Deutsche Libertäre im Spanischen Bürgerkrieg


Hausarbeit, 2005

33 Seiten, Note: 1,7


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Gliederung

1. Einleitung

2. Die deutschen Libertären und ihr Kampf gegen den Faschismus
2.1. Die libertären Organisationen in Weimar
2.2. Die Analyse des Faschismus
2.3. Die Frage der Verteidigung der Republik

3. Abriss des spanischen Bürgerkrieges

4. Deutsche Libertäre im spanischen Bürgerkrieg
4.1. Allgemeine Einordnung
4.2. Die Aktivitäten der DAS-Gruppe in Barcelona
4.3. Die libertären Milizkämpfer
4.4. Deutsche Libertäre in den spanischen Organisationen
4.5. Das Ausscheiden der deutschen Anarchisten und Anarcho-Syndikalisten aus dem Bürgerkrieg

5. Zusammenfassung

6. Ausblick

7. Literaturverzeichnis
7.1. Unselbständig erschienene Literatur
7.1.1. Aufsätze
7.1.2. Lexikonartikel
7.1.3. Internetseiten
7.2. Selbstständig erschienene Literatur

1. Einleitung

„Jahrelang hatte man gesehen, wie eine Demokratie nach der anderen in Europa fiel und einer Diktatur weichen mußte. Unter faschistischer oder insbesondere autoritärer Herrschaft standen [in den dreißiger Jahren] Italien, Ungarn, Polen, Portugal, Jugoslawien, Rumänien, Griechenland, Deutschland und Österreich; Umtriebe antidemokratischer Gruppen bedrohten sämtliche übrigen Länder Europas. In Spanien aber hatten Arbeiter, Handwerker und Bauern mit bloßen Händen oder mit Stangen und Steinen den Angriff eines Berufsheeres in weiten Teilen des Landes zurückgeschlagen. Erstmals schien das Pendel wieder in die andere Richtung zu schlagen.“[1] So charakterisiert Patrik von zur Mühlen die Bedeutung des Aufstandes der Arbeiter und Bauern gegen die putschenden Militärs in Spanien am 18./19. Juli 1936.

Insbesondere in Deutschland regierte seit 1933 der Nationalsozialismus unter Adolf Hitler. Jegliche Opposition gegen die Nazis war nahezu ausgeschalten worden, politische Gegner quälte man in Konzentrations- oder Arbeitslagern zu Tode. Besonders die Linken Kräfte sahen sich schwerer Verfolgung ausgesetzt, der sie keine einheitliche Abwehr entgegensetzen konnten. Für die Anarchisten und Anarcho-Syndikalisten[2] unter ihnen „war die Heimat im Jahre 1936 nicht nur geographisch verloren. Nicht nur hatten viele ihr Herkunfts[land] angesichts der wachsenden faschistischen Bewegung verlassen müssen, auch die verhängnisvollen Entwicklungen im stalinistischen Rußland hatten zu tiefen ideologischen Verunsicherungen und Brüchen geführt. [...] Das Aufflackern der Revolution in Spanien als Antwort auf den Putsch der reaktionären Militärs und Ausdruck jahrzehntelanger Unterdrückung belebte neu die Hoffnung auf ein gemeinsames Vorgehen aller fortschrittlichen und libertären Kräfte [gegen den Faschismus] hin zur sozialistischen Weltrepublik.“[3]

In dieser Arbeit möchte ich mich mit der These auseinandersetzen, dass die Versäumnisse bzw. die Niederlage der deutschen Libertären in der Weimarer Republik gegenüber dem Nationalsozialismus sie dazu bewegt haben, sich im spanischen Bürgerkrieg zu engagieren. Um dieser Behauptung nachzugehen, müssen folgende Fragen geklärt werden. Erstens: Welche Versäumnisse haben die Anarchisten und Anarcho-Syndikalisten in der Weimarer Republik begangen oder warum unterlagen sie dem heraufziehenden Faschismus? Zweitens: Haben sie sich im spanischen Bürgerkrieg beteiligt? Welche Form hatte ihre Teilnahme an den Ereignissen auf der iberischen Halbinsel? Drittens: Was waren ihre Motive für die Beteiligung am „Spanischen Krieg“[4] ?

Im Folgenden werde ich zuerst das Spektrum der deutschen Libertären kurz darstellen, um dann aufzuzeigen, wie sie sich im Angesicht des heraufziehenden Faschismus verhielten. Anschließend erfolgt eine bündige Vorstellung der Ereignisse des spanischen Bürgerkrieges von 1936 bis 1939, die mir zum Verständnis unerlässlich erschien. Infolgedessen überschreitet die Arbeit den üblichen Rahmen. Danach lege ich dar, in welchen Formen sich die Anarchisten und Anarcho-Syndikalisten an den Ereignissen auf der iberischen Halbinsel beteiligten. Abschließend möchte ich in der Zusammenfassung durch eine Auseinander-setzung mit den Motiven der deutschen libertären Spanienkämpfer klären, ob die These haltbar ist oder nicht.

Bei der verwendeten Literatur konzentrierte ich mich für die Darstellung der Weimarer Zeit vornehmlich auf die Dissertation Andreas Grafs, welche dieser 1989 vorlegte und eine der wenigen umfassenden Illustrationen des Libertären Spektrums dieser Zeit bildet. Für die Beschreibung des spanischen Bürgerkrieges gebrauchte ich überwiegend Heleno Sañas Werk „Die libertäre Revolution“, die Arbeit Dietrich Peters „Der spanische Anarcho-Syndikalismus“ sowie die Publikation Augustin Souchys „Nacht über Spanien“. Um aufzuzeigen in welcher Form sich die deutschen Anarchisten und Anarcho-Syndikalisten in Spanien engagierten, nutzte ich neben dem Aufsatzband „Mythen des Spanischen Bürgerkrieges“ Michael Uhls Buch „Mythos Spanien“. Ferner verwendete ich Dieter Nelles´ Beitrag „Grupo Erich Mühsam“ sowie den im Internet publizierten Artikel der anarcho-syndikalistischen Zeitschrift Direkte Aktion „Carl Einstein – Ein deutscher Intellektueller im Spanischen Krieg“.

2. Die deutschen Libertären und ihr Kampf gegen den Faschismus

2.1. Die libertären Organisationen in Weimar

In der Weimarer Republik existierten drei große anarchistische Organisationen. Die Freie Arbeiterunion Deutschlands (FAUD), die Föderation der kommunistischen Anarchisten Deutschlands (FKAD) sowie die Anarchistische Vereinigung (AV). Die FAUD bestand überwiegend aus Anhängern des Anarcho-Syndikalismus und war durch ihr gewerkschaftliches Selbstverständnis mit 120000 bis 150000 Anhängern Ende des Jahres 1921 Mitgliederstärkste Organisation in Deutschland. Ihre führenden Köpfe Fritz Kater, Augustin Souchy und im besonderen Rudolf Rocker entwickelten das theoretische Programm, auf welches sich das Selbstverständnis der Mitglieder stützte. Als Syndikalisten erstrebten sie die Reorganisation des gesamten Wirtschaftslebens auf der Basis des freien, d. h. des staatenlosen Kommunismus. Die Keimzellen der zukünftigen sozialistischen Wirtschafts-organisation sollten dabei die Gewerkschaften bilden. Die Betriebe und Werkstätten würden von den Betriebsräten geleitet und die allgemeine Produktion durch die industriellen und landwirtschaftlichen Verbände organisiert. Den Konsum sollten dagegen die Abeiterbörsen regeln. Verwirklicht werden würde die neue Gesellschaftsordnung durch das Volk selbst, weshalb die Anarcho-Syndikalisten jede Mitarbeit oder Unterstützung von politischen Parteien ablehnten. Sie sahen ihre Aufgabe daher zum einen in der geistigen Erziehung der Menschen, in der Tradition Gustav Landauers[5] als große Kulturbewegung, und zum anderen in der Vereinigung der Massen in den wirtschaftlichen Kampforganisationen. Diese sollten durch die Direkte Aktion, wie beispielsweise Sabotage, Streik oder Arbeitsverweigerung, die Befreiung von der kapitalistischen Produktionsweise erkämpfen. Den höchsten Ausdruck findet der Kampf dabei im Generalstreik.[6]

Die FKAD verstand sich ebenso wie die FAUD als „eine Bewegung [...] im Sinne freier, bewusster, selbstständig Handelnde[r] und Schaffende[r]“[7]. Die theoretische Betonung lag dagegen auf der Selbstbildung des Individuums und nicht im Kampf um das tägliche Brot, weshalb man sich entgegen den Anarcho-Syndikalisten von der politischen Praxis gänzlich zurückzog, was den Unterschied zwischen den Anarchisten und den Anarcho-Syndikalisten in Weimar darstellte. Ferner sahen sich die Anarchisten um den führenden Kopf Rudolf Oestreich zu höheren Aufgaben als dem wirtschaftlichen Kampf berufen. Ihren organisatorischen Höhepunkt erreichte die FKAD zwischen 1923 und 1925. In diesem Zeitraum lassen sich 35 einzelne Ortsgruppen mit jeweils 10 bis 20 Mitgliedern nachweisen.[8]

Von der FKAD spaltet sich im April 1924 die Berliner Ortsgruppe Neukölln ab und gründete die Anarchistische Vereinigung. Ihr Selbstverständnis - die starke Betonung der Selbstbildung des Individuums - blieb mit dem der FKAD weitgehend identisch. Jedoch empfanden die Mitglieder die Zentralisationsbemühungen der Geschäftskommission um Rudolf Oestreich zu autoritär, weshalb sie sich als föderativer Zusammenschluss autonomer, miteinander kooperierender Gruppen und Einzelpersonen definierten. An Bedeutung gewann die AV erst nach dem Eintritt Erich Mühsams[9] in die Organisation. Ihren organisatorischen Höhepunkt erreichte sie 1928. In diesem Jahr bestanden 9 Bezugsgruppen. Dennoch war sie, genau wie die FKAD, im Vergleich zur FAUD verschwindend klein.[10]

Trotz der konzeptionellen Unterschiede ihrer Theorie wiesen die drei Organisationen Gemeinsamkeiten auf, weshalb sie alle zu dem libertären Lager zählten. Sie besaßen alle ein eigenes publizistisches Organ. Fritz Kater von der FAUD veröffentlichte „Der Syndikalist“, die FKAD gab wöchentlich den „Freien Arbeiter“ heraus, der allerdings nur in Berlin erhältlich war.[11] Die Anarchistische Vereinigung machte die von Erich Mühsam ab 1926 herausgegebene Monatsschrift “Fanal“ zu ihrem Presseorgan.[12] Ferner einte die Organisationen der Verzicht auf die Eroberung der Macht zugunsten ihrer vollständigen Beseitigung.

2.2. Die Analyse des Faschismus

Schon sehr früh erkannten die Libertären den Faschismus am Horizont heraufziehen. Bereits im Jahr 1922, mit der Machtergreifung Benito Mussolinis in Italien, warnten sie vor den nachahmenden Entwicklungen in Deutschland. Ferner sahen die Anarchisten und Anarcho-Syndikalisten in der italienischen Diktatur keinen „nationale[n] Sonderfall, sondern lediglich ein[en] Bestandteil einer transnationalen Entwicklung; einer reaktionären Welle, zu der auch das bolschewistische Rußland gehört“[13]. In Deutschland verorteten sie den süddeutschen Raum als regionalen Schwerpunkt des völkischen Rechtsextremismus. Als wichtigste Gruppierung erkannte man die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP) mit ihrer Führungsperson Adolf Hitler. Diese ultranationalistisch-reaktionäre Bewegung besetzte „mit militärischen Organisationsformen und militanter Aggressivität den traditionell[en] Wirkungsbereich der Arbeiterbewegung - die Straße“[14].

Theoretisch erklärten die Libertären den Faschismus aus den Entwicklungen des kapitalistischen Systems. An die Stelle des Kapitalismus der freien Konkurrenz war der Monopolkapitalismus getreten. Hatte der Privatkapitalismus zur Aufrechterhaltung seiner Existenz das parlamentarische System bevorzugt, waren die Monopolgesellschaften dagegen bemüht ihren Einfluss außerhalb einschränkender Instanzen auszudehnen. Das monopolkapitalistische Wirtschaftssystem schafft mit der faschistischen Diktatur den politischen Rahmen für die Ausübung seines imperialistischen Expansionsdranges. Das heißt, die Diktatur der Konzerne sowie der Monopole in der Wirtschaft findet im politischen Bereich sein Äquivalent in der faschistischen Diktatur.[15]

Die führenden Kräfte des Nationalsozialismus sahen die Anarchisten in den Monopolkapitalisten und den Konservativen. Neben einer großen Anzahl deklassierter Offiziere und Adeliger verfügten im Besonderen Vertreter der großbürgerlichen bzw. kapitalistischen Kreise über eine dominante Machtstellung innerhalb der NSDAP, wie Hartmut Rübner unterstreicht. Getragen würde die Partei dagegen von dem städtischen und ländlichen Mittelstand, der durch die wirtschaftlichen Entwicklungen vom Abstieg bedroht war und aus seinen gesellschaftlichen Positionen verdrängt wurde. Immer mehr Handwerker, Kleinbauern, Kaufleute, Angestellte und Beamte wandten sich von den bürgerlichen Parteien weg hin zum Nationalsozialismus. Auch die Libertären hatten den pseudosozialistischen Charakter der NSDAP schon früh erkannt. Dennoch mussten sie zusehen, wie gegen Ende der Zwanziger Jahre der Anteil der Arbeiter im rechten Lager stetig stieg.[16]

Des Weiteren prognostizierten die Anarcho-Syndikalisten, dass der Faschismus mit Hilfe der Notverordnungen die Macht übernehmen würde. Insbesondere seit dem Präsidialkabinett Heinrich Brünings und der Notverordnung vom 28.3.1931, welche hauptsächlich die Bewegungsfreiheit der Linksopposition drastisch einschränkte, sahen sie „den Ausgangspunkt eines allmählichen Übergangs von der parlamentarischen Demokratie zur Diktatur“[17]. Ferner war den Anarchisten im Falle einer faschistischen Machtergreifung die Unausweichlichkeit eines Krieges bewusst, der auch auf deutschem Territorium geführt würde.

