Grammatische Inkorporation substantivischer Anglizismen in der deutschen Sprache


Hausarbeit, 2006
27 Seiten, Note: 1,3

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Inhalt

1. Einleitung

2. Das Genus
2.1 Genuszuordnung
2.1.1 Semantisch bedingte Genuszuordnung
2.1.1.1 Genuszuordnung nach dem natürlichen Geschlecht
2.1.1.2 Genuszuordnung nach der nächsten lexikalischen Entsprechung
2.1.1.3 Genuszuordnung nach dem Gattungsbegriff
2.1.1.4 Genuszuordnung nach der Tiefenstruktur
2.1.2 Morphologisch bedingte Genuszuordnung
2.1.2.1 Genuszuordnung nach Suffixanalogie
2.1.2.2 Genus substantivierter Infinitive
2.1.2.3 Genus von Zusammensetzungen aus Verb und Partikel
2.1.3 Phonologisch bedingte Genuszuordnung
2.1.4 Graphemisch bedingte Genuszuordnung
2.1.5 Etymologisch bedingte Genuszuordnung
2.2 Genusschwankung
2.2.1 Formen der Genusschwankung
2.2.1.1 Bedeutungsdifferenzierende Genusschwankung
2.2.1.2 Varietätenspezifisch bedingte Genusschwankung
2.2.1.3 Genusschwankung im engeren Sinne
2.2.2 Ursachen der Genusschwankung im engeren Sinne

3. Der Numerus
3.1 Pluralbildung
3.2 Singulariatantum und Pluraliatantum

4. Der Kasus
4.1 Deklination im Singular
4.2 Deklination im Plural

5. Zusammenfassung

Anmerkungen

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Werden englische Wörter in die deutsche Sprache übernommen, passen sie sich notwendigerweise im Laufe der Zeit an das grammatische System des Deutschen an. „Fremdwörter, egal welcher Herkunft, werden zunächst mit Ehrfurcht und Respekt behandelt, manche Menschen fassen sie mit Samthandschuhen an, andere nur mit spitzen Fingern“, schreibt der Sprachkolumnist Bastian Sick in seinem Bestseller „Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod“: „Man ist im Allgemeinen froh, wenn man weiß, was sie bedeuten, aber man vermeidet es, sie zu deklinieren oder zu konjugieren. Doch je mehr man sich an sie gewöhnt hat, desto geringer werden die Berührungsängste. Und irgendwann, wenn das Fremdwort schon gar nicht mehr aus unserer Sprache wegzudenken ist, betrachtet man es als ein Wort wie jedes andere auch und behandelt es entsprechend.“ 1

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der grammatischen Inkorporation substantivischer Anglizismen. Unter Anglizismus wird ein Wort verstanden, das aus dem Englischen in die deutsche Sprache übernommen wurde und in den Sprachgebrauch eingegangen ist. Es wird untersucht, wie die grammatischen Kategorien Genus (grammatisches Geschlecht), Numerus (grammatische Zahl) und Kasus (Fall) bei der Übernahme eines englischen Substantivs an die deutschen Regeln angepasst werden. Phonologie und Wortbildung substantivischer Anglizismen werden aus Platzgründen nicht berücksichtigt. Die Arbeit greift auf zum Thema vorhandene Sekundärliteratur zurück; eine sprachliche Analyse von Primärtexten (Presse, Belletristik, Internet) konnte aus Zeitgründen nicht erfolgen. Eine Unterscheidung zwischen Britischem und Amerikanischem Englisch wird nicht vorgenommen, da eine solche Differenzierung für die morphosyntaktische Integration von Substantiven nicht von Bedeutung ist 2.

2. Das Genus

In der Regel hat jedes deutsche Substantiv ein festes Genus, das nicht frei wählbar ist und sich nicht nach dem grammatischen Zusammenhang (Satzfunktion usw.) richtet 3. Da das Genus meist nicht direkt am Substantiv erkennbar ist, wird es durch den Artikel angezeigt 4.

2.1 Genuszuordnung

Die Schwierigkeit der grammatischen Inkorporation substantivischer Anglizismen bezüglich des Genus resultiert daraus, dass die englische Sprache kein Genus kennt. Während es im Altenglischen ein dem des heutigen Deutschen sehr ähnliches Genussystem gab, ging die Kategorie des grammatischen Geschlechts im Zusammenhang mit der starken Flexionsreduktion zum Neuenglischen hin verloren. Das heutige Englisch kennt dementsprechend nur jeweils eine Form des bestimmten und unbestimmten Artikels (the, a/an) 5.

Somit ist bei Anglizismen im Deutschen keine Genusentlehnung aus der Gebersprache möglich 6. Demnach ist zu fragen, nach welchen Grundprinzipien aus dem Englischen übernommenen genusfreien Wörtern ein grammatisches Geschlecht zugeordnet wird. Im Folgenden werden die relevanten Prinzipien der Genuszuordnung bei Anglizismen anhand von Beispielen erläutert. Zu beachten ist, dass bei vielen englischstämmigen Fremd- und Lehnwörtern nicht mehr genau zu rekonstruieren ist, welches Prinzip bei der Genuswahl ausschlaggebend war; die Zuordnung des grammatischen Geschlechts kann bei diesen Wörtern auf mehrere Regeln zurückgeführt werden 7.

2.1.1 Semantisch bedingte Genuszuordnung

2.1.1.1 Genuszuordnung nach dem natürlichen Geschlecht

Bezeichnet der Anglizismus eine Person, so besteht eine Interdependenz zwischen dem Sexus (natürlichem Geschlecht) der bezeichneten Person und dem Genus (grammatischem Geschlecht) des bezeichnenden Wortes. Dem Sexus „weiblich“ wird das Genus „feminin“ zugewiesen, dem Sexus „männlich“ das Genus „maskulin“ 8.

