Der Klimawandel ist nicht nur eine Modeerscheinung. Der anthropogen verursachte Teil davon sicherlich schon, jedoch gab es bereits vor Millionen von Jahren einen plötzlichen Anstieg der globalen Temperatur. Die Arbeit beleuchtet die Ursachen davon und bezieht sich dabei vor allem auf das Tertiär, welches uns als Vorhersagemöglichkeit für die zukünftige Entwicklung dienen kann.
Inhaltsverzeichnis
1. Klimaerscheinungen im Tertiär
1.1 Geologische und biologische Entwicklung
1.2 Ursachen der Klimaveränderung
1.3 Temperaturverlauf für Mitteleuropa
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die klimatischen Veränderungen während des Tertiärs und analysiert die geologischen sowie biologischen Einflussfaktoren, die zu einem globalen Übergang von einem Treibhausklima zu eiszeitlichen Bedingungen führten.
- Geologische Evolution und Kontinentaldrift im Tertiär
- Analyse von Klimafaktoren wie CO2-Konzentration und Vulkanismus
- Einfluss von Erdbahnoszillationen und Meeresströmungen auf das Klima
- Rekonstruktion des Temperaturverlaufs für den mitteleuropäischen Raum
- Kritische Betrachtung wissenschaftlicher Thesen zur Entstehung von Glazial- und Interglazialzeiten
Auszug aus dem Buch
1.1 Geologische und biologische Entwicklung
Als Tertiär, welches sich in das Känozoikum, die Erdneuzeit, einordnen lässt, wird das Zeitalter vor 66 bis 2,6 Millionen Jahren bezeichnet. In diesem Zeitraum kam es zur Entstehung der Alpen, des Himalayas und der Rocky Mountains durch Gebirgsfaltung sowie die Kontinentalplatten von Nordamerika und Europa, Südamerika und Afrika drifteten immer weiter auseinander, sodass die Breite des Atlantiks zunahm. Wie sah das Klima in dieser geologischen Epoche aus? Herrschte zu dieser Zeit eine Warm- oder Kaltzeit? Im Folgenden werden diese Fragen beantwortet.
Das Tertiär wird in das Alttertiär und Jungtertiär gegliedert. Das Alttertiär, welches als Paläogen bezeichnet wird, ist der Zeitraum vor 66 bis 24 Millionen Jahren. An der Kreide-Paläogen-Grenze kam es zum Massensterben, bei welcher schätzungsweise über die Hälfte aller Gattungen ausgestorben sind, darunter auch alle Landdinosaurier. Im Jungtertiär, dem Neogen, erfolgte eine Abkühlung und die Arktis vereiste. Dieser Zeitraum erstreckte sich vor 24 bis 2,6 Millionen Jahren (OSCHMANN 2021: 299).
Während die Kreidezeit von einem warmen Klima geprägt wurde und die Pole eisfrei waren, kam es an der Kreide-Paläogengrenze zu einer Abkühlung (OSCHMANN 2021: 302). Nach dem Zerbrechen des Superkontinentes Pangäa vor circa 190 Millionen Jahren herrschten warme und humide Bedingungen auf der Erde, welche sich bis in die nördlichen Breiten erstreckten. Die Biosphäre hatte dadurch die Möglichkeit, sich zu vermehren und auszubreiten (OSCHMANN 2003:21). Im Tertiär veränderte sich das Bild der Erde. Die Verteilung der Kontinente und Ozeane, wie wir sie heute kennen, ist zu dieser Zeit entstanden. Durch die Ausweitung des Atlantik kam es zu einer Trennung zwischen Europa und Asien. Nord- und Südamerika verbanden sich zu einem Kontinent. Des Weiteren ist der Großkontinent Gondwana auseinandergebrochen, da Australien langsam nach Norden wanderte (Kubb 2021).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Klimaerscheinungen im Tertiär: Dieses einführende Kapitel bietet einen Überblick über die geologische Zeiteinteilung des Tertiärs und erläutert die massiven Veränderungen der Erdoberfläche und der biologischen Vielfalt.
1.1 Geologische und biologische Entwicklung: Hier wird der Zusammenhang zwischen der Kontinentaldrift, dem Aussterben der Dinosaurier und der darauf folgenden Ausbreitung neuer Säugetierarten sowie der Klimaveränderung beschrieben.
1.2 Ursachen der Klimaveränderung: Dieses Kapitel analysiert verschiedene Faktoren wie Isotopenanalysen, CO2-Konzentrationen in der Atmosphäre und vulkanische Aktivitäten als Ursachen für die globale Abkühlung.
1.3 Temperaturverlauf für Mitteleuropa: Der Abschnitt betrachtet die spezifische Temperaturentwicklung in Mitteleuropa und hinterfragt Theorien zur Polwanderung sowie die Mechanismen, die zum Wechsel zwischen Glazial- und Interglazialzeiten führen.
Schlüsselwörter
Tertiär, Känozoikum, Klimawandel, Treibhausklima, Eiszeit, Kontinentaldrift, Kohlenstoffdioxid, Vulkanismus, Isotopenanalyse, Milankovic-Zyklen, Mitteleuropa, Paläogen, Neogen, Artensterben, Erdbahnoszillationen
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der klimatischen Entwicklung der Erde während des Tertiärs und untersucht, wie sich die globalen Bedingungen von einem warmen Treibhausklima hin zu eiszeitlichen Phasen gewandelt haben.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die geologische Entwicklung der Erdoberfläche, die biologische Anpassung an neue klimatische Nischen sowie die physikalischen Klimafaktoren wie CO2-Gehalt und orbitale Zyklen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das primäre Ziel ist es, die Ursachen für die signifikante Abkühlung und die Klimaschwankungen im Tertiär wissenschaftlich einzuordnen und nachzuvollziehen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Auswertung geowissenschaftlicher Daten, wie Isotopenanalysen von Plankton, Analysen von Meeressedimenten sowie der Auswertung von Bohrkern- und Vegetationsdaten.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der geologisch-biologischen Entwicklung, eine Analyse der Faktoren für Klimaveränderungen und eine detaillierte Betrachtung des Temperaturverlaufs in Mitteleuropa.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Tertiär, Klimawandel, Treibhausklima, Milankovic-Zyklen, Kontinentaldrift und geologische Epochen wie das Eozän, Oligozän, Miozän und Pliozän.
Wie beeinflusste die Kontinentaldrift das Klima im Tertiär?
Die Kontinentaldrift führte zu einer Neuverteilung der Landmassen und Ozeane, was die Meeresströmungen nachhaltig veränderte und damit maßgeblich zur thermischen Abtrennung und Vereisung der Pole beitrug.
Warum wird die Theorie der Polwanderung in der Arbeit kritisch betrachtet?
Die Theorie der Polwanderung wird anhand der Untersuchung wärmeliebender Pflanzenarten als nicht haltbar widerlegt, da die Fundorte dieser Pflanzen nicht mit einer veränderten Lage der Pole korrelieren.
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- Anonym (Author), 2021, Klimawandel im Tertiär. Geologie, Biologie, Ursachen und Temperaturverlauf, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1113022