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Die Grüne Revolution am Raumbeispiel Indiens

Title: Die Grüne Revolution am Raumbeispiel Indiens

Pre-University Paper , 2006 , 25 Pages , Grade: 12

Autor:in: Leonard Strecker (Author)

Didactics - Geography
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Summary Excerpt Details

Die Grüne Revolution ist Ergebnis der Forschungsanstrengungen mehrerer Agrarforschungsinstitute. Diese wurden nach dem zweiten Weltkrieg in verschiedenen Regionen der Welt gegründet. Ihr Ziel war es, die bevorstehende Hungerkatastrophe, die besonders in Schwarzafrika und im südostasiatischen Raum drohte, zu verhindern.

Zuerst zahlten sich deren Anstrengungen in Form von Ertragssteigerungen bei Weizen und Mais aus. Besonders für den asiatischen Raum war aber der Reis ein nicht wegzudenkendes Getreide, bei dem die Ertragssteigerung einen noch größeren Beitrag zu der steigenden Nahrungsmittelversorgung der Bürger beitragen würde, als es bereits der Weizen tat. Die Gründung des „International Rice Research Institute“ (IRRI) bei Manila auf den Philippinen im Jahre 1961 war der erste große Schritt in die Richtung des intensiven Reisanbaus. Aufgrund der drohenden Hungerkrise wurden Sorten entwickelt, welche primär auf die Ertragssteigerung ausgerichtet waren. Diese trugen den Namen „high yielding varieties“.

Es ging also zunächst einmal darum, das gesamte Potential des Bodens zu nutzen und mit entsprechenden Hilfsmitteln die Ernte so ertragreich wie möglich zu machen. Die Grüne Revolution kann aber nicht isoliert als Produktionssteigerungsprogramm gesehen werden. Die mit der Produktionssteigerung verbundenen Ziele aber auch ihre Konsequenzen sind ebenfalls untrennbar mit dem Begriff „Grüne Revolution“ verbunden.

Ihr Ziel ist ein sehr lobenswertes, welches auf den ersten Blick keine Nachteile erkennen lässt. Auf diese Thematik wird allerdings später noch intensiver einzugehen sein. Anhand Indiens soll in dieser Facharbeit ein konkretes Raumbeispiel der Grünen Revolution gegeben werden. Dabei ist aber immer zu beachten, dass ihre Entwicklung in den verschieden Regionen der Welt, sehr unterschiedlich ist. In Afrika zum Beispiel zeigte das Projekt weitaus weniger Wirkung als in Asien. Dies ist aber ein Themenkomplex, der in dieser Facharbeit nicht eingehend behandelt werden kann, da dies ihren Rahmen sprengen würde.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Was ist die Grüne Revolution?

1.2 Die naturgeographischen Rahmenbedingungen Indiens

2 Hauptteil

2.1 Entwicklung, Fortschritt und Produktion der Grünen Revolution

2.2 Konfliktstoff Wasser

2.3 Weitere ökologische Auswirkungen

2.3.1 Einsatzgebiete der Grünen Revolution

2.3.2 Böden

2.3.3 Tier- und Pflanzenwelt

2.3.4 Energie

2.4 Soziale Auswirkungen

2.4.1 Arbeitsplätze geschaffen oder zerstört?

2.4.2 Disparitäten zwischen Großbetrieben, Kleinbetrieben und deren Angestellten

2.4.3 Die Verteilung der Nahrung

2.5 Wer zieht den größten Vorteil aus der Grünen Revolution?

2.6 Gen-Revolution

3 Schlussteil

3.1 Bilanz

3.2 Perspektiven für die Zukunft

3.3 Fazit

3.4 Reflexion

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen der Grünen Revolution in Indien mit dem Ziel, die komplexen ökologischen und sozialen Konsequenzen dieser Modernisierungsstrategie kritisch zu hinterfragen und die Frage zu beantworten, ob die erhoffte Ernährungssicherung tatsächlich langfristig und gerecht erreicht werden konnte.

  • Modernisierung der Agrartechnik und Einführung von Hochertragssorten
  • Ökologische Folgen wie Wasserknappheit, Bodendegradation und Energieverbrauch
  • Soziale Disparitäten, Einkommensunterschiede und Machtverteilung
  • Die Rolle multinationaler Saatgutkonzerne und die Kritik an Hybridsorten
  • Perspektiven und Risiken einer zukünftigen Gen-Revolution

Auszug aus dem Buch

1.1 Was ist die Grüne Revolution?

Die Grüne Revolution ist Ergebnis der Forschungsanstrengungen mehrerer Agrarforschungsinstitute. Diese wurden nach dem zweiten Weltkrieg in verschiedenen Regionen der Welt gegründet. Ihr Ziel war es, die bevorstehende Hungerkatastrophe, die besonders in Schwarzafrika und im südostasiatischen Raum drohte, zu verhindern. Zuerst zahlten sich deren Anstrengungen in Form von Ertragssteigerungen bei Weizen und Mais aus. Besonders für den asiatischen Raum war aber der Reis ein nicht wegzudenkendes Getreide, bei dem die Ertragssteigerung einen noch größeren Beitrag zu der steigenden Nahrungsmittelversorgung der Bürger beitragen würde, als es bereits der Weizen tat. Die Gründung des „International Rice Research Institute“ (IRRI) bei Manila auf den Philippinen im Jahre 1961 war der erste große Schritt in die Richtung des intensiven Reisanbaus.

