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Rechtsphilosophie: Die Radbruch'sche Formel und Hobbes' Vorstellung vom Staat

Title: Rechtsphilosophie: Die Radbruch'sche Formel und Hobbes' Vorstellung vom Staat

Term Paper , 2019 , 12 Pages , Grade: 9

Autor:in: Anonym (Author)

Law - Philosophy, History and Sociology of Law
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In der Arbeit wird zuerst die Kernproblematik der Unterscheidung von Rechtspositivismus und Naturrecht anhand der Radbruch'schen Formel dargelegt.
Im zweiten Teil wird Thomas Hobbes' Entwurf vom Staat dargelegt und selbst dazu Stellung genommen.

Gustav Radbruch befasst sich in dem zu behandelnden Ausschnitt aus seinem Werk „Rechtsphilosophie“ mit der Problematik des Rechtspositivismus. Seine Beispiele wählt Radbruch dabei gezielt aus der Zeit des Dritten Reichs. Radbruch schrieb sein Buch kurz nach dem Ende der nationalsozialistischen Diktatur in Deutschland. Das Deutschland seiner Zeit befand sich gerade in einer Phase der Aufarbeitung der vorangegangen 12 Jahre, in denen Adolf Hitler und seine Partei die NSDAP ein Terrorregime in Deutschland etabliert hatten. Die Regierung war durch das Ermächtigungsgesetz von 1933 mit legislativen Kompetenzen betraut worden. Diese Gesetze entsprachen oft nicht den gängigen Menschenrechten. Jedoch war es Soldaten und Juristen trotzdem geboten, sich an diese Gesetze zu halten und nach diesen zu urteilen. Beispielhaft führt Radbruch dazu den Fall von Puttfarken und Göttig an. Göttig hatte an einem Abort den Satz „Hitler ist ein Massenmörder und schuld am Kriege“ als Inschrift hinterlassen. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Aufgabe: Kernproblematik der Unterscheidung von Positivismus/Naturrecht anhand des Textes von Gustav Radbruch („Gesetzliches Unrecht und übergesetzliches Recht“, SJZ 1 (1946), S. 105-108)

I. Der historische Kontext

II. Das positivistische Rechtsdenken

III. Argumente Radbruchs gegen die positivistische Rechtswissenschaft

IV. Überzeugungskraft von Radbruchs Werk

2. Aufgabe: Hobbes' Vorstellung vom Staat. Eigene Stellungnahme

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit zwei zentralen Säulen der Rechtsphilosophie auseinander: der Spannung zwischen Rechtspositivismus und Naturrecht anhand von Gustav Radbruchs Formel sowie dem staatsphilosophischen Entwurf von Thomas Hobbes. Ziel ist es, die jeweilige Begründung von Rechtsstaatlichkeit, Macht und der Notwendigkeit einer übergeordneten Ordnung zu hinterfragen und zu bewerten.

  • Rechtspositivismus versus Naturrecht
  • Gustav Radbruchs "Gesetzliches Unrecht und übergesetzliches Recht"
  • Thomas Hobbes' Naturzustand und das Werk "Leviathan"
  • Legitimation staatlicher Macht und Souveränität
  • Kritische Analyse von Willkürherrschaft und Rechtsstaatlichkeit

Auszug aus dem Buch

II. Das positivistische Rechtsdenken

Rechtspositivismus bezeichnet das strikte Beharren auf ein Gesetz, dessen Gültigkeit als absolut festgelegt ist. Umgangssprachlich lässt sich dies als „Gesetz ist Gesetz“ ausdrücken. Begründet wird dies dadurch, dass das Gesetz seine Gültigkeit durch die Macht sich durchzusetzen erlangt hatte. Der Rechtspositivismus soll dabei Rechtssicherheit durch das Vorhandensein eines Gesetzes schaffen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Aufgabe: Kernproblematik der Unterscheidung von Positivismus/Naturrecht anhand des Textes von Gustav Radbruch („Gesetzliches Unrecht und übergesetzliches Recht“, SJZ 1 (1946), S. 105-108): Diese Aufgabe analysiert Radbruchs Kritik am Rechtspositivismus vor dem Hintergrund der nationalsozialistischen Diktatur und erläutert die nach ihm benannte Formel zur Lösung von Konflikten zwischen Gesetz und Gerechtigkeit.

