Das Rating für mittelständische Unternehmen und Darstellung von Ansätzen zur Erzielung eines erfolgreichen Unternehmensratings

Wettbewerb um Fremdkapital


Studienarbeit, 2008

45 Seiten, Note: 1,8


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INHALTSÜBERSICHT

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Vorgehensweise und Aufbau der Arbeit
1.4 Begriffsbestimmungen
1.4.1 Fremdkapital
1.4.2 Rating
1.4.3 Mittelstand

2 Rahmensituation: Kreditvergabe und Rating
2.1 Veränderte Mindestkapitalanforderungen
2.2 Rating und Kreditkonditionen
2.2.1 Externes Rating
2.2.2 Internes Rating
2.3 Auswirkungen auf den Mittelstand

3 Ratingkriterien für mittelständische Unternehmen
3.1 Bilanzanalyse
3.1.1 Ertragslage
3.1.2 Vermögenslage
3.1.3 Finanzlage
3.2 Planungsanalyse
3.2.1 Finanzplanung
3.2.2 Liquiditätsplanung
3.2.3 Investitionsrechnung
3.3 Gewichtung der Ratingfaktoren

4 Ansätze zur erfolgreichen Ratinggestaltung
4.1 Stärkung des Eigenkapitals
4.2 Bilanz- und Liquiditätsoptimierung durch Leasing
4.3 Bilanz- und Liquiditätsoptimierung durch Forderungsverkauf
4.4 Bilanzoptimierung durch Bestandsoptimierung
4.5 Internationale Bilanzierungsform IAS
4.6 Nutzung öffentlicher Förderprogramme

5 Zusammenfassung und Beurteilung

Literaturverzeichnis

Anhang

II. Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Definition des Mittelstands in Deutschland

Abb. 2: Zusammenhang Kundenkreditzins und Bonität des Kunden

Abb. 3: Zusammenhang Ratingnote – Eigenkapitalkosten Bank – Zinssatz für Unternehmen

Abb. 4: Gewichtungsfunktion des internen Ratingansatzes

Abb. 5: Bilanzvergleich Factoringfinanzierung

Abb. 6: Beispiele zur Wirkungsweise nach IAS- Bilanzierung

Abb. 7: Drei Säulenmodell Basel

Abb. 8: Gewichtung der Eigenkapitalhinterlegung nach Standard & Poor`s

Abb. 9: Ratingskalen großer externer Ratingagenturen

Abb. 10: Kriterienkataloge verschiedener Rating-Institutionen

Abb. 11: Struktur der Bilanz

Abb. 12: Finanzplanung

Abb. 13: Kennzahlen für Bestände

Abb. 14: Darlehensformen der KfW Mittelstandsbank

III. Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

Mittelständische Unternehmen bilden das Rückrad der deutschen Wirtschaft. Im Jahr 2003 wurden mehr als 40% der steuerpflichtigen Umsätze von mittelständischen Unternehmen generiert, nahezu 70% aller Arbeitnehmer sind bei kleinen und mittleren Unternehmen beschäftigt.[1] Die Finanzierung von mittelständisch geprägten Unternehmen unterscheidet sich wesentlich von denen großer Unternehmen und Konzerne. Mittelständische Unternehmen finanzieren sich überwiegend über klassische Bankkredite. Die Eigenkapitalquote ist, im Vergleich zu Großunternehmen, mit durchschnittlich unter 10% als gering anzusehen.[2] Im angloamerikanischen Raum als Vergleich, weisen die Unternehmen eine Eigenkapitalquote um die 50% auf. Der für mittelständische Unternehmen begrenzte Zugang zum Kapitalmarkt erschwert die Kapitalbeschaffung und führt zu einer recht hohen Abhängigkeit der Kreditfinan­zierung.[3] Eine Einschränkung der Finanzierungsmöglichkeiten mittelständischer Unternehmen durch übermäßig restriktive Kreditvergabe von Banken und Sparkassen würde nicht nur den Unternehmen selbst schaden, sondern hätte auch aufgrund der außerordentlich hohen Bedeutung für Wachstum und Beschäftigung im Mittelstand gravierende Auswirkungen auf unsere Volkswirtschaft insgesamt.[4]

Für stark wachsende mittelständische Unternehmen, wie bspw. die Gebrüder Binder GmbH, ein metallverarbeitendes Unternehmen und Zulieferer für namenhafte Automobilkunden ist es von wesentlicher Bedeutung nach neuen Möglichkeiten zu suchen um sich notwendige Finanzmittel für die Investition in Gebäude- und Sachanlagen zu beschaffen. Dabei hat allerdings nur derjenige eine Chance, einen Kapitalgeber von einem Unternehmen oder einem Investment zu überzeugen, der seine Bonität[5] schlüssig belegen kann.[6]

„Tatsache ist: Die individuelle Bonität [...] des Unternehmens gibt den Ausschlag, ob neue Kredite gewährt werden und zu welchen Zinskonditionen. Beide Faktoren sind entscheidend für die wirtschaftliche Zukunft vieler mittelständischer Betriebe.“[7]

Die neuen Eigenkapitalrichtlinien der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich verpflichten die Banken seit 1. Januar 2007 die Bonität der Unternehmen, denen sie Kredit zur Verfügung stellen, anhand eines Ratings[8] zu beurteilen.

Auf Bankenseite geht es um die differenzierte Eigenkapitalunterlegung für gewährte Kredite an Unternehmen in Abhängigkeit von der Bonität des Kreditnehmers. Dadurch entsteht für mittelständische Unternehmen die Notwendigkeit sich mit der Vorbereitung und Durchführung eines Ratings auseinander zu setzen, um zukünftig ein möglichst gutes Rating und damit möglichst attraktive Kreditkonditionen zu bekommen.[9]

Jede Herabstufung im Rating bringt ein Unternehmen dem endgültigen Erlahmen der Geschäftsmöglichkeiten näher: Ständige Investitionen, die Suche nach Wettbewerbs­vorteilen und die Expansion der Geschäftstätigkeiten sind bei mittelständischen Unternehmen oft direkt abhängig von den Kreditkonditionen der (Haus-)Banken. Keiner Unternehmensleitung kann es daher egal sein, wie das Rating einer Agentur (externes Rating) oder seiner Hausbank (internes Rating) ausfällt oder sich entwickelt.[10]

1.2 Zielsetzung

Ziel der Arbeit ist es, die Bedeutung und die Auswirkungen eines Ratings für mittelständische Unternehmen durch ein internes Rating (meist Hausbank) oder externes Rating (private Ratingagentur z. B. Moody`s) in Zusammenhang mit der im deutschen Mittelstand immer noch vorherrschenden Form der Kreditfinanzierung von Vermögens­gegenständen darzustellen. Dabei soll der Schwerpunkt der Analyse auf dem sog. quantitativen Teil eines Unternehmensratings liegen. Insbesondere die Planungs­analyse und eine Auswahl wichtiger Kennzahlen der Bilanzanalyse sollen Grundlage für die Entwicklung von Ansätzen zur erfolgreichen Vorbereitung, Gestaltung und Optimierung eines Unternehmensratings eines mittelständischen Unternehmens sein. Ziel der Arbeit ist es nicht, eine umfassende detaillierte Darstellung und Auswirkung aller Ratingkriterien zu veranschaulichen. Insbesondere qualitative Ratingfaktoren (z. B. Qualität des Managements, Wettbewerbsposition, Geschäftsrisiken etc.) sollen in dieser Arbeit nicht beleuchtet werden. Auch auf den Ablauf eines Ratings (Ratingprozess) soll nicht näher eingegangen werden. Die Gestaltungsansätze für ein erfolgreiches Unternehmensrating sollen sich schlussfolgernd fast ausschließlich auf quantitative Aspekte konzentrieren.

1.3 Vorgehensweise und Aufbau der Arbeit

Die vorliegende Arbeit ist in fünf Kapitel gegliedert. Das erste Kapitel stellt die Einleitung dar, in der Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit formuliert, die Vorgehensweise zur Erreichung der Ziele erläutert und Begriffsbestimmungen vorgenommen werden. Das zweite Kapitel beschreibt den Zusammenhang und die Auswirkungen zwischen dem erzielten Ratingergebnis für ein Unternehmen und dem gewährten Zinssatz der Bank für ein Darlehen. Das dritte Kapitel stellt wichtige quantitative Ratingkriterien der Banken oder Ratingagenturen für ein mittelständisches Unternehmen dar.

Im vierten Kapitel sollen Maßnahmen und Vorschläge speziell für mittelständische Unternehmen veranschaulicht werden, die ein Rating hinsichtlich quantitativer Faktoren positiv beeinflussen können. Abschließend wird im fünften Kapitel zusammenfassend nochmals die Notwendigkeit eines Unternehmensratings betont und eine persönliche Beurteilung des Autors aufgezeigt.

1.4 Begriffsbestimmungen

1.4.1 Fremdkapital

Das Fremdkapital stellt die Verbindlichkeiten eines Unternehmens dar, die sich aus den vom Unternehmen aufgenommenen, i. d. R. verzinslichen Darlehen oder Krediten (so genannte Finanzschulden) sowie aus meist unverzinslichen Lieferanten- und sonstigen Schulden (z.B. Rückstellungen), zusammensetzen.[11] Im Zusammenhang mit Fremdkapital wird in dieser Arbeit ausschließlich das Bankdarlehen und der Bankkredit angesprochen.

