Demokratien und militärische Aktionen - USA und ihre Kriege seit 2001


Hausarbeit, 2007
10 Seiten, Note: gut bis se

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Fragestellung

2. Hauptteil
2.1 Hypothese
2.1.1 Zuordnung politischer Dimensionen
2.1.2 Etablierte Theorien und Kausalitätsmechanismus
2.2 Operationalisierung
2.2.1 Bestimmung der Variabeln
2.2.2 Bestimmung der Indikatoren
2.3 Datenerhebungen, ein Beispiel
2.4 Amerikanische Kriege von 2001 bis 2006

3. Schlussteil und Fazit

4. Anhang Kurzinformationen zu den Kriegen von 2001 bis 2006

5. Literaturverzeichnis

Einführung in die Politologie WS 2006/7

1. Einleitung und Fragestellung

Anlässlich einer Pressekonferenz in Atlanta zum Fortschritt des globalen Krieges gegen den Terror hat Präsident Bush folgendes gesagt:

„ We know from history that free nations are peaceful nations. We know that democracies do not attack each other and that young people growing up in free and hopeful society are less likely to fall under the sway of radicalism.” (The White House 2006).

Demokratie, eine anspruchsvolle Staatsform, nicht nur für die Regierenden, auch für das Volk.

Dennoch scheint für George W. Bush die Demokratie die einzige Lösung zu sein, um Frieden auf der Welt herzustellen. Nicht nur die USA, sondern auch zahlreiche andere Staaten versuchen, den Frieden auf der Welt herzustellen. Dennoch gibt es jeden Tag erneute Waffenunruhen, Bombardierungen oder Kriege.

Angesichts der wichtigen Rolle welche die Demokratie, die sie in der Welt einnimmt, sollten demzufolge demokratisierte Länder nur militärische Aktionen gegen nichtdemokratische durchführen. “At the core of the democratic peace debate are the twin claims that liberal states (1) tend not to go to war against other liberal states (...).” (MacMillan 40: 223). Aus diesen Überlegungen stellt sich hier die Frage:

Gibt es einen Zusammenhang zwischen der Regierungsform eines Landes und der Bereitschaft zu militärischen Aktionen dieses Landes?

In der Fragestellung findet sich ein Systemvergleich von Staaten, deren Institutionen, politischer Prozesse und Inhalte, würde sich das auf die Vergleichenden Politikwissenschaft beziehen (Patzelt 2003:228). Jedoch werden in dieser Arbeit die Handlungen zwischen verschiedenen Staaten im Vordergrund stehen. Dies bezieht sich auf das Teilfach Internationale Beziehungen.

Des Weiteren wird nun eine Hypothese von der oben aufgeführten Fragestellung abgeleitet. Nach der Zuordnung ihrer politischen Dimensionen und der Suche nach schon etablierten Theorien wird die eine Operationalisierung und Datenerhebung stattfinden. Dies geschieht im Hauptteil dieser Arbeit. Zum Schluss folgt ein Fazit.

Einführung in die Politologie WS 2006/7

2. Hauptteil

2.1 Hypothese

Nun wird eine Hypothese zur vorerwähnten Fragestellung formuliert. Sie soll zur Beantwortung der Frage dienen: Wenn ein Land über eine demokratische Staatsform verfügt, dann führt sie keinen Krieg mit anderen Demokratien.

2.1.1 Zuordnung politischer Dimensionen

Die Staatsform, hier Demokratie, bildet die Struktur in der die Menschen in einem Land wohnen. Der Handlungsrahmen ist durch die Demokratie gesetzt, womit sich die Hypothese im Bereich der „polity“ bewegt.

2.1.2 Etablierte Theorien und Kausalitäsmechanisums

Schon Persönlichkeiten wie Kant haben sich mit dem Zusammenhang zwischen Demokratien und Frieden befasst. Republiken, so Kant, seien weniger kriegsgeneigt, da wenn (wie es in dieser Verfassung nicht anders sein kann) die Beistimmung der Staatsbürger dazu erfordert wird, um zu beschließen, ob Krieg sein soll oder nicht, so ist nichts natürlicher als das [sic] sie sich sehr bedenken werden, ein so schlimmes Spiel anzufangen (…).“ (Wellmann 2007). Auch zeitgenössische Denker setzten sich mit diesem Thema auseinander. Hier ist E.O. Czempiel zu nennen, der sich ebenfalls mit dem kantschen Theorem befasst: Demokratien greifen sich nicht gegenseitig an (Czempiel 1996: 79-101, 117-122). Czempiel sagt auch: „ Je demokratischer Beziehungen zwischen den politischen System und seinem gesellschaftlichen Umfeld werden, (…), desto stärker setzt sich der Frieden als Norm durch.“ (Czempiel 1986: 14).

Beide Autoren sehen einen Zusammenhang zwischen Demokratie und Frieden, was auch einen logischen Schluss auf Demokratie und Krieg zulässt. Denn Frieden ist das Gegenteil von Kreig. Kant sieht die Entscheidung, ob Krieg geführt wird, durch das Volk getragen. Der Krieg betrifft vor allem die Menschen. Schliesslich kämpft Mensch gegen Mensch in einem Krieg gegeneinander. Vom Volk und seiner Mitbestimmung im eigenen Land lässt sich auf ihre Staatsform schliessen. Diesen Gedanken betrifft stark die Demokratie, denn ein wichtiger Faktor zur Definition von Demokratie ist die Volkssouveränität (Lenz/Ruchlak 2001: 35). Einführung in die Politologie WS 2006/7

Die Friedensforschung befasst sich mit der Beziehung von demokratischen Staatsformen und ihrer Auswirkung auf den Frieden (Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung). Das Forschungsthema wird noch heute bearbeitet.

2.2 Operationalisierung

2.2.1 Bestimmung der Variablen und Bestimmung der Indikatoren

Als unabhängige Variabel bietet sich “Demokratie“ an, als abhängige Variabel “Krieg mit anderen Demokratien“. Beide Variabeln sind manifest, also messbar, wie die Indikatoren unten zeigen werden.

[...]

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten

Details

Titel
Demokratien und militärische Aktionen - USA und ihre Kriege seit 2001
Hochschule
Universität Zürich
Note
gut bis se
Autor
Jahr
2007
Seiten
10
Katalognummer
V110617
ISBN (eBook)
9783640087808
ISBN (Buch)
9783640305674
Dateigröße
448 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Demokratien, Aktionen, Kriege
Arbeit zitieren
Regula Himmelberger (Autor), 2007, Demokratien und militärische Aktionen - USA und ihre Kriege seit 2001, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/110617

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