Beispiele: Bezeichnungen weiblicher Personen: die Queen, die Lady

Bezeichnungen männlicher Personen: der King, der Duke Wortbildungsmorpheme (meist Suffixe), die bei einer Personenbezeichnung verwendet werden, sind dementsprechend Anzeiger für das Genus des Wortes 9. Bei dieser Form der Morphemanalogie handelt es sich um eine Überschneidung von semantischen und morphologischen Kriterien der Genuszuordnung (siehe auch → 2.1.2.1).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Der Faktor des natürlichen Geschlechts des Referenten hat prinzipiell Vorrang vor allen anderen Faktoren, wenn sich der Anglizismus auf eine Person bezieht 10. Ausnahmen treten sehr selten auf, beispielweise:

das Girl Sexus ist zwar weiblich, aber das Wort ist ein Neutrum, da es das Genus des nächsten lexikalischen Äquivalents „das Mädchen“ annimmt.

der Vamp Sexus ist zwar weiblich, aber das Wort ist ein Maskulinum, da es sich zum einen um eine Kurzform von „der Vampir“ handelt und zum anderen die Vermännlichung der Frau durch ihr Verhalten zum Ausdruck gebracht werden soll.

2.1.1.2 Genuszuordnung nach der nächsten lexikalischen Entsprechung

Bei vielen Anglizismen richtet sich das Genus nach dem grammatischen Geschlecht des nächsten lexikalischen Äquivalents, also nach dem des synonymen Diamorphs im Deutschen 11.

Beispiele: die Band (wegen: die Kapelle), der Beat (wegen: der Rhythmus, der Schlag), der Blizzard (wegen: der Schneesturm), der Boom (wegen: der Aufschwung), die Box (wegen: die Schachtel, die Kiste), die City (wegen: die Stadt, die Innenstadt), der Cup (wegen: der Pokal), das Girl (wegen: das Mädchen), der Grill (wegen: der Rost), das Interview (wegen: das Gespräch), die Pipeline (wegen: die Leitung), die Rallye (wegen: die Sternfahrt), das Shampoo (wegen: das Haarwaschmittel), der Sound (wegen: der Klang, der Laut), die Story (wegen: die Geschichte)

Mitunter ist die Genuswahl nur dann auf das Prinzip des nächsten lexikalischen Äquivalents zurückzuführen, wenn man die Historizität der Entlehnung betrachtet 12.

Beispiele:

der Jet zwar: das Flugzeug, die Maschine; aber: zum Zeitpunkt der Aufnahme des Wortes „Jet“ war die Bezeichnung „der Flieger“ verbreitet

das Team zwar: die Mannschaft; aber: früher eher in der Bedeutung „das Paar“

Aufgrund mehrerer lexikalischer Äquivalente im Deutschen kann es auch zu Genusschwankungen kommen (siehe → 2.2.2) 13.

2.1.1.3 Genuszuordnung nach dem Gattungsbegriff

Manche Substantive erhalten ihr Genus nach dem grammatischen Geschlecht des übergeordneten Gattungsbegriffs 14.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.1.1.4 Genuszuordnung nach der Tiefenstruktur

Sowohl SCHULTE-BECKHAUSEN als auch TALANGA vertreten die Theorie, dass Neutra, deren Genus sich nicht eindeutig semantisch, morphologisch oder phonologisch herleiten lässt, auf ein so genanntes Abstraktionsneutrum zurückzuführen sind: Der Sprecher neigt in solchen Fällen dazu, aufgrund der unbewussten Assoziation zu den verallgemeinernden neutralen Substantiven „das Ding“, „das Objekt“, „das Element“, „das Gebilde“, „das Dings“ usw. intuitiv das neutrale Genus zu wählen 15. CARSTENSEN widerspricht dieser These, da sie der Häufigkeit der männlichen Substantivanglizismen widerspricht. 16 (Laut SCHLICK sind etwa 56% der Anglizismen im Deutschen Maskulina, nur etwa 10% sind Neutra 17 )

Weitere tiefenstrukturelle Theorien vertreten Wilhelm GRIMM, nach dem das maskuline Geschlecht bei Wörtern auftritt, die das „Raschere, Tätige, Bewegende“ 18 bezeichnen, sowie SACHS, nach deren Ansicht (vor allem einsilbige) Substantive, die eine Tätigkeit beschreiben, männlichen Geschlechts sind (der Drive, der Rush, der Push, der Blow), während Substantive, die das Resultat einer Handlung beschreiben, Neutra sind (das Make-up, das Set-up, das Outfit) 19.

2.1.2 Morphologisch bedingte Genuszuordnung

Ein morphologisches Element, auf dem eine Klassenbildung beruht, determiniert auch das Genus seiner Klasse 20.

2.1.2.1 Genuszuordnung nach Suffixanalogie

Anglizismen mit Suffixen, zu denen sich ein analoges Suffix im Deutschen bestimmen lässt, erhalten das gleiche Genus wie diejenigen Wörter, deren grammatisches Geschlecht durch das äquivalente Suffix bestimmt wird 21. Das Prinzip der Suffixanalogie ist dem des nächsten lexikalischen Äquivalents meist übergeordnet.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.1.2.2 Genus substantivierter Infinitive

Werden englische Substantive, die durch das Suffix –ing von einem Tätigkeitsverb abgeleitet wurden, ins Deutsche entlehnt, erhalten sie das neutrale Genus, da auch im Deutschen substantivierte Infinitive stets neutral sind (z.B. das Arbeiten, das Laufen, das Rodeln) 22.

Beispiele: das Bodybuilding, das Brainstorming, das Dribbling, das Hearing, das Meeting, das Training

Bei Ausnahmen handelt es sich meist um Scheinentlehnungen, die nicht aus dem Englischen übernommen, sondern dem Englischen nachempfunden wurden 23.

