Die vorliegende Hausarbeit setzt sich mit der Fragestellung auseinander, auf welche Weise Gewaltprävention an Schulen effektiv betrieben werden kann. Um diese Frage bestmöglich zu beantworten, ist die Studienarbeit folgendermaßen aufgebaut. Im ersten Kapitel werden zunächst die wesentlichen Begrifflichkeiten dieser Ausarbeitung (‚Konfrontation‘ und ‚Gewalt‘) ausführlich erklärt. Anschließend wird das Feld der Gewaltprävention dargestellt. Erste konfrontative Ansätze werden hierbei miteinbezogen. Im zweiten Kapitel wird die Konfrontative Pädagogik vorgestellt. Wie von der Prüfungsordnung vorgeschrieben, wird an dieser Stelle ein Bezug zu einer bestehenden Theorie im Bereich der Sozialen Arbeit hergestellt. Das dritte Kapitel beschäftigt sich mit dem Coolness-Training. Es handelt sich hierbei um einen sozialen Trainingskurs, der dem Gebiet der Konfrontativen Pädagogik angehört und zur Gewaltprävention an Schulen durchgeführt wird. Im Fazit werden schließlich die verschiedenen Aspekte der Studienarbeit reflektiert.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Die konfrontativen Ansätze der Gewaltprävention
2.1 Begriffsbestimmungen
2.2 Konfrontative Gewaltprävention
3. Konfrontative Pädagogik
3.1 Grundsätze und Prinzipien
3.2 Theoretische Verortung
4. Coolness -Training
4.1 Rahmenbedingungen
4.2 Ablauf
4.3 Zielsetzung
4.4 Methoden
5. Fazit
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie Gewaltprävention an Schulen effektiv gestaltet werden kann, wobei der Fokus insbesondere auf dem Coolness-Training als einem konfrontativen pädagogischen Ansatz liegt.
- Konfrontative Pädagogik als Handlungsansatz in der Sozialen Arbeit
- Stufen der Gewaltprävention (primär, sekundär, tertiär)
- Methodik und Durchführung von Coolness-Trainings in Schulklassen
- Rolle von Sozialarbeitern in der schulischen Gewaltprävention
- Stärkung von Opferperspektiven und Förderung prosozialer Verhaltensweisen
Auszug aus dem Buch
4.4 METHODEN
Zur Erreichung der in Kapitel 4.3 aufgeführten Ziele werden mit der Klasse u.a. folgende Methoden durchgeführt:
Visualisierungsübungen (Warming-up-Phase) Visualisierungsübungen zielen darauf ab, das Klassengefüge zu stärken, indem Meinungen sowie Erfahrungen der Schüler visualisiert werden. Hierzu werden den Kindern bzw. Jugendlichen Fragen gestellt. Falls sie diese Fragen mit ‚ja‘ beantworten würden, so bewegen sich die entsprechenden Schüler in die Mitte des Raumes. Beispielhafte Fragen können sein: Bist du im Ausland geboren? Treibst du gerne Sport? Guckst du gerne ‚Joko gegen Klaas‘?
Es wird eine große Vielzahl solcher Fragen gestellt. Fast allen Kindern bzw. Jugendlichen bereitet diese Übung viel Freude. Schüler die bislang eher wenig miteinander ‚zu tun‘ hatten, entdecken nun diverse Gemeinsamkeiten. Mit der Zeit entsteht eine immer größer werdende Vertrauensbasis. Zu einem späteren Zeitpunkt können somit auch ernstere Themen abgefragt werden. Zum Beispiel können Fragen gestellt werden, wie: Hast du schon einmal geklaut? Bist du schon einmal vor dem 15. Lebensjahr betrunken gewesen? Bekommst du von deinen Eltern Ärger, wenn du eine schlechte Arbeit geschrieben hast? Hast du schon einmal jemanden geschlagen, geboxt oder getreten?
Mithilfe dieser Methode kann das Thema ‚Gewalt‘ in der Klasse schon relativ früh angesprochen werden. Die meisten Schüler, die sich in Richtung Mitte des Raumes bewegen, haben das Bedürfnis über ihre Erfahrungen und Gefühle zu sprechen. Wenn Kinder bzw. Jugendliche, die des Öfteren drangsaliert worden sind, an dieser Stelle über ihr Erlebtes berichten, hat das eine sehr sensibilisierende Wirkung auf den Rest der Klasse (Gall, 2009, S.115 f.).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik von Schulgewalt ein und erläutert den Aufbau sowie die Zielsetzung der Hausarbeit.
2. Die konfrontativen Ansätze der Gewaltprävention: In diesem Kapitel werden grundlegende Begriffe definiert und Gewaltprävention in die Kategorien primäre, sekundäre und tertiäre Prävention unterteilt.
3. Konfrontative Pädagogik: Hier werden die theoretischen Grundsätze und Prinzipien der konfrontativen Pädagogik dargelegt und in den Kontext der lebensweltorientierten Sozialen Arbeit gesetzt.
4. Coolness -Training: Dieses Kapitel beschreibt detailliert die Rahmenbedingungen, den Ablauf, die Ziele und die spezifischen Methoden, die bei einem Coolness-Training an Schulen zum Einsatz kommen.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, reflektiert die Wirksamkeit des Coolness-Trainings und empfiehlt dessen stärkere Implementierung im schulischen Alltag.
Schlüsselwörter
Gewaltprävention, Coolness-Training, Konfrontative Pädagogik, Soziale Arbeit, Schulen, Gewalt, Mobbing, Opfer, Täter, Intervention, Erziehung, Klassenverband, Resozialisierung, Lebensweltorientierung, Sozialkompetenz.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Bedeutung und Umsetzung von Gewaltprävention an Schulen, wobei der Schwerpunkt auf konfrontativen pädagogischen Ansätzen liegt.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Definition von Gewalt und Konfrontation, die theoretischen Grundlagen der konfrontativen Pädagogik sowie die praktische Durchführung von Coolness-Trainings.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Gewaltprävention an Schulen effektiv betrieben werden kann, um ein friedfertigeres Schulklima zu fördern.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in der aktuelle Konzepte und Studien zur konfrontativen Pädagogik und Gewaltprävention ausgewertet werden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsklärung, die theoretische Fundierung durch die konfrontative Pädagogik und die detaillierte Darstellung des Coolness-Trainings als praxisorientiertes Interventionsprogramm.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Gewaltprävention, Coolness-Training, konfrontative Pädagogik und soziale Gruppenarbeit.
Was unterscheidet das Coolness-Training von anderen Ansätzen?
Es ist ein explizit auf den sekundären Bereich der Gewaltprävention ausgerichteter Trainingskurs, der durch Sozialarbeiter angeleitet wird und intensiv mit Konfrontationsmethoden arbeitet.
Warum ist die Unterscheidung von primärer, sekundärer und tertiärer Prävention wichtig?
Sie ermöglicht eine differenzierte Betrachtung des jeweiligen Interventionsbedarfs, je nachdem, ob Gewalt vorbeugend verhindert oder bei bereits auffälligem Verhalten reagiert werden soll.
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- Marian Hecker (Author), 2019, Coolness-Training zur Gewaltprävention an Schulen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1118256