Internet Nutzung in internationaler Beschaffung


Hausarbeit, 2006

16 Seiten


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Gliederung

1 Einführung

2 Global Sourcing

3 E-Procurement
3.1 Ziele des E-Procurement
3.2 Einführung von E-Procurement
3.3 Lieferantensuche im Internet
3.3.1 Pull-Konzept
3.3.1.1 Suchmaschinen
3.3.1.2 Metasuchmaschinen
3.3.1.3 Web-Kataloge
3.3.1.4 Firmendatenbanken
3.3.1.5 Elektronische Marktplätze
3.3.1.6 Vertikale Marktplätze
3.3.1.7 Horizontale Marktplätze
3.3.1.8 Onlineauktionen
3.3.2 Push-Konzept

4 Produktauswahl in der internationalen Beschaffung im Internet
4.1 ABC Analyse

5 Zusammenfassung

6 Quellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einführung

In der heutigen Zeit gewinnt die Globalisierung immer mehr an Bedeutung. Durch die Überschreitung von Regionen und nationalen Grenzen werden weltweite Märkte geschaffen und Geschäftsbeziehungen mehr und mehr auf globaler Ebene durchgeführt. Als Ursache für diesen fortschreitenden Prozess weltweiter Arbeitsteilung gilt u.a. die Weiterentwicklung der Informationstechnologie.[1] Diese hat vor allem im Bereich der Materialwirtschaft Einzug gehalten. Man spricht hier vom Global Sourcing. Die Unternehmen richten ihre Einkaufspolitik nicht mehr national, sondern global aus, um in den Staaten einzukaufen, in denen die Produktion die höchsten Kostenvorteile bietet. Die Handelsschranken zwischen den Staaten werden zunehmend abgebaut, der Produktionsfaktor Kapital wird weltweit und mobil eingesetzt und neue Kommunikations-technologien werden grenzenlos angewendet.[2] Das Kommunikationsmedium Internet hat sich zu einem wichtigen Bestandteil der modernen Gesellschaft entwickelt. Die Beschaffung über das Internet, das heutzutage eine große und immer bedeutsamere Rolle spielt, wird als E-Procurement bezeichnet.

2 Global Sourcing

Man spricht beim Global Sourcing vom "systematischen Beschaffungsmarketing auf den Weltmärkten" und von einer "strategischen Ausrichtung des Versorgungsmanagements auf die Nutzung weltweiter Beschaffungsquellen".[3] Neben Kosteneinsparungen sind die Ziele der internationalen Beschaffung auch die längerfristige Bindung des Geschäftspartners an das Unternehmen sowie eine qualitativ hochwertige Beschaffung.

Global Sourcing zu betreiben ist heute für Unternehmen keine Wahlmöglichkeit, sondern überlebensnotwendig. Dieses Einsparungspotenzial im weltweiten Einkauf ist vielen Unternehmen allerdings noch nicht bewusst.

Im Jahr 2003 führte die Universität Köln und die Unternehmensberatung Masaï eine Studie durch, die ergab dass deutsche Unternehmen nur ca. 13% ihres Beschaffungsbedarfs überwiegend international decken. Im europäischen Ausland erreichten die Unternehmen Werte bis zu über 50%.[4]

Die globale Beschaffung bringt einige Vorteile mit sich, wie z.B. eine weltweite Auswahl von Lieferanten, neues Produkt Know-how, günstige Einstandspreise, eine geringere Abhängigkeit vom Lieferanten, internationale Kontakte und dadurch eine Verteilung des Risikos, sowie auch die Möglichkeit Wechselkursschwankungen auszunutzen. Des Weiteren bringt die Globalisierung einen höheren Lebensstandard in den Industrienationen und neue Arbeitsplätze mit sich. Dies wiederum kann sich allerdings auch nachteilig auswirken. Die Welt wird in privilegierte Hightech- und Konsumzentren sowie in verarmte Billigproduktionszentren aufgeteilt.[5] Außerdem entfallen durch die Rationalisierung auch Arbeitsplätze. Zollprobleme können entstehen, wenn der Einkäufer nicht ausreichend über die Bestimmungen in anderen Ländern aufgeklärt ist. Auch andere kulturelle Gegebenheiten, wie eine unterschiedliche Mentalität, eine fremde Sprache oder der Gerichtsort in einem anderen Land können zu Problemen in der internationalen Beschaffung führen. Es können Liefer- und Logistikprobleme entstehen sowie Qualitätsrisiken, Marken- und Patentrechtsverletzungen.[6]

