Die Physiker - eine Analyse


Seminararbeit, 2006

11 Seiten, Note: 1


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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Tragikkomödie
2.1 Tragikkomädie bei Dürremnatt

3. Friedrich Dürrenmatt
3.1 Die Werke

4. Das Drama „Die Physiker“
4.1 Inhaltsangabe
4.2 Charakteristik der Hauptfiguren
4.2.1 Wilhelm Möbius
4.2.2 Georg Beutler-Newton
4.2.3 Heinrich Ernstei-Einstein
4.2.4 Dr. Mathilde von Zand

5. Interpretation

6. Schlussfolgerung

7. Literaturangaben

1. Einleitung:

Die Geschichte der Menschheit ist so stark mit der Literatur verschmolzen, dass das Leben in einer Welt ohne Literatur unvorstellbar scheint. Wir wissen schon, dass die Lietartur verschiedene Funktionen hat. Zu einem ist sie aus der ästhetischen Perspektive zu betrachten, aber zu anderem ist sie wie ein Spiegel, in dem der Mensch seine lange Geschichte, die anderen Denkweise und fast alles, das irgendwie mit dem Menschen und seiner Umgebung zu tun hat, manchmal deutlich und klar und manchmal implizit und verdeckt, sehen kann.

Das Drama von seinem Natur aus, hat aber eine Doppelwirkung, weil man einerseits mit einem literarische Text zu tun hat, der selbst alle Eigenschaften der Literatur in ihrem allgemeinen Sinn enthält und andererseits hat es aber diese Fähigkeit in Form des Theaters verkörpert und verwirklicht zu werden.

In dieser Arbeit werden die Merkmale einer besonderen Art vom Drama nämlich „Tragikkomädie“, deren Hauptvertreter in der deutschen Gegenwartsliteratur sicherlich Friedrich Dürrenmatt(1920- 1990) ist, durch ein bekanntes Drama von ihm „die Physiker“ beschrieben.

2. Die Tragikkomödie

Diese Gattung vom Drama verwendet man häufig zur Darstellung eines Geschehens, das sich im Grenzenbereich zwischen Komik und Tragik bewegt, so dass jeder Zeit das Komische ins Tragische umschlagen kann, oder in dem das Tragische durch tragisch gebrochen Komik noch vertieft wird. Die Grenze der Tragikkomödie zur satirischen Komädie; zum weinerlichen Lustspiel und vor aller zur Groteske sind fließend. In der neuen Literatur d.h die Literatur der 19. und 20. Jahrhunderte wird die Tragikkomödie im Sinne eines intensivierenden Zusammenfalls von Tragik und Komik in der Annährung an die Groteske, als eine dem modernen Bewußsstsein entsprechende dramatische Form empfunden.

Bedeutendste Vertrete dieser fast neuen dramatischen Gattung sind: A.P. Tschechow (Der Kirchengarten;1904), H. Ibsen(Die Wildente; 1884), G.Hauptmann(Die Ratten;1911), F. Dürrenmatt(Der Besuch der alten Dame, ein tragisches Komädie; 1965) und M.Frisch(Herr Biedermann und die Brandstifter; 1956).

2.1 Tragikkomädie bei Dürrenmatt

Bei Dürrenmatt hat die Tragikkomödie fast alle gennanten Eigenschften in sich, aber bei ihm ist es oft so, dass das Drama ein bitteres und tragisches Ende bekommt. Dieses Ende ist die direkte Resultat eines Zufalls. Der Zuschauer lächelt vielleicht während des Stücks, aber wenn der Zufall plötzlich auftaucht, wird er schockiert und dieser Schock funktioniert wie ein Impuls, der den Zuschauer zum Denken bewegt.

In solchen Dramen, besonders bei Dürrenmatt versucht der Dramatiker nicht eine Lösung vorzuschlagen. Es ist ihm vor allem sehr wichtig dem Zuschauer, das Problem bzw. die tragische Seite am besten und am wirkendsten zu zeigen.

