Selbstklärung


Seminararbeit, 2006
14 Seiten, Note: Unbenotet

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Methoden zur Selbstklärung
2.1. Empathie:
2.2 Dem Klienten Glauben schenken:
2.3. Sich mit dem Widerstand verbünden:
2. 4. Zuhören und Beobachten:
2.5. Das Innere Team:

3. Praktischer Teil: : Rollenspiel und anschließende Diskussion
3.1 Die Idee
3.2. Die Situation:

4. Resümee:

5. Literatur:

1. Einleitung

„Selbstklärung ist sowohl ein Wert und Ziel in sich selbst als auch die Vorraussetzung für eine klare Kommunikation. Ein Ziel in sich selbst insofern, als es für den Einzelnen bereits außerordentlich befreiend und heilsam ist, wenn er sein Anliegen, seine Gedanken und Gefühle so geäußert hat, wie es ihm wirklich angelegt ist: Authentizität ist heilsam. “ So beschreibt es Friedmann Schulz von Thun in seinem Buch „Klärungshilfe1“[1]. Die Methoden zur Selbstklärung von Schulz von Thun und Thomann stammen aus der eigenen langjährigen Erfahrung als Klärungshelfer, Konfliktvermittler, Therapeut und Psychologe. Ziel sei es, als Klärungshelfer den Einzelnen darin zu unterstützen, mit sich selbst in Kontakt zu kommen und ihm dabei zu helfen, zu erkunden, was in ihm vorgeht. Dabei haben die Psychologen eine Diskrepanz zwischen dem entdeckt, was eine Person äußert und wie es in dem Innenleben des Klienten aussieht. Gründe dafür sehen sie darin, dass die Gesprächspartner oft Angst haben, sich im Klartext auszudrücken. Aber auch dass diejenigen oft auch gar nicht wissen, was in ihnen vorgeht, weil sie abgetrennt sind von ihren Gefühlen.

Ein Klärungshelfer bringt Verschwiegenes, Verdrängtes und Verheimlichtes wieder ans Licht. Es soll das Konkrete und Gefühlte hinter Anschuldigungen, Vorwürfen und Verallgemeinerungen durch Erfragen herausgefunden werden. Der Klärungshelfer hilft in diesem Prozess, indem er einen „allparteilichen“ Standpunkt bezieht. Er ist kein Schiedsrichter, der versucht, neutral zu bleiben, sondern soll sich in jede Konfliktpartei einfühlen und sie verstehen.[2]

Schulz von Thun und Thomann haben als Gesprächshelfer und Therapeuten zahlreiche Methoden entwickelt, die Sichtweise des Klienten zu erforschen und zu verstehen. Im ersten Teil dieser Arbeit werden einige dieser Methoden dargestellt. Des Weiteren wurde die Selbstklärung in einem Rollenspiel ausprobiert. Anhand einer Versuchsbeschreibung wird dieses Rollenspiel im zweiten Teil der Arbeit dokumentiert und interpretiert.

2. Methoden zur Selbstklärung

2.1. Empathie:

Schulz von Thun hat beobachtet: in verfahrenen Beziehungssituationen verhalten sich Menschen oft eingekapselt, zugeknöpft, grimmig, misstrauisch oder stumm,[3]. Die Aufgabe eines Klärungshelfers sei es daher, eine Situation zu schaffen, in der Klärung überhaupt möglich ist; ein Klima von Wohlwollen, Verständnis und Einfühlung. Der Klient soll sich vom Klärungshelfer verstanden fühlen. Dies geschehe dadurch, dass der Klärungshelfer nicht nur Wohlwollen sondern auch ehrliches Interesse daran zeigt, was in dem Klienten vor sich geht. Diese Haltung betrifft nicht die ganze Person, sondern vor allem die jeweils zu Debatte stehenden Teilaspekte.

Hier gilt es daher, negative Eigenschaften, wie Fluchttendenzen, Entscheidungsunfähigkeit, Süchte, Verleugnungen, Unverschämtheit, Beleidigtsein, Verletzlichkeit, Gereiztheit nicht zu verurteilen, denn „solange das alles verurteilt wird und der Eigenzensur unterliegt, trägt es ausschließlich zur Spaltung der Innenwelt bei, aus der heraus weiteres Unheil zu erwarten ist. In der Selbstklärung wird aber die Integration angestrebt.“[4]

Durch Nachforschen und Anerkennen der „verbotenen“ Tendenzen gibt der Klärungshelfer dem Teilnehmer Rückendeckung und die Erlaubnis, sie aus der Versenkung aufsteigen zu lassen. Die Energie, die zum Verdrängen benötigt war, wird für Auseinandersetzungen mit dem Partner oder der Gruppe frei.

