Entstehung und Wirken homöopathischer Arzneimittel - Durchführung einer Studie mit Magnesium phosphoricum D12


Facharbeit (Schule), 2007
48 Seiten, Note: Sehr gut

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Behandlungsmethoden im 18. Jahrhundert

3. Samuel Hahnemann – Begründer der Homöopathie

4. Die Grundsätze der Homöopathie
4.1. Lebenskraft
4.2. Arzneimittelprüfung
4.3. Ähnlichkeitsprinzip
4.4. Lehre der chronischen Krankheiten
4.5. Arzneimittel der Homöopathie
4.5.1. Die Arzneigrundstoffe
4.5.2. Arzneiformen
4.6. Potenzierung
4.6.1. Herstellung potenzierter Arzneien
4.6.2. Streitpunkt: Potenzierung

5. Forschung in der Homöopathie
5.1. Grundlagenforschung
5.2. Therapieforschung
5.2.1. Verblindete, randomisierte, placebokontrollierte Studien
5.2.2. Nicht verblindete, randomisierte Studien
5.2.3. Praxisevaluation
5.2.4. Meta-Analysen
5.3. Eigentliche Homöopathieforschung
5.3.1. Homöopathische Arzneimittelprüfung
5.3.2. Eigenständiger Teil
5.3.3. Qualitätsprüfungen und Therapieeinflüsse

6. Placeboeffekt

7. Grenzen und Stärken der Homöopathie

8. Schlusswort

9. Anmerkungen

10. VERZEICHNISSE
10.1. Literaturverzeichnis
10.1.1. Bücher
10.1.2. Zeitschriften
10.1.3. Beiträge in sammelwerken
10.1.4. internetquellen
10.2. Abbildungsverzeichnis

Vorwort

Vor ungefähr eineinhalb Jahren nahm alles seinen Anfang – als ich im Sommer in einer Apotheke arbeitete und dabei zum ersten Mal in Kontakt mit der Herstellung homöopathischer Arzneimittel kam.

Meine Wissbegierde ließ sich nicht mit einfachen Erklärungen zur Homöopathie bändigen, und so kam es, dass ich begann, mich mehr mit diesem Thema zu beschäftigen.

Geweckt war meine Neugierde zu erfahren, was es mit der homöopathischen Heilkunst wirklich auf sich hat, und ich beschloss Antworten auf meine Fragen zu finden. Im Zuge einer Fachbereichsarbeit gelang es mir, meine Forschungsergebnisse auch gleich in einen sinnvollen und nützlichen Rahmen zu bringen.

Insgesamt glaube ich, diese Arbeit hat mir in zweierlei Hinsicht sehr viel gebracht: zum einen wurde meine Fähigkeit zum selbstständigen Arbeiten trainiert. Mühsames Nachforschen, stundenlanges Lesen und vor allem tagelanges Schreiben setzt viel an Selbstständigkeit und Disziplin voraus, die sich am Ende aber auf jeden Fall auszahlen.

Zum anderen ist es mir gelungen einen, wenn auch nur sehr kleinen, Einblick in die Homöopathie zu erlangen, und ich habe die Grenze zwischen Körper und Seele immer stärker wahrgenommen. Eine Grenze, die die Natur unserer Existenz nicht kennt und nur in unseren Köpfen vorhanden ist.

Bis ich zu dieser Erkenntnis kam, passte sich meine Meinung gegenüber der Homöopathie immer dem zuletzt Gelesenen an. Ich hoffe diese Arbeit gibt Ihnen als Leser genügend Wissen mit auf den Weg, damit Sie sich ihre eigene Meinung über diese Heilmethode bilden können.

Auf meinem Weg zur Erkenntnis haben mich einige Menschen sehr unterstützt. Im Speziellen dafür danken möchte ich meiner gesamten Familie, die mir über meine Frustausbrüche hinweggeholfen und sich mit mir in glücklichen Stunden gefreut hat. Und Herrn Fabiani, einem Homöopathieberater aus Mils, möchte ich meinen Dank zukommen lassen, dass er kostbare Zeit dafür geopfert hat, mir einige Dinge zu erklären und mir auch wertvolles Informationsmaterial geliehen hat.

Mils, im Februar 2007

1. Einleitung

Wir leben in einer Zeit der schnellen Informationsausbreitung, egal, ob diese richtig oder falsch ist. Alle Aussagen und Erkenntnisse sind heute durch Studien belegt, die Herkunft und Wissenschaftlichkeit werden kaum hinterfragt.

Diesem Problem unterliegen auch alternative Heilmethoden in der Medizin, wie die Homöopathie. Wagt man einen Versuch und gibt bei der Suchmaschine „Google“ als Suchbegriff „Homöopathie“ ein, so erzielt diese ungefähr 8.390.000 Treffer.

Unzählige Male sind Überschriften wie „Wirkungsweise der Homöopathie entschlüsselt“, „homöopathische Arzneimittelprüfung wirken besser als Placebos“, aber auch „Wirkung von homöopathische Arzneimitteln entspricht der Wirkung des Placeboeffektes“ zu lesen.

Einige stammen von Herstellern und Anbietern homöopathischer Arzneimittel, von selbst ernannten Experten, oder von absoluten Kritikern.

Die Seriosität dieser Quellen zu beurteilen fällt sehr schwer, da es bei der Homöopathie eben kein absolutes Richtig oder Falsch gibt. Die Symptome beispielsweise einer Malariaerkrankung sind Tatsachen, über die nicht gestritten wird. Wie, warum und ob homöopathische Arzneimittel wirken, ist hingegen ein äußerst heiß diskutiertes Thema.

Daher habe ich versucht in erster Linie möglichst anerkannte Literatur heranzuziehen und das Internet als ergänzende Quelle zu verwenden.

Weiters unternahm ich den Versuch, dieses Thema von einem objektiven Standpunkt aus zu beleuchten um jedem die Bildung einer eigenen Meinung zu ermöglichen.

Um die Entwicklung, wie es zur homöopathischen Behandlungsweise gekommen ist, besser verstehen zu können, beginnt die vorliegende Arbeit mit einem geschichtlichen Rückblick in die Zeit Hahnemanns.

Der gesamte erste Teil der Fachbereichsarbeit beschäftigt sich mit der historischen Entstehung und den Grundprinzipien der homöopathischen Lehre.

Im zweiten Teil der Arbeit wird auf die Frage der Wirksamkeit homöopathischer Arzneimittel genauer eingegangen, wobei ein besonderes Augenmerk auf den Bereich der Forschung in der Homöopathie gelegt wird.

An dieser Stelle habe ich meinen eigenständigen Teil eingebaut, in dem ich eine homöopathische Arzneimittelprüfung an Probanden meiner Klasse durchgeführt habe. Diese Studie stellt einen Versuch dar, selbst zu „erleben“, wie Homöopathie wirkt und vor allem, wie Leute meines Alters damit umgehen. Weniger die Erkenntnisse auf der Ebene gut verwertbarer Ergebnisse, sondern mehr die Erfahrung, wie Menschen auf verschiedene Art und Weise sich darauf einlassen, waren sehr wichtig für mich.

Theorien, wie homöopathische Mittel wirken, wurden nur kurz angeschnitten, da es dazu kein anerkanntes Material gibt, und man deshalb zu weit ins Ungewisse abrutschen würde.

Es ist ein Versuch moderne Streitfragen strukturiert aufzuarbeiten und von einem möglichst objektiven Standpunkt aus zu beleuchten.

Bereits im Vorhinein war mir klar, dass diese Arbeit ein gewisses Wagnis darstellt, da ich mich auf einer kaum wahrnehmbaren Grenze zur „Pseudowissenschaft“, wie es heute so schön genannt wird, bewege.

Dennoch bin ich der Ansicht, dass niemand dieses Heilsystem als wirkungslos abtun soll, bevor er sich nicht ausführlich damit auseinandergesetzt hat.

2. Behandlungsmethoden im 18. Jahrhundert

Die Behandlungsmethoden zur Zeit Hahnemanns (1755-1843) lassen sich im Wesentlichen auf allgemeine Verordnungen wie zum Beispiel Krankenkost, körperliche Bewegung oder Ruhe, Bäder, Aderlass, Schwitzen, Brechmittel, Einläufe und fragwürdige Rezepturen beschränken.

Diese unspezifische Medizin ist vor allem auf die damalige Vorstellung von Krankheit zurückzuführen. Johan Baptista van Helmont, führender Paracelsianer des 17. Jahrhunderts, definierte die Lehre von der Krankheit „als einer parasitär im Körper existierenden, von ihm unterscheidbaren Wesenheit.“ (Lyons und Petrucelli, 2003, S. 429)

Ein anderes weit verbreitetes Erklärungsmodell, warum es zu Krankheiten kam, war die Störung der Körpersäfte. Diese Theorie geht davon aus, dass das Verhältnis von Blut, Schleim, schwarzer Galle und gelber Galle über Gesundheit und Krankheit entscheidet. Darin hat auch die Harnschau ihren Ursprung, bei der Urin als Botschafter aus dem Inneren betrachtet wurde, um die Krankheitsursache feststellen zu können.

Die Klostermedizin sah die menschliche Bosheit und Sünde und die Niedertracht Satans als Ursachen für Krankheiten an. Dementsprechend behalf man sich mit Amuletten, geweihten Bildern und Pilgerreisen.

Durch allgemein gültige, und bei nahezu jeder Krankheit angewendete Praktiken versuchte man die krankmachenden Parasiten aus dem Körper zu beseitigen und das Gleichgewicht der Säfte wiederherzustellen. Dabei ist der Aderlass als häufigstes Behandlungsmittel zu erwähnen. Aus Berichten über die Behandlung von Fürsten und anderen wichtigen Persönlichkeiten weiß man heute ziemlich gut über die damaligen Eingriffe Bescheid. Sie erbrachten nicht nur selten zufriedenstellende Ergebnisse, in Wahrheit schwächten sie den Patienten und richteten mehr Schaden an als Nutzen. Wundärzte und Barbiere waren dafür zuständig, die krankmachende Substanz aus dem Körper zu leiten.

Obwohl mit dem Beginn des 19. Jahrhunderts auch einige revolutionäre Entwicklungen in der Medizin einhergehen, verschwand die Säfte-Lehre mit der Methodik des Aderlasses erst ein halbes Jahrhundert später. (vgl. Plessner, 1975, S. 22)

3. Samuel Hahnemann – Begründer der Homöopathie

Christian Friedrich Samuel Hahnemann wurde am 10. April 1755 in Meißen (Sachsen) geboren. Sein Vater war Porzellanmacher und es gelang der einfachen Familie nur mit großem Aufwand dem begabten Sohn eine höhere Schulausbildung zu finanzieren.

Während seines Medizinstudiums unterzog er sich auch gleichzeitig einer Pharmazieausbildung in der Apotheke seines späteren Schwiegervaters. (vgl. Meili, 1989, S. 11)

Nach Abschluss seiner Ausbildung übte er für kurze Zeit den Beruf des Arztes aus, jedoch konnte er es nicht mit seinem Gewissen vereinbaren, seine Patienten nach Methoden zu behandeln, die er selbst stark anzweifelte und die den kranken Körper oft mehr Schaden zufügten als zu heilen. Er bezeichnete die Medizin als blindes Schießen nach der Scheibe“ (Wegener, 2001, S. 5), bei der mit unbekannten Arzneien „willkürliche Krankheitsansichten“ behandelt wurden, was dazu führte, dass er zeitweise ganz darauf verzichtete zu praktizieren.

