Feyerabends Kritik an Kuhns normaler Wissenschaft


Seminararbeit, 2006

21 Seiten, Note: 2.0


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1. Einleitung

Diese Arbeit beschäftigt mit den wissenschaftstheoretischen Ansätzen von Thomas Kuhn und Paul Feyerabend. Die beiden Denker interpretieren die Entwicklung von Wissenschaft sehr unterschiedlich, wobei Feyerabend kritisch zu Aspekten von Kuhns Theorie Stellung bezieht.

Die Betrachtung von Feyerabends „Wider den Methodenzwang“ und Kuhns „Struktur wissenschaftlicher Revolutionen“ ist dazu notwendig. Diese Darstellung hat einen skizzenhaften Charakter, da eine genaue Auseinandersetzung mit allen Facetten beider Systeme den Rahmen dieser Arbeit sprengen würde.

Es wird angestrebt zu zeigen, wie der wissenschaftstheoretische Kosmos aussieht, in dem sich beide bewegen und wodurch sie sich unterscheiden. Um dies zu erreichen ist diese Arbeit in sechs Abschnitte gegliedert.

Das Fundament meines Themas, die Analyse der Kritik Paul Feyerabends an einem der wesentlichen Bestandteile in Kuhns „Struktur wissenschaftlicher Revolutionen“, der „normalen Wissenschaft“, würde andernfalls auf Sand gebaut sein.

Der Schwerpunkt liegt auf dem Aspekt der normalen Wissenschaft bei Kuhn und der Kritik Feyerabends an jener. Dieser schrieb 1970 einen Aufsatz über Kuhns Werk, der mit folgenden Worten beginnt: „ Kuhns Struktur wissenschaftlicher Revolutionen - ein Trostbüchlein für Spezialisten[1].

Ich werde aufzeigen, mit welchen kritischen Mitteln Feyerabend vorgeht, ob die Kritik gerechtfertigt ist oder ob es sich bei Feyerabends Argumenten um leere Worthülsen handelt.

Abschließend werden die Argumente Feyerabends beurteilt und ein beurteilendes Fazit gezogen.

a.) Biografische Angaben zu Kuhn und Feyerabend

Thomas Samuel Kuhn wurde am 18. Juli 1922 in Cincinnati, Ohio geboren. Er studierte erfolgreich an der Harvard University Physik und wandte sich anschließend der Wissenschaftsgeschichte zu.

Nachdem Kuhn von 1951-1956 eine Assistenzprofessur in Harvard wahrnahm, bekam er von 1958-1964 einen Lehrstuhl für Wissenschaftsgeschichte in Berkeley.[2] Hier traf Kuhn zum erstenmal auf Feyerabend. Seit 1960 fand eine intensive Korrespondenz zwischen ihnen statt, da beide am selben Institut lehrten. Diese endete erst mit dem Wechsel Kuhns zur Princeton University 1964, wo er bis 1979 lehrte. Seit 1979 ist er am Massachusetts Institute of Technology als Professor für Wissenschaftstheorie und Wissenschaftsgeschichte tätig.[3]

Paul Karl Feyerabend kam am 13. Januar 1924 in Wien zur Welt. Er studierte von 1946-1951 in Wien Geschichte, Astronomie, Physik und Philosophie, anschließend promovierte er. Von 1951-1956 war er Lektor am Wiener Institut für Wissenschaft und schöne Künste, ab 1959 an der University of California in Berkeley zunächst als Gastprofessor, dann als 1962 ordentlicher Professor tätig.[4] Feyerabend hat Kuhn 1959 zum erstenmal gelesen dies führte um 1960/1961 – wie bereits oben erwähnt – zu einem gegenseitigen Austausch zwischen Kuhn und Feyerabend. Feyerabend nahm eine Vielzahl von Gastprofessuren wahr, z.B. in Berlin und Zürich.

Nachdem Kuhn Berkeley verlassen hat, haben sich die beiden Denker nur noch sehr sporadisch getroffen. 1985 folgte Kuhn einer Einladung Feyerabends nach Zürich und verbrachte dort drei Tage, die von fachlichem Austausch, aber auch von persönlichen Gesprächen geprägt war.[5]

2. Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen- oder Kuhns Einführung eines revolutionären Vorgangs in die Wissenschaftstheorie

In seinen Buch „Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen“, beschreibt Kuhn auf der Basis historischer Studien, wie die Wissenschaft voranschreitet. Kuhn bezweifelt, dass Wissenschaft ein kumulativer Vorgang sei, daher entwirft er ein wissenschaftstheoretisches Modell, das sich von den Vorstellungen des Falsifikationismus und der des Induktivismus unterscheidet.[6]

Seiner Ansicht nach können diese beiden Theorien der Entwicklung komplexer Theorien innerhalb der Wissenschaftsgeschichte nicht gerecht werden. Sie beziehen die theoretischen Rahmenbedingungen und die sozialen Aspekte, die dazu führen, dass Wissenschaft voranschreitet, nur mangelhaft mit ein. Dies stellt sein historisches Argument gegen den Falsifikationismus bzw. den Induktivismus dar, welches er z.B. mit der Analyse der kopernikanischen Revolution zu belegen versucht.[7]

