Beratungsmodelle und Praxis der sozialpädagogischen Beratung


Seminararbeit, 2001

15 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Theorie der sozialpädagogischen Beratung
1. Merkmale der sozialpädagogischen Beratung
2. Vergleich von drei Beratungsmodellen
2.1. Das klinische Beratungsmodell
2.2. Das Informationsmodell
2.3. Das transdisziplinäre Modell

Die Praxis der sozialpädagogischen Beratung
1. Die Lebenswelt des Zu- Beratenden
2. Wichtige Punkte für ein Beratungsgespräch
3. Anforderungen an ein Beratungsgespräch
4. Die Beratungsbeziehung
5. Die Hermeneutik
6. Anforderungen an den äußeren Rahmen
7. Praktische Übung zu einem Beratungsgespräch

Schluss

Literatur

Galuske, Michael (1992 2. Auflage): Methoden der Sozialen Arbeit. Eine Einführung. Weinheim: Juventa, Kapitel 13: Sozialpädagogische Beratung

Pfeiffer Rolf: Folien zur sozialpädagogischen Beratung

Einleitung

Beratung ist eine Dienstleistung, die man überall bekommen kann. Egal ob am Schalter der VVS oder beim Handwerker.

Doch diese Beratungen sind alle nur auf einen Teilbereich des täglichen Lebens beschränkt. Eine besondere Art der Beratung dagegen ist die sozialpädagogische Beratung.

Sie gehört zur Sozialen Arbeit und ist grundliegend die Arbeit jedes Sozialarbeiters. Das Besondere an ihr ist, dass sie auf alle Lebenslagen des Zu-Beratenden eingeht und versucht, ihm bei seinen Problemen weiter zu helfen.

Welche verschiedenen Beratungsmodelle es gibt, wo ihre Vor- und Nachteile sind und in welchen Bereichen sie eingesetzt werden, werde ich in der folgenden Hausarbeit beschreiben. Ein weiterer Hauptpunkt der Hausarbeit wird sich mit der praktischen Durchführung eines sozialpädagogischen Beratungsgespräches befassen.

In meiner Hausarbeit werde ich mich hauptsächlich auf die Ausführungen von Herrn Pfeiffer aus der Vorlesung vom 08.04.2002 und dem entsprechenden Kapitel aus dem Buch von Herrn Galuske beziehen.

Theorie der sozialpädagogischen Beratung

In diesem theoretisch orientiertem Teil meiner Hausarbeit möchte ich zunächst auf Grundlagen der sozialpädagogischen Beratung eingehen. Hier möchte ich genauerbeschreiben, wie sich die sozialpädagogische Beratung sieht und drei Beratungsmodelle mit ihren Vor- und Nachteilen etwas genauer betrachten.

1. Merkmale der sozialpädagogischen Beratung

Wie Herr Galuske in seinem Kapitel über die sozialpädagogische Beratung schreibt, wird Beratung zu über 80 % in der Familie, von Freunden oder dem Partner geleistet. Nur wenige Hilfesuchende vertauten sich bisher professionellen Beratern an. Durch die zunehmende Modernisierung unserer Gesellschaft wird die sozialpädagogische Beratung aber immer mehr in Anspruch genommen. Doch was sind die Merkmale der sozialpädagogischen Beratung? Mit dieser Frage werde ich mich nun genauer Beschäftigen und dabei hauptsächlich die Erkenntnisse von Herrn Galuske verwenden.

Um die Merkmale der sozialpädagogischen Beratung erklären zu können ist es wichtig, zuerst die Eckpunkte einer normalen Beratung aufzuzeigen.

Das Spezifische einer Beratung ist die Tatsache, dass es sich hier um eine Rollenbeziehung handelt. Ein Teilnehmer sucht Hilfe und will einen Nutzten aus dem Gespräch ziehen. Die andere Person dient dabei als Mittel zum Zweck. Sie hilft dem Zu Beratenden bei der Suche nach einer Lösung seines Problems. In der alltäglichen Beratung sind diese Rollen, je nach Situation, austauschbar, während sie in der professionellen Beratung von vorne herein klar beschrieben sind.

Das Medium der Beratung ist die Sprache, da es sich dabei stets um eine Kommunikation handelt.

