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Die Wehrpflicht in Deutschland - Ist die allgemeine Wehrpflicht noch aufrecht zu erhalten?

Title: Die Wehrpflicht in Deutschland  -  Ist die allgemeine Wehrpflicht noch aufrecht zu erhalten?

Pre-University Paper , 2005 , 19 Pages , Grade: 14

Autor:in: Moritz Taske (Author)

Didactics - Social Studies/ Civics
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Die Abschaffung der Wehrpflicht ist ein oft diskutiertes und weitschichtiges Thema. Immer wieder wird eine Abschaffung aufgrund der verschiedensten Gründe gefordert. So wird zum Beispiel die allgemeine Wehrpflicht anhand der Wehrungerechtigkeit als unhaltbar dargestellt. Im Gegenzug behaupten die Wehrpflichtbefürworter, dass eine Abschaffung der Wehrpflicht aus sicherheitspolitischer Sicht alles andere als vernünftig sei.
Bei der Wiedereinführung von Streitkräften, nach dem Zweiten Weltkrieg, 1957, entschied man sich, um einen schnellstmöglichen Streitkräfteaufbau zu ermöglichen, gegen eine Freiwilligen Armee und führte die allgemeine Wehrpflicht in Deutschland ein. In Zeiten des Ost-West-Konfliktes eine durchaus begründete Maßnahme, doch ist in Zeiten von Europäischer Union, NATO und UNO eine solche, tief in das Leben junger Männer einschneidende, Zwangsrekrutierung noch vertretbar? Nachdem Frankreich erwog, in Zukunft auf die Wehrpflicht zu verzichten, kam es im Jahre 1996 auch in der Bundesrepublik Deutschland zu einer innenpolitischen Diskussion über die Wehrpflicht. Die damalige Regierungskoalition unter Bundeskanzler Helmut Kohl stellte jedoch klar, dass sie die allgemeine Wehrpflicht beibehalten werde.
Im Folgenden werde ich nun versuchen die verschiedenen Standpunkte, zur allgemeinen Wehrpflicht in Deutschland, objektiv darzulegen und
herauszufinden ob die Verankerung der Wehrpflicht im Grundgesetz im
jetzigen Zustand immer noch angebracht ist oder ob nicht eine Änderung des im Grundgesetz befindlichen Artikel 12 a sinnvoller wäre.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Abgrenzung des Themas

2. Die allgemeine Wehrpflicht

2.1 Definition der allgemeinen Wehrpflicht

2.2 Begründung der allgemeinen Wehrpflicht

2.3 Entstehung der allgemeinen Wehrpflicht

2.3.1 Geschichte der allgemeinen Wehrpflicht

2.3.2 Wehrpflicht heute

3. Militärische Standpunkte zur Wehrpflicht

3.1 Notwendigkeit der Wehrpflicht aus sicherheitspolitischer Sicht

3.2 Nachwuchsgewinnung durch die Wehrpflicht

3.3 Der finanzielle Vorteil der Wehrpflicht

4. Gesellschaftliche Standpunkte zur Wehrpflicht

4.1 Abwendung der Gefahr des Staat im Staate durch die Wehrpflicht

4.2 Das Problem der Wehrungerechtigkeit

5. Die Parteien zur Wehrpflicht

6. Auswirkungen einer Wehrpflichtabschaffung auf das Gesundheits- und Sozialwesen

7. Schluss

7.1 Persönliches Fazit

7.2 Anmerkungen zur Arbeitsweise

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die aktuelle Relevanz und Legitimität der allgemeinen Wehrpflicht in Deutschland, indem sie militärische, gesellschaftliche und politische Perspektiven gegeneinander abwägt, um zu beurteilen, ob eine gesetzliche Anpassung des Grundgesetzes sinnvoll ist.

  • Historische Entwicklung und rechtliche Verankerung der Wehrpflicht.
  • Militärische Notwendigkeit und sicherheitspolitische Anforderungen.
  • Gesellschaftspolitische Argumente, wie die Gefahr des "Staats im Staate" und Wehrungerechtigkeit.
  • Politische Positionierungen der relevanten Parteien zur Wehrpflicht.
  • Folgen einer möglichen Abschaffung für das deutsche Sozial- und Gesundheitswesen.

Auszug aus dem Buch

4.1 Abwendung der Gefahr des Staat im Staate durch die Wehrpflicht

Ein Argument, dass immer wieder von den Befürwortern der allgemeinen Wehrpflicht ins Spiel gebracht wird, ist die Abwendung der Gefahr des Staat im Staate durch die allgemeine Wehrpflicht.1 Es wird argumentiert, dass durch die Wehrpflichtigen die Bundeswehr ihren Kontakt zur Gesellschaft halte und ihre demokratischen Strukturen bewahre.

