Chinas Drei-Schluchten-Damm. Hintergründe und Probleme


Facharbeit (Schule), 2004

21 Seiten, Note: 1- (14 P)


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Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Kurze Umreißung der Hintergründe zum Drei-Schluchten-Projekt
2.1. Historisch-geographischer Hintergrund
2.2. Historisch-politischer Hintergrund

3. Daten zum Drei-Schluchten-Projekt 3/

4. Ziele des Projekts
4.1. Kontrolle über die Wasserführung
4.2. Gewinnung von Energie. 4/
4.3. Verbesserung der Schiffbarkeit des Jangtse
4.4. Konsequenz: Wirtschaftliche Entwicklung

5 Der Assuanhochdamm – Zusammenstellung der Kontroverse
5.1 Daten und Ziele des Assuanhochdamms
5.2 Folgen und Probleme des Assuanhochdamms
5.2.1. Positive Ergebnisse
5.2.2. Negative Ergebnisse

6. Welche Risiken des Sanxia-Stausees sind bekannt?
6.1. Soziale und ökonomische Probleme
6.1.1. Problem der Umsiedlung
6.1.2. Problem der Überschwemmung von Kulturgütern
6.1.3. Problem der Beamtenkorruption. 7/
6.2. Technische und Zielsetzungs-Probleme
6.2.1. Problem der Sedimentfracht des Jangtse
6.2.2. Zielkonflikt zwischen Hochwasserschutz und Energiegewinnung
6.2.3. Der Damm kann keine extremen Hochwasser zurückhalten. 8/
6.2.4. Problem der verstärkten Erosion
6.2.5. Kein Problem der Versalzung
6.2.6. Der Damm bekämpft nur Symptomatik
6.2.7. Minimale Gefahr eines Dammbruchs
6.3. Ökologische Probleme
6.3.1 Problem durch Giftmüll und Industrieabwässer. /
6.3.2. Methanbildung im Stausee
6.3.3. Klimaveränderung. 11/

7. Fortführung
7.1. Wird nach dem Gelben Fluss auch der Jangtse ausgetrocknet?
7.2. Welche Alternativen gibt / gab es?

Anhang I: Verweise, Anmerkungen und Erläuterungen

Anhang II: Kosten des Drei-Schluchten-Projekts

Anhang III: Tabellarische Gegenüberstellung dreier Stauseen

Anhang IV: Bildmaterial

Anhang V: Literaturverzeichnis

Versicherung

1. Vorwort und Gründe, diese Arbeit zu schreiben.

In der Volksrepublik China entsteht derzeit eines der größten Wasserbauwerke der Menschheitsgeschichte.

Auch wenn die Resonanz in der westlichen Presse und Öffentlichkeit vergleichsweise gering ist, handelt es sich beim Bau des „Drei-Schluchten-Damms“ doch um ein ebenso aktuelles wie umstrittenes Projekt.

In dieser Facharbeit sollen sowohl Gründe für als auch gegen die Aufstauung des Jangtse-Flusses erörtert werden, wobei auch auf den Assuanhochdamm als Beispiel eines fertigen Wasserbauwerks dieser Dimension eingegangen wird.

2. Kurze Umreißung geographischer und politischer Hintergründe zum Drei-Schluchten-Projekt.

2.1. Historisch-geographischer Hintergrund.

Der Chang Jiang, im weiteren Verlauf der Arbeit mit dem deutschen Namen Jangtse genannt, entspringt etwa 6.300 Kilometer von seiner Mündung entfernt, im tibetischen Hochland. Danach durchfließt der Oberlauf das osttibetische Randgebirge und das mittelchinesische Bergland, wo er jetzt gestaut werden soll. Nachdem der Jangtse die zum Teil gefährlichen Stromschnellen des Berglandes hinter sich gelassen hat, erreicht er bald das zentralchinesische Tiefland, wo „aufgrund des überaus fruchtbaren Bodens fast 70 Prozent der gesamten chinesischen Reisproduktion erzeugt“1 werden.

Der Jangtse ist außerdem „heute die wichtigste Binnenschifffahrtsstraße [...und ...] trägt 80% aller Schiffsfrachten Chinas.“2

Der Fluss befindet sich in einer subtropischen Klimazone, in der Niederschläge „sich im ganzen Jahr und in verschiedenen Gebieten ungleichmäßig verteil[…en].“3

Daher treten regelmäßig, aber in unterschiedlichen Gebieten4 beginnend, Hochwasser auf, in den vergangenen 2000 Jahren laut Brockhaus über 200-mal besonders stark. Diese Hochwasser forderten angeblich allein im 20. Jh. mehr als 720.000 Tote. Im Juli 1954 etwa starben 420.000 Menschen bei einer dieser Katastrophen.5

2.2. Historisch-politischer Hintergrund.

Seit der Republikgründer Sun Yatsen 1919 an eine Aufstauung des Jangtse bei den berühmten Drei Schluchten dachte, gab es mehrere Anläufe zu einem entsprechenden Großprojekt. 1944-47 unterstützten die USA, danach die UdSSR 1951-60 die Bemühungen Chinas durch Studien oder finanzielle und technische Mittel; zu einem Baubeginn kam es, wegen politischer Differenzen mit dem Ausland, nicht.6

Seit Anfang der 1980er Jahre wurde der Traum des Hochwasser bändigenden Damms wieder diskutiert, 1985 und 1986 Pläne ausgearbeitet. Diese führten jedoch zu Protesten, etwa bei Ökologen und Naturschützern. 1989, nach der blutigen Niederschlagung der Demonstrationen am Tian’anmen-Platz, wurden Kritiker der Staumauer zu Regimegegnern erklärt, 1992 beschloss Ministerpräsident Li Peng das Projekt mit einer Zweidrittelmehrheit im Parlament.7

3. Daten zum Drei-Schluchten-Projekt (auch: Sanxia-Projekt).

1994 begannen die Vorarbeiten, um den Bau der eigentlichen Staumauer erst möglich zu machen. Sie wurden am 22. November 1997 mit der Umleitung des Jangtse durch ein 3,7 km langes künstliches Flussbett abgeschlossen.

Dieser Kanal ist inzwischen wieder blockiert worden, weil Mitte 2003 die Fluttore in der inzwischen fertig gestellten Staumauer geschlossen wurden.

2009 soll nach der Fertigstellung des Kraftwerks und den Schleusenstraßen das Projekt vollendet sein.

Die Baukosten belaufen sich auf offiziell etwa 27 Milliarden Dollar, je nach Einschätzung aller Folgekosten allerdings über 75-80 Milliarden Dollar. 8

Die Talsperre soll bis zu 39,3 Milliarden m3 (39,3 km3) Wasser fassen, der Stausee soll nach Abschluss der Stauphase eine Fläche von 104.500 ha bedecken, davon wären 93.753 ha neu überflutetes Land. Mit einer Länge von 663 km wird der geplante Stausee der längste der Welt werden.

Die Staumauer selbst ist 185 m hoch und besitzt eine Länge von 2309 m. Das Wasserkraftwerk unterhalb der Talsperre soll ab 2009 jährlich 85 Milliarden kWh liefern können.9

Ingenieure haben den Drei-Schluchten-Damm als geradlinige Schwergewichts-Staumauer konzipiert. „Das heißt, die Stabilität aller Bauteile des Damms stützt sich auf deren eigene Schwerkraft.“10 Dadurch soll die Mauer gegen äußere Einwirkungen, wie etwa Waffengewalt, geschützt werden.

4. Ziele des Projekts.

Neben dem machtpolitischen Ziel, die ehrgeizigsten wasserbaulichen Systeme der Welt zu verwirklichen – China ist nach Auffassung Dycks eine „hydraulische Kultur“11, in der auf diese Weise Prestige gewonnen wird12 – sind es vor allem handfeste wirtschaftliche Vorteile, die die chinesische Regierung zu dem Projekt bewogen.

