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Gedanken zur Erkenntnis- und Gotteslehre Lockes

Titel: Gedanken zur Erkenntnis- und Gotteslehre Lockes

Hausarbeit (Hauptseminar) , 1992 , 15 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Martin Gabel (Autor:in)

Theologie - Systematische Theologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der allgemeine Charakter der Philosophie Lockes: Selbstvergewisserung und Selbstbescheidung des Denkens

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Der allgemeine Charakter der Philosophie Lockes: Selbstvergewisserung und Selbstbescheidung des Denkens

2. Lockes Erkenntnislehre: Die Apriorität des Aposteriorischen

2.1. Lockes erkenntnistheoretische Kritik der apriorisch konstruierenden dogmatischen Metaphysik im ersten Buch des Essay

2.2. Die Darstellung der Kraft in der Erscheinung des Raums

2.3. Die Vergänglichkeit der Erscheinung als Zeitlichkeit der Reflexion

2.4. Die gemischten modi, die Substanzideen und die metaphysische Fundierung des Wissens bei Locke

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, ein tieferes Verständnis von John Lockes Erkenntnistheorie zu entwickeln, indem sie die verbreitete Fehlinterpretation seiner Philosophie als bloßen "Empirismus" korrigiert und sein Denken als einen Prozess der Selbstaufklärung des Bewusstseins über seine eigene Endlichkeit und seine Bedingungen der Möglichkeit von Wissen darlegt.

  • Kritik an der Reduktion von Lockes Denken auf einen naiven Empirismus.
  • Analyse der erkenntnistheoretischen Kritik an dogmatischer Metaphysik.
  • Untersuchung der dialektischen Verschränkung von apriorischen und aposteriorischen Momenten.
  • Darstellung der metaphysischen Fundierung des Wissens und der Gotteslehre.
  • Reflexion über die Bedeutung von Selbstbescheidung und Endlichkeit im menschlichen Erkennen.

Auszug aus dem Buch

1. Der allgemeine Charakter der Philosophie Lockes: Selbstvergewisserung und Selbstbescheidung des Denkens

Lockes Philosophie wird noch heute allgemein als platter "Empirismus" mißverstanden, wobei `Empirismus' in dieser Auffassung charakteristischerweise reduziert wird auf die angebliche Lehre von "Sinnesdaten", die analog zu Dingen im Raume von dem Bewußtsein als einer Art Behälter aufgenommen würden. Dieses Mißverständnis wird auch dem häufig zitierten Leitspruch des Empirismus: "Nihil est in intellectu quod non (prius) fuerit in sensibus" untergeschoben. Eine genauere Betrachtung der Philosophie Lockes führt dagegen zu einem tieferen Verständnis der Weise, in der das in der Wahrnehmung "Gegebene" als Bewußtsein "erfahren" wird und führt so aus einem tieferen Verständnis der Sache zu einer Distanz zu den üblichen Verstellungen des Verständnisses der Lockeschen Philosophie, die selbst oftmals Ausdruck einer das Unverständnis hervorrufenden Unaufmerksamkeit sind.

Der ernsthaften Betrachtung wird deutlich, daß Lockes Denken zu den ursprünglichen Bemühungen des Geistes sich über sein Wesen klar zu werden gehört. Es ist gerade darin menschlich groß, daß es aus seiner Einsicht in seine Endlichkeit zu Selbstbescheidung und Glauben findet.

Lockes Philosophie muß aus ihrem zeittypischen Bestreben verstanden werden, das Bewußtsein in seiner neuzeitlichen Verunsicherung gegenüber der dogmatisch aufgefaßten "äußeren" Realität der als Glaubenswahrheiten und metaphysischen Sätze dargestellten Auffassungen von Subjekt, Welt und Gott zu beruhigen, indem durch eine Vergewisserung des Bewußtseins selbst über seine ihm selbst verfügbaren Kräfte eine neue Basis des Welt- und Selbstverständnisses gewonnen werden sollte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Der allgemeine Charakter der Philosophie Lockes: Selbstvergewisserung und Selbstbescheidung des Denkens: Dieses Kapitel widerlegt die Reduktion Lockes auf einen naiven Empirismus und interpretiert sein Werk als einen notwendigen Prozess der Selbstaufklärung des Bewusstseins über seine eigene Endlichkeit.

2. Lockes Erkenntnislehre: Die Apriorität des Aposteriorischen: Hier wird Lockes Erkenntnistheorie als dialektische Einheit zwischen apriorischen und aposteriorischen Momenten dargestellt, die über eine bloß empirische Sichtweise hinausgeht.

