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Für Kaiser Max nach Mexiko - Das Österreichische Freiwilligenkorps in Mexiko 1864/67

Title: Für Kaiser Max nach Mexiko  -  Das Österreichische Freiwilligenkorps in Mexiko 1864/67

Scientific Study , 2007 , 61 Pages

Autor:in: Walter Klinger (Author)

History of Europe - Modern Times, Absolutism, Industrialization
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Summary Excerpt Details

Als der österreichische Erzherzog Ferdinand Max, am 10 April 1864 dem Ruf des mexikanischen Volkes folgend, - zumindest machte es ihm die ausgesandte Delegation so glauben, - nach Mexiko ging, um da als Kaiser Maximilian I. zu regieren, folgte ihm auch eine Schar von mehreren tausend Österreichern, um als Freiwillige in seine Dienste zu treten. Dass eine so große Zahl von Menschen ihm folgen konnte, geschah unter allerhöchster Genehmigung Kaiser Franz Josefs, durch die Bereitstellung eines Freiwilligenkorps.
Das war aber auch schon das einzige Zugeständnis, das Kaiser Franz Josef seinem Bruder Maximilian zu machen bereit war, nachdem er ihn mehr oder weniger genötigt hatte, auf sämtliche Rechte als Erzherzog und Thronerbe zu verzichten.
Auch in der Öffentlichkeit galt Maximilians Engagement als "Mexikanisches Abenteuer", - ein Terminus, den der österreichische Gesandte in Washington erstmals gebrauchte, um Kaiser Franz Josef vor diesem "Abenteuer, das man nicht ernst nehmen könne" zu warnen.
Sosehr der tragische Ausgang dieses Abenteuers und das Schicksal Maximilians die Anteilnahme aller Bevölkerungsschichten der österreichischen Monarchie mobilisiert und weltweite Empörung ausgelöst hatte, sind seine Gefolgsleute mehr oder weniger in Vergessenheit geraten, nachdem ihr Schicksal als gestrandete Existenzen und Glücksritter medial entsprechend aufgearbeitet war.
In den folgenden Ausführungen soll daher in objektiver Darstellung und zeitgemäßer Betrachtungsweise versucht werden, diese kurze, aber dafür umso dramatischere Episode österreichischer Geschichte in Erinnerung zu bringen und vielleicht auch ins rechte Licht zu setzen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Vorwort

1. Kapitel

Der Traum vom Imperium

• Vom ersten Kaiserreich zur Republik

• Maximilians mexikanisches Abenteuer und die Reaktion der Öffentlichkeit

2. Kapitel

Für Maximilian nach Mexiko

• Die Aufstellung des Korps

• Gliederung und Ausrüstung

• Überfahrt und Eintreffen in der neuen Welt

3. Kapitel

Der Kampf um die Sierra del Norte

• Die kaiserliche Armee und ihre Verbündeten

• Graf Thuns Mexikanische Territorialdivision

• Der Alleingang des Major Kodolitsch

• Thuns Offensive in der Sierra

4. Kapitel

Der Anfang vom Ende

• Der Schwarze Erlass

• Die Abschiebung

• Von Matamoros bis Carbonera

• Die Auflösung des Korps

5. Kapitel

Das Ende des Imperiums

• Die Nationalarmee

• Die Zeit der Verräter

• Schlussbetrachtung und Nachlese

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, die Rolle und das Schicksal des österreichischen Freiwilligenkorps im mexikanischen Kaiserreich unter Maximilian I. zu beleuchten. Dabei wird der Versuch unternommen, die historischen Ereignisse von herkömmlichen Klischees zu befreien und die logistischen, militärischen sowie politischen Herausforderungen dieses Auslandseinsatzes darzustellen, wobei ein besonderer Fokus auf dem aktuellen Bezug zu heutigen friedenserhaltenden Missionen liegt.

  • Aufstellung und Organisation des österreichischen Freiwilligenkorps
  • Die militärische Realität und taktische Führung in Mexiko
  • Der Einfluss französischer Interventionspolitik und des französischen Oberkommandos
  • Verhältnis zwischen den europäischen Freiwilligen und der mexikanischen Bevölkerung
  • Politisches Scheitern und das Ende des kaiserlichen Engagements

Auszug aus dem Buch

Die Freiwilligen

Bevor noch Maximilian sich zur Annahme der Kaiserwürde entschlossen und seinen Eid auf das Kaiserreich Mexiko abgelegt hatte, gab Kaiser Franz Josef noch am 1. April 1864 in einem Handschreiben die Genehmigung zur Aufstellung eines Freiwilligenkorps, das Maximilian nach Mexiko folgen sollte. Dieses Handschreiben nahm den Inhalt eines späteren bilateralen Abkommens vorweg, das als "Convention zwischen Österreich und Mexiko vom 19. Oktober 1864 über der die Anwerbung eines Freiwilligenkorps für den mexikanischen Militärdienst", einige Monate später in Kraft gesetzt wurde.