1.4.2 Rating

Ein Rating ist eine standardisierte, objektivierte, aktuelle, nachvollziehbare und skalierte Beurteilung über die Bonität bzw. wirtschaftliche Lage eines Unternehmens. Die Banken verwenden das Ratingergebnis als Grundlage für die Wahrscheinlichkeit der zeitgerechten und vollständigen Bezahlung von Zins- und Tilgungsverpflichtungen eines Kreditschuldners.[12]

In der Unternehmenspraxis trifft der Mittelstand auf zwei Arten von Ratings: interne und externe Ratings. Von internen Ratings spricht man, wenn ein Unternehmen im Zusammenhang mit der Kreditvergabe durch eine Bank in einem bankinternen Verfahren geratet wird. Hierbei werden neben der Bonität auch qualitative Unternehmensfaktoren (z.B. Qualität des Managements) sowie die Zukunftsbezogenheit miteinbezogen. Um ein externes Rating handelt es sich, wenn ein Unternehmen zur Beurteilung der Zahlungsfähigkeit eine unabhängige Ratingagentur beauftragt. Neben einer umfassenden Unternehmensanalyse werden auch die Erfolgs- und Risikotreiber gesondert untersucht. Ein veröffentlichtes externes Rating kann v.a. für Zulieferer, Kunden, Banken, Leasinggesellschaften oder auch Mitarbeiter von Interesse sein.[13]

1.4.3 Mittelstand

Unter dem Begriff „Mittelstand“ werden kleine und mittlere Unternehmen zusammengefasst. Zur Begriffsabgrenzung werden in der Wissenschaft qualitative sowie quantitative Kriterien herangezogen.[14] Nachfolgend ist in Abbildung 1 die in Deutschland geltende quantitative Mittelstandsdefinition des Bonner Instituts für Mittelstandsforschung dargestellt:

Abb. 1: Definition des Mittelstands in Deutschland

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Eigene Darstellung (in Anlehnung an IfM Bonn 2002)

Auf qualitativer Seite wäre die Tatsache zu nennen, dass laut Statistik des Instituts für Mittelstandsforschung Bonn in Deutschland knapp 90% der mittelständischen Unternehmen vom Inhaber geführt werden und damit zusammenhängend oft eine Einheit von Eigentum, Leitung und Haftung existiert. Ein weiteres qualitatives Merkmal liegt in der Selbstständigkeit der Unternehmung, das heißt weitgehende Konzernunabhängigkeit.[15]

2 Rahmensituation: Kreditvergabe und Rating

2.1 Veränderte Mindestkapitalanforderungen

Vor dem Hintergrund großer Bankenkrisen in den 70er Jahren wurde infolgedessen die Notwendigkeit erkannt, im Umgang der Kreditinstitute mit Kreditnehmern allgemein geltende Regeln zu erstellen.[16] Um sicherzustellen, dass ausfallende Kredite nicht zu einem Existenzrisiko für das jeweilige Kreditinstitut werden, hat der Baseler Ausschuss für Bankaufsicht im sog. Baseler Akkord von 1988 („Basel 1“) Empfehlungen für die Eigenkapitalausstattung der Kreditinstitute abgegeben. Diese wurden von den damaligen Zentralbankpräsidenten der G10-Länder verabschiedet und sind seit 1993 für diese Länder verpflichtend. Kredite an Unternehmen sind gem. dieser Vereinbarung mit 8 % haftendem Eigenkapital zu unterlegen.[17] Eine Schwachstelle, die sich in der praktische Umsetzung dieser Verordnung gezeigt hat, war die Tatsache, dass die Bonität des Schuldners nicht berücksichtigt wurde.[18] Bei einer pauschalen 8 %-Unterlegung kann man daher schlussfolgern, dass gute Risiken nicht belohnt werden und schlechte Risiken nicht bestraft werden.[19] Auf Grundlage dieser Schwächen wurde „Basel 1“ vom Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht überarbeitet, um verstärkt die Eigenkapitalhinterlegung an den Kreditrisiken zu orientieren.[20]

Die Risikodifferenzierungsmöglichkeit wurde 2003 im 2. Baseler Akkord („Basel 2“) in der 1. Säule der neuen Baseler Eigenkapitalvereinbarung niedergeschrieben.[21] Säule 2 (Bankaufsichtlicher Überprüfungsprozess) und Säule 3 (Erweiterte Offenlegung) werden nicht weiter ausgeführt, da sie die Kreditvergabe an Unternehmen kaum tangieren. Die erste Säule aus Basel 2[22] steht unter dem Begriff Mindestkapitalanforderung und beinhaltet weiterhin eine Eigenkapitalquote von 8 Prozent, bezogen auf die risikogewichteten Aktiva. Im Rahmen von Basel 2 werden zur Berechnung der Mindestkapitalanforderungen nun ergänzend die Faktoren Kreditrisiko, Marktrisiko und operationelles Risiko miteinbezogen.

Das Marktrisiko und das operationelle Risiko (z.B. Versagen von internen Systemen oder Mitarbeitern) soll im Folgenden nicht weiter untersucht werden. Unter dem ergänzenden Faktor Kreditrisiko versteht man das Risiko von Verlusten infolge des Ausfalls eines Gläubigers. Dieses Kreditrisiko kann auf Basis eines externen Ratings[23] (Standardansatz) oder auf Basis eines internen Ratings (IRB-Ansatz) bestimmt werden. Bei einem externen Rating müssen die Banken für die Kreditvergabe an Unternehmen grundsätzlich die gewählten unabhängigen Agenturen und ihre standardisierten Ratings einheitlich für alle Forderungen verwenden.

Das interne Rating erfolgt meist kostenlos durch die kreditvergebende Bank. Das Unternehmen erfährt meist nichts vom Ergebnis. Das Risikogewicht wird in der Regel durch drei Faktoren bestimmt: der einjährigen Ausfallwahrscheinlichkeit, den Verlustquoten und der erwarteten Kredithöhe zum Zeitpunkt des Ausfalls.[24] Nicht „geratete“ Unternehmen erhalten unverändert ein Risikogewicht von 100 %.[25]

2.2 Rating und Kreditkonditionen

Bei Finanzierungs- und Investitionsentscheidungen sollte die Bonität des Unternehmens nie außer Acht gelassen werden. Der Lohn sind bessere Konditionen und daraus folgernd sukzessive geringere Aufwendungen.[26] „Die Anpassung der Eigenkapitalhinterlegung der Banken an das entsprechende Risiko, welches sich durch die Bonität des finanzierenden Unternehmens ergibt, führt zu einer Anpassung der Risikoprämien und damit der Kapitalzinsen.“[27]

Hat das Unternehmen ein gutes Rating und bindet demzufolge nur wenig Kapital der Bank, dann kann der Zinssatz für den gewährten Kredit niedriger ausfallen als bei einem Unternehmen mit schlechterem Rating.[28] Dieser Zusammenhang kann auch Abb. 2 nachfolgend entnommen werden.

Abb. 2: Zusammenhang Kundenkreditzins und Bonität des Kunden (2007:21)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: eigene Darstellung in Anlehnung an Hanske

Nachfolgend sollen an einem praktischen Beispiel die Auswirkungen unterschiedlicher Bonitätsbeurteilungen beim externen Rating veranschaulicht werden. Ergänzend sollen die Unterschiede zum internen Rating dargestellt werden.

2.2.1 Externes Rating

Abbildung 3 veranschaulicht den Zusammenhang der Ratingnote einer externen Agentur und den daraus entstehenden Konditionen für das jeweilige Unternehmen.

Die Mittelstandskomponente, die Kredite bis zu einem gewissen Unternehmensumsatz mit einer geringeren Risikogewichtung ausstattet, soll an dieser Stelle unberücksichtigt bleiben. Es wird angenommen, dass beide Unternehmen den gleichen Umsatz haben.[29]

Abb. 3: Zusammenhang Ratingnote – Eigenkapitalkosten Bank – Zinssatz für Unternehmen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten[30]

Quelle: eigene Darstellung (in Anlehnung an Herke 2006)

Wie jedes andere Unternehmen muss auch eine Bank im Vorfeld kalkulieren. Der Mindestzinssatz in Abb. 3 stellt die Kosten der Bank dar. Hierbei werden Refinanzierungskosten und der Verwaltungskostenzuschlag vom unterschiedlichen Ratingergebnis nicht unmittelbar tangiert. Wesentlich wirken sich die unterschiedlichen Ratingnoten auf die Risiko- sowie die Eigenkapitalkosten aus. Je schlechter die Ratingnote, desto höher ist die Eigenkapitalunterlegung der Bank und damit die Risiko- und Eigenkapitalkosten. Diese werden an den Kreditkunden in Form eines höheren Zinssatzes weitergegeben. Wird eine Tilgungslaufzeit von zehn Jahren angenommen, dann steigt der Zinsunterschied kumuliert auf über 100.000 Euro an.[31]

2.2.2 Internes Rating

Nahezu alle Banken haben aber auch eigene interne Ratings. Die Einflussgrößen für dieses Verfahren sind nahezu identisch mit denen externer Agenturen. Die Spezialisierung der Kreditinstitute auf bestimmte Zielgruppen erlauben es zusätzliche Erkenntnisse bzw. Erfahrungswerte zu berücksichtigen.

