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Häusliche sexuelle Gewalt gegen Kinder. Ursachen, Folgen und Präventionsmöglichkeiten

Titel: Häusliche sexuelle Gewalt gegen Kinder. Ursachen, Folgen und Präventionsmöglichkeiten

Magisterarbeit , 2007 , 122 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Sergej Küstner (Autor:in)

Pädagogik - Familienerziehung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Gewalt in der Familie ist bereits seit längerer Zeit Thema des öffentlichen Interesses. Sie behindert Leben und Entwicklung in Familien. Eine Gewaltbeziehung ist ein langer Prozess, an dessen Beginn oft Liebe oder vermeintliche Liebe steht. Heute wissen wir, dass sie zahlreiche Gesichter hat und in unterschiedlichen Ausprägungen in vielen Familien vorkommen kann.
In den letzten Jahren hat sich in Deutschland der institutionelle Umgang mit häuslicher Gewalt
verändert. 2002 ist ein neues Gewaltschutzgesetz in Kraft getreten, neue politische Handlungsstrategien wurden eingesetzt, es entstanden lokale Instanzen, auch neue Interventions- und Präventionskonzepte wurden erprobt.
Sind die kindlichen Opfer die Täter nächster Generation? Werden Opferrollen schon in der
Kindheit erlernt? Gibt es einen Kreislauf der Gewalt?
Trotz des breiten Echos in der Öffentlichkeit ist das Thema "Kindermisshandlung" aufgrund der
zahlreichen Literatur nur schwer zu überblicken. Sowohl dem Laien als auch dem Fachmann fällt
es nicht leicht, eine realistische Einschätzung dieses Problems zu erhalten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I) Einleitung

1) Einführung

2) Arbeitsweisen und Methoden

3) Historischer Verlauf und Entwicklung der Forschung zur häuslichen Gewalt

II) Zur Diskussion der Begriffsbestimmungen

1) Definition des Begriffes ,,familiäre Gewalt’’

2) Definition, Ursachen und Folgen von ,,Aggression’’

3) Definition des Begriffes ,,Prävention’’

III) Formen des brutalen Umgangs mit Kindern in Familien

1) Gewaltarten gegen Kinder

1.1) Körperliche Misshandlung

1.2) Psychische Misshandlung

1.3) Vernachlässigung und emotionale Ausbeutung

1.4) Sexueller Missbrauch

2) Formen des sexuellen Missbrauchs, seine Besonderheiten und Bedeutungen

2.1) Das Problem der unterschiedlichen Termini des sexuellen Missbrauchs

2.2) Pädophilie

2.3) Nötigung und Notzucht

2.4) Inzest

3) Gewalt zwischen Eltern und ihre Folgen für die Kinder

4) Züchtigung – notwendiges Erziehungsmittel?

5) Verbreitungsgrad des Kindermissbrauchs

5.1) Hellfeld- und Dunkelfelddaten

5.2) Ausmaß und Häufigkeit der familiären Gewalt

IV) Epidemiologie

1) Ursachen von Gewalt und ihre Entstehung

1.1) Das Zusammenspiel von Risiko- und Schutzfaktoren

1.2) Einfluss der gesellschaftlichen Faktoren, Isolation und Desintegration der Familie

1.3) Wirtschaftliche und soziale Probleme

1.4) Aggressivität, Stressfaktoren, Emotionen

1.5) Gewalt in der familiären Interaktion

1.6) Gewalt gegen die Mutter – zusätzliches Risiko für Kinder?

1.7) Macht- und Rollenstrukturen der Familie

1.8) Autoritäre Erziehung

1.9) Lebensgeschichtliche Erfahrungen und Erlebnisse der Eltern und ihre Weitergabe im Erziehungsprozess

1.10) Gewalt – spezifisches Problem der Unterschichten und/oder Migrationsfamilien?

1.11) Bedingungen, Voraussetzungen und Motive für sexuellen Missbrauch in Familien

1.12) Die Mutter - Initiator oder Komplizin des Kind-Vater-Inzests?

