Goethes "Novelle". Eine Kritik an Revolution und Restauration?


Hausarbeit (Hauptseminar), 2005
28 Seiten, Note: sehr gut

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Inhaltsverzeichnis:

I. Einleitung

II. Das Jagdmotiv

III. Das Motiv der Stammburg

IV. Das Motiv des Marktes und das Symbol des Feuers

V. Honorio und der Tiger

VI. Das Kind und der Löwe

VII. Ergebnis

VIII. Quellen- und Literaturverzeichnis

I. Einleitung:

Im Jahre 1828 erschien Goethes „Novelle“ erstmals im 15. Band der sogenannten „Ausgabe letzter Hand“ zusammen mit weiteren Werken des Dichters, wie „Die Aufgeregten“, „Unterhaltungen deutscher Ausgewanderter“, „Märchen“ und „Die guten Weiber“.[1] Stoff und Thematik des später vom Weimarer Geheimrat einfach als „Novelle“ bezeichneten Prosatextes waren jedoch wesentlich älter. Bereits anno 1797 äußerte Goethe das Ansinnen gegenüber Wilhelm v. Humboldt und Friedrich Schiller, ein episches Gedicht im Stile von „Hermann und Dorothea“ zu verfassen, welches den Titel „Die Jagd“ tragen sollte. Goethe hatte auch bereits ein Konzept erstellt und den Plan gefasst, das Gedicht in Hexametern niederzuschreiben. Die Einwände der beiden o.g. Freunde jedoch veranlassten Goethe, sein Vorhaben aufzugeben bzw. hinter die Arbeit an seinem „Faust II“ zurückzustellen. Knapp dreißig Jahre später, im Oktober 1826, griff er den Stoff wieder auf, fand das alte Konzept nicht und erstellte neue Schemata, worüber der Dichter, als sich der vormalige Entwurf wiederfand, schließlich recht froh war, diesen zu benutzen nicht in der Lage gewesen zu sein.[2] Jedoch scheint ihm die Diskussion mit Schiller und W. v. Humboldt über die Form des Stoffes eine Lehre gewesen zu sein, da er nach der Wiederaufnahme seines Plans, in dem sich anschließenden knapp zwei Jahre andauernden Schaffensprozess, sich nicht erneut auf einen solchen Diskurs einließ.[3]

Dieser kurze Abriss ihrer Entstehungsgeschichte macht deutlich, dass der eigentliche Stoff der „Novelle“ nicht aus der Zeit ihres Druckes – also den zwanziger Jahren des 19. Jahrhunderts – stammt, sondern mindestens bis in das Jahr 1797 zurückreicht; in eine Epoche also, deren Literatur ganz im Zeichen der Französischen Revolution stand.[4] Was Goethe von dieser Revolution hielt, macht eine Aussage deutlich, die er im Jahre 1824 gegenüber seinem Freund Eckermann äußerte: „ Es ist wahr, ich konnte kein Freund der Französischen Revolution sein, denn ihre Greuel standen mir zu nahe und empörten mich täglich und stündlich, während ihre wohltätigen Folgen damals noch nicht zu ersehen waren. (...) Ebensowenig war ich ein Freund herrischer Willkür. Auch war ich vollkommen überzeugt, daß irgendeine große Revolution nie Schuld des Volkes ist, sondern der Regierung. Revolutionen sind ganz unmöglich, sobald die Regierungen fortwährend gerecht und fortwährend wach sind, so daß sie ihnen durch zeitgemäße Verbesserungen entgegenkommen und sich nicht so lange sträuben, bis das Notwendige von unten her erzwungen wird.[5] Diese Aussage macht deutlich, dass Goethe, nachdem er sich von den „Schrecken“ der Revolution erholt hatte, diese später in ihrem Gesamtzusammenhang erfasste und deutete. Es hat also den Anschein, dass dieser Prozess der Erkenntnis einen ähnlich langen Zeitraum einnahm, der auch zwischen den verschiedenen Ansätzen seines Novellenstoffes lag. Diese Feststellung drängt förmlich dazu, die „Novelle“ in ihrem historisch-politischen Kontext, besonders im Hinblick auf die Französische Revolution und ihre Folgen, zu untersuchen.

Im Jahrhundert ihrer Entstehung wurde Goethes „Novelle“ nur in den großen Werkausgaben gedruckt, wenn man von einer italienisch-deutschen Edition des Jahres 1886 absieht.[6] Ein Umstand, der auch zum Ausdruck bringt, dass die Novelle im 19. Jahrhundert sich keines sonderlich großen Leserkreises erfreute. Trotzdem waren es die in dieser Zeit entstandenen wenigen Rezensionen und Kritiken des Textes, die zielsicher das historisch-politische Potential erkannt hatten, jedoch von der Forschung des frühen 20. Jahrhundert weitestgehend übergangen worden sind.[7]

Mit dem Jahre 1898 schlug die Forschung allerdings einen anderen Weg ein.[8] Bernhard Seuffert löste mit seinem Interpretationsansatz erstmals die „Novelle“ aus ihrem historischen Kontext. „ In welche geschichtliche Epoche die Ereignisse fallen, ist bei dieser privaten Novelle unnöthig.[9] Durch diese Interpretationsweise raubten Seuffert und die Anhänger seines Ansatzes der „Novelle“ aber ihren eigentlichen Sinn und reduzierten ihre Thematik auf den Konflikt zwischen Kultur und Natur.[10] Diese Entwurzelung der „Novelle“ aus ihrem historisch-politischen Zusammenhang mündete sogar in folgendem, polemischen Fehlurteil Adolf von Grolmanns im Jahre 1921. Dieser sah den Text Goethes als „ Herbstwerk, geschaffen an Wintertagen von einem alten Mann “.[11]

Erst mit dem Beitrag Emil Staigers im Jahre 1942 kehrte die literaturwissenschaftliche Forschung zu einer ganzheitlichen Betrachtung der Goetheschen „Novelle“ mit ihrer historischen Abhängigkeit, ihrem Bezug zur Französischen Revolution und ihren sozialen und ökonomischen Anspielungen zurück.[12] Seitdem sind zahlreiche interessante Beiträge entstanden, die ihren Fokus auf die Zusammenhänge der „Novelle“ mit der Französischen Revolution richten.[13] Um dieses Ziel verfolgen zu können, wurde jedoch stets auf weitere Werke des Dichters, die in der Zeit der Französischen Revolution entstanden waren, als Vergleichsgrundlage zurückgegriffen und somit wurden die textimmanenten Hinweise nicht gründlich genug untersucht bzw. aus ihrem textuellen Gefüge gelöst. Aus dieser Feststellung ergibt sich also die Aufgabe dieser Arbeit: Es soll versucht werden, ausschließlich die textimmanenten Bezüge zur Französischen Revolution in der „Novelle“ herauszuarbeiten und mit diesen Erkenntnissen den Sinn dieses Stoffes des Goetheschen Spätwerkes zu erschließen. Lediglich die Äußerungen des Dichters über sein Werk sollen in diese Untersuchung einfließen. Diese strikte Betrachtung des Textes der „Novelle“ lässt sich durch Goethes eigene Aussage begründen, in welcher er feststellt, dass es für das Verständnis und den „ ganz reale(n) und am Schluß idelle(n) Charakter “ der „Novelle“ auf „ genaue Zeichnung der Lokalität “ angekommen sei.[14] Bei dieser Art der Fragestellung muss aber unbedingt der zeitlichen Distanz zwischen der ersten Beschäftigung Goethes mit dem Stoff und der knapp dreißig Jahre später erfolgenden Ausführung, auf welche bereits im entstehungsgeschichtlichen Abriss eingegangen wurde, Rechnung getragen werden. Dieser Blick ist in einer 1797 getätigten Äußerung Wilhelm v. Humboldts begründet, welche besagt, dass, Humboldts Ansicht nach, die „ heroische Handlung dieses epischen Gedichts “ in der Bekämpfung der wilden Tiere durch den Erbprinzen bestanden habe.[15] Augenscheinlich ist dies in der 1828 erschienenen Fassung anders. Hier wird die Bekämpfung des Tigers durch Honorio, das Gegenbild des Knaben, desavouiert. Es scheint also in dem fast dreißigjährigen „Schubladendasein“ des Stoffes ein Wandel im Blicke Goethes auf seine Thematik stattgefunden zu haben. Dies wird durch Goethes oben zitierte Aussage über die „ Greuel[16] der Französische Revolution und ihre „ wohltätigen Folgen[17] deutlich, worin sich also ein veränderter Blick der historisch-politischen Ereignisse erkennen lässt. Grund genug, die plakative Frage zu stellen, ob es sich bei Goethes „Novelle“ um eine Kritik an Revolution und Restauration handelt. Zur Beantwortung dieser Frage sollen nun die verschiedenen Motive der „Novelle“ genauer betrachtet werden.

II. Das Jagdmotiv:

Wie bereits in der Einleitung angesprochen worden ist, sollte das im Jahre 1797 von Goethe geplante Gedicht, dessen Stoff später seiner „Novelle“ als Grundlage diente, den Titel „Die Jagd“ tragen. Wilhelm v. Humboldt fasst den damaligen ersten Entwurf Goethes mit folgenden Worten zusammen: „ Er läßt einen deutschen Erbprinzen, der mit im Krieg gewesen ist, im Winter zu seiner Familie zurückkommen. Der erste Gesang fängt mit einem Frühstück an, das nach einer geendigten Schweinsjagd genommen wird. In den Gesprächen, die bei dieser Gelegenheit entstehen, findet er Veranlassung, über den Krieg, über das Schicksal der Staaten, usw. zu reden und so das Interesse auf einen weiten Schauplatz hinaus zu spielen. Plötzlich kommt die Nachricht, daß in einem benachbarten kleinen Städtchen beim Jahrmarkt Feuer ausgekommen sei und bei der Verwirrung, die dadurch entsteht, wilde Tiere losgekommen wären, die man da sehen ließ. Nun macht sich der Prinz und sein Gefolge auf, und die heroische Handlung dieses epischen Gedichts ist nun eigentlich die Bekämpfung dieser Tiere.“[18] – Diese Zusammenfassung lässt erkennen, dass hier das Motiv der Jagd relativ am Rande erscheint; sofern man die Jagdhandlung nicht auf die Bekämpfung der wilden Tiere beziehen möchte.[19] Ähnlich mag es auf den ersten Blick für die „Novelle“ den Anschein haben. Auch hier scheint das Jagdmotiv auf den ersten Blick einen eher dezentralen Platz einzunehmen. Doch hat das Motiv der Jagd eine elementare Bedeutung für die Konzeption des Textes.[20] Vom Aufbau des Textes her tritt die Jagdgesellschaft eigentlich nur an zwei Stellen in Erscheinung – ganz zu Beginn und am zentralen Wendepunkt der „Novelle“, nämlich nach der Erlegung des Tigers durch Honorio. Durch das Jagdmotiv und den damit zusammenhängenden Jagdausritt werden gewisse Figuren aus der aktiven Szenerie entfernt. Unter diesen ist vor allem der Fürst, das Regierungsoberhaupt des kleinen Staates, zu nennen. Die aktive Handlung wird somit für einen gewissen Zeitraum in die Hände einzelner Figuren gelegt. Zu diesen gehören insbesondere die Fürstin, Oheim Friedrich und Honorio. Durch ihre Funktion, die darin besteht, einen Teil der im Text dargestellten Figuren aus der aktiven Handlung herauszunehmen, dient die Jagd also dazu, eine gewisse Zweiteilung der „Novelle“ vorzunehmen. Der erste Teil besteht aus der Exposition, die in dem Kampf-Motiv Honorios mit dem Tiger mündet. Der zweite Teil wird von Goethe durch das Bild des Knaben mit dem Löwen in Szene gesetzt. Zwei Abschnitte also, in denen ein ähnliches Problem thematisiert wird - nämlich die Raubtierangst. Die Problematik wird jedoch auf unterschiedliche Weise gelöst wird.[21]