Kuhn führt den Begriff der „wissenschaftlichen Revolution“ ein, der verdeutlichen soll, dass ähnlich wie in politischen Revolutionen ein System von Vorstellungen und Direktiven durch ein anderes abgelöst wird, wenn es nicht mehr den Zweck erfüllen kann, für das es konzipiert ist. Dieser „Paradigmenwechsel“ stellt einen weiteren Schlüsselbegriff dar, den Kuhn einführt, um zu verdeutlichen, dass wissenschaftliche Entwicklung nicht kontinuierlich und kumulativ, sondern revolutionär vonstatten geht.[8]

Der Vollzug eines solchen Vorgangs soll im Folgenden dargestellt werden.

a.) Wie entwickelt sich Wissenschaft nach Kuhn?

Wissenschaft entwickelt sich nach Kuhn gemäß dem Schema: „Vor-Wissenschaft – normale Wissenschaft – Krise – Revolution – neue Wissenschaft – neue Krise“.[9] Doch was bedeutet diese schematische Einteilung?

Die Phase, die von Kuhn als „ Vor-Wissenschaft “ bezeichnet wird, stellt den Zeitpunkt innerhalb einer wissenschaftlichen Disziplin dar, in der es noch keine festgelegte, allgemeine Grundlage gibt, die von der wissenschaftlichen Fachgemeinschaft als Basis ihrer Forschung angesehen und akzeptiert wird. Solange es kein gemeinsames Fundament gibt, ist die Wissenschaftliche Disziplin nicht „reif“. Erst ein gemeinsames Fundament macht es möglich, effizient innerhalb eines Fachgebietes zu forschen. Um diese These zu beweisen gibt Kuhn Beispiele aus der Wissenschaftsgeschichte an.[10]

Das Fundament der Forschung einer Gruppe von Wissenschaftlern innerhalb einer gewissen Zeitspanne bezeichnet Kuhn als „Paradigma“. Dieser Begriff bezeichnet einen Komplex von Thesen und Theorien, mit denen eine wissenschaftliche Gemeinschaft temporär arbeitet. Eine Theorie muss sich erst gegen andere Theorien behaupten, auf allgemeine Probleme innerhalb einer Disziplin eine Lösung bieten, um als neues Paradigma fungieren zu können. Dieses muss darüber hinaus offen genug sein, um den Wissenschaftlern eines Fachbereiches genug Spielraum für ihre Forschungen zu geben.

Diese Kriterien müssen erfüllt sein damit ein System innerhalb der „normalen Wissenschaft“ als Paradigma bzw. Forschungsgrundlage zu dienen. Ein Paradigma ist jedoch kein Regelkatalog: „Paradigmata sind [...] verbindlicher und vollständiger als jedes System von Forschungsregeln [...]“[11]. Und weiter: „Paradigmata können die normale Wissenschaft ohne Mitwirkung von angebbaren Regeln bestimmen“[12].

Die „normale Wissenschaft“ soll nichts „neues“ hervorbringen, sondern Fakten sammeln, um das Paradigma zu stützen bzw. es zu verfeinern oder Instrumente zu entwickeln, um mit ihm arbeiten zu können.[13]

Wenn innerhalb der „normalen Wissenschaft“ Anomalien auftreten, die sich hartnäckig der Lösung durch das Paradigma widersetzen und es zu einer Vielzahl solcher Probleme kommt, könnte dieser Umstand das aktuelle Paradigma ins Schwanken bringen.

Eine nicht hinreichende Übereinstimmung mit der Natur die es beschreiben soll, könnte eine Krise auslösen. Doch nur in den seltensten Fällen wird das Paradigma für die nicht vorhandene Lösung einer Anomalie verantwortlich gemacht. In den meisten Fällen ist es der Mensch, der unzureichend arbeitet und das Paradigma wird nicht angezweifelt.[14]

Wenn jedoch der Fall eintritt, dass ein Paradigma angezweifelt wird, da es keine adäquaten Antworten mehr auf eine Vielzahl von Anomalien liefern kann, begibt sich die wissenschaftliche Gemeinschaft auf die Suche nach neuen Regeln.

Durch die Krise wird das alte Paradigma aufgeweicht, die Regeln der normalen Wissenschaft werden lockerer. In der Folgeperiode, der revolutionären Phase, fangen mehrere neue oder verbesserte, allgemeinere Theorien an miteinander zu konkurrieren, bis sich eines durchsetzt. Das neue Paradigma verdrängt und erneuert die Richtlinien für die „normale Wissenschaft“. Die Revolution wird durch ein Bewusstsein ausgelöst, dass die bestehende Ordnung nicht imstande ist den Zweck zu erfüllen den sie erfüllen soll, dies ist eine Analogie zu politischen Revolutionen die Kuhn bewusst hervorhebt.[15]

Zusammenfassend kann man sagen, dass Kuhn mit diesem System einen Gegenstandpunkt zu einer kumulativen Entwicklung der Wissenschaft bezieht. Er schreibt, dass Paradigmen in einem revolutionären Umbruch, durch adäquatere bzw. scheinbar im zeitlichen Kontext geeignetere Paradigmata ersetzt werden.[16]

b.) Die Rolle der normalen Wissenschaft

Kommen wir nun zu der Frage, welche Rolle die normale Wissenschaft in Kuhns wissenschaftstheoretischen Kosmos spielt.