2.3. Die Frage der Verteidigung der Republik

In der Frage, ob man die Weimarer Republik im Angesicht des immer stärker werdenden Faschismus verteidigen solle, gingen die Meinungen auseinander. Die Anarchisten spalteten sich in zwei Lager. Zum einen vertraten die AV sowie die FKAD den Standpunkt, eine Verteidigung der Republik sei nicht notwendig und im Antlitz der schwindenden Mitgliederzahlen auch nicht möglich. Beide Organisationen hatten inzwischen nur noch wenige hundert Mitglieder.[18] Diese verloren sich in ergebnislosen Theoriedebatten, da ihr programmatisches Selbstverständnis schon früh zu einer Abkehr von der politischen Praxis geführt hatte. Innerhalb der einzelnen Gruppen herrschte die Meinung: was fällt, muss gestoßen werden, da die Weimarer Republik inzwischen längst nicht mehr über die Zustimmung durch die Bevölkerung verfügte.[19] Zudem sahen viele Anarchisten den Faschismus schon längst in Form der Sozialdemokratie an der Macht. Sie bedienten sich hier ohne weitere Überlegungen der Sozialfaschismusthese[20] der Kommunisten. Ferner wurde das Strafsystem der Republik als wesentlich härter und mannigfaltiger denn im Kaiserreich empfunden, was die Ablehnung der Republik verstärkte und in der Frage der Verteidigung zu dieser defensiven Haltung führte. Letztendlich, so die Anarchisten, bildet der Staat un-abhängig von der Staatsform den Gegner.[21]

Auf der anderen Seite stand die FAUD. Dennoch musste auch sie sich mit sinkenden Mitgliederzahlen auseinandersetzen. Im Mai 1930 fiel die Zahl der Organisierten unter die Marke von 10000, im März 1932 besaß sie lediglich noch 4307 eingeschriebene Mitglieder. Zusätzlich waren von diesen 60 bis 80 Prozent arbeitslos, was den Einfluss der Organisation innerhalb der Betriebe, wo der Kampf geführt werden sollte, weiter einschränkte.[22] Die führenden Köpfe der Bewegung sprachen sich dessen ungeachtet für die Verteidigung der Weimarer Republik aus. Sie gaben sich keinen Illusionen hin und hatten ein klares Bild des künftigen Rechtssystems vor Augen. Es würde aus Erschießungen, Pogromen, Plünderungen sowie Massenverhaftungen bestehen. Jeglicher Widerstand würde durch diese Repressionen zerstört werden. In einer Demokratie dagegen bestehe das Recht auf Meinungsfreiheit, so ihre Argumentation.[23]

Da die Libertären aufgrund ihres Mitgliederschwundes zu unbedeutend waren, um die gesellschaftliche Machtkonstellation wirksam zu verändern, stellte sich für sie die Frage nach Bündnispartnern. Dabei sah man sich seit Mitte der Zwanziger Jahre von allen Seiten isoliert. Die Kommunisten, so die Meinung im anarchistischen Lager, hätten sich den Rechten weitgehend angenähert, wie in den Punkten des Führerkults, des paramilitärischen Auftretens sowie der Neigung zu sinnlosen Straßenschlachten deutlich erkennbar werde. Ferner wurde diese Auffassung durch die zahlreichen Eintritte von Mitgliedern der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) in die NSDAP gestärkt.[24] Die autoritären Entwicklungen in der KPD veranlassten Erich Mühsam im Februar 1927 gar den Vorwurf des Bismarxismus gegen die Kommunisten zu erheben. Dieser besagte, dass Beide - Marxismus und Bismarcks Obrigkeitsstaat - aus derselben Wurzel entstanden sind. Sie würden sich jeweils auf das Prinzip der Autorität, den Zentralismus und den Staat stützen.[25]

Die Sozialdemokraten auf der anderen Seite wurden als Bündnispartner unter anderem aufgrund ihres Verhaltens während der Novemberrevolution abgelehnt.[26] Die Sozial-demokratische Partei Deutschlands (SPD) hatte die spontanen Aufstände bzw. die sich gebildeten Arbeiter und Soldatenräte[27] 1918 zusammen mit dem für die Libertären reaktionär geltenden Militär niedergeschlagen. Des Weiteren hatten vor allem die antimilitaristischen Anarchisten der SPD ihre Burgfriedenpolitik gegenüber dem Kaiser 1914 nicht verziehen, die schließlich die Beteiligung des Deutschen Kaiserreiches am ersten Weltkrieg teilweise verantwortete.[28] Der Gipfel der Infamie stellte nun die Regierungsbeteiligung eben jener Partei dar. Sie leitete gemeinsam mit den bürgerlichen und konservativen Kräften die Geschicke der Republik und war demzufolge in den Augen der Anarcho-Syndikalisten und Anarchisten für die bereits erwähnte Einschränkung der Rechte und Freiheiten der Bürger, das drakonische Strafsystem sowie die hohe Arbeitslosigkeit mitverantwortlich. Die Sozial-faschismusthese der Kommunisten bestätigte ferner die Meinung der Libertären, dass der Faschismus faktisch schon in Gestalt der Sozialdemokratie an der Macht weilte. Der einzig noch mögliche Schutz für die parlamentarische Demokratie hätte in einem Eintreten der Reichswehr für die Republik bestanden. Jedoch war diese dem Erachten der Anarchisten nach ebenso der nationalen Idee anheim gefallen.[29]

Praktisch äußerte sich die Isolation der Libertären darin, dass die antifaschistischen Bündnisbestrebungen im internationalen Rahmen bereits im Frühjahr 1926 gescheitert waren. Die noch gebliebene Hoffnung auf eine Aktionsfront im nationalen Rahmen schwand mit dem wachsendem Attentismus von SPD sowie des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes (ADGB) gegenüber den neuen nationalen Kräften.[30] Ferner hatte beispielsweise die FKAD Bündnisangebote der KPD schon zu Beginn der Zwanziger Jahre abgelehnt. Sie und die AV waren aus strukturellen Problemen ihrer Organisation von Anfang an nicht allianzfähig, da ihre Mitglieder stetig befürchteten, dass sie von anderen Organisationen aufgesogen würden. Aus diesem Grund bestand die oberste Priorität der Geschäftskommission der FKAD in der Stärkung der eigenen Organisation, die der einzelnen Gruppen dagegen in der Isolation von ihrer Föderation.[31] Anstatt eine anarchistische Einheitsfront zu bilden, attestiert Andreas Graf einen „Prozess der organisatorischen Separation der Anarchisten von den Anarcho-Syndikalisten“[32]. Das heißt, die Libertären waren nicht nur innerhalb des Linken politischen und gesellschaftlichen Spektrums isoliert, sondern zudem untereinander derart gespalten, dass sie ihre wenigen Kräfte dem Faschismus nicht effektiv entgegenstellen konnten. Dementsprechend verschwand die FKAD, die sich 1931 in Anarchistische Föderation (AF) umbenannt hatte, mit der polizeilichen Schließung und Versiegelung ihrer Geschäftsstelle in der Berliner Sophienstraße 23 am 28. Februar 1933.[33] Die AV verlor sich seit Beginn der dreißiger Jahre in der Hofierung des Individuums. Mit der Verhaftung Erich Mühsams am Tag nach dem Reichstagsbrand verschwand auch sie in der Bedeutungslosigkeit.[34]

Hatten die anderen beiden Organisationen für sich lediglich die Alternative der Revolution gegenüber dem Faschismus gesehen, war die FAUD fest entschlossen, sich den Nationalsozialisten entgegen zu stellen und die Republik zu verteidigen. Ab dem Jahr 1929 wurde die Agitation gegen den Faschismus verstärkt. Für den Fall einer nationalsozialistischen Machtergreifung propagierte die FAUD einen sofortigen Generalstreik. Im Kleinen sollte der Kampf durch „Mieterstreiks und den Boykott faschistischer Geschäftsleute und Gastwirte“[35] geführt werden. Grundsätzlich wichen sie nicht von ihren Kampfmitteln der direkten Aktion ab. Im Jahr 1933 war die Organisation jedoch bereits zu schwach, um diesen Forderungen Nachdruck zu verleihen. Dennoch hatten sich als Reaktion auf den Straßenterror der Rollkommandos der Nazis gegen die organisierten Arbeiter ab 1929 „von Oberschlesien aus in Beuthen, Katscher, Ratibor, Rosenberg, Berlin, Suhl, Aachen, Darmstadt, Kassel, Wuppertal und anderen Orten Deutschlands [...] bewaffnet[e] anarcho-syndikalistisch[e] Selbstschutzgruppen“[36] gebildet; die „Schwarzen Scharen“. Die Initiative zur Gründung dieser paramilitärischen Einheiten ging überwiegend von der Syndikalistischen-Anarchistischen Jugend Deutschlands (SAJD), der Nachwuchs-organisation der FAUD, aus. Die Schwarzen Scharen definierten sich selbst als „Abwehrformation gegen Faschismus und Feinde des Anarcho-Syndikalismus“[37]. Ab Mitte des Jahres 1930 gab die Kasseler Gruppe eigene Zeitschriften, wie „Die proletarische Front“ oder „Die Schwarze Horde“ heraus. Jedoch muss konstatiert werden, dass auch ihnen der Aufbau einer Massenbewegung nicht gelang.[38]

Ein weiteres Resultat der Widerstandsbemühungen der Anarcho-Syndikalisten war die Kampfgemeinschaft gegen Reaktion und Faschismus (KGRF). Sie entstand aus einem Diskussionsforum, das zu Beginn im Berliner Cafe Adler wöchentlich und später als Arbeitsgemeinschaft freiheitlicher Sozialisten in Kathreiners Cafe zweiwöchentlich tagte. Dort diskutierten etwa 40 Personen, darunter Augustin Souchy, Erich Mühsam, Bertold Brecht, der Schriftsteller Alfred Döblin, der Kommunist Karl Korsch sowie das FKAD-Mitglied Hugo Cahn[39], wie der Faschismus gestoppt werden könnte. Schließlich kamen sie zu dem Schluss, dass dem Faschismus ungeachtet von machtpolitischen Kämpfen der einzelnen Organisationen entgegenarbeitet werden müsse. In der Folge gründete sich am 21. Januar 1931 die KGRF. Ihr schlossen sich neben der FAUD sowie der SAJD auch die Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands (USPD), die Gemeinschaft proletarischer Freidenker Deutschlands (GpF) und später im März der Leninbund, die KPD und die kommunistische Arbeiter-Union Deutschlands (KAUD) an.[40] Die KGRF ähnelte am meisten einer proletarischen Einheitsfront, jedoch beschränkte sie sich auf Berlin. Infolge der Zusammenarbeit in der Hauptstadt bildeten sich in vielen Orten Deutschlands gleichfalls „lose Kartellverbindungen der Randgruppen der Arbeiterbewegung“[41].

Bereits im Jahr 1932 allerdings scheint, laut Andreas Graf, die KGRF bereits wieder zerfallen zu sein. Ihre Bilanz nach einem Jahr des Bestehens ist mager. Zwar gab es 1931 verstärkt Treffen zur Zusammenarbeit, jedoch war die Resonanz innerhalb der Bevölkerung mit lediglich zwei Massenkundgebungen in Berlin sehr gering. Zusätzlich führten die nicht ausblendbaren Konflikte mit den Kommunisten in der Praxis zu einer „Beschränkung [des Bündnisses] auf die links von der KPD angesiedelten Organisationen“[42].

Die FAUD selbst forderte noch einmal „am 4. Februar 1933 angesichts der Einsetzung Hitlers als Reichskanzler als letztes Mittel gegen den übergreifenden Faschismus einen von Anarchisten, Sozialisten, Kommunisten und allen anderen Nazi-Gegnern getragenen Generalstreik“[43]. Jedoch vermochte sie nicht die Arbeiter für den Kampf gegen die Nationalsozialisten zu mobilisieren. Ostern 1932 fand der 19. Kongress der FAUD als letzte legale Mitgliederversammlung auf Reichsebene in Erfurt statt. Man verständigte sich „für den Fall der Illegalität u. a. über ein informationelles Netzwerk, Fluchtwege, illegale Grenz-übertrittsmöglichkeiten“[44]. Nach der Machtübernahme durch Adolf Hitler lösten sich die meisten Ortsgruppen der Anarcho-Syndikalisten präventiv auf, um einem Verbot zu entgehen und konnten dadurch große Teile des Vermögens sowie Sachmittel für die illegale Arbeit sichern. Die FAUD hörte somit zu Beginn des Jahres 1933 offiziell auf zu existieren.[45]

Die illegale Arbeit der Libertären beschränkte sich größtenteils auf die Bewahrung der eigenen Gesinnung. Neuwerbung von Mitgliedern war durch die Gefahr des Verrats unmöglich. Der faschistische Terror verfehlte seine Wirkung nicht. Dennoch konnte sich die FAUD im Untergrund wieder festigen und einigen Stellen war es sogar möglich, erneut Zeitschriften zu publizieren. Ferner bestand ein sehr wichtiger Teil der Arbeit in der Betreuung von Familienangehörigen der Häftlinge sowie von Flüchtlingen.[46]

Im Sommer 1933 gründete sich in Amsterdam ein Auslandsbüro der FAUD, „das sich zur Aufgabe stellte regelmäßige Verbindung nach Deutschland herzustellen, Propagandamaterial für Deutschland sowie eine Zeitschrift für deutsche Emigranten herauszugeben“[47]. Nach der ersten Jahreshälfte 1934 waren weitere Auslandsbüros in Paris, Stockholm und Barcelona entstanden. Im Mai 1934 autorisierte eine Konferenz das Amsterdamer Büro zur offiziellen Zentralstelle der Deutschen Anarcho-Syndikalisten im Ausland (DAS). Andreas G. Graf stellt fest, dass die „Schläge gegen die anarcho-syndikalistische Bewegung in Deutschland“ nicht das Ende der Bewegung waren, denn „deren Kontinuität setzte sich partiell zum einen in einer lokalen Widerstandstätigkeit bis in des Jahr 1945 hinein [...] und zum anderen in den Auslandsorganisationen der emigrierten Anarcho-Syndikalisten fort“[48].

