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Der Umgang und die Bedeutung von Wolfsdenkmälern im Dresdener Umland im 21. Jahrhundert

Titel: Der Umgang und die Bedeutung von Wolfsdenkmälern  im Dresdener Umland im 21. Jahrhundert

Seminararbeit , 2020 , 18 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Marco Burghardt (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - Neuere Geschichte
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Wolf ist eines der Tiere, welche man heutzutage vorrangig aus Märchen kennt, anstatt ihnen im realen Leben im Wald zu begegnen. Dies war in der Vergangenheit jedoch anders, denn lange Zeit war der Wolf in großer Zahl in den europäischen Wäldern vertreten. Erst mit der Ausbreitung der menschlichen Zivilisation stellte der Wolf ein stetiges Problem dar. Die Folge dafür war, dass man ab der frühen Neuzeit gezielt auf Wolfsjagd gegangen ist und im 20. Jahrhundert die Wölfe endgültig aus den deutschen Wäldern verdrängt hat. Aufgrund der immer geringeren Zahl von Wölfen, welche in Wäldern lebten, wurde das Abschießen der Tiere zunehmend zur Seltenheit. Aus diesem Grund wurden seit dem 17. Jahrhundert vermehrt Wolfssteine aufgestellt. Diese waren als Erinnerung gedacht, dass man einen besonders großen Wolf in einem Waldgebiet getötet hatte oder der scheinbar „letzte“ Wolf in einem Gebiet beseitigt wurde. In der heutigen Zeit zählen Wölfe wieder zunehmend zu den Bewohnern der deutschen Wälder, weshalb es die Bedeutung der Wolfssäulen grundlegend zu hinterfragen gilt.

In dieser Arbeit wurden die Hintergründe hinter den Wolfssäulen im Dresdener Umland genauer thematisiert, dabei werden diese einerseits dargestellt und zudem wird ein Ausblick gegeben, wie mit den Säulen in Zukunft umgegangen werden könnte.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Historischer Hintergrund der Wolfsdenkmäler in Deutschland

3. Wolfssäulen im Dresdner Umland

3.1. Die Wolffsäule im Friedewald

3.2. Die Wolfssäule in der Laußnitzer Heide

4. Der Umgang mit den Wolfsdenkmälern

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die historische Bedeutung und die heutige Relevanz von Wolfssäulen im Dresdner Umland. Ziel ist es zu klären, wie diese Denkmäler, die ursprünglich an die Tötung von Wölfen erinnerten, in einer Zeit der Rückkehr des Wolfes wahrgenommen werden und welche Rolle sie für das gesellschaftliche Bild des Tieres spielen.

  • Historische Entwicklung der Wolfsjagd und Wolfsdenkmäler in Sachsen.
  • Detaillierte Analyse der Wolfssäulen im Friedewald und in der Laußnitzer Heide.
  • Anwendung der Denkmal-Erkenntnis nach Eckart Rüsch auf die untersuchten Objekte.
  • Diskussion über den zukünftigen Umgang mit den Denkmälern im Kontext moderner Tierschutzaspekte.
  • Untersuchung der Wechselwirkung zwischen lokaler Denkmalkultur und aktueller Wolfspräsenz.

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Wolfssäule im Friedewald

Die Wolfssäule im Friedewald ist ein Jagddenkmal, welches der Gemeinde Weinböhla unterstellt ist. Es befindet sich etwa 150 Meter von der S80 weg und ist von einem 100 Meter entfernten Parkplatz zu erreichen. Das Denkmal wurde anlässlich einer Jagd, welche im Jahre 1618 stattfand, gebaut und ist damit das erste Wolfsdenkmal, welches errichtet wurde. Aus diesem Grund wurde das Denkmal schon mehrmals ausgebessert und auch die Wolfsskulptur musste nach dem Krieg 1945 komplett ausgetauscht werden. Das Denkmal ist aus Sandstein hergestellt und besitzt einen Sockel, auf welchem ein Wolf sitzt. Dabei soll der Wolf die gleiche Größe besitzen, wie das Tier, welches geschossen wurde. Auf jeder der 4 Sockelseiten sind Informationen in den Sandstein eingearbeitet. Auf der Vorderseite wird das Ereignis erklärt. Es handelte sich um eine Jagd, welche am 20.04.1618 stattfand. Außerdem werden auf dieser Seite erste Personen genannt, welche bei der Jagd anwesend waren. Insgesamt haben an der Jagd 36 Personen teilgenommen. Diese sind auf den anliegenden Seiten des Sockels niedergeschrieben.

