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Transport und Verkehrsmittel als Teil der materiellen Infrastruktur

Title: Transport und Verkehrsmittel als Teil der materiellen Infrastruktur

Seminar Paper , 2005 , 17 Pages , Grade: 1

Autor:in: Matthias Reith (Author)

Business economics - Economic and Social History
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Am Vorabend des Industriellen Zeitalters war die infrastrukturelle Entwicklung in Europa von nur zögerlich eintretenden Veränderungen geprägt. Mit dem Beginn des 18. Jahrhunderts und dem in dieses Jahrhundert fallenden radikalen wirtschaftlichen Unbruch änderte sich das jedoch grundlegend. In mehreren europäischen Regionen nimmt in dieser Zeit das Veränderungstempo deutlich an Fahrt auf. Führend bei diesem Prozess sind unter anderem die drei Großstaaten Frankreich, die Habsburgermonarchie und vor allem England, die nicht zuletzt aufgrund ihrer räumlichen Ausdehnung einen besonders hohen Anreiz zur Weiterentwicklung der Infrastruktur boten. Doch obwohl die technologische Entwicklung in den einzelnen Staaten nahezu identisch verlief, zeigten sich teilweise deutliche Unterschiede in den Grundsätzen der Infrastrukturpolitik, die im folgenden erläutert werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Unterschiede in der Infrastrukturpolitik der Industrialisierung

1.1 Großbritannien

1.2 Frankreich

1.3 Habsburgerreich

2. Die Entwicklung der Binnenschifffahrt

2.1 Ausprägung in den einzelnen Staaten

2.2 Finanzierung und Betrieb der Kanäle

3. Der Ausbau und die Bedeutung des Straßennetzes vor dem Siegeszug der Eisenbahn

3.1 England: Der Markt als Planer, Errichter und Betreiber des Straßennetzes

3.2 Frankreich: Der Zentralstaat als Initiator der straßenbaulichen Entwicklung

3.3 Habsburgerreich: Föderalistisch organisierter Straßenbau

3.4 Die Entwicklung des straßenbezogenen Personen- und Güterverkehrs in den drei Staaten

4. Der Siegeszug der Eisenbahn

4.1 Der Bedarf nach einem günstigen und zuverlässigen Massentransportmittel

4.2 Finanzierung des Eisenbahnnetzes in England

4.3 Organisierung des Gütertransportes auf der Schiene sowie die Auswirkungen auf die Volkswirtschaft

5. Der Beginn des Automobilzeitalters

Zielsetzung & Themen

Diese Seminararbeit analysiert die Entwicklung der materiellen Infrastruktur, insbesondere von Transport und Verkehrsmitteln, während der Industrialisierung in Großbritannien, Frankreich und dem Habsburgerreich, um die unterschiedlichen politischen und ökonomischen Ansätze in diesen Regionen zu beleuchten.

  • Vergleichende Analyse der Infrastrukturpolitik der Industrialisierung
  • Entwicklung und Finanzierung von Binnenschifffahrt und Kanalsystemen
  • Bedeutung und Ausbau des Straßennetzes sowie des Personen- und Güterverkehrs
  • Der ökonomische Wandel durch den Siegeszug der Eisenbahn
  • Die Anfänge der europäischen Automobilindustrie

Auszug aus dem Buch

1.1 Großbritannien

Die Entwicklung in Großbritannien zeichnete sich von Anfang an durch eine ausschließlich private Finanzierung und Planung der einzelnen Infrastrukturprojekte aus. So wurde das britische Wasserstraßennetz überwiegend von Aktiengesellschaften über die Ausgabe von Aktien angelegt. Die von der Schifffahrt entrichteten Nutzungsgebühren dienten dabei sowohl dem Bau als auch der Unterhaltung der Wasserstraßen. Ein ähnliches Prinzip kam auch beim Straßenbau zum tragen, bei dem die so genannten „Turnpike Trusts“ zum Zweck der Straßenreparatur Kapital aufnehmen konnten, das dann aus den erhobenen Mautgebühren zurückgezahlt wurde.

Auch der überwältigende Siegeszug der Eisenbahn vollzog sich nahezu ohne staatliche Interventionen über die Gründung von in der Regel kleinen Aktiengesellschaften, die sowohl für die Errichtung des Schienennetzes als auch für den laufenden Betrieb der Eisenbahnverbindungen zuständig waren. Bei allen drei genannten Entwicklungen konzentrierte sich der Staat fast ausschließlich auf die Schaffung eines legislativen Rahmens. Es war äußerst selten zu beobachten, dass sich der Staat unter der Verwendung von Steuergeldern aktiv an bestimmten Infrastrukturmaßnahmen beteiligte. Dieses war eigentlich nur dann der Fall, wenn mit einer Maßnahme strategische Zielsetzungen verfolgt wurden.

