Wiener Kongress GFS


Facharbeit (Schule), 2006
12 Seiten, Note: 1-

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis:

1. Ausgangslage

2. Beteiligte
2.1 Österreich
2.2 Preußen
2.3 Russland
2.4 Frankreich
2.5 Großbritannien

3. Aufgaben
3.1 Territoriale Aufteilungen
3.2 Politische Änderungen

4. Resultate
4.1 Heilige Allianz
4.2 Deutscher Bund
4.3 Territoriale Aufteilungen
4.4 Restauration, Legitimität und Solidarität

5. Eigene Meinung/Fazit

6. Quellen

1. Ausgangslage

Die Ausgangslage für den Wiener Kongress (18.9.1814-9.6.1815) war die französische Revolution und der Aufstieg und Fall Napoleons. Im Oktober 1813 brachte die Leipziger Völkerschlacht den vollständigen Zusammenbruch der napoleonischen Machtstellung in Europa. Der Rheinbund wurde aufgelöst. Die verbündeten Truppen gegen Napoleon drangen dann 1814 in Frankreich ein und zwangen Napoleon zur Abdankung am 6.April 1814. Ihm wurde die Insel Elba als Aufenthaltsort zugeteilt. In Frankreich wurde danach die Monarchie der Bourbonen wiederhergestellt. Mit dem wiederhergestellten Königreich schlossen die verbündeten Mächte dann den ersten Pariser Frieden. Die Friedensbedingungen waren aber nicht sehr hart, da die verbündeten Mächte das Königshaus der Bourbonen nicht schwächen wollten. Als Napoleon dann 1815 zurückkehrte und die Herrschaft der Hundert Tage hatte, brach die Herrschaft der Bourbonen wieder zusammen. Der Kongress wurde nach seiner Rückkehr beschleunigt. Napoleon wurde aber dann endgültig bei der Schlacht von Waterloo geschlagen und nach St. Helena, einer südatlantischen Insel, verbannt. Die Herrschaft der Bourbonen wurde wiederhergestellt und es gab einen zweiten Pariser Frieden.

Der Kongress war eine Konferenz aller politischen Mächte Europas(außer dem Osmanischen Reich), die anlässlich der Niederlage Frankreichs unter der Herrschaft Napoleons eingeleitet wurde. Kleinere Staaten versuchten zu intervenieren, aber schafften es nicht. Der Kongress sollte beschließen, wie die Landkarten neu gezeichnet werden konnten, und wie die Macht in Europa gleichmäßig verteilt werden konnte. Der Kongress war auch von Spannungen gekennzeichnet, da Österreich, England und Frankreich ein Bündnis gegen Preußen und Russland eingingen. Ein Ziel war es auch, die Zustände vor 1789 wieder zu erreichen.

Außerdem wollte man Revolutionen und Revolutionsbewegungen verhindern. Es sollte auch verhindert werden, dass ein Staat eine Vormachtsstellung in Europa wieder erlangen konnte, so wie es bei Frankreich war. Der Kongress leitete eine fast 40-Jährige Friedensperiode ein! Er hatte zum Teil eine rückwärtsgerichtete Politik, da man die Zustände vor 1789 wiederherstellen wollte, also „die Zeit zurückdrehen“.

2. Beteiligte

Der Wiener Kongress hatte viele Beteiligte, von denen ich aber nicht alle aufzählen will, sondern nur die Wichtigsten nennen will. Es trafen sich zeitweise 15 gekrönte Häupter, ca. 200 Fürsten und über 120 Diplomaten auf dem Kongress. Natürlich waren auch individuelle Interessenvertreter wie Vertreter der Kirche, Adelige, Journalisten, Schaulustige usw. auf dem Kongress anwesend.

Von dem Kongress wurde auch gesagt, dass er tanzt und nicht vorangeht, da es sehr viele Feste, Bälle, Konzerte, Jagden, etc. gab. (Le congrès ne marche pas, il danse).

Während des Kongresses kursierte ein Witz in Wien herum, der aber ein Stück Wahres hatte:

- Zar Alexander I von Russland: Er liebt für alle
- Friedrich Wilhelm von Preußen: Er denkt für alle.
- Friedrich von Dänemark: Er redet für alle.
- Maximilian von Bayern: Er trinkt für alle.
- Friedrich von Württemberg: Er isst für alle.
- Kaiser Franz von Österreich: Er bezahlt für alle.