4.1. Kontrolle über die Wasserführung.

Wie bereits oben erwähnt, ist der Jangtse ein Fluss, bei dem Überschwemmungen üblich sind. Besonders vom Mai bis September verwandelt der Monsunregen die Stromschnellen am Mittellauf zu einem reißenden Strom (mit einer maximalen Durchflussrate von 84.000 m³/s) und gefährdet die tief liegenden Gebiete am Unterlauf.

Der jetzt entstehende Stausee wird nach Willen der Konstrukteure periodisch genutzt werden: Während der Sommermonate soll der Fluss bis auf den Wasserpegel von 175 m aufgestaut werden, während der niederschlagsärmeren Zeit hingegen müssen die Wassermassen stufenweise bis zum Pegel 145 m abgelassen werden, um den Stausee auf das nächste Hochwasser vorzubereiten.

Durch diese Praxis sollen flussabwärts gelegene Regionen vor verheerenden Flutkatastrophen wie den eingangs Erwähnten besser geschützt sein.

Die neue maximale Durchflussrate bei den drei Schluchten soll bei 57.000 m³/s liegen, also deutlich gesenkt werden.13

4.2. Gewinnung von Energie

Am Fuß des Stausees soll, wie bereits in 3 erläutert wurde, in einem Wasserkraftwerk Energie in der Größenordnung 85 Milliarden kWh pro Jahr erzeugt werden, die dann größtenteils den vielen am Jangtse gelegenen Städten wie etwa Chongqing, Wuhan und Shanghai zugute kommen soll.14

Befürworter des Sanxia-Projektes sehen in der Stromgewinnung vor allem einen ökologischen Vorteil. Die Hauptlast der Energienachfrage in China wird heute nämlich durch Kohlekraftwerke gedeckt. (nämlich 78%)15

„Kohlekraftwerke mit der gleichen Leistung [wie das Wasserkraftwerk] würden den Ausstoss von ca. 100 Mio. Tonnen CO2 pro Jahr bedeuten.“16

Diese ökologisch bedenkliche Menge soll durch die Anschließung des Sanxia-Wasserkraftwerks an das chinesische Stromnetz eingespart werden.

Auch im Standortfaktor der Nähe zu den Verbrauchern ist das Wasserkraftwerk den Kohlekraftwerken überlegen, deren Rohstoff über weite Transportstrecken aus dem Norden geliefert werden muss.17

Um die maximale Energieabgabe von 18,2 GW zu gewährleisten, muss der Stausee aber voll gefüllt sein. Somit müssen die Betreiber der Staumauer die Energieausbeute den Jahresperioden des Niederschlags (s.o.) angleichen, was eine „Auslastung der Generatoren von ca. 54% p.a.“18 zur Folge hat.

4.3. Verbesserung der Schiffbarkeit des Jangtse.

Durch den Stausee soll der Jangtse verkehrstechnisch bis zum Hafen der Metropole Chongqing (31 Millionen Einwohner) für Schiffe von der Kapazität 10.000 Bruttoregistertonnen erschlossen werden und somit nochmals an Bedeutung im Binnenfrachtverkehr gewinnen. Hier wird eine Verfünffachung der Frachtkapazität des Flussabschnittes bis 2013 auf 50 Millionen Tonnen angenommen.

Die Höhendifferenz beim Stauwehr (bis zu 113 m) überwindet der Güterverkehr durch zwei Schiffsschleusenstraßen mit jeweils fünf Schleusenkammern (34 m Breite, 280 m Länge, 11500 t Hebekapazität).

Als Alternative zu dem Weg über die Schleusen am Nordufer wurde ein Schiffshebewerk näher am Stauwerk errichtet. 19

4.4. Konsequenz: Wirtschaftliche Entwicklung der Provinzen.

Die Folge aus den oben genannten Punkten ist eine neue ökonomische Raumordnung der Region. Um mögliche, günstigere Standortfaktoren zu nennen: Mehr Energie aus einer neuen Energiequelle steht zur Verfügung, bessere Verkehrsanbindung an den Binnenverkehr ermöglicht schnelleren Handel mit mehr Gütern, Transportkosten sinken.

Die chinesische Zentralregierung hat etwaige Umstrukturierungsprobleme bei den einheimischen Unternehmen vorhergesehen, und will sie lösen, bevor sie auftreten. Eine „Sanierungsreform der Industriestruktur“20 sei begonnen worden, in deren Verlauf laut Planung „1397 Industrieunternehmen, die wegen des Staudamms weichen mussten, auf nur noch insgesamt 389 Unternehmen“20 fusioniert bzw. reduziert werden. Gan, der ehemalige Vize-Bürgermeister von Chongqing, hatte Anweisung „die Struktur [zu] reorganisieren, die Qualität [zu] verbessern und die Effizienz [zu] steigern.“20

Durch „bessere Bedingungen für die Öffnung Chongqings sowie des Südwesten Chinas [… soll] Chongqing das wirtschaftliche Zentrum am oberen Lauf des Yangze-Flusses werden.“20

Ebenso wie Chongqing soll die gesamte Region modernisiert und neu strukturiert sowie wirtschaftlich entwickelt werden, sodass große aus- und inländische Investoren sich für den Standort Sanxia-See interessieren.

Speziell die Chemie- und die Metall-/Stahlindustrie, die jeweils sehr energieintensiv sind, werden ausgebaut, Folgeprojekte wie der Bau eines Internationalen Flughafens sind im Gespräch. Deren gewünschte Folge ist die Ausweitung des Dienstleistungssektors, besonders im Bereich Handel und Fremdenverkehr.21

Diese Planungen sehen in der Durchführung des Drei-Schluchten-Projekts nur einen von vielen Schritten zum Ziel einer anerkannten Industrienation. (s. 7.1)

5 Der Assuanhochdamm – Zusammenstellung der Kontroverse

Da über den Assuanhochdamm, der den Nil staut, bereits sehr viel publiziert worden ist, und es den Rahmen dieser Facharbeit sprengen würde, wenn allzu ausführlich auf ihn eingegangen würde, sollen hier die Ziele und die später aufgetretenen Probleme nur kurz angeführt werden.

5.1 Daten und Ziele des Assuanhochdamms.

Der Bau des Hochdamms bei Assuan dauerte elf Jahre, von 1960 – 1971. Er bedeckt eine Fläche von 5.500 km² und speichert 164 Mrd. Kubikmeter Wasser.

Genannt wurden folgende Ziele, die der Staudamm zu erreichen hatte:

- Speicherung von Trink- und Bewässerungswasser für Trockenzeiten
- die daraus resultierende Steigerung der landwirtschaftlichen Produktion durch Umstellung auf Dauerbewässerung
- Gewinnung von Energie: 8 – 10 Mrd. kWh pro Jahr
- Hochwasserschutz und Kontrolle der Wasserführung
- Verbesserung der Schiffbarkeit des Nils 22

5.2 Folgen und Probleme des Assuanhochdamms

Die positiven Folgen entsprechen, grob gesehen, den Zielen. Die Probleme des Assuanstaudamms (die Liste ist nicht ganz vollzählig) sind vielfältig und teilweise umstritten. Bezeichnend ist, dass viele der Folgewirkungen des Assuanhochdamms in ähnlicher Form auch beim Drei-Schluchten-Projekt befürchtet werden.