Durch den privatwirtschaftlich finanzierten Ausbau der Infrastruktur in Großbritannien wurden Investitionsentscheidungen ausschließlich nach ökonomischen Kriterien getroffen und orientierten sich am Bedarf („development-by-shortage“). Konjunktur- und strukturpolitische Überlegungen fanden daher keine Beachtung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Unterschiede in der Infrastrukturpolitik der Industrialisierung: Dieses Kapitel stellt die verschiedenen politischen Ansätze bei der Entwicklung der Infrastruktur in England, Frankreich und dem Habsburgerreich gegenüber und beleuchtet die Rolle von privater Initiative versus staatlicher Planung.

2. Die Entwicklung der Binnenschifffahrt: Hier wird untersucht, wie der steigende Bedarf an Rohstoffen während der Industrialisierung den Ausbau von Kanälen und Flüssen forcierte und wie sich die Finanzierungsmodelle in den untersuchten Staaten unterschieden.

3. Der Ausbau und die Bedeutung des Straßennetzes vor dem Siegeszug der Eisenbahn: Dieses Kapitel analysiert die Modernisierung des Straßenverkehrs und dessen Auswirkungen auf die Handelsströme und die regionale Integration vor der Etablierung des Schienenverkehrs.

4. Der Siegeszug der Eisenbahn: Der Fokus liegt hier auf dem technologischen Bedarf an Massentransportmitteln, den Herausforderungen der Finanzierung des Schienennetzes in England sowie den tiefgreifenden volkswirtschaftlichen Konsequenzen der Eisenbahn.

5. Der Beginn des Automobilzeitalters: Abschließend wird die frühe Entwicklung der europäischen Automobilindustrie betrachtet, wobei die Unterschiede zur amerikanischen Massenproduktion und die langsame Etablierung des motorisierten Güterverkehrs hervorgehoben werden.

Schlüsselwörter

Industrialisierung, Infrastruktur, Großbritannien, Frankreich, Habsburgerreich, Binnenschifffahrt, Eisenbahn, Straßennetz, Turnpike Trusts, Verkehrswesen, Wirtschaftswachstum, Massentransport, Automobilindustrie, Finanzierung, Kanalbau

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Entwicklung der Verkehrsinfrastruktur während der Industrialisierung und vergleicht dabei die unterschiedlichen Ansätze der Staaten Großbritannien, Frankreich und dem Habsburgerreich.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen der Ausbau von Wasserstraßen, Straßennetzen, der Eisenbahn sowie die Anfänge des Automobilverkehrs im historischen Kontext.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Gegenüberstellung, wie staatliche Planung oder privatwirtschaftliche Initiative die infrastrukturelle Entwicklung und die damit verbundene wirtschaftliche Transformation geprägt haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine historisch-vergleichende Methode, um ökonomische und politische Strukturen der Infrastrukturpolitik aufzuarbeiten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich nach Verkehrsträgern und politischen Systemen: Er beleuchtet die Binnenschifffahrt, den Straßenbau vor der Eisenbahn, den Aufstieg der Eisenbahn und die Anfänge des Automobils.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Industrialisierung, Infrastrukturpolitik, privatwirtschaftliche Finanzierung, volkswirtschaftliche Auswirkungen und Verkehrstransformation.

Warum unterschied sich die Finanzierung in England von der in Frankreich?

In England dominierte die privatwirtschaftliche Initiative über Aktiengesellschaften, während in Frankreich der Zentralstaat als primärer Initiator und Finanzier auftrat.

Was war der "Turnpike Trust"?

Dabei handelte es sich um privatrechtliche Organisationen in England, die Kapital für den Straßenbau aufnahmen und die Instandhaltung über erhobene Mautgebühren finanzierten.

Welche Rolle spielten die "Corvée Royale" in Frankreich?

Dies war eine Form der unbezahlten bäuerlichen Zwangsarbeit für den Straßenbau, die später durch eine Geldsteuer ersetzt wurde.

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Details

Title
Transport und Verkehrsmittel als Teil der materiellen Infrastruktur
College
University of Vienna
Grade
1
Author
Matthias Reith (Author)
Publication Year
2005
Pages
17
Catalog Number
V110700
ISBN (eBook)
9783640088621
ISBN (Book)
9783640462612
Language
German
Tags
Transport Verkehrsmittel Teil Infrastruktur
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Matthias Reith (Author), 2005, Transport und Verkehrsmittel als Teil der materiellen Infrastruktur, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/110700
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