Beispiele: der Looping, der Smoking

2.1.2.3 Genus von Zusammensetzungen aus Verb und Partikel

Bei Substantiven, die sich aus einem Verb und einem Partikel zusammensetzen, gibt es nur in wenigen Fällen lexikalische Entsprechungen im Deutschen, die das Genus bestimmen 24.

Beispiele: der Fallout wegen: der radioaktive Niederschlag

der Hangover wegen: der Katzenjammer

der Knockout wegen: der Niederschlag

Ansonsten handelt es sich bei solchen Substantiven immer um Wörter maskulinen oder neutralen Geschlechts 25.

Beispiele: das Check-in, das Coming-out, der Countdown, das Handout, das Make-up, das Sit-in

2.1.3 Phonologisch bedingte Genuszuordnung

Einige Substantive übernehmen das Genus eines phonologisch gleichen (homophonen) oder ähnlichen Wortes. Semantische Aspekte spielen dabei keine Rolle 26.

Beispiele: der Bufferstock trotz: das Ausgleichslager weil: der Stock

das Lot trotz: der Warenposten weil: das Lot

der Shower trotz: die Dusche weil: der Schauer

der Stern trotz: das Heck weil: der Stern

Möglich ist auch die Zuordnung des Genus aufgrund einer Reimanalogie 27.

Beispiel: der Snack, weil: der Dreck, der Fleck, der Scheck, der Schreck

Auffällig ist, dass nahezu alle einsilbigen kurzvokalischen Substantivanglizismen männlichen Geschlechts sind, obwohl es dafür in den meisten Fällen keine semantische Begründung gibt 28. CARSTENSEN weist darauf hin, dass erstaunlich viele dieser Wörter auf stimmlosen Verschlusslauten (<p>, <t>, <k>) enden, hält dies aber für „pure[n] Zufall“ 29. Nach GALLMANN können auch bei deutschen Wörtern solche lautlichen Faktoren genusbestimmend sein (z.B. Einsilber auf –ft und –cht → Feminina, wie Luft, Kraft, Sicht, Tracht) 30.

Beispiele: der Bluff, der Bob, der Chip, der Clip, der Crack, der Cut, der Dip, der Film, der Flop, der Gag, der Jet, der Job, der Kick, der Look, der Mob, der Pop, der Pub, der Rap, der Rock, der Run, der Rush, der Sex, der Slip, der Snob, der Song, der Stick, der Strip, der Swing, der Test, der Tick, der Tipp, der Trip, der Truck, der Twist

2.1.4 Graphemisch bedingte Genuszuordnung

Nach SCHULTE-BECKHAUSEN kann auch das Schriftbild eines Wortes die Genuszuweisung beeinflussen. Der Anglizismus wird mit einem graphemisch gleichen (homographen) oder ähnlichen deutschen Substantiv gleichgesetzt und erhält somit dessen grammatisches Geschlecht. Dies findet vor allem bei Lexemen statt, die selten im Bereich der mündlichen Kommunikation, sondern vielmehr in der Schriftsprache verwendet werden 31.

Beispiele: der Trouble = der Ärger wegen: der Trubel (Treiben)

der Act = das Rechtsdokument wegen: der Akt (Vorgang)

2.1.5 Etymologisch bedingte Genuszuordnung

Manche Anglizismen erhalten ihr Genus nach einem deutschen Wort, das mit dem entlehnten Substantiv etymologisch verwandt ist. Dies ist aufgrund der nahen Verwandtschaft des Englischen mit dem Deutschen – beide gehören zur Familie der westgermanischen Sprachen – möglich. Der Anglizismus bietet dem Benutzer sowohl eine semantische als auch eine phonologische Identifikationsmöglichkeit 32.

Beispiele: die Army zwar: das Heer; aber: etymologisch verwandt mit „die Armee“

der Drink zwar: das Getränk; aber: etymologisch verwandt mit „der Trunk“

der Song zwar: das Lied; aber: etymologisch verwandt mit „der (Ge)Sang“

das Teamwork zwar: die Teamarbeit; aber: etymologisch verwandt mit „das Werk“ 33

2.2 Genusschwankung

Fremd- und Lehnwörter schwanken mitunter im Genusgebrauch, bis sich ein bestimmtes Genus durchgesetzt hat. Dies ist vor allem bei Sprachen wie dem Englischen der Fall, die kein Genus haben. Demzufolge treten bei Anglizismen häufig Schwankungen des grammatischen Geschlechts auf 34. Der individuelle Sprecher verwendet jedoch so gut wie immer nur ein Genus 35.

Genusschwankung tritt vor allem in der ersten Integrationsphase eines Wortes auf, nimmt dann aber mit fortschreitender Integration des Anglizismus ab 36. Allerdings ist das Alter eines Lehn- und Fremdworts nicht immer ausschlaggebend für Genusschwankungen, da sich viele junge Entlehnungen oft sofort einem einzigen Genus zuordnen lassen, wohingegen das grammatische Geschlecht bei manchen Substantiven über einen langen Zeitraum hinweg variiert 37.

Am häufigsten treten Genusschwankungen zwischen neutralem und maskulinem Geschlecht auf (laut TALANGA etwa 75% der Schwankungsfälle). Schwankungen zwischen neutralem und femininem Genus (12%) bzw. maskulinem und femininem Genus (10%) kommen ebenso vor. Sehr selten (3%) kann ein Substantiv alle drei Genera annehmen 38.

Angaben zu Genusschwankungen finden sich in nahezu allen Wörterbüchern. CARSTENSEN allerdings hat nachgewiesen, dass die in den Wörterbüchern angegebenen Doppel- oder Dreifachformen im realen Sprachgebrauch oftmals kaum vorkommen 39.

2.2.1 Formen der Genusschwankung

2.2.1.1 Bedeutungsdifferenzierende Genusschwankung

Bei polysemen (sehr selten auch bei homonymen) Anglizismen können die verschiedenen Bedeutungen des Wortes durch unterschiedliche Genera differenziert werden 40.

