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Geld- und Fiskalpolitik. Wechselwirkungen, Bedeutung und Funktionen

Titel: Geld- und Fiskalpolitik. Wechselwirkungen, Bedeutung und Funktionen

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2019 , 32 Seiten , Note: 1,4

Autor:in: Anonym (Autor:in)

VWL - Makroökonomie, allgemein
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Diese Wechselwirkung von Geld- und Fiskalpolitik ist Gegenstand der vorliegenden Hausarbeit. Im Nachfolgenden werden die drei wichtigsten Indikatoren der Makroökonomik betrachtet. Anschließend werden die einzelnen Funktionen Geld- und Fiskalpolitik und ihre Bedeutungen sowie das IS-LM Modell beleuchtet und anhand der Rezession in den USA 2001 beispielhafter erläutert.

Geld- und Fiskalpolitik verkörpern bedeutsame wirtschaftliche Funktionen, die Regierungen zur Verfügung stehen. Das Ziel beider Funktionen ist es, die Wirtschaft anzuregen oder etwaige Rezessionen abzuschwächen. Insbesondere in letzterem Fall soll die aggregierte Nachfrage gesteigert werden, unter welcher man die Auswirkung des veränderten Preisniveaus auf die Produktion und somit die Gesamtnachfrage nach Gütern und Dienstleistungen versteht. Bis zum Ausbruch der Finanzkrise 2008 lag die Verantwortung für die Stabilisierung der Wirtschaft primär bei der Geldpolitik. Mario Draghi, der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), gab nach Ausbruch der Finanzkrise bekannt, Staatsanleihen von mehr als zwei Billionen Euro aufzukaufen und das Risiko von Zahlungsausfällen zu übernehmen, das bislang in den Händen der Fiskalpolitik lag. Zugleich forderte Draghi von den Euro-Ländern eine aktivere Fiskalpolitik, da er sie „als notwendige Ergänzung zur Geldpolitik“ sah. Die einst klare Trennungslinie zwischen Geld- und Fiskalpolitik wurde somit von der EZB verwischt. Beide Funktionen sind nicht unabhängig voneinander, sondern beeinflussen sich gegenseitig.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Indikatoren der Makroökonomik

1.1. Das Bruttoinlandsprodukt

1.2. Die Arbeitslosenquote

2. Geldpolitik

2.1. Funktionen von Geld

2.2 Die geldpolitische Strategie der EZB

2.2.1. Die erste Säule

2.2.2. Die zweite Säule

2.3 Die geldpolitischen Instrumente der EZB

3. Die Fiskalpolitik

3.1 Nachfrageorientierte Fiskalpolitik

3.2 Angebotsorientierte Fiskalpolitik

3.3 Antizyklische Fiskalpolitik

3.3.1. Forderungen des Keynesianismus

3.3.2. Roosevelts New-Deal-Politik 1933

4. Das IS-LM Modell

6.1 Fiskalpolitik im IS-LM Modell

6.2 Geldpolitik im IS-LM Modell

5. Die Rezession in den USA im Jahr 2001

6. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Wechselwirkung und das Zusammenspiel von Geld- und Fiskalpolitik als Instrumente zur wirtschaftlichen Stabilisierung, insbesondere in Krisenzeiten. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich mit der Wirksamkeit dieser beiden Funktionen und der Frage, wie sie trotz unterschiedlicher Träger zur Glättung konjunktureller Schwankungen beitragen können.

  • Analyse makroökonomischer Indikatoren wie BIP und Arbeitslosenquote
  • Untersuchung der geldpolitischen Strategien und Instrumente der EZB
  • Bewertung nachfrage- und angebotsorientierter sowie antizyklischer Fiskalpolitik
  • Darstellung des IS-LM Modells zur Veranschaulichung der Wechselwirkungen
  • Fallstudie zur US-Rezession im Jahr 2001 als Praxisbeispiel

Auszug aus dem Buch

3.1. Nachfrageorientierte Fiskalpolitik

Hierbei werden staatliche Einnahmen und Ausgaben zur kurz- und mittelfristigen Steuerung der Glättung der Konjunktur eingesetzt, beispielsweise in Form von gesenkten Steuern und zusätzlichen Staatsaufträgen während einer Rezession. Im Falle einer Hochkonjunktur kann der Staat zur Steuererhöhung greifen und dem wirtschaftlichen Kreislauf Nachfrage durch verkürzte Staatsaufträge entziehen. Dieser theoretische symmetrische Zusammenhang beider Steuerungen kommt in der Praxis jedoch oft kaum zum Einsatz, da insbesondere in Hochkonjunkturzeiten die Einschränkung der Staataufträge oftmals auf politischen Widerstand stößt. Zur Finanzierung der zusätzlichen Staatsaufträge kann der Staat auf Kredite aus dem Bankwesen zurückgreifen. Während der Rezession erhöhen sich die Steuereinnahmen z.B. durch Einkommens- oder Mehrwertsteuer erneut, um den Schuldenausgleich durch die Kreditaufnahme ermöglichen. Bei erhöhtem Steueraufkommen kommt es zu einer expansiven Wirkung: Das Volkseinkommen wird um den Betrag der Mehrausgaben erhöht, da der sog. Staatsausgabenmultiplikator um die Größenordnung 1 größer ist als der Steuermultiplikator. Je größer der Staatsausgabenmultiplikator, desto höher ist die aggregierte Gesamtnachfrage. Der Erfolg der nachfrageorientierten Fiskalpolitik beruht allerdings ausschließlich auf einem tatsächlichen Nachfragemangel, der Arbeitslosigkeit und ein niedriges Wachstum hervorruft. Sie ist somit nur eines von mehreren Konzepten zur Glättung von konjunkturellen Schwankungen.