5.2.1. Positive Ergebnisse

- Die erwarteten Mengen an gewonnener Elektrizität wurden lange Zeit nicht erreicht, seit 1990 jedoch konnten 8,6 Mrd. kWh Strom im Jahr vom Hochdammkraftwerk geliefert werden, womit dieses Ziel erfüllt wurde.
- Jährlich wurden 7,5 Mia. m³ Bewässerungswasser gespeichert.
- Die Ziele in Hochwasserschutz und Schiffbarkeit wurden erreicht.
- Die Steigerung der landwirtschaftlichen Produktion ist umstritten. Bessere Maschinen und ganzjährliche Bewässerung führten eindeutig zu besseren Ernten, doch die Anbaufläche ging im Lauf der Jahre zurück. 22

5.2.2. Negative Ergebnisse

- Siedlungen und Kulturgüter werden überflutet
- Nilschlamm wird durch den Hochdamm zurückgehalten und kann sich nicht mehr flussabwärts ablagern. Stattdessen findet dort durch schnelleren Wasserfluss Erosion statt, was zu Verlust von Ackerland und zur Gefährdung von Wasserbauten wie etwa Brücken führt.
- Aufgrund des Ausbleibens der Düngewirkung von Nilschlamm wurde auf Kunstdünger zurückgegriffen, was zu Eutrophierung (vgl. 6.3.2.) führte. Dies bot gute Lebensbedingungen für Krankheitskeime im Wasser, etwa Bilharziose-Erreger.
- Die Dauerbewässerung bewirkt einen ganzjährig hohen Grundwasserspiegel. Kapillarwirkung und Oberflächenverdunstung führen zu Versalzung des Bodens, wenn keine Abwasserkanäle angelegt werden.
- Der Fischfang ging wegen der qualitativen Verschlechterung (weniger Nährstoffe, dafür Kunstdünger) des Wassers zurück. 22

6. Welche Probleme des Sanxia-Stausees sind bekannt?

Dass ehrgeizige Projekte wie dieses auch Probleme aufwerfen, ist ein Naturgesetz. Hier unterscheide ich zwischen sozialen und ökonomischen Themen, technischen Problemen sowie ökologischen Langzeitfolgen. Nicht alle diese Probleme sind zwingend notwendige Folgen des Talsperrenbaus, viele sind vermeidbar oder könnten auch jetzt noch vermieden werden.

6.1. Soziale und ökonomische Probleme.

6.1.1. Problem der Umsiedlung von Menschen und der Infrastruktur

Aus den bald gefluteten Gebieten werden nach offiziellen Angaben 1,2 Millionen Menschen umgesiedelt, neueren Zahlen zufolge sogar 2 Millionen. Die Umsiedler müssen von der Regierung für ihren materiellen Verlust entschädigt werden – dabei sind Bewohner von alten und baufälligen Häusern wegen deren Wertminderung stark benachteiligt. Der Preis für Neubauten pro m² soll in einem Beispiel bei 171,4% der Kompensationszahlungen pro m² gelegen haben. Sozial schwächere Menschen, etwa Betreiber traditioneller Kleinbetriebe oder Läden, würden so in den Ruin getrieben, heißt es.23

Auch einfache Bauern hätten nur die Hälfte ihres vorherigen Landbesitzes in einer schlechteren Qualität erstatten bekommen.23

Auch Gan erklärt, dass der Wiederaufbau von Unternehmen, die keine „Markenartikel herstellen“, sondern „rückständige Produkte herstellen“ und „überalterte Geräte benutzen“ nicht mit staatlichen Mitteln gefördert wird.24

Nicht mehr existierende Unternehmen wiederum können keine Arbeitsplätze mehr bereitstellen, was zumindest kurzfristig einen Anstieg der Arbeitslosigkeit bedeutet. Das Förderprogramm der Zentralregierung (s. 4.4.) wird also zunächst die wirtschaftlichen Flurschäden beseitigen müssen, die durch das Sanxia-Projekt erst angerichtet worden sind.

6.1.2. Problem der Überschwemmung von Kulturgütern.

Historische Denkmäler aus allen Epochen werden im Stausee versinken, viele von ihnen können nicht gerettet werden. Je nach ihrer Bedeutung als Touristenattraktion oder Gedenkstätte erfahren sie unterschiedliche Behandlung: Für den „Steg der weißen Kraniche“ etwa sei ein Unterwassermuseum in Bau, Tempel alter Götter würden an anderen Stellen wieder aufgebaut. Bei „weniger spektakulären Zeugnissen der Vergangenheit“ 25 werde der Bevölkerung nicht einmal der Verlust bewusst, darum würden diese nicht gerettet.

„Forscher […] entdeckten über 1.200 historische Stätten, wobei zahlreiche Funde ca. 6.000 Jahre alt sind [… ,]Skulpturen, Gräber, Tempel, Felsmalereien und Jadehöhlen.“26 Somit beeinflusst die Aufstauung nicht nur ersetzbare Infrastruktur, sondern auch unersetzliches kulturelles Erbe.

6.1.3. Problem der Beamtenkorruption und Verletzung der Menschenrechte.

Proteste der Anwohner gegen den Staudammbau wurden27 unterdrückt (vgl. 2.2); Polizei und Ordnerdienste sprengten Häuser von Umzugsverweigerern. Von westlichen Medien und Nichtregierungsorganisationen werden solche Maßnahmen als nicht menschenwürdig verurteilt.

Zum anderen veruntreuten Beamte in der Verwaltung Millionensummen, die als Kompensationszahlungen für Anwohner gedacht waren. Nachdem mehrere solcher Fälle publik wurden, verhängte die Regierung schwere Strafen auf Unterschlagung. Korruption und Bereicherung sind jedoch ein strukturelles Problem in ganz China.28

6.2. Technische und Zielsetzungs-Probleme.

6.2.1. Problem der Sedimentfracht des Jangtse.

Die Sedimentbelastung des Jangtse liegt bei 1,2 Kilogramm Schlamm pro Kubikmeter Wasser, was der weltweit neunthöchste Wert ist. Jährlich werden ungefähr 680 Mio. t Schlamm ins Meer gespült.

Das Geschiebe des Flusses wird sich, so die Befürchtung, in dem beruhigten Gewässer vor der Staumauer absetzen, wodurch das Staubecken schnell verlanden und für die Schifffahrt unbrauchbar gemacht werden wird.

Um Schlamm vor der Staumauer ablassen zu können, wurden 22 Abflusskanäle in diese eingebaut. Um weiter flussaufwärts liegende Hafenanlagen sedimentfrei zu halten, muss jedoch ein erheblicher „technische[r] Aufwand“29 geleistet werden.

„Pessimistische Schätzungen gehen davon aus, dass sich in der ersten Zeit jährlich etwa 70 % der Gesamtfracht im Stausee [„zuerst am westlichen Ende des Stausees“25] absetzen und somit binnen 50 Jahren zehn Milliarden Kubikmeter, also rund die Hälfte der Staukapazität verloren gehen.“29

Die höheren Durchflussraten anfangs der jährlichen Flutperiode sollen sedimentierten Schlamm wieder abtragen, argumentieren die Behörden. Inwieweit dieses Argument trägt, wird man wohl erst nach der Inbetriebnahme der Anlagen erfahren.

Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die Turbinen des Wasserkraftwerks. Sie können durch Sand oder Schlamm in Mitleidenschaft gezogen werden und sind dann äußerst wartungsbedürftig, was die Elektrizitätsgewinnung zurückgehen lassen wird.30

Die Sedimente sind wohl das größte von der Natur bedingte Problem, welches dem Drei-Schluchten-Projekt droht, da alle drei Hauptziele nur eingeschränkt erreicht würden. Daher sind weitere Staudämme an den Zuflüssen des Jangtse in Planung, in denen sich Sedimente absetzen können, bevor sie die Sanxia-Talsperre erreichen.31

6.2.2. „Zielkonflikt“ zwischen Hochwasserschutz und Energiegewinnung.

