Die Kennedyrede vom 22. Oktober 1962 und ihre Darstellung im 'Neuen Deutschland'


Seminararbeit, 2002

19 Seiten, Note: 1,3


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Inhaltsangabe

1. Quellenkritik
1.1. Quellenbeschreibung
1.2 Innere Kritik
1.2.1 Sprachliche Aufschlüsselung

2. Quelleninterpretation
2.1. Inhaltsangabe
2.2. Einordnung in den historischen Kontext
2.2.1 Die außenpolitische Situation bei Kennedys Amtsantritt
2.2.2. Die Entwicklung auf Kuba und die Einflüsse von USA und UdSSR
2.2.3. Das Verhältnis der USA und der UdSSR vor der Kubakrise
2.2.4 Kuba und die Sowjetunion
2.3. Die Äußerungen des „Neuen Deutschland“ im Vergleich zum Protokoll der Kennedyrede vom 22.Oktober 1962

3. Ergebnis und Ausblick

4. Quellen und Literatur
4.1. Quellen
4.2. Literatur
4.3 Abkürzungsverzeichnis

1. Quellenkritik

1.1. Quellenbeschreibung

Die der Analyse zugrunde liegende Quelle ist ein Zeitungsartikel, unter der Überschrift „Kennedy: Gefährliches Unternehmen“[1] aus der Zeitung „Neues Deutschland“, der am 24. Oktober 1962 erschien. Eine Angabe des Verfassers ist nicht möglich, da nur die staatliche Presseagentur ADN/ ND genannt ist.

Der Artikel bezieht sich auf die Rede des amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy, die er am 22. Oktober 1962 hielt. Die Quelle liegt in gedruckter Form vor.[2]

1.2 Innere Kritik

1.2.1 Sprachliche Aufschlüsselung

Die Quelle wurde in einem leicht verständlichen Ton verfaßt. Es sollte der genannte Begriff der Organisation der Amerikanischen Staaten (OAS) erklärt werden. Es handelt es sich hierbei um einen Zusammenschluß der amerikanischen Staaten, sowohl Nord– als auch Latein– und Südamerikanische Staaten. Das primäre Ziel dieser 1948 gegründeten Organisation ist die Wahrung des Friedens und der Sicherheit über jenem Kontinent. Es wurden weiterhin Verträge zur Förderung der politischen, wirtschaftlichen und sozialen Zusammenarbeit geschlossen. Wichtig für die Bewertung der Beschlüsse der Organisation der Amerikanischen Staaten ist, daß sie sehr stark unter dem Einfluß der USA stand.

Der in der Quelle genannt Begriff „TASS“ steht für die staatliche sowjetische Nachrichtenagentur.

2. Quelleninterpretation

2.1. Inhaltsangabe

Die Quelle befaßt sich mit der Rede des amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy, die er am 22. Oktober 1962 hielt. Kennedy teilte mit, daß die USA eine Seeblockade über Kuba verhängte, die am 24. Oktober 1962 in Kraft trat. Des weiteren informierte er sein Volk und die Weltöffentlichkeit über die Stationierung von sowjetischen Mittelstreckenraketen, die mit atomaren Sprengköpfen ausgerüstet werden konnten, auf Kuba.

2.2. Einordnung in den historischen Kontext

2.2.1 Die außenpolitische Situation bei Kennedys Amtsantritt

Die USA hatten durch die „Eisenhower Doktrin“[3] im Kampf gegen den Kommunismus auch Diktatoren unterstützt, wie die Beispiele Fulgencio y Zaldívar Batista[4] in Kuba und Ngo Dinh Diem[5] in Südvietnam beweisen.[6] Kennedy versuchte, diese von Eisenhower begonnene Politik zu entschärfen bzw. die amerikanischen Gelder, die als Hilfe für den Kampf gegen den Kommunismus gezahlt wurden, mit Forderungen für den Aufbau einer sozialen Infrastruktur zu verbinden.[7] Zugleich sah er sich einer Sowjetunion gegenüber gestellt, die intensiv einen Ausgleich, vielleicht einen Vorsprung in den neuen Waffensystemen erreichen wollte. Deshalb erkannte er, daß nur das Zusammenspiel der beiden Faktoren das gesetzte Ziel erreichen konnte. Kennedy gab deshalb den Befehl zur Reform des Militärs.

„Taylor und McNamara entwarfen einen Gesamtplan zur Verteidigung der Vereinigten Staaten (...)das Pentagon [wurde] einer straffen Führung durch das weiße Haus unterstellt. Eine größere Zahl von Amerikanern wurde für den Guerillakrieg in Asien und Afrika ausgebildet. Gleichzeitig trieb Kennedy das Raketenprogramm mächtig voran.“[8]

2.2.2. Die Entwicklung auf Kuba und die Einflüsse von USA und UdSSR

Fidel Castro nahm am 8. Januar 1959 Havanna ein. Der Diktator Batista war acht Tage zuvor auf Grund eines Generalstreiks geflohen. Die Regierung Castros leitete eine Bodenreform und eine Besteuerung der amerikanischen Plantagen und Besitzungen ein. Es erfolgte jedoch keine Enteignung von amerikanischen Eigentum. Castro bat sogar die Regierung der Vereinigten Staaten um ein Darlehen, damit die einseitig auf den Anbau von Zucker und Tabak konzentrierte kubanische Wirtschaft sich weiterentwickeln konnte, um sich aus der direkten Abhängigkeit der USA zu lösen. Diese Situation war von den Spaniern auf ihrer ehemaligen Kolonie geschaffen worden, wurde aber von den USA ohne Änderung übernommen. Kuba hatte sich unter Aufgabe seiner Souveränität unter amerikanisches Protektorat gestellt.[9]