Stattdessen widmete er sich umfassenden chemischen und pharmazeutischen Studien, mit denen er versuchte, ein zuverlässiges Heilverfahren zu entwickeln, das ihm sichere Hilfe zur Behandlung von Krankheiten bieten kann. (vgl. Genneper / Wegener, 2001, S.1)

Mit Übersetzungen zahlreicher medizinischer und pharmazeutischer Werke ins Deutsche bestritt der Familienvater seinen Lebensunterhalt und konnte somit sein Wissen über die Behandlungsmethoden seiner Zeit erweitern. Ebenfalls veröffentlichte er eigene Werke über Arzneimittel und Gesundheitspflege, die bereits seine neuen Kenntnisse über präventive öffentliche Hygiene aufzeigten. (vgl. Meili, 1989, S 11)

Hahnemann war also ein Revolutionär, der nicht nur die Mängel und die schädlichen Auswirkungen der damaligen Medizin kritisierte, sondern der es sich auch zum Lebensziel machte, ein neues und vor allem zuverlässigeres Heilsystem zu entwickeln.

Als er 1790 per Zufall auf ein solches stieß, war seine Euphorie nicht mehr zu bremsen, und die Homöopathie war geboren.

4. Die Grundsätze der Homöopathie

4.1. Lebenskraft

Um dieses neue Heilsystem aufbauen zu können, musste sich Samuel Hahnemann zuerst über das Wesen der Krankheit und ihrer Heilung auseinandersetzen.

Hahnemann verfasste viele Bücher, seine Haupterkenntnisse über die homöopathische Heilkunst finden sich im „Organon der rationellen Heilkunst“ wieder.

In der sechsten Auflage seines Lebenswerkes beschreibt Hahnemann die Lebenskraft als wichtige Voraussetzung zum Verständnis von Gesundheit, Krankheit und der Heilwirkung potenzierter Arzneien.

„Im gesunden Zustand des Menschen waltet die geistartige (…) Lebenskraft unumschränkt und hält seine Teile in bewundernswürdig harmonischem Lebengange in Gefühlen und Tätigkeiten (…). Der materielle Organismus, ohne Lebenskraft gedacht, ist keiner Empfindung, keiner Tätigkeit, keiner

Selbsterhaltung fähig; (…).“ (Meili, 1989, S. 16, nach Hahnemann)

Wie auch das nachfolgende Zitat belegt, kann die Lebenskraft, so wie sie Hahnemann beschreibt, mit der heutigen Vorstellung der „Seele“ verglichen werden.

„Wohl ist der Organismus materielles Werkzeug zum Leben aber ohne Belebung von der instinktartig fühlenden und ordnenden Dynamis (Lebenskraft, Anm. d. Verf.) so wenig denkbar, als Lebenskraft ohne Organismus; folglich machen beide eine Einheit aus, obgleich wir in Gedanken diese Einheit der leichteren Begrifflichkeit wegen in zwei Begriffe spalten.“ (Meili, 1989, S. 16, nach Hahnemann)

Diese Vorstellung, dass das Leben ein Zusammenwirken zwischen Körper und Lebenskraft ist, führt auch zu seiner vollkommen neuen Auffassung vom Wesen der Krankheit.

Laut Hahnemann ist, bei der Erkrankung eines Menschen, zuerst nur die Lebenskraft verstimmt, was sich auch auf den Organismus in Form von widrigen Empfindungen äußert. Demnach sind sowohl kranke, als auch gesunde Lebenszustände vollkommen auf den empfindungsgebenden Geist zurückzuführen. Bei der Heilung muss es also zu einer Umstimmung der verstimmten Lebenskraft kommen, das „Heilmittel muss darum nicht auf den Körper, sondern auf die Lebenskraft einwirken.“ (Meili, 1989, S. 17)

Der Begründer der Homöopathie schloss weiters, dass die geistartige Ursache der Krankheit nicht auf materielle, sondern auf ebenfalls geistartige Weise beeinflusst werden muss. „Demnach können Heil-Arzneien nur durch dynamische Wirkungen auf das Lebensprinzip Gesundheit und Lebensharmonie wiederherstellen.“ (Meili, 1989, S. 17, nach Hahnemann)

In diesen Überlegungen sind bereits erste Ansätze der nachträglichen Einführung der Potenzierung enthalten, auf die aber zu einem späteren Zeitpunkt noch genauer eingegangen wird.

4.2. Arzneimittelprüfung

Von diesem Gedankengut der Lebenskraft inspiriert, forschte er unermüdlich nach einer Heilmethode, die seinen Ansprüchen standhielt.

Die erste homöopathische Arzneimittelprüfung wurde von Samuel Hahnemann 1790 durchgeführt, ohne dass er wusste auf eine lang ersehnte Methode gestoßen zu sein, Krankheiten individuell behandeln zu können.

Bei der Übersetzung der „Materia Medica“[1] vom schottischen Professor William Cullen stieß er auf eine, für ihn zweifelhafte, Erklärung der Wirkungsweise von Chinarinde. Die vor allem bei Malaria erfolgreich angewandte Arznei sollte laut Cullen aufgrund ihrer Bitterkeit Fieberzustände zu heilen vermögen. Hahnemann vermutete jedoch eine fiebererregende Wirkung, auf die die Besserung zurückzuführen sei.

Um seine Theorie zu untermauern, entschloss er sich einen Selbstversuch durchzuführen, um die Wirkung der Arznei am eigenen gesunden Leib zu erfahren. Einige Tage lang nahm er zweimal täglich „vier Quentchen“[2] (Genneper / Wegener, 2004, S. 6, nach Hahnemann) Chinarinde ein. Alle bei ihm aufgetretenen und beschriebenen Symptome hatten eine verblüffende Ähnlichkeit mit den Krankheitszeichen einer bereits Jahre zuvor durchlittenen Malariaerkrankung.

Zu diesem Experiment sagte Hahnemann später, dass ihm ein Licht aufgegangen sei, nämlich

„dass Arzneien nur mittels ihrer den gesunden Menschen krankmachenden Kräfte Krankheitszustände und zwar nur solche heilen können, die aus Symptomen zusammengesetzt sind, welche das für sie zu wählende Arzneimittel ähnlich selbst erzeugen kann im gesunden Menschen (…).“ (Genneper /

Wegener, 2004, S. 7, nach Hahnemann)

Auf dieses Ähnlichkeitsprinzip wird aber im nächsten Punkt noch genauer eingegangen.

Durch seine Prüfungen am Gesunden wurde zum ersten Mal ein zuverlässiges Heilsystem entwickelt, das nicht nur auf willkürlichen Behandlungen, sondern auf erprobten Tatsachen basierte, eine vollkommene Weltneuheit in der zu seiner Zeit weitläufig praktizierten Medizin.

Die homöopathische Arzneimittelprüfung spielt in der heutigen Behandlung immer noch eine ebenso wichtige Rolle wie zur Zeit Hahnemanns.

Um ein passendes Mittel verordnen zu können, müssen zuerst die Symptome des Patienten und der Arznei miteinander verglichen werden, was eine bereits durchgeführte homöopathische Arzneimittelprüfung voraussetzt. Wie es bereits beim Chinarindenversuch geschehen ist, werden bei solch einer Prüfung alle vernommenen Veränderungen sowohl im körperlichen als auch im psychischen Bereich festgehalten, welche zusammen das „Arzneimittelbild“[3] dieser Substanz ergeben. Das gesamte Wissen über verwendete Arzneien ist in der „Materia medica“[4] der Homöopathie zusammengefasst.

4.3. Ähnlichkeitsprinzip

Durch den Chinarinden-Versuch veranlasst, führte Hahnemann noch unzählige homöopathische Arzneimittelprüfungen im Verwandten- und Bekanntenkreis aus, wobei sich ihm immer dasselbe Bild bot: „Eine Arznei, die gegen einen bestimmten Krankheitszustand wirksam ist, ruft am Gesunden eine diesem Zustand ähnliche Symptomatik hervor“ (Endler, 1998, S.22). Daraus schloss er, dass Arzneiprüfungen am Gesunden auch eine genaue Methode zur Feststellung der Wirkung einer Arznei sind (Arzneimittelbild).

Diese Forschungsergebnisse bewegten ihn dazu, schließlich das Ähnlichkeitsprinzip zu formulieren: „Similia similibus curentur“[5]. (Endler, 1998, S. 23, nach Dellmour)

Auf diese Erkenntnis basierend, nannte er sein neues Heilverfahren „Homöopathie“ (griechisch: hómoios (όμοίος) = ähnlich; páthos (πάθος) = Leiden) (vgl. Genneper/Wegener, 2004, S. 2) was so viel heißt wie: Grundsatz Ähnliches mit Ähnlichem zu behandeln.

Dieses Konzept ermöglichte es erstmals in der Geschichte eine wissenschaftlich erprobte Heilung „nach mathematischer Gewissheit“ (Wegener / Genneper, 2004, S. 2, nach Hahnemann) zu sichern. Weiters konnte es das „höchste Ideal der Heilung (= völlige Genesung) (….) nach deutlich einzusehenden Gründen“ (Wegener / Genneper, 2004, S. 2, nach Hahnemann) erfüllen.

Es wurde ein Heilverfahren entwickelt, das nicht die Krankheit allgemein behandelt, sondern vielmehr den Mensch und seine ganz speziellen Symptome in den Vordergrund stellt und unabhängig ist von ständig wechselnden und unbefriedigenden Krankheits- und Arzneimitteltheorien.

Damit war auch Hahnemanns Suche nach einer zuverlässigen Therapie, die er nun in der Homöopathie entdeckt hatte, beendet.

Die Arzneien stehen jedoch nicht nur zu den Symptomen des Kranken, sondern auch untereinander in Beziehung. Bereits zu Beginn der Homöopathie wurde beobachtet, dass gewisse Verwandtschaften zwischen Mitteln existieren, die sich gegenseitig in ihrer Wirkung aufheben. Bönningshausen formulierte diese Erkenntnis, noch zu Lebzeiten Hahnemanns, folgendermaßen:

„Wenn eine Arznei das Vermögen besitzt, die von einer Anderen hervorgerufenen Symptome, nach der Aehnlichkeit (sic.) ihrer eigenen Wirkung heilkräftig (…) auszulöschen, so bezeichne ich das gegenseitige Verhältnis, welches zwischen diesen beiden Arzneien besteht, mit dem Worte

Verwandtschaft.“ (Wegener / Genneper, 2004, S. 205, nach Bönningshausen)

Diese Verwandtschaft ist in der homöopathischen Praxis von großer Bedeutung, hier soll sie aber nur darauf hinweisen, dass nicht nur Ähnlichkeiten zwischen Krankheitssymptomen und Arzneimittelbildern bestehen, sondern dass auch die Arzneimittel untereinander in Wechselwirkung stehen.

4.4. Lehre der chronischen Krankheiten [6]

Nachdem Hahnemann auf das Gesetz der Ähnlichkeit gestoßen war und genug homöopathische Arzneimittelprüfungen durchgeführt hatte, begann er bereits als erster homöopathischer Arzt in der Geschichte zu praktizieren.

Nach jahrelanger Ausübung seines Berufes hatte er einiges an Erfahrung gesammelt und konnte feststellen, dass sich bei der Behandlung von chronischen Krankheiten nur sehr selten ein Erfolg einstellte. Zwar konnte eine kurzfristige Linderung der Symptome verschafft werden, jedoch kamen die Patienten oft nach nur wenigen Monaten mit denselben Problemen wieder zurück und die Wirkung neuer Arzneigaben hielt immer weniger lange an. Er schloss daraus, dass es der Arzt nicht nur mit den offensichtlichen Symptomen zu tun hat. Vielmehr sind diese, gerade vor den Augen liegend, Bestand eines abgesonderten Teils eines tiefer liegenden „Ur-Uebels (sic.)“ (Wegener / Genneper, 2004, S. 247, nach Hahnemann).

Im ersten Band seines Werkes „Chronische Krankheiten“, in dem er sich vor allem mit der Entstehung und der Wesenheit chronischer Krankheiten beschäftigt, schrieb er zur Behandlung von chronischen Krankheiten: „Ihr Anfang war erfreulich, die Fortsetzung minder günstig, der Ausgang hoffnungslos.“ (Meili, 1989, S. 121, nach Hahnemann)

Um eine gezielte Heilung dieser speziellen Art der Krankheit entwickeln zu können, setzte sich Hahnemann zuerst mit der Entstehung jener auseinander (vgl. Meili, 1989, S. 121).

