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Enträumlichung von Kommunikation und die Folgen

Titel: Enträumlichung von Kommunikation und die Folgen

Hausarbeit , 2003 , 10 Seiten , Note: 2

Autor:in: Oliver Bay (Autor:in)

Soziologie - Wohnen und Stadtsoziologie
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Grundlage dieses Textes ist mein Referat im Wintersemester 2002/03 in dem Propädeutikum "Stadtsoziologie" an der Gerhard - Mercator - Universität Gesamthochschule Duisburg zum Thema "Raum und Kommunikation im Wandel der Zeit."

Mit dem Einsetzen der Industrialisierung hat sich in dem menschlichen Kommunikationsverhalten viel geändert. Kommunikation finden auf anderen Ebenen statt und eröffnet seit einigen Jahren durch die massenhafte Verbreitung von Datenübermittlungsgeräten und multifunktionalen Computern weiten Bevölkerungskreisen die Teilnahme an Diskussionen und interaktive Kommunikation. Von deren Möglichkeiten und Einfluss auf ihr Leben können sich viele Menschen kaum eine Vorstellung machen.

In das Thema leite ich ein mit einer Definition, was Kommunikation ist und welche Arten von gegenseitigen Mitteilungen es gibt.

Die Enträumlichung von Kommunikation bildet den Hauptteil der Arbeit. Dieser beginnt mit einem Überblick über die Entwicklung des heutigen Kommunikationsverhaltens und führt weiter zu dem Einfluss der modernen Kommunikationsmittel auf unser Mitteilungsverhalten gegenüber anderen.

Auf die Thematik der Globalisierung und der einseitigen Kommunikation in den Massenmedien, sowie auf den Ausschluss von Menschen von der Teilnahme an der modernen Kommunikationsgesellschaft gehe ich aufgrund der Komplexität nicht ein.

Eine Einschätzung zu dem veränderten menschlichen Kommunikationsverhalten findet sich in der Schlussbetrachtung

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kommunikation

3. Enträumlichung von Kommunikation

3.1. Entwicklung unseres heutigen Kommunikationsverhaltens

3.2. Moderne Kommunikationsmittel

3.3. Einflüsse auf unsere Lebenswelt

4. Schlussbetrachtung

5. Literaturverzeichnis

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den fundamentalen Wandel menschlicher Interaktion durch die zunehmende Enträumlichung von Kommunikation. Ziel ist es, die Entwicklung moderner Kommunikationsverhaltensweisen sowie den Einfluss technischer Hilfsmittel auf die soziale Lebenswelt und das Wertesystem der Gesellschaft zu analysieren.

  • Wandel des Kommunikationsverhaltens seit der Industrialisierung
  • Einfluss moderner Kommunikationstechnologien auf soziale Anwesenheit
  • Veränderung der Lebenswelt durch globale Vernetzung
  • Phänomene der virtuellen Interaktion und digitale Bindungen

Auszug aus dem Buch

3.2. Moderne Kommunikationsmittel

Mit dem verstärkten Einsatz von modernen Kommunikationsmitteln wird unmittelbare Kommunikation auch unter Abwesenden möglich.

Sieht man von den Anfängen der Balkentelegraphie, Signalfeuern und anderen Versuchen der Übermittlung von Nachrichten ab, da der Aufwand in schlechter Relation zu dem Ergebnis stand, so kam es erst mit der drahtgebundenen Telegraphie zu einem umfangreichen Austausch von Botschaften. Dies führte auch bei der Datenübermittlung dazu, dass Boten oder andere Vermittler nicht mehr notwendig waren. Dieses Lösen von einer menschlichen Kopräsenz führte letztlich zu einer Erhöhung und Beschleunigung des wechselseitigen Informationsflusses.

Mit dem Einsatz von modernen Kommunikationstechnologien wie Faxgeräten, dem Datenaustausch per Funknetzen oder über das Internet spielt Anwesenheit für Kommunikation eine immer geringere Rolle. P.A. Berger schreibt in diesem Zusammenhang von einer „Ersetzung von Anwesenheit durch Erreichbarkeit“ und führt moderne Kommunikationsmittel wie Mobiltelefone und Anrufbeantworter an. Ebenfalls geht er davon aus, dass die Bedeutung der Anwesenheit für die Kommunikation in dem Maße abnehmen wird, indem über technische Medien zusätzliche Informationen und Signale übermittelt werden. Als Beispiel führt er das Bildtelefon an.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der sich wandelnden Kommunikation im Zuge der Industrialisierung und technischen Entwicklung ein und definiert den methodischen Rahmen der Arbeit.