3 E-Procurement

Immer mehr Geschäftsaktivitäten und Unternehmensprozesse werden heute elektronisch abgewickelt. Man bezeichnet diesen Einsatz der Informationstechnologie als E-Business. Ein Teilaspekt des E-Business ist der elektronische Handel, der als E-Commerce bekannt ist.[7] Informationstechnologien unterstützen im E-Commerce den Einkauf und den Verkauf in einem Unternehmen.[8] Die elektronische Beschaffung wird als E-Procurement bezeichnet. Hier erfolgt eine Beschaffung online, das spart Kosten als auch Zeit im Prozess beider Beteiligten. Das Produktangebot ist weltweit und zu jeder Zeit verfügbar, der Bestellvorgang ist vereinfacht und bequem. Mit wenigen Klicks kann die gewünschte Ware gewählt, bestellt und direkt online bezahlt werden. Die Unternehmen beschleunigen den Prozess im Warenwirtschaftssystem, binden Kunden an sich, sparen Peronalkosten und erzielen immer höhere Umsätze online.

3.1 Ziele des E-Procurement

Ein Unternehmen das E-Procurement betreibt, verfolgt mehrere Ziele: Neben Kostenreduzierung der Einstandspreise und Lagerkosten sollen auch die internen Kosten, die durch die heutigen - oft umfangreichen - Bestellprozesse entstehen, gemindert werden. Die elektronische Abwicklung des Beschaffungsprozesses soll die Auftragsabwicklung wie auch die Zahlungsabläufe des Unternehmens optimieren und dadurch die Aufgaben der Mitarbeiter vereinfachen und beschleunigen. Durch die elektronische Abwicklung des gesamten Bestellprozesses sollen Fehlerquellen frühzeitig erkannt, behoben und ausgewertet werden. Somit soll die Qualität in der Beschaffung verbessert und Ressourcen eingespart werden.[9] Des Weiteren soll durch eine vermehrte Auswahl von Lieferanten auch die Beschaffungsflexibilität erhöht und das Versorgungsrisiko gemindert werden.[10]

3.2 Einführung von E-Procurement

Viele Unternehmen haben den Wunsch durch den Einsatz moderner Informations-technologien ihren Beschaffungsbereich zu optimieren und infolgedessen Projekte zu einer E-Procurement Implementierung veranlasst.[11]

Entschließt sich ein Unternehmen zur Einführung von E-Procurement-Systemen, sollte zunächst eine Definition der Gesamtstrategie in Abstimmung mit den Bereichen Einkauf, Informatik und Finanzen erfolgen. Hierbei werden Ziele der Unternehmen wie Prozessoptimierung, Kostenreduzierung oder Reduktion der Lieferanten definiert.

Des Weiteren sollte das Unternehmen seine Ist-Situation bezüglich der Beschaffungsobjekte und Prozesse sowie die bisherige Organisation analysieren.

Dieser Schritt ist bedeutend für Unternehmen, da sich durch die Einführung eines E-Procurement Systems Änderungen in der Organisation des Einkaufs ergeben. Weiterhin soll festgestellt werden, wo Prozesse optimiert werden können.[12]

Außerdem spielt die Länderauswahl im internationalen Beschaffungsmarkt eine bedeutende Rolle. Dabei muss auf länderspezifische sowie lieferantenbezogene Kriterien geachtet werden. Die Unternehmen haben durch vermehrte Bezugsquellen sowie neue Märkte eine große Auswahl an potenziellen Lieferanten. Zunächst sollte ein Unternehmen in Form einer Umweltanalyse den ausländischen Beschaffungsmarkt genau prüfen. Kriterien für eine solche Prüfung sind u.a. Unternehmensgröße, geographische Merkmale, aber auch Konkurrenzsituation und gesellschaftspolitische Gegebenheiten. [13]

Dies kann zum Beispiel über den Beri Index erfolgen, der dreimal jährlich qualitative Analysen und Prognosen zu der wirtschaftlichen Situation von 50 Ländern anbietet. [14]