3. Abriss des spanischen Bürgerkrieges

Die folgende kurze Beschreibung der Ereignisse des spanischen Bürgerkrieges soll den Rahmen für die weiteren Ausführungen bilden. Sie kann jedoch aufgrund der Begrenztheit der Arbeit nur unvollständig bleiben.

Am 17. Juli 1936 erhoben sich die Militärs der Garnison Melilla in Spanisch-Marokko. Der Bürgerkrieg hatte begonnen. Einen Tag später schlossen sich weitere Generäle auf dem spanischen Festland an. Ein Drittel des Landes befand sich binnen kurzer Zeit unter Kontrolle der putschenden Armee. Als ihr Führer kristallisierte sich bald der General Francisco Franco heraus, den die im Juli provisorisch gebildete Junta de Defensa Nacional - der nationale Verteidigungsrat - am 1. Oktober 1936 zum Oberbefehlshaber der spanischen Streitkräfte und damit zum Regierungschef des spanischen Staates ernannte.[49] Ferner standen auf der Seite der Reaktion die Kirche, das Großbürgertum sowie die Monarchisten. Die führende politische Partei der Aufständischen wurde alsbald die Falange Española Tradicionalista y de las JONS[50]. Zusätzlich unterstützte deutsches und italienisches Militär die Putschisten während ihres dreijährigen Kampfes. Die berühmte Luftwaffeneinheit Legion Condor der Reichswehr stellte insgesamt 18.000 deutsche Soldaten, die an der Seite Francos kämpften. Des Weiteren trafen bis Ende Dezember 1936 1.000 Fahrzeuge, 25.000 Tonnen Rüstungsgüter sowie 5.000 Tonnen Brennstoff und 8.000 Tonnen Kohle in Nationalspanien aus Deutschland ein. Benito Mussolini schickte bis Anfang des Jahres 1937 40.000 italienische Frontkämpfer.[51] Dietrich Peters spricht gar von 60.000 italienischen Soldaten und 700 Flugzeugen. Natürlich erfolgte die Unterstützung der Putschisten nicht nur aufgrund der verwandten Ideologie des Faschismus, sondern beide faschistischen Achsenmächte erhofften sich „Hand auf die für eine Kriegsindustrie so wertvollen spanischen Bergwerke zu legen“[52]. Ferner spekulierten sie auf Truppenstützpunkte zum einen auf dem spanischen Festland und zum anderen in Spanisch-Marokko, wodurch sie sich Vorteile in einem kommenden Krieg ausrechneten.

Neben italienischen und deutschen Soldaten kämpfte außerdem ein Heer von „60.000 Mohren“[53] sowie die spanische Fremdenlegion gegen die Republik. Ihr Transport von Spanisch-Marokko auf das Festland wurde überhaupt erst durch mehr als zwanzig deutsche Transportflugzeuge ermöglicht.[54] Aufgrund dieser Verstärkung der Putschisten und ihrer dadurch gewonnenen technischen Überlegenheit beherrschten sie nach einem Jahr die westlichen Provinzen Andalusien, Extremadura, Altkastilien, Galizien sowie die erzreichen und damit für die Kriegsführung besonders Wichtigen nördlichen Bezirke Asturien und das Baskenland[55]. Die Republikanischen Kräfte kontrollierten dagegen die Levante, Neukastilien, Katalonien[56] sowie Teile des umkämpften Aragonien[57]. Auf ihrer Seite stand der Mitte-Links-Block[58] der republikanischen Volksfrontparteien und bildete zusammen mit den großen Gewerkschaften der Unión General de Trabajadores (UGT)[59] und der Confederación Nacional del Trabajo (CNT) das Lager der Verteidiger der Republik. Die Gewerkschaften waren dabei von besonderer Bedeutung, da sie „die Hauptträger des Kampfes gegen Franco waren“[60]. Insbesondere die CNT soll im Folgenden etwas näher beleuchtet werden. Sie wurde 1910 als anarcho-syndikalistische Gewerkschaft nach französischem Vorbild gegründet und hatte zu Beginn des Bürgerkrieges weit über eine Million Mitglieder, wobei sie lediglich einen bezahlten Funktionär beschäftigte. Ihre stärkste Bastion war die Provinz Katalonien. Insbesondere in der Provinzhauptstadt Barcelona waren nahezu alle Arbeiter in der CNT organisiert. Ihr Konzept des Kampfes verband die Mittel der direkten Aktion mit einer gewissen Militanz.[61] Diese drückte sich in der Befürwortung des Guerillakampfes sowie des bewaffneten Aufstandes aus. Gründe für die militantere Konzeption, als beispielsweise die der FAUD in Deutschland, lagen, laut Dietrich Peters, in der industriellen Rückständigkeit Spaniens. Der Arbeitgeber war kein Verhandlungspartner, sondern Veränderungen konnten nur über die gewaltsame Auseinandersetzung gelöst werden. Dementsprechend kenn-zeichneten die II. Republik auch schon vor Ausbruch des Bürgerkrieges soziale Unruhen.[62] Bereits im Jahr 1927 wurde mit der Gründung der Ferderación Anarquista Ibérica (FAI) die Trennung der illegalen von den legalen Aktivitäten der CNT institutionalisiert. Seit der Gründung traten beide Organisationen im Verbund auf. Innerhalb der FAI lag das theoretische Gewicht auf dem Anarchismus. Sie besaß jedoch erheblichen Einfluss auf die Aktivitäten der CNT und wirkte deren reformistischem Flügel entgegen.[63]

Aufgrund der Erfahrungen im sozialen Kampf sowie der eklatanten Bedrohung, die der Militärputsch darstellte, war die Bevölkerung am 18./19. Juli 1936 ohne Zögern bereit, die Republik selbst mit der Waffe zu verteidigen.[64] Zusätzlich setzten die Arbeiter vielerorts dem Pronunciamiento, dessen Ausbrechen niemand überraschte[65], einen Generalstreik entgegen. Die Bewaffnung der Arbeiter wurde jedoch von der Volksfrontregierung, welche die Wahlen im Februar 1936 gewonnen hatte, vielerorts abgelehnt, da sie im Anschluss eine soziale Revolution befürchtete. In einigen Orten, wie beispielsweise Barcelona oder Madrid schlugen die Arbeiter den Militäraufstand unter unmenschlich hohen Opfern mit Brechstangen, Steinen oder gar den bloßen Händen nieder. An anderen Orten handelten die Regierungsvertreter entgegen ihrer parteilichen Richtlinien und bewaffneten die Bevölkerung. Daher konnten die Militärs in den meisten Großstädten bzw. Industriezentren überwältigt werden. Ferner wurde ihr Aufstand von vielen unbekannten Variablen bestimmt, was die Republikaner begünstigte.[66] Im Zuge der Niederschlagung der Militärs kam es vielerorts zu sozialen Umwandlungen, welche die Arbeiter und insbesondere die Bauern auf dem Land vornahmen. Ein Großteil von ihnen wollten die freiheitliche Gesellschaftsordnung errichten, da, wie bereits erwähnt, große Teile der Bevölkerung in den Gewerkschaften organisiert waren. Die UGT hatte stets einen starken revolutionären Flügel und die CNT stand aufgrund ihrer anarcho-syndikalistischen Ausrichtung seit jeher auf der Seite der Revolution.[67] Vor allem in den Provinzen Aragonien, Levante und Kastilien aber auch in Katalonien sowie Andalusien wurden Dörfer kollektiviert. Im Winter 1936/37 gab es auf republikanischem Gebiet schätzungsweise 1500 Kollektiven. Ihre Zahl sollte nach offiziellen Angaben bis August 1938 auf 2213 steigen.[68] Diese Kollektiven versorgten im weiteren Verlauf des Bürgerkrieges die Verteidiger der Republik an der Front mit Nahrungsmitteln. In den Städten wurden zahlreiche Betriebe ebenfalls kollektiviert. Speziell in Katalonien errichteten die Arbeiter eine eigene Kriegsindustrie. Innerhalb von 14 Monaten erbauten sie 400 Metallfabriken; vor dem Bürgerkrieg war die Metallindustrie in Katalonien nur schwach entwickelt gewesen. Sie stellten schließlich einen Großteil des Kriegsmaterials der Republik her. In Barcelona übernahmen sie die öffentlichen Verkehrsmittel sowie die Wasser-, Gas- und Elektrizitätsversorgung. Barcelona war damals ein, wenn nicht das Zentrum der neuen freiheitlichen Gesellschaftsordnung.[69]

Nachdem sich die Regierung sowohl in Katalonien, das innerhalb der Republik weitreichende Autonomie genoss, als auch die Zentralregierung des republikanischen Spaniens wieder erholt hatten, begann der Kampf gegen die sozialen Veränderungen. Nicht nur die Partido Socialista Obrero Español (PSOE)[70] sondern auch die Partido Comunista de España (PCE) wurden allmählich zu den führenden politischen Kräften. Sie erhielten verstärkenden Zulauf aus kleinbürgerlichen Mittelschichten, denen die radikalen Veränderungen der Arbeiter und Bauern bedrohlich erschienen.[71] Ferner drängten sie gestützt auf die sowjetische Militärhilfe, die lediglich noch von Mexiko erweitert wurde[72], den Einfluss der Libertären immer weiter zurück. Diese sorgten nach dem 18. Juli in vielen Städten in Form der Arbeiterkolonnen für die öffentliche Sicherheit. Zudem stellten sie einen Großteil der Milizen, die sich aus versprengten Teilen des Militärs sowie Freiwilligen bildeten, da die Berufsarmee Spaniens nach dem Aufstand faktisch nicht mehr existierte. Hochburgen der Milizen waren vor allem die Städte Madrid und Barcelona. Die bewaffneten Arbeiter schlossen sich zusammen „um die Putschisten in kleineren Städten und auf dem Lande zu bekämpfen“[73]. In Barcelona sollen sich laut Heleno Saña binnen weniger Tage 150.000 Leute gemeldet haben. Unter ihnen befanden sich auch einige Ausländer. Zu Beginn erfolgte die Aufstellung der Hundertschaften[74] wahllos, später wurden etwa in der katalanischen Provinzhauptstadt „den verschiedenen politischen und gewerkschaftlichen Organisationen je verschiedene Kasernen“ zugewiesen, da „die ideologische Ausrichtung der Milizionäre auch militärisch-politische Auswirkungen zeitigte“[75]. Gemeinsam war den Einheiten lediglich ihre mangelnde Kriegserfahrung. Sie unterschieden sich dagegen in Führung, Bewaffnung, Gliederung und Ausbildung.

Um die Libertären zu entmachten, gründete die Zentralregierung mit Hilfe sowjetischer Militärberater im Oktober 1936 die republikanische Volksarmee. Die Milizen wurden nach und nach in die Armee integriert. Den erprobten Kampfeinheiten der Anarcho-Syndikalisten ermangelte es bald an den erforderlichen Waffen, da die „von Rußland gelieferten Waffen“ zurückbehalten wurden, „bis neue von Kommunisten befehligte Einheiten gebildet waren“[76]. Des Weiteren behinderte die Zentralregierung die revolutionäre Wirtschaft mit allen legalen Mitteln[77] und beschloss am 27. Oktober die Entwaffnung der Arbeiter in Katalonien, was stellvertretend für viele weitere Aktionen der Staatsmacht stehen soll. In der Armee trat an die Stelle der Begeisterung nun Disziplin, an die der Solidarität Gehorsam. Wenig später führte die Regierung die allgemeine Wehrpflicht ein. Im Generalstab der neuen Streitkräfte gaben jetzt die sowjetischen Militärberater den Ton an.[78] Mit der Aufstellung der ersten internationalen Brigaden, ebenfalls im Oktober 1936, schreitet die Internationalisierung auf der republikanischen Seite zu Ungunsten der Libertären fort. Von den 35.000 bis 38.000[79] Mann der Interbrigaden sollen „ständig 30% mit Säuberungsaktionen im Hinterland beschäftigt“[80] gewesen sein. Sie entzogen sich ferner durch eine eigene Gerichtsbarkeit, zumindest bis zum September 1937, jeglichem rechtlichen Rahmen.[81] Mit der Arbeit des im August 1937 unter sowjetischer Aufsicht gegründeten Servicio de Investigacion Militar (SIM) erreichte der Terror innerhalb des republikanischen Lagers seinen Höhepunkt. Den Verfolgungen fielen auch ausländische Kämpfer zum Opfer.[82]

Aufgrund der Einflussnahme Stalins sowie inneren Gegensätzen wurde die Koalition wiederkehrend an den Rand eines „Bürgerkrieg[es] im Bürgerkrieg“[83] getrieben. Diese Spannungen entluden sich schließlich in den blutigen Maikämpfen Barcelonas 1937, bei denen Kommunisten gegen Linksmarxisten, Anarcho-Syndikalisten und Anarchisten kämpften.[84] Obwohl die Waffenlieferungen der Sowjetunion, im Gegensatz zur Militärhilfe für General Franco, sehr gering ausfielen, hatten die sowjetischen Berater, begünstigt durch den prokommunistischen Ministerpräsidenten Juan Negrín López der PSOE sowie den „Chef des republikanischem Generalstabs“[85] General Vicente Rojo, weitgehende Kontrolle über die militärischen Aktionen der Republik erlangt. Ihre Unkenntnis der Situation, das Aufzwingen einer für die spanischen Arbeiter ungewohnten konventionellen Kiegsführung,[86] sowie die prokommunistische Beförderungstaktik führten in der Konsequenz zu Verlusten großer Gebiete.[87] Die inneren Schwierigkeiten des republikanischen Lagers, die immer schlechter werdende Versorgungslage der Republik[88] sowie die massive militärische Unterstützung Franco-Spaniens führten in der Folge zur unausweichlichen Niederlage der Republikaner. Schließlich ergab sich am 26. Januar 1939 Barcelona und die republikanische Front in Katalonien brach zusammen, womit der Untergang der Republik besiegelt war.[89] Lediglich Teile der Provinzen Neu-Kastiliens, Murcia, Andalusiens sowie Valencia wurden noch von republikanischen Kräften gehalten.[90] Ferner erkannten England und Frankreich General Franco am 27. Februar diplomatisch an.