2. Kommunikation: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Kommunikation als Informationsaustausch und geht auf Aspekte der Eindrucksmanipulation ein.

3. Enträumlichung von Kommunikation: Dieses Kapitel bildet den Hauptteil und befasst sich mit der Entkoppelung von Anwesenheit und Kommunikation durch moderne Technologien.

3.1. Entwicklung unseres heutigen Kommunikationsverhaltens: Hier wird der historische Wandel durch Massenansammlungen und die soziologischen Konzepte zur Kontaktvermeidung bei physischer Anwesenheit beleuchtet.

3.2. Moderne Kommunikationsmittel: Dieses Kapitel untersucht, wie technische Vermittlung die Notwendigkeit menschlicher Kopräsenz aufgehoben hat.

3.3. Einflüsse auf unsere Lebenswelt: Dieses Kapitel beschreibt die soziokulturellen Folgen der globalen Vernetzung und die Entstehung virtueller Interaktionsräume.

4. Schlussbetrachtung: Hier werden die Ergebnisse resümiert und die ökonomischen sowie kulturellen Folgen der beschleunigten Kommunikationswege kurz reflektiert.

5. Literaturverzeichnis: Dies ist das Quellenverzeichnis der verwendeten wissenschaftlichen Literatur.

Schlüsselwörter

Enträumlichung, Kommunikation, Stadtsoziologie, Industrialisierung, Interaktion, Informationsfluss, Kopräsenz, Kommunikationstechnologien, Globalisierung, Lebenswelt, Eindrucksmanipulation, Internet-Abhängigkeitssyndrom, Erreichbarkeit, virtueller Raum, Mediensoziologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der soziologischen Untersuchung, wie Kommunikation durch technische Fortschritte von räumlicher Anwesenheit entkoppelt wurde und welche Auswirkungen dies auf den Menschen hat.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder umfassen die Definition von Kommunikation, die historische Entwicklung des Kommunikationsverhaltens nach der Industrialisierung und den Einfluss moderner Medien auf das gesellschaftliche Miteinander.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich durch den technologischen Wandel die Bedeutung von physischer Anwesenheit reduziert hat und welche Folgen dies für die Gestaltung unserer Lebenswelt hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse soziologischer Konzepte, insbesondere unter Rückgriff auf Autoren wie Georg Simmel, Erving Goffmann und Niklas Luhmann.

Was wird im Hauptteil der Arbeit thematisiert?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die Enträumlichung von Kommunikation, die durch den Übergang von physischen Treffen hin zu technisch vermittelten Interaktionen und der ständigen Erreichbarkeit geprägt ist.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren den Text?

Begriffe wie Enträumlichung, Kommunikationstechnologien, soziale Kopräsenz und die Veränderung der Lebenswelt beschreiben den inhaltlichen Kern der Ausarbeitung.

Was versteht man in der Arbeit unter dem "Internet-Abhängigkeitssyndrom"?

Das Phänomen beschreibt die Tendenz einiger Individuen, virtuelle Kommunikationsräume dem realen, physischen Kontakt vorzuziehen.

Welche Rolle spielt die "Blickdisziplin" nach Erving Goffmann?

Sie dient als soziologisches Konzept, um zu erklären, wie Individuen in Situationen unfreiwilliger Anwesenheit durch gezieltes Verhalten und Signale versuchen, eine Interaktion zu vermeiden oder ihre Privatsphäre zu schützen.

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Enträumlichung von Kommunikation und die Folgen
Hochschule
Universität Duisburg-Essen  (Praxisorientierte Sozialwissenschaften)
Veranstaltung
Einführung i.d. Stadtsoziologie
Note
2
Autor
Oliver Bay (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2003
Seiten
10
Katalognummer
V11111
ISBN (eBook)
9783638173643
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kommunikation Stadtsoziologie neue Medien
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Oliver Bay (Autor:in), 2003, Enträumlichung von Kommunikation und die Folgen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/11111
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Leseprobe aus  10  Seiten
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