Die außenpolitische Einstellung der Vereinigten Staaten war durch Eisenhower festgelegt worden. Er beharrte auf dem bedingungslosen Kampf gegen den sich ausbreitenden Kommunismus und war nicht bereit, Änderungen des Status quo hinzunehmen oder zu unterstützen. Daher wurden die Kredite für Kuba nicht gewährt. Es muß jedoch angemerkt werden, daß Fidel Castro sich zu diesem Zeitpunkt nicht zum Sozialismus bzw. Kommunismus bekannt hatte. Vielmehr trieb Eisenhower Castro direkt in die Arme von Chruschtschow, da Castro von der Sowjetunion wirtschaftliche und militärische Hilfe in Aussicht gestellt wurde. „Wenn nötig, können sowjetische Artilleristen das kubanische Volk mit Raketen unterstützen, falls die aggressiven Kräfte im Pentagon es wagen sollten, in Kuba zu intervenieren.“[10]

Die außenpolitische Isolation Kubas und seine Ablehnung bzw. der Ausschluß aus der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) auf Bitten der USA, führten zu Castros Bekenntnis zum Sozialismus.[11] Die USA stellten den diplomatischen Kontakt zu Kuba am 2. Januar 1961 komplett ein. Zuvor hatte die kubanische Regierung entgegen ihrem Versprechen amerikanische Unternehmen und Plantagen verstaatlicht.

Hier beginnt eine neue Stufe der Entwicklung Kubas, der frühere „Hinterhof der USA“ war zum Vorposten bzw. Brückenkopf der UdSSR mutiert. Deshalb verhielt sich das Verhältnis der Abhängigkeit Kubas von der sowjetischen Hilfe proportional zum amerikanischen Versuch, die Regierung von Castro zum Scheitern zu bringen. Die Vereinigten Staaten hatten ein Einfuhrverbot von kubanischen Zucker angeordnet und die Lieferung von Öl gestopt. Die Sowjetunion half ihrem neuen Verbündeten mit der Lieferung bzw. der Abnahme der genannten Produkte.[12]

2.2.3. Das Verhältnis der USA und der UdSSR vor der Kubakrise

Die Beziehungen der beiden Weltmächte zueinander hatten sich bereits durch das Berlin – Ultimatum[13] der UdSSR ab 1958 verschlechtert und waren angespannt. Das Gegenüberstehen der Panzer am Checkpoint Charly, der Bau der Berliner Mauer sowie die Reaktion der USA, die von der BRD als zu passiv gewertet wurde[14], schädigten das internationale Ansehen der Vereinigten Staaten, hingegen nahm das Selbstbewußtsein von Chruschtschow zu. Die Enthüllung der amerikanischen U2-Spionage und die Demütigung Eisenhowers, der sich offiziell auf der Pariser Konferenz bei Chruschtschow entschuldigen mußte, verschärften die Lage.[15]

Das Verhältnis hatte somit bereits im Vorfeld an Spannungspotential gewonnen. Doch die „Landung kubanischer Freischärler“[16] in der Schweinebucht war die erste große außenpolitische Niederlage, die der neue Präsident John F. Kennedy hinnehmen mußte. Der Versuch Castro zu stürzen, hatte bereits unter Eisenhower begonnen. Da die Vereinigten Staaten jedoch nicht offiziell in dieses Vorhaben involviert sein wollten, wurden in den USA ausgebildete Exilkubaner nach Kuba gebracht, um im Guerillakrieg eine erneute Revolution zu beginnen und Castro zu stürzen.[17] Die Landung in der Schweinebucht wurde zu einem kompletten Desaster und Niederlage für die USA.[18] Die Ausrüstung der Exilkubaner ermöglichte es ihnen nicht, sich gegenüber den kubanischen Streitkräften durchzusetzen. Es wurde aber von Besson auch darauf hingewiesen, daß John F. Kennedy falsch beraten worden war.[19]

„In Bezug auf die nukleare Bedrohung sah sich Kennedy als erster Präsident mit einer Situation konfrontiert, in welcher die Sowjetunion ihre technische Rückständigkeit nicht nur wissenschaftlich aufgeholt hatten, sondern darüber hinaus damit begann, durch massive Aufrüstung und geographisch expansive Discozierung von Waffen und Selektion von Zielen geostrategisch offensiv zu handeln.“[20]

2.2.4 Kuba und die Sowjetunion

Der Grundstein für die Kubakrise wurde im Juli 1962 gelegt. Fidel Castro hatte seinen Bruder Raoul Castro nach Moskau gesandt. Die Inhalte bzw. die Beweggründe für die Reise waren geheim.[21] Lediglich die Ergebnisse waren für den CIA sichtbar. „Zwischen dem 26. Juli und dem 8. August waren acht Schiffe aus dem Ostblock in Kuba eingetroffen. Sie brachten größere Mengen von Transportgeräten, elektronisches Baumaterial, Radio- und Radarwagen, Lastautomobile und mobile Generatoren.[22]

