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Die Staufer - Ursprung und Aufstieg eines Herrschergeschlechts

Title: Die Staufer - Ursprung und Aufstieg eines Herrschergeschlechts

Seminar Paper , 2002 , 21 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Thomas Oliver Schindler (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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„Es sind in der Tat eindrucksvolle Spuren, die dieses begabteste unter den deutschen Herrschergeschlechtern, wo immer seine Häupter und seine Anhänger in Erscheinung getreten sind, hinterlassen hat“.
Dieses Zitat Josef Fleckensteins Festtagsrede läßt wohl kaum Zweifel am Forschungsbedarf in diesem Bereich. Das Thema in dieser Arbeit wird sein, festzustellen, wie die Staufer zum „begabtesten unter den deutschen Herrschergeschlechtern“ wurden, also Augenmerk auf ihren Ursprung und Aufstieg zu legen.
Ein Zeitgenosse staufischer Kultur war der Chronist und Bischof Otto von Freising, der als wichtiges „staufisches Zentrum der Historiographie“ gilt. Er wurde etwa um 1111 als Halbbruder der Staufer Konrad und Friedrich, als Sohn der Tochter Heinrichs IV. in ihrer zweiten Ehe mit Leopold IV. geboren. Er studierte auf der Universität in Paris, war später Zisterziensermönch, danach Abt, wurde 1138 zum Bistum in Freising berufen und starb 1158 . „Otto war als philosophisch durchgebildeter Gelehrter, ruhiger Beobachter, praktisch an der Zeitgeschichte beteiligter Reichsbischof und nächster Verwandter der Staufer in seltenem Maße zur Geschichtsschreibung befähigt“ .
Die Quellenbasis wird sich deshalb hauptsächlich auf Otto von Freisings „Gesta Frederici“ stützen, wobei sein früheres Werk die „Chronica“ als faktischer Rückhalt dienen soll. Denn trotz des selben Autors unterscheiden sich die Quellen in einem wichtigen Punkt: in ihrer Intention. In seiner Chronik versucht Otto die Fakten unverfälscht und chronologisch vor dem Hintergrund des allgemein erwarteten Weltendes darzustellen. Nicht so pessimistisch, gar fröhlich und heilsgeschichtlich erfahren dieselben Einzelberichte in den Gesta Umfärbungen, Verdrehungen, Weglassungen, Über- und Untertreibungen. So kann ein kritischer Quellenumgang nur mit Hilfe beider Werke gewährleistet werden.
Trotzdem wird sich die Arbeit auch in ihrem chronologischen Verlauf und den Aufzählungen kongruent zu denen der Gesta verhalten, um den Aufstieg der Staufer vom Ursprung über die Herzogserhebung bis zur Designation Barbarossas durch König Konrad III. zu dokumentieren. Nach eigenem Verständnis und um den Rahmen der Arbeit nicht zu sprengen endet der Aufstieg, kurz vor dem Höhepunkt, der Amtszeit Freidrich I. Barbarossas.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2.Ursprung der Staufer, Herzogserhebung und Salierzeit

2.1. Woher weiß man von den Staufern?

2.2. Hausgut und Familienbesitz

2.3. Der Sachsenaufstand: Die Ursache der Herzogserhebung der Staufer

2.4. Die Herzogserhebung der Staufer durch Heinrich IV.

2.5. Die Staufer als schwäbisches Herzogsgeschlecht während der Salierzeit

3. Die Staufer und Lothar III.

3.1. Die Wahl Lothars

3.2. Das staufische Gegenkönigtum

4. Der erste staufische König Konrad III.

4.1. Die Wahl Konrads

4.2. Regierungsjahre Konrads

4.3. Konrads Tod und Friedrich III. / I. Barbarossa

5. Zusammenfassung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht den Ursprung und den rasanten Aufstieg der Staufer vom regionalen Adelsgeschlecht zur kaiserwürdigen Dynastie im 12. Jahrhundert. Dabei steht insbesondere die Frage im Vordergrund, wie es der Familie gelang, sich innerhalb weniger Jahrzehnte gegen etablierte Machtstrukturen durchzusetzen und die Grundlagen für ihre dominierende Rolle in der deutschen Geschichte zu legen.