Es wird zwischen zwei Ansätzen differenziert: Dem IRB[32] -Basisansatz und dem fortgeschrittenen IRB-Ansatz.[33] Die Banken berechnen die Eigenkapitalhinterlegung im allgemeinen über folgende Risikoparameter: Forderungsbeträge bei Ausfall (Exposure at Default, EAD), Ausfallwahrscheinlichkeit der Ratingkategorie des Kreditnehmers (Probability of Default, PD), Verlustquote bei Ausfall (Lost Given Default, LGD) und der Restlaufzeit (Maturity, M). Abbildung 4 veranschaulicht die genannten Messgrößen für die Risikogewichtung.

Abb. 4: Gewichtungsfunktion des internen Ratingansatzes

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Leitinger/Schwaiger (2003:16)

Beim IRB-Basisansatz schätzt das Kreditinstitut die Ausfallwahrscheinlichkeit (PD) tatsächlich, bei den anderen Parametern greift es auf die Vorgaben der Bankenaufsicht zurück. Beim fortgeschrittenen Verfahren werden alle Risikokomponenten bankintern geschätzt.[34]

Schlussfolgernd lässt sich feststellen, dass v. a. die Höhe der geschätzten Ausfallwahrscheinlichkeit (PD) unmittelbaren Einfluss auf die Risikogewichtung hat und somit auf die Höhe der Eigenkapitalhinterlegung der Bank. Dies wiederum beeinflusst die Höhe des Eigenkapitalkostenzuschlags der Bank und somit den Kreditzins für das Unternehmen.

2.3 Auswirkungen auf den Mittelstand

Ratings sollen helfen, das Informationsungleichgewicht zwischen Kapitalgebern und Kapitalnehmern zu reduzieren und die Beurteilung von Kreditentscheidungen mit deren Konditionen zu erleichtern. Aus Bankensicht, soll ein Rating die Transparenz erhöhen, damit potentielle Kreditverluste besser abgeschätzt werden können.[35] Von Unternehmensseite soll der Rating-Prozess als „Röntgenschirm“ genutzt werden, um zu einer Stärken/Schwächen-Analyse aus externer Sicht zu kommen und diese dann für Verbesserungsnotwendigkeiten zu nutzen.[36] Eine Hauptauswirkung aus „Basel 2“ für mittelständische Unternehmen besteht aber in den zukünftig stark differenzierten Kreditkonditionen in Abhängigkeit ihres Ratings. „Vor dem Hintergrund der immer vorsichtigeren Risikoeinstellung der Banken wird damit gerechnet, das Banken zukünftig schlecht gerateten Unternehmen keinen Kredit mehr leihen werden.“[37] Die Beschlüsse aus „Basel 2“ könnten langfristig zu einer Polarisierung auf dem Markt für Fremdkapital führen: Gute Kreditkonditionen für Unternehmen mit erfolgreichem Rating, keine Kredite mehr für Unternehmen mit schlechtem Rating.[38] Nach Schätzungen der KfW[39] besagen die Prognosen, dass die Kreditkosten für Kreditnehmer mit einer Bonität von BB+[40] und besser sinken werden, während Kredite für schlechtere Bonitäten als BB+ teurer werden.[41]

Auch wenn mittelstandsfreundliche Komponenten in das Regelwerk „Basel 2“ eingefügt worden sind, (z. B. bei Unternehmen mit einem Jahresumsatz bis zu 50 Mio. Euro können die Banken die Eigenkapitalunterlegung um 10 bis max. 20 % absenken) kommen auf die Unternehmen durch die neuen Kreditvergabekriterien und dem Rating-Verfahren erhebliche Veränderungen zu. Zum Ersten: Herstellung von Transparenz. Für die Kreditvergabe müssen die Unternehmen die Banken verstärkt mit Informationen aus dem Unternehmen versorgen (z. B. GUV, Bilanzen, Geschäftsfeldstrategien und Investitionspläne). Zum Zweiten: Entwicklung quantitativer Steuerungsinstrumente. Dies bedeutet den Ausbau des RW und des Controllings, sowie die Einführung einer Finanz- und Liquiditätsplanung. Zum Dritten: Professionalisierung des Managements. Hierunter versteht man die Notwendigkeit der Ausstattung der Geschäftsführung mit einem breiteren Qualifikationsportfolio. Zum Vierten: Verbesserung von Bilanzstruktur und Bonität. Dies bedeutet in erster Linie die Verbesserung der Bilanzstruktur im Sinne einer Erhöhung der Eigenkapitalquote. Zum Fünften: Prüfung von Finanzierungs­alternativen wenn Kreditmittel verweigert werden oder die Bilanzstruktur verbessert werden sollte.[42]

Speziell auf die Punkte vier und fünf soll in den folgenden Kapiteln näher eingegangen werden.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Zweck und Nutzen eines Ratings für ein mittelständisches Unternehmen liegt neben der Stärken-Schwächenanalyse und der Risikoaufdeckung auch in der Offenlegung quantitativer Bilanzwerte.[43]

3 Ratingkriterien für mittelständische Unternehmen

Die Bewertung der Kreditkunden hat für Banken zwei Auswirkungen: Auf der einen Seite ist sie Grundlage für die Berechnung der der Bankenaufsicht nachzuweisenden Eigenkapitalhinterlegung und auf der anderen Seite ist sie die Grundlage für die interne Kalkulation der Zinsspanne. Zur Erstellung eines Ratings werden zwei Bereiche eines Unternehmens analysiert. Einerseits die „harten“ Unternehmensfaktoren (Hard-facts) und andererseits die sogenannten „weichen“ Unternehmensfaktoren (Soft-facts). Zu den Hard-facts, auch quantitative Faktoren genannt, zählen Kennzahlen zur Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage. Es sind messbare und objektivierbare Daten, die sich im wesentlichen aus dem Rechnungswesen eines Unternehmens, d. h. aus der GUV und der Bilanz ableiten lassen. Mittlerweile wird auch verstärkt die Kostenrechung und die Finanzplanung hierbei miteinbezogen.[44]

Es fließen aber auch qualitative Faktoren (Soft-facts) in das Rating mit ein. Die Erhebung von qualitativen Daten erfolgt meist mit standardisierten Checklisten. Wesentliche Elemente der „weichen“ Unternehmensfaktoren sind u. a. die Einschätzung über die Qualität des Managements, die Personalpolitik, Regelungen zur Unternehmensnachfolge, die strategische Ausrichtung des Unternehmens, die marktgerechte Produkt- und Sortimentspolitik, die Geschäfts- und Marktrisiken und die Wettbewerbsposition.[45]

Nachfolgend sollen ausschließlich die „harten“ Unternehmensfaktoren von wesentlicher Bedeutung, sowie die Planungsanalyse detaillierter untersucht und damit zusammenhängend im nächsten Kapitel mögliche Optimierungsansätze für ein Rating veranschaulicht werden.

3.1 Bilanzanalyse

3.1.1 Ertragslage

Für einen Kreditgeber ist die Ertragskraft ein entscheidendes Kriterium für die Fähigkeit des Unternehmens den erteilten Kredit tilgen zu können und ebenso die anfallenden Zinsen bezahlen zu können. Weiterhin ist es für die Einschätzung der Ertragslage aufschlussreich, ob es gelingt, rentabel zu wirtschaften. Der Umsatz und die daraus abgeleitete Umsatzentwicklung ist eine wichtige Grundlage für die Einschätzung der Ertragssituation. Hieraus kann die Gesamtleistung des Unternehmens und das Unternehmenswachstum abgeleitet werden. Diese erste wichtige Kennzahl berechnet sich wie folgt:

Umsatzentwicklung = x 100

Aus externer Sicht hat dadurch z. B. die Bank die Möglichkeit des Branchenvergleichs, dabei muss ein positiver Nenner nicht zwingend als Erfolg gewertet werden, wenn bspw. die Branche insgesamt eine höhere Umsatzveränderung vorweisen kann.

Die Umsatzrentabilität selbst, die das Betriebsergebnis in das Verhältnis zur Gesamstleistung (Nettopreis x verkaufte Menge) setzt, eignet sich ebenfalls für den Vergleich mit der Branche und dem Vergleich zu den vergangenen Geschäftsjahren.

