Exegese zu Mk 4, 35ff: Die Stillung des Sturms


Facharbeit (Schule), 2006

31 Seiten, Note: 12 Punkte


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Gliederung: Exegese

1. Begründete Auswahl des Textes

2. Übersetzungskriti
2.1 Vergleich von Luthers Übersetzung und der Einheitsübersetzung
2.2 Vergleich von der Einheitsübersetzung und der Gute Nachricht Bibel
2.3 Vergleich von Luthers Übersetzung und der Gute Nachricht Bibel
2.4 Hintergrund zu den Vergleichen der verschiedenen Übersetzungen

3. Quellenkritik
3.1 Analyse der Literarischen Abhängigkeiten
3.2 Synoptische Modelle
3.3 Synoptischer Vergleich von Markus und Matthäus
3.3.1 Der Aufbau bei Markus
3.3.2 Der Aufbau bei Matthäus
3.3.3 Wörtliche Übereinstimmungen zwischen Markus und Matthäus 3.3.4 Unterschiede und Ergänzungen zwischen Markus und Matthäus
3.3.5 Zusammenfassung..
3.4 Synoptischer Vergleich von Markus und Lukas
3.4.1 Der Aufbau bei Luka
3.4.2 Wörtliche Übereinstimmungen zwischen Markus und Lukas
3.4.3 Unterschiede und Ergänzungen zwischen Markus und Lukas
3.4.4 Zusammenfassung
3.5 Fazit

4. Form und Gattungsbestimmung
4.1 Form und Gattungsbestimmung
4.2 Sitz im Leben

5. Traditionsgeschichte
5.1 zeitgeschichtliche Hintergründe
5.2 religionsgeschichtliche Hintergründ

6. Redaktionskritik
6.1 Hintergrund zum Markusevangelium
6.2 Hintergrund zum Matthäusevangelium
6.3 Hintergrund zum Lukasevangelium…

7. Sach- und Begriffskritik

8. Bedeutung für unsere Zeit

9. Literaturliste

10. Internetquellen

11. Veröffentlichungsverständni

12. Versicherung der eigenständigen Erarbeitung

1. Begründete Auswahl des Textes

In der folgenden Facharbeit beabsichtige ich mich mit der Bibelstelle „Die Stillung des Sturmes“ (Mk 4, 35ff) aus dem Markusevangelium auseinander zu setzen. Diese Bibelstelle ist eine der bekanntesten Wundergeschichten des Neuen Testamentes. In dieser Wundergeschichte stellt Jesus unter Beweis, dass er stärker als Naturgewalten ist und die gängigen Naturgesetze außer Kraft setzen kann. Er rettet die Jünger durch sein erzeugtes Wunder. Diese Tatsache unterstreicht, was uns als Christen durch die Bibel vermittelt werden soll. Wir sollen an Gott und Jesus glauben, weil er in der Not bei uns sein wird, um uns zu retten. Wir können uns auf ihn verlassen, er begleitet uns. Gerade in den jüngsten Entwicklungen sind solche Wundergeschichten für die Menschen ein Trost, eine Hoffnung. Menschen, die von Hurrikans wie Katrina oder Wilma bedroht sind, finden Hoffnung und Trost in diesen Geschichten. Ihnen wird gesagt, dass sie mit Jesus in den Sturm kommen. Sie teilen mit ihm die Not, Gefahr und die Schwierigkeiten. Er ist bei ihnen und beschützt sie, selbst wenn sie nicht daran glauben. Diese Textstelle kann auf alle Bereiche übertragen werden und muss nicht nur für Menschen gelten, die von einem Sturm bedroht sind. Sie sagt dem Leser, dass Jesus in jedem Sturm unseres Lebens da ist, uns zur Seite stehen will. Diese Wundergeschichte stellt also einen Eckpfeiler der christlichen Lehre und der Wundergeschichten des neuen Testamentes dar. Aus diesem Grund nehme ich diese Wundergeschichte als Grundlage für meine als Facharbeit anzufertigende Exegese.

2. Übersetzungskritik

2.1 Vergleich von Luthers Übersetzung und der Einheitsübersetzung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.2 Vergleich von der Einheitsübersetzung und der Gute Nachricht Bibel

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.3 Vergleich von Luthers Übersetzung und die Gute Nachricht Bibel

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.4 Hintergrund zu den Vergleichen der verschiedenen Übersetzungen

Die von mir durchgeführten Bibelvergleiche machen deutlich, dass sich diese drei Bibeln sehr stark ähneln. Das ist nicht überraschend, wenn man sich den Ursprung und die Herausgeber dieser Bibel anschaut.

Die Luther Bibel ist verfasst von Martin Luther und wurde als revidierte Fassung 1984 von der Deutschen Bibelgesellschaft Stuttgart herausgegeben. Diese Bibel ist offizieller Text der Evangelischen Kirche in Deutschland für Gottesdienst und Unterricht. Luther übersetzte größtenteils wörtlich. Stellen, die ihm persönlich wichtig waren, übersetzte er jedoch freier, um sicher gehen zu können, dass sie von jedem verstanden werden würden.[1]

Die Einheitsübersetzung stellt eine ökumenische Bibelübersetzung (Altes und Neues Testament) ins Deutsche dar. Sie wurde von 1962-1980 von katholischen Theologen unter Beteiligung evangelischer Theologen erarbeitet. Dabei war den Theologen wichtig, dass man sich möglichst an den Urtext hält, diesen jedoch verständlicher macht. Bereits hier zeigt sich eine Parallele, denn auch Luther verfolgte dieses Ziel. Genauso wie die Luther Bibel, ist auch die Einheitsübersetzung für den Religionsunterricht zugelassen und verfügt über eine kirchenamtliche Anerkennung.[2]