Das Drama „die Physiker“ ist ein sehr gutes Beispiel für Tragikkomödie, in der man die Hauptfaktoren dieser dramatischen Gattung ganz deutlich und klar sehen kann.

3. Friedrich Dürrenmatt

Friedrich Dürrenmatt, schweizerischer Dramatiker und Erzähler ist am 5.1.1921 in Konolfingen (bei Bern) geboren. Er bevorzugt die Komödie als „ die einzig mögliche dramatische Form, heute das Tragische auszusagen. “ Er vergegenwärtigt mit Ironie und Satire alle festen Konventionen eines selbstgefälligen

Kleinbürgertums. Sein Intresse gilt vor allem dem mutigen Menschen, den er im Gegensatz zur heroischen Heldengestalt sieht. Seine Helden sind ohne Illusionen über die Veränderbarkeit der Welt.

Dürrenmatt schrieb auch Hörspiele , die häufig zu Vorlagen seiner Dramen wurden. Was Dürrenmatt zum Schreiben eines Dramas bewegt ist seine Acht auf den Zustand des Menschen in heutiger Welt.

In seinen Werken und besonders in seinen Dramen betont er darauf, dass es nur mit der Komödie möglich ist, die bittere Lebensweise und bittere Schicksal des heutigen Menschen zu zeigen. Er ist der Meinung, man könne durch eine Mischform von Tragödie und Komödie Widersprüche in menschlicher Gesellschaft deutlich zeigen.

3.1 Die Werke:

- Dramen:

1947: Es steht geschrieben 1947: Der Blinde

1956: Romulus der Große. Eine ungeschichtliche historische Komödie in 4 Akten

1952: Die Ehe des Herrn Mississippi. Eine Komödie in zwei Teilen

1954: Ein Engel kommt nach Babylon. Eine Komödie in 3 Akten

1956: Der Besuch der alten Dame. Eine tragische Komödie

1960: Frank der Fünfte. Oper einer Privatbank (Musik von Paul Burkhard)

1962: Die Physiker

1963: Herkules und der Stall des Augias. Eine Komödie (umgearb. Hörspiel)

1966: Der Meteor

1967: Die Wiedertäufer. Eine Komödie in 2 Teilen

1971: Porträt eines Planeten

1976: Der Mitmacher

1977: Die Frist

1979: Die Panne (urspr. Erzählung, dann Hörspiel)

1983: Achterloo

- Hörspiele:

1957: Nächtliches Gespräch mit einem verachteten Menschen (Ein Kurs für Zeitgenossen)

1956: Der Prozeß um des Esels Schatten. Ein Hörspiel

1953: Stranitzky und der Nation

1954: Herkules und der Stall des Augias. Mit Randnotizen eines Kugels

1955: Das Unternehmen der Wega

1961: Die Panne

1957: Abendstunde im Spätherbst

1960: Der Doppelgänger. Ein Spiel

- Romane:

1952: Der Richter und sein Henker

1953: Der Verdacht. Kriminalgeschichte

1955: Grieche sucht Griechin. Eine Prosakomödie

1958: Das Versprechen. Requiem auf den Kriminalroman 1985: Justiz

1989: Durcheinandertal

- Erzählungen:

1945: Der Alte

1949: Pilatus

1950: Der Nihilist

1952: Die Stadt. Prosa I-IV

1956: Die Panne. Eine noch mögliche Geschichte

1971: Der Sturz

1978: Friedrich Dürrenmatt Lesebuch

1981: Stoffe I-III. Der Winterkrieg in Tibet. Mondfinsternis. Der Rebell

1990: Turmbau. Stoffe IV-IX. Begegnungen. Querfahrt. Die Brücke. Das Haus. Vinter. Das Hirn

4. Das Drama „Die Physiker“

Das Drama „die Physiker“ wurde im Jahre 1962 verfasst. Die Sprache dieses Dramas ist einfach und versändlich und sogar teilweise banal. Die Fachausdrücke aus der Physik, die ab und zu in den Gesprächen der Figuren auftauchen, sind Ausnahmen. Aber sie sind doch nicht so betimmende Wörter. Das Drama hat eine dialogische Struktur, obwohl sie manchmal auch erzählerisch wird.