Für die Selbstfinanzierungskraft eines Unternehmens ist der Cash Flow ein wichtiger Maßstab.[46]

Der Cash Flow gibt an, wie viel mehr oder weniger an Geld zum Ende einer Periode (meist Wirtschaftsjahr) gegenüber zu Beginn zur Verfügung steht. Anhand des Cash Flows kann die Schuldentilgungskraft, die Investitionskraft und die Gewinnausschüttungskraft gemessen werden. Zur Berechnung wird i . d. R. folgende Formel verwendet:

Betriebsergebnis + Abschreibungen +/- Änderungen der langfristigen Rückstellungen

= betriebsbedingter Brutto – Cash – Flow

Für die Hausbank oder die Ratingagentur kann ergänzend der dynamische Verschuldungsgrad interessant sein, der den Zeitraum ermittelt in welchem eine Verschuldung aus eigenen, selbst erwirtschafteten Mitteln wieder getilgt werden kann. Hierbei wird das Fremdkapital ins Verhältnis zum Cash Flow gesetzt. Allerdings wird unterstellt, dass der Cash Flow konstant bleibt.[47]

Für die Produktivität des Unternehmens ist das Verhältnis von Pro-Kopf-Ertrag zu Personalaufwand je Beschäftigter relevant. Ein wesentlich höherer Pro-Kopf-Ertrag im Vergleich zum Personalaufwand je Beschäftigten, lässt auf eine besondere Ertragsstärke schließen. Abgeleitet hieraus kann gesagt werden, dass eine hohe Personalaufwandsquote bei einer gleichzeitig schwachen Betriebsrentabilität im Branchenvergleich auf ein unrationelles Unternehmen schließt.[48]

Bei der Berechnung der Rentabilität spielt neben der Umsatz- und Eigenkapital­rentabilität besonders die Gesamtkapitalrentabilität eine gewichtige Rolle:

Gesamtkapitalrentabilität = x 100

Im Unterschied zur Eigenkapitalrendite eignet sich diese Kennzahl besonders gut zur Durchführung von Branchen- und Betriebsvergleichen. Einflüsse, welche sich aufgrund unterschiedlicher Finanzierungsformen ergeben werden größtenteils eliminiert.[49]

Die Beurteilung der Höhe der Gesamtkapitalrendite erfolgt oft im Vergleich zum Kapitalmarktzins. Die Verzinsung aus der unternehmerischen Investition sollte auf jeden Fall höher sein, als der Kapitalmarktzins für langfristige Rentenpapiere. Wenn das Gegenteil der Fall ist, dann kann dies langfristig zu einer Aufzehrung des Eigenkapitals und letztlich zur Überschuldung führen.[50]

3.1.2 Vermögenslage

„Die Vermögenslage zeigt auf, wie sich die Kapitalstruktur des Unternehmens zusammensetzt und wie „tragfähig“ die Kapitaldecke ist.“[51] Es ist eine Analyse hinsichtlich der Stabilität des Unternehmens in der Zukunft. Die Analyse der Vermögenslage umfasst die Vermögens- und Kapitalstruktur eines Unternehmens.[52] Im Zusammenhang mit einer vertikalen Strukturanalyse wird die Zusammensetzung von Vermögen und Kapital untersucht. Die horizontale Analyse spiegelt das Verhältnis von Mittelverwendung und Mittelherkunft wider. Ziele der horizontalen Analyse sind die Informationsgewinnung hinsichtlich Vermögenssicherung und der zukünftigen Zahlungsfähigkeit eines Unternehmens (siehe 3.1.3 Finanzlage). Nachfolgend wird die vertikale Strukturanalyse detaillierter dargestellt:

Bei der Vermögensstrukturanalyse sind im wesentlichen zwei Kennzahlen für das Rating von wesentlicher Bedeutung: die Anlagen- und Umlaufintensität.

Anlagenintensität = x 100
Umlaufintensität = x 100

Je kleiner der Anteil des Anlagevermögens (v. a. Maschinen) am Gesamtvermögen ist, desto besser ist die Kapazitätsauslastung und somit die Ertragslage des Unternehmens. Eine niedrige Abschreibungsquote und eine geringe Investitionsquote, als weitere Kennzahlen, lassen für eine Ratingagentur oder eine Bank eine sog. „Melkstrategie“ erkennen. Das bedeutet, dass die Substanz des Unternehmens aufgezehrt wird und damit die Krisenanfälligkeit des Unternehmens ansteigen würde.[53]

Mit der Umlaufintensität (Vorräte, Forderungen, liquide Mittel) ist es möglich die finanz- und erfolgswirtschaftliche Stabilität des Unternehmens auszudrücken; denn je höher der Anteil des Umlaufvermögens am Gesamtvermögen, desto flexibler kann ein Unternehmen hinsichtlich Investitionen und Kundenwünschen agieren.

Bei der Kapitalstrukturanalyse sind im wesentlichen zwei Kennzahlen für das Rating von wesentlicher Bedeutung: die Eigenkapitalquote und der Verschuldungsgrad.

Eigenkapitalquote = x 100
Verschuldungsgrad = x 100

Für Banken und Ratingagenturen und deren Bewertung ist die Eigenkapitalquote eine der wichtigsten Kennzahlen für Sicherheit und Kreditwürdigkeit eines Unternehmens. Alle Verluste des Unternehmens betreffen primär das Eigenkapital. Eine angemessene Eigenkapitalausstattung eines Unternehmens ist zur Risikobegrenzung und Sicherung der Bonität aus Sicht finanzierender Kreditinstitute unumgänglich.[54]

Ein hoher Eigenkapitalanteil garantiert ein gewisses Maß an Unabhängigkeit von Fremdkapitalgebern, flexibles Handeln sowie Dispositionsfreiheit im Unternehmen.[55] Mit steigendem Eigenkapital vergrößert sich die Haftungssubstanz des Unternehmens und erleichtert die Beschaffung von Fremdkapital. Für eine gute Unternehmens­beurteilung sollte die Eigenkapitalquote mindestens den Branchenwerten entsprechen.[56] In Kapitel 4 wird speziell auf die Eigenkapitalquote nochmals Bezug genommen.

Der (statische) Verschuldungsgrad als Quotient aus Fremd- und Eigenkapital gilt ebenfalls als Indikator für die Kreditwürdigkeit eines Unternehmens. Das anzustrebende Verhältnis wird i. d. R. auf maximal 2:1 (Fremdkapital zu Eigenkapital) beziffert. Wie bereits in der Problemstellung angesprochen findet sich im deutschen Mittelstand vielfach ein Verhältnis von 4:1 oder darüber. Die Kreditwürdigkeit solcher Unternehmen sinkt dadurch dramatisch.[57]

3.1.3 Finanzlage

Die Kennzahlen der Bilanzanalyse verschaffen einen Einblick in die finanziellen Verhältnisse des Unternehmens. Hierbei geht es um die Frage, ob das Unternehmen in der Lage ist, seine Verbindlichkeiten pünktlich und uneingeschränkt begleichen zu können. Für den Fortbestand des Unternehmens ist dies eine existentielle Voraussetzung. Nach § 17 der Insolvenzordnung ist Zahlungsunfähigkeit ein Insolvenzgrund. Die Einschätzung der zukünftigen Zahlungsfähigkeit eines Unternehmens kann mittels den drei Liquiditätsgraden beurteilt werden.[58]

Liquidität 1. Grades = x 100

Liquidität 2. Grades = x 100

Liquidität 3. Grades = x 100

Zur Beurteilung der Liquidität wird am häufigsten die Liquidität 2. Grades herangezogen. Diese beschreibt das Verhältnis zwischen kurzfristig gebundenem Umlaufvermögen und kurzfristigem Fremdkapital. Unter Anwendung der Formel ist hierbei ein Wert von mind. 100 % anzustreben, damit sichergestellt wird, dass kurzfristig verfügbare Mittel ausreichen um kurzfristige Verbindlichkeiten fristgerecht zu bezahlen.[59] In Anlehnung an den 3. Liquiditätsgrad erlaubt es das Working Capital (kurzfr. UV – kurzfr. Vbl.) eine Abschätzung des vorhandenen Finanzierungspotentials, d. h. welche langfristigen Mittel werden für andere Zwecke frei. Die Liquiditätsgrade werden für Banken und Ratingagenturen v. a. für Zeit- und Branchenvergleiche herangezogen. Kritisch zu betrachten ist, dass eine rückgerichtete Betrachtung erfolgt, d. h. dass z. B. der Abbau von allgemeinem Fremdkapital und Investitionen ins Anlagevermögen die Kennzahl verzerren kann und somit nur bedingt die Liquiditätssituation des Unternehmens zum Ausdruck bringen kann.[60]

Zur Beurteilung des Umfangs, in dem das Eigenkapital das Anlagevermögen abdeckt, wird meist die sog. „Goldene Bilanzierungsregel“ (auch Anlagendeckungsgrad 2 genannt) angewandt.

Anlagendeckungsgrad 2 = x 100

Bei einem Wert von über 100 % kann im Allgemeinen gesagt werden, dass langfristig zur Verfügung stehende Vermögenswerte durch langfristig zur Verfügung stehendes Kapital finanziert wird. Ein Deckungsgrad von weniger als 100 % bedeutet, dass das AV über kurzfristige Kredite finanziert werden muss, was äußerst riskant ist. Risiko bedeutet wiederum eine negative Beeinträchtigung der Ratingnote.[61]

3.2 Planungsanalyse

Die Minimierung von zukünftigem finanziellem und wirtschaftlichem Risiko, sowie Unsicherheiten und Gefahren für ein Unternehmen kann entscheidend durch ein aktives, planendes Handeln der Unternehmensleitung beeinflusst werden. Minimierung des Risikos bedeutet sowohl beim externen, als auch beim internen Rating die Beeinflussung einer positiven Ratingnote und somit wiederum günstige Konditionen bei Fremdkapitalaufnahmen. Nachfolgend sollen drei Planungsrechnungen dargestellt werden.

