Nach den persönlichen, aber auch gesamtgesellschaftlich traumatisierenden Erfahrungen des Ersten Weltkriegs erfuhr der Kriegsroman kurzzeitig eine hohe Beliebtheit. Er fungierte nun am Ende der Weimarer Republik als ein entscheidendes Medium für die Darlegung weltanschaulicher, ideologischer und politischer Orientierungen. Erich Maria Remarque stellt in seinem Werk "Im Westen nichts Neues" den Krieg auf eine wahrhaftig unerschrockene Art und Weise dar. Durch seinen Schreibstil und seine Erzählungen wird der Krieg als Zerstörung und als ein großes Unglück beschrieben, der jegliche Hoffnung der beteiligten Sol- daten an der Front zugrunde richtet. Trotz der Folgen des Krieges, die im weiteren Handlungsverlauf verursacht werden, thematisiert Remarque auch eine regelrecht "positive" Seite des Krieges.
Aufgrund der gegensätzlichen Perspektiven des Krieges, die im Roman thematisiert werden, befasst sich die vorliegende Arbeit mit der Frage, ob ein Widerspruch oder ein Zusammen-hang zwischen den beiden Darstellungen des Krieges existiert.
Um diesen Aspekt genauer betrachten zu können, werden die unterschiedlichen Perspektiven des Krieges wiedergegeben. Hierbei handelt es sich einerseits um die betrogene und verlorene Jugend, die Remarque in seinem Werkt thematisiert, andererseits wird der Begriff der Kameradschaft untersucht. Entsprechend beziehen sich die einzelnen Kapitel auf die jeweiligen Perspektiven des Krieges, die anhand von Textstellen des Romans und von weiteren Forschungsquellen belegt werden.
Zum Ende dieser Arbeit soll festgestellt werden, ob die unterschiedlichen Kriegsdarstellungen tatsächlich einen Zusammenhang implizieren oder ob ein Widerspruch vorliegt. Ist es möglich, dass die Kriegsdarstellung "Im Westen nichts Neues" als Ursache für positive und negative Aspekte bestimmt werden können?
Inhaltsverzeichnis
- EINLEITUNG
- DIE NEGATIVE PERSPEKTIVE AUF DEN KRIEG: EINE BETROGENE UND VERLORENE JUGEND
- DIE POSITIVE PERSPEKTIVE AUF DEN KRIEG: DIE KAMERADSCHAFT AN DER FRONT
- EIN ZUSAMMENHANG ODER EIN WIDERSPRUCH?
- LITERATURVERZEICHNIS
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit analysiert Erich Maria Remarques Roman „Im Westen nichts Neues“ und untersucht die gegensätzlichen Perspektiven des Krieges, die darin dargestellt werden. Die Arbeit zielt darauf ab, die Frage zu beantworten, ob ein Widerspruch oder ein Zusammenhang zwischen diesen Perspektiven besteht.
- Die Darstellung des Krieges als großes Unglück und Zerstörung
- Die Betrogene und verlorene Jugend im Krieg
- Der Begriff der Kameradschaft an der Front
- Die innere Zerstörung der Soldaten
- Die Ambivalenz der Kriegsdarstellung in „Im Westen nichts Neues“
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik des Kriegsromans und Remarques Werk „Im Westen nichts Neues“ ein. Sie stellt die Forschungsfrage nach dem Widerspruch oder Zusammenhang zwischen den gegensätzlichen Perspektiven des Krieges im Roman.
- Die negative Perspektive auf den Krieg: Eine betrogene und verlorene Jugend: Dieses Kapitel untersucht die Darstellung des Krieges als Zerstörung und Unglück in Remarques Werk. Es analysiert die Thematik der „verlorenen Generation“ und die innere Zerstörung, die die Soldaten im Krieg erfahren.
Schlüsselwörter
Die wichtigsten Schlüsselwörter und Fokus-Themen des Textes sind: Kriegsroman, „Im Westen nichts Neues“, Erich Maria Remarque, verlorene Generation, Kriegserfahrungen, Kameradschaft, Ambivalenz der Kriegsdarstellung, innere Zerstörung, Zerstörung, Unglück.
Häufig gestellte Fragen
Welche zwei Perspektiven des Krieges beschreibt Remarque?
Remarque zeigt einerseits die schreckliche Zerstörung und das Leid der Soldaten (negative Perspektive) und andererseits den starken Zusammenhalt und die Kameradschaft (positive Perspektive).
Was wird unter der „verlorenen Generation“ verstanden?
Es beschreibt junge Männer, die direkt von der Schule an die Front geschickt wurden und durch den Krieg jegliche Lebensziele und innere Orientierung verloren haben.
Ist die Darstellung der Kameradschaft als positiv zu werten?
Die Arbeit untersucht, ob die Kameradschaft ein notwendiger Überlebensmechanismus im Elend ist oder ob sie im Widerspruch zur grausamen Realität des Krieges steht.
Wie wirkt sich der Krieg auf die psychische Verfassung der Soldaten aus?
Remarque schildert eine tiefe innere Zerstörung: Die Soldaten werden emotional abgestumpft und finden nach den Erlebnissen an der Front keinen Weg zurück in die Zivilgesellschaft.
Besteht ein Widerspruch zwischen Zerstörung und Kameradschaft?
Die Forschungsfrage der Arbeit lautet, ob diese beiden Darstellungen sich ausschließen oder ob sie als zwei Seiten derselben traumatischen Erfahrung zusammenhängen.
Welchen Einfluss hatte der Roman am Ende der Weimarer Republik?
Der Roman fungierte als wichtiges Medium für die politische und weltanschauliche Orientierung und löste heftige Debatten über die Deutung des Ersten Weltkriegs aus.
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- Hazal Senday (Autor), 2021, Zwei Perspektiven des Krieges in Remarques Roman "Im Westen nichts Neues", Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1112196