Das Jagdmotiv ist aber auch ein wichtiges Element der bereits angesprochenen Exposition der „Novelle“. Anlässlich der Vorbereitungen zu einem Jagdausflug erfährt der Leser, dass dieses Vergnügen am fürstlichen Hofe eine Ausnahme darzustellen scheint. Die Jagd, die ja ein typisch feudaler Zeitvertreib des Adels gewesen ist, wird an diesem Hof scheinbar nicht oft praktiziert.[22] In diesem Zusammenhang werden als Begründung für die spartanische Ausübung der Jagd dann auch die politischen und ökonomischen Verhältnisse des kleinen Fürstentums offenbart: „ Des Fürsten Vater hatte noch den Zeitpunct erlebt und genutzt, wo es deutlich wurde daß alle Staatsglieder in gleicher Betriebsamkeit ihre Tage zubringen, in gleichem Wirken und Schaffen, jeder nach seiner Art, erst gewinnen und dann genießen sollte.[23] Das Fürstentum offenbart sich hier also als ein politisch aufgeklärter und ökonomisch-kapitalistisch ausgerichteter Staat, dessen Regenten aus den historischen Ereignissen der bereits eine Generation zurückliegenden Französischen Revolution, mit welcher diese Textpassage von der Forschung immer wieder in Verbindung gebracht wird, gelernt haben.[24] Der Fürstenfamilie wird von einigen Interpreten sogar der Übergang zu einer großbürgerlichen Lebensform unterstellt.[25]

Regine Otto sieht in dem Motiv der Jagd eine Metapher für die Gewaltbereitschaft menschlicher Wesen.[26] Aber gerade von der Jagdgesellschaft geht in der „Novelle“ keine Gewalt aus. Im Gegenteil: der Fürst, als Oberhaupt der Jagdgesellschaft, fällt in seiner Entscheidungssituation nach dem Negativ-Beispiel Honorios die aktive Entscheidung gegen Gewalt[27], obgleich der Jagdausflug im Text als „ Kriegszug “ bezeichnet wird.[28]

Die Jagd hat aber noch eine weitere Bedeutung. Sie scheint ebenso das Attribut eines Herrschers zu sein. Nicht ohne Grund spricht der Schausteller den Fürsten als „ mein Herr und mächtiger Jäger[29] an; ein Umstand, der z.B. von Borchmeyer als Anspielung auf den ersten biblischen Gewaltherrscher Noënkel Nimrod gedeutet wird.[30] Hier wird also ein Herrscher dargestellt, der teilweise in archaisch-feudalen Strukturen verhaftet ist, seine Handlungen aber anscheinend von anderen Maximen leiten lässt.[31] Worin diese Grundsätze bestehen, wird im Weiteren zu untersuchen sein.

Für den weiteren Verlauf dieser Untersuchung ist also folgendes festzuhalten: Zum einen wird durch das Jagdmotiv eine Aufteilung des Textes mit entsprechenden Figurenkonstellationen vorgenommen, zum anderen ist die Jagd für die Darstellung der Figur des Fürsten - als deren Anführer - von elementarer Bedeutung.

III. Das Motiv der Stammburg:

Ein weiteres wesentliches Motiv der „Novelle“ stellt wohl die Stammburg des fürstlichen Geschlechtes dar. Sie wird zu Beginn der Erzählung aus der Distanz ihrer Betrachter dem Leser vorgestellt. Von dem der Stammburg gegenüberliegenden fürstlichen Schlosse aus betrachtet die junge Fürstin den ehemaligen Sitz der Familie durch ein Teleskop. Stammburg und fürstliche Residenz stellen also Bild und Gegenbild dar. Mit Hilfe des Teleskops ist es der Fürstin möglich ohne große Mühe[32] das gegenüberliegende Gebäude aus der Nähe zu betrachten.[33] Sie erblickt „ über Busch, Berg und Waldgipfel die hohen Ruinen[34] und jene „ mannichfaltigen Baumarten, die zwischen dem Gemäuer ungehindert und ungestört durch lange Jahre emporstrebten[35]. Das „ Denkmal alter Zeit[36] wird aber eingehender beschrieben. In nostalgischer Erinnerung längst vergangener Zeiten hat der Oheim des Fürsten einen Zeichner beauftragt Ansichten der Stammburg von verschiedenen Seiten zu erstellen, um „ anschaulich zu machen, wie der mächtige Schutz- und Trutzbau von alten Zeiten her dem Jahr und seiner Witterung sich entgegen stemmte und wie doch hie und da sein Gemäuer weichen, da und dort in wüste Ruinen zusammenstürzen mußte.“[37] Dieser Beschreibung nach ist die Stammburg zerfallen und von Bäumen und Gewächsen durchzogen und bestanden.[38] Ihr Untergrund jedoch besteht aus festem Felsgestein.[39] Sie stellt also die Gegenseite des jungen Schlosses im Kontrast zwischen Altem und Neuem dar.

Die Stammburg ist aber auch unerlässlicher Bestandteil der Raum- und Zeitstruktur in der „Novelle“.[40] Hinsichtlich der Raumstruktur bildet sie zusammen mit ihrem Gegenbild – dem neuen Schloss – den Rahmen der Szenerie. Schloss und Burg sind „semantisch oppositionelle Orte“[41] Zwischen diesen beiden Polen erstreckt sich das kleine Fürstentum mit seiner unterhalb des Schlosses liegenden Stadt, den Bergen, den hohen und tiefen Ebenen und dem Flusslauf, der das in der Mitte gelegene tiefe Tal durchtrennt.[42] Auf dem Ritt der Fürstin und ihrem Gefolge entwickelt sich zwischen Schloss und Stammburg die Handlung.[43]

In doppelter Hinsicht ist die Stammburg zudem fundamentales Element der Zeitstruktur.[44] In der vertikalen Ebene bildet die Stammburg den zeitlichen Endpunkt der „Novelle“. Die Handlung, die sich über den Ablauf eines Tages erstreckt[45], beginnt mit den Vorbereitungen zur Jagd im neuen Schlosshof bzw. mit dem Betrachten der Ruinen der Stammburg vom fürstlichen Schloss aus am Abend zuvor und endet im Burghof der alten Stammburg in der Szene des Knaben mit dem Löwen.

Die Beschreibung der Stammburg lässt aber noch eine weitere zeitliche Ebene erahnen. Die Ruine wird in der „Novelle“ als mit dem Felsen verbunden bezeichnet.[46] Burg und Felsen entstammen also einer „ uralten[47] Zeit, wobei eine zeitliche Abstufung zu erkennen ist. Zum ältesten Teil des Gebildes gehört der Felsuntergrund. Danach folgt die mit dem Felsgestein verbundene Stammburg und als jüngster Teil geben sich die in die Ruine eingewachsenen Bäume und Gewächse zu erkennen. Raum und Zeit sind also im Motiv der Stammburg miteinander verknüpft – und zwar horizontal, indem Tiefe und Altes und Höhe und Neues komplementäre Paare bilden.

Interessant an dieser Zeitdarstellung ist, dass die ältesten Schichten der Stammburg aus festem Felsgestein bestehen, die jüngsten bzw. gegenwärtigen Teile von Vegetation durchbrochen bzw. porös sind. Man hat die alten festen Gesteinsschichten als Symbol für politische Ordnung und als Bild der „alten Verfassungen“ gedeutet.[48] Denkt man diesen Gedanken weiter, so kommt man zu dem Schluss, dass in der Gegenwart der „Novelle“ diese starre und seit Urzeiten überkommene politische Ordnung durch andere Kräfte zersetzt wurde. Diese Kräfte aber, im Text durch die Pflanzenwelt dargestellt, sollen nach dem Ansinnen des Fürst Oheims beschränkt bzw. im Zaum gehalten werden.[49] Dass sich Stammburg und Vegetation nicht unbedingt in Einklang befinden, macht wohl folgendes Zitat deutlich: „ Es ist eine Wildniß wie keine, ein zufällig einziges Lokal, wo die alten Spuren längst verschwundener Menschenkraft mit der ewig lebenden und fortwirkenden Natur sich in dem ernstesten Streit erblicken lassen.“[50]

Den „alten Verfassungen“ liegen aber auch das Schloss und die etwas tiefer liegende Stadt gegenüber. Das aktive Leben hat sich also auch von diesen alten Traditionen entfernt.[51]

Das Motiv der Stammburg steht also für die alte überkommene politische Ordnung, welche in der Gegenwart der „Novelle“ durchbrochen wurde. Die Gesellschaft des kleinen Fürstentums hat sich von dieser entfernt. In der Stammburg als Örtlichkeit findet allerdings auch die Lösung des in der Exposition vorbereiteten Konfliktes statt.[52]

IV. Das Motiv des Marktes und das Symbol des Feuers:

Nachdem sich die junge Fürstin entschlossen hat, in Begleitung von Oheim Friedrich und Honorio die alten Ruinen der Stammburg zu besichtigen, um „ in der Wirklichkeit zu sehen was Sie [...] hier im Bilde zeigten[53], führt sie ihr Weg zunächst in Richtung Stadt. In den ersten Zeilen hat der Leser bereits erfahren, dass dort in diesem Moment der „ Hauptmarkt sich versammelte, den man wohl eine Messe nennen konnte.“[54] Die Fürstin, deren Gatte sich besonders für diese Geschäfte eingesetzt hatte, hegt den Wunsch, diese „ zahllose Menge von Buden[55] zu besuchen. Der Oheim lehnt dieses Ansinnen jedoch aufgrund eines in der Vergangenheit liegenden Branderlebnisses auf eben einem solchen Markt ab und beschreibt das Treiben in folgender Weise: „ Verzeihen Sie aber, meine Beste, ich reite niemals gern durch Markt und Messe, bei jedem Schritt ist man gehindert und aufgehalten und dann flammt mir das ungeheure Unglück wieder in die Einbildungskraft, das sich mir gleichsam in die Augen eingebrannt hat, als ich eine solche Güter- und Warenbreite in Feuer aufgehen sah.[56]

Diese Passage macht deutlich, wie eng die Motive des Feuers und des Marktes in Goethes „Novelle“ mit einander verknüpft sind. Das Feuer ist in der Forschung als Symbol für Revolution angesehen worden und das Branderlebnis des Oheims wird folglich mit der „Französischen Revolution“ gleich zu setzten sein.[57] Feuer und Markt sind also dadurch verbunden, dass der Marktplatz mit seiner engen Bebauung der Ursprungsort des Brandes ist. Das Feuer hingegen setzt wiederum Löwe und Tiger frei, die den weiteren Gang der „Novelle“ bestimmen. Es ist also sinnvoll, sich näher mit dem Motiv des Marktes als Ursprung dieser Dynamik zu beschäftigen.