Die Gute Nachricht Bibel wird auch als die Bibel in heutigem Deutsch bezeichnet. Auch hier lassen sich Parallelen zu der Einheitsübersetzung sowie zu Luthers Übersetzung ziehen. Die Gute Nachricht Bibel wurde im Auftrag von der deutschsprachigen katholischen und evangelischen Bibelgesellschaft übersetzt. Das bedeutet, dass es sich auch bei der Guten Nachricht Bibel um eine ökumenische Bibel handelt und sie somit vergleichbar mit der Einheitsübersetzung ist. Die Gute Nachricht verzichtet zwar auf jegliche wörtliche Übersetzung, versucht aber die Inhalte des Urtextes sinngemäß wieder zu geben. Sie richtet sich an Laien, die zuvor noch nicht mit Bibeltexten in Berührung gekommen sind. Der Herausgeber ist identisch mit dem Herausgeber der Luther Übersetzung. In beiden Fällen handelt es sich dabei um die deutsche Bibelgesellschaft.[3]

Die Tatsache, dass zwei von drei Bibel ökumenisch sind, weißt daraufhin, dass hier ein Konsens geschlossen werden musste. Es ist in diesen Bibeln also kein stark religiöser Einfluss zu erwarten, da sie sowohl für die evangelische wie auch für die katholische Kirche genutzt werden sollten. Die Luther Übersetzung ist zwar theologisch eingefärbt, versucht jedoch wie auch die anderen zwei sich möglichst an die Urtexte zu halten. Die Intention und Aussage dieser Texte ist also gut vergleichbar. Der einzige auffällige Unterschied zwischen diesen Bibeln ist die Sprachebene, die von der Luther Übersetzung zur Guten Nachricht Bibel immer moderner wird.

3. Quellenkritik

3.1 Analyse der Literarischen Abhängigkeit

Die Analyse der Literarischen Abhängigkeit bei den drei Evangelisten Markus, Lukas und Matthäus setzt sich damit auseinander, in wieweit ein Zusammenhang zwischen den Evangelien besteht. Um diese Frage befriedigend beantworten zu können, muss man sich mit den unterschiedlichen synoptischen Modellen auseinander setzen. Diese helfen dabei, eine Antwort darauf zu finden, ob und wie das Matthäus-, Markus- und Lukasevangelium literarisch voneinander abhängig sind

3.2 Synoptische Modelle

Wie schon erwähnt, gibt es verschiedene synoptische Modelle. Im Verlauf möchte ich auf die wichtigsten und bekanntesten Modelle eingehen und sie kurz beschreiben.

Die erste Theorie auf die ich eingehen möchte, ist die Traditionshypothese von J. G. Herder. Herder vertrat die Ansicht, dass alle Evangelien durch mündliche Überlieferung weitergegeben wurden. Erst durch die Evangelisten wurden diese dann in schriftlicher Form festgehalten.

Die zweite Theorie, die ich erwähnen möchte, ist die Urevangeliumshypothese von G. E. Lessing. Diese Theorie beruht auf der Idee, dass ein Urevangelium in aramäischer und hebräischer Sprache existierte, welches inzwischen verschollen ist. Dieses Urevangelium wurde dann von den Evangelisten gemäß der Bedürfnisse ihrer Mission übersetzt.

Eine weitere Theorie ist die Fragmentenhypothese von F. Schleiermacher. Schleiermacher stellte die Theorie auf, dass die Apostel viele einzelne Geschichten verfassten, und diese dann gesammelt und übersetzt wurden. Aus dieser Sammlung entstanden dann die Evangelien.

Die Benutzungstheorie von J. J. Griesbach deckte auf, dass zwischen den Evangelien ein literarischer Zusammenhang besteht. Die Evangelisten Lukas und Matthäus stimmen dann überein, wenn sie mit Markus übereinstimmen. Darüber hinausgehendes Material wird an unterschiedlichen Stellen eingeordnet.

Die Theorie, die sich schlussendlich durchgesetzt hat, und damit zur wichtigsten Theorie bezüglich der Literarischen Abhängigkeit zwischen den Evangelien geworden ist, ist die Zwei-Quellen-Hypothese von H. J. Holtzmann. Diese Theorie besagt, dass es einen literarischen Zusammenhang zwischen den drei Evangelien gibt. Markus stellt hierbei eine der Quellen für Matthäus und Lukas dar und ist somit als Urevangelium zu verstehen. Darüber hinaus bedienten sich Lukas und Matthäus weiteren Quellen, die als Logienquelle Q (abgeleitet von griech. logion"Ausspruch") und als Sondergut S bezeichnet werden, wobei sich Matthäus und Lukas auf unterschiedliche Sondergüter S bezogen haben sollen. Unterstützt wird diese Theorie durch die Analyse der drei Evangelien. Das Markusevangelium umfasst 661 Verse, von denen 626 Verse vergleichbar mit den Versen von Matthäus und Lukas sind, der Rest stellt das Sondergut dar. Das Matthäusevangelium umfasst 1068 Verse. 600 dieser Verse sind dem Markusevangelium entnommen, 235 Verse werden der Logienquelle Q zugeordnet. Die restlichen Verse stellen das Sondergut dar. Das Lukasevangelium umfasst 1149 Verse. 350 Verse finden ihren Ursprung im Markusevangelium, 235 Verse entstammen der Logienquelle Q und die restlichen Verse stellen das Sondergut dar.[4]

3.3 Synoptischer Vergleich von Markus und Matthäus

Den synoptischen Vergleich der Evangelien werde ich mit Hilfe der Einheitsübersetzung von 1980 aus dem Herder Verlag bearbeiten.