Weiterhin müssen Exportregulierungen beachtet und Risikopotentiale untersucht werden. Die potentiellen Lieferanten auf dem Zielmarkt bzw. den Zielmärkten werden hier genauer untersucht. Die relevanten Kriterien dafür sind neben dem niedrigsten Preis auch Qualität, Zuverlässigkeit und Termintreue und sie unterscheiden sich nicht von einer Suche auf dem inländischen Markt.[15] Der Einkäufer m uss sich ständig über Neuerungen informieren, Preise auswerten und vergleichen sowie entscheiden welche Länder, Produkte und Lieferanten geeignet sind und ob er selbst seine Lieferanten auswählt oder einen externen Einkaufsdienstleister zur Rate zieht.

3.3 Lieferantensuche im Internet

Bei der Lieferantensuche im Internet hat ein Unternehmen verschiedene Möglichkeiten um aus der Vielzahl der Anbieter einen geeigneten zu selektieren.

3.3.1 Pull-Konzept

Der Internetnutzer entscheidet im Pull-Konzept selbst, ob, wann und wie lange er eine Webseite besucht. Er zieht sich die gewünschten Informationen sozusagen heran (pull).[16] Hier bieten sich für den Einkäufer verschiedene Möglichkeiten.

3.3.1.1 Suchmaschinen

Der Internetnutzer sucht hier nach einem bestimmten Begriff und enthält einige Ergebnisse. Die interessanten Webseiten können geöffnet und archiviert werden. Der Vorteil von Suchmaschinen besteht darin, dass in einer riesigen Anzahl von Webseiten gesucht wird. Allerdings ergibt sich daraus der Nachteil, dass man zu viele Ergebnisse zu einem Thema erhalten kann. Außerdem ist nur eine Suche nach Wörtern möglich, nicht nach Themengebieten.[17]

Beispiele: www.lycos.de, www.google.de, www.abacho.de

3.3.1.2 Metasuchmaschinen

Eine Metasuchmaschine leitet eine Suchanfrage an mehrere andere Suchmaschinen des WWW gleichzeitig weiter, sammelt Ergebnisse und bereitet diese auf. Durch Metasuchmaschinen ist eine sehr umfassende Recherche möglich. Allerdings besteht die Gefahr, dass das Suchergebnis zu vielseitig und unübersichtlich ist.[18]

Beispiele: http://www.metager.de, http://vivisimo.com/

3.3.1.3 Web-Kataloge

In Web-Katalogen findet der Nutzer von Experten zusammengestellte Sammlungen, in der Adressen von Webseiten über die jeweilig gewünschten Themengebiete bereits sortiert sind. Die Suche erfolgt thematisch und die Ergebnisse sind spezialisierter. Web-Kataloge eignen sich für die Lieferantensuche, sowie auch nach der direkten Suche nach Produkten, Branchen oder Ländern. Die Qualität ist höher als bei Suchmaschinen, da uninteressante Webseiten meist bereits aussortiert sind.[19]

Der Nachteil der Web-Kataloge besteht darin, dass sie kostenpflichtig sein können.

Beispiel: http://www.wlw.de/start/DE/de/index.html

3.3.1.4 Firmendatenbanken

Firmendatenbanken enthalten nach Branchen sortierte Firmen. Neben Firmenkontaktdaten findet oftmals eine direkte Verlinkung zur firmeneigenen Webseite statt. Firmendatenbanken sind sehr umfangreich und aktuell, allerdings manchmal kostenpflichtig.[20]

Beispiel: www.gelbeseiten.de, www.genios.de, www.industrienet.de

3.3.1.5 Elektronische Marktplätze

Auf einem Marktplatz treffen Anbieter und Nachfrager zum Austausch von Wirtschaftsgütern zusammen.[21] Der elektronische Marktplatz ist eine Plattform auf der diese Geschäftstransaktionen virtuell durchgeführt werden.

