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Eine Wiederkehr Mitteleuropas? – Außenhandelsentwicklung nach der Wende

Title: Eine Wiederkehr Mitteleuropas? – Außenhandelsentwicklung nach der Wende

Seminar Paper , 2007 , 23 Pages , Grade: 2

Autor:in: Matthias Reith (Author)

Business economics - Economic and Social History
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Das Verhältnis zwischen Österreich und den Staaten Ost-Mitteleuropas ist trotz des Zerfalls des Habsburgerreiches bis heute ein besonderes geblieben. Dies offenbart sich nicht zuletzt bei der Betrachtung der Außenhandelsverflechtung der ehemaligen Monarchiestaaten, welche auch nach 1918 während des zweiten Weltkrieges und später während der Zeit des Eisernen Vorhangs von einer relativen Stabilität geprägt war. Wie bereits die Etablierung des planwirtschaftlichen Produktionsprinzips, blieb auch dessen Zusammenbruch in Osteuropa nicht ohne Wirkung auf die Handelsströme zwischen Österreich und den Ländern dieser Region.
Die vorliegende Seminararbeit versucht deshalb die Außenhandelsentwicklung zwischen Österreich und den osteuropäischen Staaten in den Jahren nach dem Zusammenbruch des Kommunismus in Osteuropa näher zu beleuchten. Da auch eine solche Betrachtung im bereits erwähnten historischen Kontext gesehen werden muss, wird zunächst auf die Entwicklung des Warenverkehrs zwischen Österreich und den übrigen Nachfolgestaaten der ehemaligen österreichisch-ungarischen Monarchie nach dem Ende des ersten Weltkrieges eingegangen, worauf schließlich die Diskussion sowohl der quantitativen als auch der qualitativen Handelsentwicklung nach 1989 folgt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Rückblick: Die Entwicklung der Handelsbeziehungen nach 1918

2.1. 1918 – 1945

2.2. 1945 - 1990

3. Die Entwicklung der Handelsbeziehungen nach der Wende 1989

3.1. Die ökonomische Ausgangssituation nach der Wende

3.2. Die Intensivierung der Beziehungen zwischen Ost- und Westeuropa auf wirtschaftlicher und politischer Ebene

3.3. Die regionale Entwicklung der Außenhandelsverflechtung Österreichs mit Osteuropa

3.4. Die Warenstruktur im Handel mit Osteuropa

5. Fazit

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht die Außenhandelsentwicklung zwischen Österreich und den osteuropäischen Staaten nach dem Zusammenbruch des Kommunismus 1989, wobei sie diese unter Berücksichtigung der historischen Handelsverflechtungen seit 1918 analysiert.

  • Historische Einordnung der österreichischen Handelsbeziehungen seit 1918
  • Analyse der Handelsströme nach der Wende von 1989
  • Regionale Differenzierung der Außenhandelsverflechtungen
  • Untersuchung der Warenstruktur im Handel mit Osteuropa
  • Rolle österreichischer Direktinvestitionen als Treiber der Handelsintensivierung

Auszug aus dem Buch

3.1. Die ökonomische Ausgangssituation nach der Wende

Mit dem Zusammenbruch der kommunistischen Systeme in Osteuropa im Jahre 1989 gehörte auch das dort bis dahin praktizierte planwirtschaftliche Produktionsprinzip der Vergangenheit an. Dieses Ereignis hatte, womit auch allgemein gerechnet wurde, beträchtliche Auswirkungen auf den Warenverkehr zwischen Ost- und Westeuropa im Allgemeinen sowie zwischen Österreich und den Nachfolgestaaten im Speziellen. Allerdings hatte die Geschwindigkeit, mit der die Neuausrichtung der Handelsströme nach marktwirtschaftlichen Kriterien erfolgte, selbst die größten Optimisten überrascht. Es wurde nämlich allgemein angenommen, dass die Entflechtung der über den RGW bestehenden Handelsverzahnungen der Oststaaten einen längeren Zeitraum in Anspruch nehmen würde. Dasselbe wurde auch für den Transformationsprozess von einem planwirtschaftlichen zu einem marktwirtschaftlichen System erwartet. Zudem ließ das deutlich niedrigere Volkseinkommen der ehemals sozialistischen Länder Osteuropas – das tschechoslowakische Bruttoinlandsprodukt, das 1948 noch doppelt so hoch war wie jenes in Österreich, betrug 1989 zu Kaufkraftparitäten nur noch die Hälfte des österreichischen – eine deutliche Belebung der Nachfrage nach westlichen Importen eher unwahrscheinlich erscheinen. In der Tat war die Implementierung der kapitalistischen Produktionsordnung ein langwieriger und mit schmerzhaften Einschnitten verbundener Prozess. Doch hinderte diese Tatsache die osteuropäischen Staaten nicht daran, den Schwerpunkt ihrer Außenhandelsbeziehungen innerhalb kürzester Zeit auf die OECD Volkswirtschaften und besonders auf Österreich zu verlegen (vgl. Butschek 1998, 140-143).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der Außenhandelsbeziehungen zwischen Österreich und den Staaten Ost-Mitteleuropas ein und formuliert das Ziel der Arbeit, die Handelsentwicklung nach 1989 im historischen Kontext zu beleuchten.