Die normale Wissenschaft ist jene Disziplin, die innerhalb eines Paradigmas die ihm zugrunde liegenden theoretischen Annahmen vertieft und verfeinert. Das heißt, das Paradigma wird auf die Natur der Dinge angewendet die es beschreiben soll. Außerdem ist die Forschung innerhalb eines Paradigmas kumulativ und sehr effektiv. Die Aufgabe des Paradigmas und der wissenschaftlichen Gemeinschaft liegt nicht in der Erforschung neuer Phänomene.[17]

Kuhn formuliert die Aufgabe der normalwissenschaftlichen Forschung mit folgenden Worten: „Normalwissenschaftliche Forschung ist[...] auf die Verdeutlichung der vom Paradigma bereits vertretenen Theorien ausgerichtet“[18].

Die Arbeit innerhalb der normalen Wissenschaft nennt Kuhn „Rätsellösen“[19], d.h. der Wissenschaftler findet Wege um Probleme zu lösen, bei denen das Paradigma die Lösung bereits liefert. Dabei ist der Wissenschaftler durch Richtlinien, die ihm sein Paradigma auferlegt, beschränkt und kann auch nicht nachweisen, was das Paradigma nicht schon vorrausgesagt hat. Das ist auch der Grund dafür, dass die normale Wissenschaft so effizient und durchaus kumulativ voranschreitet. Der Wissenschaftler spezialisiert sich durch die Forschung innerhalb eines Paradigmas, es entsteht eine Kluft zwischen ihm und fachfremden Menschen. Innerhalb eines Paradigmas finden in der Regel keine Grundsatzdiskussionen statt, man sucht die Thesen zu beweisen die das Paradigma liefert.[20]

Innerhalb der normalwissenschaftlichen Arbeit stoßen die Wissenschaftler jedoch irgendwann auf Schwierigkeiten und Anomalien, die sie mit den zur Verfügung stehenden Mitteln lösen wollen. Wenn dies jedoch nicht mehr möglich ist, kommt es zur Krise und die Regeln des Paradigmas werden gelockert. Vielleicht kommt es sogar zur Revolution und einem Paradigmenwechsel, der den Kosmos der wissenschaftlichen Gemeinschaft innerhalb des Teilgebietes ihrer Forschungsdisziplin verändert. Ein solcher Systemwechsel ist auch durch äußere Faktoren beeinflusst.[21]

3. Wider den Methodenzwang – oder „Anything goes“ als Leitsatz einer anarchistischen Wissenschaftskonzeption

In diesem Teil der Arbeit wird der Gegenstandpunkt zu Kuhns normalwissenschaftlicher Konzeption innerhalb der Entwicklung von Wissenschaften thematisiert.

Paul Feyerabend macht in seinem Werk „Wider den Methodenzwang“ mobil gegen traditionelle Konzeptionen der Wissenschaft. Er bezweifelt, dass die Wissenschaft eine Sonderstellung gegenüber anderen Arten der Erkenntnis hat, weil sie, wie die Positivisten glauben, auf Tatsachen beruht. Diese Tatsachen sind theorieabhängig und deshalb fehlbar. In dem Punkt der Theorieabhängigkeit der Beobachtung deckt sich Feyerabends Auffassung mit der Kuhns.[22]

Feyerabend leitet sein Werk mit folgenden Worten ein: „Vernunft und Wissenschaft gehen oft verschiedene Wege. Ein heiterer Anarchismus ist auch menschenfreundlicher und eher geeignet, zum Fortschritt anzuregen, als „Gesetz- und Ordnungs“ - Konzeptionen.“[23] Er behauptet, dass das Bild, welches wir von Wissenschaft haben ein trügerisches sei. In ihr manifestiert sich keine besondere Vernunft, auch ist sie nicht näher an der „Wahrheit“. Sie macht nur einen solchen Anschein. Darüber hinaus ist sie anderen Erkenntnisarten wie z.B. dem Marxismus oder einer mythologischen Weltsicht nicht überlegen. Auch diese liefern nur eine Art Modell um an erkenntnistheoretische Fragestellungen heran zu gehen.[24] Feyerabend betont, dass die wissenschaftliche Entwicklung kein gradliniger Prozess sei und man ihn nicht mit einer Theorie beschreiben könne. In diesem Zusammenhang steht,: „[...] daß es keine einzige Regel gibt, so einleuchtend und erkenntnistheoretisch wohlverankert sie auch sein mag, die nicht zu irgendeiner Zeit verletzt worden wäre.“[25]

Der Leitsatz, den er vertritt, wenn es um den Fortschritt geht lautet: „Anything goes“. Das heißt, er rechtfertigt eine individuelle und nicht methodologisch- einheitliche Herangehensweise an die Wissenschaft. Er stützt seine Argumentation – ähnlich wie Kuhn – auf historische Studien, kommt jedoch in ihrer Analyse zu anderen Schlüssen. Er sieht keine geradlinige Entwicklung, kein Prinzip, sondern eine Geschichte von Brüchen und Zufällen.