Durch den Markt wird die wirtschaftliche Situation im kleinen Fürstentums dargestellt: „ Ich weiß, versetzte der Fürst, daß mein Neffe hierauf die größte Aufmerksamkeit wendet; denn gerade zu dieser Jahrszeit kommt es hauptsächlich darauf an, daß man mehr empfange als gebe; dieß zu bewirken ist am Ende die Summe des ganzen Staatshaushaltes, so wie der kleinsten häuslichen Wirtschaft.[58] Diese Beschreibung des Oheims charakterisiert das ökonomische System des Fürstentums eindeutig als kapitalistisch – also als durchaus fortschrittlich im Vergleich zu feudalen Wirtschaftsformen.[59] Daneben lassen sich aus der Untersuchung des Marktmotives aber noch weitere interessante Erkenntnisse gewinnen. Durch das Markttreiben erhält der aufmerksame Leser auch einen Eindruck von der gesellschaftlichen Struktur und Schichtung des Fürstenstaates. Alle Bewohner sind aus den verschiedenen Regionen in der Stadt zusammengekommen, um ihre Waren feil zu bieten. Ihre Herkunft und ihr Handwerk lassen aber eine gewisse soziale und wirtschaftliche Abstufung erkennen.[60] Auf dem Markt stehen die „sehr armen Bergbewohner“[61] den „ Gewerbsleute(n) der kleinen Städte[62] gegenüber. Hinzu treten noch als unterste Stufe die Schausteller, die keinen festen Wohnsitz ihr eigen nennen können und mit der Sensationslust der Menschen ihren Lebensunterhalt verdienen. Die Marktsituation und das wirtschaftliche System machen aber die Beziehung deutlich, in welcher der Fürst zu seiner „zeitgenössischen Gesellschaft“ steht.[63] Alle am Markt beteiligten gesellschaftlichen Glieder scheinen auf einander angewiesen zu sein und zueinander in Abhängigkeit zu stehen.[64] Aus diesen Überlegungen lässt sich ein gewisses Konfliktpotential vermuten. Diese Vermutung wird bestärkt, wenn man die fortschrittlich-kapitalistische Wirtschaftsform mit der Beschreibung des Marktes in Beziehung setzt, die der Oheim von sich gibt. Er bemängelt vor allem das Gehindert- und Aufgehalten-Sein, welches seinen Ursprung in der Enge der Bebauung des Marktes mit Ständen und Buden hat.[65]

Es ist also festzuhalten, dass in diesem so idyllisch wirkenden Jahrmarktsmotiv durch seine wirtschaftliche, soziale und gesellschaftliche Konnotation ein gewisses Konfliktpotential eingeschrieben ist.

Nach dieser Erkenntnis ist es ratsam, einen Blick auf das Symbol des Feuers zu werfen. Auf den revolutionären Bezug des Feuersymbols ist bereits hingewiesen worden.[66] Es stellt sich nun aber die Frage, wie das Symbol in der „Novelle“ Verwendung findet. Nachdem die Fürstin mit ihrem Gefolge den Markt und die Stadt verlassen hat, führt sie ihr Weg in „ die heiterste Gegend[67]. Es wird in den folgenden Zeilen nun eine Idylle davon gezeichnet, „ wie doch die klare Natur so reinlich und friedlich aussieht[68], so dass sich die Fürstin des Eindrucks nicht erwehren kann, „ als wenn gar nichts Widerwärtiges in der Welt seyn könne[69]. In diesem von Goethe wohlinszenierten Moment schaut Honorio durch das Fernglas und erblickt Rauch und Flammen, die vom Markt der Stadt aufsteigen.[70] Auf Vorschlag des Oheims beschließen die Ausflügler nun, zur Stadt zurückzukehren um möglicherweise Schlimmeres verhindern zu können. Aufgrund der Bodenverhältnisse und der unterschiedlichen Reitkünste trennt sich die Vierergruppe, so dass der Oheim und der Reitknecht voraus eilen, die Fürstin und Honorio ihnen nachfolgen. In dieser Situation erinnert sich die Fürstin der Erzählungen des Oheims über die vor vielen Jahren sich ereignende und von ihm erlebte Brandkatastrophe und überträgt diese in ihrer Phantasie dadurch erzeugten Bilder auf den aktuellen Brand in der Stadt, den man bisher nur durch das Fernglas erblickt hatte und einzuschätzen vermochte.[71] Dass dieser Brand auf dem Marktplatz durch Bilder eines vergangenen Infernos beschrieben wird, ist auch der Forschung von Anfang an nicht entgangen.[72] Diese der schrecklichen Erinnerung des Oheims entsprungenen Bilder des Feuers werden noch fraglicher durch die realistische und nüchterne Einschätzung Honorios, der die Feueranstalten in Stadt und Schloss „ in bester Ordnung “ wähnt.[73] Es lässt sich also einen Diskrepanz zwischen dem Anschein und der Realität in der „Novelle“ erkennen.[74]

Das Feuer als Metapher für Gefahr[75], als „symbolischer Bezug zur menschlichen Leidenschaft und Gewalttätigkeit“[76], lässt dynamische Elemente der Novelle in den Vordergrund treten. Durch einen Pulverschlag[77], wie später im Text der „Novelle“ berichtet wird, werden Löwe und Tiger der Schaustellerfamilie befreit, welche die weitere Handlung der Erzählung bestimmen. Feuer und Tiere gehen somit eine „metaphorisch-symbolische Motivverbindung“[78] ein, wodurch in diesem Fall auch Tiger und Löwe als Symbole revolutionärer Kräfte einzuordnen sind.[79]

Es bleibt also festzuhalten, dass es sich bei den Symbolen Feuer, Tiger und Löwe um revolutionäre Elemente handelt, und dass die beiden folgenden Entscheidungssituationen, begründet im Ausbruch von Tiger Löwe, durch dieses Feuer verursacht werden.[80]

V. Honorio und der Tiger:

Wie bereits festgestellt worden ist, führt der Brand auf dem Markt zum Ausbruch von Tiger und Löwe. In diesem Abschnitt soll nun die Szene von Honorio mit dem Tiger untersucht werden. Zunächst soll deshalb die Figur des Honorio näher beleuchtet werden.

Honorio gehört neben dem fürstlichen Oheim Friedrich zu den beiden einzigen Figuren der „Novelle“, die nicht nur durch ihre Funktion eingehender beschrieben werden, sondern einen Namen tragen – und zwar einen redenden.[81] Honorio (von lat. honor, honoris - Ehre, Ruhm), der Stall- und Hofjunker des fürstlichen Hofes, wird vom Fürsten seiner Gattin zur Gesellschaft auf dem Schlosse zurückgelassen. Er wird als wohlgebildeter junger Mann vorgestellt. Doch schnell wird dem Leser deutlich, dass Honorio, im Gegensatz zur Figur des Fürsten, feudale Züge trägt. Seine Leidenschaft für ritterliche Turniere verraten ihn als Vertreter und Repräsentanten einer noblen Klasse mit feudaler Lebenshaltung.[82]

Honorio und die Fürstin haben ein besonderes Verhältnis zueinander. Während die Fürstin ungern der Jagd ferngeblieben war, so war Honorio „ von der sonst so ersehnten Jagd willig zurückgeblieben, um ihr [der Fürstin, C. S.] ausschließlich dienstbar zu seyn.[83] Von der Forschung ist diese zwischenmenschliche Beziehung als Liebesverhältnis gedeutet worden.[84] Die Überwindung der Liebe Honorios zur Fürstin steht in diesen Ansätzen oft als zentrales Motiv der „Novelle“ im Vordergrund. Doch scheint es sich hierbei vielmehr um einen Ausdruck einer weiteren ritterlich-feudalen Verhaltensweise zu handeln – dem höfischen Minnedienst. Im Unterschied zur niederen Minne war die hohe Minne dadurch geprägt, dass der Liebestrieb zu einer höher gestellten Dame nicht befriedigt wurde. Der Dienst für die unerreichbare und im Lobpreis idealisierte Geliebte wurde für den Liebenden zum höchsten Ethos verpflichtenden Aufgabe. Die hohe Minne wurde dadurch zu einem ständisch-gesellschaftlichen Spiel. Um dieses Spiel scheint es sich auch bei der Beziehung zwischen Honorio und der Fürstin zu handeln. Dass hierin nicht der Kern der Erzählung liegen kann, beweist schon die Tatsache, dass dieses Motiv keine Erwähnung in den Gesprächen Goethes mit Eckermann findet.[85] Im Grunde erfüllt Honorio nur seine „Minnepflicht“, wenn er die Fürstin begleitet und ihr zur Hilfe eilt. Diese Vermutung fügt sich auch nahtlos in das Bild Honorios als Repräsentanten einer bereits überholten Epoche ein.

Die Funktion der Figur Honorio besteht eigentlich darin, dass von dieser die erste Entscheidungssituation gelöst wird. Bevor nun aber auf diese Schlüsselszene der „Novelle“ weiter eingegangen werden kann, muss noch die Beschreibung des Tigers erfolgen.

Tiger und Löwe treten erstmals auf dem Markt in Erscheinung. Jedoch werden auch sie zunächst durch schreckenerregende Abbildungen dargestellt.[86] Diese Bilder sind es dann auch, welche der Fürstin vor ihrem geistigen Auge erneut erscheinen, als sie den entlaufenen Tiger erblickt.[87] Während die Fürstin zu fliehen versucht, stellt sich Honorio heldenhaft dem Tiger entgegen und trifft ihn, nachdem der erste Schuss fehl gegangen ist, tödlich. Jedoch ist Honorios Tat nicht so heldenhaft, wie sie auf den ersten Blick scheint. Dies wird vor allem durch das Klagen der Frau der Schaustellerfamilie deutlich, die das Tier als zahm und ungefährlich ausgibt. Und es spricht vieles für diese Aussage. Der Tiger, als ein aus seinem natürlichen Lebensraum entrissenes Geschöpf, fristet sein Dasein als Attraktion auf den Jahrmärkten Mitteleuropas. Er ist an die Menschen seiner Umgebung gewöhnt und durch die vielen Jahre hindurch allmählich domestiziert worden. Zur Bedrohung wird er nur durch die Annahme Honorios und der Fürstin, die auf der Tierschaureklame beruht.[88] Das macht auch folgende Beschreibung deutlich: „ Der Jüngling aber, dem Unthier entgegen, zog die Pistole und schoß, als er sich nahe genug glaubte; leider jedoch war gefehlt, der Tiger sprang seitwärts, das Pferd stutzte, das ergrimmte Thier aber verfolgte seinen Weg, aufwärts unmittelbar der Fürstin nach. Sie sprengte, was das Pferd vermochte, die steile, steinige Strecke hinan, kaum fürchtend, dass ein zartes Geschöpf, solcher Anstrengung ungewohnt, sie nicht aushalten werde. Es übernahm sich, von der bedrängten Reiterin angeregt, stieß am kleinen Geröll des Hanges an und wieder an und stürzte zuletzt nach heftigem Bestreben kraftlos zu Boden. Die schöne Dame, entschlossen und gewandt, verfehlte nicht, sich strack auf ihre Füße zu stellen; auch das Pferd richtete sich auf; aber der Tiger nahte schon, obgleich nicht mit heftiger Schnelle; der ungleiche Boden, die scharfen Steine schienen seinen Antrieb zu hindern, und nur dass Honorio unmittelbar hinter ihm herflog, neben ihm gemäßigt herauf ritt, schien seine Kraft aufs neue anzuspornen und zu reizen.[89] In dieser Kampf- und Fluchtszene wird nun ausgesagt, dass der Tiger zunächst durch einen Sprung zur Seite zu fliehen versucht.[90] Honorio aber jagt ihn und treibt ihn in Richtung der Fürstin.[91] Der Grimm des Tigers ist, neben der Todesangst durch den ersten Schuss Honorios, dadurch bedingt, dass er, wie das stürzende Pferd der Fürstin, mit dem Untergrund zu kämpfen hat. Dieser besteht nämlich aus scharfen Steinen[92], die ihn an seiner Fortbewegung hindern. Durch Honorio wird er aber genötigt, seinen steinigen Weg fortzusetzen. Es darf bereits an dieser Stelle daraufhingewiesen werden, dass diese spitzen Steine durch die die alte Stammburg zersetzenden Bäume und Gewächse entstanden sind.[93]