Während akute Krankheiten „ihren Verlauf in mäßiger, mehr oder weniger kurzer Zeit zu beendigen geneigt sind“ (Meili, 1989, S. 120, nach Hahnemann), definiert Hahnemann chronische Krankheiten als solche,

„welche bei kleinen, oft unbemerkten Anfängen den lebenden Organismus (…) dynamisch verstimmen und ihn allmählich so vom gesunden Zustande entfernen, dass die (…) Lebenskraft ihnen (…) nur unvollkommenen, unnützen Widerstand entgegensetzen, sie aber durch eigene Kraft nicht (…) auslöschen kann, sondern unmächtig dieselbe fortwuchern und sich selbst immer innormaler umstimmen lassen muss, bis zur endlichen Zerstörung des Organismus.“ (Meili, 1989, S. 120, nach Hahnemann)

Nach Hahnemann sind chronische Krankheiten also langsam beginnende Verstimmungen des Organismus, mit fehlender spontaner Heilungstendenz, die nach einem langwierigen Verlauf oft mit dem Tod enden.

Weiter schreibt er: „Sie entstehen von dynamischen Ansteckungen durch ein chronisches Miasma.“[7] (Meili, 1989, S. 120, nach Hahnemann)

Hahnemann differenzierte zwischen chronischen und akuten Miasmen, für ihn waren also die Ursachen dieser beiden Krankheitsformen verschieden.

Sie unterscheiden sich im Verlauf der Krankheit, jedoch ist der grundlegende Unterschied der lebenslange Aufenthalt des chronischen Miasmas im Körper, wohingegen das akute nach einer bestimmten Zeit verschwindet.[8] (vgl. Wegener / Genneper, 2004, S. 247)

Um eine chronische Krankheit homöopathisch behandeln zu können, muss die Anamnese wesentlich tief greifender und genauer durchgeführt werden als bei akuten.

4.5. Arzneimittel der Homöopathie

4.5.1. Die Arzneigrundstoffe

Auch wenn sich eine chronische Krankheit, laut Hahnemanns Auffassung, dermaßen stark von der akuten Verstimmung unterscheidet, ist die Grundlage für die verwendeten Arzneien dieselbe.

Als Ausgangsstoffe dienen frische Pflanzen und Pflanzenteile, pflanzliche Drogen und deren Zubereitungen, Pilze, Flechten, Stoffe mineralischen Ursprungs, chemische Elemente und deren Verbindungen, tierische Drogen, Teile von Tieren und deren Absonderungen und Nosoden.[9]

Nosoden sind Arzneimittel, die aus den Erregern oder Ausscheidungen infektiöser Krankheiten stammen. Sie sind erst später in die Homöopathie eingeführt worden[10], und heute finden sie nur mehr in sehr seltenen Fällen Anwendung.

Oftmals werden Sarkoden (physiologische Produkte pflanzlichen, tierischen oder menschlichen Ursprungs, z.B. Hormone und Enzyme), Isotherapeutika (potenzierte schulmedizinische Medikamente, aber auch Chemikalien und Gifte) und Eigennosoden (patienteneigene Materialien; das bekannteste Beispiel dafür ist die Eigenbluttherapie) zu der Gruppe der Nosoden mit hinein genommen.

Diese Arzneigrundstoffe stellen die erste Ebene des homöopathischen Arzneimittels dar. (vgl. Wegener / Genneper, 2004, S. 366)

4.5.2. Arzneiformen

Die Ausgangsstoffe können zu drei verschiedenen Arzneiformen (Darreichunsformen) weiterverarbeitet werden: Dilutionen (Tinkturen), Triturationen (Verreibungen) oder Globuli (Streukügelchen).

Dilutionen sind flüssige Zubereitungen, wie Urtinkturen und deren flüssige Potenzierungen (siehe Kapitel: Potenzierung). Zur Herstellung von Urtinkturen werden Pflanzenextrakte und andere lösliche Stoffe mit Alkohol konserviert.

Triturationen sind Verreibungen unlöslicher Stoffe mit Milchzucker (Laktose), und sind im Handel zu Tabletten gepresst erhältlich (Abb. 3).

Globuli bestehen aus Saccharose (Rohr-, Haushalts- oder Kristallzucker) und werden mit der potenzierten Arznei befeuchtet (Abb. 4).

Es gibt noch weitere Darreichungsformen, wie zum Beispiel flüssige Verdünnungen zur Injektion, flüssige Einreibungen, Salben oder Augentropfen, die für die Homöopathie weniger wichtig oder gar überflüssig sind, und auf welche daher nicht genauer eingegangen wird. (vgl. Wegener / Genneper, 2004, S. 366)

4.6. Potenzierung

Die Potenzierung[11], auch Dynamisierung, ist ein spezielles Verfahren, das bei der Herstellung homöopathischer Arzneimittel verwendet wird. Die Anwendung solcher potenzierter Arzneien ist jedoch keine Voraussetzung für eine homöopathische Behandlung. Lediglich die Auswahl des Mittels nach dem Ähnlichkeitsprinzip ist ausschlaggebend für eine Behandlungsweise im Sinne der Homöopathie.

Das Potenzierungsverfahren wurde noch von Hahnemann in die Homöopathie eingeführt, um stark giftige Substanzen so weit zu verdünnen, dass zwar die Wirkung erhalten blieb, sie dem Patienten jedoch nicht mehr schadeten. Auf empirischem Weg gelangte er zu der Erkenntnis, dass Arzneien von höherer Potenzierung, stärker wirken. Ebenfalls werden die Heilkräfte mancher Substanzen erst durch ihre Potenzierung freigelegt. So ist potenziertes Kochsalz, das beim täglichen Gebrauch bekanntlich keinerlei Symptomatik mit sich zieht, in potenzierter Form im Stande noch nach Jahrzehnten seelische Traumen aufzulösen.[12] (vgl. Wegener / Genneper, 2004, S. 270)

Hahnemann wählte einen Verdünnungsschritt von 1:100, die so genannte C-Potenzen[13].

Noch zu seiner Lebenszeit führte Constantin Hering die, im deutschsprachigen Raum üblichen, D-Potenzen[14] dem Potenzverfahren hinzu, welche im Verdünnungsverhältnis 1:10 hergestellt werden.

Wird beim Vergleich der D- und C-Potenzen miteinander nur der Verdünnungsgrad gegenübergestellt, so ist die Nummer der Potenz im Centesimalsystem zweimal genommen gleich der Nummer der Potenz im Dezimalsystem. (vgl. Wegener / Genneper, 2004, S. 174)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1: Gegenüberstellung des Wirkstoffgehaltes von Dezimal- und Centesimal-Potenzen. (Quelle: Daems W., „Potenzierte Heilmittel – Ursprung, Wesen und Wirkungsnachweis von dynamisierten Substanzen“, Itschner V. (Hrsg.), Stuttgart, Verlag Freies Geistesleben, 1971, Seite 19)

Welches dieser beiden Potenzierverfahren für die Behandlung ausgewählt wird, hängt vom Arzt, und seinen Auslegungen ab.

4.6.1. Herstellung potenzierter Arzneien

Als Arzneiträger bei Dilutionen dient Alkohol verschiedener Konzentrationen und gereinigtes Wasser, bei Triturationen wird Laktose verwendet, und als Hilfsstoffe bei der Herstellung von Tabletten wird unter anderem auf Calciumbehenat und Magnesiumstearat[15] zurückgegriffen.

Die Potenzierung ist nicht eine einfache Verdünnung, sondern eine Dynamisierung der Arzneikräfte der Ausgangssubstanz. So wird, um eine D1 Potenz (eine erste Dezimalpotenz) einer Dilution zu erhalten, 1 Teil der Ursubstanz mit 9 Teilen Alkohol gemischt. Um nun die Wirkung auf die Trägersubstanzen zu übertragen, muss dieses Gemisch, das nur zwei drittel des gesamten Volumens des Gefäßes ausfüllen darf, mindestens zehnmal kräftig geschüttelt werden. Um die nächst höhere Potenzstufe, in diesem Fall D2, zu erlangen, wird ein Teil der D1-Flüssigkeit mit 9 Teilen der gleichen Trägersubstanz verschüttelt.

Bei Verreibungen wird 1 Teil des Arzneigrundstoffes mit 9 bzw. 99 (D- bzw. C-Potenz) Teilen Laktose 1 Stunde lang verrieben. (vgl. Wegener / Genneper, 2004, S. 368)

Außer den D- und C-Potenzen wurde bereits von Hahnemann das Potenzierungsverfahren der so genannten Q-Potenzen (Verhältnis 1:50 000) entwickelt.[16]

Weiters bediente sich der Begründer der Homöopathie bereits der Verabreichungsform der Globuli. Um die Arzneikraft auf die aus Saccharose hergestellten Streukügelchen zu übertragen, werden 100 Teile Globuli mit 1 Teil Dilution gleichmäßig befeuchtet und anschließend schonend getrocknet (vgl. Wegener / Genneper, 2004, S. 368).

Seit der Zeit Hahnemanns haben sich noch unzählige weitere Herstellungsverfahren von homöopathischen Arzneimitteln entwickelt, die sich im Wesen aber nur gering von den allgemein üblichen unterscheiden.

4.6.2. Streitpunkt: Potenzierung

Die homöopathische Behandlungsweise ist bis heute, besser gesagt, gerade heute sehr umstritten. Auch wenn die Behandlung nach dem Ähnlichkeitsprinzip in der heutigen medizinischen Therapie weitgehend anerkannt ist[17], so bilden die homöopathische Arzneimittelherstellung und Dosierung immer noch den Hauptangriffspunkt für Gegner der Homöopathie. (vgl. Robert Jütte, 08.04.2005)

Rein rechnerisch ist ab einer D30 bzw. C15 Potenz der Wirkstoff materiell nicht mehr in der Substanz zu finden.[18] (vgl. Meili, 1989, S.39)

Durch wissenschaftliche Studien, teilweise fragwürdiger Herkunft, ist die Wirkung homöopathischer Hochpotenzen sowohl widerlegt als auch bewiesen.

Ebenfalls existieren mehrere theoretische Erklärungsmodelle, die die Vorgänge bei der Potenzierung zu erklären versuchen, wovon im folgenden Kapitel die Rede sein wird.

Bevor aber dieses Gedankengut genauer erörtert wird, soll zuerst der Bereich der Homöopathieforschung im folgenden Kapitel dargelegt werden.

5. Forschung in der Homöopathie

Da die Wirkung homöopathischer Hochpotenzen bis heute nicht bewiesen ist, wird der Druck auf die Homöopathie immer größer ihre Behandlungsmethode zu bestätigen. Die Homöopathieforschung bekommt somit auch eine wirtschaftliche und politische Bedeutung wie nie zuvor.

Prinzipiell gibt es verschiedene Forschungsrichtungen und -gebiete; auf die drei wichtigsten wird an dieser Stelle kurz eingegangen und an Beispielen veranschaulicht.

5.1. Grundlagenforschung

Die Grundlagenforschung versucht die prinzipielle Wirkungsweise homöopathischer Hochpotenzen anhand von Zellkulturen, Pflanzen, oder ähnlichem nachzuweisen. In erster Linie geht es um die Frage, wie es sein kann, dass eine Arznei ohne nachweisbare Arzneimoleküle noch zu einer Wirkung am Kranken fähig sein kann.