3.3.1 Der Aufbau bei Markus

Einleitung:

4, 35) Am Abend dieses Tages sagte er zu ihnen: wir wollen ans andere Ufer hinüberfahren.

4, 36) Sie schickten die Leute fort und fuhren mit ihm in dem Boot, in dem er saß, weg; einige andere Boote begleiteten ihn.

Hauptteil:

4, 37) Plötzlich erhob sich ein heftiger Wirbelsturm, und die Wellen schlugen in das Boot, sodass es sich mit Wasser zu füllen begann.

4, 38) Er aber lag hinten im Boot auf einem Kissen und schlief. Sie weckten ihn und riefen: Meister, kümmert es dich nicht, dass wir zugrunde gehen?

4, 39) Da stand er auf, drohte dem Wind und sagte zu dem See: Schweig, sei still! Und der Wind legte sich und es trat völlige Stille ein.

4, 40) Er sagte zu ihnen: Warum habt ihr solche Angst? Habt ihr noch keinen Glauben?

Schlussteil:

4,41) Da ergriff sie große Furcht und sie sagten zueinander: Was ist das für ein Mensch, dass ihm sogar der Wind und der See gehorchen?

3.3.2 Der Aufbau bei Matthäus

Einleitung:

8, 23) Er stieg in das Boot, und seine Jünger folgten ihm.

Hauptteil:

8, 24) Plötzlich brach auf dem See ein gewaltiger Sturm los, sodass das Boot von den Wellen überflutet wurde. Jesus aber schlief.

8, 25) Da traten die Jünger zu ihm und weckten ihn; sie riefen: Herr, rette uns, wir gehen zugrunde!

8, 26) Er sagte zu ihnen: Warum habt ihr solche Angst, ihr Kleingläubigen? Dann stand er auf, drohte den Winden und dem See und es trat völlige Stille ein.

Schlussteil:

8, 27) Die Leute aber staunten und sagten: Was ist das für ein Mensch, dass ihm sogar die Winde und der See gehorchen?

3.3.3 Wörtliche Übereinstimmungen zwischen Markus und Matthäus

Vergleicht man den Bibeltext aus dem Markusevangelium mit dem aus dem Matthäusevangelium wird deutlich, dass es nicht viele wörtliche Übereinstimmungen zwischen Markus und Matthäus gibt. Es gibt lediglich einzelne Wörter bzw. Hauptsätze, die in beiden Texten zu finden sind. Wörter, die für die Stimmung bzw. für die Situation wichtig sind, finden sich bei Matthäus wieder. Beispielsweise übernimmt Matthäus das Adjektiv „plötzlich“ für die Entstehung des Sturmes. Dieses Wort ist für die Stimmung und Situation von immenser Bedeutung. Denn „Plötzlich“ steht für „unerwartet, in einem Augenblick (geschehend), schnell, jäh“[5]. Das bedeutet, dass die Jünger sich unerwartet dieser Situation gegenüber sahen und nicht wussten, wie sie darauf reagieren sollten. In dieser jähen Not konnten sie sich an Jesus wenden und bekamen Hilfe. Auch Wörter, welche bezüglich ihrer symbolischen Bedeutung wichtig sind, wurden übernommen. So weicht Matthäus nicht von den Begriffen Boot, völlige Stille, Wind und See ab. Darüber hinaus übernimmt er auch die Aussprüche der Jünger und Jesus nahezu wörtlich.

3.3.4 Unterschiede und Ergänzungen zwischen Markus und Matthäus

Der erste auffällige Unterschied zwischen Markus und Matthäus ist die Länge des Einleitungsteils. Dieser fällt bei Matthäus wesentlich kürzer aus als bei Markus. Darüber hinaus informiert Jesus seine Jünger im Markusevangelium darüber, dass er beabsichtigt mit ihnen an das andere Ufer zu fahren, während bei Matthäus die Jünger Jesus unaufgefordert folgen. Auch lässt Matthäus die Passagen, in denen die Jünger die Menschen fortschicken, und die Tatsache, dass noch andere Boote ihn begleiteten, außen vor. Des Weiteren wirkt der Text von Markus wesentlich detaillierter. So hält dieser beispielsweise fest, dass Jesus auf einem Kissen hinten im Boot liegt. Für Matthäus ist es jedoch nur von Bedeutung, dass Jesus schläft. Auch die Verzweifelung der Jünger drücken beide unterschiedlich aus. Markus bringt die Verzweifelung mit Hilfe einer Frage zum Ausdruck („Meister, kümmert es dich nicht, dass wir zugrunde gehen?“[6] ). Bei Matthäus erfolgt dieser Appell an Jesus jedoch als Ausrufesatz („Herr, rette uns, wir gehen zugrunde!“[7] ). Auch die Reihenfolge der Geschehnisse ist nicht identisch. So handelt Jesus im Markusevangelium zuerst und mahnt seine Jünger im Anschluss daran. Matthäus Reihenfolge ist genau umgekehrt.

3.3.5 Zusammenfassung

Zusammenfassend ist zu sagen, dass deutlich wird, dass zwischen beiden Texten eine Literarischen Abhängigkeit besteht. Dies wird nicht zuletzt daran deutlich, dass beide eine sehr ähnliche Wortwahl haben, und man die Wörter, die für die Textstelle von symbolischer Bedeutung sind, bei Matthäus wieder findet. Dieser Vergleich unterstützt nicht nur auf Grund dieser Tatsache die Zwei-Quellen-Theorie. Die Zusammenhänge zwischen dem Markus- und Matthäusevangelium werden klar deutlich. Jedoch ist Markus im Ganzen detaillierter, was darauf hinweist, dass er als Vorlage gedient haben könnte und von Matthäus an den für ihn unrelevanten Stellen gekürzt wurde bzw. dass er sich bei der Einleitung auf die Logienquelle Q bezieht, da er dort vom Markusevangelium abweicht.