2.2 Dem Klienten Glauben schenken:

Als zweite Methode zur Selbstklärung raten Schulz von Thun und Thomann, alles ernst zu nehmen, was der Klient erzählt, auch wenn es noch so unwahrscheinlich klingt. Der Klärungshelfer hört ungefähr mit der Einstellung zu: „er/ sie sieht es subjektiv so oder hat sicher einen triftigen Grund dafür, es anders zu sehen oder darzustellen, als es mir oder anderen erscheint.“[5]

„Glauben“ hieße hier also nicht, dass der Klärungshelfer für sich alles, was sein Klient erzählt gleichfalls als wahr betrachten müsse, sondern das hieße, dem Klienten zu unterstellen, dass sich in seinen Äußerungen eine „subjektive Wahrheit“ befinde, deren Qualität es später herauszufinden gelte.[6]

Die Aufgabe des Klärungshelfers ist die Hilfe zur Selbstklärung. Es gilt herauszufinden, wie sich der Klient, die anderen und die Welt sieht und dies erst einmal akzeptieren. Jeder hat eine subjektive Sichtweise von einem Konflikt. Um einen Konflikt zu verstehen, müssen diese Sichtweisen erst einmal offen gelegt werden. So können auch scheinbar widersprüchliche Aussagen von Partnern oder Gruppenmitgliedern nebeneinander stehen gelassen werden.

2.3. Sich mit dem Widerstand verbünden:

Eine Beobachtung haben die Psychologen gemacht: Personen die mit Widerstand in ein Klärungsgespräch gehen, sind nicht mit Druck davon zu überzeugen, dass das Gespräch ihnen etwas nützt. Daher erzeugt der Versuch, solche Personen zum Bleiben zu überreden oft noch mehr Widerstand und eine Blockadehaltung. Eine Methode, um an die Personen heranzukommen sei daher, sich mit dem Widerstand zu verbünden. Schulz von Thun rät, die Vorbehalte und den Widerstand der Klienten ernst zu nehmen und sie zu akzeptieren und sogar zu bestätigen und zwar aus folgenden Gründen:

„1. Vielleicht hat der Klient völlig Recht mit seinen Bedenken, und dann ist es nur gut, wenn er die Verantwortung für sich selbst übernimmt und auf sich aufpasst.
2. Paradoxerweise wächst die Bereitschaft zur persönlichen Aussage in dem Maße, wie der Klärungshelfer den Widerstand dagegen akzeptiert.“[7]

In der Verweigerung steckt oft auch eine Selbstaussage, die es zu erkunden gilt.

2. 4. Zuhören und Beobachten:

Um im Gespräch an den Menschen heranzukommen und ihn dazu zu bringen, sein Innenleben zu offenbaren, schlägt Schulz von Thun vor, offene Fragen zu stellen und die Antwortkategorien nicht festzulegen.

Auch auf Verbale Hinweise soll geachtet werden. Oft werden Wörter benutzt, die das Selbst enthüllen. Das sind Wörter, wie „an sich ja“, „das müsste er/sie ja wissen“, „eigentlich“…Hier wird ein „Aber“ zwar nicht gesagt, aber angedeutet und es ist Aufgabe des Klärungshelfers, darauf zu achten und es aufzugreifen.

Um das Verständnis des Gesagten zu erhöhen und dem Klienten das Gefühl zu geben, dass man ihm wirklich zuhört, rät Schulz von Thun, das zusammenzufassen, was die Person gegenüber gesagt hat.[8]

Da die Körpersprache beim Reden oft unbewusst abläuft und wenig kontrolliert wird, ist für Schulz von Thun diese auch ein Ansatzpunkt, den es zu beobachten und nachzuforschen gilt. Das Ansprechen nonverbaler Kommunikation solle jedoch nicht bedeuten , dass man wisse, was in einem anderen Menschen vorgeht oder versuche, ihn zu ertappen, sondern Ziel sei es, zusammen herauszufinden, wie die Körpersprache zur Klärung der inneren und äußeren Situation beiträgt.[9]

2.5. Das Innere Team:

Eine Methode, um das menschliche Seelenleben sichtbar und greifbar zu machen, haben Friedmann Schulz von Thun und Wibke Stegermann entworfen, indem sie mit dem „inneren Team“ arbeiten. Hier werden die verschiedenen „Teile“ und „Stimmen“ in einer Person aufgedeckt und geklärt.[10]