Beispiele: (1) die Single = die CD oder LP mit einem Titel

der Single = der allein Lebende

das Single = das Einzelspiel im Tennis

(2) der Set = der Szenenaufbau im Film

die / das Set = das Platzdeckchen

das Set = der Satz zusammengehöriger Dinge

(3) die Backhand = die Rückhand

der Backhand = der Rückhandschlag

(4) der Boston = Tanz

das Boston = Kartenspiel

(5) das Hardtop = Sportwagen mit abnehmbarem Verdeck

der Hardtop = abnehmbares Verdeck eines Sportwagens

2.2.1.2 Varietätenspezifisch bedingte Genusschwankung

Einige Substantive können in unterschiedlichen Ländern und Regionen verschiedene Genera annehmen 41.

Beispiele: das Car schweizerisch: der Car

der Service (= Dienst) österreichisch: das Service

die Couch schweizerisch: die Couch, der Couch (wegen: der Diwan)

der Dress, das Dress österreichisch: die Dress

das Match österreichisch: der Match

der Store schweizerisch: die Store

Die Genera einiger Substantive können in Standard- und Umgangssprache voneinander abweichen 42.

Beispiel: Standardsprache: der Mumps (wegen: der Ziegenpeter)

Umgangssprache: der Mumps, die Mumps (wegen: die Krankheit)

2.2.1.3 Genusschwankung im engeren Sinne

Unter Genusschwankung im engeren Sinne versteht man das Auftreten verschiedener Genera, das weder durch Bedeutungsdifferenzierung noch varietätenspezifisch erklärbar ist 43.

Beispiele:

der Break – das Break der Glamour – die Glamour

der Bungalow – das Bungalow der Gospel – das Gospel – selten: die Gospel

das Cottage – die Cottage der Speed – die Speed

die Folklore – das Folklore der Spray – das Spray

2.2.2 Ursachen der Genusschwankung im engeren Sinne

Genusschwankungen können auftreten, wenn es im Deutschen mehrere lexikalische Entsprechungen oder Gattungsbegriffe für den Substantivanglizismus gibt, die unterschiedliche Genera aufweisen 44.

Beispiele:

die Browning, weil: die Pistole der Browning, weil: der Revolver

die Cold Cream, weil: die Creme das Cold Cream, weil: das Schönheitsmittel

der Glamour, weil: der Zauber das Glamour: weil: das Blendwerk

der Store, weil: der Laden das Store, weil: das Geschäft

die Trademark, weil: die Marke das Trademark, weil: das Warenzeichen

Weiterhin kommt es zu Schwankungen des grammatischen Geschlechts, wenn sich mehrere Prinzipien der Genuszuordnung überlappen 45.

Beispiele:

das Poker, weil: das Spiel der Poker, weil: Suffix -er

das Feature, weil: das Hörbild die Feature, weil: Suffix –ure

das Brunch, weil: das späte Frühstück der Brunch, weil: phonologische Analogie zu „der Lunch“

Schwankungen zwischen maskulinem und neutralem Genus können mitunter dadurch erklärt werden, dass das betreffende Wort häufig in Kontexten verwendet wird, aus denen das Genus nicht erschlossen werden kann 46.

Beispiel: das Handout, der Handout

unbestimmter Artikel Nominativ: ein Handout, Genitiv: eines Handouts, Dativ: einem Handout

Akkusativ: ein Handout / ein’n Handout (Kontraktion, somit Lautähnlichkeit)

bestimmter Artikel Genitiv: des Handouts, Dativ: dem Handout

Plural die/der/den/den Handouts

Dies gilt auch für Wörter, die fast nur im Plural gebräuchlich sind (z.B. die Muffins), für Bestimmungswörter in Komposita, die selten als freie Morpheme auftreten (z.B. High-Tech, in High-Tech-Offensive, High-Tech-Produkte u.a.), oder für Anglizismen, die selten mit genusvariablen Konstituenten (Artikel, Adjektiv, Pronomina) verwendet werden 47.

3. D er Numerus

3.1 Pluralbildung

Im Deutschen gibt es zwei Numeri: den Singular (Einzahl) und den Plural (Mehrzahl). Der Plural eines Substantivs kann durch Suffixe (-e, -n, -en, -er, -s), durch Umlautung oder endungslos gebildet werden 48. Im Englischen hingegen wird der Plural bis auf einige Ausnahmen (z.B. the mouse – the mice, the child – the children) regelmäßig mit dem Pluralsuffix –s (bzw. –es nach ch, s, sh, x) gebildet 49.

Das englische Pluralsuffix –s existiert als solches auch im Deutschen, kommt hier jedoch relativ selten vor. Bei Anglizismen wird jedoch zunächst die englische Pluralform übernommen. Im Laufe der Zeit entwickelt sich bei einigen Substantiven eine zweite, der deutschen Bildungsweise entsprechende Pluralform. Der Plural nur weniger Substantive wird nach einiger Zeit ausschließlich mit der im Deutschen gebräuchlichen Pluralform gebildet (z.B. die Gallone – die Gallonen) 50.

Die meisten Anglizismen werden mit dem Pluralsuffix –s gebildet 51. Weiterhin sind die Pluralbildung mit –es (englische Form), -n, -en –e sowie mit Nullmorphem Æ möglich.

Die im deutschen gebräuchliche Pluralbildung auf –er kommt nicht vor, vermutlich da –er bei Anglizismen häufig als Derivationsmorphem verwendet wird 52. Ebenso nicht gebräuchlich ist die Pluralbildung durch Umlautung 53. Die Ausnahme sind Wörter wie Stuntman und Bypass (siehe unten.)

Der Plural auf –en wird nur selten realisiert 54.

Beispiele: die Couch – die Couch, die Couchs, die Couche, die Couchen, die Couches

das Festival – die Festival, die Festivals, die Festivalen

Der Plural von Substantiven auf –er wird in der Regel endungslos gebildet 55.