Die sich Anfang März 1939 in Madrid konstituierte Consejo National de Defensa[91] aus allen nichtkommunistischen Volksfrontparteien und den Gewerkschaften, konnte genauso keine Friedensverhandlungen mit General Francisco Franco erreichen, wie der Ministerpräsident Juan Negrín López, da dieser die bedingungslose Kapitulation forderte. Am 1. April 1939, nachdem seine Truppen Madrid eingenommen hatten, erklärte der General den Krieg für beendet. Seine Rache an den Republikanern war maßlos. In den folgenden vier Jahren sollen allein 200.000 Menschen hingerichtet worden sein.[92] Gleichzeitig spielte sich seit Beginn des Jahres 1939 ein furchtbares Flüchtlingsdrama ab.[93]

4. Deutsche Libertäre im spanischen Bürgerkrieg

4.1. Allgemeine Einordnung

Laut Patrik von zur Mühlen lassen sich die deutschen Emigranten, von denen einige schon vor dem Bürgerkrieg in Spanien lebten, andere erst nach dessen Ausbrechen nach Spanien kamen, in vier Kategorien einteilen. Die erste Gruppe beschreibt er als Augenzeugen der Revolution. Diese, zumeist Intellektuelle, Journalisten sowie Partei-Ideologen, kamen nach Barcelona. Von dort aus unternahmen sie Erkundungstouren nach Valencia oder an die Aragon-Front. Die zweite Gruppe von Sympathisanten stellte sich den spanischen Parteien, Gewerkschaften oder staatlichen Institutionen zur Verfügung, um dort gegen den Faschismus und für die Revolution zu arbeiten. Den geographischen Schwerpunkt dieser Gruppe bildete ebenfalls Barcelona. Die intensivste Art sich zu beteiligen, stellte jedoch die aktive Teilnahme am Kampf dar. Dabei unterscheidet Patrik von zur Mühlen wiederum zwei verschiedene Fraktionen. Zum einen die Angehörigen der anarchistischen Milizen, deren Einsatzgebiet Aragonien war und zum anderen die Angehörigen der Internationalen Brigaden. Die Zahl der ersten drei Gruppen zusammengenommen gibt er mit einigen hundert Personen an, die Ziffer der Deutschen in den Interbrigaden dagegen mit 5000.[94] Die neuere Forschung ist inzwischen zu dem Schluss gekommen, dass die Zahl der deutschen Freiwilligen in den Interbrigaden wesentlich geringer gewesen sei. Man schätzt zwischen 2085 und 2300.[95]

Da Patrik von zur Mühlen in seiner Kategorisierung der Beteiligung deutscher Emigranten im spanischen Bürgerkrieg ihre politische Zugehörigkeit nur partiell ausdifferenziert, möchte ich das mit Andreas G. Graf für die Beteiligung deutscher Libertärer etwas spezifizieren. „Die Mehrzahl [der deutschen libertären] Emigranten ging bei Beginn des Spanischen Bürgerkrieges nach Barcelona und integrierte sich auf drei Ebenen“[96]: Die erste Ebene stellt die Arbeit der Gruppe der Deutschen Anarcho-Syndikalisten im Ausland (DAS) dar. Auf der zweiten Ebene erhielten deutsche Anarcho-Syndikalisten leitende Funktionen in der spanischen Gewerkschaft CNT sowie ihrer Kaderorganisation FAI. Die dritte Ebene repräsentiert schließlich die Einreihung deutscher Anarchisten und Anarcho-Syndikalisten in die anarchistischen Milizen sowie die Arbeiterpolizei, die durch eigene Sicherheitsdienste ergänzt wurde. Die Sicherheitsdienste waren notwendig geworden, um die Infiltrierung der Organisation der CNT/FAI durch Franco-Agenten der Fünften Kolonne[97] zu verhindern.[98]

4.2. Die Aktivitäten der DAS-Gruppe in Barcelona

Die DAS-Gruppe in Barcelona umfasste vor dem 18. Juli 1936 ca. 20 Personen.[99] Die Gruppe hatte sich vermutlich 1934 als FAUD-Auslandsbüro gegründet. Unter ihren Mitgliedern befand sich Rudolf Michaelis, Wilhelm Winkelmann, Paul Helberg, Ferdinand Götze sowie Egon Illfeld. Der führende Kopf dieser Gruppe war Helmut Rüdiger. Die meisten hatten in den zwanziger Jahren der FAUD angehört bzw. waren Mitglieder der Jugendorganisation SAJD gewesen[100]. Sie kamen auf verschiedenen Wegen sowie zu verschiedenen Zeitpunkten nach Spanien. Wilhelm Winkelmann beispielsweise emigrierte 1936 aus Deutschland. Er ging von Duisburg nach Barcelona und fand Anschluss an die dort existierende DAS-Gruppe. Rudolf Michaelis war dagegen, ebenso wie Ferdinand Götze, bereits 1934 nach Spanien gekommen.[101] Ferdinand Götze hatte zuvor, bis zu seiner Flucht, die illegale Geschäfts-kommission der FAUD in Leipzig geleitet und war schließlich Ende 1934 auf Beschluss der Organisation über Prag, Italien und Frankreich nach Spanien geflüchtet.[102]

Am 19. Juli beteiligte sich die DAS-Gruppe an den Straßenkämpfen in Barcelona. Grund dafür war die Aktivität der NSDAP/AO[103], die auf Seiten der putschenden Militärs in die Kämpfe eingriff. Zum damaligen Zeitpunkt waren einige tausend Auslandsdeutsche in der NSDAP/AO bzw. ihrer Unterorganisation der Deutschen Arbeitsfront (DAF) organisiert.[104] Die Anarcho-Syndikalisten stürmten den Deutschen Club in der Calle Laura, wobei sie ein Maschinengewehr sowie weitere Waffen erbeuteten, da es sich um ein verdecktes Büro der NSDAP/AO gehandelt hatte. In den folgenden Tagen durchsuchten sie „das Büro und das Stadtheim der Deutschen Arbeitsfront, die Büros der Orts- und Landesgruppe der NSDAP, der Deutschen Krankenkasse, des Deutschen Akademischen Auslanddienstes, [...] die evangelische Kirche und die deutsche Schule“[105]. Dabei trugen sie systematisch Dokumente zusammen, aus denen ersichtlich wurde, dass die NSDAP/AO in ganz Spanien Parteizellen und Unterorganisationen aufgebaut hatte, ferner mit den spanischen Faschisten zusammenarbeitete, politischen Druck auf die deutschen Emigranten ausübte und sogar Einfluss auf die Politik sowie die Wirtschaft des Landes nahm. Legitimiert wurden sie dabei von der CNT, die der DAS-Gruppe die Kontrolle über alle deutschsprachigen Ausländer in Barcelona übertragen hatte. Die Anarcho-Syndikalisten bildeten faktisch eine Sicherheitspolizei, wobei sie Militär-, Post-, Hafen- und Eisenbahnkontrollen durchführten. Des Weiteren besaßen sie das Recht Hausdurchsuchungen vorzunehmen. Bis zum November 1936 sollen sie 60 Wohnungen durchsucht haben.[106]

4.3. Die libertären Milizkämpfer

Nach dem Sieg über die Putschisten in Barcelona, begann die bereits erwähnte Aufstellung der Milizen. Diese konnten die aufständischen Militärs binnen weniger Tage in ganz Katalonien niederschlagen. In der Nachbarprovinz Aragonien dagegen hatte man die Putschisten unterschätzt. Es war ihnen daraufhin gelungen, den westlichen Teil der Provinz sowie die Hauptstadt Saragossa zu erobern. Ferner hatten sie die großen Provinzstädte Teruel und Huesca besetzt.[107] Aufgrund dieser Entwicklungen sowie der großen Anhängerschaft der CNT in Aragonien, entschloss man sich, in Barcelona eine Expedition zur Befreiung der Hauptstadt Saragossa zu entsenden. Am 23. Juli setzten sich mehrere Kolonnen in Richtung Aragonien in Bewegung.[108] Innerhalb von kurzer Zeit befreiten sie „eine große Zahl von Kleinstädten und Dörfern, wo umgehend Kollektivwirtschaft organisiert wurde“[109]. Trotz dieser anfänglichen Erfolge kamen sie 30 Kilometer vor der Provinzhauptstadt zum stehen, da ihre Bewaffnung für die Eroberung Saragossas völlig unzureichend war. Auch an anderen Stellen konnte ihre Offensive schließlich gestoppt werden, weshalb während der ersten Wochen „in Aragon eine Frontlinie von 300 Kilometern“[110] entstand. An dieser sollten die meisten deutschen libertären Emigranten in die Kriegshandlungen eingreifen.

Die Mitglieder der DAS-Gruppe um Rudolf Michaelis sowie weitere sieben Personen, die Wilhelm Winkelmann unter kommunistischen Freiwilligen gewonnen hatte, schlossen sich schließlich der anarchistischen Milizkolonne Los Aguiluchos an. Sie bildeten die Maschinengewehrabteilung Grupo Erich Mühsam. Ihre Bewaffnung hatten sie in den Straßenkämpfen Barcelonas selbst erobert, wie die meisten Milizionäre der Anarchisten. Zusammen mit den spanischen Kombattanten zogen sie am 27. August 1936 an die Aragon-Front.[111] Schließlich stieg ihre Zahl während der Kämpfe um die Stadt Huesca stetig, da ständig weitere Ausländer dazu stießen. Die zu Beginn aus 30 Mann bestehende Gruppe wuchs auf eine Hundertschaft an, weshalb in der Literatur immer wieder der Name Centuria Erich Mühsam auftaucht. Später, vermutlich Ende November 1936, bildete die deutsche Centuria dann die Grupo International der Kolonne Durruti.[112] Wie diese Umbildung abgelaufen ist, lässt sich aus meiner Quellenlage leider nicht genau schließen. Dennoch spricht Dieter Nelles von Bestrebungen Rudolf Michaelis und Wilhelm Winkelmanns, in die Grupo International wechseln zu wollen.[113]

Innerhalb der Kolonne Durruti stellten die Deutschen die drittstärkste Ausländergruppe nach Franzosen und Italienern mit 100 bis 200 Personen.[114] Darunter waren sowohl Libertäre als auch Sozialisten. Die meisten kämpften in der Grupo International. Die Aufgaben des politischen Leiters, den jede Abteilung besaß, übernahm dabei Rudolf Michaelis, die des militärischen Leiters Jose Manzana. Im März 1937 wurde dieser dann von Alexis Cardeur ersetzt. Schließlich verlor die Grupo International infolge ihrer Verlegung in Richtung Saragossa nach schweren Angriffen der Faschisten und aufgrund ihrer noch immer schlechten Bewaffnung über die Hälfte ihrer Kämpfer. Daraufhin löste sie sich auf und ein Teil der Mitglieder ging nach Barcelona[115], der Rest gliederte sich in das Volksheer ein. Die Kolonne Durruti bildete schließlich die 26. Division der republikanischen Armee.[116]

Neben der DAS-Gruppe lassen sich ferner Spuren einzelner Anarcho-Syndikalisten an die Front verfolgen. Insgesamt emigrierten bis 1938 „etwa 66 Mitglieder anarchistischer und anarcho-syndikalistischer Organisationen sowie deren Ehefrauen bzw. Partnerinnen“[117]. Leider lässt sich nicht schließen, in welche Länder sie im Einzelnen gingen. Da jedoch die ersten Anlaufstellen vorwiegend in Spanien, Niederlanden, Schweden und Frankreich lagen, ist anzunehmen, dass einige von ihnen den Weg nach Spanien fanden. Im Folgenden soll die Geschichte Fritz Benners als stellvertretendes Beispiel kurz dargelegt werden. Fritz Benner wurde 1906 geboren und hatte sich 1925 der SAJD-Gruppe Wuppertal-Barmen angeschlossen. Der gelernte Riemendreher hielt sich mit Gelegenheitsarbeiten über Wasser. Schließlich wurde er 1928 im Alter von 22 Jahren Mitglied der FAUD sowie der Internationalen Arbeiter-Assoziation (IAA)[118]. Gegen Ende der Weimarer Republik gehörte er zur Schwarzen Schar Wuppertals und beteiligte sich im Kampf gegen die Rollkommandos der Nazis. Nachdem man ihn 1933 verhaftet hatte, begann er sogleich nach seiner Entlassung 1934 mit der Reorganisation der illegalen Organisation und Propaganda. In der Folge musste er 1935 fliehen. Mit Hilfe der illegalen FAUD kam er in die Niederlande. Dort leitete er bis zum August 1936 die Zentralstelle der Deutschen Anarcho-Syndikalisten im Ausland in Amsterdam. Im September desselben Jahres ging er nach Barcelona und meldete sich als Milizionär. Er kämpfte daraufhin in der Bateria Sacco y Vanzetti, die von oberschlesischen Anarcho-Syndikalisten aufgebaut worden war[119], an der Front bei Teruel.[120]

Ferner befanden sich innerhalb der Internationalen Brigaden unter den 153 Angehörigen verschiedener Gruppierungen 31 Anarchisten[121]. Die meisten Libertären kämpften jedoch in den anarchistischen Milizen der FAI sowie der CNT.[122] Dies begründet die Organisationsform der Milizen. Innerhalb der anarchistischen Einheiten erhielten die Kämpfer den gleichen Lohn, es gab die Möglichkeit den Kommandeur abzuwählen und das alte Militärstraf-gesetzbuch war abgeschafft worden. Des Weiteren besaßen alle Angehörigen die gleichen Rechte und in Ruhestellungen gab es die Möglichkeit sich politisch und kulturell weiterzubilden. Die Angehörigen verstanden das Milizsystem „einerseits [als] Ausdruck von und andererseits [als] Mittel zur sozialen Revolution“[123].