2) Verhaltensweisen, Persönlichkeit und Einordnung von Täter/Innen und Opfer/Innen

2.1) Tätereigenschaften

2.2) Tätertypen

2.3) Geschlechtsspezifischer Vergleich der Täter

2.4) Täterstrategien

2.5) Opfermerkmale

V) Auswirkungen und Konsequenzen der Gewalt

1) Kurz- und langfristige Folgen

2) Physische und geistige Folgen

3) Der Einfluss der häuslichen Gewalt auf die Psyche des Kindes

4) Gewalterfahrungen, Verhaltensweisen und Reaktionen des Kindes

5) Familiäre Konflikte, Isolation und Trennung

6) Flucht aus dem Elternhaus

7) Folgen sexueller Gewalt

VI) Prävention und Intervention

1) Möglichkeiten und Modelle einer wirksamen Vorbeugung und Kontrolle

2) Pädagogisch-therapeutische Ebene

3) Beratungstechniken und -methoden

4) Therapiemodelle

4.1) Einzeltherapie

4.2) Gruppenbehandlung

4.3) Familiensitzungen

4.4) Männergruppen

4.5) Paartherapie

5) Elternschulungen und Aus- und Fortbildung von Fachkräften

6) Selbstverteidigungsprogramme und Unterstützung von Elterngruppen

7) Verbesserung der Lebensbedingungen von Familien und Veränderung des Erziehungsklimas

8) Reintegration der Familie und Veränderung der familiären Rollensstruktur

9) Zufluchtsorte

9.1) Fremdunterbringung des Kindes

9.2) Kinderschutzzentren

9.3) Familienkrisenzentren

10) Krisenintervention durch die Polizei

11) Juristische Möglichkeiten und Maßnahmen

11.1) Allgemeine gesetzliche Regelungen

11.2) Gewaltfreie Erziehung

11.3) Wohnungsverweis

11.4) ,,Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung’’

11.5) Strafverfolgung

11.6) Diversionsverfahren

11.7) Meldegesetze

VII) Schlussfolgerungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen der elterlichen Gewalt gegen Kinder, mit einem besonderen Schwerpunkt auf sexuellem Missbrauch und dessen Verbindung zu physischer Gewalt. Die Forschungsfrage fokussiert darauf, wie familiäre Gewalt entsteht, welche Faktoren sie begünstigen, wie Kinder sie erleben und verarbeiten, und welche Präventions- sowie Interventionsmöglichkeiten zur Bewältigung dieser Problematik existieren.

  • Analyse der verschiedenen Formen familiärer Gewalt gegen Kinder
  • Untersuchung der Ursachen und Entstehungsprozesse von Gewalt in Familien
  • Erforschung der psychischen und physischen Folgen für betroffene Kinder
  • Evaluation von Präventionsmodellen und Interventionsstrategien im pädagogisch-therapeutischen und juristischen Bereich

Auszug aus dem Buch

1.2) Einfluss der gesellschaftlichen Faktoren, Isolation und Desintegration der Familie

Häufig sind es gesellschaftliche Veränderungen, die die Lebensbereiche der Menschen umstrukturieren und als Ursachen für gewalttätiges Verhalten angesehen werden. Zu den gesellschaftsstrukturellen Ursachen von Gewalt zählt man die allgemeine gesellschaftliche Erwartung von Gehorsam, Unterordnung und Anpassung, aber auch soziale Ungleichheit und gesellschaftliche Benachteiligung von Bevölkerungsgruppen sowie deren Beeinträchtigung von Lebenschancen durch Bildungs- und Sozialpolitik. Im Grunde genommen handelt es sich hier um strukturelle Gewalt, die keine direkten Akteure benötigt und dabei nicht unmittelbar als Gewaltausübung erkennbar wird.

Kinder sind auf verschiedenste Art und Weise struktureller Gewalt ausgesetzt; sie wohnen z.B. in zu teuren, zu engen und/oder zu hellhörigen Wohnungen. Darüber hinaus haben gesundheitsschädigende Belastungen von Boden, Wasser und Luft besonders auf Kinder extreme Auswirkungen. Strukturelle Belastungen mit enormen finanziellen Folgen sind häufig in Trennungssituationen sichtbar. Die Trennung oder Trennungsabsichten des Partners können also den anderen Partner zu gewalttätigen Handlungen (auch gegen die Kinder) bewegen.

Eine wichtige Rolle für die Entstehung von Kindermisshandlung spielen die soziale Isolation und gesellschaftliche Desintegration der Familie. Nachbarschaften mit hoher Misshandlungsrate sind gekennzeichnet durch eine gestörte Gemeinschaft, mangelnde Beziehungen und unfreundliche Einstellungen zwischen den Nachbarn, schnellen Wechsel des Wohnraums bzw. -ortes, unzureichenden Kontakte zu sozialen Einrichtungen (z.B. Schulen) sowie soziale und emotionale Überforderung der einzelnen Familien. Jede dieser Familien muss sich mit gleichen Problemen und Konflikten auseinandersetzen und kann deshalb ihren Nachbarn nicht helfen.

Zusammenfassung der Kapitel

I) Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Entwicklung der Forschung zur Gewalt gegen Kinder ein und skizziert das Ausmaß dieses universellen sozialen Problems.