3.2.1 Finanzplanung

Bei der Finanzplanung sollen zukünftige Ein- und Auszahlungsströme eines Unternehmens geschätzt und berechnet werden. Zweck dieser Berechnung ist es die Liquidität des Unternehmens sicherzustellen indem Ein- und Auszahlungen taggenau gegenübergestellt werden. Bei der langfristigen Finanzplanung soll der zukünftige Kapitalbedarf ermittelt werden und die Art und Weise, wie dieser aufgebracht werden kann.[62] Die Finanzplanung ist mittelfristig und langfristig angelegt. Sie wird i. d. R. für einen Zeitraum von 1 bis 5 Jahren durchgeführt. Sie erfolgt meist mit Hilfe von Prognoseverfahren, die sich entweder auf Vergangenheitswerte oder/und persönlicher Erfahrung (Befragung der Verkaufsabteilung) stützt. Um eine möglichst hohe Transparenz und Aussagekraft der mittel- bis langfristigen Finanzplanung zu sichern, sollte zumindest für die ersten Jahre der Planung der Kapitalbedarf detailliert aufgeschlüsselt werden. Für die Kapitaldeckung sollte zumindest eine Unterscheidung nach Finanzierungsquellen vorgenommen werden.[63] Für die Effizienz sollten folgende Planungsgrundsätze beachtet werden: Grundsatz de Vollständigkeit, d. h. sämtliche Maßnahmen, die den Kapitalbedarf oder die Kapitaldeckung beeinflussen, müssen in die Planung miteinbezogen werden. Grundsatz der Betragsgenauigkeit, d. h. die zu erwartenden Daten sollen möglichst realistisch abgeschätzt werden.[64]

Um die Bonität und die Unabhängigkeit eines Unternehmens zu wahren, ist es sinnvoll die Kapitaldeckung bzgl. Darlehen auf mehrere Banken zu verteilen. Globalziele der Finanzplanung sind die Liquiditätssicherung sowie die Optimierung der Rentabilität durch die genaue Offenlegung der Kosten für ein Produkt (z.B. Finanzierungskosten).[65]

3.2.2 Liquiditätsplanung

Bei der Liquiditätsplanung handelt es sich um eine kurzfristige Detailplanung, bei der mit Zahlungsströmen gearbeitet wird. Sie bezieht sich auf einen Zeitraum von maximal einem Jahr. Für einen Überblick über die momentane und zukünftige Liquidität des Unternehmens, müssen Liquiditätspläne sowohl die Mittelbestände, als auch die Zahlungsbewegungen erfassen:

Anfangsbestand an liquiden Mittel + Planeinzahlungen – Planauszahlungen

= Planbestand an liquiden Mitteln

Für die Einhaltung eines Monats- oder Jahresfinanzplans ist eine realistische Einschätzung nötig. Mit Hilfe eines SOLL-IST-Vergleichs lassen sich nicht nur Abweichungen von den ursprünglichen Planwerten erkennen, sondern auch Rückschlüsse über die Ursachen der Abweichungen ziehen, um die zukünftige Planung zu verbessern. Bei einer Überdeckung ist die Liquidität nicht gefährdet und überschüssige Mittel können z. B. als Termingelder oder in kurzfristige Wertpapiere angelegt werden. Bei einer Unterdeckung ist die Liquidität gefährdet und die zuständige Abteilung sollte Maßnahmen zur Erhöhung und Beschleunigung der Einnahmen, den vorzeitigen Verkauf von Forderungen oder die Verzögerung von Ausgaben (z. B. Investitionen) einleiten.

Wie bei der langfristigen Finanzplanung wird die Qualität der Liquiditätsplanung auch von der Vollständigkeit und der Betragsgenauigkeit beeinflusst.[66] Ein Unternehmen, das erfolgreich eine tägliche Finanzdisposition durchführt, trägt zur Erhaltung der Bonität bei und verhindert in der Regel eine Gefährdung der Kreditzusagen. Der Liquiditätsstatus ist insbesondere bei Unternehmen mit schwacher Bonität bedeutsam. Damit Illiquidität vermieden werden kann, sind häufig schnelle Entscheidungen auch durch das Kreditinstitut gefragt, die Planungsrechnungen wirksam unterstützen können.[67] Das Führen einer detaillierten Planungsrechnung kann sich wiederum positiv auf die Ratingnote auswirken, da das Unternehmen vorausschauend plant und somit relativ schnell auf Engpässe reagieren und Zahlungsschwierigkeiten vermeiden kann.

3.2.3 Investitionsrechnung

Die Investitionsrechnung ist eine Entscheidungshilfe bei der Auswahl der durchzuführenden Investitionsobjekte. Hierbei ist eine Unterscheidung zwischen statischen und dynamischen Verfahren erforderlich. Zu den statischen Verfahren zählen die Kostenvergleichsrechnung (Auswahl desjenigen Investitionsobjektes, das die niedrigsten Kosten aufweist), die Gewinnvergleichsrechnung (Auswahl desjenigen Investitionsobjektes, das den höchsten Gewinn erwarten lässt), die Rentabilitätsrechnung (Auswahl desjenigen Investitions­objektes, das die größte Rendite aufweist) und die Amortisationsrechnung (Auswahl desjenigen Investitionsobjektes, mit der kürzesten Amortisationszeit). Bei den dynamischen Verfahren (Kapitalwertmethode, interne Zinssatzmethode und Annuitätenmethode) werden mehrere Perioden betrachtet. Es geht um eine möglichst genaue Erfassung von Einzahlungen/ Einnahmen und Auszahlungen/ Ausgaben der entsprechenden Periode. Kosten und Erlöse werden dabei nicht betrachtet, sondern Schwerpunkt ist die explizite Berücksichtigung von unterschiedlichen Zahlungs­zeitpunkten und der Zinseszinsrechnung.

Dynamische Investitionsrechenverfahren sind wirklichkeitsnäher und exakter als statische Verfahren. Insbesondere bei Investitionsrechnungen mit längerer Nutzungsdauer und bei Schwankungen der jährlichen Einnahmen sollten dynamische Verfahren eingesetzt werden. Die Qualität von Investitionsrechnungen kann durch das Berücksichtigen von Alternativinvestitionsvarianten erhöht werden.[68] Für die Bewertung hinsichtlich diesem Punkt ist es für eine Bank oder eine Ratingagentur zum ersten von Bedeutung, ob Investitionsrechnungen überhaupt getätigt werden und zum zweiten, in welcher Qualität, d. h. mit welcher Präzision und mit welchem Wirklichkeitsbezug solche Rechnungen durchgeführt werden.

3.3 Gewichtung der Ratingfaktoren

Die Gewichtung der qualitativen (Soft-facts) und quantitativen (Hard-facts) Faktoren bei der Zusammenführung zum Ratingergebnis ist von Institut zu Institut verschieden. Eine Bank A gewichtet die quantitativen Faktoren mit 70 % und die qualitativen Faktoren mit 30 %. Die Bank B differenziert bereits innerhalb der Faktoren (wirtschaftliche Verhältnisse 36 %, Kontoführung 8 %, Unternehmensbeurteilung 51-56 % und Branchenprognose 0-5 %. Eine Sparkasse (Genossenschaftsbank) kommt zu anderen Ansätzen: Wirtschaftliche Verhältnisse 30 % (20 %), Kontoführung 20 % (10 %), Unternehmensbeurteilung 30 % (50-60 %) und Branchenprognose 20 % (10-20 %).[69]

Speziell beim bankinternen Rating werden der Eigenkapitalquote, der Gesamtkapital­rendite, dem Verschuldungsgrad, der Finanzstruktur, dem leistungsfähigen Controlling, der Stellung am Markt und der Unternehmensstrategie besondere Bedeutung beigemessen.[70]

In Bezug auf die Rolle des Eigenkapitals eines Unternehmens schreibt Andreas Jorns (Geschäftsführer und Ratinganalyst der F&U Consultings GmbH): „[Die] Eigenkapitalquote wird von den Banken mit ca. 50 % der quantitativen Analyse gewichtet.“[71]

4 Ansätze zur erfolgreichen Ratinggestaltung

Ein positives Rating ist für die weitere Entwicklung des Unternehmens von Vorteil, während sich negative Ratings existenzgefährdend auswirken können.[72] Nachfolgend sollen Maßnahmen und Vorschläge entwickelt werden, die ein Rating hinsichtlich den sog. „harten“ Unternehmensfaktoren (Hard-facts) positiv beeinflussen können.