Bei der 2. Mission am 2. September 1962 in Moskau erfuhren Ernest Guevara und der Befehlshaber der kubanischen Streitkräfte Emolio Navarro, daß die Sowjetunion sich bereit erklärte, Ausbilder und Spezialisten für den Aufbau der Waffensysteme und deren Bedienung bereitzustellen.[23]

Was die Lieferungen aber enthalten sollten, war nur den ranghöchsten Kubanern bekannt. In der neueren Forschung wird ebenfalls die These vertreten, daß Fidel Castro zur Stationierung der Raketen überredet werden mußte.[24] Der Stationierung der atomaren Mittelstreckenraketen kam der Aufbau eines SAM[25] -Netzes zuvor. Die Installation des SAM-Netzes kann als eine der Ursachen für die verstärkte Beobachtung Kubas und Entdeckung der Abschußbasen gewertet werden. Die Sowjetunion befand sich außerdem in einer sehr positiven Situation. Sie hatte die Möglichkeit, die Mittelstreckenraketen auf Kuba zu stationieren, ähnlich wie es die Vereinigten Staaten, als Reaktion auf den „Sputnikschock“, mit der Stationierung der Jupiterraketen in der Türkei getan hatten.[26] Möglicherweise ließ sich Chruschtschow auch von seinen Finanzplanern beeinflussen, da für die Raketen auf Kuba kein neues Interkontinentalraketenprogramm entwickelt werden mußte. Die Sowjetunion konnte die „günstigeren“ Mittelstreckenraketen verwenden, die die gleiche Wirkung hatten.[27]

Die Militärexperten allen voran der ehemalige CIA-Direktor, McCone, stellten außerdem folgende These auf:„(…) Lange bevor die ersten SAM nach Kuba geschickt wurden – [hatte McCone] vermutet“[28], daß die Russen eines Tages Offensivraketen installieren würden. Seine Gedankengänge beruhten auf einer einfachen geographischen Logik: Zum erstenmal besaßen die Russen ein „Grundstück“ in Reichweite der USA. Auf Kuba installierte Raketen mit einer Reichweite von etwa 1500 Kilometern konnten niemals gegen die Sowjetunion gerichtet werden, falls sie einmal in die Hände eines feindlichen Regimes geraten sollten. McCone glaubte nun, daß die Russen nur deshalb keine ähnlichen Raketen in den Satellitenstaaten postiert hatten, weil sie etwa den Polen oder Ungarn keine Atomwaffen anvertrauen wollten, die, sollte man sie einmal umdrehen und nach Osten richten, Moskau dem Erdboden gleichmachen konnten.[29]

2.3. Die Äußerungen des „Neuen Deutschland“ im Vergleich zum Protokoll der Kennedyrede vom 22.Oktober 1962

In der Überschrift der Quelle wird Kennedy zitiert. Sie lautet „Kennedy: Gefährliches Unternehmen“. Im ersten Teil wird berichtet, daß Kennedy „die völlige Seeblockade“[30] über Kuba in Bezug auf die Lieferung von Waffen und militärische Ausrüstung verhängte. In einer Proklamation der amerikanischen Regierung vom 23. 10. 1962, die sich mit demselben Problem beschäftigt, wurden diese Bedingungen genauer beschrieben. Sie lauten wie folgt: „Raketen mit Landabschußbasen für Landziele; Bombenflugzeuge; Bomben; Raketen, die aus der Luft auf Landziele abgeschossen werden, und ferngelenkte Raketen; Sprengköpfe für die oben aufgeführten Waffen; mechanische und elektronische Ausrüstungen für die oben angeführten Waffen; und alle sonstigen Kategorien von Material“[31]

Kennedy gab ebenfalls bekannt, wie es aus der Quelle zu entnehmen ist, daß er die Kapitäne der Blockadeschiffe ermächtigt habe, bei dem Verstoß bzw. der Mißachtung der Befehle der Kapitäne, ihnen nicht nachzukommen oder eine Durchsuchung des Schiffes zu verweigern und dem Versuch die Blockade zu durchbrechen, das Feuer auf diese Schiffe zu eröffnen bzw. sie zu versenken.

Die Rede des amerikanischen Präsidenten hatte folgende Gründe. Er hielt sie, um dem amerikanischen Volk mitzuteilen, daß die UdSSR mit der Stationierung von atomaren Mittelstreckenraketen auf Kuba begonnen hatte. Kennedy benutzte in seiner Rede die Worte „on that imprisoned island”.[32] Diese Wortwahl verdeutlicht, wie die Amerikaner die Situation auf Kuba einschätzten. Kuba war aus der Sicht der USA eine von Kommunisten und Revolutionären besetzte Insel. Jetzt hatte die Sowjetunion ebenfalls Zugang bzw. Rechte auf dieser Insel erworben.

Ein weiterer Punkt, der bei dem Vergleich zwischen der Rede und der Quelle auffällt, ist, daß Kennedy nicht direkt von Blockade spricht. Der amerikanische Präsident benutzt hier die geschicktere Formulierung der Quarantäne, unter die Kuba gestellt wurde. Kennedy formulierte es wie folgt: „To halt this offensive buildup, a strict quarantine on all offensive military equipment under shipment to Cuba is being initiated.”[33] Das Resultat dieser Aussage ist mit einer Blockade identisch. Dennoch wirkt die Lösung, die Kennedy gewählt hatte, auf den ersten Blick diplomatischer bzw. nicht so aggressiv wie das Wort „Blockade“. Im nächsten Satz provoziert Kennedy außerdem die Sowjetunion, in dem er bereits im Vorfeld erklärt, daß die Blockade von Kuba nicht mit der Berliner Blockade[34] von 1948 vergleichbar wäre. Kennedy versucht die UdSSR als barbarisch bzw. kaltblütig dazustellen. Dennoch versetzt die Blockade die Sowjets in die Lage, ihre Position zu überdenken und einen gesichtswahrenden Ausweg zu suchen.[35] Die USA hatte eine „Quarantäne“ bzw. eine „Blockade“ über die genannten Waffen und Waffensysteme verhängt, nicht aber wie die Sowjetunion auf Lebensmittel oder andere Lieferungen.