Die am öftesten angeführte Theorie, dieses Problem zu erklären, befasst sich mit der Idee, dass bei der Potenzierung eine Informationsübertragung stattfinde. Dabei werden gewisse Botschaften von der Arznei auf die Trägersubstanz übertragen. (vgl. Wegener/Genneper, 2004, S. 404)

Diese Theorie und ähnliche gibt es erst seit dem 20. Jahrhundert, denn man hat erst spät damit begonnen nach dem Wirkprinzip der Homöopathie zu forschen. Die Mediziner gaben sich in diesem Bereich immer sehr konservativ, wodurch die entscheidende Erkenntnis über Strukturveränderungen im molekularen Bereich, wie sie bei der Potenzierung zustande kommen, eher von Physikern stammen. (vgl. Robert Jütte, 08.04.2005)

Angriffspunkte solcher Theorien ergeben sich immer wieder bei der mangelnden Reproduzierbarkeit der Versuche oder in der fehlenden Wissenschaftlichkeit der Arbeiten. Noch nie wurde ausformuliert, worum es sich bei dieser „Information“ handelt, was es bedeutet, wenn sie verstärkt wird, und wie sie sich auf das Trägermolekül übertragen soll.

Die Diskussion über das „Gedächtnis des Wassers“ ist eine schon lang geführte. Es gab bisher unzählige Versuche, die beweisen sollten, dass sich das Wasser an gewisse strukturelle Begebenheiten anpassen kann und diese auch zu speichern im Stande ist, zwar ist keiner von ihnen in der Wissenschaft anerkannt, jedoch auch nicht vollkommen widerlegt.

Es bleibt also die Möglichkeit, dass manche der Forscher, die sich mit dieser Problematik beschäftigten, durchaus Recht haben, und sich Wasser wirklich an gewisse Strukturen „erinnern“ kann.

Die Befürworter solcher Theorien werden also stets neue Ergebnisse präsentieren, die von den Skeptikern ebenso regelmäßig angezweifelt werden.

Versuche, solche Vorgänge zu beweisen, gibt es unzählige, aber kein einziger blieb ohne Kritik.

Erst vor kurzem (November 2003) teilte die Universität Leipzig mit, dass es

„Forschern ihres Institutes für Pharmazie gelungen sei eine Methode zu entwickeln, mit der die "geistartigen Wesen", die nach Hahnemann, beim Verdünnen und Schütteln von homöopathischen

Lösungen entstehen sollen, gemessen werden können.“ (Bruhn, Wielandt, Keck, Januar 2005)

Für die Veröffentlichung erhielten die Forscher den mit 10.000 Euro dotierten Hans-Heinrich-Reckeweg-Preis.

Die Nachricht über diesen angeblichen Nachweis der Wirkung von homöopathischen Hochpotenzen verbreitete sich rasend schnell und wurde in der Öffentlichkeit ausführlich diskutiert. Mehrere Reportagen im Fernsehen[19] und auch Berichte in diversen Zeitschriften (z.B.: „Deutsche Apothekerzeitung“, „Die Zeit“, uvm.) folgen. Unter anderem veröffentlichen auch drei deutsche Wissenschaftler[20] einen Bericht, in dem sie die Arbeit der Pharmazeuten aufs schärfste angreifen. Vor allem kritisieren sie die fehlende Wissenschaftlichkeit dieser Arbeit. Ein halbes Jahr später „haben die Autoren der Arbeit - nach einer Denkpause - Fehler bei der Versuchsdurchführung und Auswertung eingestanden. Insbesondere fehlten notwendige Kontrollversuche und nicht alle Daten wurden in die statistische Auswertung einbezogen. Die Mitteilung in der Zeitschrift Biologische Medizin wurde zurückgezogen, der Preis zurückgegeben.“ (Bruhn, Wielandt, Keck, 3.11.2005)

Dieses Beispiel soll nicht nur verdeutlichen, mit welcher Genauigkeit jegliche Veröffentli­chungen zu Thema Homöopathie geprüft werden, sondern soll auch zeigen, warum sich immer weniger angesehene Wissenschaftler mit dieser Problematik auseinandersetzen. Wer setzt schon freiwillig seinen guten Ruf aufs Spiel um an der Grenze zwischen Wissenschaftlichkeit und Esoterik zu forschen, um danach als pseudowissenschaftlicher Utopist abgestempelt zu werden?

Solche und ähnliche Erklärungsversuche über die Ursachen der festgestellten homöopathischen Phänomene gibt es unzählige. Die Hypothesen reichen von Kybernetik und Biokybernetik über Biophotonenforschung, Elektromagnetische Bioinformation bis zur Systemtheorie, ohne dass derzeit eine wirklich verständliche Erklärung für die nachgewiesenen Wirkungen der Homöopathie gefunden werden konnte. Diese bemerkenswerte Tatsache lässt grundsätzlich zwei Interpretationsmöglichkeiten zu: Entweder ist die Homöopathie nicht mehr als der Placeboeffekt, oder es handelt sich um ein für die Wissenschaft bisher unbekanntes Therapieprinzip, das mangels passender Untersuchungsansätze noch nicht entdeckt wurde. (vgl. F. Dellmour, 15.10.06)

Aber um wieder auf das Thema der Grundlagenforschung zurückzukehren, muss an dieser Stelle gesagt sein, dass die Forschungsansätze für die homöopathische Praxis nur insofern von Bedeutung sind, als durch einen Beweis der Wirkung homöopathischer Hochpotenzen das Ansehen nach Außen wesentlich verbessert werden würde.

Für die homöopathische Behandlung selbst sind eventuelle Ergebnisse jedoch von keiner Relevanz, da Mediziner, die nach homöopathischer Methode therapieren, davon ausgehen, dass sie wirkt und keinen Beweis dafür benötigen.

5.2. Therapieforschung

In diese Gruppe fallen alle Forschungsansätze, die versuchen, die Wirksamkeit der Homöopathie als Therapie, vor allem am Menschen, nachzuweisen.

Man beschäftigt sich nicht, wie in der Grundlagenforschung, mit der Frage, wie sie wirkt, sondern vielmehr, ob sie wirkt. Weiters führt die Grundlagenforschung ihre Untersuchungen anhand von Modellen, Zellkulturen, o.ä. durch, die Therapieforschung hingegen beobachtet in erster Linie den Menschen.

Es gibt unzählige Studien, die versuchen die Wirksamkeit der homöopathischen Behandlungsmethode zu beweisen. Diese klinischen Forschungsansätze[21] werden nach den Spielregeln der Schulmedizin durchgeführt, was wohl die größte Problematik dieser Forschungsart darstellt. Im Groben können die vielen klinischen Untersuchungen folgenden drei Gruppen zugeordnet werden: (vgl. Wegener/Genneper, 2004, S. 405ff)

5.2.1. Verblindete, randomisierte, placebokontrollierte Studien

Bei dieser Art der Untersuchung wird die Wirkung von homöopathischen Arzneimitteln mit der Placebowirkung von Scheinmedikamenten verglichen. Dabei werden alle teilnehmenden Testpersonen per Zufall (randomisiert) einer Verum- oder einer Placebogruppe zugeteilt, um eine Schlussfolgerung ziehen zu können, ob homöopathische Arzneien besser wirken als Placebos.

Eine einfache Verblindung liegt vor, wenn nur die Testperson nicht weiß, ob sie ein Verum oder ein Placebo bekommt. Um eine doppelblinde Studie handelt es sich, wenn sowohl Arzt als auch die Testperson uninformiert über den pharmakologischen Inhalt sind.

Die doppelblinde, randomisierte, placebokontrollierte Studie gilt als „Goldstandart“ in der schulmedizinischen Forschung. (vgl. Wegener/Genneper, 2004, S. 406)

Da nach den Regeln der Schulmedizin gespielt wird, wird ein und dieselbe Arznei bei allen Teilnehmern, die identische Einzelsymptome aufweisen, verwendet.

Aber eben genau diese Vorgangsweise widerspricht vollkommen der individuellen Arzneimittelfindung in der Homöopathie. „Zwei Patienten mit derselben klinischen Diagnose benötigen in der Homöopathie meist zwei ganz unterschiedliche Heilmittel.“ (Endler, 1998, S. 103)

Ein weiteres Problem bei diesem Vorgehen, das sich einigen Homöopathen stellt, ist die Tatsache, dass es durch die Verblindung zu einer gestörten Arzt-Patienten Beziehung kommt, und damit nur die „Wirkung der „nackten“ Arznei – und keinesfalls die Wirkung der homöopathischen Therapie“ (Endler, 1998, S. 104) untersucht wird, da diese besondere Beziehung ein wichtiger Teil der homöopathischen Behandlungsmethode ist. Oft ist die Zeit, die sich ein Homöopath nimmt um mit dem Patienten zu sprechen, bereits ein erster Schritt zur Besserung. Ebenso die Betrachtung des gesamten Menschen, und keine Reduzierung auf die Krankheit, ist eine grundlegende Basis, damit es zur Heilung kommen kann.

Im Großen und Ganzen ist es also überaus fraglich, ob eine solche Überprüfung der Wirkung, ursprünglich entwickelt für die Anwendung bei pharmakologisch wirkenden Arzneimitteln, auch für ein so komplexes Therapiesystem wie die Homöopathie geeignet ist. Hier gelten „andere Arzneiwahlkriterien (…) und die Wirkung“ kommt zustande „durch (…) Zusammenwirken mehrerer Wirkkomponenten.“ (Dellmour F., 23.20.2006, Seite 1076)

5.2.2. Nicht verblindete, randomisierte Studien

Bei dieser Form der Studie wird nicht beobachtet, wie die Wirkung von homöopathischen Arzneimitteln im Vergleich zu Placebos ausschaut, sondern hier wird meist die homöopathische Behandlungsmethode der schulmedizinischen gegenübergestellt. Dazu werden Testpersonen mit der gleichen Erkrankung randomisiert (d. h. per Zufall) einer der beiden Behandlungsweisen zugeordnet.

In der Theorie funktioniert diese Methode auch sehr gut, da der homöopathisch behandelnde Arzt unbeeinträchtigt nach den Regeln der Homöopathie handeln kann, ohne Einschränkungen zu unterliegen.

Die Arzneimittelwahl kann dem Patienten angepasst erfolgen, und nach einer entsprechend langen Beobachtungszeit können sichere Aussagen zu den Behandlungsergebnissen gemacht werden, und einem Vergleich steht nichts mehr im Wege.

Leider ist diese einwandfreie Vergleichserstellung nur in der Theorie möglich, denn in der homöopathischen Praxis spielt die Mitarbeit des Patienten eine wesentlich größere Rolle als in der Schulmedizin. Zum einen stellt sich das Problem, dass einige Patienten für eine homöopathische Behandlung ungeeignet sind, da sie beispielsweise ihre Symptome nicht wahrnehmen können, sich nicht auf eine homöopathische Behandlungsweise einlassen wollen, oder weil sie die Anweisungen des Arztes nicht einhalten.

Zum anderen werden durch die randomisierte Gruppeneinteilung einige Probanden unter Umständen einer Behandlungsmethode unterzogen, die sie selbst für nicht wirksam halten, oder der sie sogar misstrauen. Wird zum Beispiel eine Testperson, die persönlich nicht an die Wirksamkeit der Homöopathie glaubt, eben dieser Gruppe zugeteilt, so kann das Ergebnis durch diese negative Grundeinstellung beeinflusst werden.

Wenn für solch eine Studie nur Testpersonen herangezogen werden würden, die vollkommen unvoreingenommen sind (überhaupt möglich?), würden alle finanziellen und zeitlichen Rahmen gesprengt werden. (vgl. Wegener/Genneper, 2004, S. 406ff)

5.2.3. Praxisevaluation

Praxisevaluationen werden gelegentlich von Versicherungsträgern (d.h. Krankenkassen) durchgeführt, da bei diesen Erhebungen unter anderem erfasst wird, wie Patienten, die sich einer homöopathischen Therapie unterziehen, in der Praxis behandelt werden, welche Ergebnisse dabei zu erzielen sind, und vor allem wie hoch die Kosten dieser Behandlung sind.