Der Tiger ist also nicht wild, sondern seine scheinbare Aggressivität ist in schmerzenden Pfoten und Todesangst begründet. Jedoch entkommt der Tiger nicht und wird von Honorio erlegt. In dem nachfolgenden Gespräch mit der Fürstin ist sich Honorio noch keiner Schuld bewusst. Erst durch das Auftreten der Schaustellerfamilie, welche die nötigen Hintergrundinformationen dem Leser mitteilt, und im Vergleich mit der Parallelszene wird Honorios „ehrenvolle“ Tat desavouiert.[94] Es ist somit eine Dichotomie in Honorios Taten und Worten zu erkennen.[95]

Das Motiv Honorios und des Tigers ist von der Forschung als Wendepunkt in der „Novelle“[96] und als Beispiel für die „Fähigkeit zur Selbstüberwindung“ angesehen worden.[97] Es stellt sich somit die Frage, worin diese Selbstüberwindung bzw. diese Wende besteht. Der Schlüssel zur Lösung dieser Frage scheint in dem Gegensatz zwischen Honorio und der Schaustellerfamilie zu liegen.[98] Honorio, oben bereits als abendländischer Idealtypus des mittelalterlichen Ritters ausgewiesen, steht der morgenländischen Schaustellerfamilie gegenüber. Nach seiner durch die Trauer der Schausteller als Frevel enttarnten Tat sitz Honorio auf den Mauern der Stammburg und hat seinen Blick nach Westen gewandt. Die morgenländisch gekleidete Frau tritt hinzu und sagt zu ihm: „ Du schaust nach Abend [...] Du thust wohl daran dort giebt’s viel zu thun; eile nur, säume nicht, du wirst überwinden.“[99] Diese Textstelle ist in der Forschung des öfteren als Anspielung auf die Auswanderung nach Amerika gedeutet worden.[100] Diese Ansicht lässt sich aber nur schwer anhand des Textes belegen. Eine weitere textimmanente Stelle, die den Gegenstand der Überwindung zum Thema hat, findet sich, nachdem sich der Fürst zur Bannung der Löwengefahr gegen Gewalt entschieden hat. Hier wird eine göttliche Weltordnung beschrieben. Allein der Mensch weiß diese jedoch zu überwinden.[101] Hierin dürfte also das zu überwindende Moment zu suchen sein. Honorio muss sich aus seinen traditionellen und feudalen Verhaltens- und Wertemustern lösen, um frei für eine neu anbrechende Zukunft zu sein. In diesen Zusammenhang gehören auch die Zeitangaben im Text, die bisher als Himmelsrichtungen gedeutet wurden. Die Schausteller stammen aus dem Morgenland, und Honorio wendet seinen Blick nach Abend. Dies steht nicht für Osten und Westen, sondern vielmehr für zeitliche Symbole. Honorio schaut nach Westen in die untergehende Sonne und wird von der Frau aus dem Land der aufgehenden Sonne aufgefordert, sich selbst zu überwinden. Aufgehende und untergehende Sonne stehen für aufgehende und untergehende Epochen. Honorio soll sich also von seiner für die Gegenwart der „Novelle“ anachronistischen Weltsicht lösen. Anneliese Klingenbergs Ansicht, der Blick Honorios nach Westen sei eine Anspielung auf die fortschrittliche politische und ökonomische Entwicklung in Frankreich, England und Amerika, ist mit der hier gebotenen These gut in Einklang zu bringen.[102] Worin die von Honorio zu bewältigenden Anachronismen im Einzelnen bestehen, wird noch näher zu untersuchen sein.

Es bleibt also festzuhalten, dass Honorios Tat, durch das später folgende Beispiel des friedlichen Umgangs von Knabe und Löwe miteinander, als Überreaktion auf die angebliche „Tigergefahr“ desavouiert wird.

VI. Das Kind und der Löwe:

Wie bereits in der vorangegangenen Abschnitten angedeutet wurde, hat das Bild des Kindes mit dem Löwen, das nun näher beleuchtet werden soll, eine vergleichbare Thematik wie die Honorio-Szene. Es stellt sich dasselbe Ausgangsproblem: die Angst vor einem angeblich wilden Raubtier. Jedoch wird nach dem Negativbeispiel Honorios nun eine alternative Lösung versucht. In dieser Szene liegt der eigentliche Schlüssel von Goethes „Novelle“ verborgen, welcher, in der Kombination der verschiedenen Teile, den darin liegenden Sinn und die Aussage erkennen lässt.

Nach der Tötung des Tigers entscheidet sich der nun hinzugetretene Fürst, nachdem er von der Schaustellerfamilie überzeugt worden ist, dass von dem Löwen keine Gefahr ausgeht, gegen Gewalt und für die Schonung des Tieres. Hierzu ist von Emil Staiger richtig erkannt worden: „wenn der Fürst den Löwen schont, verstößt er gegen die eigene Einsicht, öffnet er gleichzeitig den sorglichen Kreis, der nach seinen Begriffen überall gezogen werden muß.“[103] Der Fürst geht also nicht in seiner üblichen Weise vor.[104]

Die Schonung des Tieres erfolgt aber freilich nicht, ohne gewisse Sicherheitsvorkehrungen zu treffen. Auf Drängen der Schaustellerfamilie betritt deren Kind den Innenhof der alten Stammburg, der nur durch einen einzigen von Wachen gesicherten Eingang erreichbar ist. In diesen Innenhof hat sich der Löwe bezeichnenderweise zurückgezogen.[105] Das Kind aber scheint den Löwen durch seine auf einer kleinen Flöte gespielten Musik zu besänftigen. Das Kind vollbringt, dem ungeachtet, noch eine viel entscheidendere Tat: es befreit den Löwen von einem in seiner Pfote steckenden Dorn, der ihn so in Rage gebracht hatte.[106]

Mit diesem Motiv wird also ein Gegenbild zur Tötung des Tigers durch Honorio gezeichnet. Der Tötung des Tigers steht also die „Heilung“ des Löwen gegenüber.[107] Diese Behauptung bestätigte auch der fast achtzigjährige Dichter in einem Gespräch mit Eckermann selbst: „ Zu zeigen, wie das Unbändige, Unüberwindliche oft besser durch Liebe und Frömmigkeit als durch Gewalt bezwungen werde, war die Aufgabe dieser Novelle, und dieses schöne Ziel, welches sich im Kinde und Löwen darstellt, reizte mich zur Ausführung.[108] Es gilt also in den folgenden Zeilen die Elemente dieser Szene eingehender zu untersuchen.

Das Kind stellt, wie aus dem obigen Zitat hervorgeht, das Gegenbild zu Honorio dar. Der im Kampf bzw. im Turnier erprobte Ritter Honorio steht für Stärke und Gewalt[109], während das Kind ein Symbol der Schwachheit und Unschuld ist.[110] Die angebliche Gefährlichkeit des Löwen aber ist wiederum in den Abbildungen der wilden Tiere an der Jahrmarktsbude begründet. Analog zum Tiger ist auch der Löwe ein Wesen, dessen natürlicher Lebensraum nicht in Mitteleuropa liegt.[111] Er ist der Herrscher über den Palmenwald und die Wüste, jedoch nicht über Laub- und Tannenwälder oder die Ebenen und Berge der gemäßigten Klimazonen.[112] Auch er ist seit langer Zeit gezähmt und an Menschen gewöhnt. Der Löwe stellt also, objektiv und rational betrachtet, keine Gefahr dar.

Ein wichtiger Bestandteil der Löwen-Heilungs-Szene besteht zudem in der musikalisch-lyrischen Atmosphäre, die durch die Schaustellerfamilie geschaffen wird. Die Terminologie der lyrischen Elemente ist zum größten Teil religiös geprägt, mit welcher besonders die ältere Forschung ihren Interpretationsansatz begründete.[113] Nach Gisela Henkmanns Meinung wird die Zähmung des Löwen sogar als „sakrale Handlung“ inszeniert.[114] Das musikalische Element besteht in der Melodie, die das Kind zur Besänftigung des Löwen spielt. Diese wird als „ Melodie, die keine war, eine Tonfolge ohne Gesetz[115], gekennzeichnet. Sie wird erst so einzigartig und beruhigend durch ihre Abweichung von den musikalischen Gesetzen, durch ihre Regellosigkeit, ja Zwanglosigkeit.[116]

Es bleibt also festzuhalten, dass diese Szene das Gegenbild zur Honorio-Szene darstellt. Honorio folgt „seinen Gesetzen“, d.h. er handelt aus seinen angestammten Verhaltensmustern heraus. Das Kind hingegen handelt intuitiv; es setzt Herz und Verstand ein und lässt uneffiziente Regeln außer Acht. Ein ähnlich unübliches Verhalten ist dem Fürsten zu unterstellen, wenn er trotz seiner militärischen Fähigkeiten und den daraus resultierenden Erfahrungen[117] sich gegen Gewalt und somit gegen die Tötung des Löwen entscheidet.

VII. Ergebnis:

In der Fragestellung dieser Arbeit wurde nach den historisch-politischen Bezügen der „Novelle“ im Hinblick auf die Französischen Revolution gefragt. Aufgrund der vorangegangenen textimmanenten Analyse soll nun der Versuch unternommen werden, eine weitere Deutung dieses speziellen Teiles des Goetheschen Spätwerkes vorzulegen:

Oftmals ist die „Novelle“ nur oberflächlich als Sieg von Frömmigkeit und Liebe über Gewalt gedeutet worden.[118] Eine tiefergehende Analyse lässt aber durchaus auch eine historisch-politische Interpretation zu.[119] Es scheint sich um eine Kritik an Revolution und Restauration – also um Verhältnisse seiner Zeit – zu handeln. Zu diesem Schluss gelangt man aus folgenden Gründen:

Auf den ersten Blick wird dem Leser die Idylle eines kleinen deutschen[120] Fürstentums mit einem liberalen Fürsten an der Spitze, der um das wirtschaftliche Wohl seiner Untertanen besorgt ist, vorgestellt. Es scheint alles in bester Ordnung zu sein. Doch durchzieht, wie Regine Otto es formuliert, der „Konflikt zwischen harmonischem Anschein und bedrohlicher Realität“ den Text der „Novelle“.[121] Auf eben diesen Konflikt zwischen Schein und Sein deuten zahlreiche in den Textstellen verborgene Anzeichen hin. So machen die Absichten Oheim Friedrichs zur Restauration der alten Stammburg, ein weiter unten näher erläuterter, zentraler Punkt, die sozialen und wirtschaftlichen Unterschiede in der Gesellschaft, welche sich durch die Beschreibung des Marktes erkennen lassen, die Enge des Marktes, als Symbol für gesellschaftliche vertikale und horizontale Immobilität, der Ausbruch des Feuers und der wilden Tiere, als revolutionäre Kräfte[122] und die Beschreibung der die Stammburg zerstörenden Bäume und Gewächse deutlich, dass durchaus Konfliktpotential in den verschiedenen Motiven der Novelle vorhanden ist. Dies wird auch immer dann besonders deutlich, wenn sich idyllische Naturbeschreibungen abrupt mit spannungsgeladenen Szenen abwechseln (vgl. Abs. V). Diese erst einmal konstatierten Diskrepanzen müssen nun näher erläutert werden.[123]

Oheim Friedrich möchte die Stammburg, die ja bereits in Verbindung mit dem felsigen Untergrund als Symbol für die alte politische Ordnung stehend ausgewiesen wurde, restaurieren. Jedoch möchte er hier nicht von Grund auf ausbessern, sondern er plant nur die nötigsten Rodungsarbeiten, um den schönen Anschein zu wahren.[124] Sieht man die Pflanzen als die die Stammburg zersetzende Elemente an, so werden diese nicht vollständig beseitigt. Die Pflanzen sind es ja auch, die durch ihre zersetzende Wirkung für die auf der Ebene liegenden spitzen Steine verantwortlich sind, welche dem zahmen Tiger Schmerz zufügen und ihn dadurch zum Rasen bringen. Den Löwen hingegen plagt ein eingetretener Dorn, der ebenfalls ein Bestandteil der Vegetation ist. Die Pflanzen können also als zu beseitigende Missstände in der Gesellschaft gedeutet werden, die von Oheim Friedrichs Maßnahmen nicht grundlegend eliminiert werden, sondern, nur in ihren Auswüchsen beschnitten, hinter einer Idylle verdeckt werden. Schließlich könnten die gesellschaftlichen Missstände ja auch in den Vorteilen des Oheims selbst bestehen! Das Problem zwischen Abbildung und Wirklichkeit wird auch, wie bereits zuvor ausgeführt wurde, an den Branderinnerungen Oheim Friedrichs und den Reklametafeln der Tierschausteller deutlich.

