Analyse des kostenpflichtigen WCMS Imperia im Vergleich - Content-Management-Systeme und CMS-Evaluation


Seminararbeit, 2007
21 Seiten, Note: 2,3

Leseprobe

Inhalt

1 Einleitung und Thema der Arbeit

2 Vorstellung der beiden CMS-Lösungen Imperia und TYPO3
2.1 Exkurs Online-Demo Imperia
2.1.1 Einrichten von Dokumenten und Content-Publikation
2.1.2 Betrachtung Work-Flow-Engine: CMS Imperia
2.2 Exkurs Typo3
2.2.1 Einrichten von Dokumenten und Content-Publikation

3 Vergleich beider Systeme
3.1 Schwächen und Stärken des CMS Imperia
3.2 Schwächen und Stärken des CMS Typo3

4 Fazit

5 Quellen
5.1 Bildquellen
5.2 Internet-Quellen

1 Einleitung und Thema der Arbeit

Im Rahmen dieser Seminar-Arbeit, sollen zwei Content-Management-Systeme (CMS) verglichen und bezüglich ihrer Einsatzgebiete und -möglichkeiten betrachtet werden.

In erster Linie soll in dieser Arbeit auf eine Evaluierung des kostenpflichtigen CMS „IMPERIA“ hin gearbeitet werden. Um dies zu erreichen, wird das oben genannte System analysiert und mit einem anderen, populären, kostenfreien CMS verglichen. „TYPO3“ ist eine kostenfreie Open-Source-Lösung und kommt wie auch Imperia auf verschiedenen Gebieten zum Einsatz.

Der direkte Vergleich kann dazu dienen, Unterschiede aufzuzeigen und somit herauszufinden, welches System Stärken bzw. Schwächen in der Handhabung im redaktionellen Alltag aufweist. Im Vorfeld muss aber vorausgeschickt werden, dass die Auswahl einer Content-Management-Lösung stark von den Anforderungen an das zu realisierende Projekt abhängt.

Für ein Projekt, das beispielsweise in eine bestehende Infra-Struktur eingegliedert werden soll oder als Erweiterung für bereits bestehende, sich wiederholende Prozesse ohne Individualisierung funktioniert, ist es sicher einfacher, auf ein standardisiertes System mit geringem Betriebs - und Einarbeitungsaufwand zurück zugreifen.

Im Hinblick auf laufende betriebliche Kosten bei bequemer Abbildung mehrschichtiger Prozesse könnte in einem solchen Fall die Anschaffung eines einfach zu erlernenden dafür aber kostenpflichtigen CMS sinnvoll sein. Verlockend sind hingegen die geringen Anschaffungskosten einer Open-Source-Lösung wie TYPO3, bei mittlerweile oft gleichem Funktionsumfang.

Aleksander Stojanovic nimmt in einem Artikel einige der oben kurz genannten Aspekte auf und kommt bei der Betrachtung einer Open-Source-Lösung unter anderem zu folgender Erkenntnis:

„Gegenüber kommerziellen Systemen verfügen Open Source Lösungen über einige interessante Merkmale. Dies ist nicht nur der frei verfügbare Quellcode, sondern zum Beispiel auch eine höhere Zukunftssicherheit, da hier normalerweise kein Unternehmen, sondern eine Community die Weiterentwicklung unabhängig von finanziellen Aspekten sicherstellt.[1]

Des Weiteren werden im zitierten Text verschiedene Argument für bzw. gegen den Einsatz beider Lösungen vorgebracht. Ein direkter Vergleich scheint daher ohne eine Anforderungsdefinition nicht sinnvoll. Aus diesem Grunde werde ich die grundlegenden Unterschiede der beiden Systeme, zum Beispiel in der Organisation des Work-Flow, beschreiben und in Bezug setzen.

2 Vorstellung der beiden CMS-Lösungen Imperia und TYPO3

Imperia bietet grundsätzlich zwei Standardlösungen des Dokument-Managements.