4.1 Stärkung des Eigenkapitals

Im bisherigen Verlauf der Arbeit wurde mehrmals die Bedeutung der Eigenkapitalquote bei einem Rating durch die Bank oder durch eine externe Agentur angesprochen. Sie gibt an, in welchem Maße sich der Unternehmer am Gesamtrisiko der Unternehmung beteiligt. Die Aufrechterhaltung und Erhöhung der Eigenkapitalquote eines mittelständischen Unternehmens sollte ein unabdingbares Ziel bei der Vorbereitung oder der Optimierung eines Ratings sein. Eine verbesserte Eigenkapitalbasis verbessert die Risikoeinstufung und der Zugang zum Kredit- und Kapitalmarkt mit günstigen Konditionen wird erleichtert. Die Kennziffer Eigenkapitalquote wird im quantitativen Teil des Ratings gegenüber den anderen Kennzahlen meist mehrfach gewichtet.[73]

Zur Stärkung des Eigenkapitals stehen dem Unternehmen verschiedene Möglichkeiten der Innen­finanzierung sowie verstärkt auch alternative Finanzierungsformen durch Außenfinan­zierung zur Verfügung.[74]

Im Bereich der Innenfinanzierung ist es vor allem die Möglichkeit der Gewinnthe­saurierung. Gewinne aus der Geschäftstätigkeit fließen in die Kapitalrücklage ein und erhöhen somit das Eigenkapital. Die Finanzierung von Investitionen oder die Tilgung von Verbindlichkeiten unter Beibehaltung der Eigenkapitalquote kann kurzfristig auch im Rahmen von Vermögensum­schichtungen erfolgen. Dabei werden nicht betriebsnotwendige Bestandteile des Anlage­vermögens (z. B. Maschinen, die nicht mehr für den Produktionsprozess benötigt werden, ungenutzte Grundstücke und Immobilien ) verkauft.[75]

Die Möglichkeit der Beteiligungsfinanzierung stellt ein wichtiger Bestandteil der Außenfinanzierung dar. In Form von offener Beteiligung besteht für ein Unternehmen die Möglichkeit neue finanzkräftige Gesellschafter aufzunehmen. Hierbei beteiligt sich der Gesellschafter mit seiner Einlage am gezeichneten Kapital der Firma. Der neue Gesellschafter erhält im Gegenzug entsprechend seiner Beteiligungsquote Stimmrechte und wird an Ausschüttungen und dem Liquidationserlös beteiligt.

Wenn eine offene Beteiligung seitens des Unternehmers nicht gewünscht wird (z. B. um keine Stimmrechte abzugeben), dann bietet sich die Errichtung einer stillen Gesellschaft an. Meist geschieht es in der Form, dass sich eine natürliche oder juristische Person mit einer Vermögenseinlage am Unternehmen beteiligt. Dieser erhält für seine Einlage i. d. R. einen vereinbarten Anteil am Gewinn des Unternehmens.[76]

Eine vielleicht zukunftsträchtige Form der Stärkung des Eigenkapitals im Mittelstand könnte die Mitarbeiterkapitalbeteiligung bilden. Eine Form ist die Ausgabe von Genussrechten. Der Mitarbeiter überlässt dem Unternehmen Geld und erhält dafür eine jährliche Gewinnbeteiligung. Genussrechte können so ausgestaltet werden, dass sie in der Bilanz als Eigenkapitalersatz ausgewiesen werden. Die Form der Belegschaftsaktie geht noch ein Stück weiter und gewährt dem Mitarbeiter neben der jährlichen Gewinnbeteiligung auch Informations- und Mitverwaltungsrechte und somit kann der Mitarbeiter auch die Geschicke des Unternehmens teilweise mitbestimmen.[77]

Exkurs: Mittelständische Beteiligungsgesellschaften und Private Equity[78] als Möglichkeit der Eigenkapitalstärkung?

Mittelstandsbeteiligungsgesellschaften sind meist öffentlich gefördert, mit dem Ziel die Eigenkapitalbasis mittelständischer Unternehmen zu verbreitern. Die Beteiligung am Unternehmen erfolgt meist als stille Beteiligung und bis zu einem Volumen von ca. einer Million Euro. Hierbei stellt die Gesellschaft für einen bestimmten Zeitraum (meist fünf bis zehn Jahre) Kapital mit einem vereinbarten Zinssatz zur Verfügung. Üblicherweise wird zusätzlich noch eine Gewinnbeteiligung vereinbart. Die Rückzahlung erfolgt am Ende der Laufzeit in einer Summe.

Private Equity bezeichnet die Beteiligung von Finanzinvestoren an Unternehmen, die schon eine gewisse Zeit bestehen und oftmals eine führende Position in ihrer Branche haben. Auch hier steht die Erzielung von Kapitalgewinnen aus dem beteiligten Unternehmen im Mittelpunkt des Interesses. Das Einlagevolumen bewegt sich meist über fünf Millionen Euro und die Renditeerwartung aus der Einlage dieser privaten Beteiligungsgesellschaften ist meist deutlich höher als bei mittelständischen Beteiligungsgesellschaften. In der Regel sind mit der Beteiligung von Private Equity Unternehmen auch Mitspracherechte an dem Unternehmen verbunden. Diese Tatsache und die hohen Renditeerwartungen verhinderten bis jetzt bei mittelständischen Unternehmen eher den Bedeutungszuwachs dieser Kapitalgeber. Das Ziel von Unternehmen, die Eigenkapitalbasis zu stärken und somit die Stabilität zu erhöhen, steht oftmals v. a. bei privaten Beteiligungsgesellschaften im Widerspruch zur maximalen Renditeerwartung.[79]

4.2 Bilanz- und Liquiditätsoptimierung durch Leasing

Leasing ist eine Alternative zum klassischen Investitionskredit der Bank. Es ermöglicht Investitionen ohne Einsatz von Eigen- und Fremdkapital. Nach dem „Pay-as-you-earn-Prinzip“ werden die Leasingraten aus den erwirtschafteten Erträgen der Nutzung des Investitionsobjektes bestritten. Bewegliche und unbewegliche Gegenstände werden für einen längeren Zeitraum zum Gebrauch gegen Entgeld einem Unternehmen (Leasing­nehmer) überlassen. Als Entgeld zahlt der Leasingnehmer periodisch eine Leasingrate an den Vermieter (Leasinggeber). Im wesentlichen gibt es zwei verschiedene Formen von Leasing: das kurzfristig orientierte Operate-Leasing und das eher langfristig orientierte Finanzierungsleasing. Beim Operate-Leasing handelt es sich um eine kurze Vertragsdauer, von der Laufzeit unabhängige Leasingraten und meist kurzfristigen Kündigungsmöglichkeiten. Finanzierungsleasing dient in erster Linie der Finanzierung von Anlagegütern. Hierbei wird zwischen dem Leasinggeber und dem Leasingnehmer eine feste, unkündbare Grundmietzeit vereinbart. Für die Frage der bilanziellen Hinzurechung des Investitionsobjektes (Leasinggeber oder Leasingnehmer) ist es von Bedeutung, ob es sich um eine Vollamortisation (die gesamten Leasingraten decken die Kosten des Leasinggebers) oder eine Teilamortisation (nur ein Teil der Leasingraten deckt die Kosten des Leasinggebers) handelt. Handelt es sich um Vollamortisation so ist der Gegenstand beim Leasinggeber zu bilanzieren, wenn die Grundmietzeit zwischen 40 und 90 % der gewöhnlichen Nutzungsdauer liegt und bei einem eingeräumten Optionsrecht der Kaufpreis bzw. die Anschlussmiete höher ist als der Buchwert bzw. die lineare Abschreibung. Bei Teilamortisation und einer Grundmietzeit von weniger als 40 % der gewöhnlichen Nutzungsdauer ist der Gegenstand dem Leasingnehmer bilanziell hinzuzurechnen. Eine Bilanzierung des Gegenstandes beim Leasinggeber führt dazu, dass der Leasingnehmer die Leasingraten als Betriebsausgaben steuerlich gewinn­mindernd absetzen kann. Mit speziellem Hinblick auf ein Rating bietet die Leasing­finanzierung von Investitionsobjekten eine Reihe von Vorteilen. Üblicherweise werden Finanzierungsleasingverträge in der Praxis so ausgestaltet, dass die Bilanzierung beim Leasinggeber erfolgt. Die Folge ist eine Bilanzverkürzung beim Leasing­nehmer, da auf der Aktivseite kein Vermögens­gegenstand und auf der Passivseite keine Verbindlichkeiten (Dauerschulden aus Kredit) ausgewiesen werden müssen. Der Vorteil der Bilanzneutralität hat zur Folge, dass die Eigenkapitalquote des Unternehmens unverändert bleibt. Zu beachten ist allerdings, dass die gezahlten Leasingraten in voller Höhe in die GUV eingehen und über den Jahresabschluss das Eigenkapital beeinflussen werden. Der Vergleich zur Kredit­finanzierung zeigt, dass Leasing die Kennzahlen Verschuldungsgrad und Anlage­intensität (s. o.) positiv darstellen lässt, da das Fremdkapital bzw. das Anlagever­mögen keine Veränderung durch Leasing hervorbringt. Vorteilhaft aus Liquiditätssicht kann bezeichnet werden, dass durch die Leasingraten ein periodengerechter Abfluss der Nutzungs­entgelte erfolgt und kein punktuell hoher Abfluss durch Kredittilgungs­zahlungen. Die Senkung von Planungs- und Prognoserisiken durch die Parallelität von Aufwand und Ertrag (Die Leasingrate finanziert sich aus den Erträgen) kann sich als weiterer positiver Ratingbe­wertungseffekt herausstellen.[80]