3.4 Synoptischer Vergleich von Markus und Lukas

3.4.1 Der Aufbau bei Lukas

Einleitung:

8, 22) Eines Tages stieg er mit seinen Jüngern in ein Boot und sagte zu ihnen: Wir wollen ans andere Ufer des Sees hinüberfahren. Und sie fuhren ab.

Hauptteil:

8, 23) Während der Fahrt aber schlief er ein. Plötzlich brach über dem See ein Wirbelsturm los; das Wasser schlug in das Boot und sie gerieten in große Gefahr.

8, 24) Da traten sie zu ihm und weckten ihn; sie riefen: Meister, Meister, wir gehen zugrunde! Er stand auf, drohte dem Wind und den Wellen, und sie legten sich und es trat Stille ein.

8, 25) Dann sagte er zu den Jüngern: Wo ist euer Glaube?

Schlussteil:

Sie aber fragten einander voll Schrecken und Staunen: Was ist das für ein Mensch, dass sogar die Winde und das Wasser seinem Befehl gehorchen?

3.4.2 Wörtliche Übereinstimmungen zwischen Markus und Lukas

Vergleicht man diese Teststelle des Lukasevangeliums mit dem Markusevangelium wird auch hier deutlich, dass Lukas es vermied, ganze Sätze und Passagen von Markus zu übernehmen. Jedoch lassen sich auch bei ihm die Schlüsselwörter aus dem Markusevangelium wieder finden. So übernimmt er beispielsweise die Wörter Boot, See, plötzlich, Wirbelsturm, Meister, Stille. Diese Wörter verfügen meistens über eine symbolische Bedeutung, welche Lukas übernommen hat.

3.4.3 Unterschiede und Ergänzungen zwischen Markus und Lukas

Der erste bemerkenswerte Unterschied ist die Länge der Einleitung. Markus Einleitungsteil beinhaltet neben der Aufforderung des Aufbruchs auch noch die Information, dass noch andere Menschen anwesend waren, welche fortgeschickt wurden, und dass sich noch andere Boote auf See befanden. Diese Passage entfällt bei Lukas vollkommen. Darüber hinaus ist der Tag bei Markus bestimmt, während er bei Lukas unbestimmt bleibt. Markus sagt, dass dieses Wunder sich am Abend dieses Tages (nach Verkündung der Gleichnisse) zugetragen hat, während Lukas offen lässt, wann es sich zugetragen hat, und nur schreibt, dass es eines Tages passierte. Auch die Reihenfolge ist nicht identisch. So erwähnt Lukas bereits zu Anfang seines Hauptteils, dass Jesus schläft und erst danach, dass ein Wirbelsturm aufkommt. Bei Markus wird zunächst der Wirbelsturm erwähnt und dann die Information gegeben, dass Jesus schläft. Auch formuliert Lukas aus, dass sich die Jünger in großer Gefahr befinden. Diese Information kann man zwar bei Markus erschließen, es wird allerdings nicht explizit gesagt. Die Aussage der Jünger erfolgt bei Markus und Lukas unterschiedlich. Markus bringt die Verzweifelung mit Hilfe einer Frage zum Ausdruck („Meister, kümmert es dich nicht, dass wir zugrunde gehen?“[8] ). Bei Lukas erfolgt dieser Appell an Jesus jedoch als Ausrufesatz („Meister, Meister, wir gehen zugrunde!“[9] ). Auch die Frage Jesus ist unterschiedlich übersetzt worden. Bei Markus fragt Jesus seine Jünger, warum sie solche Angst und ob sie noch keinen Glauben haben.[10] Bei Lukas wiederum fragt Jesus seine Jünger, wo ihr Glaube sei.[11] Betrachtet man diese beiden Fragen, wird deutlich, dass bei Markus Jesus glaubt, dass der Glaube der Jünger noch nicht ausreicht bzw. das noch kein Glaube vorhanden ist, und das bei Lukas Jesus bereits der Auffassung ist, dass die Jünger ihren Glauben schon gefunden haben, dieser der Situation jedoch nicht standhalten konnte. Ein weiterer Unterschied ist im Schlussteil zu finden. Bei Markus sehen die Jünger Jesus mit Furcht an, während sie Jesus bei Lukas mit Schrecken und Staunen betrachten. Furcht steht für ein Gefühl des Bedrohtseins.[12] Staunen hingegen bedeutet sich wundern, verwundert sein und Schrecken plötzliche, heftige Angst, plötzliche Furcht vor einer Bedrohung.[13] Bei Markus steht die Angst, die Bedrohtheit an erster Stelle, er hält die Verwunderung nicht fest, diese findet erst bei Lukas Berücksichtigung.

3.4.5 Zusammenfassung

Zusammenfassend ist zu sagen, dass Lukas die wichtigsten Wörter und Aussagen bezüglich des Verständnisses und der Bedeutung des Textes von Markus übernommen hat, jedoch an einigen Stellen auch von ihm abweicht. Dadurch erhält der Leser die Möglichkeit, einige Passagen neu bzw. abgeändert zu interpretieren. Festzuhalten bleibt, dass auch dieser synoptische Vergleich die Zwei-Quellen-Theorie unterstützt, da man sowohl Übereinstimmungen zwischen dem Markusevangelium und dem Lukasevangelium finden kann, als auch Ergänzungen, welche der Logienquelle Q oder dem so genannten Sondergut S zugeschrieben werden könnten.