Zum einen gibt es eine ECMS[2] - und zum anderen eine WCMS[3] -Lösung. Beide Lösungen lassen sich durch Erweiterungs-Module miteinander verzahnen. Mit diesem Angebot stellt Imperia grundsätzlich das zur Verfügung, was den Einsatz eines kostenpflichtigen CMS rechtfertigen könnte. Der schnelle Aufbau einer Webseiten-Struktur durch grundlegendes Web-Content-Management und „Zentralisiertes Know-How“ (Stojanovic 2006a) auf Herstellerseite. Sowie die weiterführende Integration verschiedener Module, um die Erweiterung auf ein spezialisiertes Web-Angebot zu gewährleisten. In diesem Fall dient das Angebot, beide Bereiche der Dokument-Verwaltung abzudecken als transparentes Argument gegenüber den Kunden. Als kommerzieller Anbieter auf dem Feld gängiger CMS-Lösungen positioniert sich Imperia primär durch kundenfreundliche, für den Anwender bequeme Abläufe. Von der Bestellung bis hin zum Support, der neben der Lösung technischer Probleme auch das Durchführen von Schulungen mit einschließt.

TYPO 3 beschränkt sich nicht auf das Anbieten zweier Produktzweige, sondern stellt dem Kunden eine recht umfassende Lösung in Form eines kostenfreien CMS zur Verfügung. Natürlich lassen sich die oben genannten Arten der Dokument-Verwaltung mit TYPO 3 ebenfalls realisieren, aber dazu bedarf es eines gewissen Aufwandes in der Programm-Struktur (Core) des CMS.

„Mit TYPO3 loszulegen erfordert Zeit und Hingabe. Es bietet viele viele Möglichkeiten und ist ausgesprochen mächtig. Aber keine Angst, die Dokumentation ist sehr gut. Aber es wird seine Zeit brauchen, bis Sie durch die Referenzen und Tutorials durch sind - 1600 Seiten immerhin, und es werden mehr...[4]

Mit der Skript-Sprache Typo-Script, lassen sich verschiedene Anwendungen in TYPO3 implementieren. Support bei auftretenden Problemen ist im Gegensatz zu Imperia oftmals nur in Themen-Foren zu bekommen. Hier spiegelt sich der Open-Source-Grundgedanke wider. Schließlich kann jeder an der Weiterentwicklung des Systems arbeiten, was zur Folge hat, dass viele Probleme und Lösungen von verschiedenen Standpunkten aus betrachtet werden. Das Innovations-Potential ist also insgesamt höher einzustufen. Zudem gibt es bereits viele Unternehmen, die TYPO3 im Einsatz haben und Erfahrungsberichte liefern können.

2.1 Exkurs Online-Demo Imperia

Zum Kennenlernen der Imperia-Struktur bietet das Unternehmen eine Online-Demo des CMS an. Den ganzen Funktionsumfang der Software kann man in der Demo-Version nicht erfassen, aber sie ist hilfreich um einen ersten Eindruck über die grundlegenden Funktionalitäten zu bekommen. Hervorgehoben werden die Anmutung und Nutzerfreundlichkeit des Front-Ends und die strukturelle Verständlichkeit des Back-Ends.
Die Online-Demo ist mit einer Live-Ansicht verknüpft, so dass man die vorgenommenen Änderungen direkt in einer Preview sehen kann. Die Eingabe des Contents erfolgt im Front-End mit den Stil-Angaben der Browser-Preview (siehe Abb8). Der alltägliche Arbeitsablauf ist somit realitätsnah am Endprodukt abgebildet.

Einloggen kann sich jeder interessierte User, ohne die CMS-Software vorher auf seinem Rechner installieren zu müssen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1 Login: Demo-Version Imperia

Nach dem Einloggen bekommt der User Zugriff auf den Content-Management-Bereich (Back-End) des CMS (siehe Abb2), um dort ein neues Dokument anzulegen oder einen neuen Work-Flow als Prozess zu definieren.