Wie bereits in Punkt 4.2. angesprochen, ist maximale Energieerzeugung nur bei einem möglichst hohen Pegel möglich, was dem Ziel des Hochwasserschutzes zuwiderläuft. Deswegen wird hier von einem „unlösbaren Zielkonflikt“32 gesprochen – die Betreiber des Wasserkraftwerks könnten versuchen, den Pegel möglichst lange auf einem hohen Niveau zu halten, während der Wasserstand in der Vorbereitung auf ein Hochwasser bereits sinken müsste. In diesem Fall hätte die Aufstauung keinen effektiven Nutzen zur Verhinderung einer Katastrophe.33

6.2.3. Der Damm kann keine extremen Hochwasser zurückhalten.

So groß und volumenreich der geplante Stausee auch sein wird: Nach einigen Experteneinschätzungen wird er nur ein Zehntel des Volumens eines extremen Hochwasserereignisses zurückhalten, wie sie in den Jahren 1954 oder 1998 vorkamen. 34

450 Milliarden m³ Wasser hat der Jangtse im Sommer 1954 mitgeführt, während die Deichanlagen nur 350 - 400 Mia. m³ auffangen konnten. Das Staugewässer kann zwar zusätzlich 22 Mia. m³ aufnehmen, aber „mehr passt nicht rein“35. Erschwerend käme hinzu, dass auch Nebenflüsse des Unterlaufs von einem „Konzentrationshochwasser“36 betroffen sein könnten, weil die unberechenbaren Niederschläge (s. Punkt 2.1) gerade hier auftreten.

Zusätzliche Vorkehrungen müssten getroffen werden, um neuerdings auftretende Jahrhunderthochwasser in den Griff zu bekommen.

Dabei können gerade wegen der Zunahme des Hochwasserschutzes und der massiven Eindeichung deutlich mehr Hochwasser entstehen, da große Retentionsflächen durch Deiche vom Jangtse abgeschnitten werden und die Wassermassen weiter flussabwärts strömen müssen.

„Zwischen 1991 und 1995 hat sich die Zahl der offiziell ausgewiesenen Rückhaltegebiete von 45.900 auf 33.000 verringert.“37

Anwohner, die in diesen Retentionsräumen siedeln (auch aus Gründen der staatlichen Propaganda, die Sanxia-Talsperre werde sie schützen), könnten nicht rechtzeitig evakuiert werden, da Behörden erst im letzten Augenblick vor dem Deichbruch Alarm für das betroffene Gebiet geben.

Insgesamt wird der Effekt des Hochwasserschutzes von Kritikern also als eher gering eingestuft.

6.2.4. Problem der verstärkten Erosion.

Im Unterlauf wird der Jangtse durch zahlreiche Eindeichungen kontrolliert. (s. o.) Von den Sedimenten befreit, wird der Jangtse flussabwärts der Staumauer mit größerer Geschwindigkeit fließen. Bei höherer Fließgeschwindigkeit werden mehr Sedimente an den Ufern (meist Deiche) abgetragen, die Deiche werden unterhöhlt. Diese Lateralerosion oder auch Auskolkung betrifft nicht nur Deiche, sondern alle anderen Wasserbauten wie Hafenanlagen, Brückenpfeiler usw., mit schwerwiegenden Folgen: Brücken und Piere müssen häufiger instand gesetzt werden, und die flussabwärts gelegenen Deiche müssen ständig überprüft werden, damit es zu keinem Deichbruch mit all seinen Folgen kommt.

Im Endeffekt würde diese Folge der Staumauer sogar zu einer Verschärfung des Hochwasserproblems beitragen. 38

Im Gegensatz zu der früheren Situation, in der sich die Schlammfracht des Jangtse im Flussdelta und auf dem Kontinentalschelf absetzt, könnte auch dort die Erosion zukünftig eine größere Rolle spielen als die Sedimentation. Sandbänke würden abgetragen, Meerwasser würde infolgedessen vermehrt ins Delta vordringen, was die „Trinkwasserversorgung der Großraummetropole Shanghai“39 beeinträchtigen würde.40

Eine andere Auswirkung der Deltaversalzung wird in 6.3.3. erörtert werden.

6.2.5. Kein Problem der Versalzung durch Bewässerung.

Der Hauptunterschied zwischen Assuanhochdamm und Sanxia-Staumauer ist, das letztere (zumindest vorläufig, s. Punkt 7.1.) kein Bewässerungsreservoir darstellt. Das zentralchinesische Tiefland liegt, wie eingangs erwähnt, in einer subtropisch-humiden Klimazone, während Ägypten ein subtropisch-arides Klima hat. Versalzung von Bewässerungsflächen spielt daher in China nicht eine dermaßen große Rolle wie in Ägypten. Dennoch auftretende Versalzung ist aber nicht Ursache der Drei-Schluchten-Talsperre, und damit für diese Arbeit ohne Bedeutung.

6.2.6. Der Damm bekämpft Symptomatik, nicht die Ursache des Hochwassers.

Neben der Korrektur am Umfang des erwarteten Hochwasserschutzes wird auch grundsätzlichere Kritik laut.

Der Sanxia-Staudamm sei nicht so kosteneffizient wie andere, kleinere Alternativen, die sich schneller amortisiert hätten und bei denen die angesprochenen Probleme weniger ausgeprägt gewesen wären.41

Der Sanxia-Staudamm könne das Problem, das er lösen soll, nur verlagern: „der Rückstau des Jangtsekiang [werde] dann die Flüsse am Oberlauf rascher über die Ufer treten lassen“.42

Noch weiter gehen Ökologen, die in der Hochwasserproblematik eher das Problem von fehlenden Wäldern sehen.

„Die natürliche Wasserspeicherfunktion der Wälder“43 vermindere Hochwasser, zudem könnten Bäume oder ähnliche Pflanzen die Erosion und die Auswaschung von Sedimenten (s. o.) verhindern. Abholzung zugunsten der Gewinnung von Ackerland und Brennholz habe jedoch den Waldanteil auf 12,7%44 der Landesfläche schrumpfen lassen. Zwar würden staatliche Aufforstungsmaßnahmen forciert, illegale Fällung nehme jedoch überhand.

6.2.7. Minimale Gefahr eines Dammbruchs

Dass die Staumauer der Drei-Schluchten-Talsperre tatsächlich bricht, ist recht unwahrscheinlich.

Den Auswirkungen einer Katastrophenflut soll der Damm standhalten, dafür wurde er gebaut. Dennoch soll es „Hinweise auf Risse im Beton des Damms […] sowie Schmähungen […] als Tofu-Konstruktion.“45 geben. Es sei minderwertiges Baumaterial verwendet worden, eine weitere Folge von Selbstbereicherung der zuständigen Beamten.

Das geophysikalisch eher instabile Gebiet46 könnte durch Steinschläge oder induzierte Erdbeben geschwächt werden. Dieser bislang wenig erforschte Aspekt werde in etwa so ablaufen: Wasser, das durch Risse in die Felswände des Staubeckens gelangt, verursacht einen Steinschlag. Tonnenweise Gestein löst sich und fällt in den See, was eine große Flutwelle auslöst. Dadurch bildet sich zumindest eine Flutwelle, deren Ausläufer sich im engen See verstärken und sehr weit reichen. Im schlimmsten Fall wird so ein Erdbeben erzeugt, induziert. Der voll gefüllte Stausee würde im wahrsten Sinne des Wortes „überschwappen“, möglicherweise sogar die Staumauer brechen.