4.4. Deutsche Libertäre in den spanischen Organisationen

Abgesehen von den anarchistischen Milizen, deren Zahl zu Anfang 12.000 Mann[124] betrug, engagierten sich deutsche Anarcho-Syndikalisten auch in den libertären Organisationen selbst. So war beispielsweise Augustin Souchy „der Verantwortliche für die Außenpropaganda der CNT/FAI“[125]. Mit den spanischen Anarcho-Syndikalisten verband ihn bereits seit Beginn der zwanziger Jahre eine enge Freundschaft. Als Sekretär der IAA bereiste er ab 1931 jährlich die Republik auf der iberischen Halbinsel.[126] Die Gewerkschaft der CNT hatte sich kurz nach der Gründung der IAA dieser angeschlossen.[127] Über die IAA sowie über die Infrastruktur der DAS-Gruppen in Europa lief größtenteils die Reise der Libertären nach Spanien, wie der Fall Fritz Benners belegt.[128]

Neben Augustin Souchy beweist ferner die Anwerbung Deutscher für die Kolonne Durruti durch die DAS-Gruppe in Barcelona, deren Frontdeligierter Wilhelm Winkelmann nach seiner Versetzung in die Provinzhauptstadt wurde, dass sich deutsche Anarcho-Syndikalisten in den spanischen Organisationen beteiligten.[129] Außerdem übernahm die DAS-Gruppe, wie vorangehend ausgeführt, Aufgaben einer Sicherheitspolizei. Auch Patrik von zur Mühlen spricht von einer Gruppe Anarcho-Syndikalisten - er meint vermutlich die DAS-Gruppe -, „von denen einige in der großen anarchistischen Gewerkschaft CNT Arbeit fanden“[130].

4.5. Das Ausscheiden der deutschen Anarchisten und Anarcho-Syndikalisten aus dem Bürgerkrieg

Das Engagement der deutschen Libertären in Spanien wurde dann durch die internen Streitigkeiten im republikanischen Lager jäh beendet. Den Wendepunkt stellten die Mai-Ereignisse in Barcelona dar. Im Hinterland kam es zu dieser Zeit alltäglich zu Verschleppungen, Folterungen und Ermordungen seitens der Kommunisten. Bereits vorher hatte die Verfolgung der Anarchisten und Anarcho-Syndikalisten immer extremere Formen angenommen. So war es vorgekommen, dass kommunistische Grenzkontrollen zur Front nachrückende Milizionäre abfingen und sie in Vollzugsanstalten steckten.[131] Nahezu alle deutschen Libertären wurden in Folge der Mai-Ereignisse festgenommen und von der spanischen Sicherheitspolizei als mutmaßliche Agenten oder Saboteure in Gefängnisse gesteckt.[132] Im Juni 1937 verhaftete man in Barcelona fast alle Mitglieder der DAS-Gruppe, wobei sich die Säuberungen im Allgemeinen gegen jeden ausländischen Sympathisanten der CNT/FAI richteten. Die Aktion gegen die DAS wurde dabei von deutschen Kommunisten geleitet, deren Zahl zu Beginn des Bürgerkrieges 40 bis 60 Mitglieder betrug[133], sich durch die Kämpfer der Interbrigaden jedoch inzwischen vervielfacht hatte.[134] Viele der Verhafteten erlebten den Fortgang des Bürgerkrieges in spanischen Haftanstalten. Nach ihrer Entlassung wurden sie schließlich aus Spanien ausgewiesen. Einige bezahlten für ihre Gesinnung gar mit dem Leben.[135] Rudolf Michaelis beispielsweise entließ man 1938 aus der Haft[136]. Fritz Benner dagegen hatte 1937 Spanien verlassen können und war so der Verhaftung entgangen.[137] Den wenigen libertären Angehörigen der Interbrigaden erging es nicht besser.[138]

5. Zusammenfassung

Alle libertären Organisationen hatten in der Endphase der Weimarer Republik mit starkem Mitgliederschwund zu kämpfen. Jedoch anstatt die wenigen vorhandenen Kräfte angesichts der faschistischen Bedrohung zu bündeln, betrieben insbesondere die AV sowie die FKAD eine Strategie der Separation. Aus Angst und wohl ebenso aus Desinteresse fokussierten ihre Mitglieder sich auf sich selbst und warteten ab. Sie schlossen sich der großen Menge an, die schon längst ein Eintreten für die, bzw. eine Verteidigung der Weimarer Republik nicht mehr in Erwägung zog. Begründet wurde diese Haltung schließlich theoretisch mit der grundsätzlichen Staatsfeindschaft der Anarchisten und ferner durch die geringen Mitgliederzahlen. Einen anderen Standpunkt im libertären Lager nahmen dagegen die Anarcho-Syndikalisten der FAUD ein. Sie hatten vorausgesehen, welche Repressionen das heraufziehende Regime des Nationalsozialismus entfesseln würde, sollte es die Macht erlangen. Aufgrund dieser Gewissheit war man bereit, sich für die Weimarer Republik einzusetzen. Jedoch fehlten den Anarcho-Syndikalisten die dafür notwendigen Kräfte. Ihre Mitglieder, ehemals über 100.000 Mann, hatten die Verbindungen in die Betriebe verloren. Die Kampfmittel der Direkten Aktion waren daher nicht anwendbar. Streikaufrufe verhallten nahezu resonanzlos. Die Arbeiter engagierten sich entweder bei den Kommunisten oder waren von den Organisationen der Nationalsozialisten integriert worden.

Die Isolation der Anarchisten und Anarchosyndikalisten innerhalb ihres eigenen Lagers stellte sich nach außen äquivalent dar. Die kleinen anarchistischen Organisationen hatten Angst, ihre Mitglieder bei einer Zusammenarbeit an den Bündnispartner zu verlieren. Ferner lehnten alle libertären Organisationen die Sozialdemokraten, aufgrund ihrer vermeintlichen Verantwortlichkeit für die gescheiterte Republik ab. Zudem verziehen sie ihnen nicht, dass sie die eingesetzte Revolution 1918 gemeinsam mit dem Militär niedergeschlagen hatten. Die Kommunisten auf der anderen Seite wurden geschmäht, da sie sich den Rechten weitgehend angenähert zu haben bzw. sie in ihrem Autoritätsbestreben gar übertrumpfen zu wollen schienen. Des Weiteren sprachen die russischen Entwicklungen, in deren Folge insbesondere Anarchisten verfolgt wurden, gegen ein Bündnis. Die deutschen Kommunisten vertraten in den Augen der Libertären die gleichen Methoden.[139] So blieb der FAUD nichts anderes übrig, als ihre wenigen Kräfte relativ isoliert den Faschisten entgegenzustellen. Jedoch war beiden daraus resultierenden Initiativen, nämlich auf der einen Seite den Schwarzen Scharen, um sich gegen den Straßenterror zu wehren und auf der anderen Seite der KGRF, kein großer Erfolg vergönnt. Aus diesem Grund gingen die Mitglieder mit einem sehr kleinen Aktionsprogramm in die Illegalität. Die anderen beiden Organisationen verschwanden dagegen kurz nach der Machtergreifung Adolf Hitlers. Viele der Libertären, aber auch anderer oppositioneller Gruppen emigrierten. Gerd-Rainer Horn spricht gar von einem Heer von 10.000 Deutschen die Europa in den dreißiger Jahren ohne gültige Pässe durchwanderten.[140] Einige der emigrierten Anarchisten und Anarcho-Syndikalisten fanden bis zum Ausbruch des spanischen Bürgerkrieges eine neue Heimat auf der iberischen Halbinsel, andere überwiegend Mitglieder der FAUD setzten den Widerstand in Deutschland fort. Viele von ihnen mussten jedoch, um dem Tod im Konzentrationslager zu entgehen, das Land schließlich ebenso verlassen.

Die Ereignisse Mitte des Jahres 1936 in Spanien erregten dann internationales Aufsehen. Die Arbeiter und Bauern hatten den Angriff eines Berufsheeres mit unzureichender Bewaffnung niedergeschlagen. Die anarcho-syndikalistische Gewerkschaft CNT sowie ihre anarchistische Unterorganisation FAI stellten insbesondere in Katalonien nach dem 18. Juli die stärkste Kraft.[141] Viele Betriebe und Dörfer wurden kollektiviert, in Barcelona organisierten sie die Befreiung weiterer Landesteile durch die Aufstellung von Milizen. „Bereits unmittelbar nach dem Putsch Francos [...] trafen die ersten ausländischen Freiwilligen in Spanien ein“[142], um am antifaschistischen Kampf teilzunehmen. Die vor 1936 auf die iberische Halbinsel emigrierten Libertären, hatten inzwischen Arbeit in bzw. im Umfeld der CNT/FAI gefunden. Sie stellten sich mit der Erhebung des Militärs auf die Seite der Republik, griffen gar aktiv in die Kampfhandlungen ein, wie die Aktivitäten der DAS-Gruppe belegen. Viele der in andere Länder emigrierten, begaben sich nach Ausbruch des Bürgerkrieges nach Barcelona, um sich dem antifaschistischen Kampf und damit gleichzeitig der ausgebrochenen Revolution zur Verfügung zu stellen, wie das Beispiel Fritz Benners belegt.

Die Motive für ihren Einsatz sind schwer zu ermitteln, da persönliche Zeugnisse mir nicht zugänglich bzw. nur nach Einarbeitung in Sekundärliteratur einsichtig waren. Patrik von zur Mühlen beispielsweise behauptet, dass für Deutsche und für Italiener die Beteiligung am Kampf gegen Franco, aufgrund der faschistischen Waffenhilfe, ein Stellvertreterkrieg gegen Hitler bzw. Mussolini gewesen ist.[143] Gerd-Rainer Horn präzisiert diese Ansicht, indem er behauptet, dass die ausländischen Mitstreiter „gekommen waren, um die in ihren jeweiligen Heimatländern ausgetragenen Kämpfe nun in für sie meist südlicheren Gefilden weiterzuführen“[144]. T. Kleinspehn und G. Mergner unterstreichen dagegen die Möglichkeit der Freiwilligen, in Spanien für ihre Ideale zu kämpfen.[145] Diese Ansicht lässt sich zum einen für die Libertären mit der organisatorischen Ähnlichkeit zwischen der FAUD und der CNT untermauern. Beide Organisationen vertraten das gleiche anarcho-syndikalistische Konzept. Sie vereinigten die Arbeiter, um kurzfristig bessere Lebensbedingungen zu erreichen, sie politisch zu bilden sowie langfristig, durch die Mittel der Direkten Aktion, die kapitalistische Produktionsweise zu überwinden. Das Ziel war der Aufbau einer neuen freiheitlichen Gesellschaft, die von Gewerkschaften und freie Kommunen getragen würde.[146] Zum anderen stützt die Meinung der Autoren T. Kleinspehn und G. Mergner, dass hinter der antifaschistischen Front begonnen wurde, eben diese Gesellschaft zu errichten. Viele Betriebe und Dörfer wurden kollektiviert, die Preise für die landwirtschaftlichen sowie industriellen Güter von Gewerkschaften der Land- und Industriearbeiter gemeinsam festgelegt. Der Handel befand sich in der Hand der Gewerkschaften.[147] Innerhalb der Kollektiven gab es Privatbesitz lediglich bei individuellen Gegenständen, wie Kleidung, Möbel oder Kleinvieh.[148] Ferner wurde jeder in die Gemeinschaft eingebrachte Gegenstand genau protokolliert und beim Verlassen des Kollektivs wieder erstattet.[149] In vielen Dörfern hatte man begonnen, das Geld als Zahlungsmittel abzuschaffen.[150] In fast allen Kollektiven entstanden Bibliotheken und Kulturzentren, Schulen wurden ausgebaut. Hatten die Mitglieder einen Kapitalüberschuss erarbeitet, begannen sie größere Projekte, wie die Verbesserung des Bewässerungssystems, die Wiederaufforstung oder die Schaffung landwirtschaftlicher Hochschulen in Angriff zu nehmen.[151] Walter L. Bernecker zieht das Fazit: „Nur wenige Kollektive können als voller Mißerfolg bezeichnet werden“[152]. Da viele Dörfer im Zuge ihrer Eroberung durch die anarchistischen Milizen kollektiviert wurden, ist die Behauptung, die deutschen Spanienkämpfer traten für ihre Ideale ein, durchaus haltbar. Ferner „waren die deutschen Anarchosyndikalisten in Spanien ausnahmslos als Vertreter des radikaleren, auf revolutionäre Umwälzungen drängenden Teils in Erscheinung getreten“[153].

Carl Einstein, ein deutscher Intellektueller und Schriftsteller, der das Programm der Anarcho-Syndikalisten begrüßte und mit ihnen zusammen in der Grupo International kämpfte, zieht gar den Schluss, dass die Tatsache des Eintretens der spanischen Arbeiterschaft gegen die Faschisten, im Gegensatz zum deutschen Proletariat, viele Deutsche anzog, welche von der Passivität oder gar Zustimmung zum Nationalsozialismus seitens der Parteien und Gewerkschaften in ihrer Heimat enttäuscht waren. Außerdem meinte er, sie erkannten in Spanien eine letzte Chance im Kampf gegen den europaweiten Faschismus.[154]

Aufgrund der verschiedenen dargestellten Autorenmeinungen, lässt sich die in der Einleitung aufgestellte These weder eindeutig bestätigen noch verwerfen. Die Versäumnisse der deutschen Libertären in der Weimar Republik sind deutlich geworden. Ihr Engagement in Spanien konnte ebenso nachgewiesen werden. Bei ihren Motiven allerdings lässt sich ein Eindeutiges nicht auffinden. Ein Teil von ihnen kämpfte für ihre Ideale, wie beispielsweise die Aktivitäten der DAS-Gruppe zeigen, welche sich schon vor dem Bürgerkrieg in Spanien engagierten. Andere einzelne Personen, die bereits aus Deutschland emigriert waren oder im Zeitraum des Bürgerkrieges das Dritte Reich noch verließen, sahen in ihrem Kampf die Weiterführung des Widerstandes gegen das nationalsozialistische Regime in Deutschland. Zu diesem Personenbereich würde ich Fritz Benner zählen. Des Weiteren erschien für viele die Verteidigung der spanischen Republik „als letzte Chance, das Ruder der Geschichte im Kampf gegen den europäischen Faschismus herumzureißen.“[155] Und schließlich der Personenkreis, - auf den sich Carl Einstein bezieht - für den die Passivität in Deutschland gegenüber dem Faschismus als Motiv ausschlaggebend gewesen ist. Jedoch konnte ich für diesen kein eindeutiges Beispiel finden.

