbst dermaßen als die „absolute Weltmacht“ darstellen, dass man diesen Eindruck auch auf andere Länder macht. Ein anderer Austauschschüler nannte den „Bekanntheitsgrad“ und die „Größe“ der USA als weitere Gründe dafür, eine Weltmacht zu sein.

Bei der Frage: „Was hast du für Meinungen über Amerika und Amerikaner, die man als Vorurteile bezeichnen könnte?“ antworteten fast alle mit „Ich hab keine Vorurteile“. Lediglich einer meinte, dass sein Meinung „Die amerikanische Politik ist nur auf Krieg ausgerichtet.“ Vielleicht nicht ganz stimmt.

Erst im persönlichen Gespräch kamen wesentlich mehr Vorurteile zum Vorschein. Beispielsweise das US-Amerikaner arrogant sind oder dick. Viele glaubten auch, dass ein typischer US-Amerikaner von sich glaubt er wäre der Beste. Das ist eine falsche Ableitung des starken Patriotismus in Amerika. Man ist stolz auf sein Land, glaubt aber nicht unbedingt, dass es besser ist als ein anderes.

Die befragten Austauschschüler hatten größtenteils die gleichen Vorurteile mit denen sie nach Amerika gingen, kamen aber mit sehr unterschiedlichen Ansichten zurück. Das Vorurteil, Amerikaner würden fast ausschließlich Fast Food essen konnten mir einige bestätigen, andere wiederum sagten es sei totaler Quatsch. Dabei fielen auch stark die Unterschiede ins Auge, welche im Land selbst auftreten. Während man in Alabama offenbar viel Fast Food isst, achtet man an der Ostküste anscheinend eher auf die Gesunde Ernährung. Das die Amerikaner arrogant sind, war auch ein Vorurteil von Austauschschülern. Nach ihrer Rückkehr stufte man die Amerikaner jedoch eher als „leicht überheblich“ ein.

In Bezug auf die Politik der USA hätten allerdings einige Antiamerikaner sein können. Wie schon gesagt konnte niemand Sympathie zu Präsident Bush und dessen Politik aufbringen (Abb. 2). Das hat natürlich starke Auswirkungen auf die persönlichen Beziehungen der Befragten zur USA.

Die Politik wurde als sehr korrupt bezeichnet; man würde nur auf wirtschaftliche schwache Länder „losgehen“; man würde dem Präsidenten aufgrund von falschem Patriotismus blind vertrauen.

Dies sind einige der aggressivsten Meinungen, die genannt wurden.

Insgesamt konnte ich bei niemandem eine überzeugte antiamerikanische Einstellung vorfinden. Die Bevölkerung wurde immer als freundlich und offen eingeschätzt, wenn auch sehr prüde.

7.0 persönliche Schlussbemerkungen

Während des Bush-Besuchs in Mainz wurde bekanntlich die Innenstadt geräumt. Eine Frau klebte, bevor sie aus ihrer Wohnung musste, Zettel an die Fenster ihrer Wohnung, auf denen gut lesbar stand: „You aren’t Welcome, Bush!“. Die Polizei brach in die Wohnung ein und entfernte die Blätter – ein Gesetzesverstoß sondergleichen.

Was ich damit sagen will? Wenn Präsident Bush nach Deutschland kommt wird offenbar selbst das Recht auf Meinungsfreiheit gekippt, ganz zu schweigen vom Einbruch in die Privatsphäre (beides garantierte Grundrechte aus der deutschen Verfassung). Dies zeigt deutlich, dass Deutschland

Deutschland ist unbestreitbar selbstbewusster geworden und entscheidet für sich alleine aber der Mythos USA bleibt bestehen. Man unterwirft sich der amerikanischen Führung. Um ein gleichwertiger Partner zu werden – sowohl politisch als auch kulturell – wird es wahrscheinlich noch mindestens eine Generation benötigen.

Die Frage, die man sich jedoch stellen muss, lautet „Will man das?“.