I. Der historische Kontext: Dieser Abschnitt beschreibt die Situation im Deutschland nach 1945, in der das Rechtssystem unter Hitler als durch Willkür geprägt aufgearbeitet werden musste.

II. Das positivistische Rechtsdenken: Hier wird der Rechtspositivismus definiert als ein System, das strikt auf dem Gesetz beharrt, um Rechtssicherheit zu erzeugen.

III. Argumente Radbruchs gegen die positivistische Rechtswissenschaft: Radbruch argumentiert gegen den Positivismus, da dieser die Unrechtsjustiz im NS-Regime legitimierte, und fordert das Zurücktreten des Gesetzes hinter die Gerechtigkeit in extremen Fällen.

IV. Überzeugungskraft von Radbruchs Werk: Dieser Teil bewertet Radbruchs Kompromiss zwischen den zwei Rechtsauffassungen und kommt zu dem Schluss, dass ein Rechtsstaat eine Überschneidung beider Bereiche benötigt.

2. Aufgabe: Hobbes' Vorstellung vom Staat. Eigene Stellungnahme: Die Arbeit befasst sich mit der Entstehung des Staates bei Hobbes, der als notwendiges Mittel gegen den Naturzustand des Krieges begriffen wird, und kritisiert die hieraus resultierende, unbegrenzte Macht des Souveräns.

Schlüsselwörter

Rechtspositivismus, Naturrecht, Gustav Radbruch, Radbruchsche Formel, Thomas Hobbes, Leviathan, Naturzustand, Rechtsstaatlichkeit, Souverän, Gerechtigkeit, Rechtssicherheit, Staatsgründung, Willkürherrschaft, Rechtsphilosophie, Gesellschaftsvertrag

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser rechtsphilosophischen Arbeit?

Die Arbeit untersucht zwei klassische Themen der Rechtsphilosophie: Die Kritik am Rechtspositivismus durch Gustav Radbruch und die staatsphilosophische Begründung von Herrschaft durch Thomas Hobbes.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf der Abwägung von Rechtssicherheit gegen Gerechtigkeit, der Problematik von Unrechtsgesetzen in Diktaturen sowie der Legitimation staatlicher Souveränität.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Angemessenheit von Rechtssystemen zu hinterfragen und zu bewerten, inwiefern diese Freiheit, Frieden und Rechtsstaatlichkeit garantieren können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin/der Autor nutzt eine textanalytische Methode, um die Originalwerke von Radbruch und Hobbes im Kontext ihrer Zeit und unter modernen rechtsstaatlichen Gesichtspunkten zu interpretieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse der Radbruchschen Formel zur Auflösung des Konflikts zwischen Gesetz und Gerechtigkeit sowie eine Untersuchung des Hobbeschen Staatsentwurfs zur Überwindung des menschlichen Naturzustands.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Rechtspositivismus, Naturrecht, Radbruchsche Formel, Leviathan, Naturzustand und Rechtsstaatlichkeit.

Wie bewertet der Autor das Konzept der Radbruchschen Formel?

Der Autor bewertet Radbruchs Argumentation als überzeugend, da sie versucht, verschiedene Zwecke des Gesetzes wie Gerechtigkeit und Rechtssicherheit im Einzelfall abzuwägen, statt einseitig an reiner Macht festzuhalten.

Was ist der Hauptkritikpunkt am Staatsentwurf von Thomas Hobbes?

Der Hauptkritikpunkt ist die nahezu unbegrenzte Machtfülle des Souveräns, die – bei fehlender Gewaltenteilung – zwingend in Willkürherrschaft mündet und somit das Ziel der dauerhaften Friedenssicherung gefährdet.

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Details

Title
Rechtsphilosophie: Die Radbruch'sche Formel und Hobbes' Vorstellung vom Staat
College
University of Regensburg
Grade
9
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2019
Pages
12
Catalog Number
V1117558
ISBN (eBook)
9783346480125
Language
German
Tags
rechtsphilosophie radbruch formel hobbes vorstellung staat
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2019, Rechtsphilosophie: Die Radbruch'sche Formel und Hobbes' Vorstellung vom Staat, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1117558
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