Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › World History - Early and Ancient History

Der Ausbruch des Vesuv 79. n.Chr. in der Schilderung von Plinius dem Jüngeren

Title: Der Ausbruch des Vesuv 79. n.Chr. in der Schilderung von Plinius dem Jüngeren

Term Paper , 2001 , 19 Pages

Autor:in: Siegfried Exler (Author)

World History - Early and Ancient History
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Am 24. August des Jahres 79 n. Chr. zerstörte ein heftiger Ausbruch des nahe gelegenen Vulkans Vesuv nicht nur den Ort Pompeji, sondern auch die benachbarten kampanischen Landstädte Herculaneum und Stabiae. Sie wurden dabei durch eine meterhohe Asche- und Bimssteinschicht verschüttet bzw. durch vom Berg herabfließendes Magma begraben.
Die wichtigsten antiken Schriftquellen zu diesem Ereignis, in Teilen sogar in Form eines Augenzeugenberichts, stammen von dem römischen Juristen und Staatsbeamten Plinius dem Jüngeren. Im sechsten Buch seines Gesamtwerkes "Die zehn Bücher der Briefe des Gaius Plinius Caecilius Secundus" berichtet er in zweien dieser Briefe an den Historiker Tacitus von der Katastrophe. Der 16. Brief dient hierbei der Schilderung des Todes seines Onkels Plinius d.Ä. im Zusammenhang mit dem Vulkanausbruch. Im 20. Brief berichtet er dann über seine persönlichen Eindrücke und Erlebnisse während der Katastrophe. Wie aus dem Text der Briefe zu entnehmen ist, wurden sie auf Wunsch von Tacitus verfasst. Diese beiden Briefe bilden das zentrale Thema der vorliegenden Arbeit.
Entgegen der chronologischen Reihenfolge wird hierbei zuerst im zweiten Abschnitt der 20. Brief, der Augenzeugenbericht, behandelt, worauf im dritten Kapitel Person und Lebensweg von Plinius d. J. skizziert werden. Das vierte Kapitel dient der Erörterung des 16. Briefes. Im fünften Abschnitt schließlich wird der Frage nachgegangen, inwieweit die Pliniusbriefe den 'wahren' Ablauf der damaligen Ereignisse korrekt wiedergeben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1) Einleitung

2) Der 20. Pliniusbrief - der Augenzeugenbericht 1)

3) Wer war Plinius der Jüngere?

4) Der 16. Pliniusbrief - Das Schicksal von Plinius dem Älteren 22)

5) Die Pliniusbriefe und was damals wohl 'tatsächlich' geschah

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Berichte des Plinius des Jüngeren über den Vesuvausbruch des Jahres 79 n. Chr. und analysiert deren historische Aussagekraft sowie die subjektive Wahrnehmung der Katastrophe durch den Autor.

  • Analyse der Pliniusbriefe als primäre antike Quelle
  • Biografische Einordnung von Plinius dem Jüngeren
  • Vergleich der Schilderungen mit wissenschaftlichen Erkenntnissen
  • Diskussion der Glaubwürdigkeit und subjektiven Darstellung
  • Kontextualisierung des Vesuvausbruchs in der Antike

Auszug aus dem Buch

Der 20. Pliniusbrief - der Augenzeugenbericht 1)

"Wenn gleich Schauer mich fasst und Entsetzen, will ich beginnen." Diesen Satz stellt Plinius d.J. quasi als Motto über den 20. Brief. Nachdem er im 16. Brief den Vesuvausbruch aus der Sicht seines Onkels geschildert hatte, stellt diese Schrift, ebenfalls auf Wunsch von Tacitus verfasst, die Fortsetzung seiner Darlegungen aus eigenem Erleben dar.

Der Bericht setzt in dem Augenblick ein, als Plinius d.Ä. die Familie in Misenum verlassen hatte, um seinen Freunden in der sich abzeichnenden Katastrophe zu Hilfe zu kommen. Plinius d. J. fährt fort: "Vorausgegangen waren mehrere Tage lang nicht eben beunruhigende Erdstöße - Campanien ist ja daran gewöhnt -; in jener Nacht wurden sie aber so stark, dass man glauben musste, alles bewege sich nicht nur, sondern stehe auf dem Kopfe". Wie er deutlich hervorhebt waren, und sind es bis heute, Erbeben in Kam-panien ein Teil der täglichen Normalität.

Im Laufe der Nacht schwellen sie aber zu beängstigender Stärke an. Plinius versucht trotzdem die Ruhe zu bewahren, aber: " Es war bereits um die erste Stunde, (6 - 7 Uhr früh, d. Verf.) und der Tag kam zögernd...herauf. Die umliegenden Gebäude waren schon stark in Mitleidenschaft gezogen, und...[wir] [empfanden] starke und begründete Furcht, dass sie einstürzen könnten". In Gesellschaft seiner Mutter und eines Freundes aus Spanien wird er nun doch unruhig: "Jetzt erst schien es uns ratsam, die Stadt zu verlassen".