Man wird die Beziehungen mit den USA weiterhin verbessern und irgendwann werden Deutschland und die USA in einer gleichberechtigten Freundschaft/Partnerschaft leben.

Es wird dennoch sehr lange eine „schwierige Freundschaft“ bleiben. Die Amerikaner werden ihre erlangten Machtpositionen in der Welt, somit auch in Europa und Deutschland nicht so schnell aufgeben – sie dazu zu bewegen kann nur die Regierung, indem sie ihnen signalisiert, dass man sich nicht mehr beeinflussen lassen wird.

Ob man für derart offene Aussagen schon bereit ist, ist schwer zu sagen. Meiner Meinung nach, sollte man endlich reinen Tisch machen und auf eine neue Qualität in den Beziehungen zur USA hinarbeiten.

Die Zeit ist gekommen um aus dem „Status quo“ etwas zu machen.

8.0 Anhang

8.1 Literaturverzeichnis

1. http://www.bundesregierung.de/Reden-Interviews/Namensbeitraege-,11642.740016/namensbeitrag/Eine-unverbruechliche-Freundsc.htm [Stand: 5.01.04]
2. http://www.wdr.de/themen/homepages/d_usa.jhtml?rubrikenstyle=d_usa [Stand: 15.01.04]
3. http://www.wdr.de/themen/kultur/ausstellungen/elvis_deutschland/index.jhtml?rubrikenstyle=kultur [letztes Aufrufdatum: 27.02.05]
4. http://www.usa.de/InfoCenter/KulturundSport/KunstundArchitektur/index-b-78-1433.html [Stand: 2.02.05]
5. http://de.wikipedia.org/wiki/USA [Stand: 18.01.05]
6. http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/aussenpolitik/regionalkonzepte/transatlantik/index_html [letztes Aufrufdatum 22.02.05]
7. http://www.gmx.net/de/themen/nachrichten/deutschland/innenpolitik/hintergrund/771792,cc=000000160300007717921hdSuQ.html [Stand: 23.02.05 ]
8. Nordkurier – Treptower Kurier vom 19./20. Februar 05 - Seite 3
9. Nordkurier – Treptower Kurier vom 22. Februar 05 – Seite 3
10. Peter Kloeppel, Gregor Schöllgen: Luftbrücken. Herausgegeben von: Gustav Lübbe Verlag.
11. Wolfram F. Haurieder: Deutschland, Europa, Amerika. Herausgegeben von: Schöningh Verlag

8.2 Erklärung des Verfassers

Ich erkläre hiermit, dass ich die vorliegende Arbeit selbstständig verfasst und alle Formulierungen, die wörtlich oder dem Sinn nach aus anderen Quellen entnommen wurden, kenntlich gemacht habe.

Verwendete Informationen aus dem Internet sind dem Lehrer vollständig im Ausdruck zur Verfügung gestellt worden, einschließlich der genauen Angabe der Internetadresse.

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die vorliegende Arbeit für schulische Zwecke benutzt werden kann.

Des Weiteren ist, wenn die Rede von Amerika ist, die USA gemeint, somit bei Amerikaner auch US-Amerikaner.

Zeitgeschichtlich (bis 1989) ist mit Deutschland immer die Bundesrepublik Deutschland gemeint.

In dem Punkt 6.0 ist lediglich von der Meinung der Befragten die Rede. Die Ansichten können nicht verallgemeinert werden.

8.3 Abbildungen, Material, Umfrage

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Schröder und Bush in Mainz [Quelle 6]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2. Demonstrationen in Mainz gegen Schröder [Quelle 6]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

3. Elvis in Deutschland [Quelle 3]

Rede von Gerhard Schröder zu der deutsch-amerikanischen Beziehung

Eine unverbrüchliche Freundschaft mit Amerika

Fr, 29.10.2004

Bundeskanzler Gerhard Schröder hat die kulturellen und politischen Gemeinsamkeiten mit Amerika unterstrichen. Die Achtung vor den Grund- und Menschenrechten sei das gemeinschaftliche Fundament im Kampf gegen den Terror, schreibt Schröder in einem Beitrag für den "Hauptstadtbrief" und in "The Atlantic Times". Eine vereinte europäische Sicherheits- und Außenpolitik werde das transatlantische Bündnis weiter stärken, um internationale Herausforderungen wie die Verbreitung von Massenvernichtungswaffen zu bewältigen.