Nachteilig sind jedoch die i. d. R. höheren Leasingaufwendungen als beim Kauf, die langfristigen Vertragsbindungen und die hohe Fixkostenbelastung zu nennen.[81]

4.3 Bilanz- und Liquiditätsoptimierung durch Forderungsverkauf

Sinn und Zweck des Forderungsverkaufs (Factoring) ist es, dass der Unternehmer durch den Verkauf seiner Forderungen an einen Factor in der Lage ist, aufgrund der Bevor­schussung der Rechnungsbeträge schnell seinen eigenen Lieferantenver­bindlichkeiten nachzukommen und sich schnell zusätzliche Liquidität zu beschaffen, die dem Wachstum seines Unternehmens dient.[82] Durch den Ankauf von Forderungen übernimmt die Factoringgesellschaft auch das Risiko des Forderungsausfalls. Somit steht dem Unternehmen i. d. R. auch dann der Erlös für die geleistete Arbeit zur Verfügung, wenn der Kunde wider Erwarten in finanzielle Schwierigkeiten geraten sollte.[83] Factoring lässt sich als Instrument zur (kurzfristigen) Liquiditätssteigerung nutzen, da Kredite – insbesondere Kontokorrentkredite – nicht ausgeschöpft werden. Die eingesparten Zinsen und Kosten müssten mit dem zu zahlendem Abschlag (meist 0,5 – 5 % des Bruttoumsatzes) an das Factoringinstitut verglichen werden. Neben den Vorteilen des bankenunabhängigen und des umsatzkongruenten Finanzierens, der drastischen Reduzierung des Forderungs­bestandes, der Skontoausnutzung bei Lieferantenrechnungen, der Verbesserung des eigenen Bonitätsindexes mit Außenwirkungen bei Wirtschaftsauskunfteien durch stark verbessertes Zahlungsverhalten stellt die verbesserte Eigenkapitaldarstellung durch die verkürzte Bilanzsumme ein bedeutendes Entscheidungskriterium bei der Wahl der Factoring­finanzierung dar.

Abb. 5: Bilanzvergleich Factoringfinanzierung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: eigene Darstellung

Diese vereinfachte Bilanzdarstellung soll die Wirkungsweise von Factoring darstellen.

Die Bilanz wird verkürzt indem der Posten „Forderungen“ durch den Verkauf der Forderungen an den Factor entfällt und die kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit liquiden Mitteln aus dem Verkauf beglichen werden können. Dadurch erhöht sich die Eigenkapitalquote.[84]

Neben den teilweise hohen Factoringgebühren ist bei dieser Finanzierungsform die Kundenakzeptanz für dieses Verfahrens als negativer Punkt zu nennen.

4.4 Bilanzoptimierung durch Bestandsoptimierung

Eine zentrale Herausforderung der Materialwirtschaft besteht heute darin, die Beschaffung und Bereitstellung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe dahingehend zu steuern, daß eine produktionssynchrone Produktion möglich ist. Bestände im Lager binden Kapital auf kurze und längere Zeit. Es sollte daher Ziel sein, die Bestellungen für Rohmaterial weitgehend zeitlich so zu optimieren, dass die Lagerdauer vor dem Produktionseinsatz möglichst kurz ist. Dabei ist jedoch kritisch festzuhalten, dass in Branchen mit hohen Fehlmengenkosten (z. B. Automobilindustrie – z. B. durch Bandstillstand) dies nur bedingt möglich ist. Nach langer Lagerdauer führen hohe Bestände in der Praxis teilweise zu Verderb oder aufgrund von veränderten Kundenwünschen zu Unbrauchbarkeit für die eigene Produktion. Die Minimierung der Bestände schafft eine Verbesserung der Liquidität und daraus folgernd einen effizienten Einsatz von Eigen- oder Fremdkapital für Investitionen. Des weiteren ist die als Kapitalbindung bekannte Kennzahl ein Indikator dafür, wie gut ein Unternehmen mit dem tatsächlich eingesetzten Kapital Umsatz erwirtschaftet. Infolgedessen kann durch sie für eine Bank oder eine Ratingagentur auch eine Aussage darüber getroffen werden, wie effektiv ein Unternehmen investiert. Je niedriger die Lagerhaltung und Vorratsquote an RHB, Halb- und Fertigprodukte, desto niedriger sind die Kapitalbindungskosten.[85]

Eine erste Maßnahme der Bestandsoptimierung wäre daher die Überprüfung aller Sicherheitsbestände und deren genaue Anpassung an vergangene Nachfrageschwankungen der Kunden. Eine detaillierte Nachfrageplanung und die Wahl kleinerer kundenorientierter Losgrößen kann sinnvoll. Ein Instrument der Bestandsoptimierung ist die ABC-XYZ- Analyse. Hierbei werden die Materialien nach der Höhe des Einkaufswertes und dem Grad der Vorhersagegenauigkeit eingeteilt. Ziel ist es, Materialien mit niedrigem Einkaufswert und niedriger Vorhersagegenauigkeit zu bevorraten und Materialien mit hohem Einkaufswert und hoher Voraussagegenauigkeit produktionssynchron zu beschaffen. Mit Hilfe von Rahmenverträgen mit Kunden kann die Prognosequalität verbessert und verstärkt auftragsgesteuert produziert werden.[86]

4.5 Internationale Bilanzierungsform IAS

Unternehmenszahlen nach IAS[87] - Standard spiegeln den wahren Wert und Zustand des Unternehmens präziser wider, da z. B. Entwicklungsinvestitionen auf der Gewinnseite einbezogen, Patente mit dem Marktwert eingestellt oder Vermögenswerte nach dem Zeitwert bewertet werden. Da die Kreditwürdigkeit eines Unternehmens zukünftig wohl verstärkt sowohl national als auch international anhand von Branchenvergleichszahlen ermittelt wird, werden Betriebe mit einer transparenten IAS- Bilanz positive Auswirkungen auf ihr Rating erzielen.[88]

Abbildung 5 soll nachfolgend an ausgewählten Beispielen verdeutlichen, wie IAS das Eigenkapital erhöht und Transparenz fördert.

Abb. 6: Beispiele zur Wirkungsweise nach IAS- Bilanzierung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: eigene Darstellung (in Anlehnung an Hanske 2007:50)

Festzuhalten aus der Abbildung 5 ist die Tatsache, dass die Bilanzierung nach IAS wesentlich zeitnaher und marktgerechter erfolgt. Unter der Gesamtbetrachtung der o. g. Beispiele kann gesagt werden, dass sich das Unternehmen bilanziell erfolgreicher darstellt.

4.6 Nutzung öffentlicher Förderprogramme

Gerade in der Anfangsphase einer Unternehmensgründung oder bei schlechter Ratingeinstufung durch die Bank bzw. extern durch eine Ratingagentur sollte der Unternehmer sich auch um öffentliche Fördermöglichkeiten bemühen.

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bzw. die KfW-Mittelstandsbank bieten umfassende Förderprogramme an um die Wettbewerbsfähigkeit von mittelständischen Unternehmen zu stärken. Hierzu zählen insbesondere Darlehen[89] mit einem Zinssatz unter Marktkonditionen, langer Laufzeit, variablen Tilgungsformen sowie teilweise ohne Ausweis von Sicherheiten. Auch Programme zur Erleichterung des Zugangs zu weiterem Fremdkapital über Bürgschaften können in Anspruch genommen werden.[90] Zu beachten ist hierbei jedoch, dass diese Förderprogramme meist an bestimmte Aufgaben (z. B. Schaffung von Arbeitsplätzen, Umweltschutzmaßnahmen, etc.) geknüpft sind.

5 Zusammenfassung und Beurteilung

Vertrauenskredite gehören der Vergangenheit an. Ein Rating ist bereits heute und wird zukünftig noch mehr Voraussetzung für die Finanzierung sein. Vor allem mittelständische Unternehmen, die nach wie vor einen Großteil ihrer Investitionen über klassische Bankkredite realisieren, müssen sich der Tatsache bewusst werden, dass das Ratingergebnis Basis für die Ermittlung des zu zahlenden Zinssatzes ist. Dabei sollte der Unternehmensleitung bewusst sein, dass ein Ratingergebnis gestaltbar und optimierbar ist. Finanzierungsalternativen wie Leasing oder Maßnahmen im Bereich der Beteiligungsfinanzierung können maßgeblich zur Erhaltung einer guten Eigenkapitalquote beitragen. Gerade im Bereich der Mitarbeiterbeteilungsfinanzierung könnten auch mittelständische Unternehmen in der Zukunft noch Potential aufdecken. Die Eigenkapitalquote kann im quantitativen Teil des Ratings als Schlüsselkennzahl für Banken und Ratingagenturen dienen. Sie gibt an, zu welchem Grad das Unternehmen in der Lage ist Risiko zu tragen.

Diese Arbeit hat die Bedeutung der qualitativen Faktoren bei einem Unternehmens­rating nicht näher beleuchtet. Die Analyse der Managementqualität oder des Marktrisikos für die Produkte ist aber v. a. bei bankinternen Ratings mittlerweile ein gewichtiger Bestandteil und hinsichtlich der mittel- und langfristigen Entwicklung eines Unternehmens für die Beurteilung entscheidend.