4.1 Inhaltsangabe:

Die drei Patienten Herbert Georg Beutler, Ernst Heinrich Ernestie und Johann Wilhelm Möbius leben seit einigen Jahren in einem privaten Sanatorium. Das Sanatarium wird von Fr. Dr. Mathilde von Zahnd verwaltet.

Der geisteskranke Herbert Georg Beutler, der sich für den großen Physiker Newton hält, ist von der Krankenschwester Dorothea Moser bis zu ihrem Tod betreut worden. Sie ist von ihm unter dem Vorwand, sie zu lieben, erdrosselt worden. Denn seine Aufgabe bestünde darin, über die Gravitation nachzudenken, und nicht ein Weib zu lieben. Und dann ist noch der enorme Altersunterschied dazugekommen.

Auch der geisteskranke Ernst Heinrich Ernestie, der sich für Einstein hält, erdrosselt seine Krankenschwester mit dem Kabel einer Stehlampe. Da sie geistig nicht normal sind, können sie nicht verhaftet werden.

Dr. Mathilde von Zahnd weiß, dass früher beide Physiker radioaktive Stoffe untersucht haben. Beide sind wahnsinnig geworden und bei beiden hat sich die Krankheit verschlimmert. Alle zwei sind gefährlich geworden und haben eine Krankenschwester erdrosselt. Sie vermutet eine mögliche Veränderung des Gehirns durch die Radioaktivität. Den der dritte, Johann Wilhelm Möbius ist auch ein Physiker gewesen, aber er hatte nichts mit radioaktiven Stoffen zu tun. Er ist harmlos und sein Zustand bleibt seit 15 Jahren unverändert. Dr. Zahnd hält Möbius nur für stark Nervenkrank. Eines Tages kommt Möbius geschiedene Frau in die Anstalt, um ihm ihren neuen Mann, der Missionar ist, vorzustellen und sich mit ihm für immer zu verabschieden. Die drei Kinder von Möbius sind auch mitgekommen. Sie wollen sich auch gleich von ihm verabschieden, denn die Familie will ihr Leben jetzt neu auf den Marianen beginnen. Bei der Verabschiedung vertrieb er die Familie mit wirrem Gerede über Salomon. Salomon ist ihm früher schon oft erschienen. Er ist auch unter anderem wegen den Erscheinungen ins Sanatorium eingeliefert worden. Er begründete die Verabschiedung auf diese Weise damit, dass man die Vergangenheit am besten mit einem wahnsinnigen Verhalten auslöscht. Dieser Auftritt hat ihr sicherlich die Lust genommen, ihn noch einmal aufzusuchen.

In einem späteren Gespräch gesteht Schwester Monika ihre Liebe zu Möbius, der er erwidert. Sie hat das weitere Leben der beiden schon vorgeplant. Schwester Monika will mit Möbius ein neues Leben auf dem Land beginnen. Sie hat auch die schriftliche Entlassung von Möbius, den sie will sich um ihn kümmern und ihn versorgen. Möbius erwähnt schon im Gespräch wiederholt, daß sie lieber verschwinden solle, denn es sei zu gefährlich für sie, bei ihm zu leben. Am gleichen Tag noch ermordet auch Möbius sie mit der Vorhangkordel. Seine Begründung: Plötzlich hat er Angst gehabt, daß seine Geliebte hinter alle seine Geheimnisse kommt und sie den Menschen preisgibt. Nach diesem dritten Mord bekommt die Ärztin Mathilde von Zahnd drei neue Pfleger. Oberpfleger Uwe Sievers, Pfleger Murillo und Pfleger McArthur. Die ganze Anstalt wird mit Gittern an den Fenstern abgesichert.