Deutschland und die Vereinigten Staaten von Amerika verbindet eine enge und in vielerlei Hinsicht besondere Beziehung. Vor allem nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges ist zwischen beiden Staaten eine vitale, unverbrüchliche Freundschaft gewachsen. Diese Freundschaft hat ihr festes Fundament in gemeinsamen historischen Erfahrungen, in gemeinsamen Überzeugungen, in gemeinsamen kulturellen Normen und Werten.

Der Kernsatz der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung und der erste Artikel des deutschen Grundgesetzes bringen diese Übereinstimmung vortrefflich zum Ausdruck: Alle Menschen sind gleich geschaffen und unveräußerlich sind ihre Rechte auf Leben, Freiheit und Streben nach Glück.

Dieser in der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung formulierten Wahrheit entspricht die Aussage des deutschen Grundgesetzes: "Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt". Die Achtung vor den Grund- und Menschenrechten ist also der wesentliche und unabänderliche Teil unserer beiden Verfassungen, konstitutiv für unser staatliches Selbstverständnis und für jedes politische Handeln.

Wir Deutschen werden niemals vergessen, wie uneigennützig uns die Vereinigten Staaten beim Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg und bei der Überwindung der Teilung unseres Landes geholfen und unterstützt haben. Im kollektiven Gedächtnis der Deutschen wird auf immer in Erinnerung bleiben, was Marshall-Plan oder Berliner Luftbrücke bedeutet haben, nachdem Deutschland 1945 militärisch geschlagen, wirtschaftlich ruiniert und vor allem moralisch bankrott gewesen war.

Wenn Deutschland heute in einem geeinten Europa in Frieden, Wohlstand und Sicherheit lebt, dann ist dies gerade amerikanischer Freundschaft, Weitsicht und politischer Entschlossenheit zu verdanken.

In den Jahrzehnten des Kalten Krieges hatten die Alliierten die Freiheit für Westberlin und für den Westen Deutschlands garantiert. Und ohne die Vereinigten Staaten - auch das ist eine unbestreitbare historische Tatsache - hätte Deutschland nicht, oder wenigstens nicht so schnell, seine staatliche Einheit in Freiheit wieder erlangen können.

Aber es sind nicht nur diese historischen Zeugnisse, die den besonderen Charakter der deutsch-amerikanischen Verbundenheit beschreiben. Es waren und sind bis heute gerade die kulturellen Prägungen, die uns einander nahe bringen.

So hat sich nach 1945 in der deutschen Bevölkerung tatsächlich ein überaus positives Bild von den Vereinigten Staaten gefestigt, dessen Ursachen nach meiner Überzeugung nicht in politischer, militärischer oder ökonomischer Stärke, sondern in der prägenden Kraft der USA als Kulturnation zu suchen sind. Das "amerikanische Lebensgefühl" hat gerade in Deutschland unübersehbare Spuren hinterlassen und die Lebensweise der Deutschen verändert und bereichert.

All diese Erfahrungen, die Deutsche und Amerikaner in den vergangenen 60 Jahren miteinander gemacht haben, hat unseren wichtigsten Philosophen, Jürgen Habermas nämlich, zu der Feststellung veranlasst, die Westbindung der Bundesrepublik sei auch kulturell ohne Alternative.

Vor wenigen Tagen haben sich Amerikaner und Deutsche wieder an die barbarischen Anschläge vom 11. September auf das World Trade Center und das Pentagon erinnert. Die weitaus gravierendste Bedrohung für Sicherheit und Stabilität in der Welt ist ohne Zweifel der internationale Terrorismus. Der Kampf gegen den Terror ist leider noch nicht gewonnen. Wenn wir ihn nicht noch verlieren wollen, dann müssen Afghanistan und die Entwicklung im Nahen und Mittleren Osten weiterhin unsere höchste Aufmerksamkeit haben.