Gesellschaftliche Unterschiede lassen das Feuer auf dem Markt ausbrechen, welches wiederum die Raubkatzen, die als Symbol revolutionärer Kräfte herausgearbeitet wurden, befreit. Honorio, als Vertreter des alten Standes, ergreift sofort übertriebene Maßnahmen, um diese revolutionären Kräfte mit Gewalt einzudämmen, ohne nach den entsprechenden Gründen für deren Ausbruch zu fragen. Diese Gründe bestehen in den gesellschaftlichen Missständen, die, wie gesagt, in den spitzen Steinen, die durch die Bäume auf der Stammburg bedingt sind, verkörpert werden.

Die Figur des Fürsten stellt ein Idealbild in der Hoffnung Goethes dar, dass die deutschen Fürsten in der Lage seien, durch Besonnenheit revolutionären Bewegungen, deren unkontrollierte Ausprägungen Goethe zwar verabscheute, deren Folgen er jedoch als durchaus „ wohltätig “ empfand, entgegenzuwirken.[125] Der Fürst, der mit Sorgfalt seinen Staat verwaltet, wird jedoch durch das Motiv der Jagd, und die damit zusammenhängende Aufteilung der Novelle[126], zunächst aus der aktiven Handlung entfernt. An seine Stelle rückt in gewissem Sinne seine Gattin. Diese wird jedoch als jung, recht unwissend und naiv beschrieben.[127] Als Beratung für die kommenden Ereignisse stehen ihr Oheim Friedrich und Honorio zur Seite. Durch den von ihr gewünschten Ausritt kommt die Dynamik der Ereignisse in der „Novelle“ in Gang.[128]

Diese hier aufgezeigten Zusammenhänge lassen sich auch auf einen historischen Hintergrund übertragen.[129] Goethe hatte die Französische Revolution miterlebt und sie in den Branderinnerungen des Oheims verarbeitet. Er erlebte aber auch die Epoche der Restauration, den Wiener Kongress von 1815, auf dem man versuchte die revolutionären Errungenschaften ungeschehen zu machen, das Wartburgfest von 1817 als Ausdruck gegen die Restaurationspolitik und die Karlsbader Beschlüsse von 1819, die einen Versuch der Herrschenden zur Unterdrückung, Zensur und Überwachung der revolutionären Auswüchse darstellten. Zugleich konnte er sich mit den Idealen der Französischen Revolution anfreunden. Goethe konnte aber nicht konform gehen mit der gewalttätigen und sich verselbstständigenden Durchsetzung.[130] Das bereits in der Einleitung dieser Arbeit genannte Zitat Goethes macht seine Einstellung klar. Gewalt und die damit erzielte Eindämmung von Auswirkungen bzw. Durchsetzung von Zielen ist auf keinen Fall der richtige Weg. Nur das Übel an der Wurzel zu packen und die Gründe für derartige Bewegungen zu beseitigen kann zu einem Ziel führen.

Diese hier gewonnene Erkenntnis führt Goethe seinen aufmerksamen Leser auch in der letzten Szene der Novelle anschaulich vor Augen. Sie ist das Gegenbild zum Negativbeispiel Honorios, sie ist die eigentliche Lösung des Problems. Das Kind, durch seine natürliche Kondition und Konstitution relativ schwach an Gewalt, heilt den Löwen, indem es ihn von der Wurzel des Übels, d.h. dem eingetretenen Dorn, befreit.[131] Diese Handlung aber findet nicht irgendwo statt, sondern in der Stammburg, also dem Ort der alten politischen Verfassungen, die jedoch in jüngster Zeit zersetzt wurden. Das friedliche Ziehen des Dorns steht also für eine Reform, durch welche die gesellschaftlichen Missstände beseitigt werden.[132] Dieses von Goethe gezeichnete Friedensbild wird des öfteren auch in Verbindung mit Schillers ästhetischen Briefen gebracht, die eine ähnliche Aussage enthalten.[133]

Warum nun aber die musikalisch-lyrische Atmosphäre mit ihren starken religiösen Bezügen? Es ist durchaus plausibel vermutet worden, dass Goethe der Ansicht war, nationale und revolutionäre Kräfte ohne ein Ideal, sei es ein patriotisches oder, wie in diesem Fall, ein religiöses, seien immer gefährlich und selbst von den eigenen Reihen unkontrollierbar.[134] Hinter der musikalisch-lyrischen Atmosphäre verbirgt sich aber ein besonderer Auftrag – und zwar an den Dichter. Dieser ist aufgefordert, die Missstände der Gesellschaft aufzudecken und sie den verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen vor Augen zu führen.[135] „Das ist des Pudels Kern“ – oder um es mit A. Lehmann auszudrücken: „Es ist der Geist, der die Herrschaft übet“.[136]

In der „Novelle“ wird also eine Kritik Goethes an den unterschiedlichen Bestrebungen seiner Zeit verarbeitet. Sowohl Kritik an revolutionären Kräften, deren grausame Verselbstständigung er als Zeitzeuge selbst miterlebt hatte, als auch an den Restaurationsmaßnahmen der Herrschenden, die durch Beschneidung der Freiheit und der Rechte mit Gewalt nur versuchen die Folgen der in ihren Ländern herrschenden Missstände einzugrenzen, nicht aber der Sache tiefer auf den Grund gehen, waren sein Anliegen.[137]

In der Konsequenz dieser Ergebnisse stellt die „Novelle“ also für ihren Leser ein vom großen Dichter genial konzipiertes „Wunsch- und Warnbild“ dar.[138]

Auch war ich vollkommen überzeugt, daß irgendeine große Revolution nie Schuld des Volkes ist, sondern der Regierung. Revolutionen sind ganz unmöglich, sobald die Regierungen fortwährend gerecht und fortwährend wach sind, so daß sie ihnen durch zeitgemäße Verbesserungen entgegenkommen und sich nicht so lange sträuben, bis das Notwendige von unten her erzwungen wird.[139]

VIII. Quellen- und Literaturverzeichnis:

1. Quellen:

- „Novelle“, in: Goethe, Johann Wolfgang, Sämtliche Werke nach Epochen seines Schaffens (Münchner Ausgabe), hrsg. v. Karl Richter, in Zusammenarbeit mit Herbert G. Göpfert, Norbert Miller, Gerhard Sauder und Edith Zehm, Bd. 18, 1: Letzte Jahre. 1827 – 1832, hrsg. v. Gisela Henckmann und Dorothea Hölscher-Lohmeyer, München 1997, S. 355 – 376.

- Eckermann, Johann Peter, Gespräche mit Goethe in den letzten Jahren seines Lebens, hrsg. v. Heinz Schlaffer, München 1997 (= Johann Wolfgang Goethe, Sämtliche Werke nach Epochen seines Schaffens. Münchner Ausgabe, hrsg. v. Karl Richter, in Zusammenarbeit mit Herbert G. Göpfert, Norbert Miller, Gerhard Sauder und Edith Zehm, Bd. 19).

2. Literatur:

- Aust, Hugo, Novelle, 3. überarb. u. aktualisierte Aufl., Suttgart u. Weimar 1999.

- Baumgart, Hermann, Goethes Weissagungen des Bakis und die Novelle. Zwei symbolische Bekenntnisse des Dichtes, Halle 1886.

- Becker, Jochen, „Amor vincit omnia“. On the closing image of Goethe’s “Novelle”, in: Simiolus. Netherlands quarterly for the history of art, 18 (1988), S. 134 – 156.

- Beutler, Ernst, Ursprung und Gehalt von Goethes Novelle, in: Deutsche Vierteljahrsschrift für Literaturwissenschaft und Geistesgeschichte, Bd. 16 (1938), S. 324 – 352.

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- Fehrenbach, Elisabeth, Vom Ancien Régime zum Wiener Kongress, 4. überarb. Aufl., München 2001 (= Oldenbourg Grundriss der Geschichte, Bd. 12).

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- Hahn, Karl-Heinz, Aus der Werkstatt deutscher Dichter. Goethe – Schiller – Heine, Halle 1963.

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- Lehmann, A., Über Göthes Novelle: Das Kind mit dem Löwen, Marienwerder 1846.

- Mannack, Eberhard, Raumdarstellung und Realitätsbezug in Goethes epischer Dichtung, Frankfurt a.M. 1972, S. 195 – 223.

- Otto, Regine, Johann Wolfgang Goethe: Novelle, in: Leistner, Bernd (Hrsg.), Deutsche Erzählungen der frühen Restaurationszeit. Studien zu ausgewählten Texten, Tübingen 1995, S. 26 – 65.

- Praschek, Helmut, Zur Entstehungsgeschichte der „Novelle“ von Goethe. Eine Analyse dreier unveröffentlichter Handschriften, in: Forschungen und Fortschritte, 35. Jahrgang (1961), S. 302 – 306.

- Rosenkranz, Karl, Göthe und seine Werke, Königsberg 1847.

- Schumann, Detlef W., Mensch und Natur in Goethes „Novelle“, in: Dichtung und Deutung. Gedächtnisschrift für Hans M. Wolff, hrsg. v. Karl S. Guthke, Bern u. München 1961, S. 131 – 142.

- Seuffert, Bernhard, Goethes „Novelle“, in: Goethe-Jahrbuch, Bd. 19 (1898), S. 133 – 166.

- Staiger, Emil, Goethe. „Novelle“, in: Trivium 1 (1942), S. 4 – 30.

- Staiger, Emil, Meisterwerke deutscher Sprache aus dem 19. Jahrhundert, 2. Aufl. Zürich 1948, S. 136 – 164.

- Staroste, Wolfgang, Die Darstellung der Realität in Goethes „Novelle“, in: Neophilologus, Bd. 44 (1960), S. 322 – 333.

- Steer, A.G., Goethes Novelle as a Document of its Time. Deutsche Vierteljahrssschrift für Literaturwissenschaft und Geistesgeschichte, Bd. 50 (1976), S. 414 – 433.

- Thamer, Hans-Ulrich, Die Französische Revolution, München 2004.

- Ueding, Gert, Klassik und Romantik. Deutsche Literatur im Zeitalter der Französischen Revolution. 1789 – 1815, München u. Wien 1987 (= Hansers Sozialgeschichte der deutschen Literatur vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart, hrsg. v. Rolf Grimminger, Bd. 4).

