Diese Hausarbeit nimmt sich dem Thema an, ob und wie das Jobsharing für die Hotellerie praktikabel und sowohl für Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber profitabel umgesetzt werden kann. Teil der Untersuchung sind Fragen nach dem Kostenverhalten, betriebswirtschaftlichem Nutzen im Hinblick auf Arbeitseffektivität sowie arbeitsrechtliche Themen.
Als Vorteile des Jobsharings werden die Vereinbarkeit von Arbeits- und Familienleben, zeitliche Freiräume für Weiterbildungen, effiziente und kooperative Entscheidungsfindung der beiden Tandempartner sowie, falls entsprechend vereinbart, die Vertretung im Krankheitsfall oder bei längerer Abwesenheit angeführt .
Auch für die Hotellerie sind diese positiven Aspekte bei der Arbeitszeitgestaltung sowohl unter privaten als auch betrieblichen Gesichtspunkten denkbar. Weiterhin ist die als wichtig angesehene, intensive Kommunikation zwischen den Jobsharing-Partnern für Arbeitnehmer in der Hotelbranche gang und gäbe, da sie innerhalb der Teams aller Abteilungen bei Schichtübergaben oder täglichen Briefings bereits praktiziert wird.
Inhaltsverzeichnis
1 Einführung
1.1 Problemstellung
1.2 Arbeitsgrundlagen
1.3 Vorstellung der Unternehmen
1.3.1 Crowne Plaza Heidelberg City Centre
1.3.2 Daimler AG
2 Grundlagen des Teilzeitmodells Jobsharing
2.1 Rechtliche Grundlagen
2.2 Wesen und bisherige Umsetzung
2.2.1 Praktische Umsetzung im Konzern
2.2.2 Herausforderungen und Lösungen im Konzern
2.2.3 Pro und Contra
2.3 Mögliche Hürden in der Hotellerie
3 Praktische Umsetzung im Hotelbetrieb
3.1 Vorüberlegungen
3.1.1 Untersuchung einzelner Stellen auf Machbarkeit
3.1.2 Beschreibung der gewählten Stelle
3.2 Bewerbungsverfahren
3.2.1 Stellenausschreibung und Resonanz
3.2.2 Vorstellungsgespräche
3.2.3 Arbeitsvertrag
3.3 Arbeitsplatzgestaltung
3.3.1 Stundenmäßige Arbeitszeitaufteilung
3.3.2 Entgeltregelung
3.3.3 Definition der Kompetenzen und Verantwortlichkeiten
3.4 Einarbeitung
3.4.1 Betriebsinterne Kommunikation
3.4.2 Kommunikation zwischen den beiden Parteien
3.4.3 Erkennen und Beheben von Risikofaktoren für die Arbeitseffektivität
3.5 Übertragbarkeit auf andere Stellen und Topsharing
4 Fazit
Zielsetzung & Themen
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es zu untersuchen, ob und wie das Arbeitsmodell Jobsharing in der Hotelbranche praktikabel umgesetzt werden kann, um sowohl für die Arbeitnehmer als auch für die Arbeitgeber profitabel zu sein. Dabei steht insbesondere die Herausforderung im Fokus, die hohen Anforderungen an Servicequalität und Flexibilität in der Hotellerie mit den Vorteilen der Arbeitsplatzteilung in Einklang zu bringen.
- Analyse rechtlicher Rahmenbedingungen und Herausforderungen des Jobsharings.
- Erarbeitung eines praxisnahen Jobsharing-Konzepts für das Crowne Plaza Heidelberg City Centre.
- Untersuchung der Eignung verschiedener Stellenprofile für Jobsharing-Modelle.
- Bewertung der ökonomischen und betrieblichen Auswirkungen, wie Kostenverhalten und Arbeitseffektivität.
- Darstellung von Lösungsansätzen für die erfolgreiche Implementierung und Einarbeitung im Tandem.
Auszug aus dem Buch
3.1.1 Untersuchung einzelner Stellen auf Machbarkeit
Um die theoretische Durchführbarkeit des Jobsharings ermitteln zu können, sind die einzelnen Stellen genauer zu untersuchen. Um die grundsätzlichen Voraussetzungen sichtbar zu machen, wird eine Checkliste verwendet, die auf die möglichen Arbeitsplätze in der Hotellerie anwendbar ist. Anhand dieser Fragen wird Aufschluss darüber gewonnen, in welcher Ausprägung die nach vorherrschender Meinung wichtigen Faktoren Aufgabenteilbarkeit, inner- und außerbetriebliche Kommunikation, Vertretungsregelungen, Aufgabenauslagerung und gegebenenfalls Autoritätswahrung auf diese Position zutreffen. Die Fragen 1 und 6 geben Hinweise auf die Teilbarkeit der Stelle im zeitlichen Sinne, während die Fragen 2 und 4 erste Schlüsse über die Intensität der internen und externen Kommunikation zulassen. Frage 3 zielt auf die besondere Vertretungsregelung ab. In Frage 5 wird angezeigt, wie stark auf die Autoritätswahrung und Vermeidung konträrer Aussagen geachtet werden muss. Die Verbindung mit Frage 4 verdeutlicht das Ergebnis gegebenenfalls.