Die bekannteste Person war der damalige Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen, welcher zwar teilgenommen, jedoch das Tier nicht geschossen hatte. Der eigentliche Jäger war Anthoni Brum. Außerdem waren noch weitere Jäger und Knechte bei der Jagd anwesend. Die Rückseite des Sockels hatte zunächst keine Innschrift. Diese wurde erst 1672 durch Johann Georg II. ergänzt. Dieser hatte ebenfalls an einer Jagd auf einen Hirsch teilgenommen und ließ diese auf der Rückseite des Denkmals ergänzen, als er das eigentliche Denkmal 1672 renovierte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Ausrottung und aktuelle Rückkehr des Wolfes ein und definiert das Forschungsziel, die Rolle der Wolfsdenkmäler im Dresdner Umland zu untersuchen.

2. Historischer Hintergrund der Wolfsdenkmäler in Deutschland: Das Kapitel erläutert die geschichtliche Entwicklung der Wolfsjagd, deren Höhepunkt zwischen 1611 und 1717 lag, und erklärt die Entstehungsgründe der frühen Denkmäler.

3. Wolfssäulen im Dresdner Umland: Hier werden die beiden spezifischen Denkmäler im Friedewald und der Laußnitzer Heide in Bezug auf ihre Geschichte, Gestaltung und Erreichbarkeit detailliert gegenübergestellt.

4. Der Umgang mit den Wolfsdenkmälern: Dieser Teil analysiert anhand der Denkmal-Erkenntnis nach Rüsch, wie die Denkmäler heute funktionieren und ob sie trotz der Rückkehr der Wölfe gesellschaftlich sinnvoll sind.

5. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass die Denkmäler als Zeugnisse unserer Vergangenheit bewahrt werden sollten, um aus Fehlern der Geschichte zu lernen und einen reflektierten Umgang mit dem Wolf zu fördern.

Schlüsselwörter

Wolfssäulen, Wolfsdenkmäler, Friedewald, Laußnitzer Heide, Wolfsjagd, Denkmal-Erkenntnis, Artenschutz, historische Denkmäler, Sachsen, Wolfspopulation, Denkmalpflege, Erinnerungskultur, Mensch-Wolf-Verhältnis, Sandstein, Kurfürstentum Sachsen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der historischen und gegenwärtigen Bedeutung der Wolfssäulen im Dresdner Umland als kulturhistorische Denkmäler.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Geschichte der Wolfsjagd in Sachsen, die Analyse spezifischer Wolfsdenkmäler und deren heutige gesellschaftliche Funktion im Kontext der Rückkehr des Wolfes.

Was ist die Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, welche Wirkung Wolfsdenkmäler in einer Zeit haben, in der Wölfe wieder in unsere Region integriert werden, und ob es sinnvoll ist, diese Denkmäler zu erhalten oder zu modifizieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine deskriptive Untersuchung der Denkmäler vor Ort sowie eine Analyse historischer Quellen und aktueller fachwissenschaftlicher Literatur zur Denkmalpflege angewandt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Einordnung der Wolfsjagd, die detaillierte Beschreibung der Wolfssäulen im Friedewald und in der Laußnitzer Heide sowie die Anwendung des Konzepts der Denkmal-Erkenntnis.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wolfssäulen, Denkmal-Erkenntnis, Wolfsjagd, historische Denkmäler, Artenschutz und sächsische Regionalgeschichte.

Welche Rolle spielt der Zustand der Denkmäler für die Untersuchung?

Der physische Zustand, wie Verwitterung oder Bewuchs, dient als Indikator dafür, wie die Denkmäler wahrgenommen werden und welche Bedeutung ihnen heute noch beigemessen wird.

Warum wird die "Denkmal-Erkenntnis" nach Eckart Rüsch herangezogen?

Dieses Modell bietet einen wissenschaftlichen Rahmen, um zu verstehen, wie Denkmäler von Menschen wahrgenommen, mit Bedeutung aufgeladen und schließlich angeeignet werden.

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Details

Titel
Der Umgang und die Bedeutung von Wolfsdenkmälern im Dresdener Umland im 21. Jahrhundert
Hochschule
Technische Universität Dresden
Note
1,3
Autor
Marco Burghardt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
18
Katalognummer
V1112050
ISBN (eBook)
9783346479211
ISBN (Buch)
9783346479228
Sprache
Deutsch
Schlagworte
umgang bedeutung wolfsdenkmälern dresdener umland jahrhundert
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marco Burghardt (Autor:in), 2020, Der Umgang und die Bedeutung von Wolfsdenkmälern im Dresdener Umland im 21. Jahrhundert, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1112050
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  18  Seiten
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