Durch das Verhängen der Quarantäne über Kuba, hält sich der Präsident zudem noch alle Optionen offen. Er deutet in seiner Rede an, daß die Blockade oder Quarantäne vielleicht nur der erste Schritt gewesen sein könnte[36], da er sagte, daß er den Befehl an die Streitkräfte erteilt hat, „sich auf alle Eventualitäten vorzubereiten“.[37] Kennedy teilt der Bevölkerung weiter mit, daß die Familien vom amerikanischen Stützpunkt in Kuba evakuiert wurden. Die Truppenstärke auf dem amerikanischen Stützpunkt Guantánamo hatte der Generalstab verstärken lassen. Außerdem wurden verschiedene Verbände der amerikanischen Streitkräfte, die in die Nähe von Kuba stationiert waren, in Alarmbereitschaft versetzt. Zusätzlich kam es zur Einberufung von 150 000 Reservisten.[38]

Diese letzte Handlung wird von Kennedy verschwiegen, als er über die Maßnahmen der USA spricht.

Als nächster Punkt wird in der Quelle die „ständige und immer genauere Überwachung Kubas und seines militärischen Aufbaus“[39] genannt. Außerdem forderte Kennedy eine sofortige Konferenz des Konsultativorgans der Organisation der Amerikanischen Staaten (OAS). Seiner Forderung wurde sehr schnell entsprochen. Bereits am nächsten Tag erfolgte das Treffen, in dem die Resolution der Vereinigten Staaten verabschiedet wurde, die USA wußten somit eine starke Mehrheit hinter sich.

Das „Neue Deutschland“ beschränkt sich in diesen Passagen auf das Nennen von Ausschnitten des Aktionsplans der amerikanischen Regierung. Der letzte Punkt, der im „Neuen Deutschland“ aufgeführt wird, ist der Vorschlag, die entstandene Krise über den Sicherheitsrat der UNO beizulegen.

„Under the Charter of the United Nations, we are asking tonight that an emergency meeting of the Security Council be convoked without delay to take action against this latest Soviet threat to world peace. Our resolution will call for the prompt dismantling and withdrawal of all offensive weapons in Cuba, under the supervision of U.N. observers, before the quarantine can be lifted.”[40] Kennedy verdeutlicht in diesem 6. Punkt des Regierungskonzeptes seine Kompromiß- und Kooperationsbereitschaft. In der Darstellung des „Neuen Deutschlands“ geht dieser Faktor jedoch verloren oder er wird nicht erwähnt, um das negative Bild der USA aufrechtzuerhalten oder sogar noch zu verstärken. Ebenso wird der siebente und letzte Punkt völlig weggelassen. In diesem Punkt scheint John F. Kennedy, Chruschtschow Verhandlungen über die zukünftige Möglichkeit eines friedlichen Zusammenlebens und der Beschränkung von Atomwaffen für beide Seiten anzubieten, für den Fall, daß die Atomwaffen von Kuba entfernt würden.

Diesen siebenten Punkt konnte, das „Neue Deutschland“ nicht nennen, da es auf Kuba gemäß seiner Aussagen keine Mittelstreckenraketen gab.

Die Quelle nennt jetzt erst die Gründe für die amerikanische Blockade. In der Quelle wird von der „Rechtfertigung für das amerikanische Vorgehen“[41] gesprochen. Auffällig ist, daß der gesamte Abschnitt (von Zeile 33 – 38) im Konjunktiv geschrieben wurde, wie z.B. „behauptet“[42] oder „es lägen“[43]. Auch die Formulierung über „angebliche offensive Atomraketen“[44], die man in Kuba „errichtet habe“[45],zeigt klar die Position, welche das Neue Deutschland zur Rede Kennedys bezieht. Damit wird erneut deutlich gemacht, daß man den Aussagen des amerikanischen Präsidenten in der DDR kaum vertraute. Diese Haltung bezog sich nicht nur auf die Staaten des Warschauer Paktes und die anderen sozialistischen Länder und Verbündeten der Sowjetunion. Auch in den NATO-Staaten war man sich über die Existenz der Atomraketen nicht sicher. Selbst die Freunde und Verbündeten Kennedys zweifelten an der Echtheit der Raketen. Sogar in Großbritannien zweifelten die Verbündeten. „(...) Hugh Gaitskell, der Führer der Labour-Opposition und ein alter Freund des US-Präsidenten, hatte von den „so genannten Raketen“ auf Kuba gesprochen“.[46] Dieses Zitat belegt die Unsicherheit bei vielen Beobachtern .