Feyerabends Kritik an der traditionellen Beurteilung der Wissenschaft geht aber noch weiter, er bezeichnet ihre Stellung als gefährliches „Dogma“, vergleichbar mit der selbstimmunisierenden Kirche zur Zeit Galileis. Feyerabend will die Freiheit des Individuums ausweiten, indem er den Menschen zwischen verschiedenen Arten von Erkenntnis wählen lässt und ihn mit keinem oktroyiertem System konfrontiert.[26]

Für ihn ist die Institutionalisierung der Wissenschaft nicht vereinbar mit einer humanitären Grundhaltung, daher forderte er: „ [...] befreien wir die Gesellschaft aus dem Würgegriff einer ideologisch erstarrten Wissenschaft, genau wie unsere Vorfahren uns aus dem Würgegriff der „einen wahren Religion“ befreit haben.“[27]

Feyerabend postuliert darüber hinaus, dass man keine feststehenden Methoden oder Kriterien bei der Beurteilung und der Anwendung von Wissenschaft benutzen dürfe, da dies auf einem falschen Verständnis der menschlichen Vernunft beruhe. In der Diskussion über die Entwicklung der Wissenschaft sollte immer mit bedacht werden, dass es sehr viele Aspekte gibt, die keine theoretische Beachtung finden. Somit ist für Feyerabend der einzige Grundsatz, den man „unter allen Umständen und in allen Stadien der menschlichen Entwicklung vertreten“[28] kann, der Grundsatz „Anything goes“.[29]

a.) Feyerabend und Wissenschaftstheorie

Paul Feyerabend formuliert in „Wider den Methodenzwang“, teilweise sehr provozierende Hypothesen, die er jedoch mit wissenschaftshistorischen Analysen untermauert.

Er bezweifelt z.B. – wie schon oben zitiert – dass irgendeine Methode innerhalb der Wissenschaftsgeschichte so eingehalten wurde wie es manche Theoretiker darstellen, sondern „[...]dass es keine einzige Regel gibt, so einleuchtend und erkenntnistheoretisch wohlverankert sie auch sein mag, die nicht zu irgendeiner Zeit verletzt worden wäre“[30]. Er betrachtet diese Verletzung der Methodologien sogar als notwendig für den Fortschritt, wenn es denn überhaupt einen geben kann. Feyerabend betrachtet noch mehr als Kuhn die Wissenschaftsgeschichte nicht als gesonderte Episode innerhalb der Menschheitsgeschichte, sondern eine mit ihr verflochtene. Politische Umwälzungen, Änderungen innerhalb der Moralsysteme etc. sind eng mit der Entwicklung der Wissenschaft verbunden und dienen ihr manchmal sogar als Triebfeder.[31]

Feyerabend analysiert die wichtigen Episoden der Wissenschaftsgeschichte auch mit Bezug zu psychologischen Faktoren, z.B. ist er der Meinung, dass es für Galilei notwendig war, sich der Propaganda zu bedienen, um seine Thesen zu stützen, denn der theoretische Hintergrund seiner Behauptungen stand auf sehr wackeligen Beinen.[32]

Insgesamt sieht der wissenschaftstheoretische Kosmos des Paul Feyerabend sehr „bunt“ aus, denn er will sich auf keine starre Methodologie versteifen. Vielmehr vertritt er die dualistische Auffassung, ein erkenntnistheoretischer Dadaismus zusammen mit dem Prinzip der Kontrainduktion sei eine weitaus effektivere und adäquatere Art der Forschung.[33]

4. Feyerabends Kritik an Kuhns normaler Wissenschaft

Nachdem wir nun skizzenhaft Kuhns „Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen“ und die darin beschriebene normale Wissenschaft kennengelernt haben und dann zu Feyerabends „Wider den Methodenzwang“ übergegangen sind, können wir uns nun dem eigentlichem Thema dieser Arbeit zuwenden: Feyerabends Kritik an Kuhns normaler Wissenschaft.

Die Phase der normalen Wissenschaft bedeutet in Kuhns System eine nicht systemimmanent kritische, in ihrer Art dogmatische, aber sehr effektive Phase in der Entwicklung reifer wissenschaftlicher Disziplinen.[34] Die Wissenschaftler weiten ihr paradigmatisches Wissen aus und konkretisieren es, diese unkritische Vorgehensweise ist für Feyerabend ein rotes Tuch, dieser glaubt fest an die „kontrainduktive“ Methode – ein wichtiger Teil innerhalb seines erkenntnistheoretischen Anarchismus – die dazu führt, dass man Theorien nie ganz anerkennt, sondern sie immer kritisiert. Verbunden mit seiner These der Theorie-proliferation führt sie zum Fortschritt in der wissenschaftlichen Methode.[35] Für Feyerabend steht Kuhns Verständnis einer normalen Wissenschaft in Kontrast zu einer humanitären Grundhaltung.