[...]


[1] Klingenberg, Anneliese, Goethes „Novelle“ und „Faust II“. Zur Problematik Goethescher Symbolik im Spätwerk, in: Impulse. Aufsätze, Quellen, Berichte zur Deutschen Klassik und Romantik, Folge 10, Berlin u. Weimar 1987, S. 75 – 124, hier S. 108.

[2] Goethe äußert gegenüber Johann Peter Eckermann am 15.01.1827: „ Nun aber nach vollendeter Arbeit findet sich jenes ältere Schema wieder, und ich freue mich nun, daß ich es nicht früher in Händen gehabt, denn es würde mich nur verwirrt haben. Die Handlung und der Gang der Entwicklung war zwar unverändert, allein im Detail war es doch ein ganz anderes; es war ganz für eine epische Behandlung in Hexametern gedacht und würde also für diese prosaische Darstellung gar nicht anwendbar gewesen sein. “ – abgedruckt in: Eckermann, Johann Peter, Gespräche mit Goethe in den letzten Jahren seines Lebens, hrsg. v. Heinz Schlaffer, München 1997 (= Johann Wolfgang Goethe, Sämtliche Werke nach Epochen seines Schaffens. Münchner Ausgabe, hrsg. v. Karl Richter, in Zusammenarbeit mit Herbert G. Göpfert, Norbert Miller, Gerhard Sauder und Edith Zehm, Bd. 19), S. 183.

[3] Zur Entstehungsgeschichte der Novelle: Düntzer, Heinrich, Studien zu Goethes Werken. Das epische Gedicht „die Jagd“ und „die Novelle“, in: Archiv für das Studium der neueren Sprachen und Literaturen, Bd. 4, Heft 1 (1848), S. 1 - 43, hier S. 1 – 15; Praschek, Helmut, Zur Entstehungsgeschichte der „Novelle“ von Goethe. Eine Analyse dreier unveröffentlichter Handschriften, in: Forschungen und Fortschritte, 35. Jahrgang (1961), S. 302 – 306; Hahn, Karl-Heinz, Aus der Werkstatt deutscher Dichter, Halle a. d. Saale 1963, S. 131 – 143; Klingenberg, Anneliese, Goethes „Novelle“ und „Faust II“ (wie Anm. 1), S. 75 – 85; Otto, Regine, Johann Wolfgang Goethe: Novelle, in: Leistner, Bernd (Hrsg.), Deutsche Erzählungen der frühen Restaurationszeit. Studien zu ausgewählten Texten, Tübingen 1995, S. 26 – 65, hier S. 33 – 36; Henkmann, Gisela, Novelle. Entstehungsgeschichte, in: Goethe, Johann Wolfgang, Sämtliche Werke nach Epochen seines Schaffens (Münchner Ausgabe), hrsg. v. Karl Richter, in Zusammenarbeit mit Herbert G. Göpfert, Norbert Miller, Gerhard Sauder und Edith Zehm, Bd. 18, 1: Letzte Jahre. 1827 – 1832, hrsg. v. Gisela Henckmann und Dorothea Hölscher-Lohmeyer, München 1997, S. 1214 – 1224.

[4] Ueding, Gert, Klassik und Romantik. Deutsche Literatur im Zeitalter der Französischen Revolution. 1789 – 1815, München u. Wien 1987 (= Hansers Sozialgeschichte der deutschen Literatur vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart, hrsg. v. Rolf Grimminger, Bd. 4).

[5] Goethe am 4.1.1824 zu Eckermann, abgedruckt in: Eckermann, Johann Peter, Gespräche mit Goethe in den letzten Jahren seines Lebens (wie Anm. 2), S. 56.

[6] Goethe, Novellea, Fiorenza 1886, zit. nach: Klingenberg, Anneliese, Goethes „Novelle“ und „Faust II“ (wie Anm. 1), hier. S. 108, Anm. 105.

[7] Lehmann, A., Über Göthes Novelle: Das Kind mit dem Löwen, Marienwerder 1846; Gervinus, Gottfried Georg, Geschichte der deutschen Dichtung, Bd. 5, 4. Aufl. Leipzig 1853: Rosenkranz, Karl, Göthe und seine Werke, Königsberg 1847; Düntzer, Heinrich, Studien zu Goethes Werken (wie Anm. 3); ders. Erläuterungen zu deutschen Klassikern, Leipzig 1873; Baumgart, Hermann, Goethes Weissagungen des Bakis und die Novelle. Zwei symbolische Bekenntnisse des Dichtes, Halle 1886.

[8] Zur Forschungsgeschichte der „Novelle“ vgl.: Klingenberg, Anneliese, Goethes „Novelle“ und „Faust II“ (wie Anm. 1), hier. S. 108 – 116; Otto, Regine, Johann Wolfgang Goethe: Novelle (wie Anm. 3), hier S. 26 – 36; eine umfangreiche Bibliographie zur „Novelle“, zusammengestellt von Michael Mandelartz, findet sich unter: http://www.kisc.meiji.ac.jp/~mmandel/recherche/novelle_bibliographie.html

[9] Seuffert, Bernhard, Goethes „Novelle“, in: Goethe-Jahrbuch, Bd. 19 (1898), S. 133 – 166, hier S. 147.

[10] Vgl. dazu: Klingenberg, Anneliese, Goethes „Novelle“ und „Faust II“ (wie Anm. 1), hier. S. 110 – 111.

[11] Grolmann, Adolf von, Goethes „Novelle“, in: Germanisch-romanische Monatsschrift, 9. Heft (1921), S. 181-187, hier S. 187.

[12] Staiger, Emil, Goethe. „Novelle“, in: Trivium 1 (1942), S. 4 – 30; Wiederabdruck in: Ders., Meisterwerke deutscher Sprache aus dem 19. Jahrhundert, 2. Aufl. Zürich 1948, S. 136 – 164.

[13] Hahn, Karl-Heinz, Aus der Werkstatt deutscher Dichter (wie Anm 2); Jäger, Hans-Wolf, Politische Metaphorik im Jakobinismus und im Vormärz, Stuttgart 1971, S. 76 – 78; Borchmeyer, Dieter, Höfische Gesellschaft und Französische Revolution bei Goethe. Adeliges und bürgerliches Wertsystem der Weimarer Klassik, Kronberg/Ts. 1977, S. 333 – 350; Becker, Jochen, „Amor vincit omnia“. On the closing image of Goethe’s “Novelle”, in: Simiolus. Netherlands quarterly for the history of art, 18 (1988), S. 134 – 156; Clouser, Robin, Ideas of Utopia in Goethe's Novelle, in: Publications of the English Goethe Society, 38 (1968), S. 43 – 68; Brummack, Jürgen, „Blankes Schwert erstarrt im Hiebe“. Eine motivgeschichtliche Bemerkung zu Goethes „Novelle“, in: „Getempert und gemischet“ für Wolfgang Mohr zum 65. Geburtstag, hrsg. v. Franz Hundsnurscher und Ulrich Müller, Göppingen 1972, S. 355 – 376; Steer, A.G., Goethes Novelle as a Document of its Time. Deutsche Vierteljahrssschrift für Literaturwissenschaft und Geistesgeschichte, Bd. 50 (1976), S. 414 – 433.

[14] Goethe zu Eckermann am 18.01.1827, in: Eckermann, Johann Peter, Gespräche mit Goethe in den letzten Jahren seines Lebens (wie Anm. 2), S. 193.

[15] Brief Wilhelm von Humboldts an seine Frau vom 07.04.1797, zit. nach: Steer, A.G., Goethes Novelle as a Document of its Time (wie Anm. 13), hier S. 415.

[16] Vgl. Anm. 5

[17] Ebd.

[18] Brief Wilhelms von Humboldt an seine Frau vom 07.04.1797 (wie Anm. 15).

[19] Borchmeyer, Dieter, Höfische Gesellschaft und Französische Revolution bei Goethe (wie Anm. 13), hier S. 334f.

[20] Ebd., hier S. 335.

[21] Auffällig ist auch, dass die Figuren des ersten Teiles im zweiten Abschnitt verschwunden sind bzw. nicht mehr aktiv in Erscheinung treten. Vgl. Goethes Gespräch mit Eckermann vom 18.01.1827, in: Eckermann, Johann Peter, Gespräche mit Goethe in den letzten Jahren seines Lebens (wie Anm. 2), S. 192 – Dieser Figuren-Wegfall wird bereits auch schon von Lehmann thematisiert. Vgl.: Lehmann, A., Über Göthes Novelle: Das Kind mit dem Löwen (wie Anm. 7), S. 13.

[22] Henkmann, Gisela, Novelle. Entstehungsgeschichte (wie Anm. 3), hier S. 1225.

[23] Der Text der „Novelle“ wird im Folgenden zitiert nach der sogenannten „Münchner Ausgabe“: Goethe, Johann Wolfgang, Sämtliche Werke nach Epochen seines Schaffens (Münchner Ausgabe), hrsg. v. Karl Richter, in Zusammenarbeit mit Herbert G. Göpfert, Norbert Miller, Gerhard Sauder und Edith Zehm, Bd. 18, 1: Letzte Jahre. 1827 – 1832, hrsg. v. Gisela Henckmann und Dorothea Hölscher-Lohmeyer, München 1997, S. 355 – 376, hier S. 355 (Im Weiteren zitiert als MA, Bd. 18,1, hier S. 355).

[24] Düntzer, Heinrich, Studien zu Goethes Werken (wie Anm. 3), S. 15; Otto, Regine, Johann Wolfgang Goethe: Novelle (wie Anm. 3), hier S. 44.

[25] Klingenberg, Anneliese, Goethes „Novelle“ und „Faust II“ (wie Anm. 1), hier. S. 83.

[26] Otto, Regine, Johann Wolfgang Goethe: Novelle (wie Anm. 3), hier S. 39f.

[27] Ebd., hier S. 40.

[28] MA, Bd. 18,1, hier S. 356.

[29] MA, Bd. 18,1, hier S. 369.

[30] Borchmeyer, Dieter, Höfische Gesellschaft und Französische Revolution bei Goethe (wie Anm. 13), hier S. 342

[31] Einen besonderen Fürstentypus setzt auch Karl-Heinz Hahn voraus. Vgl.: Hahn, Karl-Heinz, Aus der Werkstatt deutscher Dichter. Goethe – Schiller – Heine, Halle 1963, S. 172.

[32] Schumann, Detlef W., Mensch und Natur in Goethes „Novelle“, in: Dichtung und Deutung. Gedächtnisschrift für Hans M. Wolff, hrsg. v. Karl S. Guthke, Bern u. München 1961, S. 131 – 142, hier S. 136f.

[33] Zum Symbol des Teleskops und der daraus resultierenden Raumdarstellung vgl. auch: Otto, Regine, Johann Wolfgang Goethe: Novelle (wie Anm. 3), hier S. 42f.

[34] MA, Bd. 18,1, hier S. 356.

[35] Ebd.

[36] Ebd.

[37] MA, Bd. 18,1, hier S. 357 – Vgl. auch: Mannack, Eberhard, Raumdarstellung und Realitätsbezug in Goethes epischer Dichtung Frankfurt a.M. 1972, S. 195 – 223, hier S. 218; Lehmann, A., Über Göthes Novelle: Das Kind mit dem Löwen (wie Anm. 7), S. 16.

[38] Vgl. auch: Steer, A.G., Goethes Novelle as a Document of its Time (wie Anm. 13), hier S. 421.