Beim Abendessen treffen Newton, Einstein und Möbis zusammen. Sie beginnen mit der Wahrheit über ihre Person zu reden. Newton sagt, dass er in Wirklichkeit Alec Jasper Kilton heißt und Physiker ist, der im Auftrag eines Geheimdienstes hier in dieser Anstalt ist. Einstein sagt, dass er in Wirklichkeit Joseph Eisler heißt, Physiker und Entdecker des Eisler- Effekts sei. Er ist auch Mitglied eines anderen Geheimdienstes. Möbis hat neue Erkenntnisse über die Feldtheorie und Gravitationslehre entwickelt, mit denen man viel höhere Energien als bisher erzeugen kann. Würden die neuen unvorstellbaren Energien in die Hände der Menschen fallen, wäre das Resultat verheerend. Er überzeut die beiden anderen mit ihm im Sanatarium zu bleiben, damit sie die Menschheit vor einem großen Gefahr zu schützen.

Sie beschließen bis ans Ende ihrer Tage in der Irrenanstalt zu bleiben, denn dort würde niemand hinter die neuen Erkenntnisse der Physik kommen. So wäre es für die Menschheit das Beste. Aber alles wird ganz andes, als sie von der Ärztin erfahren, dass sie von ihr abgehört worden sind. Möbius hat seine Dokumente zwar vor dem letzten Polizeibesuch verbrannt, doch sie ist im Besitz sämtlicher Kopien der Dokumente und Aufzeichnungen.

Jetzt sind die Physiker gezwungen, bis Ende ihres Lebens im Irrenhaus zu bleiben, weil sie nur als Patinten nicht verhaftet werden dürfen.

4.2Charakteristik der Hauptfiguren

Als Hauptfiguren werden hier „Wilhelm Möbius“, „Heinrich Ernstei-gennant Einstein“, „Georg Beutler-gennant Newton“ und „Dr. Mathilde von Zahnd“ ckarakterisiert.

4.2.1 Wilhelm Möbius

Manchmal ist er unbeholfen, aber trotzdem ist Möbius sehr intelligent. Er hatte es in seiner Jugend nicht leicht, weil seine Eltern früh starben. Doch schon bald öffnet sich ein Licht in seinem Leben, mit fünfzehn lernt er die Tochter des Hauswirtes kennen, die er später auch heiratet. Sein Glück reißt so schnell nicht ab, seine Frau bekommt drei Kinder und er soll eine Professur erhalten. Doch da zieht er sich in die Irrenanstalt zurück, um seine Erkenntnisse und Entdeckungen vor dem

Missbrauch durch mächtigere Personen zu schützen. Möbius gelangt nur in die Irrenanstalt, indem er vorgibt der berühmte König Salomo sei ihm erschienen. Als seine Pflegerin Monika Stettler hinter sein „Geheimnis“ kommt, gesteht sie ihm ihre Liebe und möchte mit ihm fliehen, doch Möbius denkt anders und bringt sie um.

4.2.2 Georg Beutler-Newton

Sein richtiger Name ist Alec Jasper Kilton. Er sieht in Möbius ein Genie. Aber selber zählt er sich zu den „Nichtgenialen“ . Newton begeht den Mord an die Krankenpflegerin Dorothea Moser aus zwei Gründen. Der erste Grund war, das seine Geheimdienstmission durch sie gefährdet wurde, der Zweite um seinen Wahnsinn entgültig zu beweisen. Newton ist ein aufrichtiger Mensch. Er hat von einem Geheimdienst den Auftrag die Weltformel, die von Möbius entdeckt worden ist, irgendwie zu erreichen.