Bei dem Modell wird davon ausgegangen, dass es erstrebenswert ist, wenn es eine Übereinstimmung von Gefühlen und Handeln gibt. Der Klient wird also gefragt, was sich in ihm abspielt, welche verschiedenen Stimmen sich in ihm regen, wenn es um einen Konflikt geht. Um diese verschiedenen inneren Stimmen, die „Teammitglieder“ zu entdecken, muss der Klärungshelfer Empathie, allparteiliche Wertschätzung und Prägnanz mitbringen. Er muss sich in die einzelnen Mitglieder in der Person genauso einfühlen können, wie er das auch in einer Gruppe tun würde. Jedes einzelne Mitglied soll gewürdigt und geschätzt werden. Prägnanz schließlich muss er dahingehend mitbringen, dass er jedes innere Teammitglied in seinem Wesen treffsicher erfasst.[11]

Anschließend geht es darum, die inneren Teammitglieder zueinander in ein Verhältnis zu stellen. Aus einem ungeordneten „Strukturbild 1. Ordnung“. Dann werden die Teammitglieder so umgruppiert, dass die innere Gruppendynamik erkennbar wird, in ein „Strukturbild zweiter Ordnung“, um zu zeigen, welcher Teil im Vordergrund steht und welcher kaum beachtet wird.

„Zwar impliziert die Selbstklärung noch keine Lösung. Im Gegenteil, die innere Uneinigkeit wird erst so richtig deutlich. Dennoch, bereits die Identifikation mit den einzelnen Wortmeldern sowie das anschließende Gewinnen eines Überblicks durch Betrachtung des Gesamtbildes und das Verstehen dessen, was dort vor sich geht, diese Arbeitsschritte führen häufig zu einer gewissen Klarheit und Beruhigung.“[12]

Die Selbstklärung mit dem „Inneren Team“ sei daher nicht nur Vorbereitung für eine Lösungsfindung, sondern ein erster wichtiger Teil davon.

3. Praktischer Teil: : Rollenspiel und anschließende Diskussion

3.1 Die Idee

Ich wollte den KommolitonInnen durch ein Rollenspiel Möglichkeiten der Selbstklärung in Gruppen näher bringen. Dazu sollten einige der Studenten die Teilnehmer einer fiktiven Selbsthilfegruppe, die „Anonymen Raucher“ darstellen. Das Thema des Treffens hätte auch ein anderes sein können, denn es ging vornehmlich um das Verhalten von Menschen, wenn sie erstmals aufeinander treffen. Jeder kommt zu solchen Treffen mit bestimmten Erwartungen und Ängsten, Vorstellungen und Wünschen. Der Gruppenleiter steht dann vor der Aufgabe, eine offene, vertrauensvolle Atmosphäre zu schaffen. Ich habe diese Szene gewählt, weil auch in Konfliktgesprächen, die es zu klären gilt, solche Situationen entstehen. Auch hier sind Personen mit ihren Vorstellungen, Ängsten und Problemen und es bedarf einer Person, die moderiert und klärt und die Personen schließlich zusammen führt. Ich nahm an, dass ein fiktives Treffen der anonymen Raucher für die meisten greifbarer und leichter nachzuspielen sei als eine Beziehungssituation, wie sie häufig in Schulz von Thuns und Thomanns Buch „Klärungshilfe1“ angeführt wurde.

Folgende Rollen wurden verteilt:

1. Der Bockige:„Du bist ein Gruppenteilnehmer, der von dem Partner geschickt wurde. Er/ Sie will, dass du das Rauchen aufgibst, sonst trennt er/sie sich von dir. Du willst eigentlich nicht und bist so lange bockig und mürrisch, würdest am Liebsten gar nichts sagen. Erst als der Gruppenleiter versucht, dich zu überreden, an dem Gespräch teilzunehmen. Du willigst jedoch ein, als er dich in deiner Ablehnung bestätigt und dir eine passende Rolle zuteilt.“
2. Der Eifrige: „Du bist ein Gruppenteilnehmer, der unbedingt mit dem Rauchen aufhören will und freiwillig gekommen ist. Du willst so schnell wie möglich damit aufhören. Störungen findest du lästig.“
3. Der Schüchterne:„Du bist ein Gruppenteilnehmer, der mit dem Rauchen aufhören will, aber du weißt überhaupt nicht wie und bist furchtbar unsicher. Du magst eigentlich auch keine Gruppen, weil du Angst hast, dich vor ihnen zu blamieren. Wenn du vorher gewusst hättest, dass es sich um eine Gruppentherapie handelt, wärst du gar nicht gekommen. Deine Körpersprache drückt das auch aus. Du wirst erst lockerer, als dir der Gruppenleiter signalisiert, dass du dich hier nicht blamieren oder entblößen musst.“
4. Der Klärungshelfer:„Du bist der Gruppenleiter und willst eine Vorstellungsrunde der neuen Gruppe machen. Jeder ist mit einer eigenen Persönlichkeit, seinen Ängsten und Wünschen gekommen. Geh darauf ein und versuche, ein angenehmes Gruppenklima herzustellen, in denen alle so sein dürfen, wie sie sind.“