2.1. Lockes erkenntnistheoretische Kritik der apriorisch konstruierenden dogmatischen Metaphysik im ersten Buch des Essay: Der Autor untersucht, wie Locke die Unbegründetheit dogmatischer metaphysischer Prinzipien aufzeigt und stattdessen die Quelle vernünftiger Erkenntnis in der Betrachtung der Dinge selbst verortet.

2.2. Die Darstellung der Kraft in der Erscheinung des Raums: Dieses Kapitel erörtert die Rolle von Aufmerksamkeit und Reflexion sowie die Bedingungen der Möglichkeit von Erfahrung bei Locke.

2.3. Die Vergänglichkeit der Erscheinung als Zeitlichkeit der Reflexion: Der Text analysiert die Zeitlichkeit des menschlichen Vorstellens und Wollens und deren Verbindung zur Bedingtheit des Wissens.

2.4. Die gemischten modi, die Substanzideen und die metaphysische Fundierung des Wissens bei Locke: Abschließend werden Lockes Begriffe der komplexen Ideen und Substanzen erläutert, um die tiefere metaphysische Dimension seiner Erkenntnistheorie und die Rolle der Gottesidee zu verdeutlichen.

Schlüsselwörter

John Locke, Empirismus, Erkenntnistheorie, Bewusstsein, Selbstaufklärung, Endlichkeit, Metaphysik, apriorisch, aposteriorisch, Reflexion, Gotteslehre, Sinnesdaten, Substanzideen, Wahrnehmung, Vernunft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Philosophie von John Locke, insbesondere mit seinem Werk "An Essay Concerning Human Understanding", und zielt darauf ab, gängige Missverständnisse über seinen vermeintlich "platten" Empirismus zu korrigieren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind die erkenntnistheoretische Kritik Lockes an dogmatischer Metaphysik, die dialektische Beziehung zwischen apriorischem und aposteriorischem Wissen sowie die metaphysische Fundierung des Wissens im Kontext der Gottesfrage.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage dieser Arbeit?

Das Ziel ist es, Lockes Denken als einen tiefgründigen Beitrag zur Selbstaufklärung des menschlichen Bewusstseins über seine eigene Endlichkeit und seine erkenntnistheoretischen Möglichkeiten neu zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine philosophische Untersuchung, die das Lockesche Werk interpretativ analysiert, dabei den historischen Kontext berücksichtigt und zentrale Argumente innerhalb des "Essay" kritisch hinterfragt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Untersuchung der Erkenntnistheorie Lockes, eine kritische Auseinandersetzung mit der Metaphysik, sowie Analysen zur Bedeutung von Zeitlichkeit, Reflexion und der Existenz Gottes als notwendige Grundlage für menschliche Erkenntnis.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Wesentliche Begriffe sind Erkenntnistheorie, Selbstvergewisserung, Endlichkeit, Empirismus-Kritik, apriorisch-aposteriorisch Dialektik und metaphysische Fundierung.

Warum hält der Autor die übliche Interpretation Lockes als Empirist für ein Missverständnis?

Der Autor argumentiert, dass die Reduktion auf "Sinnesdaten" das tiefergehende Projekt Lockes verkennt, bei dem es um die Untersuchung der Bedingungen des Bewusstseins geht, das sich in seiner Endlichkeit seiner Kräfte vergewissert.

Wie verhält sich nach Locke die menschliche Existenz zur Gottesexistenz?

Locke deduziert die Existenz Gottes aus dem intuitiven Wissen um die eigene Existenz, wobei er die Existenz Gottes als notwendige Grundlage der menschlichen Existenz betrachtet.

Welche Rolle spielt der Begriff der "Kraft" in Lockes Erkenntnislehre?

Der Begriff der Kraft wird als eine nicht hintergehbare Eigenschaft des Erkenntnisvermögens verstanden, die das Denken in seinen formalen und inhaltlichen Vorstellungen leitet und Bedingung der Erfahrung ist.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Gedanken zur Erkenntnis- und Gotteslehre Lockes
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Note
1,0
Autor
Martin Gabel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
1992
Seiten
15
Katalognummer
V110725
ISBN (eBook)
9783640088867
ISBN (Buch)
9783656366645
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gedanken Erkenntnis- Gotteslehre Lockes
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Martin Gabel (Autor:in), 1992, Gedanken zur Erkenntnis- und Gotteslehre Lockes, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/110725
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Leseprobe aus  15  Seiten
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