Seit dem 01.04.2002 absolviere ich mein Anerkennungsjahr als Diplom-Sozialarbeiter im Jugendamt der Stadt Neuss. Mein Tätigkeitsschwerpunkt im Jugendamt liegt ich im Familien- und Jugendhilfedienst im Stadtbezirk Süd, des Bereichs Jugendhilfe in besonderen Lebenslagen.
Inhaltsverzeichnis
1 Beschreibung der Arbeitsstelle
1.1 Einleitung
1.2 Organisationsaufbau der Praktikumsstelle
1.2.1 Organigramm des Dezernates 5 - Schwerpunkt Jugendamt
1.3 Rechtliche Grundlagen
1.4 Zielgruppen
1.5 Arbeitsaufgaben des Familien- und Jugendhilfedienstes
1.6 Angewandte Konzepte des beruflichen Handelns
2 Fallbericht
2.1 Aktuelle Situation
2.2 Fallhistorie
2.3 Festlegung der Ziele, die durch die angebotenen Hilfen erreicht werden sollen
2.4 Festlegung der Hilfeart, der Rechtsgrundlage und des zeitlichen Rahmens
2.5 § 35 KJHG Intensive sozialpädagog. Einzelbetreuung
2.5.1 Zielgruppe
2.5.2 Ziele und Grundsätze der Arbeit
3 Reflexion der eigenen Arbeit
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die Arbeit dokumentiert den Praxisbericht zur Erlangung der staatlichen Anerkennung als Diplom-Sozialarbeiter. Das Hauptziel besteht darin, die Arbeitsweise im Familien- und Jugendhilfedienst anhand eines konkreten Fallbeispiels zu reflektieren, den Ablauf einer intensiven sozialpädagogischen Einzelbetreuung darzustellen und die professionelle Identität im Rahmen des Jugendamtes zu erörtern.
- Strukturelle Organisation und rechtliche Grundlagen des Jugendamtes
- Fallbezogene Anwendung von Jugendhilfemaßnahmen nach dem KJHG
- Klientenzentrierte Gesprächsführung und Beratung
- Reflexion der Rolle als Sozialarbeiter in Ausbildung
- Herausforderungen und Grenzen sozialpädagogischer Interventionen
Auszug aus dem Buch
1.6 Angewandte Konzepte des beruflichen Handelns
Innerhalb des FJHD wird soziale Einzelfallhilfe geleistet. Das Konzept meines beruflichen Handelns richtet sich nach den Inhalten der klientenzentrierten Gesprächsführung und Beratung nach Rogers.
Kennzeichnend für den klientenzentrierten Ansatz ist:
• Das Vertrauen in eine Aktualisierungstendenz des Menschen, in die Weisheit des Organismus und seine grundlegende Entwicklungsrichtung;
• Die Entschlossenheit, diejenigen Bedingungen zu finden, die zur Realisierung der im Menschen liegenden Möglichkeit führen, ein Verständnis seiner selbst zu gewinnen, Wahlen zu treffen, seine Stärken zu nutzen und persönlich zu wachsen;
• die Überzeugung, dass diese Bedingungen Aspekte der in zwischenmenschlichen Beziehungen wirksam werdenden Haltungen und Einstellungen sind;
• der Wunsch, alle Erkenntnisse in Form von Hypothesen zu fassen, die bestätigen oder verworfen werden können; und
• die Fähigkeit, die spezifischen Einstellungs- und Verhaltenselemente in einer Beziehung zu definieren und durch Forschung zu bestätigen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit persönliches Wachsen fördern.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Beschreibung der Arbeitsstelle: Dieses Kapitel erläutert die organisatorische Einbettung des Jugendamtes, die rechtlichen Grundlagen des SGB VIII sowie die spezifischen Aufgaben und Zielgruppen des Familien- und Jugendhilfedienstes.
2 Fallbericht: Hier wird der detaillierte Verlauf eines begleiteten Falls beschrieben, von der ersten Kontaktaufnahme aufgrund von Schulverweigerung bis zur Implementierung einer intensiven sozialpädagogischen Einzelbetreuung.
3 Reflexion der eigenen Arbeit: Der Autor reflektiert seine Rolle als Berufspraktikant, die Bedeutung der Teamsitzungen für die Fallarbeit und setzt sich kritisch mit den Grenzen sozialpädagogischer Interventionen auseinander.
Schlüsselwörter
Soziale Arbeit, Familien- und Jugendhilfedienst, SGB VIII, KJHG, Intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung, INSPE, Fallbericht, Klientenzentrierte Beratung, Carl Rogers, Jugendamt, Beziehungsarbeit, Kindeswohl, Sorgerecht, Praxiserfahrung, Sozialpädagogik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Dokument grundsätzlich?
Es handelt sich um einen Praktikumsbericht im Rahmen der staatlichen Anerkennung zum Diplom-Sozialarbeiter, der die Arbeit in einem Jugendamt reflektiert.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit behandelt die rechtliche Basis der Jugendhilfe, den Aufbau des Jugendamtes, die praktische Fallarbeit sowie methodische Ansätze der Einzelfallhilfe.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die kritische Reflexion des beruflichen Handelns und der Lernprozesse während des Anerkennungsjahres unter Berücksichtigung der komplexen Anforderungen im Bereich der Jugendhilfe.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Autor nutzt die Methode des Fallberichts zur Darstellung von Praxiserfahrungen sowie die klientenzentrierte Beratungstheorie nach Rogers als theoretischen Rahmen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Beschreibung der Arbeitsstelle, einen umfangreichen Fallbericht über einen minderjährigen Jugendlichen und die abschließende Reflexion der eigenen Rolle.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Schlüsselbegriffe sind unter anderem Sozialarbeit, Jugendamt, KJHG, Fallbericht und klientenzentrierte Beratung.
Wie geht der Autor mit der "Schulverweigerung" im Fallbeispiel um?
Durch detektivische Suche und intensive Beratung wurde eine Lösung gesucht, die schließlich in einem Langzeitpraktikum in einer Kfz-Werkstatt mündete, um den Jugendlichen wieder in eine Struktur zu bringen.
Welche Bedeutung hat das "Wächteramt" des Jugendamtes für die Arbeit?
Das Wächteramt verpflichtet den Sozialarbeiter, bei akuter Gefährdung des Kindeswohls einzugreifen, auch wenn der Kontakt zum Klienten nicht auf dessen Eigeninitiative beruht.
- Citation du texte
- Götz Barkey (Auteur), 2002, Praxisbericht zur Erlangung der staatlichen Anerkennung für Diplomsozialarbeiter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/11094