2. Rückblick: Die Entwicklung der Handelsbeziehungen nach 1918: Das Kapitel skizziert die historische Entwicklung des Außenhandels zwischen Österreich und den Nachfolgestaaten der Monarchie über die Zeiträume 1918–1945 und 1945–1990.

3. Die Entwicklung der Handelsbeziehungen nach der Wende 1989: Hier werden die ökonomische Ausgangslage, die Intensivierung der wirtschaftlichen Beziehungen, die regionale Verflechtung sowie die Warenstruktur im Handel nach dem Zusammenbruch des Kommunismus analysiert.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Österreich seine Marktposition in Osteuropa nach 1989 durch Nutzung vorhandener Marktkenntnisse und historischer Bindungen überdurchschnittlich ausbauen konnte.

Schlüsselwörter

Außenhandel, Österreich, Osteuropa, Nachfolgestaaten, Wende 1989, Transformation, Handelsverflechtung, Warenstruktur, Marktöffnung, Direktinvestitionen, Wirtschaftshilfe, RGW, Marktwirtschaft, Handelsströme, Wirtschaftsbeziehungen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Veränderungen und die Dynamik der Außenhandelsbeziehungen zwischen Österreich und den Staaten des ehemaligen Ostblocks nach der politischen Wende von 1989.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Handelsentwicklung, der quantitativen und qualitativen Ausweitung des Warenverkehrs nach 1989 sowie der Rolle von österreichischen Unternehmen und Investitionen in Osteuropa.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, aufzuzeigen, wie und warum Österreich seine Marktpräsenz in Osteuropa nach dem Ende des Sozialismus trotz schwieriger Transformationsprozesse so schnell und erfolgreich ausweiten konnte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten ökonomischen Analyse statistischer Handelsdaten und nutzt bestehende wissenschaftliche Literatur sowie Berichte zur wirtschaftlichen Entwicklung, um die Außenhandelsentwicklung nachzuzeichnen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen historischen Rückblick auf die Zeit nach 1918, eine detaillierte Betrachtung der ökonomischen Ausgangslage nach 1989, die Analyse der regionalen Handelsverflechtungen und der Warenstruktur sowie einen Abschnitt über österreichische Direktinvestitionen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen zählen Außenhandel, Transformation, Wende 1989, Warenstruktur, österreichische Direktinvestitionen und Ostöffnung.

Warum war der Handel mit der Tschechoslowakei nach der Wende so dynamisch?

Dies ist laut Arbeit auf einen großen „Nachholbedarf“ zurückzuführen, da das Land zu Zeiten des Kommunismus sehr eng an die UdSSR gebunden war, sowie auf eine umfassende und schnelle Außenhandelsliberalisierung.

Welche Bedeutung hatten die österreichischen Direktinvestitionen?

Direktinvestitionen waren ein wesentlicher Treiber für den grenzüberschreitenden Warenverkehr; österreichische Unternehmen konnten durch ihren Informationsvorsprung gegenüber anderen westlichen Konzernen bei der Erschließung der Ostmärkte besonders profitieren.

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Details

Title
Eine Wiederkehr Mitteleuropas? – Außenhandelsentwicklung nach der Wende
College
University of Vienna
Grade
2
Author
Matthias Reith (Author)
Publication Year
2007
Pages
23
Catalog Number
V111208
ISBN (eBook)
9783640092956
ISBN (Book)
9783640387236
Language
German
Tags
Eine Wiederkehr Mitteleuropas Außenhandelsentwicklung Wende
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Matthias Reith (Author), 2007, Eine Wiederkehr Mitteleuropas? – Außenhandelsentwicklung nach der Wende, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/111208
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