Da eine endgültige Abgrenzung zwischen Möglich- oder Unmöglichkeit der Arbeitsplatzteilung an den jeweiligen Stellen zusätzlich der individuellen Ausgestaltung des Arbeitsmodells unterliegt, wird zunächst eine Bewertung von „einfacher“ bis „schwieriger Umsetzung“ vorgenommen. Anhand der zugehörigen Auswertungstabelle können entsprechende Schlüsse gezogen werden, die nachfolgend dargestellt sind.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einführung: Erläutert die Problemstellung, die Relevanz des Jobsharings in der modernen Arbeitswelt sowie die spezifische Ausgangslage der Hotelbranche.
2 Grundlagen des Teilzeitmodells Jobsharing: Beleuchtet die rechtlichen Rahmenbedingungen, verschiedene Umsetzungsvarianten, deren Vor- und Nachteile sowie branchenspezifische Hürden.
3 Praktische Umsetzung im Hotelbetrieb: Detailliert die praktische Anwendung des Jobsharings am Beispiel des Front Office, inklusive Bewerbungsverfahren, Arbeitsvertragsgestaltung, Arbeitsplatzorganisation und Einarbeitung.
4 Fazit: Fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Übertragbarkeit sowie die strategische Bedeutung des Jobsharings für die Zukunft der Hotellerie.
Schlüsselwörter
Jobsharing, Topsharing, Hotellerie, Teilzeitmodell, Arbeitsplatzteilung, Tandempartner, Personalkonzepte, Arbeitsrecht, Arbeitseffektivität, Flexibilisierung, Unternehmensführung, Personalmanagement, Vereinbarkeit, Dienstplanung, Hotelbetrieb.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht das Potenzial und die praktische Umsetzbarkeit des Jobsharings als flexibles Arbeitsmodell innerhalb der Hotelbranche.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die Schwerpunkte liegen auf rechtlichen Grundlagen, den verschiedenen Ausprägungen von Jobsharing (wie Splitting und hybrides Pairing), der Eignungsanalyse von Stellen sowie der konkreten organisatorischen Gestaltung im Hotelalltag.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Hauptziel ist es aufzuzeigen, wie ein hybrides Jobsharing-Modell praktikabel und profitabel für Hotelbetriebe umgesetzt werden kann, insbesondere unter Berücksichtigung der hohen Serviceanforderungen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde für diese Untersuchung verwendet?
Die Arbeit nutzt eine Kombination aus Literaturanalyse zu theoretischen Grundlagen, einer praxisbezogenen Untersuchung an einem Hotelbetrieb (Crowne Plaza Heidelberg) sowie Experteninterviews (Daimler AG) als Vergleichsgröße.
Welche zentralen Aspekte werden im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der Analyse der Stellenmachbarkeit, dem Bewerbungsprozess, der vertraglichen Gestaltung, der Arbeitsorganisation (inkl. Dienstplangestaltung) sowie der Einarbeitung von Tandempartnern.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Jobsharing, hybrides Pairing, Arbeitsplatzteilung, Hotellerie und Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben charakterisiert.
Welche Rolle spielt das Experteninterview mit der Daimler AG in dieser Arbeit?
Das Interview dient als Vergleichsgröße und Best-Practice-Beispiel, um Erkenntnisse über die Implementierung und das Management von Topsharing in einem Konzernumfeld auf die Hotellerie zu adaptieren.
Warum wird das "hybride Pairing" für die Hotellerie besonders hervorgehoben?
Das hybride Pairing wird aufgrund seiner flexiblen Mischform aus individuellen und gemeinsamen Aufgabenbereichen als besonders geeignet angesehen, um den spezifischen Schwankungen und Anforderungen im Hotelbetrieb zu begegnen.
- Quote paper
- Claudia Stampfer (Author), 2018, Jobsharing in der Hotellerie. Praktische Umsetzung im Hotelbetrieb, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1113008