II) Zur Diskussion der Begriffsbestimmungen: Das Kapitel erörtert die Komplexität und Vielfalt des Gewaltbegriffs sowie die Notwendigkeit präziser Definitionen für Forschung und Intervention.

III) Formen des brutalen Umgangs mit Kindern in Familien: Es werden verschiedene Gewaltarten (körperlich, psychisch, sexuell, Vernachlässigung) detailliert beschrieben und deren Zusammenhänge beleuchtet.

IV) Epidemiologie: Dieses Kapitel analysiert die Ursachen und Entstehungsbedingungen von Gewalt sowie Tätermerkmale und Opfererfahrungen im Kontext sozialer und familiärer Faktoren.

V) Auswirkungen und Konsequenzen der Gewalt: Der Fokus liegt auf der psychischen und physischen Belastung des Kindes, traumatischen Erlebnissen sowie langfristigen Folgen der Misshandlung.

VI) Prävention und Intervention: Das Kapitel stellt verschiedene Modelle der Vorbeugung, therapeutische Ansätze, Beratungskonzepte und juristische Maßnahmen zur Hilfe für betroffene Familien dar.

VII) Schlussfolgerungen: Eine abschließende Betrachtung, die betont, dass Gewalt in Familien kein schichtspezifisches Problem ist und eine effektive Prävention die Komplexität gesellschaftlicher und familiärer Interaktionen berücksichtigen muss.

Schlüsselwörter

Häusliche Gewalt, Kindermisshandlung, sexueller Missbrauch, Inzest, Prävention, Intervention, strukturelle Gewalt, elterliche Erziehung, Kindeswohl, psychische Folgen, Vernachlässigung, familiäre Konflikte, Tätermerkmale, Opferrolle, Sozialisation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt das komplexe Thema der häuslichen Gewalt, insbesondere sexueller Gewalt gegen Kinder, deren Ursachen, Folgen und die Möglichkeiten der Prävention.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Formen der Kindermisshandlung, die epidemiologischen Hintergründe, die psychischen und physischen Auswirkungen auf betroffene Kinder sowie die institutionellen Interventionsmodelle.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, Begleiterscheinungen, Hintergründe und Folgen familiärer Gewalt zu verstehen und Lösungswege bzw. Maßnahmen für die Verarbeitung und Prävention zu erarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer umfassenden Literaturanalyse soziologischer, psychologischer und pädagogischer Erkenntnisse zum Themenkomplex Gewalt in Familien.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden verschiedene Gewaltformen, die Ursachensuche (Risiko- und Schutzfaktoren), die Auswirkungen auf die kindliche Psyche sowie pädagogisch-therapeutische und juristische Interventionsmöglichkeiten detailliert erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Häusliche Gewalt, Kindermisshandlung, sexueller Missbrauch, Prävention, Intervention, Kindeswohl und soziale Faktoren sind entscheidende Begriffe.

Welche Bedeutung kommt der elterlichen Erziehung in diesem Kontext zu?

Die Autorin betrachtet Erziehungsgewalt und autoritäre Erziehungsstile als wesentliche Risikofaktoren, betont jedoch die Notwendigkeit eines gewaltfreien Erziehungsklimas für die familiäre Harmonie.

Welche Rolle spielen soziale Faktoren wie Armut für das Gewaltaufkommen?

Obwohl wirtschaftliche Probleme als Stressoren fungieren können, zeigt die Arbeit, dass Gewalt in allen sozialen Schichten vorkommt und die Gründe für Misshandlung multifaktoriell sind.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle der Polizei bei Kriseninterventionen?

Die Arbeit stellt fest, dass die Polizei oft unzureichende Hilfe leistet und durch mangelnde Spezialisierung in Familienkonflikten überfordert sein kann, wobei Verbesserungspotenziale durch Spezialausbildungen aufgezeigt werden.

Ende der Leseprobe aus 122 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Häusliche sexuelle Gewalt gegen Kinder. Ursachen, Folgen und Präventionsmöglichkeiten
Hochschule
Georg-August-Universität Göttingen
Note
1,7
Autor
Sergej Küstner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
122
Katalognummer
V111684
ISBN (eBook)
9783640097661
ISBN (Buch)
9783640112654
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Häusliche Gewalt Sexuelle Gewalt Kinder Ursachen Folgen Präventionsmöglichkeiten
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sergej Küstner (Autor:in), 2007, Häusliche sexuelle Gewalt gegen Kinder. Ursachen, Folgen und Präventionsmöglichkeiten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/111684
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