Zusammenfassung der Kapitel

Indikatoren der Makroökonomik: Dieses Kapitel definiert die Konjunkturphasen und erläutert die Bedeutung von Bruttoinlandsprodukt und Arbeitslosenquote als zentrale Kennzahlen zur Messung wirtschaftlicher Schwankungen.

Geldpolitik: Hier werden die Ziele, Funktionen sowie die Strategien und Instrumente der Europäischen Zentralbank zur Wahrung der Preisstabilität und Steuerung der Geldmenge dargelegt.

Die Fiskalpolitik: Dieser Abschnitt differenziert zwischen nachfrageorientierten, angebotsorientierten und antizyklischen fiskalpolitischen Ansätzen, einschließlich historischer Bezüge wie des Keynesianismus.

Das IS-LM Modell: Das Kapitel führt das IS-LM Modell als formale Darstellung ein, um das Zusammenspiel von Güter- und Geldmärkten sowie die Wirkungsweisen von Fiskal- und Geldpolitik zu analysieren.

Die Rezession in den USA im Jahr 2001: Anhand dieses historischen Beispiels wird die praktische Anwendung und Kombination geld- und fiskalpolitischer Maßnahmen zur Krisenbewältigung verdeutlicht.

Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel resümiert die enge Verknüpfung beider Politikbereiche und betont die fortdauernde zentrale Bedeutung der Geldpolitik in der Konjunkturpolitik.

Schlüsselwörter

Geldpolitik, Fiskalpolitik, Makroökonomik, Konjunkturzyklus, Bruttoinlandsprodukt, Arbeitslosenquote, Europäische Zentralbank, Preisstabilität, IS-LM Modell, antizyklische Fiskalpolitik, Keynesianismus, Rezession, Staatsausgabenmultiplikator, Deficit Spending, Zinssatz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit im Kern?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse und dem Zusammenspiel von Geld- und Fiskalpolitik als zwei wesentliche Funktionen, die Staaten und Zentralbanken zur wirtschaftlichen Stabilisierung zur Verfügung stehen.

Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind die makroökonomischen Indikatoren, die geldpolitische Strategie der EZB, verschiedene fiskalpolitische Ansätze und das IS-LM Modell als analytisches Werkzeug.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Wechselwirkungen zwischen Geld- und Fiskalpolitik aufzuzeigen und zu evaluieren, wie diese Instrumente zur Glättung von konjunkturellen Schwankungen eingesetzt werden können.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt einen theoretischen Rahmen, insbesondere das IS-LM Modell, um geld- und fiskalpolitische Wirkmechanismen zu erklären, ergänzt durch eine Fallstudie der US-Rezession von 2001.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen der Indikatoren, die detaillierte Darstellung von Geld- und Fiskalpolitik, die modellhafte Analyse sowie eine beispielhafte Anwendung auf eine historische Rezession.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind Geldpolitik, Fiskalpolitik, Konjunkturzyklus, IS-LM Modell, Preisstabilität, Deficit Spending und die wirtschaftliche Stabilisierung.

Wie definiert der Autor das Verhältnis von Geld- und Fiskalpolitik?

Der Autor betont, dass beide Funktionen nicht unabhängig voneinander sind, sondern sich gegenseitig beeinflussen, wobei insbesondere die Zentralbank oft die Effekte der Fiskalpolitik ausgleichen muss.

Warum wird das IS-LM Modell als Analysegrundlage verwendet?

Das IS-LM Modell dient dazu, das komplexe Zusammenspiel von Güter- und Geldmärkten formal abzubilden und die Auswirkungen fiskalpolitischer und geldpolitischer Maßnahmen grafisch sichtbar zu machen.

Was kann man aus der Rezession in den USA 2001 lernen?

Das Beispiel zeigt, dass in Krisenzeiten oft ein abgestimmter Einsatz von aggressiven Geld- und fiskalpolitischen Maßnahmen notwendig ist, auch wenn deren unmittelbare Wirkung auf das Konsumverhalten umstritten bleiben kann.

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Details

Titel
Geld- und Fiskalpolitik. Wechselwirkungen, Bedeutung und Funktionen
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Note
1,4
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
32
Katalognummer
V1107535
ISBN (eBook)
9783346479310
ISBN (Buch)
9783346479327
Sprache
Deutsch
Schlagworte
geld- fiskalpolitik wechselwirkungen bedeutung funktionen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2019, Geld- und Fiskalpolitik. Wechselwirkungen, Bedeutung und Funktionen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1107535
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