Beispiele: www.mm-boerse.de, www.plasticsnet.com

Ein elektronischer Marktplatz bietet den Geschäftspartnern verschiedene Vorteile. So wird zum Zugriff auf einen elektronischen Marktplatz nur ein Internetzugang benötigt. Der Aufwand der Anbietung von Gütern und Dienstleistungen ist gering und global möglich.[22]

Eine einfache Marktübersicht wird geschaffen, die Transaktionskosten sind durch eine automatisierte Informationsgewinnung und -auswertung gering.[23] Preisvergleiche werden verkürzt und die Einkaufsvolumina kann gebündelt werden.[24]. Der Vertriebsaufwand nimmt ab, da persönliche Verkaufsgespräche entfallen. Zusätzlich ergeben sich auch neue Vertriebswege, da auf Marktplätzen auch Restbestände gehandelt werden können.[25]

Man unterscheidet zwischen vertikalen und horizontalen Marktplätzen:

3.3.1.6 Vertikale Marktplätze

Hier werden branchenbezogene Produkte behandelt.[26] Ziel der vertikalen Marktplätze ist es die z.T. hohen Transaktionskosten zu senken.[27]

Außerdem sollen über solche Märkte kurzfristige Überkapazitäten gehandelt werden, wie z.B. Leerfahrten von LKWs.

Vertikale Marktplätze zeichnen sich durch eine größere Fokussierung branchenspezifischer Anforderungen und Problemstellungen sowie einer engeren Bindung zwischen den Geschäftspartnern aus.[28] Der Erfolg hängt hier entscheidend von den Branchenkenntnissen des Betreibers ab.[29]

3.3.1.7 Horizontale Marktplätze

Die Nachfrager auf horizontalen Marktplätzen werden brachenübergreifend angesprochen.[30] Das Angebotsspektrum ist breiter als bei vertikalen Marktplätzen, allerdings geht es nicht in die Tiefe. Eine effiziente Abwicklung der Beschaffungsprozesse und niedrigere Preise von diversen Produkten ist hier entscheidend.[31] Auf horizontalen Marktplätzen ist eine Bedarfsbündelung möglich; es werden hauptsächlich C-Güter gehandelt.[32]

3.3.1.8 Onlineauktionen

Eine weitere Plattform zur internationalen Beschaffung über das Internet sind Onlineauktionen. Diese funktionieren wie traditionelle Auktionen mit dem Unterschied, dass die Auktionen online stattfinden. In der Regel wird hier auf Begutachtung und Prüfung der Ware verzichtet und somit hat der Käufer eine geringere Sicherheit als bei der traditionellen Auktion. Man unterscheidet zwischen diversen Auktionsarten. Die am häufigsten verwendeten sind die s.g. English Auctions sowie die Dutch Auctions:

- English Auction

Bei der englischen Auktion erhöht sich mit jedem Gebot der Preis des angebotenen Guts, bis zum Auktionsende. Den Zuschlag erhält der Höchstbietende.

- Dutch Auction

Bei dem Prinzip der holländischen Auktion gewinnt der Anbieter mit dem niedrigsten Gebot. Der Unterschied zur englischen Auktion besteht darin, dass nicht der Käufer steigert, sondern der Verkäufer bietet. Bei holländischen Auktionen setzt der Käufer den höchsten Preis fest, den er für die Ware zu zahlen bereit ist, die potentiellen Verkäufer machen ihm kostengünstigere Angebote.

Das bekannteste Beispiel für Onlineauktionen ist das Internetkaufhaus ebay. Hier wird neben Privatauktionen auch eine Lösung in B2B Bereich angeboten.[33] Das Kürzel B2B steht für Business to Business und beschreibt die Geschäftsbeziehung zwischen zwei oder mehreren Unternehmen.[34] Die Plattform ebay Pro schafft einen Marktplatz für Business und Industrie.[35]

3.3.2 Push-Konzept

Im Unterschied zu der Pull-Technik geht hier die Initiative von werbetreibenden Unternehmen aus. Ein Webserver sendet die gewünschten Informationen an den Benutzer, anstatt darauf zu warten, dass dieser die Informationen aktiv abruft. Ein Unternehmen schreibt also auf der einkaufseigenen Webseite deren temporären Bedarf aus; die Lieferantensuche ist passiv.

Beispiel: http://www.siemens.com/index.jsp?sdc_p=ft6ml0su1401o1308869i1309047pPROCcz3&sdc_bcpath=1308865.s_0,&sdc_sid=25273888487&

4 Produktauswahl in der internationalen Beschaffung im Internet

Ein Unternehmen sollte genau differenzieren, welche Produkte global eingekauft werden sollen, da sich nicht alle Produkte für eine internationale Beschaffung eignen.[36]

Das Global Sourcing wird in technologieinduzierte und kosteninduzierte Beschaffung differenziert.