Imperia wirbt mit dem Zusatz ein prozessorientiertes CMS bereitzustellen. Auf der Unternehmens-Seite heißt es dazu:

„Interne Prozesse steuern die Erfassung, Weitergabe oder Veröffentlichung von Informationen in jedem Unternehmen. Ein [...] Content Management System orientiert sich an diesen Arbeitsabläufen [...][5]

Zur Verdeutlichung wird auf der Web-Site ein typischer Arbeitsablauf zur Erstellung eines Dokumentes und dessen Publikation beschrieben. Eine detaillierte Nachzeichnung dieses Prozesses würde zu weit führen, so dass im Folgenden nur die Funktionen im Back-End erläutert werden. Die grundlegenden Arbeitsabläufe im CMS ändern sich nicht, so dass ein kurzer exemplarischer Exkurs zur Erklärung der Funktionsweise ausreichen müsste. Nach Herstellerangaben bietet Imperia Vorteile bei der Reproduktion und Erweiterung bestehender Prozesse durch eine Work-Flow-Engine (siehe Abb7).

Dementsprechend werden diese Rahmen-Funktionen exponiert in der linken Navigation dargestellt (siehe Abb2). Alle dem Navigationspunkt zugewiesenen Elemente finden sich auch im mittleren Bereich wieder. Um nun einen neuen Prozess zu definieren oder ein Dokument zu erstellen, klickt der User auf das entsprechende Icon - entweder in der Navigation oder im Mittel-Bereich.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2 Dokumentverwaltung im Back-End

Die Anmutung ist recht übersichtlich, der Nutzer sieht, was er tut. Imperia erfüllt damit bereits in den ersten Schritten der Content-Produktion die Anforderungen eines WhatYouSeeIsWhatYouGet-Editors (WYSIWYG) zur Erstellung von Web-Seiten und arbeitet Objekt orientiert.

Der Vollständigkeit halber werden nun kurz die einzelnen Icons erläutert (siehe Nummerierung in Abb2).

1. Icon „Dokument erzeugen“

2. Icon „Schreibtisch“

3. Icon Media-Datenbank

Zu 1. Durch Auswahl dieses Icon wird dem Redakteur eine kurze Auswahl erzeugt, in der er eine Rubrik für die Publikation des neuen Dokumentes wählen kann. Zur Auswahl stehen z.B. Nachrichten, Stellenangebote etc. (siehe Abb3).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3 Ansicht Neues Dokument erzeugen/Auswahl der Rubrik-

Zu 2. Unter dem Punkt Schreibtisch erhält der Redakteur eine Übersicht aller Dokumente und deren Status. Er kann hier die aktuellen Dokumente verwalten, veröffentlichen oder sperren (siehe Abb4). Zur Verwaltung der Dokumente, gehört hier auch die Einsichtnahme in den jeweils aktuellen (Grid) und folgenden Schritt in der Work-Flow-Kette.

[...]


[1] Quelle: www.contentmanager.de

[2] ECMS Enterprise-Content-Management-System

[3] WCMS Web-Content-Management-System

[4] Quelle: http://typo3.com/

[5] Quelle: http://imperia.de/produkt/

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten

Details

Titel
Analyse des kostenpflichtigen WCMS Imperia im Vergleich - Content-Management-Systeme und CMS-Evaluation
Hochschule
Technische Hochschule Köln, ehem. Fachhochschule Köln  (Institut für Informations- und Kommunikationswissenschaften )
Veranstaltung
Content-Management-Systeme und CMS-Evaluation
Note
2,3
Autor
Jahr
2007
Seiten
21
Katalognummer
V111630
ISBN (eBook)
9783640096763
ISBN (Buch)
9783640137121
Dateigröße
1764 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Analyse, WCMS, Imperia, Vergleich, Content-Management-Systeme, CMS-Evaluation
Arbeit zitieren
Oliver Tissen (Autor), 2007, Analyse des kostenpflichtigen WCMS Imperia im Vergleich - Content-Management-Systeme und CMS-Evaluation, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/111630

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