Schwächere Erdbeben könnten angeblich auch allein durch den Druck des Wassers, das auf dem Boden lastet, induziert werden.47

Sollte es tatsächlich zu dem befürchteten Dammbruch kommen, würde das gespeicherte Wasser auslaufen, die flussabwärts gelegenen Gebiete überfluten und dabei Schäden „von apokalyptischen Ausmaßen“48 anrichten, zumal bis jetzt noch keine Notfallpläne existieren.

6.3. Ökologische Probleme.

6.3.1 Problem durch Giftmüll und Industrieabwässer.

Industrie und Landwirtschaft entsorgten 2001 gut 22 Mia. t und 2003 fast 24 Mia. t ungeklärter Abwässer in den Jangtse, ein großer Teil davon oberhalb des Stausees. „Chongqing reinigt bis heute nur fünf Prozent [… der] Abwässer“.49

Die Nebenflüsse sind nicht sauberer. Die Tendenz wird zunehmen, denn die Wirtschaft in China boomt auf Hochtouren und vielen verantwortlichen Chinesen „fehlt jegliches Umweltbewusstsein“.49

Aus diesem Grund hat die Zentralregierung zwar Klärwerke und Umweltprogramme angeschoben, aber zu spät und nicht im ausreichendem Maße, wie Ökologen sagen.

Auch die überfluteten Überbleibsel menschlicher Siedlungen (Mülldeponien, Friedhöfe, Bergwerke, öffentliche Toiletten) enthalten große Mengen unerwünschter Stoffe, die womöglich aus dem Grund des Sees in das Wasser ausgeschwemmt werden.

Die Entscheidung der Funktionäre, den zukünftigen Seegrund nicht von den Gefahrstoffen zu befreien und diese dann an anderer Stelle zu entsorgen, sondern besonders gefährliche Stellen durch „spezielle Abdeckplanen und Erdreich“49 zu schützen, wird ebenfalls skeptisch gesehen. Auch in Deutschland besteht das Problem, dass angeblich sichere Sondermülldeponien lecken und das Grundwasser vergiften.

Befürchtet werden gesundheitsschadende Konzentrationen von Arsen, Blei, Cyanid, Düngemittel, Kupfer und Quecksilber im Sanxia-See. Nicht nur der Stausee selbst, sondern auch der Unterlauf des Flusses würden wegen politischer Fahrlässigkeit, was die Ökologie betrifft, vergiftet.50

6.3.2. Methanbildung im Stausee kann zu Klimaschäden führen.

Es besteht die Gefahr, dass die Energiegewinnung durch einen Stausee ein ökologisch größeres Problem ist als entsprechende Kohlekraftwerke. Letztere würden CO² emittieren, in einem eutrophischen oder gar hypertrophischen Gewässer (sollte der Sanxia-See sich zu einem solchen entwickeln) dagegen bildet sich das bei weitem schädlichere Klimagas Methan:

Im Drei-Schluchten-See ist wegen des großen Nährstoffangebots (Phosphor und Nitrate aus Abwässern, s.o.) eine recht hohe Vermehrung von Algen und ähnlichen Wasserpflanzen zu erwarten, die dem Wasser Sauerstoff entziehen, die Trophie51 erhöhen und die Gewässerqualität senken. Biomasse, die sich nun im See befindet, verrottet nun unter Sauerstoffabschluss. Entsprechende anaerobe Zersetzer kommen bei ihrem Stoffwechsel ohne Sauerstoff aus, ihr Stoffwechselprodukt ist Methan.

Im bald überschwemmten Jangtsetal wurde angeblich auch nicht dafür Sorge getragen, die hier wachsenden Pflanzen und Bäume zu entfernen, sodass die oben genannte Gefahr wächst. Hier handelt es sich, wie auch bei Punkt 6.3.1. um ein Risiko, das vermeidbar wäre, aber nicht genug beachtet wurde.

Welche Auswirkungen sich bei dem Drei-Schluchten-Projekt im Endeffekt zeigen werden, ist noch nicht genau untersucht, denn „die Schädlichkeit von Stauseen kann sich je nach Lage um den Faktor 500 unterscheiden.“52, 53

6.3.3. Klimaveränderung führt zum Aussterben von Tier- und Pflanzenarten.

Die Ökologie des Flusses wird durch den Eingriff massiv verändert (s. 6.2.4 und 6.3.2). Während am Unterlauf und in der Mündung in das Gelbe Meer das Nährstoffangebot aufgrund der Filterwirkung der Talsperre deutlich zurückgeht und Salzwasser in das Delta eindringt, wird gleichzeitig im entstehenden Stausee ein Überangebot an Nährstoffen produziert.

Die große Wasserfläche wird sich „um durchschnittlich bis zu 1°C“54 erwärmen. Dadurch werden völlig neue Lebensbedingungen für Flora und Fauna geboten, die sich den Umständen entsprechend anpasst.

Vom Aussterben bedrohte Tierarten wie der Flussdelphin, der Flussalligator, der Schwertstör, der Kranich und die Süßwasserqualle „Fallschirmfisch“55 werden verdrängt durch Arten, die in ruhigeren Seegewässern heimisch sind.

Mehrfach erwähnt werden Parasiten, die die Bilharziose oder Malaria hervorrufen, was auch die Gesundheit der Anwohner gefährden könnte.56

Dagegen könnte der Planktonbestand im Mündungsbereich aufgrund der Verringerung der Nährstoffe zurückgehen, was weitere Folgen auf die Nahrungskette haben wird. Süßwasserfische werden durch Brackwasser- oder gar Salzwasserarten verdrängt, die Fangzahlen in der Fluss- und Küstenfischerei sowie der ertragreichen Fischzucht könnten deutlich zurückgehen. Die ökologischen Folgewirkungen des Drei-Schluchten-Projekts haben somit auch wieder eine direkte Auswirkung auf die Ökonomie.57

7. Fortführung

7.1. Wird nach dem Gelben Fluss auch der Jangtse ausgetrocknet?

Die extreme Nutzung von ökologischen Ressourcen führt im Norden Chinas zur Desertifikation. Neben dem Abholzen der Wälder mit ihrer Funktion als Wasserspeicher wurden den Flüssen durch Kanäle große Wassermengen entzogen und zur Bewässerung und Trinkwasserversorgung eingesetzt. Grundwasser wird teilweise bis zu einen Kilometer tief aus der Erde gefördert. Die Ressourcen finden nicht mehr die Zeit, sich zu regenerieren.

Daher kalkuliert die chinesische Führung, dass Wasser aus dem Süden die Wasserarmut im Norden beheben soll. Drei verschiedene Kanalrouten sollen in einigen Jahrzehnten aus dem Jangtse-Oberlauf, dem Sanxia-See und der Jangtse-Mündung 45 Mia. m³ Wasser pro Jahr entnehmen und in den Norden leiten. Daher wird von Experten befürchtet, „dass der Jangtse in etwa 30 Jahren ebenso versiegen wird wie der Gelbe Fluss“58. 59

Diese Tendenz wird in China zwar mit Besorgnis gesehen, trotzdem ist man weiterhin von der Notwendigkeit solcher Entwicklungsprojekte überzeugt, denn man ist langfristig daran interessiert, einen ebenso hohen Entwicklungsstand zu erreichen wie etwa Japan oder gar Europa und USA.60

7.2. Welche Alternativen gibt / gab es?

- Noch immer besteht die Möglichkeit, die ökologischen Folgen des Projekts zu minimieren: Kläranlagen könnten noch gebaut werden, und zwar in ausreichender Menge und möglichst rechtzeitig vor Beginn der Stauphase. Die Vegetation am künftigen Seegrund könnte ebenfalls noch beseitigt werden, um eventueller Methanbildung vorzubeugen.