Feyerabend schreibt in der Einleitung zu seinem Aufsatz „ Kuhns Struktur wissenschaftlicher Revolutionen – ein Trostbüchlein für Spezialisten “, dass er viele Aspekte der Wissenschaft in einem anderen Licht sieht, seitdem er mit Kuhn über diverse wissenschaftstheoretische Aspekte diskutiert hat. Er kann jedoch seine Wissenschaftstheorie nicht akzeptieren, allen voran den Aspekt der normalen Wissenschaft, für ihn ist sie ein „kurzsichtiges Spezialistentum“[36], welches den Fortschritt von Wissenschaft behindert. Feyerabends Kritik bezieht sich auf das ideologische Element in der Beurteilung der normalen Wissenschaft durch Kuhn, für Feyerabend ist die Wissenschaft in ihrer Natur kritisch. Indem Kuhn die Normalwissenschaft als unkritisch und kumulativ darstellt, verstößt er nach Feyerabend gegen das wissenschaftlich-kritische Ethos.[37]

Doch dies ist nur die allgemeinste Ebene der Kritik, denn auch in der Bewertung wird die normale Wissenschaft nicht positiv bewertet. Normale Wissenschaft sei „professionelle Stupidität“[38], sie hat nicht den kritischen Anspruch, den Wissenschaft für Feyerabend haben muss. Somit lässt er sich auch nicht auf die positiven Eigenschaften des funktionellen Arguments ein, welches Kuhn vorbringt, um zu begründen, wieso normalwissenschaftliche Forschung nötig sei, um Fortschritt in einer bestimmten wissenschaftlichen Disziplin zu ermöglichen.[39] Diesem funktionellen Argument stellt er „drei Schwierigkeiten“[40] entgegen.

Feyerabend beschreibt darin zunächst Kuhns funktionelles Argument und stellt heraus, dass es auf zwei Vorraussetzungen beruht:

1. Normale Wissenschaft ist nach Kuhn eine notwendige Vorraussetzung für Revolutionen.
2. Wissenschaftliche Revolutionen und die normale Wissenschaft als notwendige Vorraussetzung dazu ist wünschenswert.[41]

Feyerabend behauptet, dass innerhalb der kuhnschen Theorie wissenschaftliche Revolutionen nicht als wünschenswert bewertet werden können. Dafür spricht die von Kuhn selbst angesprochene Inkommensurabilität, die zwischen verschiedenen Paradigmen bestehe. Somit wäre ein Paradigmenwechsel zwar eine Veränderung, aber man könne diesen Wechsel nicht als Fortschritt bewerten, da unterschiedliche Paradigmen nicht kommensurabel sind. Als Folge daraus ergibt sich, dass Revolutionen nicht wünschenswert sein können, da sie nicht zwangsweise eine positive Veränderung hervorbringen würden und nur eine solche wäre wünschenswert.[42]

Feyerabend geht noch einen Schritt weiter, indem er den von Kuhn beanspruchten Weg, den die Wissenschaftler über die normale Wissenschaft hin zur Revolution gehen, als nicht wünschenswert darstellt. Er stellt dem sein System der „Theorie-proliferation“ gegenüber, in welchem die Wissenschaftler nicht an ein Paradigma gebunden sind und Alternativen zu dem Paradigma entwickeln, an welches sie nach Kuhn gebunden sind. Feyerabend bezeichnet dies als eine „rationale Methode“[43]. Außerdem würden bei einer Konkurrenz verschiedener Theorien Schwierigkeiten und Probleme einer bestimmten Theorie besser zum Vorschein kommen, da die einzelnen Theorien aus einem kritischeren Blickwinkel beleuchtet würden.[44]

Die normale Wissenschaft widerspricht somit in ihrer Form als unkritische und durchaus dogmatische Episode der Forschung – wie Kuhn sie glaubt in der Geschichte erkannt zu haben – und den von Feyerabend vertretenden kritischen Vorstellungen von dem Wesen der Wissenschaft. Als letzten Schritt bezweifelt Feyerabend grundsätzlich die historische Existenz der normalen Wissenschaft. Um dies zu beweisen, gibt Feyerabend ein Beispiel aus der Wissenschaftsgeschichte an und zeigt daran, dass nur eine Wechselwirkung verschiedener teilweise inkommensurabler Disziplinen dazu geführt hat, dass Fortschritt entstanden ist und nicht im Sinne von Kuhns normaler Wissenschaft.[45]

Dies stellt die Kritik an Kuhns positiver Bewertung der normalen Wissenschaft durch Feyerabend dar, die im letzten Teil dieser Arbeit nun selbst einer kritischen Prüfung unterzogen wird.