Beispiele: die Bulldozer, die Computer, die Discounter, die Jogger, die Sampler, die Scanner

Bei folgenden Wörtern wird der Plural nur mit dem Suffix –s gebildet. Es kommt zu keinen Schwankungen 56.

- auf Nasal endende Wörter Beispiele: die Booms, die Clans, die Slums, die Songs
- auf Nasal + Verschlusslaut endende Wörter Beispiele: die Backgrounds, die Skunks, die Vamps
- auf stimmlosen Verschlusslauten endende Wörter Beispiele: die Flops, die Freaks, die Jets
- auf Vokal endende Wörter Beispiele: die Bikinis, die Boys, die Crews, die Jumbos

Auf –ch endende Wörter bevorzugen die Pluralbildung mit –es oder -e. Die Pluralsuffix –s wird wegen der Ausspracheschwierigkeiten vermieden 57.

Beispiele: der Coach – die Coaches, die Coache (selten: die Coachs)

das Match – die Matches, die Matche (selten: die Matchs)

Auf -s endende Wörter bevorzugen die Pluralbildung mit –e (die Bosse).

Auf –ess endende Femina und auf Konsonant + s endende Substantive werden mit Pluralsuffix –en gebildet 58. Beispiele: die Hostessen, die Stewardessen, die Boxen

Der Plural von Anglizismen auf –man und –woman wird nach der unregelmäßigen englischen Form gebildet. Im realen Sprachgebrauch finden sich mitunter Mischformen 59.

Beispiele: der Dressman – die Dressmen (selten: die Dressmans, die Dressmänner)

der Stuntman – die Stuntmen (selten: die Stuntmans, die Stuntmänner)

die Superwoman – die Superwomen (selten: die Superwomans)

Bei einigen Wörtern mit lautlichen Äquivalenten im Deutschen kommt es ebenso zu ungewöhnlichen deutschen Bildungen 60. Beispiel: der Bypass – die Bypässe (selten: die Bypasses)

Die Pluralbildung schwankt bei Wörtern

- auf Konsonant + t Beispiele: die Tests / die Teste, die Bords / die Borde, die Lifts / die Lifte
- auf y 61 Beispiele: die Ladys / die Ladies, die Partys / die Parties, die Storys / die Stories

Mitunter sind Schwankungen des Plurals dadurch zu erklären, das auch die Singularform des Anglizismus im Deutschen schwankt 62.

Beispiele: der Junky / der Junkie, der Lolly / der Lolli / der Lollie, der Softy / der Softie

Bei vielen Anglizismen ist parallel zur Bildung mit Pluralsuffix auch die endungslose Pluralbildung (mit Nullmorphem Æ) möglich 63.

Beispiele: die Bestsellers / die Bestseller, die GIs / die GI, die Musicals / die Musical

3.2 Singulariatantum und Pluraliatantum

Einige aus dem Englischem übernommene Substantive können nur im Singular verwendet werden (Singulariatantum). Dazu gehören

- Sportarten Beispiele: Basketball, Squash, Tennis, Soccer
- Stoffnamen Beispiele: Tweed, Tartan, Velvet, Nylon
- Tanz- und Musikarten Beispiele: Jazz, Blues, Twist, Punk, Give, Charleston
- sonstiges Beispiele : New Look, Fair Play, High Life, New Wave

Die Wörter können nur in Zusammensetzung mit einem anderen Wort oder einem wortbildenden Morphem im Plural verwendet werden (z.B. die Jazzarten, die Basketballspiele) 64.

Manche Singulariatantum erfahren eine Bedeutungsänderung, wenn ihnen ein Pluralsuffix angehängt wird 65.

Beispiele: der Cord (Stoff) – die Cords (aus Stoff erzeugte Artikel)

der Nylon (Stoff) – die Nylons (aus Stoff erzeugte Artikel)

Einige aus dem Englischen übernommene Substantive können nur im Plural verwendet werden (Pluraliatantum) 66. Beispiele: Drums, Keys, Public Relations

Manche Wörter, die im Englischen den Status von Pluraliatantum haben, verlieren im Deutschen ihren Pluralstatus 67.

Beispiele: der Drops, die Jeans (Sgl.), das Keyboard (engl. „the keyboards“), die Shorts (Sgl.)

4. Der Kasus

Der Kasus (Fall) kennzeichnet ein Substantiv in seiner Funktion als Satzglied oder Satzgliedteil 68. Er ist keine innere Eigenschaft wie das Genus und kein nach semantischen Kriterien wählbares Merkmal wie der Numerus, sondern eine syntaktische Charakterisierung des Substantivs 69. Die Kasusform eines Wortes wird durch Flexionsendungen oder flektierte Beiwörter gekennzeichnet.

Im Deutschen gibt es vier Kasus (Nominativ, Genitiv, Dativ, Akkusativ). Auch im Altenglischen existierten diese vier Fälle. Nominativ, Dativ und Akkusativ verschmolzen jedoch zum Neuenglischen hin zu einem Einheitskasus, von dem sich nur noch der Genitiv unterscheidet. Die syntaktische Funktion eines Substantivs wird somit größtenteils nur durch die Satzgliedstellung oder durch Präpositionen als Funktionswörter markiert. Die Kennzeichnung des Genitivs erfolgt im Neuenglischen durch die Suffixe –s oder –es, bei Eigennamen auf –s und im Plural durch -s’ 70.

Ins Deutsche übernommene englische Wörter fügen sich meist in das deutsche Flexionsschema ein 71. Allerdings weisen die Kasusformen mitunter Schwankungen auf 72. Die Deklination von Anglizismen ist deshalb auch ein Anzeiger für den Grad ihrer Integration 73. Laut JABLONSKI können Fremdwörter generell ebenso unflektiert bleiben 74.