- Die Wiederaufforstungsmaßnahmen könnten verstärkt werden, außerdem ließen sich Naturschutzgebiete rund um die betroffenen Flüsse einrichten, um den entstandenen Wald besser vor illegaler Fällung bewahren zu können.
- Der Jangtse könnte stellenweise renaturiert werden, neue Retentionsflächen könnten geschaffen werden.
- Anstatt einen großen Staudamm zu errichten, hätten viele kleinere Talsperren die Zuflüsse in den Jangtse regulieren können. Dieses Konzept hätte die Möglichkeit geboten, den regional auftretenden Niederschlag aufzufangen und kontrolliert abfließen zu lassen.
- Wie bereits weiter oben angedeutet, entschieden sich die Verantwortlichen dafür, den größtmöglichen und nicht den effizientesten Wasserbau zu errichten. Ein Projekt von kleineren Ausmaßen hätte dieselben Probleme in einem weitaus geringeren Umfang gehabt. 61

Anhang I:

Verweise und Anmerkungen

(1) Dyck, 1.Vorbemerkung.

Um hier Missverständnisse zu vermeiden: Die angegebenen 70% der Reisproduktion werden nicht im Jangtsetal, sondern im gesamten zentralchinesischen Tiefland produziert.

(2) Brockhaus, Abschnitt: Verbesserung der Schiffbarkeit.

(3) Fang, S. 47.

(4) vgl. Fang, S. 49.

Das Hochwasser begrenzt sich häufig (aufgrund von lokal stark abgegrenzten Niederschlägen) auf wenige Nebenflüsse und „wandert“ von diesen ausgehend flussabwärts.

(5) vgl. Brockhaus, Abschnitt: politischer Hintergrund.

vgl. Gutowski, S. 26.

Weidenbach zufolge lag die Zahl der offiziellen Hochwassertoten 1954 bei „nur“ 35.000. Ich gehe davon aus, dass diese äußerst unterschiedlichen Angaben auf unterschiedliche Messweisen zurückzuführen sind:

Die Ertrunkenenzahl lag bei etwa 35.000.

An den Folgewirkungen (Krankheiten, Verletzungen) starben die 420.000.

Ein anderer Grund für die Differenz wird sein: „von jeher mussten sich die Regierungen auch an der Effizienz des staatlich organisierten Hochwasserschutzes messen lassen. Mehrten sich die Naturkatastrophen und Deichbrüche, so nahm die Bevölkerung dies als ein Zeichen der Schwäche der Zentralregierung auf. In diesem Zusammenhang könnten die oft verhängten Nachrichtensperren, die manipulierten Daten über die Auswirkungen und Opferzahlen, […] etc. zu begründen sein.“

Gutowski, S. 23-24.

Trotz Gutowskis Versicherung, dass seine Studie nicht der „journalistischen Sensationsmache“ (S. 0) dienen soll, ist seine Einstellung zur chinesischen Politik sehr voreingenommen.

(6) vgl. Brockhaus, Abschnitt: politischer Hintergrund.

Die politischen Differenzen mit den USA: Regimewechsel bei der maoistischen Revolution. Die Differenzen mit der UdSSR lagen in einer ideologischen Meinungsverschiedenheit begründet.

(7) vgl. Dyck, 2.1 Zur Geschichte.

vgl. Gutowski, S. 10-12.

(8) vgl. Brockhaus, Abschnitt: Eckdaten des Drei-Schluchten-Projekts.

Länge des künstlichen Flussbetts: vgl. wikipedia.org.

Kosten des Sanxia-Projektes: vgl. Anhang II.

Die Angaben zum Baufortschritt sind äußerst widersprüchlich. Um Falschaussagen zu vermeiden, füge ich den hier eher unkonkreten, aber gesicherten Daten keine weiteren hinzu.

(9) vgl. Wember, S.164, vgl. Anhang III.

Die von Wember angegebene neu überschwemmte Fläche von 937,53 km² wird von Gan mit 862 km² beziffert. Der Brockhaus hingegen beziffert die neue Wasseroberfläche mit 1.084 km², davon seien etwas mehr als die Hälfte (600 km²?) neu überschwemmt. Laut der nicht in der Facharbeit verwendeten Reportage von Yin Jie (Yin Jie. Die Bewohner der Drei Schluchten haben eine neue Heimat. In: China im Bild 4/97, S.34ff) sollen sogar nur „24.000 ha Land“ (240 km²) überschwemmt werden. (Yin wiederum diente eine „Yangtze-Kommission für das Wasserwirtschaftswesen“ als Quelle.) Andere Quellen bereinigten dieses Missverständnis: 320 bzw. 280 km² ja, aber: die Angabe beziehe sich auf fruchtbares Ackerland.

Die Liste mit irreführenden (z.T.: veralteten) Angaben lässt sich beliebig fortsetzen.

Da die Fläche des Sees sich mit dem Pegelstand verändern kann, halte ich genaue Zahlen nicht für besonders bedeutend, wenn man nur weiß: Es geht viel Land verloren.

Gutgläubig gehe ich davon aus, dass Wember auf dem neuesten Stand war, als er für seinen Artikel recherchiert hat.

(10) Radio China International,

hier wird Cao Guangjing, Vizedirektor des Generalunternehmens für das Bauprojekt zitiert.

vgl. auch Brockhaus:

„Streng genommen ist diese Talsperre allerdings kein Damm, da sie nicht aus aufgeschüttetem Material besteht, sondern als Schwergewichtsstaumauer gebaut wird. Sie widersteht dem Wasserdruck allein durch ihre massive Bauweise, ohne die Kräfte (wie bei der Bogenstaumauer) in die Talflanken oder (wie bei der Pfeilerstaumauer) in den Untergrund vor der Mauer abzuführen.“

Dies erklärt hoffentlich eine gewisse Scheu, das unkorrekte Wort „Damm“ zu benutzen.

(11) Dyck, 1.Vorbemerkung.

(12) vgl. hierzu auch Gutowski, S. 5; 12.

Er sieht im TGP (Three Gorges Project) unter anderem ein „Gigantomaniestreben der chinesischen Regierung“. „Ab einem finanziellen Volumen von ca. 100 Mio. US-$ werden Entwicklungsprojekte in den Bereich des Gigantismus/der Gigantomanie eingeordnet…“

(13) vgl. Brockhaus, Abschnitt Regulierung der Wasserführung.

(14) vgl. Brockhaus, Abschnitt Nutzung der Wasserkraft.

In anderen Quellen werden die im Brockhaus nicht erwähnten Metropolen Wuhan und Chongqing ausdrücklich genannt. vgl. Gan, vgl. Bork.

(15) vgl. Gutowski, S. 17.

(16) vgl. ERG der Schweiz. (ERG: Exportrisikogarantie)

(17) vgl. Brockhaus, Abschnitt Nutzung der Wasserkraft.

(18) Gutowski, S. 19.

(19) vgl. Brockhaus, Abschnitt Verbesserung der Schiffbarkeit.

vgl. Gutowski, S. 31.

vgl. Anhang IV, Rigos S. 41.

Nicht in den Quellen erwähnt wurde, für Schiffe welcher Kapazität das Schiffshebewerk ausgelegt ist. Die Schleusenstraßen können 11.500-Tonner heben.

Gutowski hat hier als Kritik anzumerken: „Weder im Ausland noch in der VR China existieren Schleusen mit diesen Dimensionen, so dass technisches Know- How und praktische Erfahrungen nicht vorhanden sind […]. Ferner ist damit zu rechnen, dass ein Passieren von fünf Schleusen für Schiffe sehr zeitaufwendig ist, sollte nur eine der Schleusen ausfallen, würde dieser Effekt den gesamten Schiffahrtsverkehr als Folgewirkung blockieren.

Durch die Regulierung des Wasserstandes […] können unberechenbare Strömungsverhältnisse entstehen, die eine Gefahr für die Schiffahrt bedeuten.“

(20) Gan.