[39] MA, Bd. 18,1, hier S. 357, 358. Vgl. auch: Mannack, Eberhard, Raumdarstellung und Realitätsbezug in Goethes epischer Dichtung (wie Anm. 37), S. 217 - Borchmeyer, Dieter, Höfische Gesellschaft und Französische Revolution bei Goethe (wie Anm. 13), hier S. 346.

[40] Vgl. auch: Klingenberg, Anneliese, Goethes „Novelle“ und „Faust II“ (wie Anm. 1), hier. S. 85 u. 87.

[41] Henkmann, Gisela, Novelle. Entstehungsgeschichte (wie Anm. 3), hier S. 1225.

[42] Mannack, Eberhard, Raumdarstellung und Realitätsbezug in Goethes epischer Dichtung (wie Anm. 37).

[43] Henkmann, Gisela, Novelle. Entstehungsgeschichte (wie Anm. 3), hier S. 1226.

[44] Borchmeyer, Dieter, Höfische Gesellschaft und Französische Revolution bei Goethe (wie Anm. 13), hier S. 345f.; Fues, Wolfram Malte, Goethes „Novelle“: Utopie einer befriedeten Welt? in: Goethe-Jahrbuch, Bd. 114 (1997), S. 147 – 161, hier S. 157.

[45] Sieht man von den zahlreichen zeitlichen Rückgriffen ab, wie z.B. dem Vorabend der Jagd, der Französischen Revolution, der Zeit des Vaters des Fürsten, den Erlebnissen des Oheims etc.

[46] MA, Bd. 18,1, hier S. 358.

[47] MA, Bd. 18,1, hier S. 356

[48] Borchmeyer, Dieter, Höfische Gesellschaft und Französische Revolution bei Goethe (wie Anm. 13), hier S. 346 u. S. 348. – Staiger, Emil, Goethe. „Novelle“ (wie Anm. 12), S. 138; vgl. auch: Mannack, Eberhard, Raumdarstellung und Realitätsbezug in Goethes epischer Dichtung (wie Anm. 37), S. 217.

[49] Vgl. auch: Mannack, Eberhard, Raumdarstellung und Realitätsbezug in Goethes epischer Dichtung (wie Anm. 37), S. 207.

[50] MA, Bd. 18,1, hier S. 357.

[51] Henkmann, Gisela, Novelle. Entstehungsgeschichte (wie Anm. 3), hier S. 1233; Borchmeyer, Dieter, Höfische Gesellschaft und Französische Revolution bei Goethe (wie Anm. 13), hier S. 345.

[52] Otto, Regine, Johann Wolfgang Goethe: Novelle (wie Anm. 3), hier S. 43.

[53] MA, Bd. 18,1, hier S. 359.

[54] MA, Bd. 18,1, hier S. 355.

[55] MA, Bd. 18,1, hier S. 359.

[56] MA, Bd. 18,1, hier S. 360. Zur Beschreibung des Brandes siehe auch S. 364f.

[57] Steer, A.G., Goethes Novelle as a Document of its Time (wie Anm. 13), hier S. 423; Borchmeyer, Dieter, Höfische Gesellschaft und Französische Revolution bei Goethe (wie Anm. 13), hier S. 337; Aust, Hugo, Novelle, 3. überarb. u. aktualisierte Aufl., Suttgart u. Weimar 1999, S. 71; Otto, Regine, Johann Wolfgang Goethe: Novelle (wie Anm. 3), hier S. 60, Anm. 87.

[58] MA, Bd. 18,1, hier S. 359f.

[59] Vgl. hierzu auch: Klingenberg, Anneliese, Goethes „Novelle“ und „Faust II“ (wie Anm. 1), hier. S. 79.

[60] Mannack, Eberhard, Raumdarstellung und Realitätsbezug in Goethes epischer Dichtung (wie Anm. 37), S. 210; Borchmeyer, Dieter, Höfische Gesellschaft und Französische Revolution bei Goethe (wie Anm. 13), hier S. 337; Otto, Regine, Johann Wolfgang Goethe: Novelle (wie Anm. 3), hier S. 45 u. 47.

[61] Klingenberg, Anneliese, Goethes „Novelle“ und „Faust II“ (wie Anm. 1), hier. S. 79.

[62] MA, Bd. 18,1, hier S. 360f.: „ Untereinander gemischt standen Bergbewohner, die zwischen Felsen, Fichten und Föhren ihre stillen Wohnsitze hegten, Flachländer von Hügeln, Auen und Wiesen her, Gewerbsleute der kleinen Städte, und was sich alles versammelt hatte.

[63] Klingenberg, Anneliese, Goethes „Novelle“ und „Faust II“ (wie Anm. 1), hier. S. 85.

[64] Mannack, Eberhard, Raumdarstellung und Realitätsbezug in Goethes epischer Dichtung (wie Anm. 37), S. 215.

[65] Siehe Anm. 56. Vgl. auch: Mannack, Eberhard, Raumdarstellung und Realitätsbezug in Goethes epischer Dichtung (wie Anm. 37), S. 215.

[66] Vgl. Anm. 57.

[67] MA, Bd. 18,1, hier S. 362.

[68] MA, Bd. 18,1, hier S. 363

[69] ebd.

[70] Vgl. auch: Otto, Regine, Johann Wolfgang Goethe: Novelle (wie Anm. 3), hier S. 37.

[71] MA, Bd. 18,1, hier S. 364f.

[72] Lehmann, A., Über Göthes Novelle: Das Kind mit dem Löwen (wie Anm. 7), S. 6f., 16 – 18; Borchmeyer, Dieter, Höfische Gesellschaft und Französische Revolution bei Goethe (wie Anm. 13), hier S. 336; Staiger, Emil, Goethe. „Novelle“ (wie Anm. 12), S. 143f.

[73] MA, Bd. 18,1, hier S. 364.

[74] Diese Diskrepanz wird auch am Motiv der Stammburg deutlich. Hier wird die Abbildung der Wirklichkeit durch gezeichnete Skizzen bzw. durch das Teleskop an den Hof geholt. Auch die Idylle vor Ausbruch des Feuers macht diesen Umstand deutlich. Vgl.: Otto, Regine, Johann Wolfgang Goethe: Novelle (wie Anm. 3), hier S. 47; Staroste, Wolfgang, Die Darstellung der Realität in Goethes „Novelle“, in: Neophilologus, Bd. 44 (1960), S. 322 – 333, hier S. 326 u. 328f.

[75] Otto, Regine, Johann Wolfgang Goethe: Novelle (wie Anm. 3), hier S. 46.

[76] Borchmeyer, Dieter, Höfische Gesellschaft und Französische Revolution bei Goethe (wie Anm. 13), hier S. 348

[77] Vgl. auch: Steer, A.G., Goethes Novelle as a Document of its Time (wie Anm. 13), hier S. 424.

[78] Borchmeyer, Dieter, Höfische Gesellschaft und Französische Revolution bei Goethe (wie Anm. 13), hier S. 336.

[79] Ebd. S. 339 - Zur Dynamik der „Novelle“ vgl. auch: Klingenberg, Anneliese, Goethes „Novelle“ und „Faust II“ (wie Anm. 1), hier. S. 102.

[80] Otto, Regine, Johann Wolfgang Goethe: Novelle (wie Anm. 3), hier S. 38.

[81] Steer, A.G., Goethes Novelle as a Document of its Time (wie Anm. 13), hier S. 425; Hahn, Karl-Heinz, Aus der Werkstatt deutscher Dichter (wie Anm. 2), S. 166.

[82] MA, Bd. 18,1, hier S. 366: „ Der Jüngling war schön, er war herangesprengt, wie ihn die Fürstin oft im Lanzen- und Ringelspiel gesehen hatte. Ebenso traf in der Reitbahn seine Kugel im Vorbeisprengen den Türkenkopf auf dem Pfahl gerade unter dem Turban in die Stirn; ebenso spießte er, flüchtig heransprengend, mit dem blanken Säbel das Mohrenhaupt vom Boden auf. In allen solchen Künsten war er gewandt und glücklich, hier kam beides zustatten.Steer, A.G., Goethes Novelle as a Document of its Time (wie Anm. 13), hier S. 426; Borchmeyer, Dieter, Höfische Gesellschaft und Französische Revolution bei Goethe (wie Anm. 13), hier S. 339.

[83] MA, Bd. 18,1, hier S. 360.

[84] Lehmann, A., Über Göthes Novelle: Das Kind mit dem Löwen (wie Anm. 7), S. 7; Henkmann, Gisela, Novelle. Entstehungsgeschichte (wie Anm. 3), hier S. 1227; Aust, Hugo, Novelle (wie Anm. 57), S. 71.

[85] Düntzer, Heinrich, Studien zu Goethes Werken (wie Anm. 3), S. 38.

[86] MA, Bd. 18,1, hier S. 361: „ Zur Bude näher gelangt, durften sie die bunten, colossalen Gemälde nicht übersehen, die mit heftigen Farben und kräftigen Bildern jene fremden Thiere darstellten, welche der friedliche Staatsbürger zu schauen unüberwindliche Lust empfinden sollte. Der grimmig ungeheure Tiger sprang auf einen Mohren los, im Begriff, ihn zu zerreißen; ein Löwe stand ernsthaft majestätisch, als wenn er keine Beute seiner würdig vor sich sähe; andere wunderliche, bunte Geschöpfe verdienten neben diesen mächtigen weniger Aufmerksamkeit.“

[87] MA, Bd. 18,1, hier S. 365: „ In das friedliche Thal einreitend, seiner labenden Kühle nicht achtend, waren sie kaum einige Schritte von der lebhaften Quelle des nahen fließenden Baches herab, als die Fürstin ganz unten im Gebüsch des Wiesenthals etwas Seltsames erblickte, das sie alsobald für den Tiger erkannte; heran springend, wie sie ihn vor kurzem gemalt gesehen, kam er entgegen; und dieses Bild zu den furchtbaren Bildern, die sie soeben beschäftigten, machte den wundersamsten Eindruck.“

[88] Staiger, Emil, Goethe. „Novelle“ (wie Anm. 12), S. 145.

[89] MA, Bd. 18,1, hier S. 365f.

[90] Lehmann, A., Über Göthes Novelle: Das Kind mit dem Löwen (wie Anm. 7), S. 7.

[91] Steer, A.G., Goethes Novelle as a Document of its Time (wie Anm. 13), hier S. 426.

[92] Vgl. dazu auch: Mannack, Eberhard, Raumdarstellung und Realitätsbezug in Goethes epischer Dichtung (wie Anm. 37), S. 205f. u. 212.

[93] MA, Bd. 18,1, hier S. 371: „ Seht den Felsen, wie er fest steht und sich nicht rührt, der Witterung trotzt und dem Sonnenschein; uralte Bäume zieren sein Haupt, und so gekrönt schaut er weit umher; stürzt aber ein Theil herunter, so will es nicht bleiben, was es war, es fällt zertrümmert in viele Stücke und bedeckt die Seite des Hanges. Aber auch da wollen sie nicht verharren, muthwillig springen sie tief hinab, der Bach nimmt sie auf, zum Fluße trägt er sie.“

[94] ebd. S. 417; Henkmann, Gisela, Novelle. Entstehungsgeschichte (wie Anm. 3), hier S. 1233; Borchmeyer, Dieter, Höfische Gesellschaft und Französische Revolution bei Goethe (wie Anm. 13), hier S. 341; Düntzer, Heinrich, Studien zu Goethes Werken (wie Anm. 3), S. 37; Staroste, Wolfgang, Die Darstellung der Realität in Goethes „Novelle“ (wie Anm. 74), hier S. 325.