Bei solchen Evaluationsstudien werden keine Vergleichsgruppen gebildet, man untersucht nur eine Bandbreite von Patienten die sich einer homöopathischen Behandlung unterziehen, auf verschiedene Parameter[22].

Es können aber keine vergleichenden Schlüsse gezogen werden, wie zum Beispiel: die homöopathische Art der Behandlung ist besser als die schulmedizinische. (vgl. Wegener/Genneper, 2004, S. 406)

5.2.4. Meta-Analysen

Dieser Begriff wird nicht nur in der Homöopathieforschung verwendet und beschreibt, in einfachen Worten gesagt, eine Zusammenfassung mehrerer Studien.[23]

Eine solche Meta-Analyse wurde im Rahmen des Programms zur Evaluation in der Komplementärmedizin (PEK) vom schweizerischen Bundesamt für Gesundheit durchgeführt. Denn es musste entschieden werden, ob die komplementären Verfahren (getestet wurden fünf komplementäre Verfahren, u.a. eben die Homöopathie) in der Grundversicherung enthalten bleiben oder nicht. Und darum musste der Nachweis ihrer Wirksamkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit erbracht werden.

Diese Meta-Analyse wurde von einem Expertenteam um Professor Matthias Egger durchgeführt und stellte einen Vergleich zwischen 110 homöopathischen Studien und derselben Zahl schulmedizinischer auf.

Bei den Studien zur Homöopathie wurden nur randomisierte doppelblinde Studien verwendet.

Nach genauester Auswertung folgert das Forscherteam um Professor Egger,

„dass die vorliegenden Ergebnisse die Hypothese stützen, dass die klinischen Effekte der Homöopathie im Gegensatz zu den Effekten der konventionellen Medizin unspezifische Placeboeffekte seien.“

(Melchart, Mitscherlich, Amiet, u.a., 24.04.2005)[24]

Nach der Veröffentlichung der Ergebnisse hagelte es (wie zu erwarten war) Kritik, unter anderem vom Schweizerischen Verein Homöopathischer Ärztinnen und Ärzte (SVHA).

Konkret kritisierten sie unter anderem, dass nur randomisierte Doppelblindstudien verwendet wurden, die ja bekanntlich nicht der homöopathischen Behandlungsweise entsprechen. (vgl. Walter Stüdeli, 28. August 2005)

Der deutsche Zentralverein homöopathischer Ärzte argumentiert, dass etliche andere Meta-Analysen und Übersichtsarbeiten zu einem gegenteiligen Ergebnis gekommen sind.[25] (vgl. Walter Stüdeli, 28. August 2005)

Auch in der Zeitschrift „Österreichische Apothekerzeitung“ wird das Ergebnis Eggers angegriffen. Die Studie sei ins Gegenteil verzerrt worden durch nicht im Studiendesign vorhergesehene Veränderungen, wie die nachträgliche Selektion ohne genannte Auswahlkriterien. Egger wird also beschuldigt seine Gesamtaussage auf 8 homöopathische und 6 schulmedizinische Studien „höherer Qualität“ gestützt zu haben. ( vgl. F. Dellmour, 23.10.06)

Diese von Professor Egger veröffentlichte Studie ist nur ein Beispiel für viele Arbeiten, die immer wieder aufs Neue versuchen werden, die Wirkung der Homöopathie zu beweisen oder zu widerlegen. Keine dieser drei in der Schulmedizin anerkannten und bewährten Überprüfungsmethoden kann also den klaren Nachweis über die Wirkung der Homöopathie bringen, ohne dem Vorwurf zu entgehen, dem homöopathischen Behandlungswesen nicht gerecht zu werden.

5.3. Eigentliche Homöopathieforschung

5.3.1. Homöopathische Arzneimittelprüfung

Während sich das bisher Gesagte auf die Forschung zur Homöopathie bezieht, geht es nun um die eigentliche Forschung der Homöopathie selbst.

Ziele in diesem Bereich sind die Homöopathie gemäß ihren Methoden zu untersuchen und weiterzuentwickeln.

Die bereits weiter oben umfassend erläuterte homöopathische Arzneimittelprüfung stellt einen sehr wichtigen Teil zu Beginn der Homöopathieforschung dar. Durch diese wird das Hauptmaterial für die homöopathische Behandlung erlangt, das so genannte Arzneimittelbild. Alle Arzneimittelbilder in einem Werk zusammengefasst ergeben die „Materia medica“. Da solch ein Sammelwerk aber für die praktische Arzneimittelfindung nicht geeignet ist, entwickelte bereits Hahnemann selbst das erste Repertorium. Hier werden zu jedem Symptom alle dazugehörigen Mittel aufgelistet, was die Mittelfindung sehr erleichtert.

5.3.2. Eigenständiger Teil

In meinem empirischen Teil habe auch ich eine homöopathische Arzneimittelprüfung mit Magnesium phosphoricum D12 durchgeführt.

Die teilnehmenden Probanden aus meiner Klasse bekamen einen Informationsbrief, in dem der wesentliche Ablauf und der Sinn meiner Studie angeführt waren. Weiters wurde ihnen ein Zettel mit den Einnahmeinformationen zu dem homöopathischen Mittel ausgehändigt.

Sie wurden im Unklaren über die Arznei gelassen, wie auch über die Tatsache, dass sie in eine Verum- und eine Placebogruppe eingeteilt worden sind. Die Gruppeneinteilung diente dazu, bei der Auswertung die beiden Gruppen vergleichen zu können um eine gewisse Kontrolle zu haben.

Ihnen wurde nicht gesagt, um welches homöopathische Mittel es sich handelt, um mögliches Wissen über diese Arznei, das auch auf die verspürten Symptome Einfluss nehmen könnte, ausschließen zu können. Diese Einflussnahme von Vorwissen wird aber im Kapitel „Placeboeffekt“ noch genauer behandelt.

Alle meine Mitschülerinnen und Mitschüler erhielten einen Probandenbrief, in dem sie über den Ablauf der homöopathischen Arzneimittelprüfung informiert wurden, und eine Einverständniserklärung, die sie, im Falle ihrer Teilnahme, unterschrieben zurückbrachten. (siehe Anhang)

Von 21 Schülern meiner Klasse nahmen 14 (mich eingeschlossen) teil.

Sie wurden per Zufall einer der beiden Gruppen zugeordnet und erhielten das, von außen ununterscheidbare, Verum oder Placebo und einen Zettel, auf dem sie alle auftretenden Symptome festhalten sollten.

Die Gruppeneinteilung wurde von einer außenstehenden Person getroffen und die Gruppenzugehörigkeit bis zum Ende geheim gehalten.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Diagramm 1: Gruppenverteilung aller teilgenommenen Probanden (Quelle:eigen)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Diagramm 2: Gruppenverteilung aller ausgewerteten Probanden (Quelle: eigen)

Die Zahl der teilnehmenden Probanden unterscheidet sich von der, deren Ergebnisse ausgewertet wurden, weil es zu einem Testabbruch wegen Krankheit und einem Testausschluss wegen unsachgemäßer Durchführung gekommen ist.

Alle an meiner Studie teilgenommenen MitschülerInnen erhielten ein Blatt, auf dem sie das Datum des Beginns der Einnahme und das Datum des Endes des Beobachtungszeitraumes einzutragen hatten, sowie eine Beschreibung der aufgetretenen Symptome, deren ungefährer Zeitdauer, sowie Datum und Uhrzeit. (siehe Anhang)

Auf den beiden folgenden Seiten befinden sich die genauen Auflistungen und Häufigkeits- verteilungen aller aufgetretenen Symptome.

Auswertung der Placebogruppe:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 2: Auswertung der Placebogruppe. (Quelle: eigen)

Auswertung der Verumgruppe

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 3: Auswertung der Verumgruppe. (Quelle: eigen)

Diese genaue Auswertung der Testergebnisse streicht keine großen Unterschiede der beiden Gruppen hervor, interessant ist jedoch, dass bei der Verumgruppe mehr Personen angaben, nichts verspürt zu haben.

Einen weiteren Unterschied stellt die vermehrte Müdigkeit in der Verumgruppe dar.

Noch während der Durchführung der Studie, wurde mir aus verschiedenen Gründen klar, dass es zu keinem gut verwertbaren Ergebnis kommen würde.

Zum einen stimmten die Rahmenbedingungen nicht. Während der Schulzeit ist eine gewisse Müdigkeit allgegenwärtig, und wenn ich am Vorabend spät ins Bett gegangen bin, ist meine Erschöpfung am nächsten Tag wohl kaum meinen Globuli zuzuschreiben.

Ebenso verhält es sich bei Symptomen wie Kopfschmerzen oder einem schlechtem Schlaf.

Für eine zukünftige homöopathische Arzneimittelprüfung ist also zu gewährleisten, dass die Probanden nicht im Stress sind oder von sonstigen Dingen seelisch belastet werden.

Zum zweiten war auch die Art und Weise der Durchführung nicht immer ganz korrekt. Da die Testpersonen alle meine Mitschüler sind, habe ich selbst mitbekommen wie das alles abgelaufen ist. Manche haben immer wieder vergessen ihre Globuli einzunehmen, oder einfach die eines Kollegen mit verwendet, wenn sie ihre eigenen nicht dabei hatten. Auch die Symptome sind auf keinen Fall gewissenhaft aufgeschrieben worden. Einige haben meine, eigentlich als Begleitprotokoll gedachte, Tabelle im Nachhinein noch schnell mit dem ausgefüllt, was ihnen noch in Erinnerung war.

Zum dritten und letzten war die Mehrheit aller Probanden sicher nicht geeignet für eine homöopathische Arzneimittelprüfung. Sie können einfach nicht wirklich auf ihren Körper hören und Veränderungen wahrnehmen. Bei manchen sollte man sogar froh sein eine Reaktion zu erhalten, wenn man sie anspricht.

Um nun aber wieder auf die homöopathische Arzneimittelprüfung zurückzukommen, kann ich sie zusammenfassend doch als Erfolg für mich persönlich verbuchen. Einfach einmal mitzubekommen wie groß die Probleme sind, die die Überprüfung von homöopathischen Arzneimitteln mit sich bringt, war allein schon eine sehr wichtige Erfahrung.

5.3.3. Qualitätsprüfungen und Therapieeinflüsse

Heutzutage geht es in der eigentlichen Homöopathieforschung jedoch nicht mehr darum, Arzneimittelprüfungen an immer neuen Stoffen durchzuführen, sondern das bestehende Material auf Qualität zu untersuchen. Hierzu spielt eine kritische Auseinandersetzung mit den Quellen eine wichtige Rolle, um schlampig durchgeführte Arzneimittelprüfungen herauszufiltern und eine Qualitätsoptimierung der Repertorien sicherstellen zu können.

Neben den homöopathischen Arzneimittelprüfungen wird durch die Frage über Therapieeinflüsse von außen und innen ein weites Forschungsfeld eröffnet. So wollen Fachmänner und –frauen in nächster Zeit neue Erkenntnisse über die Einflussnahme von Umwelt und Umfeld (von außen), aber auch von Schwangerschaften oder der Menses (von innen) gewinnen.

Weiters gilt es Fragen zur Dosierung und Darreichungsform der Mittel, sowie deren Herstellung und Lagerung, zu untersuchen und zu beantworten.

Auch wenn in diesem Bereich der Homöopathieforschung noch einiges an Nachholbedarf besteht, so kann nur diese interne Forschungsarbeit auch zur Weiterentwicklung der Homöopathie führen. (vgl. Wegener / Genneper, 2004, S. 410f)

Absolut ungeeignet, den Fortschritt voranzutreiben, ist die bisher häufig durchgeführte, aufwendige und kostenintensive Therapieforschung, die mit für die Homöopathie ungeeigneten Methoden versucht ihre Wirkung zu untersuchen.