5. Zusammenfassung und Beurteilung

Wir sind nun am Ziel dieser Arbeit angekommen und haben festgestellt, dass die normale Wissenschaft für Kuhn ein wichtiges Element innerhalb seiner wissenschaftstheoretischen Konzeption darstellt. Denn für Kuhn ist sie ein kumulatives, effizientes Element, welches mit einer gewissen unkritischen Vorgehensweise die bestehenden theoretischen Konzeptionen innerhalb eines Paradigmas erweitert. Darüber hinaus haben wir den Standpunkt Feyerabends kennengelernt, der ein solches dogmatisches Element innerhalb der Wissenschaft ablehnt. Für ihn ist das Wesen der Wissenschaft kritisch und er bezweifelt, dass sich die Entwicklung der Wissenschaft in ein methodologisches Konzept pressen lässt, da es für ihn rationaler ist, seinem Prinzip der Theorie-proliferation zu folgen.

Feyerabends Kritik an Kuhns normaler Wissenschaft bezieht sich im wesentlichen auf vier Aspekte:

Zunächst kritisiert er die positive Beurteilung der normalen Wissenschaft als Vorraussetzung für wissenschaftliche Revolutionen. In folge dessen bezweifelt er, dass wissenschaftliche Revolutionen an sich wünschenswert seien, da sich das Problem der Inkommensurabilität aufwirft. Weiter geht er darin, zu bestreiten, dass die normale Wissenschaft eine wünschenswerte Vorraussetzung für wissenschaftliche Revolutionen sei. Als letzten Punkt bezweifelt er die historische Existenz der normalen Wissenschaft.

Betrachten wir zunächst den ersten Punkt, so scheint Feyerabend hier schon Kuhns Intention falsch zu interpretieren, der normale Wissenschaft nicht als wünschenswert bezeichnet, weil sie zu Revolutionen führt. Sie stellt für ihn vielmehr einen sehr effizienten Teil der Forschung innerhalb eines Paradigmas dar. Somit ist der erste Punkt als Missverständnis seitens Feyerabends zu verstehen und als nicht stichhaltig abzuweisen.[46]

Die erste der „drei Schwierigkeiten“ bezieht sich auf ein unterschiedliches Verständnis der beiden Denker hinsichtlich des Inkommensurabilitätsbegriffs. Wenn Feyerabend nämlich behauptet, dass ein Paradigmenwechsel nicht wünschenswert sein kann, da man nicht beurteilen kann, ob es ein progressiver Schritt nach vorn ist, so bezweifelt er jegliche Art des Fortschritts. Kuhn hingegen bezweifelt nur bestimmte Arten von Fortschritt innerhalb seines Inkommensurabilitätsbegriffs. Dieses Argument ist somit auch gegenstandslos, da es einen Gegenstand innerhalb der kuhnschen Konzeption berührt der so nicht in ihr enthalten ist.[47]

Weiter geht Feyerabend mit seiner Kritik an Kuhns Behauptung, dass normale Wissenschaft eine wünschenswerte Vorraussetzung für wissenschaftliche Revolutionen sei. Feyerabend setzt dagegen auf sein System der Theorie-proliferation. Er behauptet, dass durch die Konkurrenz mehrerer Theorien Probleme innerhalb einer Theorie „von außen“, also von der Position einer konkurrierenden Theorie, besser herausgestellt werden können. Es stellt sich die Frage, warum z.B. bei zwei kommensurablen Theorien, d.h. Theorien, die das gleiche Vokabular gebrauchen, die eine Theorie nicht aus ihrer eigenen Perspektive Probleme innerhalb ihres Spektrums herausstellen könne. Bei inkommensurablen Theorien besteht jedoch eine grundsätzliche Schwierigkeit, da die Vertreter der Theorie x nur sehr schwer die Vertreter der Theorie y von einer Anomalie innerhalb ihrer Theorie überzeugen können, da das Problem welches die Theorie x sieht für die Theorie y gar nicht evident sein muss. Man würde also quasi „aneinander vorbei reden“. Dieses Argument Feyerabends ist somit seinerseits mit einigen Schwierigkeiten behaftet.[48]

Der letzte Teil der Feyerabendschen Kritik – die Bezweiflung der historischen Existenz der normalen Wissenschaft – ist eigentlich keine wirkliche Kritik des funktionellen Arguments, sondern vielmehr eine Vorrausetzung für das funktionelle Argument und für die Kritik Feyerabends. Denn wenn Feyerabend die Existenz der normalen Wissenschaft als solche bezweifelt, dann ist auch seine Argumentation nicht sinnvoll, da sie die Beurteilung eines Gegenstandes betreffen würde, den es so gar nicht gibt.[49]

Als Fazit kann man festhalten, dass die Argumente, die Feyerabend vorbringt, zum Großteil auf einer Fehlinterpretation der kuhnschen Theorie beruhen. Somit lässt sich auch Kuhn selbst verstehen, der glaubt, dass viele seiner Kritiker ihn einfach falsch verstanden haben. Denn er hat den Verdacht, dass es zwei Personen mit dem Namen Kuhn gibt, die beide ein Buch mit dem Titel „Die Struktur Wissenschaftlicher Revolutionen“ geschrieben haben. Diese enthalten zwar häufig dieselben Ansichten, sind in ihrer Absicht jedoch unterschiedlich. Feyerabends Kritik könne sich somit nur auf das Buch der zweiten Person Thomas Kuhn beziehen, da sie Aspekte kritisieren, die Kuhn so nicht gemeint hat.[50]