Mit diesem Abkommen sollte dieser Waffenhilfe internationale Geltung verschafft werden, - eine löbliche Absicht, die aber leider keine Anerkennung fand und vor allem von den Vereinigten Staaten als militärische Einmischung gewertet wurde. Als ein Jahr später ein weiteres Abkommen, welches die Ergänzung des Korps sicherstellen sollte, geschlossen wurde, war der Protest der USA so massiv, - man drohte mit dem Abbruch der diplomatischen Beziehungen, - dass auf seine Ausführung verzichtet wurde.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Kapitel Der Traum vom Imperium: Beschreibt die politische Vorgeschichte Mexikos, den Aufstieg von General Iturbide zum Kaiser und die geopolitischen Interessen, die zur französischen Intervention und zur Suche nach einem europäischen Monarchen führten.

2. Kapitel Für Maximilian nach Mexiko: Detaillierte Darstellung der Anwerbung, Organisation und Ausrüstung des Freiwilligenkorps sowie der logistischen Herausforderungen bei der Truppenverlegung über den Atlantik.

3. Kapitel Der Kampf um die Sierra del Norte: Analysiert die militärischen Einsätze der Freiwilligen in Mexiko, die komplexen Befehlsstrukturen und die ersten Erfolge sowie Rückschläge in der Region.

4. Kapitel Der Anfang vom Ende: Beleuchtet die Verschärfung des Konflikts durch das "Schwarze Dekret" von Maximilian sowie den schleichenden Zerfall der militärischen Position und das wachsende diplomatische Zerwürfnis.

5. Kapitel Das Ende des Imperiums: Dokumentiert den Versuch Maximilians, eine nationale Armee aufzubauen, das Scheitern seiner Bemühungen und das endgültige militärische und politische Ende des mexikanischen Kaiserreichs.

Schlüsselwörter

Österreichisches Freiwilligenkorps, Kaiser Maximilian I., Mexiko, Französische Intervention, Graf Thun-Hohenstein, Sierra del Norte, Bürgerkrieg, Nationalarmee, Marschall Bazaine, Militärgeschichte, 19. Jahrhundert, Diplomatie, Logistik, Truppenverlegung, Kaiserreich.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Geschichte des österreichischen Freiwilligenkorps, das zwischen 1864 und 1867 Erzherzog Ferdinand Max (Kaiser Maximilian I.) bei seinem Versuch unterstützte, in Mexiko eine Monarchie zu etablieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten gehören die Aufstellung und Gliederung des Korps, die militärischen Operationen in der Sierra del Norte, die komplizierten Beziehungen zur französischen Interventionsarmee und die politische sowie wirtschaftliche Isolation des Kaiserreichs.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, die Ereignisse um das österreichische Freiwilligenkorps historisch aufzuarbeiten und die militärischen Gegebenheiten von den Mythen und Klischees zu befreien, die dieses Kapitel in der Literatur oft begleiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden Quellenanalyse, insbesondere von Zeitzeugenberichten (wie denen von Julius Fleißig und Graf Khevenhüller) sowie offiziellen Dokumenten und Zeitungsartikeln der damaligen Zeit.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich chronologisch von der Aufstellung des Korps, über die verschiedenen Gefechte und logistischen Mängel, bis hin zur Auflösung der Einheiten unter dem Druck des internationalen politischen Umfelds.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie "Freiwilligenkorps", "Maximilian I.", "Interventionskrieg", "Militärstruktur" und "Geopolitik des 19. Jahrhunderts".

Warum war die logistische Durchführung des Unternehmens so schwierig?

Die Schwierigkeiten resultierten aus dem hohen Zeitdruck bei der Anwerbung, den katastrophalen klimatischen Bedingungen, unzureichender Ausrüstung durch unseriöse Lieferanten und den immensen logistischen Problemen beim Transport tausender Mann nach Mexiko.

Welche Rolle spielte das "Schwarze Dekret" von 1865?

Das Dekret verschärfte den Konflikt massiv, da es für bewaffnete Gegner der Monarchie die Todesstrafe vorsah, was auf internationaler Ebene zu großer Empörung führte und die Spirale der Gewalt im mexikanischen Bürgerkrieg weiter drehte.

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Details

Title
Für Kaiser Max nach Mexiko - Das Österreichische Freiwilligenkorps in Mexiko 1864/67
Author
Walter Klinger (Author)
Publication Year
2007
Pages
61
Catalog Number
V111571
ISBN (eBook)
9783640096213
ISBN (Book)
9783640141920
Language
German
Tags
Kaiser Mexiko Freiwilligenkorps Mexiko
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Walter Klinger (Author), 2007, Für Kaiser Max nach Mexiko - Das Österreichische Freiwilligenkorps in Mexiko 1864/67, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/111571
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