Auch wenn sich die Grundlagenforschung besonders mit der Erklärungsfindung zu der Frage, wie Arzneien ohne Arzneimoleküle wirksam sein können, auseinandersetzt, ist bis heute nicht geklärt, ob die Wirkung von Hochpotenzen wirklich über den Placeboeffekt hinausgeht.

Darum ist es wohl unumgänglich sich mit der Wirksamkeit von Scheinmedikamenten ausein­ander­zusetzen, da sie ja womöglich gleich der Wirkung von homöopathischen Arzneimitteln ist.

6. Placeboeffekt

Placebo leitet sich von dem lateinischen Wort „placere" (= gefallen) ab, heißt soviel wie „ich werde gefallen“, und bedeutet im übertragenden Sinne „ich werde den Patienten zufrieden stellen.“( Karin Geiger, 03.02.2007)

Im Allgemeinen ist ein Placebo als „ein in seinen äußerlich feststellbaren Eigenschaften einem echten Arzneimittel gleiches Präparat (Placebopräparat, Falsumpräparat), das aber dessen eigentliche Wirkstoffe nicht enthält“ („Der große Brockhaus“, 18. Auflage) definiert.

Der Placeboeffekt spielt in der Medizin eine sehr wichtige und weitläufige Rolle. Mancherorts ist sogar davon die Rede, dass die Geschichte der Medizin, bis zur Entdeckung des Penicillins und anderer pharmakologisch wirksamer Stoffe, die Geschichte des Placeboeffektes sei. (vgl. Walach, 1993, S. 126, nach Shapiro & Morris)

So kam zur damaligen Zeit der Spott des französischen Philosophen Voltaire der Wahrheit ziemlich nahe: "Ärzte geben Medikamente, über die sie wenig wissen, in Menschenleiber, über die sie noch weniger wissen, zur Behandlung von Krankheiten, über die sie überhaupt nichts wissen." (S. Klein, 10.2003)

Doch die Medizin hat längst dieses Stadium der Unwissenheit überwunden, sie arbeitet mit hochmodernen chemischen Neuentwicklungen im Bereich der Pharmakologie, und doch unterscheiden sich die meisten in ihrer Wirkung kaum von jener des Placebos.

In unzähligen Studien wurden Schmerzmittel, Antidepressiva oder Blutdrucksenker doppelblinden placebokontrollierten Studien unterzogen[26], und oft liegt die Anzahl der Testpersonen, die durch das Präparat mit dem Wirkstoff eine Verbesserung wahrgenommen haben, nur gering über den Probanden, die durch Placebos eine Heilung erfahren haben. (vgl. S. Klein, 10.2003)

Der Placeboeffekt wird durch einen psychologischen Aspekt hervorgerufen und wirkt sich auf die biochemischen Vorgänge des Körpers aus.

Der psychologische Ansatz besteht aus einer Symbiose von einerseits Vorwissen und Erwartungshaltung und andererseits aus angelerntem Verhalten. So wissen wir seit unserer Kindheit, dass sich unser Zustand nach Erhalten von Medikamenten verbessert. Dieser angelernte Ablauf veranlasst uns auch dazu, wenn wir eine Arznei einnehmen, damit zu rechnen, dass es uns besser gehen wird.

Voraussetzungen für das Zustandekommen eines Placeboeffektes ist einerseits, dass der Patient davon ausgeht eine pharmakologisch wirksame Arznei zu erhalten, und ihm andererseits die Hoffnung auf eine Heilung gegeben wird.

Durch diese psychologischen Reaktionen veranlasst, reagiert auch der Körper. Dieser so genannte Placeboeffekt ist noch nicht vollkommen erforscht, es gibt aber zwei Theorien, die in der Literatur vermehrt auftreten. Die erste geht davon aus, dass durch die Einnahme von Placebos vermehrt schmerzstillende Endorphine ausgeschüttet werden, weil in Versuchen nachgewiesen wurde, dass der schmerzlindernde Effekt eines Placebos teilweise aufgehoben wird, wenn der Testperson Naloxon[27] verabreicht wurde.

Andererseits kann die Dopamin-Freisetzung[28] durch Placeboeinnahme erhöht werden, eine Erklärung für die Tatsache, dass Placebos auch bei Parkinson oder Depressionen helfen.

Bei der Einnahme von Placebos sind aber nur Besserungen von Krankheiten, die dem Einfluss des zentralen Nervensystems unterliegen, möglich. So kann beispielsweise kein Knochenbruch, wohl aber ein Magengeschwür geheilt werden. (vgl. W. Ruppert, 11.2005)

Der Placeboeffekt spielt in der Homöopathie eine sehr große Rolle, Homöopathie-Gegner behaupten sogar, es sei dasselbe!

Skeptikern gegenüber, die die Behandlungserfolge durch eine homöopathische Therapie vollkommen auf den Placeboeffekt zurückführen, wird immer das Argument dargelegt, dass Kleinkinder und Tiere ebenso zuverlässig auf diese alternative Heilmethode ansprechen, wie Erwachsene. (vgl. S. Swanie, 25.11.06)

Der Placeboeffekt kann aber auch bei dieser Behandlungsgruppe (Kleinkinder und Tiere) nachgewiesen werden, wie dies beispielsweise in einer doppelblinden Versuchsanordnung mit Haustieren in T. Kochs Veröffentlichung „Placebowirkung bei Tieren“ beschrieben wird. Der Autor geht davon aus, dass die Tiere die Körpersprache vertrauter Bezugspersonen lesen können. (vgl. R. Wolf, J. Windeler, 1.1.1998, nach Koch)

Im nächsten Kapitel wird genauer auf die Grenzen und Stärken der Homöopathie eingegangen, wobei sich einige Parallelen zum Placeboeffekt finden werden.

7. Grenzen und Stärken der Homöopathie

Die Homöopathie kann sicherlich einige Leiden mildern wie es an unzähligen Fallbeispielen zu erkennen ist, jedoch sind ihr auch sehr klare Grenzen gesetzt.

Besonders bei schweren Krankheiten wäre es unverantwortlich den Patienten homöopathisch zu behandeln und ihm die Möglichkeit einer Verbesserung durch die Schulmedizin zu verbauen.

Nach dem Zentralverein homöopathischer Ärzte sind vor allem schwere bakterielle Erkrankungen, bereits eingetretene organische Veränderungen oder der Verlust der Regulationsfähigkeit des Körpers der homöopathischen Behandlung unzugänglich. (vgl. Barbara Michels, 2005)

So ist beispielsweise bei einem Kreuzbandriss ein chirurgischer Eingriff unumgänglich, die Schmerzen nach der Operation können aber sehr wohl homöopathisch behandelt werden.

Die Stärken der Homöopathie liegen für mich darin, den Körper in ein gesundes und stabiles Gleichgewicht zu bringen, das auch ohne Medikamente bestehen kann.

Dieser autarke Zustand wird, nach Vorstellung von Homöopathen, nur durch die Anregung der Selbstheilungskräfte erreicht.

Der homöopathischen Therapie unzugänglich sind folglich Krankheiten, bei denen der Körper zu sehr geschwächt ist um sich selbst zu heilen, oder wenn es bereits zum Verlust der Reaktionsfähigkeit gekommen ist. Auch bei der Notwendigkeit von sofortigen schulmedizinischer Eingriffe, kann die Homöopathie nichts mehr anrichten.

Für einen Asthmaanfall beispielsweise kann Kortison lebensrettend sein, wohingegen bei der Therapie von Asthma die Homöopathie eine wichtige Rolle einnehmen kann.

Wie zu sehen ist, sind also auch der Homöopathie sehr wohl Grenzen gesetzt, und es liegt am Arzt, diese bestmöglich auszuloten und eine passende Therapiemethode auszuwählen.

8. Schlusswort

Ich habe mich nun ein mehr als ein halbes Jahr lang sehr intensiv mit der Homöopathie auseinandergesetzt. Ein halbes Jahr lang habe ich mir Skeptiker und Befürworter immer wieder aufs Neue angehört, beziehungsweise ihre Meinungen gelesen, ein halbes Jahr lang war ich durchgehend mit der Frage beschäftigt: „Wie ist meine Meinung zur Homöopathie?“

Jetzt habe ich endlich die Gelegenheit dazu, meine eigene und für mich richtige Ansicht zur Behandlungsweise der Homöopathie darzustellen.

Auch wenn ich, unter anderem aufgrund meiner homöopathischen Arzneimittelprüfung, der Wirkung von homöopathischen Arzneimitteln eher skeptisch gegenüberstehe, bin ich von der Homöopathie in ihrer Gesamtheit sehr wohl überzeugt.

Die Tatsache, dass ihre Wirkung wissenschaftlich (noch) nicht bewiesen ist, steht meiner Ansicht von einer guten Alternative zu schulmedizinischen Methoden nicht im Wege.

Es mag sein, dass ihr Behandlungserfolg nicht über den des Placeboeffektes hinausgeht, doch man sollte auf keinen Fall das Potenzial dieses körpereigenen Effektes unterschätzen.

Oft wird in unserer heutigen, von Stress und Hektik dominierten, Welt der natürliche Verlauf einer Krankheit kaum mehr abgewartet.

Daher besteht die Kunst der Medizin, wie der Schriftsteller Voltaire schrieb, darin „den Patienten beschäftigt zu halten, während die Erkrankung ihren eigenen Verlauf nimmt.“ (Barbara Michels, 2005, nach Voltaire)

Natürlich hat auch diese Ansicht nur eine eingeschränkte Gültigkeit, dennoch sehe ich die Homöopathie gewissermaßen auch als Möglichkeit, dass Menschen versuchen genauer auf ihren Körper zu hören und dessen Symptome wahrzunehmen und auch richtig zu deuten.

Vielleicht werden wir niemals erfahren, was es mit der Homöopathie wirklich auf sich hat, und vielleicht ist es auch gut so, denn dann kann sie, bis ihr Geheimnis entschlüsselt ist, noch einigen Menschen auf eine sanfte Weise helfen.

9. Anmerkungen

[1] Materia medica: Arzneimittellehre: Alle gesammelten Daten, die bei homöopathischen Arzneimittelprüfungen über eine Arznei erhoben wurden. Richtlinie für behandelnde Ärzte.

[2] Vier Quentchen entsprechen je 14,6 g

[3] Das Arzneimittelbild führt alle Symptome auf, bei welchen das Arzneimittel Heilung bringen sollte. Es wird nicht nur in der Homöopathie, sondern in der gesamten pharmazeutischen Praxis angewendet.

[4] Die „Materia medica“ bezeichnet nicht ein Werk, sondern ist, wie zum Beispiel ein Lexikon, mehrmals überarbeitet und von verschiedenen Autoren erarbeitet.

[5] „Similia similibus curentur“ = „Ähnliches vermag durch Ähnliches geheilt zu werden“; je nach Übersetzung bedeutet es aber auch „Ähnliches soll durch Ähnliches geheilt werden“ oder „Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt“ (vgl. Endler, 1998, S. 23, nach Dellmour)

[6] Chronische Krankheiten entwickeln sich zumeist langsam, dauern über einen längeren Zeitraum an und nehmen oft einen nicht genau vorhersagbaren Verlauf. Am Ende führen sie oft zu irreversiblen Organschäden und zum Tod; eine vollständige Heilung ist zumeist nicht möglich. (Hausmann C., 09.02.2007)

[7] Das Wort Miasma war in der damaligen Medizin die Bezeichnung für Urkrankheit, die tiefere Schichten des Menschen in körperlicher, als auch seelischer Hinsicht erfasst und Ursache für die Entstehung chronischer Krankheiten ist. Heute würde man es als Infektion bezeichnen. Hahnemann unterschied zwischen akuten und chronischen Miasmen.

[8] Hahnemann hatte die Vorstellung von 3 verschiedenen chronischen Miasmen: Psora, Syphilis, und Sykosis.