Der gravierernste Unterschied in der Darstellung der Kennedyrede im „Neuen Deutschland“ mit dem Original beginnt in Zeile 45. Im „Neuen Deutschland“ entsteht der Eindruck, als wäre John F. Kennedy gezwungen, indirekt einzugestehen, daß sein Vorgehen gegen Kuba ungerechtfertigt und die angebliche Stationierung der Mittelstreckenraketen auf Kuba eine Verleumdung gegen die UdSSR darstellen sollte. Bei dem Betrachten der Formulierung „der USA-Präsident sah sich veranlaßt“[47] liegen diese Schlußfolgerungen auf der Hand.

Der eigentliche Aufbau der Rede des Präsidenten geht jetzt vollends in der Quelle verloren. Alle genannten und folgenden Zitate sind aus der Rede von John F. Kennedy. Es werden jedoch nicht alle, von Kennedy genannten Aspekte, angesprochen. Im folgenden Abschnitt wird versucht, den Aufbau der Kennedyrede zu skizzieren, um die Differenz zwischen der Rede des Präsidenten und der Darstellung in der Quelle zu verdeutlichen.

Kennedy stellte sich nicht alleingegen die UdSSR. Er zieht die Nachbarstaaten geschickt in die empfundene Bedrohung mit ein. Es folgt die Nennung der Gespräche, die der Präsident oder Regierungsmitglieder mit Vertretern der Sowjetunion vor der Krise bzw. nach dem Entdecken der Raketen auf Kuba geführt hatten.

Kennedy zitierte zweimal die sowjetische Seite. Er berichtete, daß sich die amerikanische Regierung Anfang September bei der UdSSR über die Lieferung der SAM-Raketen beschwert hätten. Die Sowjetunion hatte daraufhin veröffentlicht, daß die nach Kuba gesandten Waffen lediglich defensiven Charakter hätten. Außerdem wurde von der sowjetischen Regierung gesagt, daß sie über wirkungsvolle Waffen verfüge, die sie nicht außerhalb ihres Territoriums stationieren bräuchte.[48] In der Quelle ist das Zitat ebenfalls genannt. Es ist die Antwort der Sowjetunion vom 11. September. Sie lautet:

„Die Waffen und die militärische Ausrüstung, die an Kuba geliefert werden, sind ausschließlich für Verteidigungszwecke bestimmt. Der Präsident der USA und die amerikanischen Militärs sowie die Militärs eines jeden Landes wissen, was Verteidigungsmittel sind. Können diese Mittel etwa die Vereinigten Staaten bedrohen?“[49] Kennedy endet mit der eindeutigen Wertung „ That statement was false."[50]

Diese Aussage bezog sich zu diesem Zeitpunkt auf die Lieferung der SAM-Raketen. Sie teilte ebenfalls noch einmal mit, daß es sich ausschließlich um Waffen mit Defensivcharakter handelt. Zugleich wirkt diese Aussage provozierend, da sie dem Präsidenten, der auch das Offizierspatent besaß, und den Mitgliedern des Generalstabes ihre fachliche Qualifikation anzweifelt.[51] Den Höhepunkt bildet die rhetorische Frage, ob diese Waffen den USA gefährlich werden können. Sie zielt darauf hin, die Ängste der Amerikaner zu zerstreuen bzw. die Befürchtungen als völlig grundlos darzustellen.

Da sich die Aussage als falsch herausstellt, ist es nicht überraschend, daß Kennedy der Welt zeigen will, welches „falsche Spiel“ die Sowjetunion hinter dem Rücken der USA gespielt hat, um das Ansehen der USA zu verbessern und das der UdSSR zu senken.

Er fährt fort, in dem er von der Unterredung am 18.10.1962 mit dem sowjetischen Außenminister berichtet. Die USA wußten zu diesem Zeitpunkt bereits von der Existenz der Mittelstreckenraketen auf Kuba.

Der Botschafter erklärte erneut, daß die UdSSR keine Offensivwaffen auf Kuba stationieren würden. Die sowjetischen Spezialisten trainierten nur die Kubaner bei der Nutzung der Defensivwaffen.[52] Auch hier endet Kennedy mit einer erneut eindeutigen Wertung „That statement was also false.“[53]

Diese beiden Punkte werden in der Quelle nicht wiedergegeben. Wie aus dem Artikel zu entnehmen ist, „mußte (Kennedy) jedoch zugeben, daß sowohl die Sowjetunion als auch Kuba in den letzten Wochen wiederholt öffentlich erklärt haben, die nach Kuba gelieferten Waffen und militärischen Ausrüstungen seien ausschließlich für defensive Zwecke bestimmt.“[54]

Bei der Betrachtung der Quelle entsteht deshalb der Eindruck, daß das „Neue Deutschland“ diesen Sachverhalt bewußt falsch dargestellt hat. Aus dem Artikel scheint entnehmbar, daß der amerikanische Präsident seine harten Aussagen aber einschränken mußte, da er die Veröffentlichungen der Sowjetunion und von Kuba nicht verschweigen konnte. Hier erfolgt also eine gewollte Verschleierung und Unterschlagung von Informationen.

Um die Sowjetunion vor den Äußerungen zu schützen und Kennedy als den Lügner darzustellen, werden in der Quelle die bereits genannten Falschaussagen der Sowjetunion erneut zitiert. Es wird zudem der Versuch unternommen, die Aussagen als neu und die amerikanische Reaktion als unpassend in Bezug auf das Verhältnis von Ursache und Wirkung darzustellen.