- Technologieinduziertes Global Sourcing

Beim technologieinduzierten Global Sourcing wird versucht eine längerfristige Partnerschaft mit dem Lieferanten zu erreichen und somit Wettbewerbsvorteile zu sichern.

- Kosteninduziertes Global Sourcing

Beim kosteninduzierten Global Sourcing wird versucht durch eine größere Bestellmenge geringere Stückkosten zu erreichen.

Diese Unterscheidung ermöglicht Standardprodukte in großen Mengen zu beziehen, sowie das internationale Know-how zu nutzen. [37]

4.1 ABC Analyse

Bei der ABC-Analyse wird nach Kriterien wie Menge, Volumen oder Anwendungsbereich unterschieden.

Bei A-Gütern spricht man von Gütern mit hohem Wertanteil, jedoch niedrigem Mengenanteil. C-Güter sind Güter mit niedrigem Wertanteil und hohem Mengenanteil. D.h. dass die C-Güter zwar geringe Einstandspreise, dafür aber hohe administrative Kosten verursachen. Bei den A-Gütern dagegen sind die administrativen Kosten im Vergleich zu den Einstandspreisen eher gering.[38] Die s.g. B-Güter nehmen eine Mittelstellung zwischen A und C Gütern ein.

Bei der elektronischen Beschaffung von A- und B-Gütern können die hohen Einstandspreise dadurch reduziert werden, dass der Einkäufer auf eine große Auswahl von Anbietern zurückgreifen kann. Im Internet findet der Einkäufer weltweit Lieferanten für seine gewünschten Produkte und durch die vielseitige Konkurrenz am Markt und eine erhöhte Markttransparenz kann er sich für den Lieferanten, der ihm den günstigsten Einstandspreis anbietet, entscheiden.[39] Allerdings spielt bei A und B Gütern auch eine enge Bindung zu den Lieferanten eine bedeutende Rolle.[40] Diese entfällt bei der elektronischen Beschaffung.

Bei den C-Artikeln ergeben sich Vorteile wie Reduktion der Beschaffungszeit sowie der Prozesskosten und die Entlastung des Einkaufs in seinem operativen Tätigkeitsfeld.[41]

Der Beschaffungsprozess von C-Gütern durchläuft meist mehrere Hierarchiestufen eines Unternehmens. Man spricht von ca. acht Prozessschritten,[42] wie z.B.

- der Meldung des Bedarfs an den Einkauf,
- der Prüfung und Genehmigung durch den Einkauf,
- der Lieferantenauswahl, falls kein gültiger Rahmenvertrag existiert,
- der Weiterleitung von gebündelten Bestellungen aus verschiedenen Abteilungen des Unternehmens an einen Lieferanten,
- der zentralen Warenannahme,
- der Einlagerung bzw. der Verteilung der Ware an die entsprechenden Anforderer sowie
- der Rechnungsprüfung und Einbuchung.

Da diese Abwicklung oftmals auch papierbasiert erfolgt, entsteht neben einem Zeitaufwand vom Zeitpunkt der Bestellung bis zum Wareneingang auch ein hoher Aufwand an operativen Tätigkeiten für die Mitarbeiter sowie hohe administrative Kosten für das Unternehmen. Auch Fehllieferungen können durch die Automatisierung der Prozesse reduziert werden und Lagerhaltungskosten nehmen ab, da die Bestellabwicklung beschleunigt wird.[43]

5 Zusammenfassung

Die internationale Beschaffung über das Internet bringt Vor- und Nachteile mit sich.

Durch verkürzte Bearbeitungs- und Durchlaufzeiten werden zwar die Mitarbeiter entlastet, allerdings bringt diese Automatisierung auch den Wegfall von Arbeitsplätzen mit sich.

Im Internet gibt es nichts was es nicht gibt, dadurch sind die Möglichkeiten der Beschaffung sehr gewachsen. Das hat zur Folge, dass der Einkäufer viel Zeit in das Studieren des WWW investieren muss, um einen geeigneten Lieferanten auszuwählen. Allerdings resultieren aus diesem Wettbewerb zwischen den Anbietern auch transparente Konditionen für den Nachfrager, wie z.B. ein schneller und vereinfachter Preisvergleich.