4.1 Deklination im Singular

Die Deklination im Singular wird in starke, schwache, gemischte und endungslose Deklination unterschieden.

Deklination im Singular mit Beispielen (Anglizismus, deutsches Vergleichswort) 75

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Feminina werden endungslos dekliniert. Ihr Kasus ist also nicht am Nomen markiert, sondern wird nur durch Satzstellung und Begleitwörter gekennzeichnet 76.

Neutra und die meisten Maskulina werden stark dekliniert 77. Der Dativ kann bei Anglizismen im Gegensatz zu deutschen Substantiven kein –e erhalten (wie: auf dem Lande, zu Tode), da diese Form der Dativbildung zum Zeitpunkt des Beginns der Aufnahme von Fremdwörtern aus dem Englischen in die deutsche Sprache nicht mehr gebräuchlich war 78.

Schwankungen treten bei der Genitivform der starken und gemischten Deklination auf:

- Bei einigen Anglizismen kann oder muss das Genitiv-s weggelassen werden 79.

Beispiele: des Quiz, des Test / des Test(e)s, des Jet-Set / des Jet-Sets, des Finish / des Finish(e)s

- Bei Wörtern auf –sh, -st, –ch und –tch schwanken die Endungen zwischen –s und –es. Das Suffix –s tritt hier wegen Ausspracheschwierigkeiten selten auf 80.

Beispiele: des Finishs / des Finishes, des Matches / des Matchs, des Tests / des Testes

- Bei Wörtern auf –s erfolgt immer die Genitivendung –es.

- Umgangssprachlich verbreitet, standardsprachlich jedoch nicht gestattet ist der Genitiv mit so genanntem „Deppen-Apostroph“ (des *Stylist’s) 81. Erlaubt ist das Apostroph nur zur Verdeutlichung der Grundform eines Eigennamens (Charly’s Eck) 82.

- Umgangssprachlich verbreitet, standardsprachlich jedoch nicht gestattet ist die Genitiv-Endung –ies statt –ys bei Wörtern auf –y (des *Hobbies), da diese Genitivform auch im Englischen nicht gebräuchlich ist 83.

4.2 Deklination im Plural

Entscheidend für die Deklination im Plural ist die Bildung des Nominativ Plural 84. Die Deklination im Plural wird nach den fünf für Anglizismen möglichen Endungen des Nominativ Plural (siehe → 3.1) unterschieden. Die Deklination entspricht dabei der äquivalenter deutscher Wörter (mit Ausnahme der englischen Pluralbildung mit –es).

Deklination im Plural mit Beispielen (Anglizismus, deutsches Vergleichswort) 85

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die deklinierten Formen entsprechen jeweils der Form des Nominativ, mit Ausnahme des Dativs beim Plural auf –e und -Æ 86.

5. Zusammenfassung

Ein englisches Wort, das in die deutsche Sprache übernommen wird, besitzt zunächst kein Genus und ist kasusindifferent. Die Sprachgemeinschaft muss dem Anglizismus ein grammatisches Geschlecht sowie eine Form der Plural- und Kasusbildung zuweisen, damit das Substantiv im Sprachgebrauch verwendet werden kann.

Genus

(1) Die englische Sprache kennt kein Genus. Dementsprechend muss ins Deutsche übernommenen englischen Substantiven ein grammatisches Geschlecht zugeordnet werden. Dies kann nach verschiedenen Prinzipien geschehen:

a) semantische Prinzipien (Genus richtet sich nach Sexus, Genus einer nächsten lexikalischen Entsprechung, Genus des Gattungsbegriffs oder Tiefenstruktur des Wortes)
b) morphologische Prinzipien (Genus richtet sich nach Genus deutscher Wörtern mit äquivalenten Suffixen; substantivierte Infinitive mit –ing sind Neutra; Zusammensetzungen aus Verb und Partikel sind Maskulina oder Neutra)
c) phonologische Prinzipien (Genus richtet sich nach Genus eines phonologisch gleichen oder ähnlichen Wortes oder eines Reimwortes; einsilbige kurzvokalische Substantive sind fast immer Maskulina)
d) graphemisches Prinzip (Genus richtet sich nach Genus eines graphemisch gleichen oder ähnlichen Wortes)
e) etymologisches Prinzip (Genus richtet sich nach Genus eines etymologisch verwandten Wortes)

Oft kann das Genus eines Anglizismus auf mehrere Prinzipien zurückgeführt werden.

(2) Genusschwankung kann bei Anglizismen in der ersten Integrationsphase, aber auch später noch auftreten. Sie kann bedeutungsdifferenzierend, varietätenspezifisch bedingt oder weder bedeutungsdifferenzierend noch varietätenspezifisch bedingt sein. Für den letzten Fall kommen mehrere Ursachen in Frage:

a) Es existieren mehrere lexikalische Entsprechungen oder Gattungsbegriffe mit unterschiedlichen Genera.
b) Mehrere Prinzipien der Genuszuordnung überlagern sich.
c) Das Wort wird meist in Kontexten verwendet, aus denen das Genus nicht erschlossen werden kann.

Numerus

(1) Für die Bildung des Plurals bei Anglizismen gilt folgendes:

a) Aus dem Englischen übernommene Substantive werden meist mit dem englischen Pluralsuffix –s bzw. –es gebildet. Es kann sich eine deutsche Pluralform (-e, -en, -n, Æ) parallel bilden bzw. durchsetzen.
b) Die Pluralbildung auf –er und durch Umlautung tritt nicht auf. Die Pluralbildung auf –er kommt sehr selten vor.
c) Folgende Regeln der Pluralbildung sind zu beachten:

- Substantive auf Nasal, Nasal + Verschlusslaut, stimmlosen Verschlusslaut und auf Vokal bilden den Plural nur mit –s (keine Schwankung).
- Substantive auf –ch bilden den Plural mit –es und –e, sehr selten mit –s.
- Substantive auf –s bilden den Plural mit –e.
- Der Plural von Substantiven auf –er ist endungslos.
- Substantive auf –ess und auf Konsonant + s bilden den Plural mit –en.
- Substantive auf –man und –woman bilden den englischen Plural (-men, -women). Im realen Sprachgebrauch treten Mischformen auf.
- Weitere Mischformen (die Bypässe u.a.) treten sehr selten auf.
- Schwankungen treten vor allem bei Wörtern auf –y und auf Konsonant + t auf.
- Viele Wörter können im Plural parallel zu weiteren Formen auch endungslos auftreten.