(21) vgl. Gutowski, S. 21-23.

(22) vgl. Dröge.

(23) vgl. Rigos, S. 36, 42, 44.

(24) Gan.

(25) Rigos, S. 46.

(26) Gutowski, S. 42.

Dyck spricht von „mehr als 400 historische[n] Stätten“.

(27) Dieser Punkt wird in der Literatur am häufigsten angesprochen und am stärksten kritisiert, daher erachte ich es für notwendig, ihn auch hier kurz anzusprechen, auch wenn er keinen geographischen Bezug hat.

(28) vgl. Rigos, S. 36, 44.

(29) Brockhaus, Abschnitt Probleme.

Hier muss angemerkt werden, dass die Planer des Assuanhochdamms dem gleichen Problem der Schlammablagerung mithilfe eines Totraums, der allmählich aufgefüllt wird, begegnen wollten. Ein riesiger Totraum, der die Sedimentation von 500 Jahren aufnehmen sollte, reichte jedoch nicht für die Menge des Nilschlamms aus. Dem Drei-Schluchten-Projekt stand diese Option nicht offen, weil nicht genügend freie Fläche vorhanden war.

(30) vgl. Brockhaus, Abschnitt Probleme

(31) vgl. Tagesspiegel und vgl. Gutowski S. 35 - 37

Diese Dämme an den Zuflüssen des Jangtse müssten bei einer solchen Funktion, ähnlich dem Sanmenxia-Reservoir (Gutowski, S. 36), etwa alle 2 - 4 Jahre zerstört und neu aufgebaut werden. Gutowski fasst zusammen: Es scheint „noch keine praktikable Lösung für das Sedimentations- und Erosionsproblem zu geben.“ (S. 37)

(32) Weidenbach.

(33) vgl. Weidenbach.

(34) vgl. Weidenbach.

vgl. Gutowski, S. 28.

(35) Weidenbach. Zwar besitzt der Stausee ein Volumen von 39 Mia. m³, aber um diese Wassermenge aufzunehmen, müsste er vorher erst vollständig geleert werden (Technisch aufgrund des Zulaufs nicht möglich). Daher die relativ geringe Staukapazität von 22 Mia. m³.

(36) Fang. (siehe auch Anmerkung 4)

„Konzentrationshochwasser, ein auf ein bestimmtes Gebiet beschränktes Hochwasser, das heißt, der Gewittersturm konzentriert sich an einem oder mehreren Nebenflüssen. Dieser Typ Hochwasser kommt relativ oft vor und beeinflusst kleinere Gebiete und die verursachten Schäden können sehr groß sein. Seine Besonderheit liegt darin, dass der Wasserstand an den Nebenflüssen sehr hoch und die Anstiegsquote ziemlich groß ist, das Absinken des Wasserstandes erfolgt jedoch sehr langsam.“

(37) Gutowski, S. 25.

Retentionsflächen sind Wasserrückhaltegebiete, also Räume, in denen sich der Fluss ausdehnen kann/soll, bis das Hochwasser zurückgeht.

(38) vgl. Rigos, S. 38.

vgl. Dröge.

Lateralerosion: Erosion zu beiden Seiten des Flusses. Auskolkung: Durch die Auswirkungen von Wasserverwirbelungen entstehende Vertiefungen in engen Flüssen mit hoher Fließgeschwindigkeit.

(39) Gutowski, Seite 45.

(40) vgl. Gutowski, Seite 45.

vgl. Dröge. Diese Auswirkungen wurden am Nil beobachtet.

(41) Gutowski, S. 20, 21, 22, 106.

(42) Brockhaus, Abschnitt Probleme.

(43) Brockhaus, Abschnitt Probleme.

(44) Brockhaus, Abschnitt Probleme.

Die Zahl 12,7 % stammt von 1983.

Da mehr Bäume (z.T. illegal) gefällt als staatlich wieder aufgeforstet werden, wird Chinas Waldanteil an der Gesamtfläche inzwischen weitaus geringer sein. Aktuellere Zahlen liegen mir jedoch nicht vor.

Der Waldanteil in Deutschland beträgt etwa 20 - 30 Prozent. (einer Grafik des Brockhaus (Flächennutzung in Deutschland) entnehmend)

(45) Wiedemann.

(46) Hiermit wird nicht auf Plattentektonik und deren Erdbeben angespielt, sondern auf die steilen, porösen und zum Teil brüchigen Felswände der Gegend. Von den nächsten plattentektonischen Bruchstellen ist die Sanxia-Staumauer ausreichend entfernt (1200 – 1300 km), lediglich kleinere (natürliche?) Erdbeben kommen bisweilen vor. Die stärksten bisher vorgekommenen Erdbeben der Region liegen auf der Stärke 4-6 der Richterskala, die Staumauer soll dagegen sogar Erdbeben der Stufen 7-8 verkraften. vgl. Gutowski, S. 40. Da die Aufzeichnungen im Jahr 1959 beginnen, lässt sich auch nicht ermessen, wie viele von den in der Gegend vorgekommenen Erdbeben nicht durch Wasserbauprojekte induziert worden sind.

(47) vgl. Gutowski S. 37 - 42.

(48) Weidenbach. Er zitiert Williams, Philip. (Präsident des International Rivers Network)

vgl. auch Dröge (Beschreibung eines Dammbruchs bei Assuan):

„Wenn der Damm infolge von Bombenangriffen oder Erdbeben bräche, so ließen die Wassermassen „von Assuan bis Damietta [Damiette: Stadt im äußersten Nildelta, Anm.d.Verf.] kein[en] Stein auf dem anderen … und töteten mit großer Wahrscheinlichkeit 99% der Gesamtbevölkerung“.“

(49) Spiegel 23/2003

(50) vgl. Spiegel 23/2003 und vgl. Rigos, S. 36 / 40.

(51) Trophieklassen: oligotroph, mesotroph, eutroph, polytroph, hypertroph

oligotrophe Gewässser haben eine hohe Sichttiefe (mehr als 6m) und einen niedrigen Chlorophyll-Gehalt, hypertrophe Gewässer eine geringe Sichttiefe (weniger als 0,5m) und eine extrem hohe pflanzliche Aktivität.

Mit der Trophie wird die Gewässergüte gemessen, oligotrophe Seen sind optimal zur Trinkwasserversorgung, eutrophe bis hypertrophe Gewässer werden häufig als „abgestorben“ bezeichnet.

(52) Daniels.

(53) vgl. Daniels.

(54) Dyck, 3.2 Gegner des Staudammprojekts.

(55) vgl. Brockhaus, Abschnitt Probleme.

vgl. Gutowski, S. 42 - 43

vgl. Rigos, S. 40.

Der Bestand des chinesischen Flussdelphins beträgt 300 Exemplare. (Brockhaus)

Der Bestand des chinesischen Alligators beträgt 500 Exemplare. (Gutowski)

Der chinesische Schwertstör ist bedroht, ebenso wie einige Karpfenarten. Sein Laichweg wird durchschnitten, sodass er nicht mehr zum Geburtsort vordringen kann. (Gutowski)

Der sibirische Kranich ist vom Aussterben bedroht. 95% des Artbestandes überwintern im Jangtsedelta, wo in Zukunft die Futterquellen versperrt werden. (Gutowski)

Der „Fallschirmfisch“ gehört der Gattung der Craspedacusta an und existiert „ausschließlich in drei kleinen Seen in der Xiling-Schlucht“ (Rigos).

(56) vgl. Brockhaus, Abschnitt Probleme.

vgl. Gutowski, S. 46 - 47

Bilharziose ist eine Trematodenkrankheit, in China hervorgerufen durch den Saugwurm Schistomiasis japonicum.