Durch das spätere Nennen der Einleitung Kennedys soll für den Leser ein negatives Bild der USA erzeugt werden. Es entsteht der Eindruck, das die USA ohne einen direkten Grund gegen Kuba vorgehen. Diese Wirkung wird nur durch das spätere Berichten der Einleitung der Kennedyrede erreicht.

Der letzte Absatz der Quelle (73 – 77) kann als Steigerung der antiamerikanischen Haltung gewertet werden. Das „Neue Deutschland“ wertet hier das Vorgehen der USA eindeutig als „Aggressionsakte“. Außerdem wird erneut Kennedy zitiert. Es soll der Eindruck entstehen, daß er selbst die amerikanischen Handlungen als „ein gefährliches Unternehmen“ bezeichnet.[55] Als letztes wird Kennedys Formulierung zitiert, daß der ausgewählte Weg voller Gefahren sei, aber mit diesem Weg könne der größte Teile der Amerikaner konform gehen.[56] Auch die Aussage dieses Zitates wird indirekt verändert, da John F. Kennedy diese Sätze scheinbar benutzen wollte, um die amerikanische Bevölkerung auf seine letzten, sehr pathetischen Sätze einzustimmen, da der Präsident der USA fortfährt mit den Worten: „The cost of freedom is always high--and Americans have always paid it.”[57] Der Konflikt dreht sich deshalb nicht mehr nur um Atomraketen, sondern die Entscheidungen des amerikanischen Präsidenten können jetzt auch als Verteidigungsakt für die Freiheit der USA gewertet werden.

Die letzten Sätze werden vom ND dem Leser vorenthalten. Vielleicht hofft das „Neue Deutschland“, daß die Leser sich Kennedy und die Amerikaner als schießwütige Cowboys vorstellt, die ein neues, hilfloses Opfer gefunden haben.

3. Ergebnis und Ausblick

Am 15. Oktober 1962 wurden die Raketen auf Kuba entdeckt. Kennedy hielt seine Rede am 22.Oktober 1962. „Der Präsident hatte durch seine Rede die Krise im Zentrum der Weltpolitik platziert.“[58] Während dieser sechs bis sieben Tage wurde alle Möglichkeiten und Vorgehensweisen versucht, zu entwickeln und aneinander aufzurechnen, um die beste Lösung zu finden. Es blieben vier realisierbare Möglichkeiten für die Lösung der Krise: die Bombardierung der Mittelstreckenraketen, der Überraschungsangriff (in Form einer Invasion), verstärkter diplomatischer Druck und die Seeblockade von Kuba.[59] Das Militär befürwortete eine Bombardierung, es könnten bei einem Militärschlag aber nur ca. 90 Prozent der Raketen vernichten werden. John F. Kennedy hatte sich für die „sicherste“ Variante entschieden, aus den bereits genannten Gründen.

In den nächsten Tagen befand sich die Welt am Rand eines Atomkrieges, obwohl beide Staatschef erkannt hatten, daß es keinen Sieger geben würde. Es wurde versucht, den Konflikt durch die Briefkorrespondenz zu lösen. Nikita Chruschtschow schrieb am 26. Oktober an John F. Kennedy. Er bot einen Handel an, die Entfernung der kubanischen Raketen für den Abbau der amerikanischen Jupiterbasen in Italien und der Türkei. Weiterhin verzichtete die USA auf weitere Interventionen in Kuba. Die Sowjetunion würde dafür die Sicherheit Westberlins garantieren.[60]

Kennedy antwortete am 27. Oktober. Er stimmt Chruschtschow Vorschlägen zu. Kennedy bot außerdem Gespräche über mögliche Rüstungsbeschränkungen an. Des weiteren schlagen beide Seiten eine Entspannung zwischen der NATO und dem Warschauer Pakt vor.[61] Die letzte Mitteilung am 28. Oktober wurde, um die Zeitverzögerung zu reduzieren, über das Radio Moskau verkündet, die Kubakrise war beendet.[62]

Besonderen Respekt verdient der amerikanische Präsident, dessen Partei sich im Wahlkampf befand. „Kennedy fand einen sicheren Mittelweg zwischen Krieg und Kapitulation, wobei er niemals vergaß, daß Chruschtschow ein Politiker war, der nicht in die Situation gebracht werden durfte, im eigenen Land als Gedemütigter dazustehen.“[63] „Die Demarkationslinie von 1945 bleibt nun einmal die Basis, auf der der Frieden gesichert werden muß, wenn beide Seiten gleich stark sind.“[64]

„Abermals erkannte sie [die UdSSR] die bestehende Machtverteilung zwischen Ost und West, den weltpolitischen Staus quo an.“[65] „Zugleich läutet die Raketenkrise allerdings auch eine Entspannungsperiode zwischen Ost und West ein. Die Vereinigten Staaten und die Sowjetunion bemühten sich in der Folgezeit, politischen oder militärischen Konflikten durch die Einrichtung von direkten Kommunikationsverbindungen zwischen den Regierungen und eine friedensstabilisierende Vertragspolitik vorzubeugen“[66] Ein Beispiel für die neuen Kommunikationsverbindungen ist der „heiße Draht“, der nach der Kubakrise geschaffen wurde.[67]

„Die dramatischen Tage der Kubakrise verdeutlichten, daß es das gemeinsame Ziel beider Supermächte sein mußte, einen Nuklearkrieg zu verhindern.“[68] „Das daraus resultierende Atomteststopabkommen, das am 25. Juli 1963in Moskau unterzeichnet wurde, sei ein erstes sich lohnendes Ziel für die Zusammenarbeit.“[69]

4. Quellen und Literatur

4.1. Quellen

ND: Kennedy: „Gefährliches Unternehmen“ In: Neues Deutschland. 24.10.1962, S. 5.

Ansprache des Präsidenten der USA vom 22. Oktoker http://www.cs.umb.edu/jfklibrary/j102262.htm

Proklamation Kennedys zur Blockade Kubas US-Präsident John F. Kennedy am 23. Oktober 1962:

4.2. Literatur

Literaturhinweise

Abel, Elie: 13 Tage vor dem 3. Weltkrieg. Dokumentation und Hintergründe der Krise, die Welt an den Rand der atomaren Vernichtung führte. Wien 1966.

Besson, Waldemar: Von Roosevelt bis Kennedy. Grundzüge der amerikanischen Außenpolitik. 1933 – 1963. Frankfurt am Main 1964.

Biermann, Harald: Die Kuba-Krise. Höhepunkt oder Pause im Kalten Krieg? In: Historische Zeitschrift, Jg. 273 (2001), Nr. 3, S. 637-673

Biermann Harald: John F. Kennedy und der Kalte Krieg. Die Außenpolitik der USA und die Grenzen der Glaubwürdigkeit. Paderborn- Schoeningh 1997.

Blight, James G./ Allyn, Bruce J./ Welch, David A.: Cuba on the brink. Castro, the missile crisis, and the Soviet collapse. New York 1993.

Blight, James G.: Intelligence and the Cuban missile crisis. London 1998.

Divine Robert A. : The Cuban missile crisis, 2. Edition. New York-Wiener 1988.

Greiner, Bernd: Kuba-Krise : 13 Tage im Oktober. Analyse, Dokumente, Zeitzeugen. Noerdlingen 1988

Juchler, Ingo: Revolutionäre Hybris und Kriegsgefahr: Die Kubakrise von 1962 In: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte, Jg.41 (1993), Nr. 1, S.79 - 100

Keller, Thomas: Das außenpolitische Erbe John F. Kennedys. Untersuchung und Bewertung des "Mythos Kennedy" am Beispiel der Außenpolitik. Frankfurt am Main 1993.

Wegner, Andrea: Der lange Weg zur Stabilität: Kennedy, Chruschtschow und das Gemeinsame Interesse der Supermächte am Status quo in Europa. In: Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte in Europa, Jg.46 (1998), Nr. 1, S. 92

Wilson, Cardozo Aguirre: Die USA und Kuba. Hintergründe, Analysen und Perspektiven einer schwierigen Nachbarschaft. Marburg 2001.

4.3 Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

[...]


[1] ADN/ ND: Kennedy: „Gefährliches Unternehmen“ In: Neues Deutschland. 24.10.1962,S. 5.

[2] Die Frage der Textsicherung erübrigt sich damit.

[3] Die Eisenhower-Doktrin beinhaltet, die Aussage der USA an die Staaten des Nahen Osten und Südostasien bei möglichen kommunistischen Aggressionen militärische Hilfe zu leisten.

[4] Batista war ein kubanischer Politiker und beherrschte Kuba auf diktatorische Art zwischen 1940-1944 und 1952-1959.

[5] Ngo Dinh Diem war Ministerpräsident (1954/55) und Staatspräsident von Südvietnam (1955-1963).

[6] Vgl. Besson, Waldemar: Von Roosevelt bis Kennedy. Grundzüge der amerikanischen Außenpolitik 1933 – 1963, Frankfurt am Main 1964. S.264

[7] Ebenda S.254

[8] Ebenda

[9] Vgl. Aguirre, Wilson Cardozo: Die USA und Kuba. Hintergründe, Analysen und Perspektiven einer schwierigen Nachbarschaft. Marburg 2001.

[10] Abel, Elie: 13 Tage vor dem 3. Weltkrieg, Dokumentation und Hintergründe der Krise, die die Welt an den Rand der atomaren Vernichtung führte. Wien 1966. S. 15

[11] Vgl. Blight, James G. u.a. : Cuba on the brink, Castro, the missle crisis, and the Soviet collapse. New York 1993. S.17 - 18

[12] Vgl. Wilson, Cardozo Aguirre: Die USA und Kuba. Hintergründe, Analysen und Perspektiven einer schwierigen Nachbarschaft. Marburg 2001. S. 23

[13] Die Berlin-Offensive war der Versuch von Chruschtschow, Westberlin zu entmilitarisieren und Berlin in eine freie Stadt umzuwandeln. Es bestand zu dem die Forderung, daß die DDR Westberlin ihrem Territorium eingliedern sollte.

[14] Vgl. Besson, Waldemar (1964) S. 259

[15] Ebenda, S. 242

[16] Keller, Thomas: Das außenpolitische Erbe John F. Kennedys, Untersuchung und Bewertung des „Mythos Kennedy“ am Beispiel der Außenpolitik. Frankfurt am Main 1993. S. 119

[17] Vgl. Besson, Waldemar (1964) S. 270

[18] Vgl. Divine, Robert A.: The Cuban missle crisis S. 9

[19] Vgl. Besson, Waldemar (1964) S. 270

[20] Keller, Thomas (1993) S. 106

[21] Vgl. Abel, Elie (1966) S. 17

[22] Ebenda.

[23] Vgl. Abel, Elie: (1966), S. 19.

[24] Juchler, Ingo: Revolutionäre Hybris und Kriegsgefahr: Die Kubakrise von 1962 In: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte, Jg.41 (1993), Nr. 1, S.79 - 100

[25] Mit der SAM (Surface to Air Missiles) ist eine Boden-Luft-Rakete gemeint.

[26] Vgl. Abel, Elie (1966), S. 58.

[27] Abel, Elie (1966), S. 58.

[28] Ebenda, S. 18

[29] Ebenda

[30] Neues Deutschland, 24.10.1962, S. 5.

[31] Proklamation von Kennedy am 23.10.1962.

[32] Die eigene Übersetzung des Verfassers lautet: „auf dieser besetzten Insel“.

[33] Die eigene Übersetzung des Verfassers lautet: „Um diese offensive Aufrüstung aufzuhalten, wird eine strickte Quarantäne auf die gesamte offensive militärische Ausrüstung, die mit Schiffen nach Kuba verbracht werden, verhängt.

[34] Am 20. Juni sperrten die Sowjetunion sämtlich Wege für den Person- und Güterverkehr zum alliierten Teil Berlins ab. Weiterhin erfolgte die Einstellung der Nahrungslieferungen aus der sowjetischen Besatzungszone. Ziel der Berliner Blockade war der Versuch, die Einführung der DM zu verhindern und einen Anschluß Westberlin an die SBS zu erzwingen.

[35] Vgl. Keller, Thomas (1993) S. 124

[36] Vgl. “This quarantine will be extended, if needed, to other types of cargo and carriers.” Die Übersetzung des Autoren lautet: „Diese Quarantäne wird, falls nötig, auf andere Ladungen und Transporte ausgeweitet werden.“ In der Kennedy Rede

[37] Quelle Zeile 14-15 (I have directed the Armed Forces to prepare for any eventualities.)

[38] Vgl. Abel, Elie (1966), S. 21

[39] Quelle Zeile 23-25 (I have directed the continued and increased close surveillance of Cuba and its military bildup.)

[40] Der eigene Übersetzungsvorschlag des Verfassers lautet: „Unter der Charta der Vereinten Nationen fragen wir heute Abend, ob ein Sondergipfel des Sicherheitsrates ohne Verzögerung zusammenkommen kann, um Handlungen/ Resolutionen gegen die letzte sowjetischen Bedrohung in Bezug auf den Weltfrieden zu beschließen. Unsere Resolution wird das sofortige Niederreißen und den Rückzug von allen offensiven Waffen auf Kuba unter der Aufsicht von U.N. - Beobachtern beschließen. Erst dann kann die Quarantäne aufgehoben werden.

[41] Quelle s.h. Zeile 33-34

[42] Quelle s.h. Zeile 34

[43] Quelle s.h. Zeile 35

[44] Quelle s.h. Zeile 37

[45] Quelle s.h. Zeile 38

[46] Abel, Elie (1966 S. 190)

[47] Quelle s.h. Zeile 45-46

[48] Vgl. Abel, Elie (1966) S. 21

[49] Quelle s.h. Zeile 49-58

[50] Die Arbeitsübersetzung des Verfassers lautet: „ Diese Aussage war falsch.“

[51] Vgl. Quelle, s.h. Zeile 52-56

[52] Vgl. Abel, Elie (1966) S. 82.

[53] Die Arbeitsübersetzung des Verfassers lautet: „ Diese Aussage war ebenfalls falsch.“

[54] Quelle s.h. Zeile 38-45.

[55] Quelle s.h. Zeile 73 - 75

[56] vgl. Quelle s.h. Zeile 75 - 77

[57] Die eigene Übersetzung des Verfassers lautet: „Der Preis der Freiheit ist immer hoch – und Amerikaner haben ihn immer bezahlt.“

[58] Biermann, Harald: John F. Kennedy und der Kalte Krieg. Die Außenpolitik der USA und die Grenzen der Glaubwürdigkeit. Paderborn Schoningh 1997 S. 197

[59] vgl. Biermann, Harald (1997) S. 169

[60] vgl. Abel, Elie (1966) S. 54

[61] vgl. Quelle 2 s.h. Zeile 90- 101

[62] vgl. Juchler, Ingo (1993) S. 92

[63] Abel, Elie (1966) S. 291

[64] Besson, Waldemar (1964) S. 262

[65] Besson, Waldemar (1964) S. 261

[66] Juchler, Ingo (1993)S.92

[67] vgl. Ebenda S. 93

[68] Wegner, Andrea: Der lange Weg zur Stabilität: Kennedy, Chruschtschow und das Gemeinsame Interesse der Supermächte am Status quo in Europa. In: Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte in Europa, Jg.46 (1998), Nr. 1, S. 92

[69] Vgl. Biermann, Harald (1997) S. 208

19 von 19 Seiten

Details

Titel
Die Kennedyrede vom 22. Oktober 1962 und ihre Darstellung im 'Neuen Deutschland'
Hochschule
Universität Rostock
Note
1,3
Autor
Jahr
2002
Seiten
19
Katalognummer
V110783
Dateigröße
462 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kennedyrede, Oktober, Darstellung, Neuen, Deutschland
Arbeit zitieren
B. A. Daniel Kötzing (Autor:in), 2002, Die Kennedyrede vom 22. Oktober 1962 und ihre Darstellung im 'Neuen Deutschland', München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/110783

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