(2) Einige substantivische Anglizismen bilden keinen Plural (Singulariatantum). Sie können im Deutschen durch die Anfügung eines Pluralsuffixes ihre Bedeutung verändern. Einige Substantive existieren nur im Plural (Pluraliatantum). Sie können im Deutschen ihren im Englischen vorhandenen Pluralstatus verlieren.

Kasus

(1) Aus dem Englischen übernommene Substantive fügen sich in das deutsche Flexionsschema ein. Mitunter kommt es zu Schwankungen. Anglizismen können auch generell unflektiert bleiben.
(2) Im Singular werden Anglizismen stark (Maskulina, alle Neutra), schwach (einige Maskulina), gemischt (wenige Maskulina) oder endungslos (alle Feminina) dekliniert. Das Dativ-e in der starken Deklination ist nicht möglich. Schwankungen treten bei der Genitivbildung in der starken und gemischten Deklination auf.
(3) Im Plural richtet sich die Deklination nach den bei Anglizismen gebräuchlichen Pluralsuffixen. Hierbei entspricht die deklinierte Form jeweils der des Nominativ, mit Ausnahme der Dativform beim Plural auf –e und mit Nullmorphem.

Anmerkungen

Literaturverzeichnis

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Dudenredaktion (Hrsg.): Die deutsche Rechtschreibung. (= Duden, Bd. 1). Mannheim, Leipzig, Wien, Zürich: Dudenverlag, 2000

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Gallmann, Peter: Das Substantiv (Nomen). In: Dudenredaktion (Hrsg.): Die Grammatik. (= Duden, Bd. 4). Mannheim, Leipzig, Wien, Zürich: Dudenverlag, 2005. S. 146-254 Gregor, Bernd: Genuszuordnung. Das Genus englischer Lehnwörter im Deutschen. (= Linguistische Arbeiten, Bd. 129). Tübingen: Niemeyer, 1983

Grimm, Hans-Jürgen, Gertraud Heinrich: Der Artikel. Leipzig: Enzyklopädie, 1976²

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Jung, Walter: Grammatik der deutschen Sprache. Mannheim, Leipzig: Bibliographisches Institut, 199010

Lamprecht, Adolf: Grammatik der englischen Sprache. Berlin: Volk und Wissen, 19866

Sachs, Emmy: The Gender of English Loan Words in the German of Recent Immigrants. In: American Speech, Jg. 28 (1953), Nr. 4. S. 256-270

Schulte-Beckhausen, Marion: Genusschwankung bei englischen, französischen, italienischen und spanischen Lehnwörtern im Deutschen. Eine Untersuchung auf der Grundlage deutscher Wörterbücher seit 1945. (= Regensburger Beiträge zur deutschen Sprach- und Literaturwissenschaft; Reihe B, Bd. 83). Frankfurt am Main: Lang, 2002

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Zürn, Alexandra: Anglizismen im Deutschen. Eine Untersuchung zur Häufigkeit von Anglizismen und deren Inkorporiertheit im Deutschen am Beispiel dreier deutschsprachiger Nachrichtenmagazine; mit einem historischen Abriß und einer Typologie der Entlehnungsarten. Karlsruhe: Universität, 2001

[...]


1 Sick (20049), S. 145

2 vgl. Gregor (1983), S. 2

3 vgl. Gallmann (2005), S. 153

4 vgl. Jung (199010), S. 253. Die Frage, ob der Artikel eine eigenständige Wortart ist, ist umstritten; Jung verneint dies und schreibt dem Artikel allein eine genusanzeigende und substantivbegleitende Funktion zu. Vgl. hierzu auch Grimm/Heinrich (1976²), S. 9ff.

5 vgl. Carstensen (1965), S. 66; Gregor (1983), S. 21; Lamprecht (19866), S. 73

6 vgl. Schulte-Beckhausen (2002), S. 39

7 vgl. Gallmann (2005), S. 169; Zürn (2001), S. 181ff u. 224

8 vgl. Gallmann (2005), S. 155; Gregor (1983), S. 17; Zürn (2001), S. 181f

9 vgl. Carstensen (1980), S. 63; Jung (199010), S. 246f; Schulte-Beckhausen (1980), S. 39; Zürn (2001), S. 181f

10 vgl. Jablonski (1990), S. 91

11 vgl. Carstensen (1980), S. 55; Zürn (2001), S. 182f

12 vgl. Gregor (1983), S. 100ff

13 vgl. Sachs (1953), S. 257

14 vgl. Gallmann (2005), S. 160); Hennig (1963), S. 58; Schulte-Beckhausen (2002), S. 69ff; Thiel (1959), S. 266; Zürn (2001), S. 183

15 vgl. Schulte-Beckhausen (2002), S. 75f; Talanga (1987), S. 90

16 vgl. Carstensen (1980), S. 66

17 vgl. Zürn (2001), S. 181

18 zit. nach Hennig (1963), S. 63

19 vgl. Sachs (1953), S. 265ff

20 vgl. Gregor (1983), S. 13f

21 vgl. Carstensen (1980), S. 60f; Hennig (1963), S. 57; Jablonski (1990), S. 95f; Schulte-Beckhausen (2002), S. 41ff; Thiel (1959), S. 265; Zürn (2001), S. 184f