Der Klärungshelfer soll die Methoden Schulz von Thuns und Thomanns zur Selbstklärung anwenden. Diese wurden zuvor in einem Referat aufgezeigt. Er darf sich jederzeit Unterstützung von den Beobachtern holen, die das Rollenspiel von Außen anschauen.

3.2. Die Situation:

Die vier Personen sitzen sich in einem kleinen Kreis gegenüber. Der Klärungshelfer begrüßt die Teilnehmer und lässt sie sich nacheinander vorstellen. Er weiß selbst noch nicht, was ihn erwartet und hört erst mal zu. Schnell sind die Rollen ersichtlich. Der Bockige nimmt eine Blockadehaltung ein, wirkt extrem unkooperativ, gerät durch diese Haltung aber trotzdem sehr in den Vordergrund. Der Klärungshelfer konzentriert sich relativ stark auf den Bockigen, wohl auch, weil er die Gruppe am ehesten verlassen oder stören würde. Als der Klärungshelfer dem Bockigen jedoch anbietet, erst mal nur zuzuhören und nicht selbst aktiv teilnehmen zu müssen, willigt er ein und wird etwas kooperativer. Hinterher bestätigt die Person, die in die Rolle des Bockigen geschlüpft ist, dass die Wegnahme des Drucks, mitmachen zu müssen, direkt auf sie gewirkt hätte. Sie hätte gespürt, wie sich ihre Haltung zum positiven geändert hätte.

Der Schüchterne gerät in dieser Situation relativ in den Hintergrund. Er ist ziemlich still. Es kommt nicht ganz rüber, dass er sich besonders in Gruppen unwohl fühlt, weil er Angst hat, sich zu blamieren. Die Körperhaltung drückt die Schüchternheit kaum aus. Der Klärungshelfer wird daher auch nicht darauf aufmerksam, was eigentlich der Aufhänger und Lösungspunkt dieser Person sein sollte. Hinterher bestätigt die Person, die in die Rolle des Schüchternen geschlüpft ist, dass sie nicht so recht wusste, wie sie zeigen sollte, dass sie unsicher ist.

Ein regelrechter Antagonist zu den beiden anderen Personen ist der Eifrige. Er zeigt deutlich, dass er ungeduldig ist. Ständig schaut er auf die Uhr und würde am liebsten selbst die Leitung übernehmen. Mit einer persönlichen Ansprache an den Eifrigen schafft es der Klärungshelfer jedoch, ihm etwas den Wind aus den Segeln zu nehmen.

4. Resümee:

Grundsätzlich bin ich aber zufrieden damit, wie es funktioniert hat und glaube, dass ein gewisser Lerneffekt bei den Telnehmern und Zuschauern auch eingetreten ist, weil der theoretische Stoff mit praktischem Inhalt gefüllt wurde. Gefreut hat mich die Bereitschaft der Rollenspielerinnen, sich auf die Situation einzulassen und ihre Rolle zu improvisieren, auch wenn sie sich selbst nie so verhalten würden. Man konnte sich schon vorstellen, dass solche Situationen auftreten. Da es für mich das erste Rollenspiel dieser Art war, das ich geplant habe, hätte ich hinterher noch Verbesserungsmöglichkeiten angebracht. Die Anweisungen für die Teilnehmer hätten noch präziser aufgeschrieben werden können. Besonders für den Schüchternen wäre es wohl hilfreich gewesen, ihm zu erklären, wie sich jemand Schüchternes verhält. Interessant wäre auch eine Videoaufzeichnung gewesen; sowohl für die Spielenden, weil sie dann selbst von außen noch einmal die Situation bewerten könnten, aber auch für mich als Erinnerungshilfe. Da ein solches Spiel sehr schnell und sehr flüchtig ist, gelang es mir nicht immer, alle Beobachtungen festzuhalten und mich später daran zu erinnern. Als drittes würde ich bei einem zweiten Rollenspiel direkt zwei Klärungshelfer in eine Gruppe schicken, damit sie sich gegenseitig unterstützen und beraten können. Gut war jedoch, dass sich der Klärungshelfer von den Zuschauenden Hilfe holen konnte und so gemerkt hat, dass es nicht darum geht, alleine eine Aufgabe zu bewältigen, sondern stellvertretend für die anderen die Rolle zu spielen, während die anderen auch mitdenken.