  • Ursprung und genealogische Anfänge der Staufer
  • Die Rolle des Investiturstreits und des Sachsenaufstands bei der Herzogserhebung
  • Territorialpolitik und Machtausbau im schwäbischen Raum
  • Der Konflikt zwischen Staufern und Welfen während der Regierungszeit Lothars III.
  • Der Herrschaftsantritt Konrads III. und die Festigung staufischer Ansprüche

Auszug aus dem Buch

2.2. Hausgut und Familienbesitz

Die Besitzungen der Staufer vor der Herzogserhebung waren nicht sehr umfangreich: Wäschenbeuren, der Umkreis um die Burg Lorch (Remstal) mit einer Stiftskirche, die als Grablege der Familie fungierte, die Stammburg Stauf auf dem Hohenstaufen. Hansmartin Schwarzmaier hat in seinem Werk „die Heimat der Staufer“ hiervon eine Karte angelegt, die auch in dieser Arbeit im Anhang (Abb. 2) zu finden ist. Hinzu kamen jene Güter im Elsaß, welche die Mutter Hildegard des ersten Schwabenherzog Friedrichs mit in die Ehe brachte.

Friedrich von Büren und auch sein Sohn hatten also für adelige Verhältnisse wenig Besitz, trotzdem war aber eine Ehe mit Hildegard von Egisheim möglich, eine der vornehmsten Damen des Reiches – Er konnte also nicht wirklich nur ein „Krautjunker“ gewesen sein.

Fest steht aber: „Die Machtposition der Staufer war jedenfalls nicht so stark, daß ihnen 1079 schon deshalb die schwäbische Herzogsgewalt zugefallen wäre“.

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung: Dieses Kapitel führt in den Forschungsstand ein, erläutert die Bedeutung der Staufer und stellt die methodische Vorgehensweise anhand der Quellen von Otto von Freising vor.

2.Ursprung der Staufer, Herzogserhebung und Salierzeit: Es wird die genealogische Herkunft der Familie beleuchtet und der Weg zur Erlangung des schwäbischen Herzogtums im Kontext der zeitgenössischen politischen Konflikte analysiert.

3. Die Staufer und Lothar III.: Das Kapitel behandelt den Machtkampf nach dem Ende der Salierzeit und die Herausforderungen für die Staufer durch die Wahl Lothars III. zum deutschen König.

4. Der erste staufische König Konrad III.: Hier wird der Aufstieg Konrads III. zum ersten staufischen König sowie die schwierige Konsolidierung seiner Herrschaft im Konflikt mit den Welfen dargestellt.

5. Zusammenfassung: Die zentralen Ergebnisse der Untersuchung werden reflektiert und der Aufstieg der Staufer als Prozess von Kleingrafen zur bedeutenden Weltdynastie bewertet.

Schlüsselwörter

Staufer, Friedrich I. Barbarossa, Konrad III., Salierzeit, Investiturstreit, Sachsenaufstand, Herzogserhebung, Otto von Freising, Gesta Frederici, Machtpolitik, Welfen, Reichsgeschichte, Territorialbesitz, Königswahl, Mittelalter.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert den Aufstieg des Herrschergeschlechts der Staufer vom Beginn des 11. Jahrhunderts bis zum Regierungsantritt von Friedrich I. Barbarossa.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Genealogie, die territoriale Besitzentwicklung und die politisch-militärischen Auseinandersetzungen der Staufer mit zeitgenössischen Opponenten wie den Welfen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Gründe für den außergewöhnlichen Aufstieg der Staufer zu identifizieren und zu erläutern, wie sie sich gegen ihre Konkurrenten durchsetzten.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewandt?

Die Arbeit basiert auf einer kritischen Analyse historischer Quellen, insbesondere der Werke von Otto von Freising, unter Einbeziehung aktueller und klassischer Forschungsliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der salierzeitlichen Anfänge, den Konflikt mit Lothar III. und die ereignisreiche Herrschaftszeit von Konrad III.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Staufer, Herzogserhebung, Investiturstreit, Gesta Frederici und Machtpolitik.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle von Konrad III.?

Konrad III. wird sowohl als "Pfaffenkönig" dargestellt, der an vielen Zielen scheiterte, als auch als notwendige "Brücke" gewürdigt, die den Weg für die erfolgreiche Herrschaft Barbarossas ebnete.

Warum war der Familienbesitz für den Aufstieg so entscheidend?

Die staufischen Besitzungen kontrollierten strategisch wichtige Verkehrsrouten in Schwaben, was ihnen ermöglichte, als Sperriegel zwischen den Konfliktparteien im Reich zu fungieren.

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Details

Title
Die Staufer - Ursprung und Aufstieg eines Herrschergeschlechts
College
LMU Munich  (MAG)
Course
Friedrich I. Barbarossa
Grade
1,0
Author
Thomas Oliver Schindler (Author)
Publication Year
2002
Pages
21
Catalog Number
V11046
ISBN (eBook)
9783638173148
ISBN (Book)
9783640737925
Language
German
Tags
Staufer Welfen 12. Jh. Mittelalter Barbarossa Friedrich Otto von Freising
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thomas Oliver Schindler (Author), 2002, Die Staufer - Ursprung und Aufstieg eines Herrschergeschlechts, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/11046
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