Zusammenfassend muss meiner Meinung nach konstatiert werden, dass die verschiedenen Motive sicherlich bei vielen der deutschen libertären Spanienkämpfer zusammentrafen und sich dadurch nicht auf ein Einzelnes reduzieren lassen. Eine Einschränkung muss jedoch insoweit gemacht werden, als dass die meisten, die in Spanien kämpften ehemalige Mitglieder der FAUD waren, und eben nicht, wie man vermuten würde, Anhänger der FKAD oder der AV, die laut der These ihre Passivität gegenüber Weimar in den spanischen Kampf hätte treiben müssen. Insofern war die Motivation der libertären Spanienkämpfer wohl eher die Niederlage 1933.

6. Ausblick

Die Spuren deutscher und spanischer Libertärer lassen sich nach 1939 in das Exil nach Mexiko[156] bzw. andere lateinamerikanische Länder weiterverfolgen.[157] Es stellt sich als ein weiterführendes interessantes Forschungsfeld dar, ob und wie sie dort Einfluss auf die Entwicklungen libertärer bzw. Guerillabewegungen genommen haben. Schließlich war die angestrebte Kampfform der CNT neben den Mitteln der Direkten Aktion vor sowie während des Bürgerkrieges der Guerillakampf.[158]

7. Literaturverzeichnis

7.1. Unselbstständig erschiene Literatur

7.1.1. Aufsätze

Graf G. Andreas: Selbstbehauptung und Widerstand deutscher Anarchisten und Anarcho-Syndikalisten, in: Graf G. Andreas (Hrsg.): Anarchisten gegen Hitler. Anarchisten, Anarcho-Syndikalisten, Rätekommunisten in Widerstand und Exil, Berlin 2001, S. 35-61.

Haug Wolfgang: Der Mythos der Brigaden und Milizen, in: Kleinspehn Thomas/Mergner Gottfried (Hrsg.): Mythen des Spanischen Bürgerkrieges, 2. Auflage, Grafenau 1996, S. 35-46.

Horn Gerd-Rainer: Mentalität und Revolution. Lebensbedingungen und Realitätskonstruktionen ausländischer sympathisanten der katalansichen Revolution, in: Graf G. Andreas (Hrsg.): Anarchisten gegen Hitler. Anarchisten, Anarcho-Syndikalisten, Rätekommunisten in Widerstand und Exil, Berlin 2001, S. 156-188.

Kleinspehn Thomas/Mergner Gottfried (Hrsg.): Mythen des Spanischen Bürgerkrieges. Einleitung, 2. Auflage, Grafenau 1996, S. 7-17.

Dieter Nelles: Grupo Erich Mühsam, in: Schriften der Erich Mühsam Gesellschaft, Heft 7, Anarchismus im Umkreis Erich Mühsams, S. 81-86.

Rübner Hartmut: Der Weg ins Dritte Reich. Die Analyse des Nationalsozialismus durch deutsche Anarchisten und Anarcho-Syndikalisten, in: Graf G. Andreas (Hrsg.): Anarchisten gegen Hitler. Anarchisten, Anarcho-Syndikalisten, Rätekommunisten in Widerstand und Exil, Berlin 2001, S. 10-34.

Sontheimer Kurt: Die politische Kultur der Weimarer Republik, in: Bracher Dietrich Karl u. a. (Hrsg.): Die Weimarer Republik 1918-1933. Politik - Wirtschaft - Gesellschaft, 3. Auflage, Bonn 1998, S. 454-464.

Ünlüdağ Tânia: Anarcho-Syndikalisten, Widerstandkämpfer, Rebellen. Drei Zugriffe auf die Geschichte der Brüder Benner, in: Graf G. Andreas (Hrsg.): Anarchisten gegen Hitler. Anarchisten, Anarcho-Syndikalisten, Rätekommunisten in Widerstand und Exil, Berlin 2001, S. 225-251.

Von zur Mühlen Patrik: Deutsche Emigranten im spanischen Bürgerkrieg, in: Kleinspehn Thomas/Mergner Gottfried (Hrsg.): Mythen des Spanischen Bürgerkrieges, 2. Auflage, Grafenau 1996, S. 48-58.

7.1.2. Lexikonartikel

Detsch Roland: Sozialfaschismus, in: Microsoft Encarta Enzyklopädie 2003.

Eschenhagen Wieland: Burgfriede, in: Microsoft Encarta Enzyklopädie 2003.

Naimer Erwin: Novemberrevolution, in: Microsoft Encarta Enzyklopädie 2003.

7.1.3. Internetseiten

Artikel NSDAP/AO, in: http://infos.aus-germanien.de/NSDAP/AO (18.3.2005).

H. (FAU Bremen): Carl Einstein – Ein deutscher Intellektueller im Spanischen Krieg, in: http://www.anarchismus.at/txt3/carleinstein.htm (18.3.2005).

http://library.fes.de/fulltext/sozmit/som-von-aussen-glimpse.htm (5.3.2005).

Nelles Dieter: "Außen abgekühlt, doch voller Glut im Inneren" Karl Brauner (1914 - 1994), in: http://www.anarchismus.at/txt5/nellesbrauner.htm (18.3.05).

7.2. Selbstständig erschiene Literatur

Bernecker L. Walter: Anarchismus und Bürgerkrieg. Zur Geschichte der Sozialen Revolution in Spanien 1936-1939, Hamburg 1978.

Graf Andreas: Anarchismus in der Weimarer Republik. Tendenzen, Organisationen, Personen, Dissertation, Berlin 1989.

Kreiler Kurt (Hrsg.): Fanal. Aufsätze und Gedichte von Erich Mühsam 1905-1932, Berlin 1977.

Mühsam Erich: Die Befreiung der Gesellschaft vom Staat. Was ist kommunistischer Anarchismus?, Berlin 1984.

Peters Dietrich: Der spanische Anarcho-Syndikalismus. Abriss einer revolutionären Bewegung, 2. Auflage, Ulm 2002.

Saña Heleno: Die libertäre Revolution. Die Anarchisten im spanischen Bürgerkrieg, Hamburg 2001.

Schumann Michael/Auweder Heinz: A Las Barricadas. Triumph und Scheitern des Anarchismus im Spanischen Bürgerkrieg, Grafenau 1987.

Souchy Augustin: Nacht über Spanien. Bürgerkrieg und Revolution in Spanien 1936-39, 4. Auflage, Grafenau 1992.

Uhl Michael: Mythos Spanien. Das Erbe der internationalen Brigaden in der DDR, Bonn 2004.

Was ist eigentlich Anarchie? Einführung in Theorie und Geschichte des Anarchismus, 2. Auflage, Berlin 1997.

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[1] Von zur Mühlen Patrik: Deutsche Emigranten im spanischen Bürgerkrieg, in: Kleinspehn Thomas/Mergner Gottfried (Hrsg.): Mythen des Spanischen Bürgerkrieges, 2. Auflage, Grafenau 1996, S. 50.

[2] Der Unterschied zwischen beiden liegt in der theoretischen Konzeption der Revolution sowie der freiheitlichen Gesellschaft. Insbesondere in Weimar zeichneten sie sich durch unterschiedliche Handlungskonzepte aus, wie im Kapitel Die libertären Organisationen in Weimar deutlich werden wird. Grundsätzlich können die Bezeichnungen jedoch nahezu synonym verwendet werden, da die Unterschiede sehr begrenzt sind. Eine Ausdifferenzierung zwischen den Strömungen ist aus Platzgründen nicht möglich und für das Thema dieser Arbeit nicht notwendig.

[3] Schumann Michael/Auweder Heinz: A Las Barricadas. Triumph und Scheitern des Anarchismus im Spanischen Bürgerkrieg, Grafenau 1987, S. 7.

[4] H. (FAU Bremen): Carl Einstein – Ein deutscher Intellektueller im Spanischen Krieg, in: http://www.anarchismus.at/txt3/carleinstein.htm (18.3.2005).

[5] Deutscher Theoretiker des Anarchismus, der sich an der Münchner Räterepublik beteiligte. Er lebte von 1870 bis 1919., Vgl. Was ist eigentlich Anarchie? Einführung in Theorie und Geschichte des Anarchismus, 2. Auflage, Berlin 1997, S. 156-157.

[6] Vgl. Graf Andreas: Anarchismus in der Weimarer Republik. Tendenzen, Organisationen, Personen, Dissertation, Berlin 1989, S. 8-11.

[7] Ebd. S. 15.

[8] Vgl. Graf Andreas: Anarchismus in der Weimarer Republik. Tendenzen, Organisationen, Personen, Dissertation, Berlin 1989, S. 14-21.

[9] Ein bedeutender deutscher Theoretiker der Anarchie, der in seinem Werk die Befreiung der Gesellschaft vom Staat sein Konzept des kommunistischen Anarchismus erläutert hat. Die neue Gesellschaft sollte seiner Meinung nach durch ein Rätesystem organisiert werden., Vgl. Mühsam Erich: Die Befreiung der Gesellschaft vom Staat. Was ist kommunistischer Anarchismus?, Berlin 1984.

[10] Vgl. Graf Andreas: Anarchismus in der Weimarer Republik. Tendenzen, Organisationen, Personen, Dissertation, Berlin 1989, S. 21-30.

[11] Vgl. Ebd. S. 14.

[12] Vgl. Ebd. S. 26.

[13] Rübner Hartmut: Der Weg ins Dritte Reich. Die Analyse des Nationalsozialismus durch deutsche Anarchisten und Anarcho-Syndikalisten, in: Graf G. Andreas (Hrsg.): Anarchisten gegen Hitler. Anarchisten, Anarcho-Syndikalisten, Rätekommunisten in Widerstand und Exil, Berlin 2001, S. 15.

[14] Rübner Hartmut: Der Weg ins Dritte Reich. Die Analyse des Nationalsozialismus durch deutsche Anarchisten und Anarcho-Syndikalisten, in: Graf G. Andreas (Hrsg.): Anarchisten gegen Hitler. Anarchisten, Anarcho-Syndikalisten, Rätekommunisten in Widerstand und Exil, Berlin 2001, S. 15.

[15] Vgl. Graf Andreas: Anarchismus in der Weimarer Republik. Tendenzen, Organisationen, Personen, Dissertation, Berlin 1989, S. 100-103.

[16] Vgl. Rübner Hartmut: Der Weg ins Dritte Reich. Die Analyse des Nationalsozialismus durch deutsche Anarchisten und Anarcho-Syndikalisten, in: Graf G. Andreas (Hrsg.): Anarchisten gegen Hitler. Anarchisten, Anarcho-Syndikalisten, Rätekommunisten in Widerstand und Exil, Berlin 2001, S. 17-28.

[17] Ebd. S. 23.

[18] Vgl. Rübner Hartmut: Der Weg ins Dritte Reich. Die Analyse des Nationalsozialismus durch deutsche Anarchisten und Anarcho-Syndikalisten, in: Graf G. Andreas (Hrsg.): Anarchisten gegen Hitler. Anarchisten, Anarcho-Syndikalisten, Rätekommunisten in Widerstand und Exil, Berlin 2001, S. 13.

[19] Vgl. Sontheimer Kurt: Die politische Kultur der Weimarer Republik, in: Bracher Dietrich Karl u. a. (Hrsg.): Die Weimarer Republik 1918-1933. Politik - Wirtschaft - Gesellschaft, 3. Auflage, Bonn 1998, S. 455.

[20] Behauptung der kommunistischen Propaganda, dass die deutschen Sozialdemokraten - Friedrich Ebert, Gustav Noske bzw. Carl Severing - nichts anderes sind als eine Fraktion des deutschen Faschismus unter sozialistischer Maske., Vgl. Detsch Roland: Sozialfaschismus, in: Microsoft Encarta Enzyklopädie 2003.

[21] Vgl. Graf Andreas: Anarchismus in der Weimarer Republik. Tendenzen, Organisationen, Personen, Dissertation, Berlin 1989, S. 104-105.

[22] Vgl. Rübner Hartmut: Der Weg ins Dritte Reich. Die Analyse des Nationalsozialismus durch deutsche Anarchisten und Anarcho-Syndikalisten, in: Graf G. Andreas (Hrsg.): Anarchisten gegen Hitler. Anarchisten, Anarcho-Syndikalisten, Rätekommunisten in Widerstand und Exil, Berlin 2001, S. 13.

[23] Vgl. Graf G. Andreas: Selbstbehauptung und Widerstand deutscher Anarchisten und Anarcho-Syndikalisten, in: Graf G. Andreas (Hrsg.): Anarchisten gegen Hitler. Anarchisten, Anarcho-Syndikalisten, Rätekommunisten in Widerstand und Exil, Berlin 2001, S. 37.

[24] Vgl. Rübner Hartmut: Der Weg ins Dritte Reich. Die Analyse des Nationalsozialismus durch deutsche Anarchisten und Anarcho-Syndikalisten, in: Graf G. Andreas (Hrsg.): Anarchisten gegen Hitler. Anarchisten, Anarcho-Syndikalisten, Rätekommunisten in Widerstand und Exil, Berlin 2001, S. 27.

[25] Vgl. Kreiler Kurt (Hrsg.): Fanal. Aufsätze und Gedichte von Erich Mühsam 1905-1932, Berlin 1977, S. 38.

[26] Vgl. Graf Andreas: Anarchismus in der Weimarer Republik. Tendenzen, Organisationen, Personen, Dissertation, Berlin 1989, S. 56-60.

[27] Vgl. Naimer Erwin: Novemberrevolution, in: Microsoft Encarta Enzyklopädie 2003.