In Afghanistan, einst Heimstatt und logistische Basis für den internationalen Terrorismus, hat sich Deutschland in besonderer Weise verpflichtet. Mit der Einrichtung von regionalen Wiederaufbauteams in Kundus und Fayzabad haben wir unser Engagement inzwischen deutlich über die Hauptstadt Kabul hinaus ausgeweitet. Deutsche Soldaten stehen nach wie vor Seite an Seite mit amerikanischen Truppen im Rahmen von "Enduring Freedom".

Das deutsche Bekenntnis, internationale Verantwortung in einem in unserer Geschichte bisher unbekannten Maß zu übernehmen, hat weit über die Gegenwart hinaus Bestand. Nach den Jahrzehnten des Kalten Krieges und der eingeschränkten Souveränität Deutschlands bedeutet dieses internationale Engagement ganz ohne Zweifel eine Zäsur.

Um das deutlich zu machen, habe ich seinerzeit durch eine Vertrauensfrage im deutschen Parlament mein persönliches politisches Schicksal daran geknüpft, dass Deutschland als vereintes und souveränes Land und als gleichberechtigter Partner mit allen Rechten und allen Pflichten seinen internationalen Verpflichtungen entspricht.

In Afghanistan geht es jetzt darum, dass wir unsere Anstrengungen darauf ausrichten, diesem geschundenem Land dabei zu helfen, Demokratisierung und Wiederaufbau zu schaffen.

Nur gemeinsam können wir dem Land den Frieden gewinnen. Nur gemeinsam können wir verhindern, dass dieses Land zurückfällt in eine fundamentalistische Tyrannei oder zur Beute von regionalen Kriegsherren wird. Und nur gemeinsam werden wir es schaffen, dem afghanischen Volk und der gesamten Völkergemeinschaft deutlich zu machen, dass sich die Abkehr vom Terrorismus und die Rückkehr in die Staatengemeinschaft auszahlt.

Trotz der vielen Übereinstimmungen gibt es gelegentlich auch Meinungsverschiedenheiten zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten. Und es ist ja kein Geheimnis, dass Deutschland - gemeinsam mit anderen Nationen - den Krieg im Irak nicht befürwortet hat. Die deutsche Bundesregierung und die amerikanische Adminis­tration waren unterschiedlicher Meinung darüber, wie mit dem Regime von Saddam Hussein am besten umgegangen werden sollte.

Heute haben wir ein gemeinsames Interesse an der Stabilisierung eines freien und friedlichen Irak, am Aufbau demokratischer Institutionen und der Wiederherstellung der vollen Souveränität im Irak. Dabei müssen die Vereinten Nationen eine zentrale Rolle spielen.

Deutschland engagiert sich in diesem Prozess nachhaltig und wird das weiter tun: In Abstimmung mit unseren Partnern haben wir die Ausbildung von irakischen Polizisten in den Vereinigten Arabischen Emiraten übernommen. Auch zur Ausbildung von irakischen Soldaten, etwa von Pionieren zum Straßen- und Brückenbau, sind wir in den Emiraten bereit. Ferner habe ich immer wieder betont, dass Deutschland einen substanziellen Schuldenerlass des Irak durch den Pariser Club befürwortet.

Aus unserer Geschichte und Geografie ergibt sich, dass Deutschlands internationale Politik in erster Linie eine Politik in und für Europa zu sein hat. Das ist übrigens nach meiner ganz festen Überzeugung auch im Sinne der deutsch-amerikanischen Partnerschaft. Unser Einsatz für die europäische Integration und die Erweiterung der Europäischen Union wirkt sich eben nicht nur positiv für unseren Kontinent aus. Ein stabiles, in Freiheit und Demokratie prosperierendes Europa ist ein wesentlicher Faktor zur Lösung und zur Ver­meidung von Konflikten in unseren Nachbarschaften.