Durch die allgemeine Wehrpflicht stoßen jedes Jahr neue Soldaten zur Bundeswehr. Auf diese Weise würde gesichert werden, dass die zivile Kontrolle gewahrt bleibe und die Bundeswehr sich nicht zu einer, von der Gesellschaft abgeschnittenen, Institution entwickele, sondern sich in die Gesellschaft integriere. Doch was meint dieses Argument? Wenn die Bundeswehr aus einer reinen freiwilligen Armee bestünde, bestände die Möglichkeit, dass sie immer mehr ihr „eigenes Süppchen kochen“ würde. Für den Außenstehenden wären die Strukturen und die internen Vorkommnisse der Armee nicht mehr ohne weiteres einsehbar. Die Bundeswehr würde sich von der Gesellschaft entfernen und Gewisserweise einen eigenen Staat im Staate bilden.

Dadurch, dass immer wieder Leute aus der „normalen“ Gesellschaft in die Bundeswehr stoßen, obliege sie und gerade ihre Führung einer gewissen Kontrolle. Die Wehrpflichtigen würden z.B. Geschehnisse nach außen tragen und somit der Gesellschaft ein Bild von der Bundeswehr vermitteln. Auf diese Weise würden Machtmissbrauch abgewendet und demokratische Strukturen bewahrt. So halte die Bundeswehr ihren Kontakt zur Gesellschaft. Da junge Männer aus allen gesellschaftlichen Schichten zur Wehrpflicht einberufen würden, würde gleichzeitig eine Negativauslese der Soldaten vermieden.2

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Kontroverse um die Wehrpflicht ein und definiert die Forschungsfrage bezüglich der Notwendigkeit einer Grundgesetzänderung.

2. Die allgemeine Wehrpflicht: Dieses Kapitel erläutert die gesetzlichen Grundlagen, die Entstehung der Wehrpflicht sowie den aktuellen Status quo des Wehrdienstes.

3. Militärische Standpunkte zur Wehrpflicht: Hier werden die Argumente des Verteidigungsministeriums bezüglich Sicherheit, Nachwuchsgewinnung und Kosten analysiert.

4. Gesellschaftliche Standpunkte zur Wehrpflicht: Das Kapitel befasst sich mit der demokratischen Kontrolle des Militärs und kritisiert die Problematik der Wehrungerechtigkeit.

5. Die Parteien zur Wehrpflicht: Eine Gegenüberstellung der unterschiedlichen Ansichten der politischen Parteien zur Beibehaltung oder Abschaffung der Wehrpflicht.

6. Auswirkungen einer Wehrpflichtabschaffung auf das Gesundheits- und Sozialwesen: Analyse der existenziellen Bedeutung des Zivildienstes für soziale Einrichtungen.

7. Schluss: Der Autor zieht ein persönliches Fazit und reflektiert über die methodische Vorgehensweise bei der Erstellung der Arbeit.

Schlüsselwörter

Wehrpflicht, Bundeswehr, Grundgesetz, Zivildienst, Sicherheitspolitik, Wehrungerechtigkeit, Staat im Staate, Demokratie, Verteidigung, Sozialwesen, Freiwilligenarmee, Artikel 12a, Wehrdienstverweigerung, Musterung, Gesellschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Debatte um die Aufrechterhaltung der allgemeinen Wehrpflicht in Deutschland unter Berücksichtigung verschiedener politischer und gesellschaftlicher Blickwinkel.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die sicherheitspolitische Notwendigkeit, das Argument der zivilen Kontrolle des Militärs sowie die sozialen Auswirkungen bei einem Wegfall der Wehrpflicht.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, objektiv zu klären, ob die Verankerung der Wehrpflicht im Grundgesetz noch zeitgemäß ist oder ob eine Änderung des Artikel 12a sinnvoll wäre.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literatur- und Diskursanalyse, gestützt auf aktuelle Quellen, Internetrecherchen und politische Stellungnahmen, um eine neutrale Bewertung zu ermöglichen.

Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Definition der Wehrpflicht, die Analyse militärischer und gesellschaftlicher Standpunkte, die Parteienpositionen und die Folgen für den Sozialbereich.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Begriffe wie Wehrgerechtigkeit, Zivildienst, Staatsverständnis und sicherheitspolitische Notwendigkeit stehen im Zentrum der Untersuchung.

Wie bewertet der Autor den Begriff "Staat im Staate"?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass dieses Argument als Rechtfertigung für die Wehrpflicht an Bedeutung verloren hat, da die reale Kontrolle durch die Wehrpflichtigen in einer hierarchischen Armee nicht gegeben ist.

Warum wird die Wehrungerechtigkeit als Problem hervorgehoben?

Weil die Wehrpflicht nicht mehr alle jungen Männer gleichermaßen betrifft, was neben einer sozialen Ungerechtigkeit auch Wettbewerbsnachteile bei Studium und Beruf für die Dienstleistenden erzeugt.

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Details

Title
Die Wehrpflicht in Deutschland - Ist die allgemeine Wehrpflicht noch aufrecht zu erhalten?
Grade
14
Author
Moritz Taske (Author)
Publication Year
2005
Pages
19
Catalog Number
V111047
ISBN (eBook)
9783640091508
Language
German
Tags
Wehrpflicht Deutschland Wehrpflicht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Moritz Taske (Author), 2005, Die Wehrpflicht in Deutschland - Ist die allgemeine Wehrpflicht noch aufrecht zu erhalten?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/111047
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