2.1 Österreich

An dem Wiener Kongress gab es, wie schon gesagt, viele Beteiligte. Österreichs wichtigste Vertreter auf dem Kongress waren Klemens Wenzel Fürst von Metternich, Friedrich Gentz, Adam von Müller und Franz Anton Graf von Kolowrat-Liebsteinsky.

Klemens Wenzel Fürst von Metternich war österreichischer Staats- und Außenminister und Vorsitzender des Kongresses. Er bemühte sich um die Wiederherstellung des Zustandes, der in Europa vor der französischen Revolution herrschte (Territorial und Politisch).

Er wollte das europäische Gleichgewicht sichern. Mit seiner herausragenden diplomatischen Art entschied er viele Entscheidungen zugunsten Österreichs. Außerdem gibt es heutzutage einen Sekt, der nach Metternich benannt ist!

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Fürst von Metternich

2.2 Preußen

Preußen wurde auf dem Wiener Kongress von folgenden Personen vertreten: Karl August Fürst von Hardenberg, Freiherr Wilhelm von Humboldt, Freiherr Alexander von Humboldt und von Karl August Varnhagen von Ense.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Hardenberg war preußischer Staatskanzler und Reformer. Er war an den Reformen von 1807 in Preußen beteiligt und erwarb für Preußen Gebietsgewinne bei der territorialen Aufteilung bei dem Wiener Kongress. Er galt als sehr guter Diplomat und war der Vertreter des preußischen Königs Friedrich Willhelm III.

Fürst von Hardenberg

2.3 Russland

Russland wurde von Karl Robert Graf von Nesselrode, Graf Ioannis Kapodistrias und von Heinrich Friedrich Karl Reichsfreiherr vom und zum Stein vertreten. Der Kaiser Russlands war auf dem Kongress aber sogar persönlich anwesend.

Zar Alexander ließ Russland außerdem auch durch andere Bevollmächtigte vertreten(Wie z.B Stein oder Nesselrode).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Stein war gegen die Meinung Metternichs betreffend die Restauration, und er forderte einen deutschen Bundesstaat, aber er konnte sich nicht durchsetzen.

Heinrich Friedrich Karl
Reichsfreiherr vom
und zum Stein

2.4 Frankreich

Das besiegte Frankreich sollte eigentlich zuerst gar nicht auf dem Kongress vertreten sein, aber Charles Maurice de Talleyrand-Périgord, einem französischen Diplomaten und Außenminister, gelang es für sein Land gleiche Entscheidungsbefugnisse durchzusetzen. Er war ein geschickter Diplomat, da Frankreich auch zu den Beratungen der Großmächte herangezogen wurde, was ihm zu verdanken war. Außerdem war Frankreich auf dem Kongress von Alphonse de Lamartine, Vicomte Francois –René de Chateaubriand, Marie-Joseph Motier Marquis de La Fayette und von Jean Anthelme Brillat-Savarin vertreten.

2.5 Großbritannien

England wurde auf dem Kongress hautsächlich von Henry Robert Steward Castlereagh vertreten. Er hatte, was für englische Verhältnisse eher selten war, besondere Kenntnisse der europäischen Staatsmänner und deren Anliegen.

England wurde auf dem Kongress außerdem von Arthur Wellesley, 1.Herzog von Wellington, Robert Banks Jenkinson, 2.Earl of Liverpool, George Hamilton Gordon, 4.Earl of Aberdeen, Henry John Temple, 3. Viscount Palmerston, Edward Gibbon Wakefield und von John George Lambton, 1. Earl of Durham vertreten.

[...]

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten

Details

Titel
Wiener Kongress GFS
Note
1-
Autor
Jahr
2006
Seiten
12
Katalognummer
V109993
ISBN (eBook)
9783640081714
Dateigröße
1148 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Klasse 9
Schlagworte
Wiener, Kongress, Geschichte
Arbeit zitieren
David Kühlwein (Autor), 2006, Wiener Kongress GFS, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/109993

Kommentare

  • Gast am 4.4.2007

    wiener kongress.

    Sehr gut gemacht, saubere Darstellung, aber was waren die Grundsätze des wiener Kongresses?

Im eBook lesen
Titel: Wiener Kongress GFS


Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden