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Der Einfluss von Geschwistern und Familienkonstellation auf den Gymnasialübergang

Eine empirische Analyse

Titre: Der Einfluss von Geschwistern und Familienkonstellation auf den Gymnasialübergang

Thèse de Bachelor , 2019 , 46 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Anonym (Auteur)

Sociologie - Travail, Education, Organisation
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Diese Arbeit untersucht mit Daten des Mikrozensus 2014 die Gymnasialübergangswahrscheinlichkeit zwischen drei Gruppen: Kinder mit älterem Geschwisterkind, Kinder ohne älteres, jedoch mit jüngerem Geschwisterkind und Einzelkinder. Es wird mittels linearer Wahrscheinlichkeitsmodelle geprüft, ob der Einfluss von Geschwistern mit der Familienform variiert. Darüber hinaus wird geprüft, ob sich der Einfluss von Geschwisterkindern je nach Tätigkeitsart der Mutter (Vollzeit-, Teilzeit-, Nichterwerbstätigkeit) ändert. Innerhalb der Gruppe von Kindern mit älteren Geschwistern wird darüber hinaus auf einen sich verändernden Einfluss geprüft, sollten sich diese hinsichtlich objektiver Merkmale wie Geschlecht und Alter ähneln. Die Ergebnisse zeigen, dass der negative Einfluss älterer Geschwister genau dann schwächer wird, wenn sie den jüngeren hinsichtlich objektiver Merkmale wie Alter und Geschlecht ähneln. Gehen ältere Geschwisterkinder selbst auf das Gymnasium, so erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für jüngere Kinder, auch ein Gymnasium zu besuchen, drastisch. Dass die Erwerbstätigkeit der Mutter die Wahrscheinlichkeit, ein Gymnasium zu besuchen, beeinflusst, konnte nicht nachgewiesen werden. Kombinierte Effekte aus dem Vorhandensein von Geschwisterkindern, Familienform und Erwerbstätigkeit der Mutter konnten ebenfalls nicht nachgewiesen werden.

Der Einfluss älterer Geschwisterkinder auf den Gymnasialübergang jüngerer Kinder der Familie variiert mit familienstrukturellen Merkmalen wie der Eltern- und Geschwisterkonstellation. Studien ergeben, dass ältere Geschwisterkinder in Familien mit zwei Elternteilen die Gymnasialübergänge ihrer jüngeren Geschwister negativ beeinflussen. Dieser Effekt kehrt sich in Alleinerziehendenhaushalten um.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Stand der empirischen Forschung

3 Theorie und Hypothesen

3.1 Sozialisationstheorie und Bildungsübergänge

3.2 Sozialisation in der Familie als soziales System

3.3 Ressourcentheorie

3.4 Funktionen und Bedeutung älterer Geschwister

4 Daten und Methode

4.1 Datengrundlage

4.2 Abhängige Variable

4.3 Unabhängige Variablen

4.4 Kontrollvariablen

4.5 Statistische Berechnungen

4.6 Kritische Betrachtung der Methode

5 Ergebnisse

5.1 Erste bivariate Analyse: Häufigkeitstabelle

5.2 Zweite bivariate Analyse: Kreuztabelle

5.3 Ergebnisse der ersten Regression

5.4 Ergebnisse der zweiten Regression

6 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht den Einfluss von älteren Geschwisterkindern auf den Gymnasialübergang jüngerer Kinder in Abhängigkeit von verschiedenen Familienkonstellationen und Erwerbsmustern der Mutter. Dabei wird insbesondere analysiert, ob eine Unterstützungsfunktion älterer Geschwister existiert, die den Bildungserfolg positiv beeinflussen kann.

  • Analyse des Einflusses von Geschwisterkonstellationen auf Bildungsübergänge
  • Untersuchung der Rolle der Familienform (Kernfamilie vs. Ein-Eltern-Familie)
  • Einfluss der mütterlichen Erwerbstätigkeit auf die Entwicklungschancen der Kinder
  • Anwendung der Sozialisationstheorie und Ressourcentheorie zur Hypothesenbildung
  • Empirische Überprüfung mittels linearer Wahrscheinlichkeitsmodelle auf Basis des Mikrozensus 2014

Auszug aus dem Buch

3.2 Sozialisation in der Familie als soziales System

Die Familie ist ein soziales System innerhalb von Gesellschaft (Parsons 1955, S. 35). Als Teilsystem steht sie in einer spezifischen strukturellen und funktionellen Beziehung zu Gesellschaft und ist zugleich ein von der gesellschaftlichen Öffentlichkeit abgeschirmter Privatraum (ebd., S. 8 ff.). Von besonderer Bedeutung ist die Familie im Vergleich zu anderen sozialen Systemen insofern, als dass sich innerhalb dieses Systems zentrale Prozesse der kindlichen Sozialisation abspielen (ebd., S. 35 ff.). Dabei beschreibt Sozialisation jene Lernprozesse, aus denen in Interaktion zwischen komplementären Rollenträgern die Internalisierung bestimmter Werte folgt (Parsons 1951a, S. 208f.).

Rollen sind die strukturelle Basis für Sozialisationsprozesse innerhalb von Familie (Parsons 1955, S. 35 ff.). Sie sind komplementär zueinander (Parsons 1951a, S. 208) und an eine bestimmte Funktion mit relativer Machtbefugnis gekoppelt (Parsons 1955, S.45). Die Rolle der Eltern nimmt in Lernprozessen eine zentrale Stellung ein: Als „socializing agents“ (ebd., S. 35) kommt ihnen die Funktion zu, gesellschaftlich vorgegebene Handlungsmuster an ihre Kinder zu vermitteln (Kreppner 1980, S. 397). Dies geschieht in Interaktion: Alter (Elternteil) ist in Interaktion das „modell“ (Parsons 1951a, S. 211) und verkörpert spezifische Werte, die von Ego (Kind) im Laufe des Interaktionsprozesses internalisiert werden (ebd.). „[...] (E)go and Alter have established a reciprocal role relationship in which value-patterns are shared“ (ebd., S. 211). Werte und Verhaltensmuster werden folglich in Interaktion von Alter vorgelebt und von Ego unhinterfragt internalisiert. Dies stellt den Vermittlungsprozess dar (ebd.).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problemstellung ein und begründet die Relevanz der Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Familienkonstellationen, Geschwistervorhandensein und dem Übergang auf das Gymnasium.

2 Stand der empirischen Forschung: In diesem Kapitel wird der aktuelle Forschungsstand hinsichtlich diskontinuierlicher Elternschaft und der Rolle von Geschwistern bei Bildungsübergängen zusammengefasst.

3 Theorie und Hypothesen: Hier werden theoretische Ansätze zur Sozialisation und Ressourcenallokation dargelegt, aus denen konkrete Hypothesen über den Einfluss von Geschwistern und Familienstrukturen abgeleitet werden.

4 Daten und Methode: Dieses Kapitel erläutert die Datengrundlage des Mikrozensus 2014, die Operationalisierung der Variablen sowie die gewählten statistischen Verfahren zur Hypothesenprüfung.

5 Ergebnisse: Die Ergebnisse der bivariaten Analysen sowie die Resultate der verschiedenen Regressionsmodelle werden hier präsentiert und statistisch interpretiert.

6 Schlussbetrachtung: Dieses Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen, reflektiert die Ergebnisse kritisch im Kontext der theoretischen Annahmen und diskutiert Grenzen sowie Implikationen für die zukünftige Forschung.

Schlüsselwörter

Gymnasialübergang, Familienkonstellation, Geschwisterkinder, Sozialisation, Ressourcentheorie, Bildungssoziologie, Ein-Eltern-Familie, Erwerbstätigkeit, Bildungschancen, Mikrozensus, Bildungsungleichheit, Rollentheorie, Kindesentwicklung, Bildungsabschluss.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, welchen Einfluss das Vorhandensein von Geschwistern und spezifische Familienstrukturen auf die Wahrscheinlichkeit haben, nach der Grundschule ein Gymnasium zu besuchen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen die Bildungssoziologie, die Sozialisation in der Familie, die Auswirkungen unterschiedlicher Familienkonstellationen (Kernfamilie vs. Ein-Eltern-Familie) sowie die Rolle der mütterlichen Erwerbstätigkeit.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, zu analysieren, ob und unter welchen Bedingungen ältere Geschwister einen positiven oder negativen Einfluss auf den Gymnasialübergang ihrer jüngeren Geschwister ausüben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es werden quantitative Analysen auf Basis des Mikrozensus 2014 durchgeführt, wobei lineare Wahrscheinlichkeitsmodelle zur statistischen Überprüfung der Hypothesen angewendet werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Herleitung der Hypothesen, die Darstellung des methodischen Vorgehens sowie die detaillierte Präsentation und Diskussion der empirischen Ergebnisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören der Gymnasialübergang, die Familienkonstellation, das Vorhandensein von Geschwistern sowie die Anwendung von Sozialisations- und Ressourcentheorien.

Wie wirkt sich laut Arbeit die Familienform auf den Übergang aus?

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Kinder aus Ein-Eltern-Familien seltener auf das Gymnasium wechseln als Kinder aus Kernfamilien, wobei die Anwesenheit von Geschwistern in Ein-Eltern-Familien teils modifizierende Effekte haben kann.

Welche Rolle spielt die Erwerbstätigkeit der Mutter?

Die Arbeit untersucht, ob die Erwerbstätigkeit der Mutter als Kompensationsfaktor oder Belastung für den Bildungserfolg fungiert; die Ergebnisse hierzu sind komplex und zeigen keine einheitlich signifikanten Effekte auf den Übergang.

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Résumé des informations

Titre
Der Einfluss von Geschwistern und Familienkonstellation auf den Gymnasialübergang
Sous-titre
Eine empirische Analyse
Université
University of Heidelberg  (Max-Weber-Institut für Soziologie)
Note
1,0
Auteur
Anonym (Auteur)
Année de publication
2019
Pages
46
N° de catalogue
V1117695
ISBN (ebook)
9783346481870
ISBN (Livre)
9783346481887
Langue
allemand
mots-clé
Soziale Ungleichheit Familiensoziologie Bildungssoziologie
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anonym (Auteur), 2019, Der Einfluss von Geschwistern und Familienkonstellation auf den Gymnasialübergang, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1117695
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Extrait de  46  pages
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