6. Literaturverzeichnis

1. Chalmers, Alain F.: Wege der Wissenschaft, Berlin 2001
2. Feyerabend, Paul: Wider den Methodenzwang. Frankfurt a. M., 1986
3. Feyerabend, Paul: Kuhns Struktur wissenschaftlicher Revolutionen – ein Trostbüchlein für Spezialisten?, in: I. Lakatos/ A. Musgrave (Hrsg.), Kritik und Erkenntnisfortschritt, 1974
4. Hoyningen- Huene, Paul: Paul Feyerabend und Thomas Kuhn, in: Journal for general philosophie of science 33(2002)
5. Hoyningen-Huene, Paul: Feyerabends Kritik an Kuhns normaler Wissenschaft, in: Julian Nida-Rümelin (Hrsg.), Rationality, Realism, Revision: Proceedings of the 3rd international congress of the Society for Analytical Philosophy, 1999
6. Kuhn, Thomas S.: Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen, Frankfurt a. M., 1976
7. Kuhn, Thomas S.: Bemerkungen zu meinen Kritikern, in: I. Lakatos/ A. Musgrave (Hrsg.), Kritik und Erkenntnisfortschritt , 1974
8. Gethman, Carl F.: Art. Kuhn, in: Enzyklopedie Philososphie und wissenschaftstheorie, Band 2
9. Gethman, Carl F.: Art. Feyerabend, in: Enzyklopedie Philososphie und wissenschaftstheorie, Band 1

[...]


[1] Feyerabend, Paul: Kuhns Struktur wissenschaftlicher Revolutionen – ein Trostbüchlein für Spezialisten?, in: I. Lakatos/ A. Musgrave (Hrsg.), Kritik und Erkenntnisfortschritt , 1974, S. 191.

[2] Vgl. Gethman, Carl F.: Art. Kuhn, in: Enzyklopedie Philososphie und wissenschaftstheorie, Band 2, S. 503-507.

[3] Vgl. Hoyningen- Huene, Paul: Paul Feyerabend und Thomas Kuhn, in: Journal for general philosophie of science 33(2002), S. 62ff.

[4] Vgl.Gethman, Carl F.: Art. Feyerabend, in: Enzyklopedie Philososphie und wissenschaftstheorie, Band 1, S. 642.

[5] Vgl. Hoyningen- Huene, Paul: Paul Feyerabend und Thomas Kuhn, in: Journal for general philosophie of science 33(2002), S. 62ff.

[6] Vgl. Chalmers, Alain F.: Wege der Wissenschaft, Berlin 2001, S. 87.

[7] Ebenda.

[8] Vgl. Kuhn, Thomas S.: Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen, Frankfurt a. M., 1976, S. 17.

[9] Vgl. Chalmers, Alain F.: Wege der Wissenschaft, Berlin 2001, S. 90.

[10] Vgl. Kuhn, Thomas S.: Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen, Frankfurt a. M., 1976, S. 25ff.

[11] Kuhn, Thomas S.: Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen, Frankfurt a. M., 1976, S. 60.

[12] Ebenda.

[13] Vgl. Kuhn, Thomas S.: Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen, Frankfurt a. M., 1976, S. 39-42.

[14] Vgl. Kuhn, Thomas S.: Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen, Frankfurt a. M., 1976, S. 72, 73.

[15] Vgl. Kuhn, Thomas S.: Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen, Frankfurt a. M., 1976, S. 80ff.

[16] Bei dieser Analyse werden nur die wichtigsten Stadien eines revolutionären Paradigmenwechsels betrachtet. Viele Feinheiten und Schattierungen, die Kuhn anführt, um seine Theorie plausibel zu erklären, müssen wegen des begrenzten Rahmens dieser Arbeit vernachlässigt werden.

[17] Vgl. Kuhn, Thomas S.: Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen, Frankfurt a. M., 1976, S. 39-42.

[18] Kuhn, Thomas S.: Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen, Frankfurt a. M., 1976, S. 38.

[19] Vgl. Kuhn, Thomas S.: Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen, Frankfurt a. M., 1976, S. 50.

[20] Vgl. Kuhn, Thomas S.: Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen, Frankfurt a. M., 1976, S. 34ff.

[21] Vgl. Kuhn, Thomas S.: Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen, Frankfurt a. M., 1976, S. 80ff.

[22] Vgl. Chalmers, Alain F.: Wege der Wissenschaft, Berlin 2001, S. 121ff.

[23] Feyerabend, Paul: Wider den Methodenzwang. Frankfurt a. M., 1986, S. 13.

[24] Vgl. Chalmers, Alain F.: Wege der Wissenschaft, Berlin 2001, S. 126.

[25] Feyerabend, Paul: Wider den Methodenzwang. Frankfurt a. M., 1986, S. 21.

[26] Vgl. Chalmers, Alain F.: Wege der Wissenschaft, Berlin 2001, S. 122ff.

[27] Feyerabend, Paul: Wider den Methodenzwang. Frankfurt a. M., 1986, S. 395.

[28] Feyerabend, Paul: Wider den Methodenzwang. Frankfurt a. M., 1986, S. 32.