Außerdem ist es wichtig, dass der Berater sich auf dem Gebiet, das das Problem betrifft auskennt und er dem Hilfesuchenden Lösungen anbietet, die der auch umsetzen kann.

Die sozialpädagogische Beratung hat noch weitere Merkmale, die sie auszeichnen.

Sie umfasst einen festen Kompetenzbereich, der sich entweder auf die Personengruppen oder auf lokale Begrenzungen stützt.

Die sozialpädagogische Beratung befasst sich mit sämtlichen Problemen, die im Alltag der Hilfesuchenden entstehen können und ist somit sehr breit gefächert. Deshalb ist es wichtig, dass der Berater ein breites Alltagswissen hat und teils mit psychoanalytischen Ansätzen herausfinden muss, wo genau das jeweilige Problem liegt.

Die Beratung bei diesen Alltagsproblemen bedarf in den meisten Fällen mehrere Sitzungen, da sie auf viele Aspekte eingehen muss.

Das Ziel der sozialpädagogischen Beratung liegt darin, dem Hilfesuchenden soweit zu bringen, dass er Lösungen für seine Probleme findet und sie somit möglichst eigenständig beseitigen kann.

Dabei kann sowohl in festen institutionellen Beratungsstellen als auch im Alltag bei verschiedenen Problemsituationen stattfinden.

Bei der Suche nach Lösungen für den Klienten ist es wichtig, dass der Berater sich auf den Alltag des Hilfesuchenden eingeht und die jeweilige Lösung damit vereinbar ist.

Bei den Alltagsproblemen kann es sich um psychologische, rechtliche oder soziale Schwierigkeiten handeln.

Um das realisieren zu können benötigt der Berater drei zentrale Dimensionen. Dabei handelt es sich um Akzeptanz des Klienten, das heißt, er muss ihn so akzeptieren, wie er ist und sollte mit ihm zusammen Lösungen finden und sie ihm nicht einfach vor die Nase setzen, als ob der Klient sie nicht selbst finden könnte.

Außerdem benötigt er Sachkompetenz, das heißt, er muss sich auf vielen Gebieten auskennen und dem Klienten durch dieses Wissen behilflich sein können.

Drittens ist es wichtig für den Berater partizipieren zu können. Dabei steckt er gemeinsam mit dem Klienten Teilziele, die es gemeinsam zu erreichen gilt.

2. Vergleich von drei Beratungsmodellen

Im folgenden Abschnitt werde ich mich näher mit dem klinischen Beratungsmodell, mit dem Informationsmodell und dem transdisziplinärem Modell befassen und ihre Vor und Nachteile genauer beleuchten.

2.1. Das klinische Beratungsmodell

Das klinische Beratungsmodell bedient sich psychotherapeutischer Methoden, die der Berater anwendet, um dem Hilfesuchenden bei der Bewältigung seiner Probleme behilflich zu sein.

Diese Methoden stammen aus der klinischen Psychologie bzw. aus der Psychiatrie.

Die Vorteile des klinischen Beratungsmodells liegen zweifellos darin, dass es sich hier um Verfahren handelt, die bereits seit vielen Jahren getestet und erprobt sind.

Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass die Anbieter solcher Beratungen langjährige Ausbildungen und viele Fortbildungen in diesem Bereich haben.

Doch auch für den Sozialarbeiter ist es wichtig, sich Grundlagen des klinischen Beratungsmodells anzueignen. Erst dadurch ist es ihm möglich, den Hilfe Suchenden an Experten zu überweisen, damit ihm dort geholfen werden kann.

[...]

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
Beratungsmodelle und Praxis der sozialpädagogischen Beratung
Hochschule
Evangelische Hochschule Ludwigsburg (ehem. Evangelische Fachhochschule Reutlingen-Ludwigsburg; Standort Ludwigsburg)  (FB Sozialpädagogik)
Veranstaltung
Handlungskonzepte und Methoden der sozialen Arbeit - ein Überblick
Note
1,3
Autor
Jahr
2001
Seiten
15
Katalognummer
V10960
ISBN (eBook)
9783638172486
Dateigröße
517 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Beratung, Handlungskonzepte, Methoden, Arbeit
Arbeit zitieren
Martina Meyer (Autor), 2001, Beratungsmodelle und Praxis der sozialpädagogischen Beratung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/10960

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