4.2.3 Heinrich Ernstei-Einstein

Sein richtiger Name ist Joseph Eisler (Entdecker des Eisler-Effekts) Wie Möbius und Newton hat auch Einstein eine Pflegerin ermordet und zwar Irene Straub, weil sie wie ihre Vorgängerinnen Verdacht geschöpft hat. Einstein kann sich nur mit Hilfe des Geigenspielens beruhigen. Einstein zeigt sich ebenfalls mutig, wenn es verlangt wird und er geht Kompromisse ein. Er hat genau wie Newton den Auftrag, die Dokumenten von Möbius zu stehlen und die Weltformel zu erreichen.

4.2.4 Dr. Mathilde von Zahnd

Sie stammt aus einer einst angesehenen und mächtigen Industriellenfamilie. Sie genießt den Ruf als Menschenfreund und Psychiater von Weltruf. Es stellt sich aber heraus, dass das nicht stimmt, sondern sie äußerst kalt und berechnend handelt. Sie deckt durch ihre Schlauheit die Wahrheit über die drei Physiker auf und eignet sich Entdeckungen und Erfindungen für ihr einziges Ziel an, nämlich die Weltherrschaft zuerlangen.

Zuletzt erfährt man, dass sie im Auftrag des goldenen Königs Salomo handelt. Es zeigt sich, dass die Irrenärztin selbst geisteskrank ist.

5. Interpretation:

Wissenschaft in ihrem allegemeinen Sinn kann sowohl friedlich und nützlich als auch gefährlich und bedrohend sein. Jetzt erhebt sich diese Frage, ob die Wissenschaftler als diejenigen, die mit ihren dauernden Versuchungen und Bemühungen die Wissenschaft bereichern, dafür verantwortlich sind, ihre Entdeckungen und Erfindungen vor dem Missbrauch der Politiker oder der anderen Gruppen, zu schützen. Diese Frage lässt sich nicht so leicht beantworten. Die Wahrheit ist es, dass die Wissenschaftler alleine das nicht tun können, sogar wenn sie es wirklich wollen. Möbius, der Hauptfigur dieses Dramas, ist ein gutes Beispiel dafür.

Möbius ist ein großer Physiker, der wegen seiner Genialität die komlpiziersten Probleme der Physik lösen konnte. Er kann mit seiner „Weltformel“ eine Revolution in der Physik machen. Geld, Weltruf, verschiedene wissenschaftliche Preise usw. warten auf ihn. Aber plötzlich behauptet er, er wurde und werde vom König Salamo inspriert. Diese Wahnsidee würde niemand ernst nehmen. Endlich schickt man ihn zum Irrenhaus, weil man ihn für verrückt hält. Sei 15 Jahren ist er da und wiederholt immer wieder seine Wahnsideen. Sein Ruf, seine Familie und in einem Wort sein Leben geht verloren.

Im Irrenhaus hat er aber ein ruhiges Leben. Ab und zu schreibt er seine Manuskripte. Er denkt, niemand werde seine Aufzeichnungen und Manuskripte ernst nehmen.

Fast am Ende des Dramas wird es deutlich, dass er kein Verrückter ist. Er hat sich absichtlich verrückt gezeigt, damit man seine Theorien, deren Konequnezen für die Menschheit „verheerend“ sein könnten, für falsch und unwissenschaftlich betrachtet. Das ist sein fester Wille, die Weltformel und seine wissenschaftliche Funden nicht zu veröffentlichen lassen und genau aus diesem Grund verzichtet er auf seine enge familiäre Beziehungen und seinen Ruf. Er bringt sogar seine Krankenschwester um, die er liebt, um immer noch verkannt zu bleiben.

Seine Begründungen für diese große Entscheidung -immer verkannt zu bleiben- sind so menschlich, dass er damit die beiden anderen Physiker, die mit dieser unmoralischen Absicht, seine Entdeckungen für ostlich und westliche Geheimdienste zu stehlen, überzeugt, bei ihm und für immer im Irrenhaus zu bleiben, um die Menschheit vor einem unerheblich großen Gefahr zu schützen.