(57) vgl. Gutowski, S. 44.

(58) Engelhardt.

(59) vgl. Engelhardt. Das Wassertransport-Projekt ist noch weitaus stärker umstritten als das Stau-Projekt. Unklar ist neben der Austrocknung der südlichen Flüsse auch, wie verhindert werden kann, dass Kanäle zufrieren oder dass Wasser auf dem Transport verdunstet. Zudem wird das Projekt eine finanzielle Untergrenze von 60 Mia. € haben.

(60) vgl. Gutowski, S. 11.

Eine „Machtdemonstration von Li Peng, der der Vision „China als Industriestaat von morgen mit wirtschaftlichem Aufschwung und Anschluss an die westlichen Industrienationen“ folgte.“

(61) vgl. Fang, S. 48 / 55 – 57.

In seiner Arbeit werden entsprechende Konzepte genannt. Andere seiner Vorschläge laufen den hier Genannten allerdings entgegen: Erhöhung der Deiche, ausbaggern und regulieren des Flusslaufs.

vgl. Gutowski, z.B. S. 20 – 22 / 106 ff.

Anhang II:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Anhang III:

Tabellarische Gegenüberstellung dreier Aufstauungen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quellen: Dröge, Brockhaus, Ruhrverband

Anhang IV:

Bildmaterial:

Das Drei-Schluchten-Stauwerk:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Rigos, S. 41

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Rigos, S. 40

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Der Assuanhochdamm:

Quelle: Gööck

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Anhang V:

Literaturverzeichnis

Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG. „Der Drei-Schluchten- Staudamm“ In: DER BROCKHAUS multimedial premium 2004. Mannheim: 2004.

Bork, Hendrik. Ein Denkmal für Deng. In: Tages-Anzeiger 27.10.1995.

Daniels, Ute. Die Drei-Schluchten-Katastrophe.

http://netzwerk-regenbogen.de/dreisch030601.html 17.12.2003

Dröge, Annika. „Die Aufstauung des Nils bei Assuan und ihre Wirkungen.“ http://www.giub.uni- bonn.de/seminare/wasser/Hausarbeiten/ss00/adroege.html 17.12.2003

Dyck, Steffen. Chinas Flüsse: „Der Changjiang und das Sanxia- Staudammprojekt“. www.hausarbeiten.de/rd/faecher/hausarbeit/chi/13890.html. 17.12.2003

Engelhardt, Torsten. „Chinesische Wasserspiele.“ In: Die Zähmung des „Langen Flusses“. In: GEO 6/Juni 2003 (Hamburg: 2003), S. 39

Fang Ziyun. „Management und strategische Planung der Wasserwirtschaft am Yangtze sowie das Hochwasserereignis des Jahres 1998.“

In: Ergänzungsband: Beantwortung wasserwirtschaftlicher Fragen und Wasserwirtschaft am Yangtze, zum Bericht zur 19. Flussbautagung 1999 in Wien. Wien: 1999.

Gan Yuping (in einem Interview mit Wang Xin.) „Umsiedlungsprozesse am Drei-Schluchten-Staudamm“.

www.chinaprojekt.de/Projekts/Umsiedlung_Yangze.htm. 17.12.2003

Gööck, Roland. Alle Wunder dieser Welt. Gütersloh: 1986.

Gutowski, Achim. Der Drei-Schluchten-Staudamm in der VR China – Hintergründe, Kosten-Nutzen-Analyse und Durchführbarkeitsstudie eines grossen Projektes unter Berücksichtigung der Entwicklungszusammenarbeit.

Bremen: 2000.

Rigos, Alexandra. Die Zähmung des „Langen Flusses“. In: GEO 6/Juni 2003 (Hamburg: 2003), S.20-46.

Ruhrverband/Ruhrtalsperrenverein. 75 Jahre. Im Dienst für die Ruhr.

Hg. von Ruhrverband und Ruhrtalsperrenverein. 1. Aufl. Gütersloh: 1988.

Weidenbach, Thomas. „Superdamm gegen die Jahrhundertfluten?“

In: Tages-Anzeiger 18.8.1998.

Wiedemann, Erich. „Chinas höchste Mauer“. In: Der Spiegel 25/2003 (Hamburg 2003)

Wember, Carsten. „Drei-Schluchten-Damm“ In: Aktuell 2004. Das Jahrbuch Nr. 1 (Dortmund: 2003), S.164.

Weitere Quellen:

Autor unbekannt. „Denkmal für die Genossen“. In: Der Spiegel 23/2003 (Hamburg 2003)

Bohlmann, Markus / Fuchs, Ulrich / Jansson, Kurt; weitere Autoren unbekannt.

„Drei-Schluchten-Staudamm“

http://de.wikipedia.org/wiki/Dreischluchtenprojekt 17.12.2003

ERG der Schweiz, Autor unbekannt. 17.12.2003

www.swiss-erg.com/portrait/ueber_uns/kunden/d/bsp_von_projekten.pdf

Radio China International, Autor unbekannt. „Sicherheit des Dreischluchtenprojekts weltweit führend“

http://germany.cri.com.cn/germany/2003/Jun/137577.htm. 17.12.2003

Tagesspiegel, Autor unbekannt. „Unter Wasser. Der Drei-Schluchten- Staudamm in China wurde geschlossen.“

http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/02.06.2003/595889.asp 17.12.2003

Nachwort des Verfassers.

Da dieses Thema äußerst vielseitig und facettenreich ist, konnten nicht alle Argumente für oder gegen die Durchführung des Three-Gorges-Project genannt bzw. im gleichen Umfang abgehandelt werden. Lücken und Ergänzungen werden in den Anmerkungen behandelt, wo auch die verwendete Literatur detailliert ausgeführt wird.

Im Übrigen ist noch zu bemerken, dass das desinformative Verhalten der kommunistischen chinesischen Regierung nicht sonderlich zu einer objektiven Beurteilung eines solchen Projekts beiträgt.

Wenn dem eigenen Parlament wissenschaftliche Studien vorenthalten werden, das Rederecht für Abgeordnete eingeschränkt, die Pressefreiheit unterbunden und Kritik am Staudamm als Regimekritik gebrandmarkt wird, Rattengift als harmlos für Menschen (es handelt es sich um schädliche Cumarin-Derivate, die zu Blutungen führen) deklariert wird [vgl. Rigos, S. 41], und mit Gewalt gegen das eigene Volk vorgegangen wird, ist unparteiische Forschung nur schwer möglich. (Zumal die Nicht-Parlamentarische Opposition unter Führung der Journalistin Dai Qing das TGP als „zerstörerisch“ und „unmenschlich“ abkanzelt – eine polemische Gegenreaktion, die der vorurteilsfreien Meinungsbildung ebenso schadet wie die staatliche Propaganda.)

Nicht nur die wissenschaftlich fundierte Kritik am TGP hat die westlichen Medien (wenn überhaupt darüber berichtet wird) so gegen das Bauvorhaben aufgebracht, sondern auch die absolutistischen Gebärden der Volksrepublik.

Ich erkläre, dass ich die Facharbeit ohne fremde Hilfe angefertigt und nur die im Literaturverzeichnis angeführten Quellen und Hilfsmittel benutzt habe.

Unterschrift: Datum: 12. 3. 2004

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21 von 21 Seiten

Details

Titel
Chinas Drei-Schluchten-Damm. Hintergründe und Probleme
Note
1- (14 P)
Autor
Jahr
2004
Seiten
21
Katalognummer
V109591
Dateigröße
666 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Chinas, Drei-Schluchten-Damm, Hintergründe, Probleme
Arbeit zitieren
Volker von Nathusius (Autor), 2004, Chinas Drei-Schluchten-Damm. Hintergründe und Probleme, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/109591

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