[9] Beispiele:

Frische Pflanzen und Pflanzenteile:

ganze frische Pflanzen: Atropa belladonna (Tollkirsche), Bellis perennis (Gänseblümchen), etc. frische Pflanzenteile: Bryonia (Zaunrübe), Convallaria (Maiglöckchen), etc.

Pflanzliche Drogen und deren Zubereitungen:

getrocknete Pflanzen und Pflanzenteile: Spigelia (Wurmkraut), etc.

Blüten: Cina (Wurmkraut)

Rinden: China (Rinde vom Chinarindenbaum)

Wurzeln und Wurzelstöcke: Ipecacuanha (Ingwer), etc.

Früchte und Samen: Coffea arabica (Kaffeebohne), Lycopodium (Bärlappe), Nux vomica (Brechnuss), etc. andere Drogen: Aloe (getrockneter Milchsaft), etc.

Zubereitungen aus den oben genannten Stoffgruppen: Carbo vegetabilis (Buchenholzkohle), Spongia (gerösteter Meerschwamm), etc.

Pilze: Agaricus (Champignon), etc.

Flechten: Sticta (Lungenmoos), etc.

Stoffe mineralischen Ursprungs: Alumen, Petroleum, etc.

Chemische Elemente und deren Verbindungen: Phosphor, Sulfur, Arsenicum album, Kalium carbonicum, Magnesium phosphoricum, etc.

Tierische Drogen, Teile von Tieren und deren Absonderungen: Ambra (Substanz aus dem Verdauungstrakt von Pottwalen), Cantharis (Weichkäfer), Lachesis (Schlangengift), etc.

Nosoden: Lyssinum (Tollwutnosode - gewonnen aus dem Speichel eines tollwütigen Hundes), Psorinum (Unbehandeltes Krätzebläschensekret), Tuberkulinum (Eiter aus einem Tuberkulose-Abszess eines Rindes)

(vgl. Homöopathisches Arzneibuch, S. 11ff)

[10] Die Arzneimittelgruppe der Nosoden wurde von Constantin Hering Ende des 19. Jahrhunderts in die Homöopathie eingeführt.

[11] Potenzierung ist auf die verstärkende Heilwirkung der Arznei zu beziehen, nicht auf den Gehalt an Arzneimolekülen.

[12] Hahnemann prüfte Natrium muriaticum mit Studenten und führte 1349 Symptome auf.

Die Österreichische Prüfungsgesellschaft prüfte unterschiedliche Potenzen, von der reinen Substanz bis zur D 30.

[13] C-Potenz wird abgeleitet vom griechischen Wort „centesimalis“

[14] D-Potenz wird abgeleitet vom griechischen Wort „decimalis“

[15] Calciumbehenat und Magnesiumstearat:

Calciumbehenat ist ein Salz und kommt in geringen Mengen in Pflanzensamen und in Tierfetten vor. In den Tablettenformen sind die Hilfsstoffe Calciumbehenat oder Magnesiumstearat enthalten, die benötigt werden, um die Tablette pressen zu können.

[16] Q-Potenzen von quinquagies millesimus abgeleitet

[17] Der Medizinhistoriker Robert Jütte, Leiter des Institutes für Geschichte der Medizin der Robert Bosch Stiftung in Stuttgart, sieht die Behandlung nach dem Ähnlichkeitsprinzip auch in der heutigen Schulmedizin als nicht mehr umstritten an.

[18] Mit der Avogadroschen Zahl an Teilchen (6,023·1023), die von Amadeo Avogadro 1811 berechnet wurde, lässt sich mathematisch beweisen, dass sich bei einer D22 bzw. C11 Potenz noch höchstens ein Teilchen des Arzneistoffes in einer Dilution befindet.

[19] 3-Sat-online, in „nano“ am 09.01.04, http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/nano/bstuecke/60981/
ORF1 in „Modern Times“ am 13.02.04, http://moderntimes.orf.at/web/Beitragneu/s2004_02_13/beitrag6.html

[20] Prof. Dr. rer.nat. Gerhard Bruhn; Jahrgang 1931; Studium der Mathematik und Physik an der FU und TU Berlin

Prof. Dr. rer.nat. Erhard Wielandt; Jahrgang 1940; Studium der Physik in Tübingen und an der FU Berlin

PD. Dr. rer.nat. Klaus Keck; Jahrgang 1932; Studium der Chemie in Freiburg

[21] Eine klinische Prüfung (= klinische Studie) ist eine systematische Untersuchung eines Arzneimittels an einem Prüfungsteilnehmer, die mit dem Ziel durchgeführt wird Wirkungen von Prüfpräparaten nachzuweisen.

(vgl. Klier H., Pogantsch M., 04.2004)

[22] Andere untersuchte Parameter: Lebensqualität, Entwicklung der Beschwerden, Dauer der Arbeitsunfähigkeit, uvm. unter homöopathischer Behandlung

[23] Definition von Meta-Analyse: „integrierende statistische Auswertung, bei der die Ergebnisse mehrerer Studien in einer einzigen Zahl zusammengefasst werden.“ (vgl. Melchart, Mitscherlich, Amiet, u.a., 24.04.2005, S. 78)

[24] Die Schweizer Gesundheitsbehörden haben auf dieses Ergebnis mit der Streichung der Homöopathie von der Liste erstattungsfähiger Anwendungen reagiert. (Simm M., 28.12.2006)

[25] von Kleijnen et al. 1991, Boissel et al. 1996, Linde et al. 1997 und Cucherat et al. 2000, Wein 2002, Mathie 2003, Dean 2004 (Deutscher Zentralverein homöopathischer Ärzte, 08.2005)

[26] Jedes neue Medikament muss in randomisierten Doppelblindstudien gegen ein Placebo antreten, und nur wenn seine Wirkung über den Placeboeffekt hinausgeht, darf es zugelassen werden. (BioLab, 07.02.2007)

[27] Naloxon ist ein Stoff, der in hoher Konzentration die Wirkung endogener oder exogener Opiate aufhebt. (vgl. R. Wolf, J. Windeler, 1.1.1998)

[28] Dopamin: „Er versetzt die Patienten in einen Zustand von Euphorie und Selbstzufriedenheit. Von dem zusätzlichen Dopamin kann der Patient aber auch auf andere Weise profitieren. Bei neurologischen Erkrankungen, die mit einem Mangel an diesem Botenstoff einhergehen, wie etwa die Parkinsonsche Krankheit oder das Tourette-Syndrom, kann es zu einer unmittelbaren Besserung der Beschwerden kommen.“ (vgl. Bäder – Führer, 06.2002)

10. Verzeichnisse

10.1. Literaturverzeichnis

10.1.1. Bücher

Daems W. F., Marti E., Pelikan W. (...u.a.),

Potenzierte Heilmittel: Ursprung, Wesen und Wirkungsnachweis von dynamisierten Substanzen

Itschner Viktor (Hrsg.), Stuttgart, Verlag Freies Geistesleben, 1971

Endler P. C.,

Expedition Homöopathieforschung: Ein altes Heilsystem wird plausibel

Wien, Verlag Wilhelm Maudrich, 1998

Eppenich H., Friedrich U., Genneper Th., (u.a.),

Lehrbuch der Homöopathie: Grundlagen und Praxis

Genneper Thomas und Wegener Andreas (Hrsg.), 2. Auflage, Stuttgart, Haug Verlag, 2004

Homöopathisches Arzneibuch

Amtliche Ausgabe

Deutscher Apotheker Verlag, Gesamtausgabe, 1986

Lyons A., Petrucelli J.,

Die Geschichte der Medizin im Spiegel der Kunst

Lyons Albert, Petrucelli Joseph (Hrsg.), Neuauflage, Köln, DuMont Buchverlag, 2003

Meili W.,

Grundkurs in Klassischer Homöopathie

Meili Walter (Hrsg.), Regensburg, Johannes Sonntag Verlagsbuchhandlung, 1989

Plessner M.,

Der Mensch – Sein Körper und sein Geist

Roland Gööck (Hrsg.), Gütersloh, Praesentverlag, 1975

Walach H.,

Wissenschaftliche homöopathische Arzneimittelprüfung:

doppelblinde Crossover-Studie einer homöopathischen Hochpotenz gegen Placebo oder Wirken homöopathische Mittel am Gesunden wie Placebos?

Walach Harald (Hrsg.), 2. Auflage, Heidelberg, Haug Verlag, 1993

10.1.2. Zeitschriften

Klein S., „…ohne Risiken und Nebenwirkungen“: GEO-Magazin, Heft Nr. 11, 20.10. 2003, Seite 49 – 64, Gaede Peter – Matthias (Chefredakteur), o.O., Gruner + Jahr Druck und Verlagshaus, 20.10.2003

Ruppert W., „Arzneimittel: von Pille bis Placebo“: Unterricht Biologie- Arzneimittel, Heft 309, 11. 2005, Seite 2 – 11, Ruppert Wolfgang (Hrsg.), 29. Jahrgang, o.O., Erhard Friedrich Verlag, 11. 2005

Dellmour F., „Metaanalysen und klinische Studien in der Homöopathie“: Österreichische Apotheker-Zeitung, Heft Nummer 22, 23.10.2006, Seite 1076 – 1077, Österreichischer Apothekerverband (Hrsg.), Wien, Österreichischer Apothekerverlag, 23.10.2006

10.1.3. Beiträge in Sammelwerken

n.n., „Placebo“: Der große Brockhaus, F. A. Brockhaus, 18. Auflage, Band 9, Wiesbaden, F. A. Brockhaus, 1981, Seite 63

10.1.4. Internetquellen

Bäder-Führer, „Wirkung ohne Wirkstoff - Einblicke in den Placebo-Effekt / Freisetzung von Dopamin“, erschienen in: Bäder-Führer, 06.2002, http://www.baeder-fuehrer.de/newsarchiv/800396.html, Datum des Ausdrucks: 09.02.2007

BioLab, „Biotechnologie in der Forschung – Pharmaforschung“, erschienen in: "BioLab Baden-Württemberg on Tour - Forschung, Leben, Zukunft", eine Initiative der Landesstiftung Baden-Württemberg, 07.02.2007, http://www.biolab-bw.de/Pharmaforschung.32.0.html#, Datum des Ausdrucks: 09.02.2007

Bruhn, Wielandt, Keck, „Pseudowissenschaften an der Universität Leipzig“, erschienen in: Pseudowissenschaften an Deutschen Hochschulen und im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, 3.11.2005, http://www.xy44.de/belladonna/chrono/, Datum des Ausdrucks: 19.02.2007

Dellmour F., „Homöopathische Arzneiwirkung und Placebowirkung - Versuch einer Standortbestimmung“, erschienen in Homepage von: Dr. med. Thomas Quak - Arzt für Homöopathie, http://www.doktor-quak.de/pdf/dellmour_arzneiwirkung.pdf, Datum des Ausdrucks: 03.02.2007

Deutscher Zentralverein homöopathischer Ärzte, „Das Ende der Homöopathie – Stellungsnahme“, 08.2005, http://www.dzvhae.com/portal/loader.php?seite=37935&org=1113&back_seite=37932, Datum des Ausdrucks: 09.02.2007

Geiger K., „ Medizinische Terminologie -

Wortschatz und Begriffsdefinitionen aus spezifischen Themenbereichen“, erschienen in: Justus-Liebing-Universität Giessen Institut für Geschichte der Medizin, 03.02.2007, http://www.med.uni-giessen.de/histor/Terminologiekurs%20-%20Wortschatz%202%20(Spezif.).pdf, Datum des Ausdrucks: 09.02.2007

Hausmann C., „Psychologie und Kommunikation für Pflegeberufe. Ein Handbuch für Ausbildung und Praxis / Chronische Krankheiten“, erschienen in: Pflegenetz – Portal für Gesundheits- und Krankenpflege“, 09.02.2007, http://www.pflegenetz.at/, Datum des Ausdrucks: 09.02.2007