Neue Lieferanten treten in Erscheinung und der Einkäufer kann weltweit den meist geeigneten Lieferanten auswählen. Das hat allerdings zur Folge, dass die Nachfrager ihren Bedarf gerne aus Billigproduktionszentren beschaffen. Einige Anbieter auf dem nationalen Markt können diesen Preisen allerdings nicht standhalten und büßen somit an ihren Umsätzen ein.

Das Internet ist ständig und weltweit verfügbar und somit ist der Einkäufer nicht zeitlich und örtlich an seine Lieferanten gebunden. Es entstehen neue Marktstrukturen z.B. für Restmengen und verderbliche Überbestände oder gebrauchte Investitionsgüter. Schließlich werden die Einkaufskosten durch Bedarfs- und Lieferantenoptimierung reduziert.[44]

Abschließend kann man sagen, dass die Möglichkeit einer globalen Beschaffung über das Internet nicht den traditionellen Beschaffungsprozess ersetzt, aber für einige Güterarten ein geeignetes Hilfsmittel ist, soweit sich der Einkäufer den Chancen und Risiken dieses Beschaffungsmediums bewusst ist und es richtig einsetzt. Die Nutzung des Internets als globales Beschaffungsmedium ist noch nicht für alle Produktarten ausgereift, allerdings wird - im Zeitalter der immer schneller voranschreitenden Informationstechnologie - eine internationale elektronische Beschaffung in den Unternehmen massiv vorangetrieben.

6 Quellenverzeichnis

http://content.datenbank-einkauf.de/modul/downloads/afile47979.html

http://www.beri.com/brs.asp

http://www.bme.de/jpdk/htdocs/pirobase/image.jsp?itemID=1029760&languageID=0&uid=-anonymous

http://www.bmwi.de/BMWi/Navigation/mittelstand,did=7682.html

http://www.ebz-beratungszentrum.de/logistikseiten/artikel/global1.html

http://www.ecin.de/strategie/marktplatzwahl/

http://www.ec-net.de/EC-Net/Navigation/Beschaffung/elektronischer-einkauf.html

http://www.handelswissen.de/data/themen/Wareneinkauf/Einkaufsplaetze/Internet-Plattformen.php

http://www.heppnetz.de/files/b2b-mp-hepp-schinzer.pdf

http://www.imcs-systeme.de/B2B.html

http://www.itwissen.info/index.php?id=31&ano=01-010474&no_cache=1

http://www.springer.com/cda/content/document/cda_downloaddocument/9783540297567-c1.pdf?SGWID=0-0-45-317026-p173678914

http://www.supply-markets.com/index.asp?check=&Lan=1&Head=0&Main=1

http://www.susas.de/globalisierung/index.htm

http://www.wirtschaftslexikon24.net/d/pull-prinzip/pull-prinzip.htm

Präsentation der Firma Miele zum Thema „Lieferantensuche im Internet“, 2000

[...]


[1] http://www.susas.de/globalisierung/index.htm#def vom 01.11.2006

[2] http://www.susas.de/globalisierung/index.htm#def vom 01.11.2006

[3] http://www.ebz-beratungszentrum.de/logistikseiten/artikel/global1.html vom 01.11.2006

[4] http://www.supply-markets.com/index.asp?check=&Lan=1&Head=0&Main=1 vom 03.11.2006

[5] http://www.susas.de/globalisierung/index.htm vom 01.11.2006

[6] http://www.springer.com/cda/content/document/cda_downloaddocument/9783540297567-c1.pdf?SGWID=0-0-45-317026-p173678914 vom 01.11.2006

[7] http://www.ec-net.de/EC-Net/Navigation/Beschaffung/elektronischer-einkauf.html vom 01.11.2006

[8] http://www.itwissen.info/index.php?id=31&ano=01-010474&no_cache=1 vom 03.11.2006

[9] http://www.4managers.de/themen/e-procurement vom 08.11.2006

[10] http://www.ec-net.de/EC-Net/Navigation/Beschaffung/elektronischer-einkauf.html

vom 03.11.2006

[11] http://www.commercemanager.de/magazin/artikel_615_systematische_einfuehrung_von_e_procurement.html vom 09.11.2006