Hans-Georg Bohle beschreibt die Grüne Revolution ganz zu Recht als Modernisierungsprogramm, bei dem es um die Einführung von moderner Agrarwissenschaft und neuster Agrartechnik geht. Dieses umfasst: „(...) die Einführung hochertragreichen Saatguts, die Verwendung hoher Dosen von Düngemitteln und Schädlingsbekämpfungsmitteln, die Ausweitung mechanischer Brunnenbewässerung und den Gebrauch von modernen landwirtschaftlichen Maschinen. Schnelle und nachhaltige Produktionssteigerungen sind das oberste Ziel dieses Modernisierungsprogrammes.“

Es ging also zunächst einmal darum, das gesamte Potential des Bodens zu nutzen und mit entsprechenden Hilfsmitteln die Ernte so ertragreich wie möglich zu machen. Die Grüne Revolution kann aber nicht isoliert als Produktionssteigerungsprogramm gesehen werden. Die mit der Produktionssteigerung verbundenen Ziele aber auch ihre Konsequenzen sind ebenfalls untrennbar mit dem Begriff „Grüne Revolution“ verbunden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Definition der Grünen Revolution als Modernisierungsprogramm sowie Darstellung der naturgeographischen Gegebenheiten Indiens.

2 Hauptteil: Analyse der technischen Entwicklung, ökologischer Folgen wie Wasser- und Bodenproblemen, Auswirkungen auf die Tierwelt und den Energieverbrauch sowie Untersuchung der sozialen Auswirkungen und der Rolle internationaler Konzerne.

3 Schlussteil: Bilanzierung der Ertragssteigerungen, Aufzeigen zukünftiger Perspektiven und Fazit zur Gesamtsituation unter Einbeziehung einer kritischen Reflexion.

Schlüsselwörter

Grüne Revolution, Indien, Hochertragssorten, Landwirtschaft, Ernährungssicherung, ökologische Folgen, soziale Disparitäten, Wasserknappheit, Bodenerosion, Gen-Revolution, Monokulturen, Saatgutkonzerne, Modernisierung, Nachhaltigkeit, Ertragssteigerung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Konzept und die Auswirkungen der Grünen Revolution, fokussiert auf das Raumbeispiel Indien, und untersucht den Erfolg dieser Modernisierung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die agrarwissenschaftliche Entwicklung, der Umgang mit natürlichen Ressourcen, soziale Ungleichheiten und die ökologischen Konsequenzen moderner Anbaumethoden.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Erfolg der Grünen Revolution bei der Hungerbekämpfung gegen die sozialen und ökologischen Kosten abzuwägen und zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine tiefgehende Literatur- und Quellenanalyse, bei der Erkenntnisse aus Fachbüchern und Fachzeitschriften selektiv zusammengetragen und kritisch bewertet werden.

Was wird im Hauptteil ausführlich behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der technischen Entwicklung des Saatguts, dem Konfliktstoff Wasser, Bodenbelastungen sowie der Frage, welche Bevölkerungsschichten und Konzerne von der Entwicklung am stärksten profitieren.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie „Hochertragssorten“, „soziale Disparitäten“, „nachhaltige Landwirtschaft“ und „Gen-Revolution“ geprägt.

Warum ist das Thema Wasser in der indischen Landwirtschaft so kritisch?

Aufgrund der klimatischen Bedingungen mit Monsunabhängigkeit ist die künstliche Bewässerung für den Anbau der wasserintensiven Hochertragssorten zwingend erforderlich, was jedoch zu Grundwasserabsenkungen und sozialen Konflikten führt.

Welche Rolle spielen die multinationalen Saatgutkonzerne laut dem Autor?

Der Autor sieht in ihnen Akteure, die durch Hybridsorten eine hohe Marktmacht ausüben, die Bauern in Abhängigkeit bringen und primär gewinnorientiert handeln, während sie die ökologischen Lasten auf Indien abwälzen.

Welches Fazit zieht der Autor zur Gen-Revolution?

Die Gen-Revolution wird zwar als technische Chance für schwierige Klimabedingungen gesehen, der Autor warnt jedoch vor einer weiteren Verstärkung von Monokulturen und der Abhängigkeit von Konzernen.

Excerpt out of 25 pages  - scroll top

Details

Title
Die Grüne Revolution am Raumbeispiel Indiens
Grade
12
Author
Leonard Strecker (Author)
Publication Year
2006
Pages
25
Catalog Number
V110491
ISBN (eBook)
9783640086603
Language
German
Tags
Grüne Revolution Raumbeispiel Indiens
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Leonard Strecker (Author), 2006, Die Grüne Revolution am Raumbeispiel Indiens, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/110491
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