Diese Arbeit analysiert die Selbstwirksamkeitserwartung von übergewichtigen Menschen mithilfe des transtheoretischen Modells. Die Selbstwirksamkeitserwartung - auch Kompetenzerwartung genannt - die vom Psychologen Albert Bandura definiert wurde, bezeichnet die subjektive Einschätzung der eigenen Kompetenzen, diese erfolgreich organisieren und ausführen zu können. Sie kann sowohl realistisch, als auch unter- oder überschätzt werden. Diese Erwartung ist eine wichtige persönliche Ressource, je höher sie ausgeprägt ist, desto leichter fällt es dem Individuum seine gewünschte Handlung ausführen zu können. Zur Beschreibung gesundheitsrelevanter Verhaltensänderungen, eignet sich das transtheoretische Modell. Es wurde von Prochaska und DiClemente zur Anwendung in der Gesundheitspsychologie und in der Psychotherapie entwickelt. Die Änderung eines Problemverhaltens ist als ein dynamischer Prozess zu verstehen, der über qualitativ unterschiedlicher Stufen verläuft.
Inhaltsverzeichnis
1 Selbstwirksamkeitserwartung
1.1 Definition der Selbstwirksamkeitserwartung
1.2 Messung der spezifischen Selbstwirksamkeitserwartung zum Thema „Gesunde Ernährung“
2 Literaturrecherche
3 Beratungsgespräch
3.1 Aktuelle Prozessverhaltensänderung des Kunden mithilfe eines Modells des Gesundheitsverhaltens
3.2 Wichtige Aspekte des Beraters und die gesundheitspsychologische Beratung
Zielsetzung und Themenfelder
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der psychologischen Analyse von Gesundheitsverhalten, wobei insbesondere die Rolle der Selbstwirksamkeitserwartung als psychologische Ressource bei Verhaltensänderungen im Kontext von Ernährung und Lebensstil untersucht wird. Im Zentrum steht die Frage, wie durch gezielte Beratungsprozesse und theoretische Modelle, wie das transtheoretische Modell (TTM), Klienten bei der Modifikation ihres Ernährungsverhaltens unterstützt werden können.
- Bedeutung der Selbstwirksamkeitserwartung für Verhaltensänderungen
- Analyse von Ernährungsverhalten und gesellschaftlichen Einflussfaktoren
- Anwendung des transtheoretischen Modells (TTM) in der Beratungspraxis
- Kommunikationsaspekte und Beratungsführung im Gesundheitsmanagement
Auszug aus dem Buch
3.1 Aktuelle Prozessverhaltensänderung des Kunden mithilfe eines Modells des Gesundheitsverhaltens
Zur Beschreibung gesundheitsrelevanter Verhaltensänderungen, eignet sich das transtheoretische Modell -kurz TTM. Es wurde von Prochaska und DiClemente zur Anwendung in der Gesundheitspsychologie und in der Psychotherapie entwickelt (1984).
Die Änderung eines Problemverhaltens ist als ein dynamischer Prozess zu verstehen, der über qualitativ unterschiedlicher Stufen verläuft (Pieter, 2018).
Anhand dieses Modells werden nun die Phasen erläutert und beschrieben.
Das Modell „Stages of Change“ ist in fünf Phasen eingegliedert worden, die voneinander abgegrenzt sind. Als Erstes erfolgt die sogenannte Absichtslosigkeit (engl.: „precontemplation“). Diese Stufe wird als die stabilste Stufe bezeichnet und erstreckt sich in einem Zeitraum von mindestens sechs Monaten. In dieser Phase wird sich der Klient über sein gesundheitliches Problemverhalten bewusst aber er verfolgt noch keine Intention, diese in absehbarer Zeit umsetzen zu wollen. Die Meisten, die sich in solch einer Phase befinden, wehren sich gegen die Veränderung des Problemverhaltens, da sie keine Motivation finden, ihr Verhalten zu ändern. Frau Müller hat die Stufe der Absichtslosigkeit schon hinter sich, da sie sich bereits in einer Beratung befindet.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Selbstwirksamkeitserwartung: Dieses Kapitel definiert das Konzept der Selbstwirksamkeitserwartung nach Bandura und illustriert deren Messung anhand einer Itemanalyse bei verschiedenen Probanden im Kontext gesunder Ernährung.
2 Literaturrecherche: Hier erfolgt eine theoretische Einordnung des Ernährungsverhaltens als soziales und biologisches Konstrukt unter Einbeziehung relevanter statistischer Daten zur Entwicklung von Übergewicht und Adipositas in Deutschland.
3 Beratungsgespräch: Der Hauptteil erläutert die praktische Anwendung des transtheoretischen Modells zur Verhaltensänderung sowie die zentralen kommunikativen Anforderungen an einen Gesundheitsberater, ergänzt durch ein Fallbeispiel.
Schlüsselwörter
Selbstwirksamkeitserwartung, Gesundheitsverhalten, Ernährungsverhalten, transtheoretisches Modell, Verhaltensänderung, Gesundheitsmanagement, Prävention, Motivationsstärke, Ernährungsberatung, Adipositas, Prozessberatung, Lebensstil, Psychologie, Beratungskompetenz, Handlungsvollzug.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit thematisiert die psychologischen Grundlagen von Gesundheitsverhalten und deren praktische Anwendung in einem beratenden Kontext.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Selbstwirksamkeitserwartung, dem Ernährungsverhalten der Bevölkerung und dem methodischen Vorgehen bei gesundheitspsychologischen Beratungsgesprächen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, den Prozess der Verhaltensänderung bei Klienten zu verstehen und darzulegen, wie Berater diesen Prozess durch psychologische Modelle und Kommunikation unterstützen können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine Kombination aus Literaturrecherche, der Darstellung einer eigenen Itemanalyse sowie die Anwendung des transtheoretischen Modells zur Fallbearbeitung.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Selbstwirksamkeit, die Untersuchung von Ernährungsstatistiken und die konkrete Durchführung eines Beratungsgesprächs mit einer Klientin.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Selbstwirksamkeitserwartung, Verhaltensänderung, Ernährung, TTM und Gesundheitsmanagement.
Wie unterscheidet sich die Selbstwirksamkeitserwartung von der Ergebniserwartung?
Während die Selbstwirksamkeitserwartung die subjektive Einschätzung der eigenen Kompetenz beschreibt, eine Handlung auszuführen, bezieht sich die Ergebniserwartung auf die Konsequenzen, die eine Person von einem bestimmten Verhalten erwartet.
Welche Bedeutung hat das transtheoretische Modell (TTM) im Beratungsgespräch?
Das TTM ermöglicht es dem Berater, den Klienten in eine spezifische Phase (z.B. Absichtslosigkeit, Vorbereitung oder Handlung) einzuordnen, um darauf basierend zielgerichtete Interventionsstrategien anzuwenden.
Welche Rolle spielt die Kommunikation in der gesundheitspsychologischen Beratung?
Kommunikation ist der zentrale Prozess zur Beziehungsgestaltung; sie umfasst verbale Inhalte, Mimik, Gestik und aktives Zuhören, um Vertrauen aufzubauen und den Klienten zum Nachdenken anzuregen.
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- Hannah Malo (Author), 2019, Selbstwirksamkeitserwartung und Ernährungsverhalten. Zur Beschreibung gesundheitsrelevanter Verhaltensänderungen mit dem transtheoretischen Modell, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1112968