Bei der Überlegung bezüglich eines detaillierten externen Ratings sollte sich ein mittelständisches Unternehmen der Nutzenpotentiale bewusst sein. Hierbei können beeinflussbare eigene Schwächen und Stärken aufgedeckt werden, sowie unbeeinflussbare Chancen und Risiken der Produkte, des Marktes, einzelner Unternehmensbereiche oder der Wettbewerber aufgezeigt werden. Ferner kann ein Rating auch als aktives Instrument des positiven Beziehungsmanagements zu den Stakeholdern (Kunden, Lieferanten, Gesellschafter, Kommune, etc.) des Unternehmens eingesetzt werden.

Kritisch muss jedoch angemerkt werden, dass es gerade für mittelständische Unternehmen mit einem begrenzten Volumen an freien finanziellen Mitteln und Personal eine Herausforderung darstellt, verwertbare und exakte Daten aus dem Unternehmen zu sammeln und für die entsprechende Ratingagentur verfügbar zu machen.

Auf der Nutzenseite sollte aber wiederum bedacht werden, dass die Auseinandersetzung und die aktive Gestaltung hin zu einem positiven Ratingergebnis bei konsequenter Anwendung die Überlebensfähigkeit des Unternehmens und die Steigerung des Unternehmenswertes sicherstellt.

20. März 2008

© Markus Mangold

Literaturverzeichnis

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Anhang

Abb. 7: Drei Säulenmodell Basel 2

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: FMA Finanzaufsicht (2008)

Abb. 8: Gewichtung der Eigenkapitalhinterlegung nach Standard & Poor`s

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: eigene Darstellung (in Anlehnung an Müller 2004: 19)

Abb. 9: Ratingskalen großer externer Ratingagenturen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: o. V. (2002)

Abb. 10: Kriterienkataloge verschiedener Rating-Institutionen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: eigene Darstellung (in Anlehnung an Gleißner/Füser 2003:94)

Abb. 11: Struktur der Bilanz

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Keiner (2001:191)

Abb. 12: Finanzplanung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Lindemann (2001:139)

Abb. 13: Kennzahlen für Bestände

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: eigene Darstellung (in Anlehnung an Trebstein 2007)

Abb. 14: Darlehensformen der KfW Mittelstandsbank

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Heim (2006:161)

[...]


[1] Vgl. Wallau (2006:17), Wildemann (2005:233)

[2] Vgl. Deutscher Sparkassen und Giroverband (2005:4)

[3] Vgl. Brinkkötter (2007:1)

[4] Vgl. Brödermann/Dietze/Stroomann (2003:11)

[5] Bonität bezeichnet die Fähigkeit eines Schuldners aufgenommene Kredite einschließlich der Zinsen vereinbarungsgemäß in der Höhe und der Fälligkeit zurückzuzahlen

[6] Vgl. Keiner (2001:12)

[7] Hundt (2003:Vorwort)

[8] to rate (engl.): einschätzen, bewerten

[9] vgl. Müller (2004:1f)

[10] vgl. KfW Bankengruppe (2003:8)

[11] vgl. Scheffler (2006:2f.)

[12] vgl. Leitinger/Schwaiger (2003:11)

[13] vgl. Müller (2004: 23ff., 58f.)

[14] vgl. Helmel u.a. (2006:3ff.)

[15] vgl. Brockhaus (2002:20)

[16] vgl. Hanske (2007:19)

[17] vgl. Heim (2006:25)

[18] vgl. Hanske (2007:19f.)

[19] vgl. Schneck/Morgenthaler/Yesilhark (2003:17)

[20] vgl. Müller (2004:12)

[21] vgl. vgl. Heim (2006:27)

[22] vgl. zur Veranschaulichung Abbildung 7 im Anhang

[23] z.B. Ratingagenturen Standard & Poor`s, Moodys, Fitch

[24] vgl. Schneck/Morgenthaler/Yesilhark (2003:27)

[25] vgl. Müller (2004:15ff.)

[26] vgl. Hanske (2007:22)

[27] Paul/Stein (2002:35)

[28] Brödermann/Dietze/Stroomann (2003:20)

[29] vgl. Heim (2006:34f.)

[30] vgl. Abbildung 8 im Anhang

[31] vgl. Herke (2006)

[32] Internal Ratings based

[33] vgl. Heim (2006:32f.)

[34] vgl. Leitinger/Schwaiger (2003:16)

[35] vgl. Hundt/Neitz/Grabau (2003:20f.)

[36] vgl. Paul/Stein (2002:92)

[37] Schneck/Morgenthaler/Yesilhark (2003:71)

[38] vgl. Schneck/Morgenthaler/Yesilhark (2003:71)

[39] Kreditanstalt für Wiederaufbau

[40] zur Erläuterung der Ratingstufen vgl. auch Abbildung 9 im Anhang

[41] vgl. KfW (2004:o.S.) zit. n. Koop/Mauer (2006:44)

[42] vgl. Koop/Mauer (2006:46f.)

[43] vgl. Helmel u.a. (2006:45)

[44] vgl. Leitinger/Schwaiger (2003:23), Hanske (2007:24f.)

[45] vgl. hierzu auch ergänzend Abbildung 10 im Anhang

[46] vgl. Lindemann u.a. (2001:116ff.)

[47] vgl. Heim (2006:101)

[48] vgl. Lindemann u.a. (2001:117ff.)

[49] vgl. Benzel/Auner-Fellenzer (2007:38)

[50] vgl. Keiner (2001:204f.)

[51] Benzel/Auner-Fellenzer (2007:26)

[52] vgl. zur Veranschaulichung Abbildung 11 im Anhang

[53] vgl. Keiner (2001:190ff.)

[54] vgl. Gleißner/Füser (2003:145f.)

[55] vgl. Benzel/Auner-Fellenzer (2007:32)

[56] vgl. Presber/Stengert (2002:157)

[57] vgl. Heim (2006:94)

[58] vgl. Presber/Stengert (2002:158) i. V. m. Keiner (2001:196f.)

[59] vgl. Hanske (2007:32)

[60] vgl. Heim (2006:97)

[61] vgl. Gleißner/Füser (2003:147)

[62] vgl. Lindemann u.a. (2001:133)

[63] vgl. zur Veranschaulichung Abbildung 12 im Anhang

[64] vgl. Lindemann u.a. (2001:135ff.)

[65] vgl. Keiner (2001:267ff.)

[66] vgl. Lindemann u.a. (2001:143ff.)

[67] vgl. Keiner (2001:273f.)

[68] vgl. Lindemann u.a. (2001:147ff.)

[69] vgl. IHK Schwerin (o. J.:2) zit. n. Helmel u.a. (2006:41)

[70] vgl. Puttkamer (2001:28) zit. n. Helmel u.a. (2006:41)

[71] Jorns (o. J.:Folie 13)

[72] vgl. Schneck/Morgenthaler/Yesilhark (2003:77)

[73] vgl. Schneck/Morgenthaler/Yesilhark (2003:78,99)

[74] vgl. Heim (2006:149f.)

[75] vgl. Müller (2004:92)

[76] vgl. Brödermann/Dietze/Stroomann (2003:52f.)

[77] vgl. Gündel & Katzorke Rechtsanwaltsgesellschaft mbH (o.J.)

[78] dt.: Privates Beteiligungskapital

[79] vgl. Brödermann/Dietze/Stroomann (2003:50ff.)

[80] vgl. Varnholt (2007:40ff.) i. V. m. Koop/Maurer (2006:76f.) i. V. m. Heim (2006:155)

[81] vgl. Gleißner/Füser (2003:358)

[82] vgl. Varnholt (2007:62)

[83] vgl. Gleißner/Füser (2003:359f.)

[84] vgl. Varnholt (2007:60ff.) i. V. m. Heim (2006:152)

[85] vgl. zur Veranschaulichung Abbildung 13 im Anhang

[86] vgl. Varnholt (2007:76ff.)

[87] International Accounting Standards

[88] vgl. Hanske (2007:49)

[89] vgl. zur Veranschaulichung Abbildung 14 im Anhang

[90] vgl. Hanske (2007:51f.)

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Details

Titel
Das Rating für mittelständische Unternehmen und Darstellung von Ansätzen zur Erzielung eines erfolgreichen Unternehmensratings
Untertitel
Wettbewerb um Fremdkapital
Hochschule
Duale Hochschule Baden-Württemberg Heidenheim, früher: Berufsakademie Heidenheim  (Berufsakademie Heidenheim)
Veranstaltung
Finanz- und Rechnungswesen
Note
1,8
Autor
Jahr
2008
Seiten
45
Katalognummer
V111605
Dateigröße
841 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Wettbewerb, Fremdkapital, Bedeutung, Ratings, Unternehmen, Darstellung, Ansätzen, Erzielung, Unternehmensratings, Berücksichtigung, Aspekte, Finanz-, Rechnungswesen
Arbeit zitieren
Markus Mangold (Autor), 2008, Das Rating für mittelständische Unternehmen und Darstellung von Ansätzen zur Erzielung eines erfolgreichen Unternehmensratings, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/111605

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