22 vgl. Carstensen (1980), S. 61; Jablonski (1999), S. 97; Zürn (2001), S. 185

23 vgl. Zürn (2001), S. 185

24 vgl. Carstensen (1980), S. 61

25 vgl. ebd.; Zürn (2001), S. 185f

26 vgl. Carstensen (1980), S. 55; Schulte-Beckhausen (2002), S. 59

27 vgl. Schulte-Beckhausen (2002), S. 60

28 vgl. Carstensen (1980), S. 64; Hennig (1963), S. 62f

29 Carstensen (1980), S. 64

30 vgl. Gallmann (2005), S. 168

31 vgl. Schulte-Beckhausen (2002), S. 63

32 vgl. ebd., S. 60; Talanga (1987), S. 83; Zürn (2001), S. 187

33 Beim deutschen Wort „Werk“ handelt es sich nicht um ein lexikalisches Äquivalent zum englischen „Work“.

34 vgl. Gallmann (2005), S. 169

35 vgl. Carstensen (1980), S. 41; Zürn (2001), S. 180

36 vgl. Gregor (1983), S. 50

37 vgl. Carstensen (1980), S. 68; Gallmann (2005), S. 170f; Jablonski (1999), S. 99

38 vgl. Talanga (1987), S. 79

39 vgl. Carstensen (1980), S. 49ff

40 vgl. ebd., S. 66f; Gregor (1980), S. 42; Talanga (1987), S. 14

41 vgl. Carstensen (1980), S. 42; Gregor (1983), S. 17f;Talanga (1987), S. 14; Zürn (2001), S. 181

42 vgl. Schulte-Beckhausen (2002), S. 152

43 vgl. Carstensen (1980), S. 40f; Gregor (1983), S. 17f; Jablonski (1999), S. 99; Talanga (1987), S. 14; Zürn (2001), S. 180

44 vgl. Jablonski (1999), S. 99 ; Schulte-Beckhausen (2002), S. 116

45 vgl. Jablonski (1999), S. 99 ; Schulte-Beckhausen (2002), S. 110ff

46 vgl. Carstensen (1980), S. 65f

47 vgl. Schulte-Beckhausen (2002), S. 142ff

48 vgl. Jung (199010), S. 260

49 vgl. Lamprecht (19866), S. 72ff

50 vgl. Wegener (2004), S. 50; Zürn (2001), S. 188

51 vgl. Carstensen (1965), S. 67; Gallmann (2005), S. 188; Jablonski (1990), S. 103; Zürn (2001), S. 197

52 vgl. Carstensen (1981), S. 118f

53 vgl. Zürn (2001), S. 196

54 vgl. Carstensen (1981), S. 113

55 vgl. Gallmann (2005), S. 189

56 vgl. Carstensen (1981), S. 116f

57 vgl. ebd., S. 105ff; Zürn (2001), S. 190

58 vgl. Zürn (2001), S. 188

59 vgl. Carstensen (1981), S. 113 u. 107; Zürn (2001), S. 191

60 vgl. Gallmann (2005), S. 188

61 vgl. Carstensen (1982), S. 200f; Zürn (2001), S. 190

62 vgl. Carstensen (1982), S. 201

63 vgl. ders. (1981), S. 105ff

64 vgl. Jablonski (1990), S. 107

65 vgl. ebd., S. 107

66 vgl. ebd., S. 107

67 vgl. Carstensen (1981), S. 118; Jablonski (1990), S. 107 ; Thiel (1959), S. 266 ; Zürn (2001), S. 189

68 vgl. Lamprecht (19866), S. 89

69 vgl. Gallmann (2005), S. 194

70 vgl. Lamprecht (19866), S. 89

71 vgl. Jablonski (1990), S. 116f ; Zürn (2001), S. 191 u. 224

72 vgl. Carstensen (1965), S. 67; ders. (1981), S. 103

73 vgl. ders. (1981), S. 103

74 vgl. Jablonski (1990), 110f

75 Die Tabelle orientiert sich an Zürn (2001), S. 195, deren Darstellung jedoch inhaltlich fehlerhaft ist.

76 vgl. Jablonski (1990), 110

77 vgl. Gallmann (2005), S. 199

78 vgl. Jablonski (1990), S. 111 ; Zürn (2001), S. 196

79 vgl. Carstensen (1965), S. 67; ders. (1981), S. 105ff; Gallmann (2005), S. 204; Jablonski (1990), S. 111

80 vgl. Gallmann (2005), S. 200

81 vgl. Carstensen (1981), S. 110f; Sick (20049), S. 29ff

82 vgl. Dudenredaktion (2000), S. 21

83 vgl. Carstensen (1981), S. 105ff

84 vgl. Jablonski (1990), S. 111

85 Die Tabelle orientiert sich an Zürn (2001), S. 197. Zürn gibt fälschlicherweise als fünfte Möglichkeit den Nominativ Plural mit Suffix –er an, führt dafür allerdings das fehlerhafte Beispiel „Computer“ an („-er“ ist hier kein Pluralsuffix). Die Pluralbildung mit –er ist nicht möglich (siehe → 3.1). Dafür fehlt in der Tabelle von Zürn die Pluralbildung mit –es.

86 vgl. Jablonski (2001), S. 111 ; Zürn (2001), S. 197

27 von 27 Seiten

Details

Titel
Grammatische Inkorporation substantivischer Anglizismen in der deutschen Sprache
Hochschule
Technische Universität Dresden
Veranstaltung
Seminar "Grammatik der Gegenwartssprache"
Note
1,3
Autor
Jahr
2006
Seiten
27
Katalognummer
V110214
Dateigröße
461 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Grammatische, Inkorporation, Anglizismen, Sprache, Seminar, Grammatik, Gegenwartssprache
Arbeit zitieren
Thomas Griebel (Autor), 2006, Grammatische Inkorporation substantivischer Anglizismen in der deutschen Sprache, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/110214

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