[12] http://content.datenbank-einkauf.de/modul/downloads/afile47979.html vom 25.10.2006

[13] http://www.ebz-beratungszentrum.de/logistikseiten/artikel/global1.html vom 01.11.2006

[14] http://www.beri.com/brs.asp vom 05.11.2006

[15] http://www.ebz-beratungszentrum.de/logistikseiten/artikel/global1.html vom 01.11.2006

[16] http://www.wirtschaftslexikon24.net/d/pull-prinzip/pull-prinzip.htm vom 02.11.2006

[17] Präsentation der Firma Miele zum Thema „Lieferantensuche im Internet“, 2000

[18] Präsentation der Firma Miele zum Thema „Lieferantensuche im Internet“, 2000

[19] Präsentation der Firma Miele zum Thema „Lieferantensuche im Internet“, 2000

[20] Präsentation der Firma Miele zum Thema „Lieferantensuche im Internet“, 2000

[21] http://www.ec-net.de/EC-Net/Navigation/Beschaffung/elektronischer-einkauf.html vom 01.11.2006

[22] http://www.bmwi.de/BMWi/Navigation/mittelstand,did=7682.html vom 03.11.2006

[23] http://www.heppnetz.de/files/b2b-mp-hepp-schinzer.pdf vom 27.10.2006

[24] Präsentation der Firma Miele zum Thema „Lieferantensuche im Internet“, 2000

[25] http://www.heppnetz.de/files/b2b-mp-hepp-schinzer.pdf vom 27.10.2006

[26] http://www.ec-net.de/EC-Net/Navigation/Beschaffung/elektronischer-einkauf.html vom 01.11.2006

[27] http://www.heppnetz.de/files/b2b-mp-hepp-schinzer.pdf vom 27.10.2006f

[28] http://www.ecin.de/strategie/marktplatzwahl/ vom 24.10.2006

[29] http://www.handelswissen.de/data/themen/Wareneinkauf/Einkaufsplaetze/Internet-Plattformen.php vom 01.11.2006

[30] http://www.ec-net.de/EC-Net/Navigation/Beschaffung/elektronischer-einkauf.html vom 01.11.2006

[31] http://www.heppnetz.de/files/b2b-mp-hepp-schinzer.pdf vom 27.10.2006

[32] http://www.ecin.de/strategie/marktplatzwahl/ vom 24.10.2006

[33] http://content.datenbank-einkauf.de/modul/downloads/afile47979.html vom 25.10.2006

[34] http://www.imcs-systeme.de/B2B.html vom 29.10.2006

[35] http://content.datenbank-einkauf.de/modul/downloads/afile47979.html vom 25.10.2006

[36] http://www.ebz-beratungszentrum.de/logistikseiten/artikel/global1.html vom 01.11.2006

[37] http://www.ebz-beratungszentrum.de/logistikseiten/artikel/global1.html vom 01.11.2006

[38] http://www.ec-net.de/EC-Net/Navigation/Beschaffung/elektronischer-einkauf.html vom 01.11.2006

[39] http://www.bme.de/jpdk/htdocs/pirobase/image.jsp?itemID=1029760&languageID=0&uid=-anonymous vom 04.11.2006

[40] http://www.ebz-beratungszentrum.de/logistikseiten/artikel/global1.html vom 01.11.2006

[41] http://www.bme.de/jpdk/htdocs/pirobase/image.jsp?itemID=1029760&languageID=0&uid=-anonymous vom 04.11.2006

[42] http://www.heppnetz.de/files/b2b-mp-hepp-schinzer.pdf vom 27.10.2006

[43] http://www.ec-net.de/EC-Net/Navigation/Beschaffung/elektronischer-einkauf.html vom 01.11.2006

[44] http://www.heppnetz.de/files/b2b-mp-hepp-schinzer.pdf vom 27.10.2006

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Details

Titel
Internet Nutzung in internationaler Beschaffung
Hochschule
Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach
Veranstaltung
Außenwirtschaft
Autor
Jahr
2006
Seiten
16
Katalognummer
V110682
Dateigröße
549 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Internet, Nutzung, Beschaffung, Außenwirtschaft
Arbeit zitieren
Julia Habich (Autor), 2006, Internet Nutzung in internationaler Beschaffung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/110682

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