3.5 Fazit

Als Fazit kann man aus den von mir durchgeführten synoptischen Vergleichen ziehen, dass sie die Zwei-Quellen-Theorie unterstützen. Es wurde ein literarischer Zusammenhang zwischen dem Markusevangelium und dem Matthäusevangelium sowie zwischen dem Markusevangelium und dem Lukasevangelium deutlich. Vergleicht man die von mir herausgearbeiteten Unterschiede kann man erkennen, dass sich teilweise Lukas und Matthäus einig sind, wenn sie von Markus abweichen. Dies könnte darauf hinweisen, dass sie sich an dieser Stelle auf die Logienquelle Q beziehen. Alle Ergänzungen, die auch davon abweichen, können als Sondergut S betrachtet werden und sind der Intention des einzelnen Synoptikers zuzuschreiben.

4. Form und Gattungsbestimmung

4.1 Form und Gattungsbestimmung

Die Bibelstelle „Die Stillung des Sturmes“ gehört zu der Gattung der Wundergeschichten. Es handelt sich dabei um ein Naturwunder. Ihr Inhalt besteht einzig und allein aus dem von Jesus durchgeführtem Wunder. Typisch für die Gattung der Wunder- und Heilungsgeschichten des Neuen Testamentes ist folgender Aufbau bzw. Form:

1. Exposition: Jesus fährt mit seinen Jünger in einem Boot auf See.
2. Vorbereitung: Ein Wirbelsturm kommt auf, seine Jünger wecken ihn und fordern Hilfe.
3. Durchführung: Jesus droht Wind und See.
4. Demonstration: Es tritt völlige Stille ein.
5. Reaktion: Jünger reden untereinander und sind ehrfürchtig.[14]

4.2 Sitz im Leben

Unter dem Begriff „Sitz im Leben“ versteht man mutmaßliche ursprüngliche Entstehungssituation bzw. Funktion eines Textes. Diese lassen sich bis heute aus einem Text erschließen.[15] Das bedeutet, dass ich mich in diesem Zusammenhang den Fragen „Wo wurde dieser Text weitererzählt?“ und „Mit welchem Ziel wurde er weitererzählt?“.

Da es sich bei dem vorliegenden Text um eine Wundergeschichte aus der Bibel handelt, lässt sich die Frage nach dem „Wo“ leicht beantworten. Die Erzählung dieser Wundergeschichten erfolgt vor einer Gruppe von Menschen, die wir heute als Gemeinde definieren. Gemeinde bedeutet kleinste (staatliche oder kirchliche) Verwaltungseinheit; Gesamtheit ihrer Bewohner; Gesamtheit der Besucher eines Gottesdienstes; Personengruppe mit gleichen Interessen; Gesamtheit der Anhänger, Verehrer (eines Künstlers).[16] Wundergeschichten werden in diesen Gemeinden mit unterschiedlichen Intentionen erzählt, womit ich bei der Beantwortung des „Zieles“ angekommen bin. Ein Ziel kann die Mission durch Wundergeschichten sein. In diesem Fall wären die Wundergeschichten also nichts anderes als Werbung für Jesus. Denn in dieser Wundergeschichte wird deutlich, wie viel Macht Jesus besitzt, und Macht verfügt schon seit Jahrhunderten über besondere Anziehungskraft. Andererseits kann sie auch als Trostbericht für die Gemeinde fungieren. Die Aussage dieser Bibelstelle sähe dann so aus, dass man sich in der Not an Jesus wenden kann, und dieser einem hilft.

5. Traditionsgeschichte

5.1 Zeitgeschichtliche Hintergründe

Zeitgeschichtliche Hintergründe beziehen sich auf das politische, ökonomische und kulturelle Umfeld eines Textes.[17] Denn verkündet, aufgeschrieben und verbreitet wurde dieser Glaube, welcher aus der Bibel resultiert, nicht in einem geschichtslosen Raum, sondern in einer vielschichtigen Umwelt. Es gestaltet sich jedoch schwer die Wundergeschichten von Jesus auf einen historischen Kern zurückzuführen, da sich in ihnen keinerlei Anspielungen auf historische Gegebenheit befinden, sondern sie sich lediglich auf die Wiedergabe des Wunders beschränken. Aus diesem Grund kann ich an dieser Stelle keine zeitgeschichtlichen Hintergründe bezüglich der Bibelstelle machen.

5.2 Religionsgeschichtliche Hintergründe

Auch die Erläuterung der religionsgeschichtlichen Hintergründe gestaltet sich anhand der Wundergeschichte „Die Stillung des Sturmes“ schwierig, da Markus in dieser Bibelstelle weder auf andere Religionsgruppen noch auf andere zu erläuternde Begriffe eingeht. Es existieren keinerlei Querverweise, die eine Schlussfolgerung auf religionsgeschichtliche Hintergründe zulassen.

6. Redaktionskritik

6.1 Hintergrund zum Markusevangelium

Markus wird zum ersten Mal von Papias von Hierapolis (ca. 130 / 140 n. Chr.) als Autor eines Evangeliums erwähnt.

Angeblich beruht das von Markus verfasst Evangelium auf mündliche Berichte von Simon Petrus. Für Simon Petrus, auch Apostel Petrus genannt, war Markus ein treuer Begleiter und zugleich auch Übersetzer und Interpret. Des Weiteren soll Markus auch Begleiter des Apostel Paulus auf dessen erster Missionsreise gewesen sein.