[95] Steer, A.G., Goethes Novelle as a Document of its Time (wie Anm. 13), hier S. 428.

[96] Henkmann, Gisela, Novelle. Entstehungsgeschichte (wie Anm. 3), hier S. 1228.

[97] Klingenberg, Anneliese, Goethes „Novelle“ und „Faust II“ (wie Anm. 1), hier. S. 88.

[98] Borchmeyer, Dieter, Höfische Gesellschaft und Französische Revolution bei Goethe (wie Anm. 13), hier S. 342.

[99] MA, Bd. 18,1, hier S. 374.

[100] Staiger, Emil, Goethe. „Novelle“ (wie Anm. 12), S. 343; Borchmeyer, Dieter, Höfische Gesellschaft und Französische Revolution bei Goethe (wie Anm. 13), hier S. 343; Klingenberg, Anneliese, Goethes „Novelle“ und „Faust II“ (wie Anm. 1), hier. S. 82.

[101] MA, Bd. 18,1, hier S. 371f.: „ Doch wer preist den Ruhm des Herrn, den die Sterne loben von Ewigkeit zu Ewigkeit! Warum seht ihr aber im Fernen umher? Betrachtet hier die Biene! Noch spät im Herbst sammelt sie emsig und baut sich ein Haus, winkel- und waagerecht, als Meister und Geselle; schaut die Ameise da! Sie kennt ihren Weg und verliert ihn nicht, sie baut sich eine Wohnung aus Grashalmen, Erdbröslein und Kiefernadeln, sie baut es in die Höhe und wölbt es zu; aber sie hat umsonst gearbeitet, denn das Pferd stampft und scharrt alles auseinander; seht hin! Es zertritt ihre Balken und zerstreut ihre Planken, ungeduldig schnaubt es und kann nicht rasten; denn der Herr hat das Ross zum Gesellen des Windes gemacht und zum Gefährten des Sturmes, dass es den Mann dahin trage, wohin er will, und die Frau, wohin sie begehrt. Aber im Palmenwald trat er auf, der Löwe, ernsten Schrittes durchzog er die Wüste, dort herrscht er über alles Gethier, und nichts widersteht ihm. Doch der Mensch weiß ihn zu zähmen, und das grausamste der Geschöpfe hat Ehrfurcht vor dem Ebenbild Gottes, wonach auch die Engel gemacht sind, die dem Herrn dienen und seinen Dienern. Denn in der Löwengrube scheut sich Daniel nicht; er blieb fest und getrost, und das wilde Brüllen unterbrach nicht seinen frommen Gesang.

[102] Klingenberg, Anneliese, Goethes „Novelle“ und „Faust II“ (wie Anm. 1), hier. S. 82.

[103] Staiger, Emil, Goethe. „Novelle“ (wie Anm. 12), S. 149.

[104] Borchmeyer, Dieter, Höfische Gesellschaft und Französische Revolution bei Goethe (wie Anm. 13), hier S. 347.

[105] Ebd., hier S. 348.

[106] MA, Bd. 18,1, hier S. 375f.: „ Indessen hatte sich der Löwe ganz knapp an das Kind hingelegt und ihm die schwere rechte Vordertatze auf dem Schoos gehoben, die der Knabe fortsingend anmuthig streichelte, aber gar bald bemerkte, daß ein scharfer Dornzweig zwischen die Ballen eingestochen war. Sorgfältig zog er die verletzende Spitze hervor, nahm lächelnd sein buntseidenes Halstuch vom Nacken und verband die gräuliche Tatze des Unthiers, so daß die Mutter sich vor Freuden mit ausgestreckten Armen zurückbog und vielleicht angewohnter Weise Beifall gerufen und geklatscht hätte wäre sie nicht durch einen derben Faustgriff des Wärtels erinnert worden, daß die Gefahr nicht vorüber sey. “; Düntzer, Heinrich, Studien zu Goethes Werken (wie Anm. 3), S. 40 u. 42.

[107] Henkmann, Gisela, Novelle. Entstehungsgeschichte (wie Anm. 3), hier S. 1233; Staroste, Wolfgang, Die Darstellung der Realität in Goethes „Novelle“ (wie Anm. 74), hier S. 325.

[108] Gespräch mit Johann Peter Eckermann vom 18.01.1827, abgedruckt in: Eckermann, Johann Peter, Gespräche mit Goethe in den letzten Jahren seines Lebens (wie Anm. 2), S. 192.

[109] MA, Bd. 18,1, hier S. 366: „ Der Jüngling war schön, er war herangesprengt, wie ihn die Fürstin oft im lanzen- und Ringelspiel gesehen hatte. Eben so traf in der Reitbahn seine Kugel im Vorbeisprengen den Türkenkopf auf dem Pfahl, gerade unter dem Turban in die Stirne, eben so spießte er, flüchtig heransprengend, mit dem blanken Säbel das Mohrenhaupt vom Boden auf.“

[110] Lehmann, A., Über Göthes Novelle: Das Kind mit dem Löwen (wie Anm. 7), S. 11.

[111] Staiger, Emil, Goethe. „Novelle“ (wie Anm. 12), S. 158.

[112] MA, Bd. 18,1, hier S. 371: „ Aber im Palmenwald trat er auf, der Löwe, ernsten Schrittes durchzog er die Wüste, dort herrscht er über alles Gethier, und nichts widersteht ihm.

[113] Lehmann, A., Über Göthes Novelle: Das Kind mit dem Löwen (wie Anm. 7); Düntzer, Heinrich, Studien zu Goethes Werken (wie Anm. 3); Staiger, Emil, Goethe. „Novelle“ (wie Anm. 12); Zur Kritik der Deutung der religiösen Symbolik: Brummack, Jürgen, Blankes Schwert erstarrt im Hiebe (wie Anm. 13).

[114] Henkmann, Gisela, Novelle. Entstehungsgeschichte (wie Anm. 3), hier S. 1230.

[115] MA, Bd. 18,1, hier S. 371.

[116] Staroste, Wolfgang, Die Darstellung der Realität in Goethes „Novelle“ (wie Anm. 74), hier S. 329; Schumann, Detlef W., Mensch und Natur in Goethes „Novelle“ (wie Anm. 32), hier S. 140; Otto, Regine, Johann Wolfgang Goethe: Novelle (wie Anm. 3), hier S. 39.

[117] MA, Bd. 18,1, hier S. 370.

[118] Beutler, Ernst, Ursprung und Gehalt von Goethes Novelle, in: Deutsche Vierteljahrsschrift für Literaturwissenschaft und Geistesgeschichte, Bd. 16 (1938), S. 324 – 352, hier S. 329; Düntzer, Heinrich, Studien zu Goethes Werken (wie Anm. 3), S. 41 u. 42; vgl. dazu auch: Steer, A.G., Goethes Novelle as a Document of its Time (wie Anm. 13), hier S. 432.

[119] Otto, Regine, Johann Wolfgang Goethe: Novelle (wie Anm. 3), hier S. 60.

[120] Zur geographischen Einordnung vgl.: Steer, A.G., Goethes Novelle as a Document of its Time (wie Anm. 13), hier S. 420 – 423.

[121] Otto, Regine, Johann Wolfgang Goethe: Novelle (wie Anm. 3), hier S. 47.

[122] Steer, A.G., Goethes Novelle as a Document of its Time (wie Anm. 13), hier S. 423; Borchmeyer, Dieter, Höfische Gesellschaft und Französische Revolution bei Goethe (wie Anm. 13), hier S. 337; Aust, Hugo, Novelle, 3. überarb. u. aktualisierte Aufl., Suttgart u. Weimar 1999, S. 71; Otto, Regine, Johann Wolfgang Goethe: Novelle (wie Anm. 3), hier S. 60, Anm. 87.

[123] Borchmeyer, Dieter, Höfische Gesellschaft und Französische Revolution bei Goethe (wie Anm. 13), hier S. 342, 346 u. 350.

[124] MA, Bd. 18,1, hier S. 358: „ Inwendig bedurft’ es keinen Aufräumens , hier findet sich ein flacher Felsgipfel von der Natur geplättet, aber doch haben mächtige Bäume hie und da zu Wurzeln Glück und Gelegenheit gefunden; sie sind sachte und entschieden aufgewachsen, nun erstrecken sie ihre Aeste bis in die Galerien hinein, auf denen der Ritter sonst auf und ab schritt; ja durch Thüren durch und Fenster in die gewölbten Säle, aus denen wir sie nicht vertreiben wollen, sie sind eben Herr geworden und mögens bleiben.“

[125] Wie Anm. 5. Vgl. auch: Klingenberg, Anneliese, Goethes „Novelle“ und „Faust II“ (wie Anm. 1), hier. S. 83 u. 106.

[126] Hahn, Karl-Heinz, Aus der Werkstatt deutscher Dichter (wie Anm. 2), S. 172.

[127] MA, Bd. 18,1, hier S. 355 – 359.

[128] Nach Goethe provozieren aber nur schlechte Regierungen Revolutionen. Vgl. dazu: Henkmann, Gisela, Novelle. Entstehungsgeschichte (wie Anm. 3), hier S. 1232.

[129] Vgl. dazu: Steer, A.G., Goethes Novelle as a Document of its Time (wie Anm. 13), hier S. 416.

[130] Klingenberg, Anneliese, Goethes „Novelle“ und „Faust II“ (wie Anm. 1), hier. S. 78; Zu einem kurzen historischen Überblick vgl.: Thamer, Hans-Ulrich, Die Französische Revolution, München 2004; Fehrenbach, Elisabeth, Vom Ancien Régime zum Wiener Kongress, 4. überarb. Aufl., München 2001 (= Oldenbourg Grundriss der Geschichte, Bd. 12).

[131] Düntzer, Heinrich, Studien zu Goethes Werken (wie Anm. 3), S. 42.

[132] Klingenberg, Anneliese, Goethes „Novelle“ und „Faust II“ (wie Anm. 1), hier. S. 88; Staiger, Emil, Goethe. „Novelle“ (wie Anm. 12), S. 158.

[133] Borchmeyer, Dieter, Höfische Gesellschaft und Französische Revolution bei Goethe (wie Anm. 13), hier S. 347.

[134] Steer, A.G., Goethes Novelle as a Document of its Time (wie Anm. 13), hier S. 430; Klingenberg, Anneliese, Goethes „Novelle“ und „Faust II“ (wie Anm. 1), hier. S. 77.

[135] Ebd., S. 432f.

[136] Lehmann, A., Über Göthes Novelle: Das Kind mit dem Löwen (wie Anm. 7), S. 17.

[137] Hahn, Karl-Heinz, Aus der Werkstatt deutscher Dichter (wie Anm. 2), S. 171.

[138] Klingenberg, Anneliese, Goethes „Novelle“ und „Faust II“ (wie Anm. 1), hier. S. 104.

[139] Goethe am 4.1.1824 zu Eckermann, abgedruckt in: Eckermann, Johann Peter, Gespräche mit Goethe in den letzten Jahren seines Lebens (wie Anm. 2), S.

28 von 28 Seiten

Details

Titel
Goethes "Novelle". Eine Kritik an Revolution und Restauration?
Hochschule
Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Veranstaltung
Goethe und die Französische Revolution
Note
sehr gut
Autor
Jahr
2005
Seiten
28
Katalognummer
V109640
Dateigröße
538 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Goethes, Novelle, Eine, Kritik, Revolution, Restauration, Goethe, Französische
Arbeit zitieren
Christof Spannhoff (Autor), 2005, Goethes "Novelle". Eine Kritik an Revolution und Restauration?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/109640

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