Jütte R., „Homöopathen machten den ersten Doppel-Blindversuch“, erschienen in: Ärzte Zeitung Online, 08.04.05, http://www.aerztezeitung.de/docs/2005/04/08/063a1801.asp, Datum des Ausdrucks: 26.11.2006

Klier H., Pogantsch M., „Klinische Studien“, erschienen in: Steiermärkische Gebietskrankenkasse, 04.2004, http://www.stgkk.at/mediaDB/60056.PDF, Datum des Ausdrucks: 09.02.2007

Michels B., „Streitpunkt Homöopathie“, erschienen in: Via medici online, 2005, http://www.thieme.de/viamedici/medizin/alternativ/homoeopathie.html, Datum des Ausdrucks: 26.11.2006

Melchart D., Mitscherlich F., Amiet M., u.a., „Programm Evaluation Komplementärmedizin – Schlussbericht“, erschienen in: Bundesamt für Gesundheit – Schweiz, 24.04.2005, http://www.bag.admin.ch/suchen/index.html?keywords=hom%F6opathie&lang=de, Datum des Ausdrucks: 03.02.2007

Odermatt C., Späni A., „Das richtige Arzneimittel – schnell gewählt“, erschienen in: Homepage von „Similasan“, 17.02.2007, http://www.similasan.ch/333.2.html, Datum des Ausdrucks: 19.02.2007

Simm M., „Hahnemanns heilsamer Humbug“, erschienen in: privater Homepage von Simm M., 28.12.06, http://www.simmformation.de/html/body_homoopathie.html, Datum des Ausdrucks: 26.11.2006

Stüdeli W., „Umstrittene Forschungsresultate zur Homöopathie“, erschienen in: Schweizerischer Verein Homöopathischer Ärztinnen und Ärzte, 28.07.2005, http://www.ja-zur-komplementaermedizin.ch/downloads/2005-08-28_SVHA_Communiqu%C3%A9_Stellungnahme-LANCET__%20DEF_V3.pdf, Datum des Ausdrucks: 03.02.07

Stüdeli W., „Umstrittene Forschungsresultate zur Homöopathie“, erschienen in: Deutscher Zentralvereins homöopathischer Ärzte, 28.07.2005, http://www.dzvhae.com/portal/pics/abschnitte/290805111535_svha_commlancet_2005-08-28_def_v3.pdf?PHPSESSID=b3a7cb452f974d086f1c9f3f037a2db9, Datum des Ausdrucks: 03.02.07

Swanie S., „Homöopathie und Hunde“, erschienen in: private Homepage, 25.11.06, http://www.drei-hunde-nacht.eu/thp/homoeopathie.htm, Datum des Ausdrucks: 09.02.2007

Wolf R., Windeler J., „Erfolge der Homöopathie - nichts als Placebo-Effekte und Selbsttäuschung? / Chancen und Risken der Außenseitermedizin“, erschienen in: Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften, 1.1.1998, http://www.gwup.org/themen/texte/homoeopathie/media/homoepathie_und_kritik.pdf, Datum des Ausdrucks: 03.02.2007

Abbildungsverzeichnis:

Abbildung 1: Kristiane Backer, „The discovery of homeopathy“, erschienen in: „Energy for health“, 07.02.07, http://www.energy-for-health.com/homeopathy.html

Abbildung 2: n.n., „Wirkung von Homöopathie wie Placeboeffekt“, erschienen in: Sozialverband Deutschland, 10.02.2007, http://www.vdk.de/perl/CMS_Page.cgi?ID=de9482&SID=n9SFz1tF0cdRH1grRXY7ePHnsRDe6p

Abbildung 3: eigen

Abbildung 4: n.n., „Homöopathie“, erschienen in: Aude sapere – medizinischer Sachbuchverlag, 10.02.2007, http://www.audesapere.de/

ANHANG

Probandenbrief

Liebe Schülerin, lieber Schüler der 8e Klasse!

Wie ich euch bereits kurz geschildert habe, schreibe ich eine Fachbereichsarbeit über die Entstehung und das Wirken von homöopathischen Arzneimitteln. Mein empirischer Teil besteht darin, dass ich eine homöopathische Arzneimittelprüfung durchführe.

Die Wirkung der Homöopathie basiert auf dem Simile-Prinzip, d.h. Ähnliches kann mit Ähnlichem geheilt werden. Ein Mittel kann also diese Krankheiten bzw. Symptome heilen, die es bei einem Gesunden hervorruft. Und genau aus diesem Grund ist die homöopathische Arzneimittelprüfung (kurz: HAMP) so wichtig.

Der Ablauf einer HAMP ist seit Hahnemann, dem Begründer der Homöopathie, festgelegt. Er hat nicht nur einige HAMP’s an sich selbst durchgeführt, sondern auch seine Familienmitglieder regelrecht damit genervt.

Das Grundprinzip einer HAMP ist, dass ein Gesunder eine homöopathische Substanz einen gewissen Zeitraum lang einnimmt, und alle Symptome, die bei ihm auftreten, notiert. Alle Krankheitszeichen zusammen ergeben dann das homöopathische Arzneimittelbild, nach welchem der Arzt eine Arznei für den Kranken auswählt.

In der Geschichte der HAMP ist es noch nie zu bleibenden Schäden gekommen. Alle vernommenen Änderungen sind nach kürzester Zeit wieder abgeklungen.

Falls du Interesse hast an diesem Projekt als Testperson mitzuwirken, und mir damit eine große Hilfe sein willst, fülle bitte den beiliegenden Prüfbogen möglichst genau aus, und lass dir die Einverständniserklärung von deinem/r Erziehungsberechtigtem/n unterschreiben, bzw. unterschreibe ihn selbst wenn du schon volljährig bist.

Vielen Dank für deine Aufmerksamkeit,

Klara

Informationen und Einverständniserklärung:

Wenn du Interesse hast, an dieser Untersuchung teilzunehmen, bitte ich dich die nachfolgenden Informationen über Testsubstanz, Anwendung und Zeitraum der Durchführung sorgfältig durchzulesen und anschließend die Einverständniserklärung selbst bzw. von deinem/r Erziehungsberechtigtem/n unterschreiben zu lassen.

Testsubstanz:

Homöopathisches Mittel

Testablauf:

Jeder Teilnehmer/jede Teilnehmerin bekommt eine Testsubstanz, die den unteren Kriterien entsprechend eingenommen werden muss.

Während der Einnahmezeit und im Beobachtungszeitraum sind ALLE bemerkbaren Symptome bzw. Veränderungen im seelischen bzw. körperlichen Bereich auf einem Blatt Papier festzuhalten.

Wenn bis zum Ende der Einnahmezeit noch keine Symptome aufgetreten sind, sollte die Einnahme um 2 Tage verlängert werden; falls vor Ablauf der vorgeschriebenen Einnahmezeit Symptome bemerkbar sind, soll die Einnahme sofort gestoppt werden.

Unter Symptomen sind Veränderungen sowohl im körperlichen als auch im seelischen Bereich zu verstehen, wie z.B.: Verspannungen, ziehende Schmerzen, taube Fingerspitzen, Schlaflosigkeit, Völlegefühl im Bauch, Liderzucken, usw. ALLE vernommenen Symptome bzw. Veränderungen sind auf ein Blatt Papier zu schreiben, und auch die Stärke ist zu vermerken.

Weiters ist das Datum des Beginns und des Endes der Einnahme, sowie die Tage, an denen die Symptome vernommen wurden, und auch ob die Einnahme um 2 Tage verlängert bzw. verfrüht abgebrochen worden ist (Datum des Abbruchs), anzuführen.

Anwendung:

2-mal täglich (am besten morgens und abends) 5 Streukügelchen ca. eine halbe Stunde vor dem Essen im Mund zergehen lassen.

Zeitraum der Anwendung / Beobachtungszeitraum:

Die Einnahmedauer beträgt 5 Tage und der Beobachtungszeitraum eine Woche.

Falls vor Ablauf des Einnahmezeitraumes Symptome auftreten, sind diese zu vermerken und die Einnahme ist zu stoppen. Wenn nach 5 Tagen Einnahme noch keine Veränderungen aufgetreten sind, soll die Einnahme um 2 Tage verlängert werden.

Abschluss der Studie:

Mit der Abgabe aller aufgeschriebenen Symptome ist die Studie nach 5 (bzw. 7) Tagen Einnahme und 7 Tagen Beobachtung (insgesamt 12 Tage, bzw. 14 Tage) beendet.

(Treten z.B. bereits am 3. Tag der Einnahme Symptome auf, so wird diese abgebrochen und eine weitere Woche beobachtet. Die Studie dauert in diesem Fall nur 10 Tage)

Einverständniserklärung:

Hiermit erkläre ich mich damit einverstanden, dass mein Sohn / meine Tochter .. (Name)

an dem oben beschriebenen Ablauf einer homöopathischen Arzneimittelprüfung teilnimmt, und bereit ist sich an die Vorgaben zu halten.

.

(Unterschrift des/der Erziehungsberechtigten)

Prüfplan

Zielsetzungen:

a) Erstellung eines eigenen Arzneimittelbildes von Magnesium phos. D12

b) Gegenüberstellung der Ergebnisse von Placebo- und Verumgruppe

c) Arzneimittelbild von Magnesium phosphoricum

a) eigenes Arzneimittelbild Magnesium phosphoricum D12

Kopfweh (10), Müdigkeit (10), Blähungen (2), leichtes Zittern / Schwäche (1), stärkere Regelbeschwerden als normal (1), Konzentrationsprobleme (1), Bauchschmerzen / Zwicken und Druck im Unterleib (1), deutliche Verringerung des Hungergefühls (1), eiskalte Zehen(1), Morgenübelkeit (1), tränendes linkes Auge (1), Nasenjucken (1), erschlagenes Gefühl (1), schlechter Schlaf (1), gereizt / schlechte Laune (1)

(Zahlen in Klammern geben die Häufigkeit der Erscheinung der Symptome an)

b) Gegenüberstellung der Ergebnisse von Placebo- und Verumgruppe

Auswertung - Placebogruppe

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

c) Arzneimittelbild von Magnesium phosphoricum:

Wirkt bevorzugt auf Zentralnervensystem, glatte Muskulatur, Nerven der Haut.

Passt besonders zu unruhigen, ängstlichen, kälteempfindlichen Menschen mit Neigung zu Krämpfen.

Hauptindikationen: Unruhe und Krämpfe bei Säuglingen und Kindern. Schulkopfschmerz. Kopfneuralgie. Schluckauf. Krämpfe und Koliken der Hohlorgane (Magen, Darm, Gallenblase, Gebärmutter, usw.).

Symptome:

Sieht Funken bei Kopfschmerzen. Nervenschmerzen zusammen mit Krämpfen. Krämpfe nach geistiger Überanstrengung. Reissender Gesichtsschmerz, besser durch Druck.

Neuralgische Ohrenschmerzen, heftige, anfallsweise auftretende Bauchkrämpfe mit Luftaufstossen. Heftiger oder andauernder Schluckauf (auch bei Säuglingen). Koliken während der Menstruation, Schreibkrämpfe. (vgl. Carlo Odermatt, Armin Späni, 19.02.2007)

Datenblatt zur Auswertung der Symptome

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Morgens und abends je 5 Globuli ca. 10-15 Minuten vor dem Essen unter der Zunge zergehen lassen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

48 von 48 Seiten

Details

Titel
Entstehung und Wirken homöopathischer Arzneimittel - Durchführung einer Studie mit Magnesium phosphoricum D12
Note
Sehr gut
Autor
Jahr
2007
Seiten
48
Katalognummer
V110777
Dateigröße
575 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Entstehung, Wirken, Arzneimittel, Durchführung, Studie, Magnesium
Arbeit zitieren
Klara Müller (Autor), 2007, Entstehung und Wirken homöopathischer Arzneimittel - Durchführung einer Studie mit Magnesium phosphoricum D12, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/110777

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