Das Markusevangelium richtet sich an Nicht-Juden. Das lässt sich daran erkennen, dass Markus jüdische Sitten und aramäische Ausdrücke in seinem Evangelium erklärt. Auch sind die alttestamentlichen Prophezeiungen im Sinne der christlichen Lehre umgedeutet. All das deutet darauf hin, dass sich das Markusevangelium an die Heiden-Christen richtet.

Geschrieben wurde das Markusevangelium in Rom, worauf die verwendeten lateinischen Ausdrücke schließen lassen. Die Entstehungszeit wird auf ca. 40 - 90 n. Chr. geschätzt. Diese Zeitspanne erklärt sich dadurch, dass es einige widersprüchliche Angaben im Markusevangelium gibt, die eine genauere Datierung nicht zulassen. So erwähnt Markus, im Gegensatz zu den anderen Evangelisten, nicht den Hohepriester, was darauf schließen lassen würde, dass das Evangelium noch zur Amtszeit von Kaiaphas verfasst wurde. Dagegen spricht jedoch die Theorie, dass Markus von Petrus beeinflusst wurde, da dieser später anzusiedeln ist.

Das Markusevangelium ist in einem knappen Erzählstil verfasst. Es wird der Kern der Aussagen deutlich, jedoch verzichtet Markus darauf, die Erzählungen auszuschmücken. Er gibt das Leben von Jesus schlicht und realistisch wieder. Darüber hinaus stellt er Jesus selbst sehr menschlich dar und gesteht ihm Gefühle wie Trauer, Zorn und Hunger zu. Markus gliederte sein Evangelium in drei Abschnitte. Der erste Abschnitt umfasst Kapitel 1-7 und handelt von Jesus Leben und Handeln in und um Galiläa. Die erste Textstelle bildet die Taufe von Jesus. Der zweite Abschnitt enthält Kapitel 8-10 und beinhaltet als Höhepunkt die Verklärung, welche einher geht mit den Blindenheilungen. Dieser Abschnitt schildert den Weg von Galiläa nach Jerusalem. Der letzte Abschnitt spielt in Jerusalem selbst und beinhaltet die Passionsgeschichte, welche mit der Kreuzigung Christus und dem Bekenntnis des römischen Hauptmannes auch seinen Höhepunkt bildet.

Markus, der Evangelist, legte keinen Wert auf die Kindheitserzählungen von Jesus und ließ diese vollkommen wegfallen. Er konzentrierte sich stattdessen auf den erwachsenen Jesus und besonders auf die Eindrücke, die er auf seine Mitmenschen machte. So findet man im Markusevangelium oft die Reaktionen der Menschen auf Jesus wie z.B. Staunen, Ehrfurcht, Bestürzung und Unverständnis. Das Zentrum des Wirkens von Jesus legt Markus auf den unschuldigen Tod von Jesus am Kreuz. Die zentrale Aussage seines Evangeliums liegt also im Bekenntnis, dass Jesus der Christus, Sohn Gottes und Menschensohn ist, und dass mit ihm das Reich Gottes in der Welt anbrach. Der Schwerpunkt seines Evangeliums liegt also in dem Glauben an den leidenden und auferstanden Christus, durch den das Heil Gottes in der Welt möglich wird.[18]

6.2 Hintergrund zum Matthäusevangelium

Das Matthäusevangelium liegt in alten Handschriften mit der Überschrift „nach Matthäus“ oder „Evangelium nach Matthäus“ aus dem 2. Jahrhundert vor. Erstmals zitiert wird es im frühen 2. Jahrhundert durch Ignatius von Antiochia. Der Name Matthäus bedeutet übersetzt „Geschenk Gottes“. Angeblich war Matthäus, nachdem er seinen Beruf als Zöllner niederlegte, Apostel geworden. Ursprünglich verfasste er sein Evangelium in Hebräisch und Aramäisch. Die Datierung des Matthäusevangeliums wird auf 60-100 n. Chr. geschätzt. Das Matthäusevangelium richtet sich an so genannte Juden-Christen. Matthäus widmet sich ausführlich der Endzeit von Jesus. Er formuliert sein Evangelium im Ganzen gesehen jedoch wesentlich kürzer und abstrakter als Markus. Auch zitiert Matthäus häufiger aus dem Alten Testament. Der Schwerpunkt des Matthäusevangeliums liegt also darin, Jesus von Nazareth als den Messias der alttestamentlichen Prophezeiungen darzustellen. Ihm ist die Lehre von Jesus wichtig und nicht so sehr sein Handeln.[19]

6.3 Hintergrund zum Lukasevangelium

Das Lukasevangelium und sein Autor sind bis heute noch nicht genau bestimmt. Es gibt jedoch zwei Theorien, auf die ich im weiteren Verlauf eingehen möchte.

Die erste Theorie besagt, dass es sich um einen einzigen Menschen handelt. Lukas soll in Anhochia geboren worden sein und den ersten Heiden-Christen angehört haben. Er soll im Jahre 40 von Paulus missioniert worden sein und ihn auf seiner zweiten Missionsreise (ca. 51 n. Chr.) nach Mazedonien und Griechenland begleitet haben. Danach soll er zwischenzeitlich in Phillipp bei der dortigen Christengemeinde sesshaft geworden sein. Im Jahre 62 n. Chr. soll er dann Paulus nach Jerusalem und Rom gefolgt sein. Nach dem Tod Paulus soll er in Griechenland gelebt haben, und dort das Evangelium verfasst haben. Mit 84 Jahren sei er dann in Achaia/Boeotien gestorben.