[28] Vgl. Eschenhagen Wieland: Burgfriede, in: Microsoft Encarta Enzyklopädie 2003.

[29] Vgl. Rübner Hartmut: Der Weg ins Dritte Reich. Die Analyse des Nationalsozialismus durch deutsche Anarchisten und Anarcho-Syndikalisten, in: Graf G. Andreas (Hrsg.): Anarchisten gegen Hitler. Anarchisten, Anarcho-Syndikalisten, Rätekommunisten in Widerstand und Exil, Berlin 2001, S. 28-29.

[30] Vgl. Ebd. S. 30.

[31] Eine genauere Darlegung der organisationsstrukturellen Probleme des deutschen Anarchismus würde den Rahmen dieser Arbeit sprengen. Jedoch liefert Andreas Graf in dem Kapitel `Probleme interner Mobilisation´ seiner Dissertation eine ausführliche Darlegung dieses Sachverhaltes., Vgl. Graf Andreas: Anarchismus in der Weimarer Republik. Tendenzen, Organisationen, Personen, Dissertation, Berlin 1989, S. 31-52.

[32] Graf Andreas: Anarchismus in der Weimarer Republik. Tendenzen, Organisationen, Personen, Dissertation, Berlin 1989, S. 108.

[33] Vgl. Ebd. S. 109-110.

[34] Vgl. Ebd. S. 115-116.

[35] Graf Andreas: Anarchismus in der Weimarer Republik. Tendenzen, Organisationen, Personen, Dissertation, Berlin 1989, S. 117.

[36] Ebd. S. 120.

[37] Ebd. S. 120.

[38] Vgl. Ebd. S. 120-121.

[39] Vgl. Ebd. S. 20.

[40] Vgl. Graf Andreas: Anarchismus in der Weimarer Republik. Tendenzen, Organisationen, Personen, Dissertation, Berlin 1989, S. 117-118.

[41] Ebd. S.119.

[42] Ebd. S. 119.

[43] Ebd. S. 121.

[44] Graf G. Andreas: Selbstbehauptung und Widerstand deutscher Anarchisten und Anarcho-Syndikalisten, in: Graf G. Andreas (Hrsg.): Anarchisten gegen Hitler. Anarchisten, Anarcho-Syndikalisten, Rätekommunisten in Widerstand und Exil, Berlin 2001, S. 38.

[45] Vgl. Ebd. S. 38-40.

[46] Vgl. Graf G. Andreas: Selbstbehauptung und Widerstand deutscher Anarchisten und Anarcho-Syndikalisten, in: Graf G. Andreas (Hrsg.): Anarchisten gegen Hitler. Anarchisten, Anarcho-Syndikalisten, Rätekommunisten in Widerstand und Exil, Berlin 2001,Ebd. S. 46-48.

[47] Ebd. S. 58.

[48] Ebd. S. 59.

[49] Vgl. Uhl Michael: Mythos Spanien. Das Erbe der internationalen Brigaden in der DDR, Bonn 2004, S. 33-34.

[50] Bezeichnet die Traditionalistische Falange und JONS. Sie wurde von dem Sohn des früheren spanischen Diktators José Antonio Primo de Rivera und anderen rechtsgerichteten und faschistisch gesinnten Personen gegründet. Die JONS bildet dabei eine Art Gewerkschaftsflügel der Falange., Vgl. Saña Heleno: Die libertäre Revolution. Die Anarchisten im spanischen Bürgerkrieg, Hamburg 2001, S. 311.

[51] Vgl. Saña Heleno: Die libertäre Revolution. Die Anarchisten im spanischen Bürgerkrieg, Hamburg 2001, S. 89-90.

[52] Peters Dietrich: Der spanische Anarcho-Syndikalismus. Abriss einer revolutionären Bewegung, 2. Auflage, Ulm 2002, S. 46.

[53] Souchy Augustin: Nacht über Spanien. Bürgerkrieg und Revolution in Spanien 1936-39, 4. Auflage, Grafenau 1992, S. 179.

[54] Vgl. Ebd. S. 82.

[55] Vgl. Peters Dietrich: Der spanische Anarcho-Syndikalismus. Abriss einer revolutionären Bewegung, 2. Auflage, Ulm 2002, S. 82.

[56] Vgl. Ebd. S. 50.

[57] Vgl. Saña Heleno: Die libertäre Revolution. Die Anarchisten im spanischen Bürgerkrieg, Hamburg 2001, S. 52-54.

[58] In diesem Mitte-Links-Block waren die Sozialisten, Kommunisten und die republikanische Linke vertreten., Vgl. Uhl Michael: Mythos Spanien. Das Erbe der internationalen Brigaden in der DDR, Bonn 2004, S. 29.

[59] 1888 in Madrid gegründete gewerkschaftliche Organisation der Sozialistischen Partei (PSOE)., Vgl. Saña Heleno: Die libertäre Revolution. Die Anarchisten im spanischen Bürgerkrieg, Hamburg 2001, S. 316.

[60] Souchy Augustin: Nacht über Spanien. Bürgerkrieg und Revolution in Spanien 1936-39, 4. Auflage, Grafenau 1992, S. 174.

[61] Vgl. Peters Dietrich: Der spanische Anarcho-Syndikalismus. Abriss einer revolutionären Bewegung, 2. Auflage, Ulm 2002, S.30.

[62] Vgl. Souchy Augustin: Nacht über Spanien. Bürgerkrieg und Revolution in Spanien 1936-39, 4. Auflage, Grafenau 1992, S. 49-77.

[63] Vgl. Peters Dietrich: Der spanische Anarcho-Syndikalismus. Abriss einer revolutionären Bewegung, 2. Auflage, Ulm 2002, S.31-32.

[64] Vgl. Ebd. S.49.

[65] Sowohl die Sozialisten, die Kommunisten als auch die Anarchisten wussten über die Vorbereitungen des Pronunciamiento bescheid. Sie versuchten sogar mehrmals die Regierung zu waren. Diese ignorierte jedoch selbst einen unmissverständlichen Brief General Francisco Francos., Vgl. Saña Heleno: Die libertäre Revolution. Die Anarchisten im spanischen Bürgerkrieg, Hamburg 2001, S. 32-33.

[66] Vgl. Saña Heleno: Die libertäre Revolution. Die Anarchisten im spanischen Bürgerkrieg, Hamburg 2001, S. 39-45.

[67] Uhl Michael: Mythos Spanien. Das Erbe der internationalen Brigaden in der DDR, Bonn 2004, S. 26-27.

[68] Bernecker L. Walter: Anarchismus und Bürgerkrieg. Zur Geschichte der Sozialen Revolution in Spanien 1936-1939, Hamburg 1978, S. 55-56.

[69] Vgl. Souchy Augustin: Nacht über Spanien. Bürgerkrieg und Revolution in Spanien 1936-39, 4. Auflage, Grafenau 1992, S. 99-130.

[70] Bezeichnet die am 2. Mai 1879 in Madrid gegründete Spanische Sozialistische Arbeiterpartei. Immer wieder gab es Flügelkämpfe zwischen den gemäßigten und radikalen Sozialisten., Vgl. Saña Heleno: Die libertäre Revolution. Die Anarchisten im spanischen Bürgerkrieg, Hamburg 2001, S. 314.

[71] Vgl. Souchy Augustin: Nacht über Spanien. Bürgerkrieg und Revolution in Spanien 1936-39, 4. Auflage, Grafenau 1992, S. 187.

[72] Ende August 1936 einigten sich die Mitglieder des Non-Intervention Commitee darauf, nicht in den spanischen Bürgerkrieg einzugreifen. Zu diesen zählte neben den europäischen Demokratien und der USA auch das faschistische Deutschland. Als Begründung führten England und Frankreich später an, dass eine Einmischung einen weiteren Weltkrieg provoziert hätte., Vgl. Saña Heleno: Die libertäre Revolution. Die Anarchisten im spanischen Bürgerkrieg, Hamburg 2001, S. 82-83.

[73] Saña Heleno: Die libertäre Revolution. Die Anarchisten im spanischen Bürgerkrieg, Hamburg 2001, S. 60.

[74] Diese Hundertschaften hießen im spanischen centurias.

[75] Bernecker L. Walter: Anarchismus und Bürgerkrieg. Zur Geschichte der Sozialen Revolution in Spanien 1936-1939, Hamburg 1978, S. 218.

[76] Vgl. Souchy Augustin: Nacht über Spanien. Bürgerkrieg und Revolution in Spanien 1936-39, 4. Auflage, Grafenau 1992, S. 186.

[77] Vgl. Saña Heleno: Die libertäre Revolution. Die Anarchisten im spanischen Bürgerkrieg, Hamburg 2001, S. 115.

[78] Vgl. Souchy Augustin: Nacht über Spanien. Bürgerkrieg und Revolution in Spanien 1936-39, 4. Auflage, Grafenau 1992, S. 185-187.

[79] Vgl. Uhl Michael: Mythos Spanien. Das Erbe der internationalen Brigaden in der DDR, Bonn 2004, S. 33.

[80] Schumann Michael/Auweder Heinz: A Las Barricadas. Triumph und Scheitern des Anarchismus im Spanischen Bürgerkrieg, Grafenau 1987, S. 116.

[81] Am 23. September 1937 verabschiedete der Verteidigungsminister Indalecio Prieto y Tuero der PSOE ein Dekret, welches die Internationalen Brigaden dem spanischen Generalstab unterstellte. Die Verfolgungen von revolutionären Elementen setzte sich durch den SIM auch in den Interbrigaden fort., Vgl. Uhl Michael: Mythos Spanien. Das Erbe der internationalen Brigaden in der DDR, Bonn 2004, S. 51.

[82] Vgl. Schumann Michael/Auweder Heinz: A Las Barricadas. Triumph und Scheitern des Anarchismus im Spanischen Bürgerkrieg, Grafenau 1987, S. 113-120.

[83] Uhl Michael: Mythos Spanien. Das Erbe der internationalen Brigaden in der DDR, Bonn 2004, S. 38.

[84] Vgl. Saña Heleno: Die libertäre Revolution. Die Anarchisten im spanischen Bürgerkrieg, Hamburg 2001, S. 180-187.

[85] Vgl. Souchy Augustin: Nacht über Spanien. Bürgerkrieg und Revolution in Spanien 1936-39, 4. Auflage, Grafenau 1992, S. 189.

[86] Vgl. Saña Heleno: Die libertäre Revolution. Die Anarchisten im spanischen Bürgerkrieg, Hamburg 2001, S. 164-166.

[87] Vgl. Souchy Augustin: Nacht über Spanien. Bürgerkrieg und Revolution in Spanien 1936-39, 4. Auflage, Grafenau 1992, S. 212-213.

[88] Vgl. Saña Heleno: Die libertäre Revolution. Die Anarchisten im spanischen Bürgerkrieg, Hamburg 2001, S. 237-140.

[89] Allein in Barcelona befanden sich 40% der spanischen Industrie., Vgl. Bernecker L. Walter: Anarchismus und Bürgerkrieg. Zur Geschichte der Sozialen Revolution in Spanien 1936-1939, Hamburg 1978, S. 138.

[90] Vgl. Peters Dietrich: Der spanische Anarcho-Syndikalismus. Abriss einer revolutionären Bewegung, 2. Auflage, Ulm 2002, S. 104.

[91] Der Oberst Segismundo Casado sowie die weiteren antikommunistischen Kräfte hatten sich erhoben, um die Pläne Negrins zu durchkreuzen. Dieser wollte den aussichtslosen Krieg fortführen, damit er und seine Anhänger sich in das Exil flüchten können., Vgl. Saña Heleno: Die libertäre Revolution. Die Anarchisten im spanischen Bürgerkrieg, Hamburg 2001, S. 254-267.

[92] Vgl. Uhl Michael: Mythos Spanien. Das Erbe der internationalen Brigaden in der DDR, Bonn 2004, S. 37.

[93] Vgl. Saña Heleno: Die libertäre Revolution. Die Anarchisten im spanischen Bürgerkrieg, Hamburg 2001, S. 272-282.

[94] Vgl. Von zur Mühlen Patrik: Deutsche Emigranten im spanischen Bürgerkrieg, in: Kleinspehn Thomas/Mergner Gottfried (Hrsg.): Mythen des Spanischen Bürgerkrieges, 2. Auflage, Grafenau 1996, S. 52.

[95] Vgl. Uhl Michael: Mythos Spanien. Das Erbe der internationalen Brigaden in der DDR, Bonn 2004, S. 53-54.

[96] Graf G. Andreas: Selbstbehauptung und Widerstand deutscher Anarchisten und Anarcho-Syndikalisten, in: Graf G. Andreas (Hrsg.): Anarchisten gegen Hitler. Anarchisten, Anarcho-Syndikalisten, Rätekommunisten in Widerstand und Exil, Berlin 2001, S. 59.

[97] Im Spanischen Bürgerkrieg entstandene Bezeichnung für eine Taktik, den Gegner von innen her zu unterwandern bzw. zu unterhöhlen. Bei der Schlacht um Madrid soll ein General der Franco-Truppen gesagt haben: "Vier Kolonnen marschieren auf Madrid, die fünfte [nämlich die Franco-Anhänger] wartet schon innerhalb der Stadt.", Vgl. http://library.fes.de/fulltext/sozmit/som-von-aussen-glimpse.htm (5.3.2005).

[98] Vgl. Uhl Michael: Mythos Spanien. Das Erbe der internationalen Brigaden in der DDR, Bonn 2004, S. 78.

[99] Vgl. Dieter Nelles: Grupo Erich Mühsam, in: Schriften der Erich Mühsam Gesellschaft, Heft 7, Anarchismus im Umkreis Erich Mühsams, S. 81.

[100] Vgl. Graf Andreas: Anarchismus in der Weimarer Republik. Tendenzen, Organisationen, Personen, Dissertation, Berlin 1989, S. 11.

[101] Vgl. Uhl Michael: Mythos Spanien. Das Erbe der internationalen Brigaden in der DDR, Bonn 2004, S. 200-208.