Seit Harry S. Truman haben alle US-Präsidenten den Prozess der europäischen Einigung unterstützt und gefördert. Es war und ist eine vorausschauende Politik, denn ein starkes und geeintes Europa ist im Interesse der Vereinigten Staaten.

Deutschland, als europäische Mittelmacht und als wirtschaftlich stärkstes Land im vereinten Europa, weiß aus historischer Erfahrung, dass Kooperation und Integration die Voraussetzungen für Sicherheit und Prosperität sind. Deswegen plädiere ich auch so vehement für eine gemeinsame europäische Außen- und Sicherheitspolitik. Nicht so sehr, damit Europa endlich, wie Henry Kissinger es einmal formulierte, eine gemeinsame Telefonnummer hat. Sondern weil ich überzeugt bin, dass es in unserer transatlantischen Partnerschaft nicht etwa zuviel Amerika gibt, sondern zuwenig Europa.

Eine gemeinsame europäische Außen- und Sicherheitspolitik meint gerade nicht die Abkoppelung Europas vom transatlantischen Bündnis. Im Gegenteil: Es geht mir um die Stärkung des europäischen Pfeilers im transatlantischen Bündnis. Fortschritte in der europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik liegen im beiderseitigen Interesse, sie stärken die transatlantische Partnerschaft, weil das gemeinsame Bündnis dadurch effizienter und handlungs­fähiger wird.

Wir brauchen zum Beispiel ein starkes Europa, das begleitend und ergänzend zu den Vereinigten Staaten eine umfassende Strategie entwickelt, um den Nahen und Mittleren Osten zu befrieden. Diese Region ist zentral für unser aller Sicherheit. Ob ein weltweiter "Konflikt der Kulturen" verhindert werden kann, hängt nicht zuletzt davon ab, ob und wie es dortigen Gesellschaften gelingt, sich zu modernisieren, bessere demokratische Teilhabe der Menschen am Wohlstand und an den politischen Entscheidungen zu gewährleisten.

Dabei darf der anhaltende Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern auf keinen Fall ausgeklammert werden. Zur Fortsetzung des Friedensprozesses auf der Grundlage der "road map", die von beiden Seiten Zugeständnisse und die Bereitschaft zur politischen Lösung des Konflikts verlangt, gibt es keine Alternative.

Deutschland und die Vereinigten Staaten wissen: die großen internationalen Herausforderungen - wie etwa die Verbreitung von Massenvernichtungswaffen, zerfallende Staaten, die Ausbreitung von Epidemien und die Unterentwicklung weiter Teile der Welt - können wir nur gemeinsam bewältigen.

Vorstehender Text wurde am 29. Oktober 2004 in "Der Hauptstadtbrief" veröffentlicht.

Umfrage

Austauschschüler

1. Wie würdest du einer typischen Amerikaner charakterisieren?
2. Wie hat sich während deines Aufenthaltes in Amerika deine Meinung über die amerikanische Politik geändert?
3. Wo genau warst du in Amerika? Was hast du in deinem Heimatort an Kultur gesehen bzw. im Alltag mitbekommen (Kirche, Gemälde in öffentl. Gebäuden, Film, Musik)?
4. Wird in Amerika viel Wert auf Kultur gelegt? Begründe.
5. Stichwort: „meltingpot“ – welche Auswirkungen hat das auf die Kultur?
6. Wie behandelt man in Amerika die Geschichte der Welt (WK I und II usw.) und die, des eigenen Landes?
7. Wie würdest du die Außenpolitik der USA in der Vergangenheit und Gegenwart beurteilen? Begründe!
8. Wie hat dir die Lebenseinstellung in Amerika gefallen? Worin besteht der Hauptunterschied der Lebenseinstellung? Wie macht sich das bemerkbar?
9. Was hattest du hauptsächlich für Vorurteile gegenüber Amerika bevor du dort warst?
10. Was hat sich für dich an (ehemaligen) Vorurteilen gegenüber Amerika bewiesen und welche hast du verwerfen können?
11. Wie haben die Menschen dir gegenüber reagiert? War man offen oder hat man dich ignoriert; oder ist es sogar vorgekommen, dass man dir mit Hass und Abneigung begegnet ist?
12. Kannst du daraus schließen wie die Amerikaner der Welt gegenüberstehen stehen? Falls ja, wie beurteilst du diese Einstellung?
13. Würdest du lieber in den USA wohnen? Begründe!
14. Die USA werden bekanntlich als „die Weltmacht“ bezeichnet. Was sind deiner Meinung nach die Hauptgründe dafür?

Umfrage

Amerika Zugeneigte

1. Wie würdest du einen typischen Amerikaner charakterisieren?
2. Was hältst du von der Amerikanischen Politik?
3. Was hältst du von Bush und seiner Irakpolitik?
4. Meinst du Amerika ist ein kulturell starkes Land? Wird viel Wert auf Kultur gelegt?
5. Glaubst du das die These „meltingpot“ zutrifft?
6. Meinst du man achtet in Amerika sehr auf die Geschichte der Welt, bzw. die, des eigenen Landes? (WK I und II)
7. Wie würdest du die Außenpolitik der USA in der Vergangenheit und Gegenwart beurteilen? Begründe!
8. Worin unterscheidet sich, deiner Meinung nach, die Lebenseinstellung der Amerikaner mit der deutschen?
9. Was hast du für Meinungen über Amerika und Amerikaner, die man als Vorurteile bezeichnen könnte?
10. Meinst du die Amerikaner sind sehr offen gegenüber Menschen anderer Nationen?
11. Was würde dich reizen für ein Jahr nach Amerika zu gehen?
12. Würdest du lieber in Amerika wohnen? Warum?
13. Warum kann man Amerika, deiner Meinung nach, als „die Weltmacht“ bezeichnen? – oder kann man das nicht?

Umfrage

Amerika Abgeneigte

15. Wie würdest du einen typischen Amerikaner charakterisieren?
16. Was hältst du von der Amerikanischen Politik?
17. Was hältst du von Bush und seiner Irakpolitik?
18. Meinst du Amerika ist ein kulturell starkes Land? Wird viel Wert auf Kultur gelegt?
19. Glaubst du das die These „meltingpot“ zutrifft?
20. Meinst du man achtet in Amerika sehr auf die Geschichte der Welt, bzw. die, des eigenen Landes? (WK I und II)
21. Wie würdest du die Außenpolitik der USA in der Vergangenheit und Gegenwart beurteilen? Begründe!
22. Worin unterscheidet sich, deiner Meinung nach, die Lebenseinstellung der Amerikaner mit der deutschen?
23. Was hast du für Meinungen über Amerika und Amerikaner, die man als Vorurteile bezeichnen könnte?
24. Meinst du die Amerikaner sind sehr offen gegenüber Menschen anderer Nationen?
25. Was würde dich reizen für ein Jahr nach Amerika zu gehen?
26. Würdest du lieber in Amerika wohnen? Warum?
27. Warum kann man Amerika, deiner Meinung nach, als „die Weltmacht“ bezeichnen? – oder kann man das nicht?

21 von 21 Seiten

Details

Titel
Deutschland und Amerika - eine schwierige Freundschaft
Veranstaltung
Übergangsprüfung der 10. Klasse
Note
1
Autor
Jahr
2005
Seiten
21
Katalognummer
V109543
Dateigröße
441 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Eine wissenschaftliche Hausarbeit mit allen Quellen und dem Schwerpunkt "Beziehung Amerika Deutschland" sowie einer Umfrage unter Austauschschülern, Anwärtern dorthin und Antiamerikanern. Die Beziehung wir nicht nur politisch sondern auch historisch, kulturell und zwischenmenschlich betrachtet.
Schlagworte
Deutschland, Amerika, Freundschaft, Klasse
Arbeit zitieren
Johannes Wander (Autor), 2005, Deutschland und Amerika - eine schwierige Freundschaft, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/109543

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