Die zweite Theorie besagt, dass das Lukasevangelium von mehreren Autoren verfasst wurde. So benennt der Autor sich zu Beginn des Evangeliums nicht, d.h. dass es anonym überliefert wurde. Dafür, dass mehrer Autoren am Werke waren, spricht die Tatsache, dass die Darstellung des Pauluswirkens und das Persönlichkeitsbild der Paulusbriefe und der Apostelgeschichten starke Unterschiede aufweisen. In diesem Fall könnte der Name Lukas als ältester religiös bedingter Beiname verstanden werden.

Datiert ist das Lukasevangelium um ca. 80 n. Chr..

Das Lukasevangelium verfügt über eine malerische Sprache (Bsp.: das Hüpfen des Johannes im Mutterleib). Darüber hinaus ist die Tendenz zu erkennen, dass der oder die Verfasser versuchten, die Geschichten in drei Abschnitte zu gliedern. Der erste Abschnitt beschäftigt sich mit der Zeit Israels, des Gesetzes und der Propheten bis zu Johannes dem Täufer. Der zweite Abschnitt wurde von Hans Conzelmann mit dem Begriff „Mitte der Zeit“ geprägt. Der dritte Abschnitt setzt sich mit der Zeit zwischen Himmelfahrt und Apostelgeschichten auseinander. Des Weiteren ist zu erwähnen, dass das Lukasevangelium über ein umfangreiches Sondergut verfügt, welches 1/3 des gesamten Stoffes umfasst. Im Gegensatz zu den anderen Evangelisten widmet sich das Lukasevangelium stärker der Vorgeschichte von Jesus, den Zöllnern und Sündern, Verlorenen, verachteten Samaritanern sowie den Frauen und stellt die Himmelsfahrtgeschichte ausführlicher dar. Der oder die Verfasser respektierten sehr stark die Wortreihenfolge und Wortwahl von Jesus (Anmerkung: Quelle dafür war das Markusevangelium).

Der Schwerpunkt des Lukasevangeliums liegt auf der Kunst des gesunden Lebens. Die wichtigste Aussage des Evangeliums ist: Man erlangt das gesunde Leben aus den Glauben an Jesus Christus. Darüber hinaus ist Lukas der erste Evangelist, der die Erwartung des Reich Gottes nicht an einen bestimmten Termin fest macht. Für ihn ist nicht das Kommen des Reiches wichtig, sondern das Wesen dieses Reiches.[20]

7. Sach- und Begriffskritik

Die vorliegende Bibelstelle bedient sich, wie für das Neue Testament typisch, einiger symbolischer Begriffe, welche ich nun erläutern möchte.

- Boot:

Dem Begriff „Boot“ kann unterschiedliche symbolische Bedeutung zugemessen werden. So steht das Wort „Boot“ in der griechischen Mythologie zum Beispiel für den Übergang, das Hinstreben auf ein Ziel und einen neuen Anfang oder auch für die Überfahrt der Verstorbenen in das Totenreich. All diese Bedeutungen sind auch auf die vorliegende Bibelstelle übertragbar. Denn es könnte sein, dass Jesus bewusst war, was auf dieser Fahrt passieren würde. Er könnte also ein bestimmtes Ziel verfolgt haben, als er sich in das Boot setzte, während sein durchgeführtes Wunder den neuen Anfang darstellen könnte. Auch würde die Symbolik der Überfahrt der Verstorbenen in das Totenreich passen. Wäre Jesus nicht im Boot gewesen, wären die Insassen vermutlich von dem Sturm getötet worden. Im christlichen Sinn ist das Boot Sinnbild für die Gemeinde in den Wogen des Weltgeschehens.[21] Also steht es dafür, wie jeder Einzelne von uns das alltägliche Leben bewältigt.

- (Wirbel-)Sturm:

Der Begriff „Sturm“ kann noch über das Naturereignis hinweg gedeutet werden. So kann der Sturm auch stellvertretend für eine Lebenskrise, ein Problem und einen Schicksalsschlag stehen.

- Stille:

Der Begriff „Stille“ steht für Ruhe, Harmonie, Frieden und Besinnung. Also steht die Stille hier im Gegensatz zum Sturm und stellt die positive Entwicklung nach Jesus Eingreifen dar.

8. Bedeutung für unsere Zeit

Die Bibelstelle „Die Stillung des Sturmes“ ist auch heute noch von großer Bedeutung für die Gemeinden und Kirche. Kaum eine andere Wundergeschichte ist so aktuell wie diese. Wir werden von immer mehr Naturkatastrophen bedroht und verängstigt. Auch dreht sich unser Leben immer schneller, was nicht zuletzt an der hoch entwickelten Technologie und der damit einhergehenden Globalisierung zusammenhängt. Es gibt immer mehr Scheidungen und immer mehr Arbeitslose. Der Wettbewerb und Konkurrenzkampf steigt. Lebensträume zerbrechen, und der Mensch fühlt sich überfordert. Gerade in diesen Zeiten ist zu beobachten, dass die Menschen sich nach alten, verloren gegangenen Werte sehnen und wieder verstärkt an eine Macht glauben, die über all diesem steht. Nun können diese Wünsche von der Kirche erhört werden und wieder verstärkt in ihre Predigten übernommen werden. Sie können also solche Bibeltexte wie „Die Stillung des Sturmes“ zur Mission von „verlorenen“ Christen nutzen, aber auch, was mir als wesentlich wichtiger erscheint, als Trostgeschichte bei Lebenskrisen und ähnlichem verwenden. Sie können den Menschen Mut machen, indem sie sagen, dass es da jemanden gibt, der in den schweren Stunden bei ihnen ist, auch wenn sie schon nicht mehr daran glauben können. Er wird sie vor dem Schlimmsten schützen und retten.