Alles sieht in Ordnung aus; Drei großartige Physiker, die sich der Menschheit opfern. Aber plötzlich passiert etwas überraschendes. Das ist ja der Zufall, der in den Dramen von Dürrenmatt oft eine große Rolle spielt. Die Chefärztin hat alle seine Manuskripte einmal kopiert. „ Die Welt ist in die Hände einer verrückten Irrenärztin gefallen. “ (Dürrenmatt:72). Alles ist vorbei. Die drei Physiker mussen jetzt für immer im Irrenhaus bleiben.

Das ist also ein Zufall, der in unserer komplizierten Welt unentbehrlich ist. Grade wenn man denkt, dass man alles richtig und logische getan hat, taucht der Zufall auf und macht alle logische Rechnungen ohne den Wert.

Der Plan von Möbius scheitert, weil er als einzige Person etwas tun wollte, das nicht persönlich und individuell war. Diese Tatsache, dass er seine Entdeckungen irgendwie sogar um den Preis eines Mordes verdeckt und nicht veröffentlichen und missbrauchen lässt, ist keine gute Lösung. Denn „... alles Denkbare wird einmal gedacht. “ (Dürrenmatt:70) und „ Was einmal gedacht wurde, kann nicht mehr zurückgenommen werden.“ (Dürrenmatt:72). Das reicht nicht aus, dass ein Wissenschaftler seine Wissenschaft einfach verdeckt, die anderen, d.h. die Leute, die Politiker, die Techniker, in einem Wort alle Menschen sollen sich dafür verantwortlich und verpflichtet fühlen, die Menschheit zu schützen und zu retten. „ Was alle angeht, können nur alle lösen. “ (Dürrenmatt:79). So kann man zu diesem wichtigen Ergebiss kommen: „ Jeder Versuch eines Einzelnen, für sich zu lösen, wass alle angeht, mußscheitern.

6. Schlussfolgerung:

Manchmal brauchen wir Menschen einen Schock, der uns zum Denken bewegt. Denken darüber, was unser Ziel in dieser großen Welt ist. Was haben wir als Individuuen und als die Mitglieder einer sehr großen Gesellschft zu tun? Ist es genug, dass unsere Wissenschaftler und Techniker etwas einfach entdecken und dann bauen lassen? Die schrecklichsten Ereignisse der Geschichte haben ihre Wurzeln in der Wissenschaft und zwar in einer Wissenschaft, die nicht mehr in der Hand der Wissenschaftler ist. Man kann nicht die Wissenschaft begrenzen oder die Wissenaschftler dazu zwingen nur friedliche Entdeckungen zu haben, weil es unmöglich ist.

Alle Menschen sollen versuchen, die Wissenschaft nur friedlich zu benützen und benützen zu lassen. Das könnte möglich sein, wenn ALLE das wollen.

7. Literaturangaben:

- Der Brockhaus in fünfzehn Bänden(2001) -Band 14. Leipzig, Mannheim: F.A. Brockhaus  F. Dürrenmatt(1962), Die Physiker, eine Komödie in zwei Akten. Zürich:Verlag der Arche  Meyers Grosses Tacshnlexikon in 24 Bänden (1983)-Band5. Mannheim, Wien, Zürich:

Meyers Lexikon Verlag

- M.H. Hadadi, Tragedy Comedy in the play „physicists“, a way to gain the human aims in the modern society. Tehran

- http://www.alex-hartmann.net/duerrenmatt/bio.html [16.01.06]  http://berg.heim.at/tibet/450508/Die-Physiker.htm [16.01.06]

11 von 11 Seiten

Details

Titel
Die Physiker - eine Analyse
Veranstaltung
Deutsche Gegenwartsliteratur
Note
1
Autor
Jahr
2006
Seiten
11
Katalognummer
V109839
Dateigröße
356 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Physiker, Analyse, Deutsche, Gegenwartsliteratur, Thema Die Physiker
Arbeit zitieren
MA. Rahman Ruzbehani (Autor), 2006, Die Physiker - eine Analyse, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/109839

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