[29] Vgl. Feyerabend, Paul: Wider den Methodenzwang. Frankfurt a. M., 1986, S. 31, 32.

[30] Feyerabend, Paul: Wider den Methodenzwang. Frankfurt a. M., 1986, S. 21.

[31] Vgl. Feyerabend, Paul: Wider den Methodenzwang. Frankfurt a. M., 1986, S. 13ff.

[32] Vgl. Feyerabend, Paul: Wider den Methodenzwang. Frankfurt a. M., 1986, S. 105.

[33] Vgl. Feyerabend, Paul: Wider den Methodenzwang. Frankfurt a. M., 1986, S. 37ff.

[34] Vgl. Kuhn, Thomas S.: Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen, Frankfurt a. M., 1976, S. 26ff.

[35] Vgl. Feyerabend, Paul: Wider den Methodenzwang. Frankfurt a. M., 1986, S. 33ff.

[36] Vgl. Feyerabend, Paul: Kuhns Struktur wissenschaftlicher Revolutionen – ein Trostbüchlein für Spezialisten?, in: I. Lakatos/ A. Musgrave (Hrsg.), Kritik und Erkenntnisfortschritt , 1974, S. 192.

[37] Vgl. Hoyningen-Huene, Paul: Feyerabends Kritik an Kuhns normaler Wissenschaft, in: Julian Nida-Rümelin (Hrsg.), Rationality, Realism, Revision: Proceedings of the 3rd international congress of the Society for Analytical Philosophy, 1999, S. 465.

[38] Feyerabend, Paul: Kuhns Struktur wissenschaftlicher Revolutionen – ein Trostbüchlein für Spezialisten?, in: I. Lakatos/ A. Musgrave (Hrsg.), Kritik und Erkenntnisfortschritt , 1974, S. 202.

[39] Vgl. Hoyningen-Huene, Paul: Paul Feyerabend und Thomas Kuhn, in: Journal for General Philosophy of Science 33 (2002), S. 73.

[40] Feyerabend, Paul: Kuhns Struktur wissenschaftlicher Revolutionen – ein Trostbüchlein für Spezialisten?, in: I. Lakatos/ A. Musgrave (Hrsg.), Kritik und Erkenntnisfortschritt , 1974, S. 196.

[41] Vgl. Hoyningen-Huene, Paul: Paul Feyerabend und Thomas Kuhn, in: Journal for General Philosophy of Science 33 (2002), S. 73.

[42] Vgl. Feyerabend, Paul: Kuhns Struktur wissenschaftlicher Revolutionen – ein Trostbüchlein für Spezialisten?, in: I. Lakatos/ A. Musgrave (Hrsg.), Kritik und Erkenntnisfortschritt , 1974, S. 196.

[43] Feyerabend, Paul: Kuhns Struktur wissenschaftlicher Revolutionen – ein Trostbüchlein für Spezialisten?, in: I. Lakatos/ A. Musgrave (Hrsg.), Kritik und Erkenntnisfortschritt , 1974, S. 199.

[44] Ebenda.

[45] Ebenda, 201ff.

[46] Vgl. Hoyningen-Huene, Paul: Feyerabends Kritik an Kuhns normaler Wissenschaft, in: Julian Nida-Rümelin (Hrsg.), Rationality, Realism, Revision: Proceedings of the 3rd international congress of the Society for Analytical Philosophy, 1999, S. 467ff.

[47] Vgl. Hoyningen-Huene, Paul: Feyerabends Kritik an Kuhns normaler Wissenschaft, in: Julian Nida-Rümelin (Hrsg.), Rationality, Realism, Revision: Proceedings of the 3rd international congress of the Society for Analytical Philosophy, 1999, S. 468.

[48] Vgl. Hoyningen-Huene, Paul: Feyerabends Kritik an Kuhns normaler Wissenschaft, in: Julian Nida-Rümelin (Hrsg.), Rationality, Realism, Revision: Proceedings of the 3rd international congress of the Society for Analytical Philosophy, 1999, S. 468ff.

[49] Vgl. Hoyningen-Huene, Paul: Feyerabends Kritik an Kuhns normaler Wissenschaft, in: Julian Nida-Rümelin (Hrsg.), Rationality, Realism, Revision: Proceedings of the 3rd international congress of the Society for Analytical Philosophy, 1999, S. 469.

[50] Vgl. Kuhn, Thomas: Bemerkungen zu meinen Kritikern, in: I. Lakatos/ A. Musgrave (Hrsg.), Kritik und Erkenntnisfortschritt , 1974, S. 223.

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Titel
Feyerabends Kritik an Kuhns normaler Wissenschaft
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum  (Philosophisches Institut)
Veranstaltung
Probleme der theoreitschen Philosophie
Note
2.0
Autor
Jahr
2006
Seiten
21
Katalognummer
V110907
Dateigröße
484 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Feyerabends, Kritik, Kuhns, Wissenschaft, Probleme, Philosophie
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Martin Wiertel (Autor), 2006, Feyerabends Kritik an Kuhns normaler Wissenschaft, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/110907

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Titel: Feyerabends Kritik an Kuhns normaler Wissenschaft



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