Für mich persönlich ist diese Bibelstelle auch von großem Interesse, denn selbst in den schlimmsten Ereignissen gibt es immer noch Wunder, die realistisch nicht zu erklären sind, und es ist für mich beruhigend zu sehen, dass Wunder möglich sind.

9. Literaturverzeichnis

Die Bibel: Einheitsübersetzung – Altes und Neues Testament; Herder; Freiburg im Breisgau; 1980

Fenske, Wolfgang; Arbeitsbuch zur Exegese des Neuen Testaments; Chr. Kaiser Gütersloher Verlagshaus; Gütersloh; 1999

Gute Nachricht Bibel; Deutsche Bibelgesellschaft; Stuttgart; 1990

Luther, Martin; Die Bibel; Deutsche Bibelgesellschaft; Stuttgart; 1985

Religionsmappe

Strecker, Georg; Schnelle, Udo; Einführung in die neutestamentliche Exegese; Vandenhoeck & Ruprecht; Göttingen; 1989; 3.Auflage

Wilke, Hans-Alwin; Das Arbeiten mit neutestamentlichen Texten; Die Blaue Eule Verlag; Essen; 1993; 2.Auflage

10. Internetquellen

http://www.derkleinegarten.de/600_grab/640_symbole/grabmal_denkmal_symbol_barke_boot_schiff.htm; 18.11.2005; 23:11

http://www.uni-essen.de/Ev-Theologie/studweb/schetterer-heilungen2.htm; 17.11.2005; 18:05

http://de.wikipedia.org/wiki/Einheits%C3%BCbersetzung; 12.11.2005; 15:40

http://de.wikipedia.org/wiki/Gute-Nachricht-Bibel; 12.11.2005; 15:44

http://de.wikipedia.org/wiki/Lukas_%28Evangelium%29; 18.11.2005; 15:23

http://de.wikipedia.org/wiki/Luther-Bibel; 12.11.2005; 15:38

http://de.wikipedia.org/wiki/Markus_%28Evangelium%29; 18.11.2005; 14:06

http://de.wikipedia.org/wiki/Matth%C3%A4us-Evangelium; 18.11.2005; 14:12

http://de.wikipedia.org/wiki/Sitz_im_Leben; 17.11.2005; 18:21

http://www.wissen.de

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Hiermit erkläre ich, dass ich damit einverstanden bin, wenn die von mir verfasste Facharbeit der schulinternen Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Versicherung der selbständigen Erarbeitung

Hiermit versichere ich, dass ich die Arbeit selbständig angefertigt, keine anderen als die angegebenen Hilfsmittel benutzt und die Stellen der Facharbeit, die im Wortlaut oder im wesentlichen Inhalt aus anderen Werken entnommen wurden, mit genauer Quellenangabe kenntlich gemacht habe.

Verwendete Informationen aus dem Internet sind dem Lehrer per Internetadresseangabe zur Verfügung gestellt worden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

[...]


[1] Vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Luther-Bibel; 12.11.2005; 15:38

[2] Vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Einheits%C3%BCbersetzung; 12.11.2005; 15:40

[3] Vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Gute-Nachricht-Bibel; 12.11.2005; 15:44

[4] Siehe: Religionsmappe

[5] Vgl. http://www.wissen.de; 13.11.2005, 14:02

[6] Siehe: Die Bibel: Einheitsübersetzung – Altes und Neues Testament; Herder; Freiburg im Breisgau; 1980; S.1128

[7] Siehe: Die Bibel: Einheitsübersetzung – Altes und Neues Testament; Herder; Freiburg im Breisgau; 1980; S.1091

[8] Siehe: Die Bibel: Einheitsübersetzung – Altes und Neues Testament; Herder; Freiburg im Breisgau; 1980; S.1128

[9] Siehe: Die Bibel: Einheitsübersetzung – Altes und Neues Testament; Herder; Freiburg im Breisgau; 1980; S.1161

[10] Vgl. Die Bibel: Einheitsübersetzung – Altes und Neues Testament; Herder; Freiburg im Breisgau; 1980; S.1128

[11] Vgl. Die Bibel: Einheitsübersetzung – Altes und Neues Testament; Herder; Freiburg im Breisgau; 1980; S.1161

[12] Siehe: http://www.wissen.de; 15.11.2005; 17:21

[13] Siehe: http://www.wissen.de; 15.11.2005; 17:28

[14] Vgl. http://www.uni-essen.de/Ev-Theologie/studweb/schetterer-heilungen2.htm; 17.11.2005; 18:05

[15] Vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Sitz_im_Leben; 17.11.2005; 18:21

[16] Siehe: http://www.wissen.de; 17.11.2005; 18:33

[17] Vgl. Fenske, Wolfgang; Arbeitsbuch zur Exegese des Neuen Testaments; Chr.Kaiser Gütersloher Verlagshaus; Gütersloh; 1999; S.45

[18] Vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Markus_%28Evangelium%29; 18.11.2005; 14:06

[19] Vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Matth%C3%A4us-Evangelium; 18.11.2005; 14:12

[20] Vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Lukas_%28Evangelium%29; 18.11.2005; 15:23

[21] Vgl.http://www.derkleinegarten.de/600_grab/640_symbole/grabmal_denkmal_symbol_barke_boot_s chiff .htm; 18.11.2005; 23:11

31 von 31 Seiten

Details

Titel
Exegese zu Mk 4, 35ff: Die Stillung des Sturms
Note
12 Punkte
Autor
Jahr
2006
Seiten
31
Katalognummer
V110039
Dateigröße
670 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Exegese, Stillung, Sturms
Arbeit zitieren
Sarah Niemann (Autor), 2006, Exegese zu Mk 4, 35ff: Die Stillung des Sturms, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/110039

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