Zusammenfassung der Kapitel

1) Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema des Vesuvausbruchs von 79 n. Chr. ein und definiert die beiden Briefe des Plinius des Jüngeren als zentrale Quellenbasis der Arbeit.

2) Der 20. Pliniusbrief - der Augenzeugenbericht 1): Dieses Kapitel analysiert den persönlichen Erlebnisbericht des Plinius während der Katastrophe und beleuchtet seine rational-realistische Beobachtungsgabe unter extremem Druck.

3) Wer war Plinius der Jüngere?: Hier wird der Lebensweg, die Ausbildung und die erfolgreiche Ämterlaufbahn des Gaius Plinius Caecilius Secundus im römischen Staatsdienst nachgezeichnet.

4) Der 16. Pliniusbrief - Das Schicksal von Plinius dem Älteren 22): Das Kapitel untersucht die Schilderung des Todes von Plinius dem Älteren und reflektiert die Motivation hinter der Briefschreibung sowie die kritische Kontroverse um eine mögliche Glorifizierung.

5) Die Pliniusbriefe und was damals wohl 'tatsächlich' geschah: Der letzte inhaltliche Teil bewertet den wissenschaftlichen Wert der Plinius-Berichte im Abgleich mit modernen geologischen und historischen Erkenntnissen über den Vesuvausbruch.

Schlüsselwörter

Vesuv, Pompeji, Plinius der Jüngere, Plinius der Ältere, Antike, Naturkatastrophe, Eruption, Tacitus, Augenzeugenbericht, römische Geschichte, Historia naturalis, Vulkan, Misenum, Katastrophenforschung, römische Provinzstadt

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den antiken Briefen des Plinius des Jüngeren, in denen dieser als Zeitzeuge den Vesuvausbruch des Jahres 79 n. Chr. beschreibt.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind der Verlauf der Vesuverruption, die Biografie von Plinius dem Jüngeren und eine quellenkritische Einordnung seiner schriftlichen Berichte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, wie akkurat und realistisch die Katastrophe aus der subjektiven Sicht des Autors dargestellt wurde und ob diese Berichte eine verlässliche wissenschaftliche Quelle bilden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Literaturanalyse und einen quellenkritischen Vergleich der Pliniusbriefe mit modernen archäologischen und geologischen Befunden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse des persönlichen Augenzeugenberichts (20. Brief), die Darstellung des Lebensweges von Plinius d.J., die Erörterung des 16. Briefes (Tod von Plinius d.Ä.) und die kritische Bewertung der historischen Tatsachen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören insbesondere Vesuv, Pompeji, Plinius der Jüngere, Augenzeugenbericht und Naturkatastrophe.

Warum wird Plinius der Ältere in der Arbeit als so bedeutend angesehen?

Plinius der Ältere war ein bedeutender Gelehrter und Verfasser der 'historia naturalis'; sein Tod während der Katastrophe ist ein zentraler Ankerpunkt für die Untersuchung der Zuverlässigkeit der Berichte seines Neffen.

Welche Rolle spielt der Historiker Tacitus in diesem Kontext?

Tacitus ist der Adressat der Briefe, auf dessen ausdrücklichen Wunsch hin Plinius der Jüngere seine Erlebnisse für die Nachwelt niederschrieb.

Konnte der Ausbruch des Vesuvs durch die Briefe exakt rekonstruiert werden?

Die Arbeit stellt fest, dass die Briefe zwar eine realistische Beschreibung liefern, aber aufgrund der räumlichen und zeitlichen Distanz der Beobachter sowie der späten Niederschrift Lücken in der Vollständigkeit aufweisen.

Wie unterscheidet sich Plinius' Bericht von anderen antiken Quellen?

Im Gegensatz zu anderen Quellen, die häufig mystische oder göttliche Strafgerichte in den Mittelpunkt stellten, zeichnet sich Plinius durch einen bemerkenswert rationalen und realistischen Beobachtungsstil aus.

Excerpt out of 19 pages  - scroll top

Details

Title
Der Ausbruch des Vesuv 79. n.Chr. in der Schilderung von Plinius dem Jüngeren
College
Technical University of Berlin  (Institut für Philosophie, Wissenschaftstheorie, Wissenschafts- und Technikgeschichte)
Author
Siegfried Exler (Author)
Publication Year
2001
Pages
19
Catalog Number
V110894
ISBN (eBook)
9783640090334
ISBN (Book)
9783640351039
Language
German
Tags
Ausbruch Vesuv Schilderung Plinius Jüngeren
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Siegfried Exler (Author), 2001, Der Ausbruch des Vesuv 79. n.Chr. in der Schilderung von Plinius dem Jüngeren, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/110894
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  19  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint