Die Frühzeit von Hollywood und ein erster Superstar: Charlie Chaplin


Referat (Ausarbeitung), 2005
13 Seiten, Note: 3

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Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Biografie: Sir Charles Spencer Chaplin
1.1 Die Kindheit
1.2 Hollywood
1.2.1 Keystone
1.2.2 Essany
1.2.3 Mutual
1.2.4 First National
1.2.5 United Artists
1.3 Europa
1.3.1 Chaplins Tod

2. „Shoulder Arms“ – „Gewehr über“
2.1 Inhaltsangabe
2.2 Cast und technische Daten
2.2.1 Cast
2.2.2 Technische Daten
2.3 Kritische Auseinandersetzung

3. Literaturverzeichnis

Einleitung

Dies ist die schriftliche Ausarbeitung zum Vortrag - Die Frühzeit von Hollywood und ein erster Superstar: Charlie Chaplin (Biografie und Frühwerk, insbesondere „Shoulder Arms“, deutsch: „Gewehr über“, 1917) - in der Veranstaltung „Die Geschichte des Films I: Der Stummfilm und der frühe Tonfilm“.

Zunächst werden wir die Biografie Charlie Chaplins betrachten, die wir in vier Abschnitte eingeteilt haben.

Im ersten Teil werden wir einen Blick auf seine durchaus nicht einfache und zuweilen ärmliche Kindheit werfen.

Der nächste Abschnitt befasst sich vor allem mit der Zeit beim Theater und mit dem Übergang zum Film.

In der Zeit von 1914 bis 1952 reift Chaplin zum internationalen Superstar heran, er produziert immer aufwendigere Filme und 1940 sogar seinen ersten Tonfilm („The great Dictator“).

Der letzte Abschnitt seiner Biografie beginnt mit dem Verbot der Wiedereinreise in die USA, nachder Chaplin sein weiteres Leben in Europa verbringt.

Im Anschluss an Chaplins Biografie werden wir seinen 1918 gedrehten Film „Shoulder Arms“ inhaltlich kurz wiedergeben und kritisch betrachten.

1. Biografie: Sir Charles Spencer Chaplin

1.1 Die Kindheit

Charles Spencer Chaplin wurde am 16. April 1889 in London als Sohn des Künstlerpaars Hannah Chaplin (geborene Hill) und Charles Chaplin senior geboren. Seine Eltern traten als Sänger, Tänzer und Imitatoren in der Londoner Music Hall auf.

Kurz nach seiner Geburt trennten sich die Eltern und Charles wuchs mit seinem Halbbruder Sidney bei der Mutter auf.

Charlies erster Bühnenauftritt geschieht im Alter von fünf Jahren unfreiwillig. Seine Mutter bekam mitten in ihrer Nummer plötzlich Stimmprobleme, so dass sie die Bühne verlassen musste.

Das Publikum bestehend aus Soldaten wurde sofort ausfällig, doch Hannahs Manager stellte den kleinen Chaplin auf die Bühne. Nicht ohne zu wissen, dass dieser ein gewisses Talent besaß. Er führte mehrere Nummern auf, wovon die Soldaten so begeistert waren, dass sie Geld auf die Bühne warfen. Seinen Auftritt brachte er erst zu Ende nachdem er alle Münzen aufgesammelt hatte, was zu weiterem Beifall führte. Dieses Ereignis beschreibt Chaplin selbst als den Beginn seiner Karriere und dem Karriereende seiner Mutter. Allerdings sagt er auch, dass er ohne seine Mutter wohl nie so ein erfolgreicher Pantomime geworden wäre. (vgl. Chaplin, 1964)

Kurz nach seinem sechsten Geburtstag erkrankt seine Mutter und wird für längere Zeit im Krankenhaus behandelt. Charles und sein Halbruder Sidney kamen in eine staatliche Armeneinrichtung. 1898 endete ihre Odyssee durch verschiedene Armenhäuser, zwischenzeitlich wurde Hannah Chaplin sogar in eine Irrenanstallt eingewiesen.

Charles wird von William Jackson, dem Leiter der Lancashire Lads, auf der Straße entdeckt. Von nun an zieht er für freie Kost, Unterkunft und eine Krone pro Woche mit der Variete-Truppe durch das Land.

Chaplin beschreibt seine Kindheit selbst folgendermaßen:

„Sogar als ich im Armenhaus war, als ich durch die streunte und versuchte, genug zu essen zu finden, um zu überleben, sogar damals hielt ich mich für den größten Schauspieler der Welt. Diese Überschwenglichkeit, die davon herrührt, dass man restlos von sich selbst überzeugt ist, musste ich mir erhalten. Wenn du die nicht hast, bist du verloren.“ (Robinson, 1989, S.63)

1908 wurde Charlie von seinem Bruder Sydney zu der Burleske-Truppe von Fred Karno gelotst. Karno war recht erfolgreich und hatte ganze zehn Truppen ständig auf Tournee. Charlies Gage hatte sich immerhin auf drei Pfund pro Woche erhöht. Zusammen mit seinem Bruder Sid verdienten sie nun sieben Pfund die Woche. Von seinen Kollegen, unter anderem Stan Laurel, wurde Charlie privat als sehr zurückhaltend und scheu bezeichnet.

Charlie tourte mit der Karno-Truppe durch Amerika und übernahm aus dieser Zeit einige Ideen für seine späteren Filme. (vgl. Robinson, 1989)

1.2 Hollywood

1.2.1 Keystone

Eine neue Ära begann 1913 für Chaplin als er von der Keystone Film Company entdeckt wurde. Am 25. September 1913 unterschrieb Chaplin seinen Vertrag mit Keystone, welcher ihm ein Honorar von 150 Dollar pro Woche einbrachte.

Sein erster Film war „Making a Living“ (deutscher Titel “Man schlägt sich durch“), der schon zu den aufwendigeren Produktionen der damaligen Zeit gehörte. Dieser Film, in dem Chaplin einen Ganoven spielt, wurde am 2. Februar 1914 uraufgeführt.

Chaplin entwickelte in den folgenden Filmen den „Tramp“-Charakter, der sein Markenzeichen werden sollte und durch den er so beliebt wurde. Erstmals in typischer Kleidung zu bewundern – ausgebeulte Hose, zu enge Jacke, Melone, riesige Schuhe, Spazierstock und Schnurrbart – ist Chaplin in seinem zweitem Film „Kid Auto Races at Venice“ (dt. „Seifenkistenrennen in Venice“).

Doch schon sehr bald hatte Chaplin künstlerische Differenzen mit Mack Sennett, dem Leiter der Keystone Company. Er wollte den Charakter seiner Figuren mehr betonen und sich nicht nur auf körperliches Spiel beschränken. Sennett passte dieser individuelle Stil überhaupt nicht ins Konzept. Der Erfolg hingegen gab Chaplin Recht, weshalb ihm das Studio mehr Kontrolle über seine Filme zugestand. Er führte ab seinem elften Film „Twenty Minutes of Love“ (dt. „Zwanzig Minuten Liebe“) vorwiegend selbst Regie, schrieb die Drehbücher und übernahm auch den Schnitt. (vgl. Robinson 1989)

13 von 13 Seiten

Details

Titel
Die Frühzeit von Hollywood und ein erster Superstar: Charlie Chaplin
Hochschule
Universität Bremen
Note
3
Autoren
Jahr
2005
Seiten
13
Katalognummer
V110929
Dateigröße
515 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Frühzeit, Hollywood, Superstar, Charlie, Chaplin
Arbeit zitieren
Maik Kolze (Autor)Daniela Bielefeld (Autor), 2005, Die Frühzeit von Hollywood und ein erster Superstar: Charlie Chaplin, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/110929

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