[102] Graf G. Andreas: Selbstbehauptung und Widerstand deutscher Anarchisten und Anarcho-Syndikalisten, in: Graf G. Andreas (Hrsg.): Anarchisten gegen Hitler. Anarchisten, Anarcho-Syndikalisten, Rätekommunisten in Widerstand und Exil, Berlin 2001, S. 49.

[103] Bezeichnet die Auslandsorganisation der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei. Sie sah es als ihre Aufgabe an, die Parteigenossen im Ausland durch weltanschauliche Schulung auf die Belange von deutschem Volk und deutscher Nation auszurichten., Vgl. Artikel NSDAP/AO, in: http://infos.aus-germanien.de/NSDAP/AO (18.3.2005).

[104] Vgl. Von zur Mühlen Patrik: Deutsche Emigranten im spanischen Bürgerkrieg, in: Kleinspehn Thomas/Mergner Gottfried (Hrsg.): Mythen des Spanischen Bürgerkrieges, 2. Auflage, Grafenau 1996, S. 49.

[105] Dieter Nelles: Grupo Erich Mühsam, in: Schriften der Erich Mühsam Gesellschaft, Heft 7, Anarchismus im Umkreis Erich Mühsams, S. 82.

[106] Vgl. Ebd. S. 82-83.

[107] Vgl. Saña Heleno: Die libertäre Revolution. Die Anarchisten im spanischen Bürgerkrieg, Hamburg 2001, S. 52-54.

[108] Vgl. Souchy Augustin: Nacht über Spanien. Bürgerkrieg und Revolution in Spanien 1936-39, 4. Auflage, Grafenau 1992, S. 82-83.

[109] Saña Heleno: Die libertäre Revolution. Die Anarchisten im spanischen Bürgerkrieg, Hamburg 2001, S. 53.

[110] Ebd. S. 60.

[111] Vgl. Dieter Nelles: Grupo Erich Mühsam, in: Schriften der Erich Mühsam Gesellschaft, Heft 7, Anarchismus im Umkreis Erich Mühsams, S. 84.

[112] Vgl. Haug Wolfgang: Der Mythos der Brigaden und Milizen, in: Kleinspehn Thomas/Mergner Gottfried (Hrsg.): Mythen des Spanischen Bürgerkrieges, 2. Auflage, Grafenau 1996, S. 38.

[113] Vgl. Dieter Nelles: Grupo Erich Mühsam, in: Schriften der Erich Mühsam Gesellschaft, Heft 7, Anarchismus im Umkreis Erich Mühsams, S. 85.

[114] Vgl. Von zur Mühlen Patrik: Deutsche Emigranten im spanischen Bürgerkrieg, in: Kleinspehn Thomas/Mergner Gottfried (Hrsg.): Mythen des Spanischen Bürgerkrieges, 2. Auflage, Grafenau 1996, S. 51.

[115] Vgl. H. (FAU Bremen): Carl Einstein – Ein deutscher Intellektueller im Spanischen Krieg, in: http://www.anarchismus.at/txt3/carleinstein.htm (18.3.2005).

[116] Nelles Dieter: "Außen abgekühlt, doch voller Glut im Inneren" Karl Brauner (1914 - 1994), in: http://www.anarchismus.at/txt5/nellesbrauner.htm (18.3.05).

[117] Graf G. Andreas: Selbstbehauptung und Widerstand deutscher Anarchisten und Anarcho-Syndikalisten, in: Graf G. Andreas (Hrsg.): Anarchisten gegen Hitler. Anarchisten, Anarcho-Syndikalisten, Rätekommunisten in Widerstand und Exil, Berlin 2001, S. 58.

[118] Vom 25.12.1922 bis 2.1.1923 fand in Berlin ein internationaler syndikalistischer Kongress auf Einladung der FAUD statt. Auf diesem waren 16 Organisationen aus 11 Ländern vertreten, die insgesamt 2 Millionen Mitglieder vertraten. Der Kongress beschloss schließlich die Gründung der Internationalen Arbeiter-Assoziation als Neukonzeption der Ersten Internationale. Ihr Sekretariat hatte seinen Sitz in Berlin., Vgl. Was ist eigentlich Anarchie? Einführung in Theorie und Geschichte des Anarchismus, 2. Auflage, Berlin 1997, S. 165.

[119] Vgl. Graf Andreas: Anarchismus in der Weimarer Republik. Tendenzen, Organisationen, Personen, Dissertation, Berlin 1989, S. 147.

[120] Vgl. Ünlüdağ Tânia: Anarcho-Syndikalisten, Widerstandkämpfer, Rebellen. Drei Zugriffe auf die Geschichte der Brüder Benner, in: Graf G. Andreas (Hrsg.): Anarchisten gegen Hitler. Anarchisten, Anarcho-Syndikalisten, Rätekommunisten in Widerstand und Exil, Berlin 2001, S. 227-228.

[121] Vgl. Uhl Michael: Mythos Spanien. Das Erbe der internationalen Brigaden in der DDR, Bonn 2004, S. 57.

[122] Vgl. Ebd. S. 200.

[123] Haug Wolfgang: Der Mythos der Brigaden und Milizen, in: Kleinspehn Thomas/Mergner Gottfried (Hrsg.): Mythen des Spanischen Bürgerkrieges, 2. Auflage, Grafenau 1996, S. 39.

[124] Vgl. Haug Wolfgang: Der Mythos der Brigaden und Milizen, in: Kleinspehn Thomas/Mergner Gottfried (Hrsg.): Mythen des Spanischen Bürgerkrieges, 2. Auflage, Grafenau 1996, S. 37.

[125] Dieter Nelles: Grupo Erich Mühsam, in: Schriften der Erich Mühsam Gesellschaft, Heft 7, Anarchismus im Umkreis Erich Mühsams, S. 83.

[126] Vgl. Souchy Augustin: Nacht über Spanien. Bürgerkrieg und Revolution in Spanien 1936-39, 4. Auflage, Grafenau 1992, S. 15.

[127] Vgl. Schumann Michael/Auweder Heinz: A Las Barricadas. Triumph und Scheitern des Anarchismus im Spanischen Bürgerkrieg, Grafenau 1987, S. 30.

[128] Vgl. Graf G. Andreas: Selbstbehauptung und Widerstand deutscher Anarchisten und Anarcho-Syndikalisten, in: Graf G. Andreas (Hrsg.): Anarchisten gegen Hitler. Anarchisten, Anarcho-Syndikalisten, Rätekommunisten in Widerstand und Exil, Berlin 2001, S. 58.

[129] Vgl. Dieter Nelles: Grupo Erich Mühsam, in: Schriften der Erich Mühsam Gesellschaft, Heft 7, Anarchismus im Umkreis Erich Mühsams, S. 86.

[130] Von zur Mühlen Patrik: Deutsche Emigranten im spanischen Bürgerkrieg, in: Kleinspehn Thomas/Mergner Gottfried (Hrsg.): Mythen des Spanischen Bürgerkrieges, 2. Auflage, Grafenau 1996, S. 49.

[131] Vgl. H. (FAU Bremen): Carl Einstein – Ein deutscher Intellektueller im Spanischen Krieg, in: http://www.anarchismus.at/txt3/carleinstein.htm (18.3.2005).

[132] Vgl. Uhl Michael: Mythos Spanien. Das Erbe der internationalen Brigaden in der DDR, Bonn 2004, S. 200.

[133] Vgl. Von zur Mühlen Patrik: Deutsche Emigranten im spanischen Bürgerkrieg, in Kleinspehn Thomas/Mergner Gottfried (Hrsg.): Mythen des Spanischen Bürgerkrieges, 2. Auflage, Grafenau 1996, S. 49.

[134] Vgl. Dieter Nelles: Grupo Erich Mühsam, in: Schriften der Erich Mühsam Gesellschaft, Heft 7, Anarchismus im Umkreis Erich Mühsams, S. 86.

[135] Vgl. Von zur Mühlen Patrik: Deutsche Emigranten im spanischen Bürgerkrieg, in: Kleinspehn Thomas/Mergner Gottfried (Hrsg.): Mythen des Spanischen Bürgerkrieges, 2. Auflage, Grafenau 1996, S. 54.

[136] Vgl. Uhl Michael: Mythos Spanien. Das Erbe der internationalen Brigaden in der DDR, Bonn 2004, S. 204.

[137] Vgl. Ünlüdağ Tânia: Anarcho-Syndikalisten, Widerstandkämpfer, Rebellen. Drei Zugriffe auf die Geschichte der Brüder Benner, in: Graf G. Andreas (Hrsg.): Anarchisten gegen Hitler. Anarchisten, Anarcho-Syndikalisten, Rätekommunisten in Widerstand und Exil, Berlin 2001, S. 228.

[138] Vgl. Uhl Michael: Mythos Spanien. Das Erbe der internationalen Brigaden in der DDR, Bonn 2004, S. 76-99.

[139] Vgl. Graf Andreas: Anarchismus in der Weimarer Republik. Tendenzen, Organisationen, Personen, Dissertation, Berlin 1989, S. 138.

[140] Vgl. Horn Gerd-Rainer: Mentalität und Revolution. Lebensbedingungen und Realitätskonstruktionen ausländischer sympathisanten der katalansichen Revolution, in: Graf G. Andreas (Hrsg.): Anarchisten gegen Hitler. Anarchisten, Anarcho-Syndikalisten, Rätekommunisten in Widerstand und Exil, Berlin 2001, S. 164.

[141] Vgl. Dieter Nelles: Grupo Erich Mühsam, in: Schriften der Erich Mühsam Gesellschaft, Heft 7, Anarchismus im Umkreis Erich Mühsams, S. 82.

[142] Kleinspehn Thomas/Mergner Gottfried (Hrsg.): Mythen des Spanischen Bürgerkrieges. Einleitung, 2. Auflage, Grafenau 1996, S. 12.

[143] Von zur Mühlen Patrik: Deutsche Emigranten im spanischen Bürgerkrieg, in: Kleinspehn Thomas/Mergner Gottfried (Hrsg.): Mythen des Spanischen Bürgerkrieges, 2. Auflage, Grafenau 1996, S. 51.

[144] Vgl. Horn Gerd-Rainer: Mentalität und Revolution. Lebensbedingungen und Realitätskonstruktionen ausländischer Sympathisanten der katalanischen Revolution, in: Graf G. Andreas (Hrsg.): Anarchisten gegen Hitler. Anarchisten, Anarcho-Syndikalisten, Rätekommunisten in Widerstand und Exil, Berlin 2001, S. 187.

[145] Vgl. Kleinspehn Thomas/Mergner Gottfried (Hrsg.): Mythen des Spanischen Bürgerkrieges. Einleitung, 2. Auflage, Grafenau 1996, S. 12.

[146] Zum Selbstverständnis der CNT Vgl. Schumann Michael/Auweder Heinz: A Las Barricadas. Triumph und Scheitern des Anarchismus im Spanischen Bürgerkrieg, Grafenau 1987, S. 27-31.

[147] Vgl. Souchy Augustin: Nacht über Spanien. Bürgerkrieg und Revolution in Spanien 1936-39, 4. Auflage, Grafenau 1992, S. 160-161.

[148] Peters Dietrich: Der spanische Anarcho-Syndikalismus. Abriss einer revolutionären Bewegung, 2. Auflage, Ulm 2002, S. 54.

[149] Vgl. Souchy Augustin: Nacht über Spanien. Bürgerkrieg und Revolution in Spanien 1936-39, 4. Auflage, Grafenau 1992, S. 132.

[150] Vgl. Souchy Augustin: Nacht über Spanien. Bürgerkrieg und Revolution in Spanien 1936-39, 4. Auflage, Grafenau 1992, S. 148.

[151] Vgl. Bernecker L. Walter: Anarchismus und Bürgerkrieg. Zur Geschichte der Sozialen Revolution in Spanien 1936-1939, Hamburg 1978, S. 99.

[152] Ebd. S. 132.

[153] Uhl Michael: Mythos Spanien. Das Erbe der internationalen Brigaden in der DDR, Bonn 2004, S. 212.

[154] Vgl. H. (FAU Bremen): Carl Einstein – Ein deutscher Intellektueller im Spanischen Krieg, in: http://www.anarchismus.at/txt3/carleinstein.htm (18.3.2005).

[155] Schumann Michael/Auweder Heinz: A Las Barricadas. Triumph und Scheitern des Anarchismus im Spanischen Bürgerkrieg, Grafenau 1987, S. 7.

[156] Beispielsweise entstand Augustin Souchys Buch „Nacht über Spanien“ in Zusammenarbeit mit Dr. Pedro Vanilla, einem Hidalgo des spanischen Freiheitskampfes, in Loma Bonita, Oxaca Mexiko., Vgl. Souchy Augustin: Nacht über Spanien. Bürgerkrieg und Revolution in Spanien 1936-39, 4. Auflage, Grafenau 1992, S. 17-18.

[157] Insgesamt konnten 150.000 spanische Flüchtlinge emigrieren., Vgl. Saña Heleno: Die libertäre Revolution. Die Anarchisten im spanischen Bürgerkrieg, Hamburg 2001, S. 277.

[158] Die FAI hatte im Dezember 1938 den Vorschlag gemacht, um die militärische Lage zu verbessern, im Hinterland der Faschisten einen Guerillakrieg zu organisieren., Vgl. Souchy Augustin: Nacht über Spanien. Bürgerkrieg und Revolution in Spanien 1936-39, 4. Auflage, Grafenau 1992, S. 227.

33 von 33 Seiten

Details

Titel
Deutsche Libertäre im Spanischen Bürgerkrieg
Hochschule
University of Sheffield
Note
1,7
Autor
Jahr
2005
Seiten
33
Katalognummer
V109575
Dateigröße
522 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Die Arbeit geht von der Situation deutscher Anarchisten in Weimar aus und versucht ihren Weg in den Spanischen Bürgerkrieg nachzuzeichnen.Zudem wird die Frage nach den dafür auschlaggebenden Motiven beantwortet.
Schlagworte
Deutsche, Libertäre, Spanischen, Bürgerkrieg
Arbeit zitieren
Uwe Vogel (Autor), 2005, Deutsche Libertäre im Spanischen Bürgerkrieg, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/109575

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