Um die Situation der Selbstklärung darzustellen, hätte man auch eine Szene wählen können, in dem es um einen Konflikt in einer Gruppe geht. Dies ist mir jedoch erst nach der Lektüre des Buches „Klärungshilfe 2- Konflikte im Beruf“ eingefallen. Auch hier wird die Methode der Selbstklärung nämlich angewandt und wäre mit der Erlebniswelt der Studenten wohl noch eher vereinbar gewesen. Jeder hat wohl schon mal eine Konfliktsituation in der Gruppe erlebt, sei es in der Schule, als Studiengruppe oder im Verein. Die Methode der Selbstklärung kann hier eine große Bereicherung in der Konfliktlösung sein.

Mir ist durch das Referat und das Rollenspiel klar geworden, dass ohne Selbstklärung auch keine Gruppenklärung stattfinden kann. Jeder wird seine unterdrückten und versteckten Emotionen, Vorwürfe und Themen so oft hervorholen wie möglich, aber immer nur bruchstückhaft und unterschwellig, weil ihm nicht die Möglichkeit gegeben wurde, sich ein mal klar und offen zu äußern und seinen Standpunkt darzustellen. Gibt man ihm jedoch dazu die Möglichkeit, entsteht Raum, sich der Konfliktlösung zu nähern und sich den eigentlichen Themen zu widmen. In meinen Gruppenerfahrungen bei den Pfadfindern habe ich bemerkt, dass die Gruppe, in der am Anfang der Stunde ein „Blitzlicht“ herum ging, die entspannteste und persönlichste Gruppe war. Hier konnte jeder kurz von sich erzählen, was ihm auf dem Herzen liegt, ihn gerade beschäftigt, freut oder stört. Gruppen, in denen Selbstklärung selbstverständlich ist und zum Alltag gehört, sollten daher viel häufiger werden.

5. Literatur:

Schulz von Thun, Friedmann; Thomann, Christoph: Klärungshilfe1. Reinbeck 1988/2003

Schulz von Thun, Friedemann; Thomann, Christoph: Klärungshilfe 2. Reinbeck 2004

Schulz von Thun, Friedmann; Stegermann, Wibke: Das innere Team in Aktion. Reinbeck 2004

[...]


[1]Schulz von Thun, Friedmann; Thomann, Christoph: Klärungshilfe 1. Reinbeck 1988/2003. S. 64

[2] Vgl. Thomann, Christoph, Friedemann Schulz von Thun (Herausgeber): Klärungshilfe 2. Reinbeck 2004 S. 132

[3]Vgl. Klärungshilfe 1 S. 84

[4]Ebd. S. 84 f.

[5]Ebd. S. 85

[6]Vgl. Ebd. S. 86

[7]Ebd. S. 88

[8]Vgl. Ebd. S. 94

[9]Vgl. Ebd. S. 97

[10]Vgl. Schulz von Thun, Friedmann; Stegermann, Wibke: Das innere Team in Aktion. Reinbeck 2004

[11]Vgl. Ebd. S. 21

[12]Vgl. Ebd. S. 26

14 von 14 Seiten

Details

Titel
Selbstklärung
Hochschule
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt
Veranstaltung
Seminar: Soziale Interaktion in der Gruppe
Note
Unbenotet
Autor
Jahr
2006
Seiten
14
Katalognummer
V110685
Dateigröße
405 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Die Arbeiten der Veranstaltung werden grundsätzlich nicht benotet. Es wurde während des Seminars die Aufgabe gestellt, eine praktische Übung mit allen Teilnehmern durchzuführen. Diese Übung und die Ergebnisse werden in dieser Arbeit beschrieben.
Schlagworte
Selbstklärung, Seminar, Soziale, Interaktion, Gruppe
Arbeit zitieren
Inka Lezius (Autor), 2006, Selbstklärung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/110685

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